Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gabiliest:
Reich, schön, tot
Léon und die Frau im blauen Kleid von Alexander Oetker
Der SPIEGEL Bestseller-Autor Alexander Oetker hat mit “Léon und die Frau im blauen Kleid” eine neue Krimireihe über Commissaire Léon de Cavallier und seine Kollegin Nadia Bentaleb begonnen. Schon das sonnige und einladende Cover führt nach Nizza in den Kreis der Reichen, Schönen und Gelangweilten.
Dort nimmt das Unheil seinen Lauf.
Die Leiche einer jungen Frau wird am Strand angespült. Kann die Frau von einem Schiff gefallen sein? Wurde sie gestoßen? Ist sie ertrunken? Léon und Nadia nehmen die Ermittlungen auf, die schnell in das Milieu der Superreichen, zwischen Nizza und Monaco, führen. Angeblich war kein Schiff unterwegs, aber kann man der Brigade maritime vertrauen? Ihr Leiter lebt weit über seine Verhältnisse. Letztlich stellt sich heraus, dass die Frau, eine Osteuropäerin, ermordet wurde. Drogen, Alkohol und sexueller Missbrauch lassen sich nachweisen. Cavallier und Bentaleb suchen nicht nur in illustren Kreisen nach Verdächtigen, sondern auch in der Banlieue von Nizza, in der eigene Gesetze herrschen. Zwei verschiedene Welten und zwei Ermittler, die aus diesen verschiedenen Welten kommen.
Commissaire Léon der Cavallier ist nicht nur Leiter der Brigade criminelle von Nizza, sondern auch adelig, anmaßend, arrogant, unfreundlich und beleidigend. Das Letzte, das er brauchen kann, ist eine Kollegin, die aus der schlimmsten Banlieue von Paris stammt und von Champagner keine Ahnung hat. Doch genau das ist Nadia Bentaleb, mit Migrationshintergrund und dunkler Hautfarbe. Sie hat schnell innerhalb der polizeilichen Hierarchie Karriere gemacht, denn sie hat in Paris spektakuläre Verbrechen aufgeklärt. Der Snob und die tätowierte Frau in der Lederjacke, Ferrari versus Kawasaki, kann das gut gehen?
Alexander Oetker führt in seinem Roman in eine Welt, in der Geld keine Rolle spielt, in der Beziehungen zählen und der schöne Schein unter allen Umständen gewahrt werden muss. Junge Menschen, die sich noch nie in ihrem Leben um ihr Fortkommen sorgen mussten, leben in einer Blase zwischen Party und Langeweile, die nur durch immer wildere Ausschweifungen Sinn ergibt. Junge Frauen dienen sich den reichen Männern an, mit ihnen kann man viel Spaß haben. Auch die Tote, Katarzyna, war auf einer Party, auf einem Schiff. Immer stärker deuten die Indizien auf den Söhne reicher Familien. In diesem Milieu hat Léon keine Hemmungen, seine Ermittlungen voranzutreiben. Allerdings braucht er auch Nadia, denn die Drogendealer leben in der Banlieue.
Vielleicht mag es erstaunen, dass Commissaire Cavallier in diese berüchtigte Banlieue mit seinem Ferrari fährt, gekleidet in einen maßgefertigten Smoking. Nur durch die Erfahrungen von Bentaleb in diesen Milieu bekommen die Kriminalisten Informationen, wobei Nadia illegale Verhörtaktiken anwendet. Cavallier wird als naiv und mit den Herausforderungen der Vorstadt absolut nicht vertraut dargestellt. Das ist verwunderlich, denn als Leiter der Brigade criminelle hat er sicher viel in dieser Gegend tun, da dort die Verbrechensrate besonders hoch ist. Inkompetenz würde ihn hier für seinen Job disqualifizieren. Zudem war Léon früher Soldat und an den Krisenherden der Welt als Kommandant im Einsatz. Planloses Vorgehen ist daher von ihm nicht zu erwarten. Hier hätte ich mir ein stringenteres und glaubwürdigeres Persönlichkeitsprofil von Léon gewünscht, auch wenn verständlich ist, dass der Autor Nadia Bentaleb eine Bühne bieten wollte.
“Léon und die Frau im blauen Kleid” ist ein spannender und gut geschriebener Kriminalroman, in dem die Unterschiede von Einkommen und Vermögen immer wieder, auch ironisch, thematisiert werden. Ebenso kommt das Flair an dieser wunderschönen französischen Küste nicht zu kurz. Am Ende des ersten Bandes dieser Reihe erweist sich, dass sowohl Léon wie Nadia ein Geheimnis haben und gegenseitige Hilfe benötigen werden. Doch dann fällt ein Schuss, soviel Blut! Ist Léon tot? Diese Frage beantwortet dieses gelungene Buch, das ich gerne empfehle.
