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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von F.H.:

Feine Antennen in alle Richtungen

Der Barmann des Ritz von Philippe Collin

Der Barmann des Ritz nimmt einen mit ins Paris der 1940er Jahre, als die Stadt gerade von den Nazis besetzt wird. Das Hotel Ritz ist Treffpunkt der Reichen und Schönen. Eine besonders wichtige Rolle im Hotel spielt Frank Meier, der Barmann des Ritz. Er ist weit über die Grenzen hinaus bekannt für seine Cocktails.

Wie man im Laufe des Buches erfährt, ist Meier nicht nur leidenschaftlicher Cocktailmixer, sondern er spielt auch in anderen Bereichen eine wichtige Rolle. Er hat feine Antennen in alle Richtungen, lotet Dinge aus, zieht Schlüsse, ist auf der Hut, leitet vieles in die Wege.
Der Autor streut auch die Gedanken Meiers im Verlauf des Buches immer wieder ein, das hat mir persönlich sehr gut gefallen beim Lesen. Dazu passen die Tagebucheinträge Meiers, die Einblick in seine Herkunft und Geschichte geben.
Alles in allem ein gelungener historischer Roman, spannend bis zum Schluss. Gut beschrieben hat der Autor die extremen Gegensätze: Meier, der im Ritz die nobelsten Cocktails für die Reichen mixt und anderseits in Paris dem allgegenwärtigen Elend gegenübersteht. Ein besonderer Aha-Moment war für mich, welch zentrale und wichtige Rolle ein Barmann für ein Hotel spielen kann. Mit der Beschreibung Frank Meiers ist das dem Autor absolut gelungen. Klare Lese-Empfehlung für alle Fans von historischen Romanen.

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Rezensionen von brauneye29:

Etwas anstrengend zu lesen

Junge Frau mit Katze von Daniela Dröscher

Zum Inhalt:
Ela hat ihren Abschluss fast in der Tasche als ihr Körper beginnt nicht mehr mitzuspielen. Eine Erkrankung nach der anderen sucht sie heim und sie läuft von Arzt zu Arzt nur um immer wieder neue dramatische Diagnosen zu bekommen, die der nächste Arzt wieder in Frage stellt. Wie soll sie so ihren Abschluss schaffen?
Meine Meinung:
Eine ganze Weile habe ich mich echt gefragt, will ich weiterlesen, denn immer wieder neue Symptome und das fast hysterische Umgehen von Ela damit, fand ich zeitweise schon arg anstrengend aber irgendwas hat mich bei der Stange gehalten.

Und irgendwann hatte mich das Buch gepackt, denn es ist viel als nur die Sammlung der Krankheiten, es ist die Suche einer jungen Frau nach ihrem eigenen Weg. Ela war mir zeitweise fast unsympathisch, da sie auch so beratungsresistent war, Hilfe oft nicht annahm, aber irgendwie hatte sie auch was, was einen berührte. Am Ende hat mir das Buch gefallen.
Fazit:
Etwas anstrengend zu lesen

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Rezensionen von brauneye29:

Hat mir gefallen

Schwüre, die wir brechen von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson

Zum Inhalt:
Als in Malmö eine Leiche mit einem Krokodilkopf gefunden wird, stehen Jon und Svea vor einem Rätsel, doch schon bald gibt es weitere Tote, die ähnlich inszeniert und mit verschlüsselten Nachrichten hinterlassen werden. Eine True-Crime-Podcasterin setzt die Ermittler zusätzlich unter Druck und als dann noch ein junges Mädchen verschwindet, überschlagen sich die Ereignisse.

Meine Meinung:
Bei dem ersten Fall war ich nicht so angetan vom Buch, diesmal hat mir die Story deutlich besser gefallen. Gerade auch die Rückblicke auf die Colonia Dignidad fand ich spannend, fragte man sich doch auch lange, welche Bewandnis es denn wohl für den Fall haben wird. Auch die Verbindung Richtung Ägypten machte das Buch noch interessanter. Die Ermittler wurden gut dargestellt, haben durch ihre vorherigen Erlebnisse noch an Tiefe gewonnen. Die Geschichte ist sehr düster, aber das passte sehr gut zur Story.
Fazit:
Hat mir gefallen

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Rezensionen von Gavroche:

Leise und melancholisch

Der Krabbenfischer von Benjamin Wood

Das Cover trifft die Stimmung des Buches richtig gut und obwohl der Roman nicht sehr lang ist, ist er sehr gefühlvoll und regt zum Nachdenken an.
Der junge Thomas Flett ist ein Krabbenfischer und zieht jeden Morgen von Neuem los und zwar - wie er es von seinem Großvater gelernt hat - mit Pferd und Wagen, obwohl es in den 1960er Jahren schon modernere Methoden gibt.

