Kunden em pfehlungen
Rezensionen von carola1475:
Komplexer und spannender Thriller mit ungewöhnlichem Hintergrund
Schwüre, die wir brechen von Roman Voosen; Kerstin Signe Danielsson
Ein Toter mit dem Kopf eines Krokodils ist nur das erste Opfer, das mit einem angenähten Tierkopf gefunden wird. Jon Nordh würde den Fall lieber abgeben, er weiß, wie psychisch belastend derart abartige Fälle sein können, während Svea sich gern beweisen würde.
In diesem zweiten Band der 'Tatort Malmö'-Reihe ist aus dem verwitweten und alleinerziehenden Jon Nordh und der jungen, aus Stockholm strafversetzten Svea Karhuu ein gutes Team geworden.
Svea schätzt den erfahrenen Jon inzwischen, sie hat viel von ihm gelernt und Verständnis für seine auch schroffe Art entwickelt, für Jon ist Svea, klug, strukturiert, analytisch, zu einer guten Partnerin geworden, auf die er sich verlassen kann.
Das düstere Cover passt zur bedrohlichen Atmosphäre der Geschichte, in der die altägyptische Götterwelt und Nachrichten in Form von Hieroglyphen eine Rolle spielen, ein ungewöhnliches und für mich sehr interessantes Thema für einen Thriller.
Erzählt wird auf verschiedenen Zeit- und Handlungsebenen aus wechselnder personaler Perspektive der Protagonisten und eines weiteren Charakters, die in eine erschütternde Geschichte münden. Der Schreibstil ist bildhaft, klar, lebendig und sprachgewandt, sehr angenehm zu lesen. Die Figurenzeichnung ist auch bei Nebencharakteren gelungen, die Hauptfiguren entwickeln sich und sind nahbar und authentisch, das Verhältnis von Privatleben einerseits und Ermittlungsarbeit andererseits gefällt mir.
Der Thriller ist spannend und komplex, Voosen und Danielsson legen falsche Fährten und überraschen mit unerwarteten Wendungen, die mühsamen Ermittlungen des Teams werden glaubhaft geschildert. Gelegentlich fassen die Ermittler, eigentlich für ihre Kollegen, den Stand der Dinge zusammen, das empfand ich als hilfreichen Kniff der Autoren, damit der Leser den Überblick behält, sehr gut gemacht!
Immer wieder gibt es Rückblicke in Sveas und Jons Vergangenheit, so dass ich empfehlen würde, den ersten Band bereits zu kennen. Neue Erkenntnisse zu zurück liegenden Ereignissen, die beider Leben verändert haben, tragen neben dem aktuellen Fall ebenfalls zur Spannung bei und lassen mich erwartungsvoll auf einen weiteren Band der Reihe hoffen. 'Schwüre, die wir brechen' hat mir noch besser gefallen als der erste Band der Reihe und hat mich bestens unterhalten.
Rezensionen von Sheilo:
Wundervolles sommerliches Setting
Fleur de Lavande (Band 1) - Wie du liebst von Gabriella Santos de Lima
Nach ihren fürchterlichen Enttäuschungen rund um ihren Ex-Freund und ihrer Schwester, beschließt Viola den Sommer zusammen mit ihrer Freundin Jules in Frankreich zu verbringen, im wunderschönen Maison Lavande von Jules Mutter. Doch sie sind nicht alleine, denn auch Lucas, Jules Bruder und Profihandballer, sehnt sich nach Ablenkung in Frankreich.
"Fleur de Lavande - Wie du liebst" ist der Auftakt zur neuen Buchreihe von Gabriella Santos de Lima und hat jede Menge Sommer- und Urlaubsvibes im Gepäck. Der bildliche Schreibstil der Autorin lässt den Lesenden problemlos in die wunderschönen Landschaften eintauchen und nur zu gerne wäre ich selbst dort gewesen und hätte die Lavendelfelder betrachtet.
Viola ist Autorin und hat stark unter dem Druck der Branche zu kämpfen. Sie hat sehr viele Selbstzweifel und ihre Verunsicherung ist allgegenwärtig, jedoch konnte ich mich so gut in sie hinein versetzen, da es mir damals Mitte 20 ähnlich ging. Viola lässt sich dabei vor allem von den sozialen Medien leiten und muss noch lernen, sich und ihre Gefühle nicht zu sehr durch die Meinung anderer leiten zu lassen.
