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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von beavielleser :

Radio als Balsam für die Seele

Wellenlänge von Wolfgang Böhm

Das Cover des Buches spricht mich leider nicht an und deshalb hätte ich nie danach gegriffen. Erst die Kommentare im Forum haben mich darauf aufmerksam gemacht und darüber bin ich jetzt sehr froh.

Zum Inhalt:
Felix ist 11 Jahre und wächst während der Kriegsjahre bei seinem Vater auf.

Er liebt es Radio zu hören, vorallem Sender, die bei den Nazis als Feindsender gelten. Die Moderatorin Eva Seeger hat es ihm besonders angetan. Egal wohin es ihn die nächsten Jahre verschlägt, immer ist er auf der Suche nach ihrer Stimme im Radio. Oft muss er lange warten bis er sie wieder hören kann, denn Eva Seeger flüchtet von Luxemburg nach New York, später geht sie nach London und nach Kriegsende kehrt sie wieder nach Luxemburg zurück.

Eindrücklich erzählt Wolfgang Böhm die Geschichte von Felix und Eva und wie die Nazis auf die öffentliche Meinung Einfluss genommen haben. Auch die Judenverfolgung und der Umgang mit Homosexualität kommt zur Sprache. Es ist ihm sehr gut gelungen eine fiktive Geschichte mit Zeitgeschehen zu verknüpfen.

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Eine etwas andere Zugfahrt

Die Mitternachtsreise von Matt Haig

Wilbur stirbt mit 82 Jahren, oder doch nicht?
Statt einfach von der Welt zu verschwinden, wartet ein Zug auf ihn mit dem er sein Leben noch einmal erlebt. Dabei sieht er wo und wann er in seinem Leben entscheidende Fehler begangen hat. Und dann beschließt er sein junge Version auf die Reise im Mitternachtszug mitzunehmen, obwohl das eigentlich strengstens verboten ist.

Ein angenehmes, ruhiges Buch, das nachdenklich macht und Hoffnung gibt.

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Valerie Perrin schreibt einfach toll

Violette von Valérie Perrin

Violette ist Friedhofswächterin und lebt als solche in einem kleinen Häuschen auf dem Friedhof mit einem wunderschönen Garten, dem ihre ganze Liebe gilt. Sie ist eine bescheidene Frau und scheint mit ihrem Leben zufrieden zu sein. Über ihre Vergangenheit spricht sie nie, obwohl sie viel zu erzählen hätte.

Sie wuchs in Pflegefamilien auf, verliebte sich in einen schönen Mann, heiratete diesen und bekam eine Tochter. Aber das Leben meinte es nicht gut mit ihr. Trotzdem ist sie nicht verbittert, sondern jedem gegenüber freundlich und hilfsbereit.

Was als nette Geschichte über eine sympathische Friedhofswärterin beginnt, wird immer spannender und ist sehr tiefsinnig und gefühlvoll geschrieben. Viele Sätze habe ich mir markiert, so gut haben sie mir gefallen.

Valerie Perrin hat es wieder geschafft einen sehr vielschichtigen Roman zu schreiben, mit vielen interessanten Figuren, deren Geschichten miteinander verwoben sind. Und obwohl es zwischen den Personen und den Zeiten immer hin und her geht, verliert man nie den Überblick und am Ende gibt es keine offenen Fragen.

Nach "Tata" ist das mein zweiter Roman von Valerie Perrin und sie ist definitiv eine meiner Lieblingsautorinnen.

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Momentaufnahmen

Ein ganz normales Wunder von Woody Brown

Woody Brown ist ein nicht sprechender Autist. In seinem Buch zeigt er uns wie das Leben als solcher ist und welche großen Herausforderungen man zu bewältigen hat.

Durch seinen Roman bekommen wir einen kleinen Einblick, wie es in ihm und seinen Freunden aussieht, welche Gedanken, Sehnsüchte und Ängste sie haben.

