Kunden em pfehlungen
Rezensionen von beavielleser :
Wieder sehr spannend
Nebelbeute von Benjamin Cors
Mila begibt sich ohne ihr Team in ein kleines Dorf in den Bergen. Sie hat einen Hinweis bekommen, dass sich dort Johannes Tobler, den sie schon lange sucht, aufhalten soll.
Auf langen Wanderungen sucht sie nach seinem Unterschlupf und dann verschwindet Mila plötzlich.
Während Milas Aufenthalt passieren in dem Dorf zwei schreckliche Morde.
Nachdem die ortsansässige Polizei mit den Ermittlungen nicht weiter kommt, werden Jakob und die Gruppe 4 um Amtshilfe gebeten und nutzen die Gelegenheit, um auch nach Mila zu suchen.
Wieder ein Thriller aus dieser Serie bei dem die Geschichte überzeugend und gut inszeniert ist. Pure Spannung, in einem flüssigen Schreibstil. Es gibt viele Wendungen, die einen immer wieder auf die falsche Fährte führen.
Von dem Team bin ich begeistert. Jeder hat ein besonderes Talent und einen liebenswerten Charakter. Sie halten zusammen und stehen füreinander ein. Das sichert ihren Erfolg.
Rezensionen von PeWie:
Eine besondere Wohngemeinschaft
Die Glorreichen 77. Rache kennt keinen Ruhestand von Angelika Niestrath; Andreas Hüging
Eine Seniorenresidenz der gehobenen Klasse ist teuer, wer es sich leisten kann ist glücklich dran. Aber nun wurde an der Preisschraube gedreht und dazu noch massive Drohungen. Kein Wunder das die Senioren und Seniorinnen dagegen sich wehren wollen, mit allen Mitteln.
Jo ein Profikiller in ihrem Alter kommt ihnen da gerade recht.
Problem ist nur, das sie ihn nicht machen lassen sondern das sie mithelfen wollen.Chaos ist vorprogrammiert und dazu auch der eine oder andere zufällige Todesfall.
Die Figuren sind alle sehr detailiert beschrieben, mit der einen oder anderen sehr besonderen Eigenart. Sie sind mir dabei alle sofort beim Lesen ans Herz gewachsen, auch Jo.
Die Investoren mit ihrer ungeheuren Gier nach mehr, obwohl sie schon im oberen Drittel der Finanzgesellschaft stehen, waren dementsprechend unsympathisch.
Man konnte herrlich schmunzeln bei dem aufeinander Treffen der beiden Gruppen, vor allem wenn der moralische Kompass bei der einen funktionierte und bei der anderen Gruppe nicht.
Ein bisschen übertrieben waren die öfteren Wiederholungen bestimmter Eigenschaften aber das ist vielleicht dem Alter geschuldet. Hat jedenfalls der Geschichte nicht geschadet.
Ich freue mich schon auf den nächsten Band der Silberrücken.
Rezensionen von tonton:
Ein bisschen gruselig aber absolut kindgerecht
Licht ins Dunkel von Steffen Gumpert
Meinem Sohn (sieben Jahre alt) hat dieses Buch richtig gut gefallen!
Er liebt Rätsel, und in diesem Buch gibt es ein Rätsel auf jeder Doppelseite, der eng mir der Geschichte verknüpft ist. So hat man wirklichden Eindruck, an der Handlung mitzuteilen. Mit gefällt es besonders, dass man in der Regel dem Text lesen muss, um die Rätsel lösen zu können.
Da musste mein Sohn, der dazu neigt, einfach zu den Rätseln zu springen (auch bei Comicbüchern), tatsächlich das Buch lesen.
Die Aufgaben sind sehr gelungen und konzentrierten sich auf Beobachtung, was ich für ein Krimibuch für angemessen halte. Es gibt Labyrinthe, Sachen suchen, Fehler finden, Codeknacken, und Aufgaben, wo man keine Details oder Hinweise merken muss.
