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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Arambol:

Der Traum vom Fliegen

Atmosphere von Taylor Jenkins Reid


"Ich hatte immer das Gefühl, wenn ich die Sterne anschaue, weiß ich, dass ich nicht allein bin."

Die NASA-Astronautin Vanessa Ford gerät während einer Space-Shuttle-Mission in eine lebensbedrohliche Lage. Im Mission Control Centrum hält Joan Goodwin als CAPCOM mit ihr Kontakt.

In Rückblenden erfahren wir, wie Joan ins NASA-Trainingsprogramm kam und dort Vanessa kennenlernte und eine heimliche Beziehung mit ihr begann.

Gleichzeitig lernen wir Joans privates Umfeld kennen, das viele ihrer Entscheidungen maßgeblich prägt.
Die Handlung des Romans wechselt zwischen Vanessas Einsatz im All und den Erinnerungen Joans, bis dann beide Handlungsstränge in einem sowohl dramatischen als auch emotionalen Höhepunkt zusammenfinden.

Der Roman "Atmosphere" verbindet die Faszination der bemannten Raumfahrt mit einer sehr persönlichen Geschichte. Taylor Jenkins Reid gelingt es dabei, die Emotionen der Figuren so lebendig zu zeichnen, dass man sich mitten im Geschehen wiederfindet. Die Stimmung des Buches schwankt zwischen sehr spannenden, und dann wieder leisen, nachdenklichen Momenten.

Besonders gelungen ist der Wechsel zwischen Gegenwart und Rückblenden. Dadurch wird nicht nur Joans verzweifelte Lage als CAPCOM am Boden greifbar, sondern auch ihre Vorgeschichte und die wachsende Nähe zu Astronautin Vanessa. Aus einer rein professionellen Verbindung entsteht Freundschaft – und mehr. Ein einziger Augenblick kann alles verändern, und genau dieses Gefühl transportiert die Autorin meisterhaft.

Neben Joan und Vanessa bleiben auch Nebenfiguren, allen voran Joans Nichte Frances im Gedächtnis. Ihre Geschichte bringt Wärme, Menschlichkeit und eine andere, zunehmend verletzlichere Seite von Joan zum Vorschein.

Der Roman ist flüssig geschrieben, gut recherchiert und bietet eine gelungene Mischung aus technischer Präzision und emotionaler Tiefe. Nur gelegentlich wirken einzelne Passagen etwas zu gedehnt, was den Lesefluss leicht bremst – deshalb vier statt fünf Sterne. Insgesamt aber ein beeindruckendes Leseerlebnis, das Raumfahrt und zwischenmenschliche Beziehungen zu einem stimmigen Ganzen verbindet.

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Rezensionen von lesen=liebe:

Zu Besuch bei der Polizei

tiptoi® Wieso? Weshalb? Warum? - Bei der Polizei von Heike Tober

Von lesen=liebe

Dieses Tiptoi-Buch ist für Kinder von 4 bis 7 Jahren geeignet. Mein Sohn ist 6, und ich finde, er hat genau das passende Alter dafür. Das Buch stammt aus der WWW-Reihe und bietet wirklich viele interessante Inhalte. So werden die Aufgaben der Polizei ganz genau durchleuchtet, es wird erklärt, wie man Spuren sichert, welche Ausrüstung die Polizei braucht, und ein Besuch bei der Polizeiwache wird abgestattet.

Die Spiele sind sehr anspruchsvoll und aufregend. Man darf der Polizei helfen, Täter zu überführen. Besonders toll ist das Hörspiel, und das Lied ist mittlerweile zum Ohrwurm geworden. Die Audioinhalte sind – wie immer – sehr verständlich, die Stimme des Sprechers ist sehr angenehm.

Die Suchaufträge sind leicht verständlich, können aber teilweise sehr knifflig sein. Ein durch und durch gelungenes Tiptoi-Buch, das fast täglich zur Hand genommen wird.

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Rezensionen von gerlisch:

Das Sterben hat begonnen

Aschesommer von Benjamin Cors

Mit „Aschesommer“ hat Benjamin Cors wieder einen absolut fesselnden Thriller abgeliefert.
Die Ermittler der Gruppe 4 haben es hier mit einer skurrilen Mordserie zu tun, doch der Hauptverdächtige sitzt in einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt.
Die sehr unterschiedlichen Teammitglieder sind mir bereits aus dem 1.