Lucas wirkte auf mich sehr rücksichtsvoll und einfühlsam. Man spürt direkt ab Beginn, dass er ein Geheimnis mit sich trägt, welches sehr schwer auf seinen Schultern lastet. Er ist wirklich ein sehr toller Mann, doch die ein oder andere Handlung bzw. fehlende Handlung von ihm kann ich nicht ganz nachvollziehen.
Durch die verschiedenen Perspektiven von Lucas und Viola im Buch, sowie der eingeschobenen Kopfnotizen mit Violas Gedanken, spürt man sehr schnell die Gefühle, welche zwischen den beiden Protagonisten vorhanden sind und immer mehr anwachsen. Alleine wie einfühlsam Lucas ist und wie er immer wieder auf Viola eingeht, ist wirklich schön und ich habe es sehr genossen, die beiden zu begleiten.
Gabriella Santos de Lima ist es mit diesem Buch wieder einmal gelungen, eine wunderschöne Liebesgeschichte zu erschaffen, in der nicht immer alles nach Plan läuft. Für mich ist "Fleur de Lavande - Wie du liebst" eine tolle sommerliche Romance, die einen aus dem Alltag entführt und in die man einfach versinken kann. Ich mag es dabei sehr, dass neben der Liebesgeschichte auch sensible Themen im Buch behandelt werden. Nun freue ich mich schon auf die Fortsetzung, welche die Geschichte von Jules erzählen wird.
Rezensionen von Petra Gruber:
Krankheit und Familiengeschichte
Junge Frau mit Katze von Daniela Dröscher
Nachdem mir „Lügen über meine Mutter“ sehr gefallen hat, war ich gespannt, wie die Geschichte von Ela im neuen Roman weitergehen würde. Inzwischen ist sie erwachsen, lebt alleine, steht kurz vor der Promotion, die Verteidigung ihrer Arbeit steht ihr noch bevor. Sie hat ein Stipendium, einen kleinen Job in ihrem Institut.
Doch dann wird sie plötzlich krank. Stechende Halsschmerzen, Müdigkeit, starker Durst. Eine Odyssee von Arzt zu Arzt beginnt. Immer wieder ein Thema, die Beziehung zu ihrer Mutter und ihrem Bruder.
Sehr gut gefallen hat mir der Aufbau des Buches. Eingeleitet wird jedes Kapitel von Zitaten der Autorin Yoko Tawada, die die Protagonistin verehrt. Sie sind sehr treffend ausgewählt und lockern den Erzählfluss auf. Zwischen den Abschnitten, in denen die Protagonistin von ihrem Leidensweg erzählt, sind kleine Kapitel eingeschoben, in denen sie über ihre Mutter reflektiert.
Auch sprachlich hat mir der Roman gefallen.
Allerdings hatten die Episoden rund um ihre Symptome und ihre Arztbesuche ziemliche Längen. Ich weiß, wie schwierig es ist, mit unklaren Symptomen eine gute Diagnose zu bekommen, wie oft man als Frau beim Arzt nicht ernst genommen wird. Aber ganz kam diese Frustration oder der Mehrwert für die Geschichte leider nicht rüber.
Zudem hatte ich den Eindruck, dass vieles nicht klar war, wenn man das erste Buch mit Ela als Protagonistin nicht gelesen hat.
Die stärkste Figur, bei der auch die meiste Entwicklung stattfand, war die Figur der Mutter. Sie fand ich sehr gut gezeichnet und auch sehr gut umgesetzt. Auch das Ende fand ist gelungen und zählt mit zu den stärksten Abschnitten des Buches.
Insgesamt fand ich den Roman nicht schlecht, völlig begeistern konnte er mich nicht. Autofiktion ist ein Genre, das für meinen Geschmack oft nicht ganz aufgeht, da der Abstand der Autor:innen manchmal nicht genügt, um aus der eigenen Geschichte tatsächlich Literatur zu machen. Diesen Eindruck hatte ich auch hier ein wenig.
Rezensionen von begine:
Bindestrich
6 aus 49 von Jacqueline Kornmüller
6 aus 49 ist ein amüsanter Roman von Jaqueline Kornmüller.
Die Großmutter Lina spielt Lotto, mit der Hoffnung, einmal einen Sechser zu treffen.
Lina wird von der Autorin gut dargestellt.
Allerdings ist der Schreibstil etwas anders. Warum wird Jaquelines Mutter immer nur mit Linas Tochter betitelt, das hat mich etwas irritiert.