Die Geschichte ist kindgerecht: der Anfang mag etwas gruselig wirken, aber die Figuren sind freundlich und das Ende herzerwärmend.
Ein perfektes Buch für kleine Sherlocks!
Rezensionen von M:
Kraft von Natur und Leben
Brombeerblaue Tage von Simone Veenstra
Elisa ist Landschaftsgärtnerin und zieht für kurze Zeit auf die Insel Rügen, um Haus und Hund ihres Vaters zu versorgen, der zu einer Behandlung ins Krankenhaus muss. Dort versucht sie mit ihrem Beruf und ihrem derzeitigen Auftrag, der sie sehr in Anspruch nimmt, der Krankheit ihres Vaters und ihrem Verhältnis zumVater, der die Familie früh verlassen hat, und den Gegebenheiten auf der Insel zurecht zu kommen.
Die Geschichte ist anschaulich und interessant geschrieben, Elisa und ihr Vater als Hauptpersonen so gut vorstellbar, dass ich sie manchmal am liebsten schütteln wollte, um ihre Aktionen zu beeinflussen. Auch alle anderen Personen sind besondere Persönlichkeiten, die gut beschrieben sind, sei es Per oder Ivy, die Nachbarin, die Bratkartoffel Freundin des Vaters oder oder. Eine Geschichte, die nicht oberflächlich bleibt, sondern auch Stoff zum nachdenken übers eigenen Leben bietet.
Das Buch ist sehr schön gestaltet, außen mit angenehmen Blau und Lilafarbtönen, erhabener Schrift und Bildgestaltung und im Inneren jedem Kapitel vorgesetzt, die Beschreibung und Zeichnung einer Blume oder einer Pflanze, denn auch darum geht es, um alte Sorten von Gewächsen.
Rezensionen von Ameland:
Hilfreich nicht nur vor Ort, sondern auch zur Vorbereitung
DUMONT Reise-Taschenbuch Reiseführer Brandenburg, Potsdam, Uckermark, Spreewald von Ulrike Wiebrecht
Wie auf der Karte mit den 10 Highlights in Brandenburg im Klappen-Innenteil ist dieser Teil Deutschlands auch auf meiner persönlichen Landkarte noch ein weißer Fleck. Bisher kenne ich einige Orte nur aus Dokumentationen, Büchern wie z. B. den Spreewald-Krimis oder Gedichten wie Ribbeck. Dieses Reise-Taschenbuch von DUMONT sollte mich dabei unterstützen, dies zu gegebener Zeit zu ändern.
Aufgeteilt ist das handliche Taschenbuch in die Regionen Potsdam und Umgebung, Der Westen, Der Süden, Der Osten, Der Nordwesten und Der Nordosten. Reiseinfos von A – Z und ein Magazin mit interessanten Beiträgen runden das Ganze ab. Neben der Reisekarte mit Entfernungstabelle gibt es noch 5 Citypläne und zur groben Orientierung noch diverse Tourenkarten und Detailpläne.
Für jede Region gibt es neben ausgesuchten Touren per Pedes, Rad oder Boot Informationen zu den unterschiedlichsten Bereichen, egal ob Historie, Sehenswürdigkeiten, Architektur, Museen und vielem mehr. Da Sightseeing auch ermüdet, dürfen Tipps zu den Bereichen Schlafen und Essen natürlich nicht fehlen. Mir gefielen besonders die kurzen Artikel über die so unterschiedlichen Lieblingsorte gut.
Ich habe bisher nicht gewusst, dass es in Brandenburg so viel zu entdecken gibt. Dieses Reise-Taschenbuch macht mir die Entscheidung nicht einfach. Natürlich möchte ich jetzt Potsdam erkunden, mit einem Floß gemütlich über einen der vielen Seen tuckern, eine Wanderung durch den Naturpark Schlaubetal von Mühle zur Mühle machen, Deutschlands wichtigste Mumie und den liegenden Eiffelturm besuchen und in der Traditionsgaststätte Wotschofska ein kühles Getränk zu mir nehmen, um nur einige Punkte meiner Liste aufzuzählen. Da wird ein Urlaub wohl nicht reichen.
