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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Katharina:

Nicht meins

Das Buch der gefallenen Blätter von A. S. Tamaki

Wie sehr ich mir gewünscht habe, dass mir das Buch gefällt, es war eins meiner heiß ersehntesten Neuerscheinungen des Jahres. Doch leider war ich schon nach den ersten 100 Seiten etwas ernüchtert. Ich kam überhaupt nicht in die Geschichte rein, die Art und Weise/Perspektive, aus der die Handlung erzählt wurde, konnte mich überhaupt nicht abholen, was wahrscheinlich mein größtes Problem war.

Auch waren es mir insgesamt zu viele
(Neben-)Charaktere, die die Geschichte erzählt/begleitet haben, ich fand es zu viel und für mich ist die Haupthandlung dadurch stellenweise zu kurz gekommen, besonders, da mir zu den Charakteren dann am Anfang Erläuterungen gefehlt haben, wer sie überhaupt sind und warum Kapitel aus ihrer Sicht erzählt werden. Man konnte zu keinem so richtig Sympathie oder eine Verbindung aufbauen, selten habe ich ein Buch gelesen, welches mich so emotionslos zurückgelassen hat. Auch hat es sich dadurch stark in die Länge gezogen und war für mich etwas langweilig. Schlussendlich fand ich nur die direkte Handlung rund um Sen und Rui so wirklich spannend und gelungen, die beiden haben dafür gesorgt, dass ich das Buch nicht komplett zur Seite gelegt habe. Auch das Ende hat nochmal einiges rausgeholt, doch insgesamt war ich zu gelangweilt und unbeeindruckt von dem Buch, um die Fortsetzung zu lesen.

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Rezensionen von abenteuer_lesen:

Gewaltiges Meer

Das Jahr der Wale von Kelly Anderson

Das Buchcover zu "Das Jahr der Wale" ist so wunderschön anzusehen, dass es direkt im Gedächtnis bleibt. Genauso wunderschön und bildhaft ist auch der Schreibstil. Man sieht die Geschichte beim Lesen wirklich bildlich vor sich und kann sich sehr gut hereinversetzen.
Aber worum geht es? Das Meer ist Annies Element.

Im positiven wie im negativen Sinn. Sie ist auf dem Meer aufgewachsen, weil ihre Eltern einfach ständig mit dem Boot unterwegs waren. Leider hat das Meer ihr bei einem Tsunami auch alles genommen, was ihr lieb ist. Dann gibt es da noch eine besondere Bindung zu 2 besonderen Männern und die Geschichte nimmt ihren Lauf.
Ich fand das Buch wirklich schön. Der Schreibstil war einfach magisch und man ist wirklich ein bisschen in eine andere Welt abgetaucht. Manche Stellen fand ich allerdings ein bisschen zu langatmig. Die Geschichte ist dann nicht so vorangekommen, aber alles in allem fand ich "Das Jahr der Wale" sehr schön und lesenswert.

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Rezensionen von L.:

unerwartet

Honey von Imani Thompson

Zu Beginn ist mir natürlich das außergewöhnlich gestaltete Cover von „Honey“ aufgefallen. Das ist für mich ein echtes Highlight und passt richtig gut zum Buch, gerade weil es sehr konträr zum Inhalt ist. Dieser ist alles andere als süß und genüßlich.

Ysra fand ich zuerst faszinierend, weil ihre Wut und viele ihrer Beweggründe durchaus nachvollziehbar waren.

Auch ihre berufliche Rolle hat mich interessiert. Mit der Zeit wurde sie mir aber immer unnahbarer und auch etwas suspekt. Spannend bleib für mich trotzdem die Frage, wie weit sie noch geht und ob sie irgendwann auffliegt, wie sehr sie sich selbst verläuft und wie ihre Geschichte enden wird. Gerade dieses ständige Gefühl, dass sie bielleicht einen Shcirtt zu weit geht, hat für mich viel von der Spannung ausgemacht.
Die Passagen über Afropessimismus fand ich interessant, weil ich mit noch nicht hinreichend mit dem Thema beschäftigt hatte. Was mir allerdings am wenigsten zugesagt hat, war der plumpe und auch teilweise obszöne Schreibstil. Daher nur 4 Sterne.

