Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Katja K.:
Ganz süß, konnte mich aber nicht richtig fesseln
The French Escape - Love & Lavender, Band 1 von Sarah Fleury
Dieses Buch ist auf jeden Fall eine nette und leichte Urlaubslektüre für zwischendurch. Das Setting an der Côte d'Azur ist herrlich, die Gerüche und die typische Atmosphäre in der Provence werden gut transportiert. Dadurch hat es für mich eine angenehme Leichtigkeit verströmt und mich an meine Urlaube in der Provence erinnert.
Auch die Charaktere fand ich sehr liebevoll gezeichnet und die Ausgangsidee der Geschichte ganz spannend. Allerdings hatte ich zum einen ein bisschen Probleme mit dem Schreibstil, da mir in den Dialogen und auch in den Grübeleien der Charaktere zu viele Fragen hintereinander vorkamen, die mir unnatürlich erschienen und mich aus dem Lesefluss gerissen haben. Auch waren die Rückblicke zwar interessant, aber wirkten immer etwas willkürlich eingestreut. Zum anderen konnte ich die Emotionen bei den ernsten Themen irgendwie nicht richtig spüren, so dass es zum Ende hin für mich auch etwas langatmig wurde.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass zu viele Themen in diese Story gepackt werden sollten: die Berufe und Leidenschaften der Charaktere, ihre Persönlichkeitseigenschaften, ihre Vergangenheit und ihre Kämpfe damit, ein wenig Spannung um ein Familiengeheimnis und dann natürlich noch das Setting in der Provence,... Dadurch konnte nichts so richtig tief bearbeitet werden.
Mein Fazit: Eine nette Lektüre für zwischendurch, die das Provence-Feeling wunderbar vermittelt und auch liebenswerte Charaktere bietet, mich aber emotional nicht richtig fesseln konnte.
Rezensionen von peedee:
Die Spannung hat lange auf sich warten lassen
Bachelorette Party von Camilla Sten
Anneliese hat zu einem Junggesellinnenabschied auf eine abgelegene Schäreninsel eingeladen: ein Wellness-Wochenende unter Freundinnen. Alles könnte so schön sein, doch für Podcasterin Tessa ist es ein Auf und Ab der Gefühle, da dort vor zehn Jahren vier Frauen spurlos verschwanden. Sie möchte gerne herausfinden, was aus den Frauen geworden ist.
Ob ihr das gelingt? Die einzige Verbindung zum Festland ist ein Festnetztelefon und ein Boot an der Anlegestelle. Als letzteres im offenen Meer treibt und eine Teilnehmerin tot aufgefunden wird, fängt der Alptraum erst an…
Erster Eindruck: Das Cover gefällt mir gut; es passt sehr gut zum Buchtitel. Ich mag es jedoch nicht, dass deutsche Bücher englische Titel haben; immerhin ist noch ein deutscher Untertitel dabei.
Die Geschichte wird auf mehreren Zeitebenen erzählt, beginnend mit dem Prolog im Jahr 2012: Vier Frauen, die sich Freundinnen nennen, treffen sich einmal jährlich, haben aber eigentlich wenig bis gar nichts miteinander gemein. Und bei jenem letzten Treffen kommt es zur Tragödie…
Zehn Jahre später, 2022: Tessa muss/soll auf die Junggesellinnenabschiedsparty mit. Sie geht nur aus einem Grund mit: Die Party findet auf Isle Blind statt, wo sie seit Jahren schon hinwollte, aber nicht konnte, da sie im Privatbesitz ist. Ihre Faszination für True Crime ist interessant. Sie meint, wenn sie mehr über den alten Fall der „Verschwundenen von Nacka“ wüsste, könnte sie sich davor schützen, selbst in eine solche Lage zu kommen. Ach ja? Die Frauen rund um Anneliese nennen sich ebenfalls Freundinnen, aber haben sich eigentlich auch nicht viel zu sagen. Rasch drängten sich bei mir sehr viele Fragen auf, die aber erst sehr spät und dann auch nur teilweise beantwortet wurden.