Mit dem Reise-Taschenbuch von DUMONT ist man für einen Besuch Brandenburgs bestens gerüstet. Hier wird das Augenmerk nicht nur auf die gängigen Orte und Sehenswürdigkeiten gerichtet, sondern auch auf nicht so bekannte Kleinode und Besonderheiten.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Kunst, Feminismus und Betrug
Fünf Tage im Licht von Rhiannon Lucy Cosslett
Die vier britischen jungen Frauen Sophie, Helena, Alessia und Iris verbringen gemeinsam fünf Tage auf einer wunderschönen Insel in Griechenland, um Helenas Junggesellinnenabschied zu feiern. Nach diesen Tagen ist geplant, dass die jeweiligen Partner nachkommen.
Der Roman ist aus der Perspektive von Sophie geschildert.
Sophie träumt davon, Künstlerin zu sein, hat auch einen Bachelor in diesem Bereich gemacht, doch bis jetzt hat es damit noch nicht so recht geklappt und auch mit Anfang 30 arbeitet sie noch unterbezahlt und perspektivenlos als Verkäuferin in einem Museumsshop, während ihr Partner Greg als Kurator Karriere macht. Greg wünscht sich Kinder und das Thema steht zwischen ihnen, denn Sophie hat sich mit vielen Biografien von Künstlerinnen beschäftigt und fürchtet, eine Mutterschaft würde ihren Traum von einer künstlerischen Laufbahn stark einschränken oder sogar zerstören. Sie ist sehr feministisch eingestellt und wartet auf subtile Signale von Greg, dass er sie als Künstlerin voll und ganz anerkennen und in dieser Hinsicht mehr unterstützen würde, doch die kommen nicht so wirklich. Greg hingegen fühlt sich mit seinem Kinderwunsch ungesehen.
Eine weitere Schwierigkeit für Sophie ist, dass sie aus einer wenig privilegierten Familie stammt und eine nach einem Unfall schwer beeinträchtigte Schwester hat. Der Vater ist Alleinverdiener, die Mutter kümmert sich aufopferungsvoll um die Schwester, die wohl ihr Leben lang Betreuung brauchen wird und nach dem Tod der Eltern Sophies Verantwortung werden könnte. Noch ein Grund mehr, um nicht noch eine weitere Verpflichtung für eigene Kinder zu übernehmen. Zudem wird Sophie mit zunehmendem Alter auch immer klarer, was für enorme Privilegien mit Klasse, Status, Kontakten und Reichtum einhergehen und dass viele ihrer ehemaligen Studienkolleginnen auf der Kunstakademie aus der Oberschicht stammen und ihnen sich damit Türen öffnen, die ihr oft verschlossen bleiben. Auch die Freundinnen, mit denen sie nun auf der Insel feiert, sind überwiegend aus solchen Verhältnissen.
Sehr gut gefallen hat mir, wie vielschichtig und bewusst dieses Buch Themen von modernem Frau-Sein, Feminismus, Benachteiligung und Unsichtbarkeit von Frauen als Künstlerinnen, Mutterschaft vs. Berufung, Klasse und vieles mehr miteinander verwebt. Klug und authentisch zeigt die Autorin in vielen kleinen Szenen, wie diese Themen zu Distanz und Unverständnis zwischen den aus unterschiedlichen sozialen Verhältnissen stammenden Frauen, aber auch zwischen den Geschlechtern, führen können. Speziell die Beziehungen zwischen den vier Frauen, die zum Teil von Zuneigung und Respekt, zum Teil aber auch von Konkurrenz, Neid und Verrat geprägt sind, werden sehr authentisch und interessant dargestellt und bis zum Ende gibt es dabei so manche Überraschungen.