Lina und ihre Schwester Maria, die nicht ihre Schwester ist, betreiben ein Hotel. Die Beiden sind starke Frauen, die sich immer wieder zu helfen wissen.
Der Roman schwenkt viel zwischen den Personen hin und her.
Die Autorin hat mich nicht ganz überzeugt, aber 4 Sterne kann ich noch geben.
Rezensionen von clematis:
Veränderungen
Föhrer Sehnsucht von Hanna Paulsen
Ein Jahr nach ihrem Kennenlernen zieht Leoni nun zu Udo, das Haus wird allerdings mit seiner Mutter geteilt, denn Wohnraum ist knapp auf der Insel Föhr. Und dann schleicht sich da noch ein Fremder ständig in Leonis Nähe um – es handelt sich angeblich um Udos Halbbruder, von dessen Existenz bislang niemand gewusst hat.
Turbulent, aber im Grunde meist herzlich geht es zu auf der schönen Nordfrieseninsel, etliche Personen kennen wir schon, das Eiland ist klein genug. Aber die Idylle kann mitunter ganz schön trügerisch sein, auch wenige Menschen können Unfrieden und Misstrauen stiften. Wer verbirgt sich wohl hinter dem fremden Sechzehnjährigen und warum will Udos Mutter stets das letzte Wort haben? Ein anderer Punkt bereitet Leoni außerdem Kopfzerbrechen: ihre Arbeit im Café bringt zwar Geld und macht mit den netten Besitzern durchaus Spaß, aber richtig erfüllend für die nächsten Jahrzehnte findet sie das trotzdem nicht. Über Veränderungen wird nachgedacht. Genug Stoff also, um den zweiten und abschließenden Band der Reihe „Flucht nach Föhr“ zu füllen und den Leser dabei bestens zu unterhalten.
Liebevoll beschreibt Hanna Paulsen ihre Figuren, sieht auch im Unglück eine Chance und kehrt das Beste nach oben. So kann man sich hervorragend wegträumen und ein Stück Friesentorte genießen oder eine gemütliche Runde mit dem Rad über die Insel drehen. Die auftretenden Probleme scheinen groß, aber im richtigen Licht gesehen und mit den passenden Menschen ringsum kann fast immer eine Lösung gefunden werden.
Wie gewohnt stimmungsvoll und optimistisch präsentiert Hanna Paulsen diesen schönen Roman vor der Kulisse Föhrs und bringt ein Stück Sonne in den Alltag des Lesers. Empfehlenswert, vor allem in Kombination mit dem Vorgängerband und den anderen Föhr-Büchern von Hanna Paulsen.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Aufrüttelnd, berührend und authentisch
Eden von Jan Costin Wagner
"Eden" - eine Utopie, das gelobte Land, das wir nie wieder erreichen können, das verlorene Paradies... danach sehnen sich Markus und Kerstin, die verwaisten Eltern von Sofie. Ihre Tochter war ein Sonnenschein, clever, fröhlich, immer ein Lächeln auf den Lippen. Die drei hatten ein richtig schönes, gut situiertes Familienleben, alles war harmonisch, materiell waren sie gut situiert, bis die Katastrophe passierte.
Am Ende des Konzertes des Stars, den die Tochter so bewundert, kommt es zu einem Attentat, ein IS-Anhänger zündet eine Bombe und Sofie befindet sich direkt daneben und ist auf der Stelle tot. Vorbei ist es mit dem Paradies, nie wieder wird sie zu ihren Eltern zurückkommen, nie wieder lachen, tanzen und fröhlich sein. Von einem Augenblick auf den anderen mitten aus dem Leben gerissen.
Dieses für Eltern schrecklichste und vorstellbare Ereignis wird im neuen Roman von Jan Costin Wagner sehr authentisch, berührend und aus verschiedenen Perspektiven geschildert. Abwechselnd erzählen die Eltern Kerstin und Markus, aber auch der Schulkollege Toby, der heimlich für Sofie geschwärmt hat und nun erschüttert um sie trauert, und die Perspektive des Attentäters und seiner Familie kommt vor.
Wir begleiten die Familie und Freunde über mehrere Monate nach dem Todesfall, erleben mit, wie unterschiedlich die Eltern trauern und wie das bei aller langjährigen Verbindung und Liebe zueinander sie nun auch auseinander zu treiben und zu entzweien droht.
