Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Claudia R.:
fesselnd und spannend
Donnerseelen von Erik Kellen; Mira Valentin
Klappentext / Inhalt:
Erneut wird Kayden auf eine Mission geschickt:
Er soll verhindern, dass die Strahlenden Türme,
welche ein Relikt aus dem Großen Krieg bewachen, ihre Magie verlieren.
Doch der Nordmann fliegt direkt in eine Falle.
Aira bleibt nach der Schlacht auf Barshan Anur zurück.
Schnell erkennt sie, dass der Feind in den eigenen Reihen lauert.
Nach diesem Verrat muss sie aufbrechen, um das Einzige zu
finden, das die Dunkelheit zu besiegen vermag: die Lichtsplitter.
Die dunkle Zauberin überzieht derweil ganz Avantlan mit Krieg.
Es liegt an den letzten Elementarwirkern, sich ihr entgegenzustellen.
Denn nur gemeinsam können sie zu Donnerseelen werden und Shizari besiegen.
Cover:
Das Cover wirkt gefährlich, abenteuerlich und faszinierend zugleich. Mehrere Silhouetten sind hier erkennbar und die Umsetzung ist toll und kreativ gemacht. der Wiedererkennungseffekt zu den anderen Bänden ist hier auf jeden Fall auch vorhanden. Die lila Farbtöne geben dem Ganzen eine besondere und einzigartige Atmosphäre und haben auch etwas geheimnisvolles an sich. Ich finde das Cover sehr schön und passend umgesetzt.
Meinung:
Ein fesselndes und spannendes Ende dieser Lichtsplitter Saga. Die Charaktere waren einem bereits gut aus den ersten beiden Bänden bekannt und doch wurde hier schnell wieder eine spannende und fesselnde Atmosphäre aufgebaut, die bis zum Ende anhielt. Von Anfang an wird man hier mitgerissen und der Spannungsbogen ist bis zum Ende gut gewählt.
Da es sich hier bereits um den dritten und finalen Band der Saga handelt würde ich hier auf jeden Fall das lesen der vorherigen Bände empfehlen, da diese drei aufeinander aufbauen und um den Ganzen zu folgen, man schon ein gewisses Wissen mitbringen sollte. Der neue Band Nachtkrallen ist davon unabhängig und separat lesbar. Die drei Bände der Lichtsplitter Saga sollte man aber zusammenhängend und in der richtigen Reihenfolge lesen, um das Ganze Potenzial genießen und ausschöpfen zu können.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. Die Charaktere waren bereits bekannt und auch hier gibt es wieder einige spannende und tolle Entwicklungen. Die Geschichte ist faszinierend und fesselnd umgesetzt und das Lesen hat auch hier wieder sehr viel Freude gemacht.
Gliederung und Gestaltung haben mir sehr gut gefallen. Die Kapitel haben eine angenehme Länge und lassen sich gut und flüssig lesen. Durch die wechselnden Perspektiven kommt Spannung und Tempo hinein. Den Charakteren kann man auch durch die wechselnden Perspektiven sehr gut folgen und sich so auch besser in dessen Ereignisse und Gedanken hineinfinden. Ein guter Lesefluss wird auch hier ermöglicht.
Die Karte am Beginn, das Personenregister und auch das Glossar am Ende sind wieder sehr hilfreich und runden das Ganze sehr schön ab.
Fazit:
Ein fesselndes und spannendes Ende dieser Lichtsplitter Saga.
Rezensionen von Baerbel82:
Auge um Auge. Zahn um Zahn. Ein Leben für ein Leben.
Die Lüge in ihrem Gesicht von Anne Keßel
„Lie to me“ kenne ich nicht und auch die Autorin kannte ich bisher nicht. Eine originelle Plotidee. Dennoch vermochte mich „Die Lüge in ihrem Gesicht“ von Anne Keßel nicht zu überzeugen. Worum geht es?
Eine Frau schweigt. Seit Stunden sitzt sie bei der Polizei. Ein junger Mann hatte sie bedrängt und mit einem Messer bedroht.
Sie hat sich mit einem tödlichen Handkantenschlag gewehrt. Handelt es sich um Notwehr oder Mord? Wer ist diese Frau und warum verschweigt sie ihre Identität?
Psychologieprofessorin Marlene Nielsen, eine Expertin für Mikroexpressionen, spürt: Hier stimmt etwas nicht. Die Namenlose lässt sich nicht lesen - bis Marlene ihr die entscheidende Frage stellt...