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Rezensionen von Lila:

unerwartet

Honey von Imani Thompson

Zu Beginn ist mir natürlich das außergewöhnlich gestaltete Cover von „Honey“ aufgefallen. Das ist für mich ein echtes Highlight und passt richtig gut zum Buch, gerade weil es sehr konträr zum Inhalt ist. Dieser ist alles andere als süß und genüßlich.

Ysra fand ich zuerst faszinierend, weil ihre Wut und viele ihrer Beweggründe durchaus nachvollziehbar waren.

Auch ihre berufliche Rolle hat mich interessiert. Mit der Zeit wurde sie mir aber immer unnahbarer und auch etwas suspekt. Spannend bleib für mich trotzdem die Frage, wie weit sie noch geht und ob sie irgendwann auffliegt, wie sehr sie sich selbst verläuft und wie ihre Geschichte enden wird. Gerade dieses ständige Gefühl, dass sie bielleicht einen Shcirtt zu weit geht, hat für mich viel von der Spannung ausgemacht.
Die Passagen über Afropessimismus fand ich interessant, weil ich mit noch nicht hinreichend mit dem Thema beschäftigt hatte. Was mir allerdings am wenigsten zugesagt hat, war der plumpe und auch teilweise obszöne Schreibstil. Daher nur 4 Sterne.

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Rezensionen von BR:

tolles Buch

Sterne finden ganz einfach von Klaus M. Schittenhelm

Für mich war wichtig herauszufinden, ob es mit diesem Buch wirklich (kinder-)leicht gelingt Sternbilder klar zu deuten. Bei bisherigen Rezensionen habe ich diese Information gesucht und leider nur selten gefunden.
Inzwischen habe ich 2-3 mal mitternächtlich schöne Sternenhimmel betrachtet. Ganz so sicher konnte ich die beschriebenen Ziele aber nicht erkennen.

Obwohl bei meinem Standort die Zuordnung der Himmelsrichtungen eindeutig war. Immerhin bei der “Der Schwan” als August-Beispiel bin ich fündig geworden. Ich hoffe dass ich im Verlauf der nächsten Monate mein Gespür noch etwas verbessern kann.

Vom Buch selbst bin auch ich begeistert: Es liegt gut in der Hand, ist gut strukturiert und das Highlight sind die Doppelseiten mit toller Darstellung des Sternenhimmels und Anleitungen zur Suche. Es gibt jeweils zu den vier Jahreszeiten einen Überblick und nachfolgend den Monaten zugeordnete Vorstellungen einzelner Sternbilder.

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Rezensionen von brauneye29:

Berührende Geschichte

Geteiltes Haus von Alice Horáčková

Zum Inhalt:
In Benetzko im Sudetenland wohnen sowohl Deutsche als auch Tschechen. Es gilbt freidenkende Frau, Wilderer, Stofffabrikanten und viele mehr und bei der Volkszählung wird gar darüber gestritten, welche Nationalität man eigentlich einträgt. Als auch hier der Krieg einzieht, wird es schwierig, denn für welche Seite soll man sich entscheiden? Viele Geschichten auch neben dem Kriegsgeschehen verändern die Menschen.