Wie insbesondere der Vater nach Antworten, Sinn und Begreifen sucht, dabei sogar die Mutter und den Bruder des Attentäters direkt bei sich zu Hause besucht und konfrontiert. Wie er sich aber gleichzeitig nicht zum Werkzeug der Neuen Rechten machen will und nicht pauschalisieren möchte, wie er den Hass hasst, aber sich selbst nicht zum Werkzeug von diesem machen will.
Es ist ein aufrüttelndes und berührendes Buch zu einem in dieser Zeit leider hochaktuellen Thema. Neben der persönlichen Geschichte und dem Aufzeigen der verschiedenen Trauerprozesse macht es auch nachdenklich über die Bewegungen am Rande der Demokratie in Mitteleuropa, sowohl von Seiten islamistischer Hassprediger als auch von denen, die seit einigen Jahren immer mehr ins Milieu der Verschwörungstheoretiker abdriften, in dem leider ebenfalls viel Hass verbreitet wird (exemplarisch dargestellt durch Tobys Vater, von dem sich Toby dadurch immer mehr distanziert).
Insgesamt ist es ein sprachlich sehr gut geschriebenes, auf seine Weise trotz des tragischen Themas auch unterhaltsames und sehr wichtiges Buch, das ich einer breiten Leserschaft empfehlen kann.
Rezensionen von S.:
Krimiliebe
Die Bibliothek meines Großvaters von Masateru Konishi
Kaedes Großvater lebt in seinem behaglichen Haus, sein Gedächtnis lässt nach. Wenn sie, die junge Lehrerin aus Tokio, ihn besucht, erzählt er Geschichten von blauen Tigern, die in sein Zimmer kommen oder schläft ein.
Früher war das anders. Beide dachten sich phantasievolle Erzählungen aus, lösten Rätsel.
Jetzt hat der Opa eine besondere Form der Demenz, die auch ausführlich thematisiert wird. Doch manchmal spinnt er mit seiner Enkelin mögliche Geschehnisse in gleich mehreren Varianten. Begleitet von vielschichtigen Halluzinationen. Dennoch: seine Schlussfolgerungen sind genial.
Seine Enkelin liebt Bücher, liest auch anspruchsvolle Literatur, gern Krimis. Darüber gibt es ausufernde Diskussionen. Nicht nur mit dem Großvater, leider. Die Kneipendebatte soll offenbar mit Riesen-Emojis interessanter werden. Hat nicht geklappt. Auch im weiteren Verlauf nicht wirkungsvoller.
Ich mochte die Idee, aus wenigen Beobachtungen eine Geschichte zu entwickeln. Die Umsetzung war sehr, mir zu sehr, detailliert. Kaedes Geschichte hat mich dann aber doch gecatcht.
Am Anfang zögerlich, nimmt die Geschichte letztlich Fahrt auf, ist packend gestaltet.
Hinterlässt gemischte Gefühle.
Rezensionen von S.:
Von der Großmutter
6 aus 49 von Jacqueline Kornmüller
Sehr anschaulich erzählt Jaqueline Kornmüller von ihrer Großmutter. Kindheit, erste Arbeitsstelle mit 13. Durch Glück Anstellung als Servierfräulein, Wechsel nach Bayern. Beginn einer düsteren Zeit Ende der 30er Jahre. Dennoch lernt sie auch eindrucksvolle Gäste kennen, ist zufrieden. Ein großer Schritt: sie macht sich mit eigenem Hotel ( zur Pacht) selbständig.
Die Autorin berichtet vom schweren und vielfältigen Leben der Großmutter. Das ist interessant, vorstellbar. Die Beschreibung des eigenen Lebens erfolgt distanziert, ebenso distanziert die Schilderung der Handlungen der Mutter. Personennamen werden durch Ortsnamen oder Personalpronomen ersetzt. Nur Lina wird stets detailliert und umfassend charakterisiert. Ein Leben in Superlativen. Die stören nicht, auch stilistisch genutzte Wiederholungen passen.
Eine liebevolle Hommage für die verehrte Großmutter.
Rezensionen von Petra Sch.:
Wer lügt hier?
Eine falsche Lüge – Wird es ihre letzte sein? von Sophie Stava
Sloane Caraway lügt seit ihrer Kindheit. Früher, um sich interessanter zu machen und gemocht zu werden, hat es sich in ihr automatisiert. Ihre kranke Mutter ist die Einzige, die sie nicht belügt.