Eines Tages taucht ein Filmregisseur in Longferry auf und begegnet Thomas.
Die Handlung des Buches läuft gerade mal über zwei Tage, aber wir erfahren hier die Lebensgeschichte von Thomas und vor allem der emotionale und poetische Schreibstil hat es mir hier angetan. Ein Genuss, dieses Buch zu lesen.
Wir erfahren viel über die Gefühle und Träume von Thomas Flett und es gibt viele Beschreibungen. Es ist nur ein kleiner Ausschnitt, aber dieser ist dennoch so bedeutend. Für mich eine Entdeckung.

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Rezensionen von brauneye29:

Interessant

6 aus 49 von Jacqueline Kornmüller

Zum Inhalt:
Zunächst darf die junge Lina bei ihren ersten Anstellung nur die Kupferkessel spülen, doch schon bald ändert sich das und sie darf sich in einem Hotel in Garmisch um die Gäste kümmern. Durch einen Zufall gat sie irgendwann sogar ihr eigenes Hotel, es werden arbeitsreiche und schwere Jahre, aber wenn sie Lottoscheine ausfüllt, steckt sie alle mit dem Glauben an das Glück an.

Meine Meinung:
Das Buch wird aus Sicht der Enkelin von Lina erzählt und man erlebt eine Reise durch die Zeit mit viel auf und ab, aber dem Willen etwas aus dem Leben zu machen und dem festen Glauben an das Glück. Was mir tatsächlich nicht bewusst war, dass die Autorin hier die Geschichte ihrer Großmutter erzählt, das machte es dann doch besonders. Was mich immer wieder amüsiert hat, war das der Ort gerne nur als Bindestrich bezeichnet wurde, welcher halt irgendwann aus Garmisch und Partenkirchen eine Bindestrich-Stadt wurde und das nicht zur Freude aller. Tja, wie fand ich dieses Buch nun am Ende? Ich würde sagen, ich fand es einfach interessant eine Familiengeschichte aus Sicht einer Enkelin zu lesen.
Fazit:
Interessant

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Rezensionen von Liselottchen:

Plötzlich Milliardär

Küsse im Gepäck von Catherine Bybee

Max schlägt sich in seinem anstrengenden Job als Bauarbeiter durch, mit einer Chefin, die ihren Arbeitern empathielos alles abverlangt. Eines Tage stehen unbekannte Menschen vor ihm, behaupten, dass sie seine Halbgeschwister sind und er Miterbe eines Milliardenimperiums. Nach anfänglichem Unglauben gewöhnt er sich an seinen neuen Status.

Doch die Paparazzi sind hinter ihm her. Zu ihnen gehört auch Sarah, die von ihrem Chef gewaltig unter Druck gesetzt wird, eine möglichst skandalträchtige Story zu schreiben. Als Max sie vor dem Anwesen erwischt, handelt er einen Deal mit ihr aus. Sie darf exklusiv über ihn berichten, doch zu seinen Regeln.