Meine Meinung:
Das war mal ein ganz schöner Wälzer, der einen aber mit der wirklich interessanten Geschichte in den Bann zog und nicht langweilig wurde. Das erschreckende und auch bemerkenswerte ist aber, dass das ganze auf einer wahren Geschichte beruht und das macht es dann auch noch mehr berührend und mehr als einmal fragt man sich, wie man all das Erlebte verkraften konnte, wenn man es denn dann überhaupt überlebt hat. Man möchte die Zeit nicht miterlebt haben, weil es wirklich schrecklich gewesen sein muss. Die Autorin hat ein wirklich berührendes Buch geschrieben, dass lesenswert ist.
Fazit:
Berührende Geschichte

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Rezensionen von Sternzauber:

Zurück an der rauen norwegischen Küste

Hinaus in den Wind von Trude Teige

Ich mag das Cover von „Hinaus in den Wind“ sehr, denn die atmosphärische Darstellung am Meer mit einer, verträumt in die Weite schauenden Frau, bewegt etwas in mir und sie harmoniert sehr gut mit der Geschichte. Außerdem ist es mir immer wichtig, dass eine Fortsetzung auch optisch gut zu Band 1 passt und das ist hier wirklich ganz besonders gut gelungen.

Denn wenn man die beiden Bücher nebeneinander legt, ergeben sie zusammen ein Bild – toll!

Auch dieser zweite Teil der Geschichte dreht sich vor allem um Kristiane, die für sich und ihre Familie die Voraussetzungen für ein gutes Leben an der norwegischen Westküste geschaffen hat. Ihr Sohn Anders soll das Familienerbe weiter tragen und Schiffslotse werden, doch sein Herz schlägt für die Musik und er möchte dieser Leidenschaft folgen. Als es Kristiane zum Nachdenken in die Mulevika zieht, macht sie dort eine Entdeckung, die alles verändert und für viel Aufregung sorgt…

Ich liebe die Geschichten von Trude Teige und habe mich daher auch sehr auf diese Fortsetzung von „Der Gesang der See“ gefreut. Mir hat es auch wirklich viel Freude gemacht zu Kristina, ihrer Familie und ihrem Leben am und mit dem Meer zurückkehren zu können. Allerdings muss ich gestehen, dass mich diese Geschichte nicht ganz so sehr gefesselt hat, wie der erste Teil. Ich kann gar nicht so genau sagen, woran das liegt, aber irgendwie war die Handlung für mich nicht ganz so rund und nicht ganz so einnehmend. Dennoch mag ich die Geschichte sehr und hatte eine gute Lesezeit.

Vor allem hat es mir sehr gefallen wieder in diese Leben eintauchen und gefühlt genau dort weiter lesen zu können, wo ich bei Band 1 aufgehört hatte. Bei dieser Reihe denke ich auch, dass man sie unbedingt in der richtigen Reihenfolge lesen sollte, da man gewisse Handlungen und Geschehnisse in Band 2 sonst gar nicht verstehen kann. Ich mag Kristiane in ihrer mutigen, selbstbewussten und zupackenden Art sehr und auch, wenn ich in dieser Geschichte teilweise sehr mit ihren Entscheidungen gehadert habe, berührt mich ihr Wesen. Trude Teige versteht es meiner Meinung nach meisterlich interessante und individuelle Charaktere zu schaffen, die auf den Seiten lebendig werden.

Besonders begeistert haben mich aber vor allem erneut ihre Beschreibungen der Natur und der Kraft der Elemente. Mir macht es unglaublich viel Freude in diese Einzutauchen, denn ich habe beim Lesen das Gefühl, als könnte ich den starken Wind am Strand selber spüren, die rauen Felsen fühlen und das Salz des Meeres riechen – wirklich toll! Und die Verbundenheit der Menschen mit der umgebenden Natur fasziniert mich.

Der Schreibstil der Autorin gefällt mir ohnehin sehr, denn er ist flüssig und angenehm, bildhaft und auf seine ganz eigene Art irgendwie eindringlich. Ich habe das Buch in nur zwei Tagen gelesen, weil es mich an einen ganz anderen Ort mitgenommen hat und weil ich unbedingt erfahren wollte, wie es weiter geht. Denn es gibt einen sehr rätselhaften und spannenden Handlungsstrang, der sich nach und nach entfaltet.