Auch die Betreuer erhalten eine Stimme und es hat mich beeindruckt wie manche versuchen eine richtige Beziehung zu ihren Schützlinge aufzubauen, um ihre Bedürfnisse zu erkennen.

Das Buch hat keine zusammenhängende Handlung, vielmehr sind es Momentaufnahmen aus dem Leben der Behinderten und ihrer Betreuer, die sich in der Tageseinrichtung Upward-Bound begegnen.

Mir blieben die Figuren in diesem Buch leider fremd. Ich konnte keine Beziehung zu Ihnen aufbauen. In dieser Hinsicht hatte ich mir von dem Buch mehr erwartet.
Der Schluss jedoch hat mich erschüttert.

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Traurig, aber schön

Zwischen Himmel und hier von Cassandra Brunstedt

Majlis lebt nach dem Tod ihres Mannes alleine in Norrland. Ihre Tochter Ronja im 500 km entfernten Stockholm.
Als Ronja sich von ihrem Mann trennt und mit einem Neugeborenen alleine in Stockholm sitzt, fährt Majlis zu ihr.
Was Ronja nicht weiß, ihre Mutter hat ALS und das Sterbedatum steht schon fest.

Ein trauriges, aber auch ein schönes Buch. Mir ging es zwar manchmal ein bisschen zu glatt, deshalb nur 4 Sterne, aber ich kann es trotzdem wärmstens empfehlen.

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Hut ab vor Michelle

Die zweitgrößte Liebe von Ruth-Maria Thomas

Michelle hatte einen kleinen Schmuckladen und damit ihr Auskommen. Dann kam Corona und sie musste ihre einzige Angestellte entlassen und den Laden schließen. Was ihr blieb, war ein Berg aus Schulden.

Sie zieht von der Kleinstadt in die Großstadt, weil sie dort dort einen Job als Rezeptionistin bekommt.

Sie lebt in einer winzigen Dachgeschosswohnung und hat am Monatsende kaum noch Geld, da sie auch noch einen Berg Schulden abbezahlen muss. Aber sie hat schon als Kind gelernt mit wenig auszukommen und kommt klar.

Eines Abends nach ihrer Arbeit trifft sie Henry. Die beiden kommen sich näher, verlieben sich. Michelle bekommt erst nach und nach mit, wieviel Geld Henry hat. Sie zieht zu ihm und versucht sich in sein Leben einzugewöhnen.

In jeder Zeile spürt man, wie schwierig es für Michelle ist sich in diesen Luxus einzuleben. Henry versteht nicht, warum sie ein Problem hat Geld und Geschenke von ihm anzunehmen und wie schuldig sie sich deshalb fühlt.
"Je sorgenfreier ihr Alltag wurde, desto mehr sah sie, wie sorgenvoller der Alltag anderer war." (Seite 212)

Zum Ende hin, saß ich mit offenen Mund da und konnte über Henry nur den Kopf schütteln. Für Michelle gibt es von mir ein Daumen hoch.

Ein tolles Buch!

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Jahreshighlight

Solange der Fluss wartet von Wally Lamb

Ich bin von diesem Buch begeistert.
Es ist ein sehr emotionales und berührendes Buch. Alle Gefühle waren nachvollziehbar ohne dass es kitschig wurde. Nicht immer einfach zu ertragen.
Am Anfang des Buches wollte ich Corby am liebsten schütteln, um ihn zur Vernunft zu bringen. Doch im weiteren Verlauf der Geschichte, gab es viele Situationen, wo ich ihn gerne in den Arm genommen hätte.

Ich habe Corby dafür bewundert, wie er es geschafft hat im Gefängnis klar zu kommen, wie er anderen Häftlingen geholfen hat und wie er alles erduldet hat, ohne sein Ziel aus den Augen zu verlieren.
Ich habe mitgefiebert, ob er es schafft nach dem Gefängnis in der Freiheit Fuss zu fassen. Und zum Schluss konnte ich die Tränen nicht zurückhalten.
Dieses Buch wird mich nicht so schnell loslassen.