Dies ist der zweite Band der Geschwister Stone, die unerwartet das Hotel-Imperium ihres ungeliebten Vaters erben. Max hat einen charismatisch angenehmen Charakter, der rundum sympathisch ist und mit seinem urplötzlichen Reichtum zu kämpfen hat. Seine Person konnte ich gut nachvollziehen, da er realistisch und plausibel reagiert. Auch Sarah ist liebenswert, kämpft mit einem Ekel von Chef, der etwas überspitzt bösartig dargestellt ist. Wieder an Bord die beiden Geschwister, Chase und Alexandra, sowie Chases Verlobte Piper, die mittlerweile hochschwanger ist.
Der Schreibstil ist wiederum angenehm flüssig. Das Buch kann weitgehend auch ohne Kenntnis des ersten Bandes gelesen werden, ich würde allerdings empfehlen, mit Band 1 anzufangen.
Da ich vom ersten Band begeistert war, waren meine Erwartungen hoch und wurden hier nicht vollständig erfüllt. Die Handlung plätschert in weiten Teilen unaufgeregt dahin, die Gegner in Firma und Vorstand unken zwar ein bisschen, es passiert jedoch nicht wirklich etwas Dramatisches. Der Plot rund um Max‹ Jugendstrafen sowie die Suche nach seiner Mutter verläuft ebenfalls relativ handzahm. Ich hätte mir ein wenig mehr Aufregung und Konflikte gewünscht, die auch in der wachsenden Beziehung zwischen Max und Sarah nur kleine Wellen schlagen.
Fazit: Ein ruhiger Wohlfühlroman, der leider nicht an den ersten Band herankommt, daher bewerte ich mit 3,5 Sternen. Band 3 werde ich jedoch trotzdem lesen, weil natürlich, wie bei einem Mittelband üblich, Fragen offengeblieben sind.

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Rezensionen von brauneye29:

Berührende Geschichte

Die Bibliothek meines Großvaters von Masateru Konishi

Zum Inhalt:
Als Kaede in einem gebrauchten Buch seltsame Zeitungsausschnitte findet, muss sie gleich an ihren Großvater denken, der trotz seiner Demenzerkrankung immer noch eine wahnsinnige Kombinationsgabe und ein riesiges Literaturgedächtnis hat. Gemeinsam lassen die beiden ihre Fantasie streifen und lösen so kleinere oder auch größere Rätsel, die Kaede im Alltag begegnen.

Doch dann passiert etwas, dass die beiden auf eine harte Probe stellt.
Meine Meinung:
Wer schon mal mit Demenzerkrankten zu tun hatte, wird dieses Buch sicherlich wie ich mit anderen Augen betrachten und sich wünschen, dass der Betroffene auch so wäre wie der Großvater von Kaede. Leider ist dem nicht immer so, aber das tut diesem Buch keinen Abbruch, denn letztendlich ist es Fiktion. Was mir aber sehr gut gefällt, ist das dem Thema auf diese Art und Weise mehr Beachtung geschenkt wird. Die Geschichte ist der Auftakt zu einer Trilogie und ich bin echt gespannt, wie es wohl weitergeht. Der Mix im Auftaktband hat mir gut gefallen. Ein Mix aus kriminalistischen Rätseln und viel Gefühl für den Umgang mit dem Großvater. Ich hatte das Vergnügen sowohl Buch als auch Hörbuch genießen zu dürfen und fand beide auf ihre eigene Art gut.
Fazit:
Berührende Geschichte

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Rezensionen von BR:

ohne Leichtigkeit

Ja, nein, vielleicht von Doris Knecht

"Ja, nein, vielleicht" bildet für mich genau den Inhalt ab: genau so verlaufen die Gedankengänge der Protagonistin. Ganz speziell beim Thema Friedrich: eigentlich hat sie ihn ja nur im Supermarkt getroffen. Den Mann mit dem sie in jungen Jahren zusammen war. Wenn man nach vielen Jahren in die Nähe seiner Heimat zurück kommt ist es eben gut möglich, dass so etwas passiert.

Ab da beginnt in ihrem Kopf eine Spirale, wie sie es selbst nennt. "meint er das ... , soll ich ... , oder doch nicht ..., vielleicht..." Ich persönlich fand das übertrieben.

Daneben kämpft sie noch mit den Themen Zahn, einem Problem mit ihrer Schwester in ihrer Stadtwohnung und den Hochzeitsvorbereitungen für die beste Freundin. Sie reflektiert ihren Lebensweg und hadert mit dem Älterwerden. Da ich genau in dem beschriebenen Alter bin kann ich die Themen schon gut nachvollziehen aber hier klang alles recht verbittert und pessimistisch.
Die Erzählfluss soll wohl auch humorvoll und ironisch rüberkommen aber ich fand ihn eher schwergängig und ohne Leichtigkeit. Dass zum Schluss hin einiges wieder in seine Bahnen kommt war für mich eine angenehme Wendung.