Teil „Krähentage“ bekannt und wurden hier wieder perfekt in Szene gesetzt. Allen voran Jakob Krogh und Mila Weiss, die Leiter der Ermittlungsgruppe. Beide tragen ein dunkles Geheimnis mit sich herum, über das im Handlungsverlauf immer wieder berichtet wird. Auch eingestreute Infos zum 1. Teil der Serie bringen die Figuren dem Leser immer näher.
Absolut fesselnd und mit einem präzisen Schreibstil werden hier die intensiven und komplexen Ermittlungen umgesetzt. Die Atmosphäre in den Handlungen ist sehr aufgeheizt, was nicht nur der extremen Hitze in diesem Setting geschuldet ist.
Die Passagen aus Sicht der Opfer jagen dem Leser oft nicht nur eine Gänsehaut über den Körper, sie sorgen auch dafür, dass die Spannung stetig ansteigt und man das Buch nicht aus der Hand legen mag.
Ganz nebenbei erfährt der Leser noch interessantes Hintergrundwissen zum Thema Die fünf großen Sterben der Weltgeschichte. Für mich ist dieses Buch ein absolutes Thriller-Highlight.

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Rezensionen von lesen=liebe:

Begeistert vom Kleinen bösen Buch

Das kleine Böse Buch 8 von Magnus Myst

Wir haben schon viel vom Kleinen bösen Buch gehört, aber tatsächlich ist dies der erste Band, den wir gelesen haben. Das kleine Böse Buch 8 hat uns von der ersten Seite an begeistert, deshalb war es bestimmt nicht unser letzter Band. Die spannende und humorvolle Erzählweise macht das Lesen zu einem echten Vergnügen.

Das interaktive Konzept, bei dem der Leser aktiv ins Geschehen einbezogen wird, ist einfach genial und sorgt für Abwechslung. Ich denke hier wird jeder Lesemuffel überzeugt.

Die Geschichte ist voller überraschender Wendungen und kreativer Ideen, die die Leser*innen in ihren Bann ziehen. Besonders toll finden wir die düsteren und mystischen Illustrationen, die die Atmosphäre perfekt einfangen.

Ein Muss für alle Fans der Serie und für alle, die gerne spannende und gruselige Bücher lesen. Absolute Empfehlung!

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Rezensionen von lesen=liebe:

Kleine Krabbler ganz groß

Im Schatten von Giganten von Jasmin Schreiber

Jasmin Schreiber ist schon seit dem Kleinkindalter von Insekten und Krabbeltieren begeistert. Diese Leidenschaft hat sie bis ins Erwachsenenalter begleitet – und sie schließlich zu ihrer Berufung gemacht. Mit diesem Buch möchte sie andere Menschen begeistern, und das gelingt ihr richtig gut.

Es regt definitiv dazu an, die Welt der Insekten aus einem neuen Blickwinkel zu betrachten.

Warum haben diese Lebewesen eigentlich einen so schlechten Ruf, nur weil sie keine Hunde oder Katzen sind?

Mit Begeisterung habe ich die fachlich fundierten Texte gelesen und die wunderschönen Fotografien betrachtet. Man merkt deutlich, wie viel Herzblut in dieses Buch geflossen ist. Es vermittelt viel Wissen über Tiere, die man zwar oft sieht, über die man aber kaum etwas weiß. Ich habe zum Beispiel festgestellt, dass ich mich zwar immer freue, eine Libelle zu sehen – über ihre Lebensweise wusste ich bisher jedoch überhaupt nichts.

Dank der übersichtlichen Gliederung und der gelungenen Gestaltung eignet sich dieses Buch auch wunderbar als Nachschlagewerk und wird bestimmt immer wieder zur Hand genommen.

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Rezensionen von Ruth:

„Flirt mit dem Glück“

6 aus 49 von Jacqueline Kornmüller

In bitterer Armut ist sie aufgewachsen, die Großmutter von Jaqueline Kornmüller. Eine solche Armut, von der sie immer sagte, „ so eine Armut, wie ich sie als Kind erlebt habe, gehört verboten.“
Geboren wurde Lina an einem Dreizehnten im Jahr 1911 in einem Dorf in Niederbayern. Aufgewachsen ist sie mit 10 Geschwistern, zu denen noch vier Pflegekinder kamen.