„Ich möchte mich zusammenrollen, die Augen schliessen und weinen. Ich möchte hier sitzen, im Schatten der Bäume, bis jemand kommt, um mich zu holen. Jemand, der alles in Ordnung bringt. Ein richtiger Erwachsener. Jemand, der weiss, was zu tun ist.“
Ich bin im wahren Leben kein Fan von grossen Partys und/oder Junggesellinnenabschieden. Aber eine schöne Location mit Blick auf das Meer ist grundsätzlich schon schön, dazu gute Gespräche, delikates Essen, bitte keine Partyspiele und Alkohol auch nur in kleinen Dosen. Tja, wie gesagt, ich bin kein Fan von solchen häufig ausufernden Festivitäten. Aber lesetechnisch bin ich auf jeden Fall dabei. Ich fühlte mich weder in dieser Frauengruppe noch auf der Insel wohl. Ich fand es übrigens nicht passend, einerseits ein Yoga-Retreat zu machen, aufs vertiefte Atmen zu achten, vegan zu essen, Digital Detox etc., aber andererseits Alkohol in Strömen zu konsumieren.
Für mich war es das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten. Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, doch bis zur Hälfte fehlte mir die Spannung (es gab wohl unterschwellig eine unangenehme Stimmung), dann kam sie endlich. Aufgrund der für mich besseren zweiten Hälfte vergebe ich 4 Sterne.
Rezensionen von Pusteblümchen:
Eine Familiengeschichte mit Tiefe
Unerwünschte Töchter von Miriam Carbe
Ich lese sehr gerne Familiengeschichten, jede hat etwas Besonderes und gibt Einblicke in familiäre Bereiche, die ansonsten im Verborgenen bleiben.
In diesem Roman geht es um Margarethe, Marianne, Monika und Miriam. Die Protagonistinnen stammen aus vier Generationen.
1912 ließ die Urgroßmutter der Autorin einen Kirschholzschrank anfertigen.
Dieser machte jeden Umzug mit und wurde von Generation zu Generation weitergegeben. Obwohl Miriam ihn zunächst nicht bei sich haben wollte, entschied sie sich dann doch anders. Zum Glück, denn dieser hatte für jede der Frauen eine andere Bedeutung und die Autorin entschied sich dafür in ihm die Tagebücher ihrer Urgroßmutter, Großmutter und Mutter aufzubewahren, die ihr als Grundlage für diesen Roman dienten.
Die Frauen ihrer Familie haben zwei Weltkriege erlebt und sie selbst wurde als schwarzes Kind in eine weiße Familie hineingeboren. Zur damaligen Zeit war das keine einfache Situation. Überhaupt hatten die Frauen kein leichtes Leben und es wird deutlich wie sehr es sie direkt und indirekt geprägt hat. Dadurch entsteht auch eine Menge Konfliktmaterial.
Die Autorin thematisiert so ziemlich alles, was in das damalige Zeitgeschehen passt, egal ob politisch, gesellschaftlich oder kulturell. Dadurch wird der Roman sehr vielschichtig, fordert aber auch beim Lesen. Wer anspruchsvolle Familiensagas mag, könnte an dem Buch gefallen finden.
Rezensionen von Igela:
War es das?
Mit anderen Augen von Jane Tara
Nach der Scheidung ist die 52-jährige Tilda Finch eigentlich glücklich und zufrieden mit ihrem Leben. Sie ist Mutter von erwachsenen Zwillingstöchtern und leitet erfolgreich ein Unternehmen.
Eines Morgens bemerkt sie, dass der kleine Finger ihrer rechten Hand fehlt. Beim Besuch bei ihrer Ärztin erhält sie die Diagnose "Unsichtbarkeit".
Unheilbar und nicht ausgeschlossen, dass noch andere Körperteile verschwinden. Was physisch bei ihr fortschreitet, hat Tilda auch psychisch schon seit einiger Zeit bemerkt.
Nun ist es an der Zeit sich gegen die Unsichtbarkeit zu stemmen.
Morbus invisibilis: ein Phänomen, das vor allem Frauen in der Lebensmitte trifft. Sie werden von ihrer Umgebung übersehen und ignoriert. Diese Besonderheit gibt es auch im realen Leben. Hier in diesem Buch hat die Autorin noch körperliche Unsichtbarkeit dazu gedichtet.
Protagonistin Tilda verschwindet langsam aber sicher. Sie nimmt deshalb auch an einer Selbsthilfegruppe teil, in der einige Mitglieder nicht oder kaum noch sichtbar sind. Damit ist der Plot leicht skurril. Körperteile, die verschwinden, sind völlig aus der Luft gegriffen. Das hat mich seltsamerweise gar nicht gestört.
Hinter dem Ganzen steckt eine Krise, die Frauen in der Lebensmitte häufig trifft. Die Kinder sind aus dem Haus, die Frauen beruflich angekommen und in einem wertvollen Freundeskreis integriert.