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Rezensionen von carola1475:

Den Verlust akzeptieren

Eden von Jan Costin Wagner

Kerstin und Markus haben ihre 12jährige Tochter Sofie bei einem Selbstmordattentat verloren. Die vorher glückliche Familie ist zerstört, beide Eltern sind verloren und voller Schmerz. Während Kerstin nach einiger Zeit Sofies Tod akzeptiert und erkennt, dass sie sich ein ganz neues Leben aufbauen müssen, auch wenn sie nicht weiß, wie das gelingen soll, ist Markus außerstande, Sofies Tod zu begreifen und wahrzuhaben.

Er versucht, die Ereignisse rational zu verstehen, besucht sogar die Familie des Attentäters, um dessen Beweggründe analysieren zu können. In einer Talkshow wehrt Markus sich gegen die politische Instrumentalisierung seines Schicksals.

Jan Costin Wagner widmet sich in 'Eden' erneut einem schwierigen Thema, schreibt über Menschen im Ausnahmezustand. Dabei erzählt er aus den verschiedenen Perspektiven aller Beteiligten, auch der Täter kommt zu Wort, der etwas Großes vollbringen, endlich gesehen und bewundert werden wollte. Der Autor beschreibt, ohne zu werten, wie der jungen Mann zum Attentäter wurde.
Die Charaktere werden lebendig durch ihre Gedanken, Erinnerungen und Dialoge, die Gefühle transportieren. Alle Figuren haben mich berührt, besonders auch Sofies achtsamer Schulfreund Tobias, der durch Sofies Tod verstört ist und der unter der Atmosphäre zu Hause leidet, die sein Vater mit Verschwörungstheorien und rassistischen Gedanken vergiftet.

Jan Costin Wagner schreibt klar und schnörkellos, dennoch intensiv. Er kann mit einfachen, wenigen Worten Gefühle vermitteln, die mich treffen und die ich verstehe. Auch nach Beenden des Buchs bleiben mir Trauer, Mitgefühl und Hilflosigkeit.

Besonders gut gefällt mir die Gestaltung des Covers. 'Eden', das Paradies, ist als Einheit zerstört, in der Mitte durchtrennt und wenn man das Wort unten links entgegen des Uhrzeigersinns zu lesen beginnt, steht da 'Ende' - vielleicht vor dem zarten Schemen der tanzenden Sofie. Sehr gelungen und zum Roman perfekt passend.

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Rezensionen von Claudia H.:

Dramen, Tränen, Spannung

Preston Brothers, Band 1 - Loving Lucas von Jay McLean

Mein Fazit:
Die Story hat es echt in sich. Es ist echt Wahnsinn wie viel hier in ein Buch gepackt wurde. Die Story ist echt sehr dramatisch und dadurch natürlich auch sehr spannend. Anfangs bin ich mit den Zeitsprüngen nicht so gut zurechtgekommen, was sich später jedoch gelegt hat. Tatsächlich waren mir die ganzen Dramen doch etwas too much.

Ob einem dieses Buch gut gefällt oder nicht, hängt hier absolut von der eigenen Stimmung ab. Man sollte beim Lesen daher Lust auf dramatische Stimmung haben und Lust dazu, ein paar Tränen zu vergießen, denn das wird garantiert passieren. Es ist toll, diese liebevolle Familie kennenzulernen und sie begleiten zu dürfen. Die Story wird zum Teil aus der Sicht von Lucas und zum Teil aus der Sicht von Laney erzählt. Manchmal habe ich mich echt über Lucas geärgert und hätte ihn gerne mal geschüttelt. Die Story ist also auf alle Fälle etwas, von dem man sich mitreißen lassen kann. Zum Teil werden hier Themen behandelt, die schon echt harter Tobak sind. Das sollte man auf alle Fälle beachten, wenn man noch sehr jung ist oder eher empfindlich. Ich empfehle bei Bedenken zuvor die Triggerwarnung zu lesen.

Für alle, die Lust auf Dramen und Tränen haben, gibt es eine klare Leseempfehlung und ich vergebe gerne 4 Sterne.

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