Schon mit dreizehn Jahren tritt sie ihre erste Arbeitsstelle an. Erste Erfahrungen im Hotelgewerbe macht sie in München und von dort führt es sie mit der neu gewonnenen Freundin Maria nach Garmisch. Wieder in ein Hotel, in ein sehr renommiertes. Hier verkehren die Großen der deutschen Filmindustrie, u.a. auch Zarah Leander.
Die Arbeit im Hotel gefällt Lina, doch sie will nicht länger Angestellte sein. Und als sich die Möglichkeit bietet, eine schöne Villa zu pachten, greift sie zu. Gemeinsam mit Freundin Maria betreibt Lina fortan das kleine Hotel „Amalie“. Es folgen harte und arbeitsame Jahre, die aber von Erfolg gekrönt sind. Lina ist mit Leib und Seele Hoteliersfrau, immer bereit, immer gastfreundlich.
Doch Lina vergisst nie ihre Herkunft, die bitteren Jahre der Armut. Das mag mit ein Grund gewesen sein für ihre Leidenschaft für das Lotto- Spiel. Woche für Woche füllt sie den Lottoschein aus, und tatsächlich hat sie einmal einen Sechser. Doch der Gewinn spielt im Buch und in Linas Leben gar keine so große Rolle.
Wichtiger ist vielmehr Linas unerschütterlicher Optimismus und ihr Vertrauen in das Glück. Dabei erwartet sie nichts Weltbewegendes; ihr Glück liegt in den kleinen Dingen.
Nur in der Liebe hat Lina kein Glück. Ein „ Zufallsgast“, von dem sie glaubt, er bliebe ein Leben lang, entpuppt sich als nicht verlässlich. Lina wird weiterhin ihre Tochter allein großziehen. Aber immer treu an ihrer Seite ist Freundin Maria, ein Leben lang.
Die Regisseurin und Autorin Jaqueline Kornmüller erzählt in 49 (!) kurzen Kapiteln vom Leben ihrer Großmutter. Bei ihr ist sie aufgewachsen, sie war ihr „ persönlicher Sechser im Lotto“. Und diese Liebe und Verbundenheit zwischen Großmutter und Enkelin ist in jeder Zeile zu spüren.
Die Autorin erzählt episodenhaft, umkreist das Leben ihrer Großmutter, erzählt aber auch von sich, von ihrer Kindheit in der „ Amalie“, von ihrem Erwachsenwerden.
Dabei wird der historische Hintergrund nicht ausgeklammert. So erfährt der Lesende z.B. von der unrühmlichen Vergangenheit von Garmisch- Partenkirchen, dem Geburtsort der Autorin. Weil Hitler die Winterolympiade wollte, wurden 1935 die verfeindeten Dörfer Garmisch und Partenkirchen zusammengelegt. Der Ort blüht auf, die Touristen kommen in Scharen, die „ Luftdeppen“, wie es im Buch heißt. Und die Nazis haben hier, wie andernorts , das Sagen. Auch davon erzählt Jaqueline Kornmüller in eindrücklichen Szenen. Ihre kritische Haltung zu ihrem Geburtsort zeigt sich u.a. darin, dass sie von ihm nur als „ Bindestrich“ spricht.
Auch sonst pflegt die Autorin einen eigenwilligen Erzählstil, mit vielen kurzen Sätzen und Wiederholungen. Viele Figuren erhalten keinen eigenen Namen sondern heißen „ die Kanaille“, „ der Durchreisende“, „ der Zufallsgast“ oder einfach „ Du“. Und die Mutter der Autorin wird im Buch nur „ Linas Tochter“ genannt. Der Fokus liegt eindeutig auf Lina.
Das aussagekräftige Coverbild, fast nur in Blau gehalten, bis auf die gelbe Schrift, hat die bekannte Illustratorin Kat Menschik gestaltet. Sie fasst sehr anschaulich den Inhalt zusammen. Vor dem Hintergrund einer blühenden Berglandschaft stehen zwei lächelnde Frauen, Hand in Hand, hinter ihnen das Hotel „Amalie“. Und zwischen all dem schweben sechs Lottokugeln.
„6 aus 49“ ist eine liebevolle Hommage an eine starke und beeindruckende Frau, die mit Zuversicht und Selbstvertrauen ihr Leben gemeistert hat.

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Rezensionen von nil_liest:

????Noch nie Lotto gespielt – aber mit diesem Buch den Hauptgewinn gezogen!????

6 aus 49 von Jacqueline Kornmüller

Ich habe noch nie Lotto gespielt. Nicht einmal aus Versehen. Aber mein Vater? Der füllt seit über 40 Jahren jede Woche brav seinen Schein aus – mit einer Ernsthaftigkeit, als hinge das Weltklima vom richtigen Kreuzchen auf der 27 ab. Gewonnen hat er, aber nur kleinste Beträge. Jackpot – nie! Aber geträumt? Jede Woche.