War es das?
Eine Frage, die sie sich trotzdem stellen. Auch Tilda gehört dazu und sie stellt einiges an, um sichtbar zu werden. Sie wendet sich an ihre Ärztin und eine Psychoanalytikerin, sucht Rat bei ihren besten Freundinnen Leith und Ali, besucht ein Meditations Retreat und öffnet sich für eine neue Liebe. Per Zufall lernt sich nämlich einen Mann kennen. Patrick ist blind und nimmt die Makel an Tilda dadurch nicht wahr. Romantisch und sehr schön sind diese Passagen und entschädigen für die trockenen und esoterischen Teile der Selbstfindung Tildas, die für mich einen zu grossen Teil einnehmen.
Die Autorin lässt immer wieder einen leichten Humor durchblitzen, vernachlässigt jedoch nicht die tiefgründigen Passagen. Sehr schön die Lebensweisheiten von bekannten Persönlichkeiten, sowie fiktiven Figuren bei Beginn der Kapitel.
"Mit anderen Augen" ist ein Roman mit einem Hauch Romantik, einem Teil guter Freundschaften, Familienbande und ganz viel Selbstfindungsgedanken.
Rezensionen von Julia:
Diese Geschichte ist … pur, ehrlich, schmerzhaft und echt. Und damit so authentisch und laut wie kaum eine andere.
Where Wildflowers Rise von Liv Hover
Sie zeigt, dass das Leben nicht annähernd perfekt ist, dass auch Menschen nicht perfekt sind - aber inmitten von all dem Chaos und der Unvollkommenheit finden wir immer wieder Orte, an denen Wildblumen entstehen ????????
im Shop ansehen weitere Rezensionen von JuliaRezensionen von saskia13120:
Thrillerhighlight in isländischer Kulisse
Schlafende Vulkane von Michael Hjorth; Bjarni Thorsson
Schlafende Vulkane war für mich ein Highlight in diesem Jahr. Lange habe ich kein Buch mehr gelesen, welches von Anfang bis Ende so durchgehend spannend war.
In einem Reitstall auf Island wird eine tote und nackte Frau gefunden. Helga, welche neu in der Abteilung für Gewaltverbrechen bei der isländischen Polizei ist, bekommt die Ermittlungen zugewiesen.
Da der Sohn der verstorbenen mutmaßlich vor dem Täter ins Hochland geflüchtet ist und sich jetzt dort versteckt, wird Bjarki hinzugezogen, der eigentlich bei der Verkehrspolizei ist. Da er sich aber auch im Hochland auskennt wie kein anderer müssen er und Helga sich zusammentun, um den Jungen möglichst schnell zu finden.
Helga und Bjarki sind also das Ermittlerteam in dieser neuen Island-Thriller-Reihe. Ich konnte zu Bjarki bis jetzt irgendwie besser eine Verbindung aufbauen, da ich das Gefühl hatte ihn besser einschätzen zu können. Helga ist mir irgendwie noch etwas fremd geblieben, aber ich hoffe dass die Hintergrundgeschichten der Beiden in den kommenden Bänden noch etwas näher ausgeführt werden.
Mir haben bei diesem Buch die kurzen Kapitel und die vielen verschiedenen Erzählperspektiven aus Sicht der verschiedenen Ermittler sehr gut gefallen. Da auch ein paar Kapitel aus der Sicht des Täters geschrieben sind hat man oft das Gefühl dass die Ermittler dem Täter super dicht auf der Spur sind aber ihm dennoch nicht zu fassen bekommen was den Spannungsbogen nochmal sehr intensiviert.
Am Ende gab es einen gelungenen Showdown der die Spannung bis zur letzte Seite aufrecht erhalten hat und diese eine letzte Szene, die einen, was die persönliche Entwicklung gewisser Charaktere angeht, neugierig zurücklässt.
Ich freue mich schon sehr auf den nächsten Band def Reihe und kann dieses Buch allen Thrillerfans empfehlen, die gerne hinter menschliche Abgründe blicken und einen hochgehaltenen Spannungsbogen zu schätzen wissen!
Rezensionen von Claudia R.:
Mitmachbuch
In einem Häuschen krumm und klein von Frau Mintipaz
Klappentext / Inhalt:
Auf einer abgeschiedenen Insel steht ein kleines krummes Häuschen. Der Bewohner lebt dort schon lange allein, bis eines Tages eine kleine Maus bei ihm einzieht.