„Die Lüge in ihrem Gesicht“ ist unterhaltsam. Dem starken Anfang folgt ein schwacher Mittelteil. Eine irre, wirre Geschichte. Opfer, die zu Tätern werden. Nichts ist, wie es scheint. Es geht um Rache und Vergeltung, Macht und Kontrolle und um Lügen und Verlust.
Marlene kommt mega unsympathisch rüber. Sie will, nein, sie muss wissen, warum die Unbekannte Sven getötet hat. Denn ein traumatisches Kindheitserlebnis hat sie geprägt.
Ständige Wiederholungen gehen zu Lasten der Spannung. Zudem hat mir für einen Thriller der Thrill gefehlt. Eine sehr emotionale Geschichte mit etwas zu rührselig geratenen Ende.
Fazit: Ein Buch, das man lesen kann, aber nicht muss.
Rezensionen von div:
liebevoll illustrierte Geschichte
Drei Pudel essen eine Nudel von Elsa Klever
liebevoll illustrierte Geschichte
„Drei Pudel essen eine Nudel“ von Elsa Klever ist ein charmantes und liebevolles Bilderbuch, das mit seinem ungewöhnlichen Titel für ein Schmunzeln sorgt. Die Geschichte ist kindgerecht erzählt.
Besonders gut gefallen uns die liebevollen Illustrationen.
Die Bilder sind farbenfroh, detailreich und laden dazu ein, gemeinsam auf den einzelnen Seiten immer wieder etwas Neues zu entdecken. Gerade für jüngere Kinder sind die Illustrationen ein wichtiger Bestandteil der Geschichte. Auch der Text in Reimform ist finde ich gut gelungen.
„Drei Pudel essen eine Nudel“ ist für mich ein gelungenes Vorlesebuch um die Zahlen kennen zu lernen, das Humor, eine einfache Geschichte und schöne Bilder miteinander verbindet. Es eignet sich wunderbar für eine gemeinsame Vorlesestunde und sorgt sicherlich auch beim wiederholten Lesen noch für Freude.
Rezensionen von Claudia R.:
mitnehmend
Flammenklinge von Mira Valentin; Erik Kellen
Klappentext / Inhalt:
*** Die spannende Fortsetzung der gemeinsamen Fantasy-Saga von Mira Valentin und Erik Kellen! ***
Es ist nur ein Auftrag für Kayden Wolfshall:
Bringe die Prinzessin von Jandor in Sicherheit!
Doch der Weg dorthin ist gefährlicher als gedacht.
Aira hat alles verloren.
Nun muss sie einem Nordmann vertrauen, der sie zielstrebig zu einem Ort führt,
dessen bloße Existenz ein Mythos ist.
Zwei Menschen, die unterschiedlicher nicht sein könnten.
Eine abenteuerliche Flucht beginnt,
denn die Kreaturen der Tothautlande sind ihnen bereits auf den Fersen.
Cover:
Das Cover wirkt faszinierend und macht neugierig auf mehr. Der Wiedererkennungseffekt zum ersten Band ist hier auf jeden Fall vorhanden. Die Silhouette geben dem Ganzen etwas geheimnisvolles und ist wirkt auf jeden Fall spannend und interessant. Bei genauerer Betrachtung kann man manches mehr erkennen. Die flammenden Farben und die Gelb- sowie Rottöne geben dem Ganzen eine gewisse Wärme und eine besondere Ausstrahlung. Das Für wird hier bereits auf dem Cover gut ersichtlich und das Cover ist toll und passend zur Geschichte umgesetzt.