Und genau diese Mischung aus Hoffnung, Routine und stillem Trotz erinnert mich sehr an Lina, die Heldin von Jaqueline Kornmüllers wunderbar schräg-schönem Roman 6 aus 49.
Denn Lina, die Großmutter der Autorin, spielt nicht nur Lotto, sie spielt sich durchs Leben – und das mit einer Mischung aus Mut, Witz und unfassbarer Widerstandsfähigkeit. Als Kupfergeschirrwäscherin gestartet, landet sie – durch Schicksal, Zufall und eine ordentliche Portion Biss – irgendwann auf der Veranda ihres eigenen Hotels in Garmisch, den Lottoschein in der Hand, das Glück im Blick.
Kornmüller erzählt diese Geschichte mit genau der richtigen Dosis Herz, Humor und Schärfe. Kein Geschichtsroman mit Stock im Rücken, sondern eine flirrende Zeitreise durch Bayern, Winter-Olympiade, Nazizeit, Hotellobby und Frauensolidarität. Lina und ihre Freundin Maria stemmen das Leben, das Hotel, die Kindererziehung und wahrscheinlich auch noch ein paar Tortenbleche – und das ganz ohne Männer.
Die Sprache ist grandios in diesem Roman! Kornmüller schreibt nicht gefällig, sondern genau. Zwischen poetischen Wortschleifen und trockenen Alltagskommentaren liegt oft nur ein Satz. Man liest, lacht, schluckt – und liest nochmal. Nicht weil man muss, sondern weil man will.
Und dann dieses Cover!K< at Menschik illustriert mit so viel Liebe, dass ich das Buch am liebsten auf den Wohnzimmertisch liegen lassen möchte – wie ein Kunstobjekt. Lottozahlen, Hotel, Freundinnenpower – alles drauf, alles dran. Das wäre mal ein colles Poster!
Fazit: 6 aus 49 ist ein Glücksgriff. Auch ohne Lottoschein. Es zeigt: Das wahre Glück liegt nicht im Kreuzchenfeld, sondern im Leben selbst – mit all seinen Umwegen, Zufällen und Kupferkesseln. Ein Buch für starke Frauen, ewige Träumer und Menschen mit Herz für Geschichten, die bleiben.
Und wer weiß – vielleicht fange ich jetzt doch mal mit dem Lotto an.

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Rezensionen von Lilli33:

Ein abartiger Fall

Schwüre, die wir brechen von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson

Ein abartiger Fall

Inhalt:
Jon Nordh und Svea Karhuu bekommen es mit einem besonders bizarren Fall zu tun: eine enthauptete Leiche, der ein Krokodilskopf angenäht wurde. Die beiden Ermittler tappen völlig im Dunklen - bis eine zweite Leiche gefunden wird und damit eine Art Muster. Mit der Entführung einer Jugendlichen geraten Jon und Svea dann komplett unter Druck.

Denn bisher hat der Täter seine Opfer erst nach einer Woche getötet, die entführte Charlotte könnte also noch leben …

Meine Meinung:
Ebenso wie der Vorgänger „Tode, die wir sterben“ konnte Band 2 der Reihe um die Malmöer Polizisten Jon Nordh und Svea Karhuu mich nicht vollends begeistern. Zwar ist der Fall wirklich sehr verwickelt und komplex, was ich in der Regel sehr gerne mag, leider aber auch mit einigen Längen erzählt.

Die eigentlich interessanten Einschübe aus den 1970er und 80er Jahren unterbrechen den Lesefluss immer wieder. Der Kriminalroman besteht aus vielen eher kurzen Kapiteln, die aus wechselnden Perspektiven geschrieben sind und immer mal wieder mit einem Cliffhanger enden. So wird man stets zum Weiterlesen animiert, und „nur noch eins“ dieser kurzen Kapitel geht ja immer noch.
Besonders mag ich an dieser Reihe, dass beide Ermittelnden keine perfekten Polizisten sind, sondern ganz normale Menschen, die Gefühle haben und Fehler machen.

Die Mythologie des Alten Ägypten spielt eine gewisse Rolle. Hier konnte ich tatsächlich noch einiges lernen. Das gefällt mir.

Insgesamt ist der Roman recht spannend, wozu auch die privaten Ermittlungen von Svea und Jon beitragen. Jon forscht immer noch über den Unfalltod seiner Frau und seines besten Freundes, während Svea Drohungen erhält, gegen die sie sich schließlich zur Wehr setzt.

Mit der Schlussszene wird praktisch der Kreis zum Prolog geschlossen. Das fand ich sehr schön gemacht.