Am Ende jedes Kapitels finden sich außerdem noch Künstlerinnenbiografien aus der Sicht von Sophie, mit speziellem Fokus darauf, ob die Künstlerin auch Fehlgeburten, Schwangerschaften, Geburten, Kinder usw. hatte und ob und wie dies mit ihrer Laufbahn als Künstlerin interagiert hat. Dabei kann man viele spannende Künstlerinnen entdecken, über die es sich lohnt, parallel zur Lektüre noch weiter nachzurecherchieren. Deutlich wird dabei, wie stark der Blick auf Kunst über die Jahrtausende männlich geprägt war, wie sich das schön langsam ein bisschen ändert und was sich dabei Neues zeigt, sobald man den Blickwinkel ändert (z.B. ob wohl all die "Venus"-Figuren aus der Steinzeit tatsächlich nur von Männern geschaffen wurden oder vielleicht auch weibliche Selbstbildnisse waren?).
Wäre die Rezension hier zu Ende, dann würde ich mit klaren 5 Sternen für dieses interessante Buch schließen.
Allerdings gibt es noch einen weiteren Themenstrang, der in diesem Buch sehr viel Raum einnimmt und der mir weit weniger gut gefallen hat. Ich erwähne ihn, obwohl es ein Spoiler sein könnte - allerdings kein sehr schlimmer, denn auch dieser Themenstrang beginnt schon sehr früh: kaum auf der griechischen Insel angekommen, stürzt sich Sophie Hals über Kopf in eine hitzige Affäre mit einem ach so gut aussehenden, erotischen Griechen, Ky, der - der Klassiker! - als Kellner in der Taverne arbeitet, in der die Frauengruppe gerne einkehrt. Sie wirft alle Skrupel, so sie jemals ernsthaft welche hatte, über Bord, und betrügt ihren in ein paar Tagen nachkommenden langjährigen, treuen Partner leidenschaftlich, hemmungslos und auf eine Weise, dass auch alle anderen Frauen und wohl sonst noch viele Menschen das mitbekommen. Natürlich fühlt sie sich von Ky gesehen und verstanden wie noch nie und hat mit ihm den allerbesten Sex ihres Lebens. Selbst nach den fünf Tagen, als ihr Partner Greg da ist, kann sie die Finger nicht von Ky lassen, und nützt jede Gelegenheit für heimlichen Sex mit Ky, auf eine Art und Weise, die zutiefst demütigend für ihren Partner ist.
Diese Sexszenen sind auch ausführlichst geschildert, auf eine Art und Weise, die man fast schon pornographisch nennen könnte und die sich für interessierte Personen bestens als Vorlage zur Masturbation eignen würde. Wer solche Szenen in dieser Ausführlichkeit also nicht mag oder mit einer letztendlich recht unsympathischen Hauptfigur ohne jegliche moralische Prinzipien ein Problem hat, dem empfehle ich dieses Buch klar nicht.
Insgesamt ist es also ein Buch, das viele sehr interessante Aspekte in sich trägt, die differenziert dargestellt werden und zum Nachdenken und Nachrecherchieren anregen, das aber in meinen Augen durch die so schamlose, prinzipien- und empathielose, selbstbezogene Hauptfigur und vor allem durch die wiederholten detaillierten Darstellungen der Sexszenen an Niveau verliert. Ob das einen persönlich stört, hängt sicher auch viel mit der eigenen Wertsicht und den eigenen Wertvorstellungen zusammen. Ich ziehe dafür einen Stern ab und vergebe in Summe noch vier Sterne für ein interessantes, durchaus lesenswertes Buch.
Ich selbst habe es in der Hörbuchversion des Argon Verlages genossen, die ich sehr empfehlen kann, da die Sprecherin sehr gut darin ist, die verschiedenen Charaktere und Stimmungen auch stimmlich authentisch darzustellen und so das Buch im Vergleich zum eigenen stillen Lesen deutlich davon profitiert.
Rezensionen von Buchseelensammlerin:
Guter Auftakt
Born of Salt and Storm von Sophia Reynard
Born of Salt and Storm ist der Auftaktband einer neuen Romantasy-Reihe. Das Cover sowie der Farbschnitt sind hierbei passend zur Geschichte gestaltet.