Ein lustiges Mitmachbuch ab 2 Jahren.
Cover:
Das Cover ist bunt und farbenfroh umgesetzt. Das Häuschen auf einer Insel ist sehr besonders und ganz anders als normal.
Es ist kaum und schief und hat viele unterschiedliche bunte, kleine und große Fenster und Türen und sieht sehr besonders und einzigartig aus. Das Cover ist sehr schön um gesetzt und man kann hier bereits viel entdecken.
Meinung:
Ein wundervolles Mitmachbuch für die Kleinsten ab 2 Jahren. Hier gibt es viel zu entdecken und zu erleben. Die kleine Maus zieht in ein krummes Haus, wer da wohl wohnt und was es da zu entdecken gibt, könnt ihr gemeinsam mit der Maus herausfinden.
Auch wenn es hier als Gute-Nacht Geschichte angepriesen wird, so ist diese zu jeder Zeit sehr erheiternd und lässt sich super zwischendurch lesen.
Inhaltlich möchte ich hier gar nicht zu viel verraten und halte mich mit inhaltlichen Aspekten zurück.
Die kurzen Reime sind gut verständlich und neben der kurzen Geschichte gibt es auch immer wieder Aufforderungen zum mitmachen oder nachdenken. So wird hier manchmal etwas gesucht, oder man soll etwas tun, damit es weiter voran geht. Dieser Mitmach-Effekt sorgt für Unterhaltung und Beschäftigung und bringt die Kleinen in die Geschichte hinein.
Das Pappbuch ist von guter Qualität und aus robuster Pappe, welche den kleinen Kinderhänden gut Stand hält. Die einzelnen Seiten sind verstärkt und die Pappseiten lassen sich gut händeln.
Die Geschichte ist liebevoll und liebenswert umgesetzt. Die bunten Illustrationen sind sehr schön gezeichnet und detailreich umgesetzt. Auf jeder Seite gibt es viel zu entdecken. Die Zeichnungen sind sehr schön umgesetzt und die Bilder geben das Gelesene sehr gut wieder.
Die kurzen Reime sind gut verständlich und die Aufforderungen und Mitmachaktionen sind toll gewählt. Das Buch eignet sich gut für Mädchen und Jungen ab 2 Jahren. Diese können hier viel entdecken und erleben.
Fazit:
Ein wundervolles Mitmachbuch für die Kleinsten ab 2 Jahren.
Rezensionen von Lilli33:
Tolles Gaunerstück
Die Queen von Mayfair von Alex Hay
Tolles Gaunerstück
Inhalt:
London, 1898. Quinn ist die amtierende Queen of Fives, die mit ihren Helfern im Château residiert, das seinem Namen leider nicht wirklich Ehre macht. Sie halten sich mit Betrügereien in großem Stil über Wasser. Als neues Opfer wurde der Herzog Lord Kendal auserkoren.
Ziel ist es, in nur fünf Tagen eine Hochzeit zwischen ihm und Quinn zu erreichen. Es sind fünf turbulente Tage, denn natürlich gibt es einerseits viel zu tun, andererseits läuft nicht alles wie geplant. Im Hintergrund spinnt jemand seine eigenen Intrigen …
Meine Meinung:
Eigentlich mag ich historische Romane überhaupt nicht, doch schon Alex Hays Debütroman „Mayfair House“ hat mich gereizt und schließlich auch überzeugt. Auch die Leseprobe von „Die Queen von Mayfair“ hat mir direkt Lust darauf gemacht, das ganze Buch zu lesen. Und wieder wurde ich nicht enttäuscht. Ich wurde super unterhalten und habe den Roman in kürzester Zeit verschlungen.
Auch wenn mir nicht hundertprozentig klar wurde, was genau es mit dem Château und seinen Bewohnern ursprünglich auf sich hat, konnte ich mir dank der detailreichen Beschreibungen alles gut vorstellen. Mein Kopfkino spulte fortwährend den Film ab. Ich sah die eleganten Kleider der Adligen (und Quinn in Verkleidung), die wundgescheuerten Hände der Bediensteten, den Dreck auf den Straßen und die edlen Pferde der Kendals vor meinem inneren Auge. Ich ließ mich vom Autor im Zickzack durch die Handlung schicken. Quinns Betrug verläuft nämlich keineswegs geradlinig. Mal klappt etwas nicht so wie gewünscht, dann bekommt Quinn wieder Zweifel an dem, was sie tut, denn der Herzog ist anscheinend gar kein so schlechter Mensch wie gedacht. Schließlich wird Quinn von ihren eigenen Regeln eingeholt. Jemand spielt danach, doch hierbei ist Quinn das Opfer. Dies sorgt für ein schnelles Tempo und gute Spannung.