Die Reihe:
1. Tode, die wir sterben
2. Schwüre, die wir brechen

★★★★☆

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Rezensionen von Lilli33:

Ein Pageturner

Erebos 3 von Ursula Poznanski

Ein Pageturner

Inhalt:
Als auf Nick Dunmores Computerbildschirm plötzlich wieder „Erebos“ auftaucht, traut er zunächst seinen Augen nicht. Nie wieder wollte er mit diesem manipulativen Computerspiel etwas zu tun haben. Doch wie schon die letzten beiden Male bleibt ihm auch jetzt keine Wahl.

Er muss sich wohl oder übel auf das Spiel einlassen, was dieses ihm ganz schnell klar macht.

Meine Meinung:
Ich habe die ersten beiden Bände von „Erebos“ geradezu verschlungen, und auch der dritte konnte mich wieder absolut fesseln. Als Vielleserin bleiben mir nur wenige Bücher über längere Zeit im Gedächtnis - „Erebos“ gehört definitiv dazu, weil es mich einfach mit Haut und Haaren gepackt hat. Nichtsdestotrotz kann man den dritten Band auch ohne Vorkenntnisse lesen. Man erkennt dann zwar manche Anspielung auf die Vorgängerbände nicht, das tut dem Verständnis der Handlung aber keinen Abbruch.

Zwar haben sich einige Regeln des Spiels geändert und die meisten Spieler sind neu, doch im Großen und Ganzen setzt Ursula Poznanski auf das bewährte Konzept. Die Story des Spiels ist aber neu. Interessant ist, dass die Spieler etwas suchen müssen, ohne zu wissen, was. Das eröffnet Raum für zahlreiche Spekulationen.

Der Thriller ist unheimlich spannend, denn es geht um nichts weniger als um Leben und Tod. Selbst die Beschreibungen von Spielszenen sind sehr spannend - auch für jemanden wie mich, die keine Computerspiele spielt. Und wie immer hat die Vernetzung von Spiel und realer Welt einen großen Anteil an der Spannung.

Nun kann man sich fragen, ob dieser 3. Band wirklich nötig war. Nein, natürlich war er nicht nötig. Aber er ist eine tolle Bereicherung dieser Reihe, und viele Fans werden ihn sicher so lieben wie ich.

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Rezensionen von Lilli33:

Das verlorene Eden

Eden von Jan Costin Wagner

Das verlorene Eden

Inhalt:
Die zwölfjährige Sofie ist unheimlich empathisch. Sie schafft es, Menschen zu verbinden und für Harmonie zu sorgen. Als ihr Vater Markus sie mit Konzertkarten für ihre Lieblingssängerin Ariana da Vega überrascht, denkt er nicht im Traum daran, dass dies Sofies Todesurteil ist.

Nach dem Konzert zündet ein Selbstmordattentäter eine Bombe. Sofie ist sofort tot. Zurück bleiben die Eltern Markus und Kerstin, der Freund Tobias sowie Sofies Tante Isabel und Kusine Lotte. Für sie alle bricht der Garten Eden auseinander, doch das Leben geht weiter …

Meine Meinung:
Der Roman ist aufgeteilt in relativ kurze Kapitel aus der Sicht der verschiedenen Hinterbliebenen, aber auch des Selbstmordattentäters. Letzteren begleiten wir eine Zeitlang vor der Tat, die anderen einige Tage vor der Tat und einige Monate danach. Jan Costin Wagner versucht zu ergründen, was den Täter zu der Tat veranlasst haben könnte; er lässt uns auch dessen Familie kennen lernen, was ich sehr interessant fand.

Hauptsächlich aber geht es um die verschiedenen Strategien, mit dem Verlust des Kindes, der Freundin klarzukommen und die Trauer zu bewältigen. Kerstin und Markus gehen dabei ganz verschiedene Wege und drohen vollkommen auseinander zu driften.

Jan Costin Wagner schreibt emotional, aber doch distanziert, was bei diesem Thema auch gut ist. Trotzdem flossen bei mir die Tränen. Vieles wird nur oberflächlich angerissen, und dennoch spürt man die ganze Tiefe.

Die Nebenhandlung um Tobias’ Vater, die gesellschaftliche Probleme in Deutschland thematisiert und unter anderem noch einmal Corona verwurstet, hätte ich nicht gebraucht. Es wirkte für mich nicht rund, sondern wie aufgesetzt.

Ansonsten ist „Eden“ eine ergreifende Lektüre, die zum Nachdenken anregt und zu Herzen geht.

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