Der Schreibstil der Autorin ist flüssig und detailreich. Die Atmosphäre der Geschichte wirkt beim lesen recht düster und an manchen Stellen auch komplex.
Die von ihr geschaffene Welt ist interessant und ich hoffe, dass wir in Band 2 noch viel mehr von ihr erfahren.
Im Laufe der Geschichte gibt es sehr viele Charaktere, die ab und an dafür sorgten, dass ich zurückblättern musste, um nachzulesen wer das war und wo ich die Charaktere einordnen kann.
Tavi mag ich als Protagonistin sehr. Sie macht nicht nur eine spannende, sondern vor allem eine emotionale Entwicklung durch. Ich sage/schreibe nur "Eero".
Das Ende von Born of Salt and Storm mischt noch mal alles durcheinander, was natürlich die Vorfreude auf Band 2 steigert.
Rezensionen von yellowdog:
Im Treppenhaus gefunden
Eine Liebe ohne Sommer von Timothy Paul
Eine Liebe ohne Sommer ist ein nachdenklich stimmender Roman mit humorvollen und traurigen Momenten. Man weiß natürlich von Anfang an, was passiert und stellt sich auf das Kommende schon seelisch ein.
Es ist die Geschichte eines Paares, Rosa und Niklas, die eine viel zu kurz Zeit miteinander hatten.
Sie treffen sich im Hausflur und sofort stellte sich etwas Besonderes zwischen ihnen ein.
Auffällig, dass die Erzählperspektive ausschließlich bei der Ich-Erzählerin lag. Passagen aus der Sicht von Niklas fehlten mir. Rosa ist sympathisch, aber nicht ohne Selbstzweifeln.
Der Wortwitz im Buch funktionierte bei den Dialogen sehr gut. Zwischen Rosa und Niklas kommt es oft zum dialogischen Schlagabtausch voller Ironie.
Ob aus der Grundidee genug gemacht wird, weiß ich nicht. Ich neige eher dazu, dass es schließlich zerredet wird. Dazu trägt auch bei, dass der Roman zu lang, manchmal sogar langatmig ist. Das gilt vor allen für Teil 2.
Ein schlechter Roman ist es auch nicht. Eher so Mittel. Die guten Ansätze bleiben!
Rezensionen von leopol:
Fesselnd, wer ist Jäger wer ist Gejagter
Nebelbeute von Benjamin Cors
Mila Weiss, eigentlich Teil der Gruppe 4, einer Spezialeinheit, die sich mit Serientätern befasst, ist in alleiniger Mission unterwegs. Sie möchte ein Phantom aus ihrer Vergangenheit stellen, ihren Widersacher Johannes Toblach. Dafür verschlägt es sie in ein abgelegenes Bergdorf, doch hier ist es nicht sehr ruhig und beschaulich.
Bald wird ein Wanderer am Waldrand ermordet und speziell inszeniert. Die Dorfgemeinschaft ist verschlossen, doch rasch kommt es zu weiterer Unruhe und auch Mila verschwindet schließlich. Die Kollegen der Gruppe 4 machen sich auf die Suche nach ihr, doch Mila scheint wirklich spurlos verschwunden zu sein.
Das Buch ist der dritte Band von Benjamin Cors um die Ermittler der Gruppe 4, und greift den Widersacher Johann Toblach aus dem Vorgängerband Aschesommer wieder auf. Grundsätzlich lässt sich aber dieser Band auch sehr gut ohne Vorkenntnisse lesen, da man vom Autor schrittweise gut ins Bild gesetzt wird. Man versteht auch so rasch Motivation und Beweggründe und was die Ermittler antreibt.