Rezensionen von Ameland:
Ermittlungen bei den Reichen und Schönen
Léon und die Frau im blauen Kleid von Alexander Oetker
Ganz so idyllisch wie es auf dem Cover scheint oder wie es sich Nadia Bentaleb vielleicht bei ihrem Versetzungsgesuch vorgestellt hat, ist es an der Côte d’Azur nicht. Mitten während der Hochsaison wird eine Frauenleiche an den Strand von Nizza angespült.
Die Ermittlungen übernimmt der adlige Léon de Cavallier.
Ein überheblicher Snob, der seinesgleichen sucht, aber ganz selten zeigt er auch eine andere Seite. Einen krassen Gegensatz dazu bietet seine neue Partnerin Nadia Bentaleb. Sie stammt aus der ärmeren Bevölkerungsschicht einer Kleinstadt und kommt frisch aus der rauen Pariser Vorstadt. Mit Léon und Nadia prallen Welten auf einander und es dauert nicht lange bis zwischen ihnen die Funken fliegen. Er ist es nicht gewohnt, dass ihm jemand widerspricht und sie ist es gewohnt, kein Blatt vor den Mund zu nehmen. Daraus entwickeln sich für mich als Leser amüsante Dialoge und Situationen.
Bei den Ermittlungen lerne ich nicht nur einen größeren Abschnitt der atemberaubenden Küste im Süden Frankreichs kennen, sondern bin auch auf Stippvisite im Fürstentum Monaco. Auch wenn vielen Menschen das Leben der Schönen und Reichen mit Champagner und Austern erstrebenswert scheint, offenbart sich hier auch die Schattenseite desselben. Langeweile und Überdruss, immer auf der Suche nach einem neuen Kick und die Meinung sich alles erlauben zu dürfen, können ins Verderben führen.
Das gegensätzliche Duo hat sich in seinem ersten Einsatz bewährt und mich überzeugt. Gerne werde ich dieser Reihe weiter folgen.
Rezensionen von Lesender:
So manch ein Geheimnis liegt im Verborgenen
DARKROOMS von Rebecca Hannigan
Ein abgelegenes Dorf an der irischen Küste, umgeben von einem dichten Wald.
Ein verschwundenes Mädchen, deren Fall nach zwanzig Jahren noch nicht aufgeklärt ist.
Zwei traumatisierte Frauen, die nach all den Jahren wieder aufeinandertreffen und sich der Aufklärung stellen müssen.
Eine Dorfgemeinschaft deren Geheimnisse bis heute gut verborgen sind.
Dieser Thriller ist anders. Er ist verstörend, geheimnisvoll und düster. Wer hier sympathische Charaktere sucht, sucht vergebens. Nicht nur Caitlin und Deedee sind verstörend und haben mit den Dämonen der Vergangenheit zu kämpfen, auch die Dorfbewohner und einige Kollegen haben so ihre Macken.
Aber das tut der Geschichte keinent Abbruch, ganz im Gegenteil. Die Erzählperspektiven wechseln zwischen den beiden Frauen und führen auch ab und an in die Vergangenheit.
Direkt, ehrlich und spannend geht es durchs Geschehen. Eine ganz besondere Atmosphäre hüllt alles ein, macht es geheimnisvoll und beklemmend. Ich finde es perfekt und war von Anfang bis Ende gefesselt von diesem Buch!
Rezensionen von Michaela:
Mutige, kreative Frauen
Der Club der Unbeugsamen von Kathryn Stockett
In 'Der Club der Unbeugsamen' erzählt Kathryn Stockett die Geschichte von einer Hand mutiger Frauen im Mississippi der 1930er Jahre. Sie gehen ungewöhnliche Wege, um den Unwägbarkeiten der Zeit zu begegnen. Dabei wird in einer unglaublich lebendigen, bildhaften Sprache die Atmosphäre der Zeit beschrieben.
Mit all den Schwierigkeiten, welche die Weltwirtschaftskrise mit sich bringt, und dennoch viel Witz. Auch die einzelnen Personen werden facettenreich und vielschichtig beschrieben. Besonders ans Herz gewachsen sind mir hier natürlich Meg und Birdie, aber auch Charlie, Mrs. Tartt und sogar Frances. Es ist leicht, in das Werk einzutauchen und sich darin zu verlieren, wodurch die durchaus beachtlichen 848 zusammenschrumpfen. Ein großartiges Buch, welches kritische Themen behandelt und dennoch fast leicht daherkommt und mich als Leserin nicht in schwerer Stimmung zurücklässt.