Meinung:
Eine gelungene und mitnehmende Reise und Fortsetzung der Geschichte. Die Charaktere waren mir bereits gut durch den ersten Band bekannt. Da die Ereignisse aneinander ankämpfen würde ich hier dringen empfehlen den vorherigen Band zu kennen, denn ohne Vorkenntnisse ist hier, denke ich, ein Vorankommen nur schwer möglich. Um alles zuordnen zu können und den Geschehnissen folgen zu könne, sollte man schon den Vorgängerband kennen.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich gut und flüssig lesen. In Charaktere und Geschehnisse habe ich mich gut und schnell hineingefunden. Da ich den ersten Band erst kurz zuvor gelesen hatte, kam ich schnell und gut hinein und hatte auch die bisherigen Ereignisse noch gut vor Augen. Die wechselnden Perspektiven bringen einen wieder gut und schnell in die beiden Hauptcharaktere Aira und Kayden hinein. Es nimmt hier mehr und mehr weiter an Spannung zu und man wird schnell von der Geschichte und den Geschehnissen mitgenommen. Auch werden hier nochmal die Unterschiede der beiden Charaktere sehr deutlich. Beide entwicklen sich aber auch sehr gut weiter, was mir sehr gefallen hat. Die Beschreibungen sind wieder sehr bildlich und auch die Beschreibungen zu den Orten und Hintergründen sind sehr bildgewaltig. Man kann sich alles sehr gut vorstellen und dem Gesamten auch sehr gut folgen. Derzeit Band konnte mich sogar noch mehr begeistern als der Einstieg und hat mich sogar noch etwas mehr abgeholt. Ich bin gespannt, was der finale Band zu bieten hat.
Gliederung und Gestaltung haben mir auch hier sehr gut gefallen. Die Kapitellänge war angenehm und die Anfänge sehr gut erkennbar. Die wechselnden Perspektiven bringen Spannung und Tempo hinein. Die Reise nimmt an Tempo und fesselnden Momenten zu und mich konnte diese Fortsetzung begeistern und mitnehmen. Dieser Band legt an Spannung und Atmosphäre noch einiges drauf und macht so weiter neugierig auf mehr.
Auch in diesem Buch findet man zu Beginn wieder eine Karte und ein Personenregister, sowie am Ende eine Glossar, mit wichtigen Begriffen und dessen Erklärung. Ich fand diese Elemente sehr hilfreich und gut umgesetzt. Diese runden die Geschichte und das Werk im Gesamten sehr schön ab.
Fazit:
Eine gelungene und mitnehmende Reise und Fortsetzung der Geschichte.
Rezensionen von Reiseweise:
Schnell und einfach
Koch! Mich! Jetzt! von Leon Schreiber
Die diversen Rezepte in diesem Kochbuch sind schnell und einfach gemacht und sicherlich auch für die unerfahrensten Köchinnen und Köche ohne größere Schwierigkeiten erfolgreich zu meistern. Die einzelnen Kapitel sind in verschiedene Themenbereiche gegliedert, beispielsweise One-Pot-Gerichte, Bowls, Ofengerichte und so weiter.
Den Teil, der Fließtext ist und keine Rezepte enthält, liest sich in einem üblichen Kochbuch ja ehrlicherweise niemand durch, also schreibe ich dazu auch nichts. Aber zu den Rezepten sollte man folgendes wissen:
Ich habe knapp 15 davon ausprobiert, zehn davon waren wirklich lecker. Allerdings muss man darauf achten, bei jedem Rezept noch ein oder zwei Zutaten zu ergänzen. Sonst sind sie sehr einfach und meist sehr arm an Gemüse. Beim Handbrot z.B. ergänzt man einfach Pilze und Lauchzwiebeln, bei den Spätzle Kürbis oder einen Tomatensalat. Dann wird es erst richtig lecker!
Rezensionen von Claudia R.:
Atmosphärischer Einstieg
Windherz von Erik Kellen; Mira Valentin
Klappentext / Inhalt:
Der fesselnde Auftakt der gemeinsamen Fantasy-Saga von Bestsellerautor Erik Kellen und Kindle-Storyteller-Award-Gewinnerin Mira Valentin!
»Du selbst bist der Kompass, der dir die richtige Richtung weist. Höre nie auf zu suchen, dann wirst du gefunden werden.«
Kayden ist ein Nordmann und ein Jäger der Meere.
Niemand ist besser als er. Eines Tages aber erhält er einen ungewöhnlichen Auftrag.
Aira lebt als Prinzessin am Hofe von Jandor. Gesegnet und verflucht mit einer besonderen Gabe. Doch der Thron war nie für sie bestimmt.
Zwei Menschen, von denen mehr abhängt, als sie ahnen. In ihren Händen liegt das Schicksal einer ganzen Welt.
Cover:
Das Cover wirkt geheimnisvoll und spannend zugleich. Unterschiedliche Silhouetten sind hier angedeutet und bei genauerer Betrachtung entdeckt man immer mehr. Auch farblich ist es sehr schön umgesetzt. Die Blautöne haben etwas kaltes aber auch faszinierendes an sich und geben dem Ganzen eine gewisse Magie. Ich finde das Cover sehr gut gelungen und sehr schön umgesetzt.