Für mich flogen die Seiten nur so dahin, da ich wirklich in den Bann des Buches gezogen wurde. Der Einstieg erfolgt durch einen kurzen Epilog, der schon ahnen lässt, dass es für eine Frau – wie man ab Mitte des Buches weiß Mia - sehr haarig werden könnte. Doch rasch verfolgt man der Geschichte chronologischer, als Mila sich auf den Weg in die Berge macht. Ein abgelegenes Dorf, deren Bewohner doch eher verschlossen sind und Mila in ihren Fragen wenig entgegenkommen. So manch ein verschrobener Charakter taucht auf. Damit ist man schon schnell am Grübeln und in der düsteren Atmosphäre gefangen. Auch wenn so manche Ermittlung langwierig erscheint, wird dies durch die vielen unvorhersehbaren Wendungen aufgewogen.
Für mich ein sehr empfehlenswerter Thriller, beklemmend und fesselnd, wie er sein soll. Ich werde definitiv noch die zwei Vorgängerbände der Reihe lesen und hoffe auf eine Fortsetzung der Reihe um die Gruppe 4.
Rezensionen von Heike:
Ein Buch, das jede Frau gelesen haben sollte
Light my Fire von Sheila de Liz
Direkt vorweg: Es geht nicht nur um ältere Frauen oder die Wechseljahre.
In ihrem Buch über die Lust am Sex beschreibt Sheila de Liz für alle Frauen, wie das weibliche Geschlechtsorgan funktioniert. Die Anatomie, die Hormone und die Psyche haben Einfluss auf die Libido, und zwar unser ganzes Leben lang, nicht nur im Alter.
Manchmal hat es körperliche Ursachen, dass es nicht so klappt wie gewollt, und manchmal ist es Beziehungsstress. Oder falsche Glaubenssätze und Scham.
Als Gynäkologin hat die Autorin viele lustige, aber auch berührende Geschichten gehört und lässt uns an einigen davon teilhaben. Sie schreibt unglaublich unterhaltsam und gleichzeitig lehrreich, so dass man gar nicht merkt, dass man eigentlich ein Sachbuch in der Hand hat. Ich musste ganz oft schmunzeln, fühlte mich verstanden oder aufgefangen. So viele Stellen habe ich selten in einem Buch markiert, aber Sheila hat einfach unglaublich viele gute Tipps.
Als Ärztin hatte es sie geärgert, wenn sie ihren Patientinnen nicht helfen konnte, weil das weibliche Geschlechtsorgan in der medizinischen Forschung wohl nur stiefmütterlich behandelt wird. Unglaublich, dass die Klitoris in dem Standardwerk zur Medizin kaum erwähnt wird. Deshalb hat Sheila sich auf die Suche nach Forschungsergebnissen gemacht, und Erstaunliches entdeckt, was kaum jemand weiß. Das war sehr spannend zu lesen.
Als Frau fühlt man sich in diesem Buch wirklich gesehen und berührt. Leider kommen die Männer bei Sheila nicht so gut weg, und es hat mich ein bißchen gestört, dass sie da sehr verallgemeinert. Auch Männer haben ihre Päckchen zu tragen, und manchmal hapert es einfach an der Kommunikation und am Einfühlungsvermögen auf beiden Seiten.
Trotzdem finde ich die Lösungsansätze der Autorin im letzten Abschnitt ihres Buches sehr gelungen. Sie weist darauf hin, dass man in der Partnerschaft Sex mehr Priorität einräumen sollte, und dass das in den meisten Fällen nicht spontan, sondern nur geplant funktioniert. Außerdem ist Abwechslung wichtig, und vor allem: kein Leistungsdruck.
Besonders schön finde ich auch die vielen Illustrationen, die den Text begleiten. Gerade im Abschnitt über die Anatomie war das sehr hilfreich, aber auch die stimmungsvollen Bilder haben mir gefallen.
Ich habe viel aus diesem Buch über den weiblichen Körper gelernt und habe mich nebenbei auch noch bestens unterhalten gefühlt. Wer sich dafür interessiert, wie die Lust der Frau funktioniert, und warum sie eben manchmal nicht funktioniert, der sollte unbedingt dieses Buch lesen.