Für mich ist „Hinaus in den Wind“ ein tolles Buch, das mir viel Freude gemacht hat, das jedoch ein klein wenig hinter Band 1 zurück bleibt, weshalb ich leider keine 5 sondern nur 4,5 Sterne vergeben kann. Nichtsdestotrotz möchte ich die Geschichte auf jeden Fall weiter empfehlen und allen LeserInnen ans Herz legen, die Band 1 bereits gelesen habe. Ich wünsche ganz viel Freude bei der Rückkehr in Kristianes Leben und nach Norwegen!

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Rezensionen von Shilo:

Ein Leben voller Spuren

Irma tanzt von Helene Bracht

Dieses Buch hat mich auf eine ruhige Art beschäftigt. Im Mittelpunkt steht Irma, eine alte Frau, deren Leben von den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts geprägt wurde. Krieg, Gewalt und die engen Vorstellungen ihrer Zeit haben Spuren hinterlassen. Trotzdem hat Irma sich ihre Freude am Leben und ihre Sehnsucht bewahrt.

Die Verbindung zwischen Irma und ihrer Tochter fand ich besonders interessant. Erst mit der Zeit wird deutlich, was die Mutter alles mit sich getragen hat. Für die Tochter ist es nicht immer einfach, auf das Leben ihrer Mutter zu schauen. Vieles lässt sich erst später einordnen. Dabei wird Irma immer mehr als Frau mit ihren eigenen Wünschen und Erfahrungen sichtbar und nicht nur als Mutter.
Eine Szene ist mir besonders nahegegangen. Irma tanzt noch einmal und wirkt dabei für einen kurzen Moment ganz leicht. Dieser Augenblick sagt für mich mehr über diese Frau aus als viele Erklärungen. Trotz ihrer schweren Erfahrungen ist da noch diese Freude, die sie sich bewahrt hat.
Die Geschichte ist nicht leicht, aber sie wird ohne große Worte erzählt. Einige Gedanken habe ich nach dem Lesen noch mitgenommen. Vor allem die Frage, wie wenig man manchmal über das Leben der eigenen Eltern weiß und wie spät manches erst verständlich wird.
Nicht jede Passage hat mich gleichermaßen erreicht, deshalb sind es für mich vier Sterne. Trotzdem ist es ein Buch, das einen Menschen und sein Leben sehr persönlich betrachtet. Irma mit ihrer Lebensgeschichte wird mir sicher noch eine Weile im Gedächtnis bleiben. 4 Sterne

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Rezensionen von LeserinLu :

Für Erwachsene

Das Knistern im All von Stephan Lohse

„Das Knistern im All“ ist ein Coming-of-Age-Roman, der sich mit wichtigen Themen beschäftigt: psychische Gesundheit, Freundschaft, erste Liebe und Sexualität, aber auch die Frage, wie man seinen Platz in der Welt findet. Im Mittelpunkt steht der 15-jährige Matti, der immer wieder psychische Zusammenbrüche erlebt.

Was zunächst wie eine seltsame Wahrnehmung erscheint – eine Antilope, die immer wieder in seinem Umfeld auftaucht – führt schließlich dazu, dass Matti therapeutische Hilfe bekommt und in der Psychiatrie landet. Besonders schön fand ich, dass seine Freund:innen ihn dabei nicht fallen lassen. Das ist schön beschrieben. Themen wie psychische Erkrankungen und Wohlstandsverwahrlosung werden angesprochen, ohne dass daraus ein reiner Problemroman wird.

Auch die Beobachtungen über das Erwachsenwerden haben mir gut gefallen. Es gibt immer wieder kleine, sehr treffende Beschreibungen von Jugendlichen und ihrem Verhalten, z.B., dass Jugendliche es nicht schaffen, einfach gerade zu stehen, sondern sich ständig irgendwo anlehnen müssen. Solche Details fand ich als erwachsene Leserin besonders nett, weil sie einen liebevollen und gleichzeitig ziemlich genauen Blick auf die Adoleszenz zeigen. Ich habe mich aber gefragt, ob Jugendliche das schon verstehen.