Meinung:
Atmosphärischer und detailreicher Einstieg, in eine Saga, die einiges zu bieten hat. Abenteuer, Magie und eine Begegnung von der mehr abhängt, als man ahnt.
Kayden ist ein Nordmann und kennt die Meere besser als die meisten. Er ist eine besondere Persönlichkeit und kommt dem Ruf nach, den er sich lange aufgebaut hat. Aira ist Prinzessin und Erstgeborene von Jandor, doch der Thron war nie für sie bestimmt, denn durch ihre besondere Gabe wird sie eher gemieden. Ihre Gabe ist Segen und Fluch zugleich und dies bekommt sie deutlich zu spüren.
Inhaltlich möchte ich hier jedoch nicht zu viel verraten und halte mich mit inhaltlichen Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist bildlich und detailreich. Man merkt, dass sich viele Gedanken zu Hintergründen und zur Welt gemacht wurden. Die Welt ist komplex aufgebaut und erst nach und nach findet man mehr und mehr hinein. Die Figuren sind facettenreich angelegt und auch hier findet man mehr und mehr in diese hinein. Anfängliche Rückblenden vereinfachen den Zugang zu Geschehnissen und bringen mehr in Gedanken und Emotionen der Charaktere hinein. Durch detailreiche Erzählungen und Informationen am Beginn braucht es ein wenig um Fahrt aufzunehmen. Auch wirken die Charaktere am Anfang noch etwas blass, man bekommt aber mehr und mehr Zugang zu diesen. Auch die Zugänge und die Verbindung der beiden Hauptcharaktere geschieht erst relativ spät, so dass zu Beginn der Fokus auf den bisherigen Geschehnissen und Hintergründen der beiden Hauptcharaktere liegt und erst nach und nach mehr Abenteuer und Spannung aufgebaut wird.
Die einzelnen Kapitel sind teils recht lang und so ist der Einstieg und der Lesefluss am Anfang nicht ganz so kurzweilig, aber mehr und mehr wird man gefesselt und mitgenommen von der Geschichte. Die Anfänge sind gut erkennbar und auch die Sichtweisen, da zum Beginn der Name steht, aus dessen Sicht erzählt wird.
Die Beschreibungen sind bildlich und atmosphärisch und in die Welt und auch das Drumherum findet man sich sehr gut hinein und kann sich alles auch sehr gut vorstellen. Die Geschichte ist fantasievoll umgesetzt und auch das Magiesystem wird hier sehr gut erklärt und auch die Welt und die Hierarchien werden verständlich erklärt und man kann dem Gesamten sehr gut folgen.
Das Glossar ist kurz, aber ausreichend, dafür ist die Übersicht der handelnden Personen umfangreicher und gut erklärt und zudem auch hilfreich. Auch die Karte und das Seelenlied am Beginn haben mir sehr gut gefallen.
Gliederung und Gestaltung ist gut gelungen. Die Geschichte an sich fand ich klasse und fantasievoll, auch die Umsetzung und die Idee dahinter war toll. Welt und System sind gut durchdacht, umfangreich und kreativ umgesetzt. Alles in allem sehr unterhaltsam und eine gelungene Einstieg in diese Saga.
Fazit:
Atmosphärischer und detailreicher Einstieg, in eine Saga, die einiges zu bieten hat.
Rezensionen von gerlisch:
Cosy Romance im Herbstwind
Autumn Secrets von Sarah Fulmar
Autumn Secrets von Sarah Fulmar hat mich sofort mit seinem warmen Herbstflair abgeholt. Obwohl es der zweite Teil der St.-Ives‑Reihe ist, lässt sich die Geschichte problemlos ohne Vorwissen lesen. Der kleine Küstenort in Cornwall mit seinen Kürbisfeldern, Apfelplantagen und dem herzlichen Zusammenhalt der Bewohner schafft eine wunderbar gemütliche Stimmung, die perfekt zu einer Romance im Herbstwind passt.
Im Mittelpunkt stehen Penelope, eine junge Unternehmensberaterin, und Nathan, der grumpy Farmer und beste Freund ihres Bruders. Penelope trägt seit ihrer Jugend tiefe Gefühle für ihn in sich, gleichzeitig fürchtet sie, sich in einer Beziehung zu verlieren oder ständig zurückstecken zu müssen. Nathan wiederum kämpft mit eigenen Verletzungen aus der Vergangenheit, dem Altersunterschied und Penelopes Karriereambitionen. Beide bringen negative Beziehungserfahrungen mit, was ihre Annäherung glaubwürdig und emotional macht. Die Tropes Age Gap, Grumpy meets Sunshine und Small Town Vibes finde ich durchgehend präsent und stimmig umgesetzt.