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Konnte mich nicht richtig fesseln

Der Prätorianer von Tobias Bukkehave

Das Ermittlerduo Sarah Levin und Janus West müssen sich mit einem brutalen Serientäter beschäftigen.
Er inszeniert seine Opfer regelrecht, scheint dabei aber zu unterscheiden, ob er vor der jeweiligen Person Respekt hatte oder nicht.
Unterstützung bekommen die beiden von Adam, Sarahs Bruder, der neu zum Team stößt.

Eine entscheidende Wendung bringt ein Hinweis von Sarahs Vater, der im Gefängnis sitzt und als verurteilter Mörder gilt.

Der Thriller hat zwei Handlungsstränge. Zum einem die Jagd nach dem Serientäter. Zum anderen das gestörte Verhältnis von Sarah und Adam zu ihrem Vater.

Als Auftakt zu einer neuen Serie, ist der Thriller zwar flüssig geschrieben, konnte mich aber nicht gänzlich überzeugen. Die Ermittlungen gingen schleppend voran und der Täter wurde dann durch einen Zufall gefunden. Ich konnte auch mit den Protagonisten nicht so richtig warm werden.

Das Cover gefällt mir zwar, ich konnte aber keinen Zusammenhang zu dem Thriller herstellen.

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Eher was für junge Leute

Koch! Mich! Jetzt! von Leon Schreiber


Koch! Mich! Jetzt! Ist eher was für junge Leute. Dafür spricht schon mal, das am Anfang des Kochbuchs darauf hingewiesen wird welche Basics in der Küche vorhanden sein sollten.

Die Rezepte sind einfach erklärt und schnell zuzubereiten. Gut gefällt mir, dass die meisten Rezepte ohne Fleisch (nur Hühnchen) auskommen.

Ich habe für mich 16 Rezepte gefunden, die ich ausprobieren will. Hauptsächlich bei den Pastagerichten.

Was mir nicht gefällt sind die Zutaten aus dem Kühlregal. Mir schmecken die einfach nicht. Aber klar, mit denen geht es einfacher und schneller.

Manche Rezepte enthalten auch Zutaten von denen ich noch nichts gehört habe, z.B. Orzo, Panko, Udon-Nudeln, Gochujang. Das liegt aber vielleicht an mir.

Fazit: Ein modernes Kochbuch mit einfachen Gerichten, die schnell und preiswert zubereitet werden können.

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Hat mir sehr gut gefallen

Querfeldein von Alex Capus

Arnold hat ein rastlos Leben geführt. Nie blieb er länger als 100 Tage an einem Ort oder bei einer Arbeitstelle. Dies ging zwölf Jahre so. Als er dann durch einen Glücksfall zu viel Geld kommt, kauft er günstig ein Grundstück und lässt darauf einen Gasthof erbauen. Dieser Gasthof liegt in der Schweiz an der Grenze zu Deutschland und wird zu seiner Herzensangelegenheit.

Er hat klare Pläne für die Zukunft. Dazu gehörte es auch eine Frau zu finden und so wartete er geduldig bis die Richtige zu ihm kommen würde, denn selbst auf die Suche macht er sich nicht. Als es dann so weit ist, heiraten die beiden schnell und bekommen acht Kinder.

Das einzige Kind von dem man mehr erfährt, ist die schräge Clara. Sie hat ihren eigenen Kopf. Als sie sich dann in einen Schmuggler verliebt und es zum Konflikt mit den Nazis kommt, hält das ganze Dorf zusammen. Wie die Behörden dann einknicken, hat mich sehr schmunzeln lassen.

Ein ruhiger Roman, der durch seine schöne Sprache besticht. Die besonderen, etwas skurrilen Menschen beleben die Geschichte und machen sie zu etwas besonderem.

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