Zudem werden manche Figuren und Handlungsstränge nicht ganz auserzählt, z.B. bei Nazi Jens habe ich mich gefragt, welche Funktion diese Figur für die Geschichte eigentlich genau hat. Auch deshalb hatte ich beim Lesen zunehmend das Gefühl, dass der Roman vielleicht eher erwachsene Leser:innen anspricht, die solche Beobachtungen und Leerstellen anders einordnen können, als es Jugendliche tun würden.

Insgesamt hat mir „Das Knistern im All“ aber gut gefallen. Ein ruhiger, teilweise melancholischer Roman über eine schwierige Lebensphase, psychische Gesundheit und darüber, wie wichtig Freundschaften sein können, wenn plötzlich nichts mehr so ist wie vorher!

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Rezensionen von nessabo:

Unterhaltungswert 1000, aber mit Abzug für rassistische Stereotype

Verlorene Schäfchen von Madeline Cash

Ich habe die Lektüre von vorn bis hinten geliebt. Madeline Cash hat in lockerem Ton ein überspitztes, skurriles Werk geschrieben, das mich äußerst gut unterhalten hat. Dafür hat es 5 Sterne verdient. Es gibt aber doch ein paar Stereotype, die deutlich rassistisch sind und zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mich erst andere Lesende darauf aufmerksam gemacht haben, obwohl es schon wirklich sehr deutlich ist.

Aus diesem Grund möchte ich aber auch nicht mehr die volle Bewertung geben.

Trotzdem soll auch Raum sein für die großartige Unterhaltung, die Cash geliefert hat. Die kurzen Kapitel, der einfache Schreibstil mit vielen Dialogen und die pointierten Figuren haben das Lesen absolut leicht gemacht. Ich mochte die Geschichte auch strukturell, weil sie sich von einem Familiendrama zu einem spannenden, aber völlig ungruseligen Krimi entwickelte. Dabei greift die Autorin auch das Thema Verschwörungserzählungen auf verschiedene Arten auf, behält dabei aber stets ihren satirischen Unterton bei.

Sie hat ein gutes Feingefühl für Spannungssteigerung und das skurrile Überzeichnen ihrer Figuren. Ich habe das sehr gemocht, aber genau diesen Elementen sollte mensch natürlich nicht abgeneigt sein, wenn das Buch gelesen werden soll.

Bis hierhin wollte ich klare 5 Sterne geben, doch dann stieß ich auf die erste Kritik und auch, wenn ich vielleicht nicht jede Einschätzung über die Autorin teile (dafür habe ich schlicht zu wenig Informationen), arbeitet sie schon mit einigen Narrativen, die nicht anders als muslimfeindlich/rassistisch gelesen werden können. Die Dichotomie von dem bösen Muslim und dem guten Juden möchte ich nicht unterstützen, auch Satire hat ihre Grenzen. Und ich kann bei diesen beiden betroffenen Nebenfiguren den satirischen Ansatz auch gar nicht so wirklich erkennen. Die Autorin verletzt Menschen unnötig und macht damit Gräben nur noch tiefer.

Gleichzeitig möchte ich auch nicht mehr als diesen einen Stern von der Wertung abziehen, was gern kritisiert werden darf, aber am Ende bleibt meine Bewertung immer auch eine gefühlte Entscheidung und ich fand zu viel an diesem Roman ganz groß, um ihn schlecht zu bewerten.

Eine damit eingeschränkte Empfehlung - wirklich große Unterhaltung mit rassistischen Narrativen, die nicht in ein lustiges und pointiertes Werk wie dieses gehören. Wer das einzuordnen und zu kritisieren vermag, darf sich gern von dieser Geschichte mitreißen lassen, die so absurd ist, dass die Zeit im Nu vergeht und mensch sich am Ende gleichzeitig fragt: „Was habe ich da eigentlich gerade gelesen?“.

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