Der Schreibstil ist angenehm und gut lesbar und die Handlungen konnte ich gut verfolgen. Dennoch fehlte mir an einigen Stellen der Pepp, der die Geschichte wirklich mitreißend gemacht hätte. Besonders in der Mitte wird die Handlung etwas langatmig, wodurch das Tempo kurz abfällt. Die Atmosphäre und das Setting fangen das jedoch zu einem großen Teil wieder auf, denn die herbstlichen Vibes und das Herzklopfen zwischen Penelope und Nathan bleiben durchgehend spürbar.
Trotz kleiner Schwächen hat mich St. Ives als Ort und seine Bewohner neugierig gemacht. Ich würde sehr gern erfahren, welche Geschichten die anderen Charaktere in den kommenden Bänden erleben werden, denn das Potenzial für weitere berührende Small‑Town‑Romances ist definitiv vorhanden.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Nichts für Zartbesaitete!
Der gefährlichste Ort von Maike Möller-Engemann
Der Titel dieses Krimis muss mit den Worten „für Frauen ist das eigene Heim“ vervollständigt werden, denn jeden 2. Tag wird in Deutschland eine Frau ermordet. Einfach, weil sie eben eine Frau ist. Auch in Österreich ist keine Insel der Seligen. Von Jänner bis heute (23.08.) sind im Jahr 2026 bereits 16 Frauen ermordet worden (2025: 29).
Das letzte Opfer ist ein achtjähriges Mädchen, der Täter sein Vater. Und damit sind wir bei den Tätern. Der ist nur äußerst selten der große Unbekannte, sondern vor allem Ehemann, Vater oder Bruder. Ebenso wenig ist der unbeleuchtete Parkplatz oder die dunkle Unterführung der Tatort. Nein, es sind die eigenen vier Wände.
Das Erschreckende an all diesen Frauenmorden ist, dass sie nicht aus heiterem Himmel kommen, sondern dass die Anzeichen von der Umgebung (und manchmal auch von den späteren Opfern) nicht richtig wahrgenommen, ja geflissentlich ignoriert werden. Im Nachhinein wollen es Angehörige, FreundInnen oder Nachbarn immer schon gewusst haben. Zudem werden Frauen, wenn sie sich aufraffen können, Anzeige zu erstatten, häufig nicht ernst genommen. Und wenn es doch zu einem Gerichtsverfahren kommt, versuchen die Anwälte der Täter alles, aber auch wirklich alles, die Glaubwürdigkeit der Opfer zu untergraben und schrecken dabei vor nichts zurück.
All das findet sich in diesem Krimi von Maike Möller-Engemann. In drastischen Bildern und Worten, die möglicherweise für Zartbesaitete kaum lesbar sein könnten, schildert die Autorin die Ereignisse ohne dabei voyeuristisch zu sein.
Am Beginn des Krimis steht ein eigenartiges Zusammentreffen, in dem ein Mann den Mord an seiner Frau gesteht, das Geständnis wenig später aber widerruft. Die einzige mögliche Tatzeugin, die gemeinsame neunjährige Tochter, ist spurlos verschwunden. Hat sie sich versteckt oder ist sie ebenfalls ermordet worden?
Diese Geschichte fesselt die Leser und ist gleichzeitig aber auch brutal und teilweise verstörend. Besonders erschreckend finde ich die Beschreibung der Realitätsnähe von häuslicher Gewalt, dem Umgang mit den betroffenen Frauen und Kindern, denen die Gesellschaft immer wieder einen vorhält, an der Situation selbst Schuld zu tragen. Zudem erschreckt der Umgang der Behörden und des Rechtssystems mit den Opfern. Hier in der sehr authentischen Fiktion treffen eine engagierte Kriminalbeamtin und eine ebensolche Staatsanwältin aufeinander, die alles daran setzen, Zeugen wie das Kind zu finden, um der Verteidigung den Wind aus den Segeln zu nehmen und den Täter zur Höchststrafe verurteilen zu können.