Als sie eines Tages im Park den attraktiven Jay Lockhart und seine Tochter Harper kennenlernt, gibt sie vor, Krankenschwester zu sein, da Harper auf eine Biene getreten ist und noch den Stachel im Fuß hat.
Aus Dankbarkeit stellt Jay ihr seine Frau Violet vor. Die beiden Frauen freunden sich langsam an, und Violet stellt Sloane als Kindermädchen für Harper ein.
Die Geschichte startet langsam, man lernt zu Beginn Sloane kennen, ihr Leben, ihre Lügen und den Grund dafür. Trotz ihrer Lügen erscheint sie sympathisch; sie will eigentlich nur Freunde finden und man fiebert mit ihr mit. Klar, sie steht auf Jay (und verhält sich da oft wie ein Teenager), aber im Grunde möchte sie, dass Violet ihre beste Freundin wird. Und sie scheint es auch zu schaffen - sie bringt Violet zum Lachen, macht Sport mit ihr und vor allem: sie kümmert sich wirklich rührend um Harper. Deshalb war es auch kein Wunder, dass Violet sie als Kindermädchen einstellt.
Doch langsam wird sie einem mit ihrem Stalking-Verhalten gruselig, denn sie versucht immer mehr, wie Violet zu sein.
Und irgendwas stimmt auch in der Ehe von Violet und Jay nicht - die beiden verhalten sich distanziert.
Spannend fand ich, dass bis zum ersten Drittel des Buches noch alles offen ist, man weiß nicht, wohin es sich entwickelt.
Bis es dann eine Wendung gibt, mit der viele bestimmt nicht gerechnet haben. Da ich jedoch die Housemaid-Reihe von Freida McFadden kenne, konnte ich mir den weitere Verlauf dann irgendwann vorstellen. Doch natürlich nicht jedes Detail, ich wurde dann - nachdem ich mich eine lange Zeit über Verhaltensweisen und Handlungen geärgert habe, weil ich diese nicht nachvollziehen konnte - auch tatsächlich noch überrascht!
Fazit:
Eine sich erst langsam aufbauende Spannung, die dann mit einer überraschenden Wendung überzeugt. Unterhaltsamer Psychothriller.
Rezensionen von Miro:
Rückkehr ins Erebos-Universum
Erebos 3 von Ursula Poznanski
Erebos erwacht wieder zum Leben und holt sich einen erfahrenen Spieler zurück. Wer die ersten zwei Bände kennt, weiß, dass sich Nick Dunmore nicht freiwillig nochmal auf diese Reise einlässt. Aber ihm bleibt keine Wahl, denn Erebos droht, seine beginnende Karriere als Fotograf zu beenden.
Widerwillig lässt er sich ein weiteres Mal auf das Spiel ein und stellt mit Gänsehaut fest, dass ihn diese spezielle Welt fesselt, auch wenn ihm bewusst ist, dass mehr auf dem Spiel stehen wird als nur ein paar Gimmicks und Level zu gewinnen.
Sein Auftrag klingt diesmal ungewöhnlich. Es soll eine Horde anführen, die er zusammenstellen soll. Gemeinsam mit seinem nerdigen Freund Victor zieht er in ein Rennen bzw. eine Suche mit unklarem Ausgang. Sie sollen Zeichen erkennen, doch das ist schwieriger als gedacht. Erebos präsentiert sich anders als bei den ersten beiden Malen. Es wirkt dunkler und gefährlicher und die Aufträge im realen Leben sind ebenfalls schwer zu deuten.
Dieser dritte Teil ist wieder überaus spannend und fesselnd zu lesen. In kürzester Zeit habe ich die Seiten verschlungen und es genossen, mich wieder mehr im Spiel zu bewegen als im zweiten Band. Der Plott ist mitreißend und man kann als Leser*in wunderbar mitraten. Doch die Zeichen sind schwer zu deuten. Stück für Stück eröffnet sich ein makaberes Spiel. Wird es Nick und seinen Freunden gelingen, das Schlimmste aufzuhalten? Es steht viel auf dem Spiel.
Mir hat die Rückkehr in die Erebos-Welt ausgesprochen gut gefallen und ich bin sicher, Fans der Reihe werden hier nicht enttäuscht. Das Buch lässt mich hoffen, dass es irgendwann noch einen Teil geben könnte. Auch wenn Nick sich das bestimmt nicht wünscht.