Rezensionen von manu63:
Isabelle und Ethan
Tempted to Kiss You von Talina Leandro
Tempted to kiss you ist der erste Band der Love the Millionaire Reihe der Autorin Talina Leandro. Das Buch ist eine überarbeitete Neuauflage des Buches Kiss the Millionaire Band 01 Isabelle und Ethan mit gleichem Inhalt.
Die Autorin lässt in dieser Geschichte zwei Welten aufeinander prallen. Zum einen den vermögenden Ethan Taylor, der zusammen mit seinen beiden Brüdern das Familienunternehmen führt und zum anderen Isabelle, die nach einer missglückten Beziehung für ein Auslandssemester nach Australien geflüchtet ist.
Die Geschichte wird leicht und humorvoll erzählt. Dabei wechselt die Erzählperspektive zwischen Ethan und Isabelle und als Leser lernt man die Beweggründe der beiden kennen. Beide haben negative Erfahrungen gemacht, die ihnen nun immer wieder im Wege stehen. Wie sich die Geschichte letztendlich entwickelt hat mit gefallen und die Aussicht auf die Geschichte der beiden anderen Brüder verspricht Lesespaß. Die Autorin versteht es auch die Umgebung gut mit einzubeziehen und ich hatte den Eindruck Isabelle bei ihren Abenteuern zu begleiten.
Rezensionen von Amena25:
Bedrückend
Strandopfer Die Grenzfall Ostsee-Reihe von Frank Goldammer
Die junge deutsche Ermittlerin Lena Schulte wird an die Ostseeküste beordert – ein deutscher Tourist liegt tot am Strand bei Swinemünde. Zunächst wird ein Badeunfall vermutet, doch im Mund des Toten steckt ein großer Bernstein. Kurz darauf wird die zehnjährige Luisa als vermisst gemeldet, die offenbar mit dem Toten frühmorgens beim Baden war.
Wurde sie entführt? Lena Schulte zur Seite gestellt wird der polnische Kommissar Adam Krawczyk. Die Zusammenarbeit mit ihm gestaltet sich zunächst schwierig, da Krawczyk sehr verschlossen wirkt, Lena Schulte dagegen ziemliche Ressentiments den Polen gegenüber hat. Nach und nach erfährt der Leser, dass Lena Schulte in der Region nahe der Grenze zu Polen aufgewachsen ist und keine schönen Erinnerungen an Kindheit und Jugend dort hat.
Freunde und Angehörige des Toten und des verschwundenen Mädchens verhalten sich seltsam, alle scheinen etwas zu verbergen. Und bald gibt es eine weitere Leiche mit Bernstein im Rachen. Kann der lukrative Handel mit Bernstein Grund für die Taten sein?
Der Handlung ist spannend und bringt so manche überraschende Wendung. Allerdings ist die Atmosphäre auch sehr düster und bedrückend, also keine locker-flockige Strandlektüre für nebenher.
Rezensionen von Murksy:
Familie am Rande des Nervenzusammenbruchs
Verlorene Schäfchen von Madeline Cash
Nach den ersten Seiten der Geschichte will man die Familie Flynn dysfunktional nennen, was vielleicht eine Spur überzogen wäre. Aber Eltern, die sich auseinandergelebt haben, teilweise keinen Sinn mehr im Leben sehen, drei Töchter, die unterschiedlicher nicht sein könnten, deren Namen und Geburtstage vergessen werden.
..man sieht das Krisenpotential. Madeleine Cash zaubert aus diesem Familienchaos eine teilweise absurde, witzige, stellenweise überzogene Satire, die im Stil an große Vorbilder wie Irving erinnert. Jede Seite ist voll mit humorvollen, klug konstruierten Sätzen, ein Lesevergnügen vom Anfang bis zum wunderbaren Ende. Dieser chaotische Familienroman ist dabei aber keineswegs nur skurril und satirisch. Die Autorin zeigt dabei eine Lebensweisheit, die man mit ihrem jungen Alter kaum verbinden kann. Vielschichtig und genau blickt sie in die Gefühlswelt der Personen und unter der witzigen Oberfläche finden sich viele Erkenntnisse, die der Leser beim ehrlichen Betrachten auch in seinem Leben finden kann. Ein äußerst gelungener Familienroman, der auch das eine oder andere Klischee der amerikanischen Lebensverhältnisse aufgreift. Für aufmerksame Leser zeigt das Buch auch noch kleine Feinheiten. Das Cover zeigt sowohl die heile Welt, als auch die aufziehenden Gewitterwolken. Und ein kleines Pünktchen über dem c symbolisiert die kirchliche Fliegenplage, herrlich.
Ein Roman, der gut unterhält und uns allen zeigen sollte, das es immer eine Lösung gibt. Vielleicht keine einfache, vielleicht keine, die alle absolut zufriedenstellt, aber auf jeden Fall eine Lösung, nach der es wert ist, zu suchen.
Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Teilen, unterliegt dem Urheberrecht.
Rezensionen von Murksy:
Klassischer Horror
Komm spielen von Linwood Barclay
Die Geschichte, die so langsam und fast schon gemütlich beginnt, entpuppt sich bald als Horrorroman in der klassischen Stephen-King-Art. Dieser Autor wird im Buch nicht nur zitiert, sondern er durfte auch die Vorabversion des Romans begutachten, wie Linwood Barclay in seiner Danksagung erwähnt.
In Teilen erinnert die Handlung und Machart tatsächlich an Needful things. Die Schockmomente des Buches sind perfekt gesetzt, verzichten auf blutige Höhepunkte, treffen durch ihre Platzierung aber perfekt den Nerv des Horrorfans. Alle, die das Buch gelesen haben und einen Thriller oder Krimi erwartet haben, hätten sich vielleicht vorher schlau machen sollen. Der Autor beschreibt genau wie sein Vorbild präzise die kleine, amerikanische Stadt und das schleichende Grauen, das sie befällt. Geschickt und klug wird ein Netz gesponnen, aus dem es weder für den Leser noch die Figuren des Buches ein Entrinnen gibt. So muss ein Horrorroman aufgebaut sein. Sich langsam steigernd, raffiniert geschrieben und immer mit dem Grundrauschen des Bösen, das man erwartet, das einen dann aber doch eiskalt erwischt. Übersetzung und Machart des Buches sind einwandfrei, es gibt keinerlei Druckfehler oder Logiklücken. Einzig mit der Umwandlung des Titels von whistle in Komm spielen muss man sich etwas anfreunden, doch beide passen letztendlich zum Konzept und der Hauptidee des Buches. Wer King und Co. liebt, findet hier neues Lesefutter. Wer dazu noch Fan von Modelleisenbahnen ist, hat doppelt so viel Vergnügen, versprochen.
Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen unterliegt dem Urheberrecht.
Rezensionen von JD:
Eine Straße voller Menschen
Die Straße von Robert Seethaler
Das Cover von "Die Straße" hat mir gut gefallen- schlicht und dennoch passend zum Inhalt des Buches. Im Grunde geht es nämlich um viele Menschen, von deren Leben man als Leser einen kleinen Einblick bekommt. Immer nur in kurzen Sequenzen und man muss tatsächlich sehr aufmerksam lesen, um alles aufnehmen zu können.
Ich finde es schön, dass man einiges aus dem Alltag von einfachen Menschen erfährt, jedoch finde ich es sehr schade, dass die Figuren mir nicht sonderlich ans Herz wachsen konnten. Sie bleiben für mich alle relativ farblos und unscheinbar. Die Sprache des Autors gefällt mir, ich finde sie allerdings nicht immer leicht zu lesen. Alles in allem war das Buch ein netter Zeitvertreib, aber keins, dass ich uneingeschränkt weiterempfehlen kann. Eher für richtige Fans von Robert Seethaler geeignet. Von mir gibt es daher 3 von 5 Sternen.
Rezensionen von brauneye29:
Emotionale Geschichte
Fünf Tage im Licht von Rhiannon Lucy Cosslett
Zum Inhalt:
Malerin Sophie verbringt mit drei Freundinnen den Sommer auf Sifnos. Da eine von ihnen bald heiraten wird, ist es das letzte Mal, dass sie gemeinsam und unverheiratet Zeit miteinander verbringen können, Sophie genießt die Auszeit, denn ihr Freund setzt sie mit seinem Kinderwunsch unter Druck.
Als sie Ky begegnet, beginnen die beiden eine leidenschaftliche Affäre. Zudem arbeitet sie an einem Aktportrait ihrer Freundin Alessia, doch es entstehen immer mehr Unstimmigkeiten.
Meine Meinung:
Ja, es gibt die Momente, die auf einmal alles in Frage stellen, was einem zuvor noch als logisch und richtig erschien. So ergeht im Grunde Sophie, die sich durch den Kinderwunsch ihres Partners sehr unter Druck fühlt. Als sie dann den sympathischen Griechen kennenlernt, ist endlich wieder etwas Leichtigkeit da, aber noch mehr Unsicherheit zu dem, was vorher war. Auch ihre Unstimmigkeiten mit Freundin Alessia machen das Ganze nicht besser. Was ich durchaus interessant fand, war dass immer wieder auch die Rede von anderen Künstlerinnen und ihren Gemälden, das hatte schon was besonderes. Ich hatte die Hörbuchversion, die ich auch gut gelesen fand. Das Buch ist emotional geschrieben und hinterfragt so manches, dass sich sicher nicht nur die Protagonistin gefragt hat.
Fazit:
Emotionale Geschichte