Fazit:
Diesem Krimi, der sich von der Masse der Kriminalromane durch seine beklemmende Authentizität abhebt, weshalb er nicht einfach zu lesen ist, gebe ich 5 Sterne.
Rezensionen von Philiene :
Das wahre Gesicht einer Stadt
Dirty Rome von Michael Sommer
Jeder kennt das schillernde Rom der Antike, seine Bekannten Persönlichkeiten, den Glanz der Stadt. Doch dieses Buch schaut auf eine ganz andere Srite. Es schaut hinter die Kulissen und zeigt die schmutzige Deite des Stadt. Oh ja der Autor geht mit uns an die stinkenden und dunklen Stellen der Stadt.
Er zeigt nicht nur den Dreck der Stadt sondern auch wie das Leben dort wirklich war. Wie schlecht due Menschen behandelt worden, die nicht im Glanz der Mächtigen standen. Sklave in Rom war sicher kein Zuckerschlecken und auch Frauen hatten es nicht leicht.
Dieses Buch zeigt Geschichte wie sie wirklich war, wie die Menschen lebten und wie die Stadt funktionierte. Ein beeindruckendes Bild der Zeit, schonungslos und ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen. Vielleicht war es manchmal etwas Schulbuch ähnlich aber so informativ und ehrlich das es sich einfach lohnt dieses Buch zu lesen.
Es gibt viele kurze Kapitel, das gefällt mir gut, da kann man immer gut ein Kapitel in einem Stück lesen. Auch ist es nicht zu wissenschaftlich und dadurch unverständlich.
Dazu kommen noch Illustrationen und Bilder, die das Buch perfekt ergänzen.
Wer sich für Geschichte interessiert und nicht nur das Lesen will was im Vordergrund steht ist hier genau richtig.
Rezensionen von Emmmbeee:
Hummerwelten auf Eagle Island
Hummerjahre von Beatrix Gerstberger
Obwohl ich bereits die „Hummerfrauen“ gelesen habe, bin ich in die Fortsetzung der Geschichte nur schwer hineingekommen. Julie, Mina, Ann und Judith mussten in den ersten Kapiteln neu vorgestellt werden, damit die Charaktere wieder vor mir auferstehen konnten. Bei den männlichen Figuren habe ich mir leichter getan, um die Personen wieder zu erkennen.
Der Beginn war also mühsam. Ein Personenregister wäre eine Erleichterung gewesen, zumal z. B. Ann nicht mehr lebt. Auch Carolyn blieb eine ganze Weile fremd für mich. Man sollte die beiden Bände also hintereinander lesen.
Doch danach fließt das Geschehen nur so dahin. Immer wieder Rückblicke, zumal was Ann betrifft, aber besser verständlich. Auf Ellis als einzigem Mann wird genauer eingegangen, was schade ist, denn gerade Sam, sein Leben, seine Entwicklung hätten mich sehr interessiert. Charmant und originell wirkt mittendrin Mr. Darcy im Geschehen mit.
Es geht um vergangene Schuld, schmerzhafte Verluste, Trauer, Zusammenhalt, Mut, aber auch um Durchsetzungskraft, Zugehörigkeit, Existenzkampf, Eigenständigkeit und vor allem um starke Frauen, die sich in einer schwierigen Welt gegen viele Widerstände behaupten können.
Das Narrativ ist sehr plastisch, sinnlich, atmosphärisch, man riecht fast die salzige Seeluft. Ich mag den Schreibstil von Beatrix Gerstberger, er hat mir das geschilderte Stück Land bzw. die Insel Eagle Island sofort nähergebracht, ja ich habe mich regelrecht ebenfalls dorthin gewünscht, aber nicht nur für zwei Urlaubswochen. Das Leben dort ist zwar mühsam, oft karg und nicht selten einsam für die Protagonisten, aber man kann sich bei den Inselbewohnern sehr aufgehoben fühlen.
Was selten ist: Der eigentliche Buchdeckel unter dem Schutzumschlag ist ebenso bedruckt wie das auf den ersten Blick sichtbare Cover, das hat mir sehr gefallen. Am Schluss gibt es eine Karte, auf der ich jedoch die Insel, um die es hauptsächlich geht, vermisst habe, weil sie nicht bezeichnet ist.
Ich hoffe schwer, dass die Autorin uns Leser bald mit weiteren Bänden beschenkt, mit Luca als neuer Haupt-Protagonistin. Das Buch schreit förmlich nach Band 3!