Der Schreibstil ist locker und leicht und wirkt trotz einiger altmodischer Begriffe nicht angestaubt, aber trotzdem der Zeit entsprechend. Die Protagonistin Quinn macht einen frischen und frechen Eindruck. Ich mochte sie sehr.
´
Rezensionen von JennifersBooks:
Coming-of-Age mit Stolpersteinen
24 Sekunden ab jetzt von Jason Reynolds
Ein Buch über das erste Mal, die erste Beziehung und all die kleinen und großen Schritte ins Erwachsenwerden aus der Sicht eines Jungen – das hat mich bei „24 Sekunden ab jetzt“ sofort neugierig gemacht. Diese Perspektive bekommt man im Jugendbuchbereich noch immer viel zu selten, und genau deshalb fand ich den Ansatz zunächst erfrischend.
Neo erlebt all die typischen „ersten Male“: erste Beziehung, erster Kuss, erstes Rummachen, Schulabschluss, Unsicherheiten, Erwartungen, Überforderung. Vieles davon wirkt authentisch, gerade weil es aus einem männlichen Blickwinkel erzählt wird, der sonst oft nur am Rand vorkommt.
Trotzdem hatte ich Mühe, emotional wirklich anzudocken. Der Schreibstil ist sehr abgehackt, oft bestehen ganze Abschnitte aus einzelnen Wortgruppen, die durch Punkte getrennt sind. Gleich auf der ersten Seite steht: „Heute Abend. Geht es. Um uns. Aria und mich. Mich und Aria. Heute Abend. Geht es. Um die Gewinner des ultimativen Superlativs.“ Vielleicht soll das Nervosität ausdrücken oder die Gefühlswelt eines Jungen spiegeln, der sich zum ersten Mal so richtig verliebt hat. Für mich hat es jedoch eher Distanz geschaffen. Ich musste viele Sätze mehrfach lesen, um überhaupt in die Handlung hineinzufinden, und das hat meinen Lesefluss immer wieder gebremst.
Dabei gibt es durchaus schöne, glaubwürdige Szenen: das Chaos einer Familie in einem Mehrgenerationen-Haushalt, peinliche Aufklärungsgespräche mit den Eltern, die typischen Gruppendynamiken an einer Schule – Nerds, Sportler, Künstler, alles ist da. Aber vieles bleibt an der Oberfläche. Gedanken und Handlungen werden häufig wiederholt, sodass sich die 192 Seiten manchmal länger anfühlen, als sie sind. Mit weniger Wiederholungen oder einem emotional zugänglicheren Stil hätte die Geschichte für mich deutlich stärker gewirkt.
Verwirrend fand ich außerdem die rückwärts erzählte Beziehung: vom Moment vor dem Spiegel zurück bis zum Kennenlernen zwei Jahre zuvor. Grundsätzlich mag ich ungewöhnliche Erzählstrukturen, aber hier hat es für mich nicht richtig funktioniert. Eine chronologische Entwicklung – der Moment vor dem Spiegel, dann ein Sprung zum Kennenlernen bis zurück zu diesem 24‑Sekunden‑Moment – hätte die Handlung runder gemacht und vermutlich auch einige Wiederholungen überflüssig werden lassen.
Fazit: "24 Sekunden ab jetzt" hat ein spannendes, wichtiges Thema und zeigt eine Perspektive, die im Jugendbuchbereich viel öfter vorkommen dürfte. Doch der abgehackte Stil und die fehlende emotionale Tiefe haben mich persönlich nicht so abgeholt, wie ich es mir gewünscht hätte. Eine gute Idee, die erzählerisch für mich nicht ganz ausgeschöpft wurde.
Rezensionen von Claudia R.:
Lehrreich, humorvoll und spannend
Zelten mit Juli von Petra Eimer
Klappentext / Inhalt:
Der 7. Band der Erfolgsreihe um Paul und sein freches Pferd Juli - erzählt mit viel Herz und Humor
Anna, Max und ich (Paul) fahren nach den Sommerferien auf Klassenfahrt - zum Zelten. Eine Woche sind wir in einem Camp, das uns die Liebe zur Natur näherbringen soll. Selbstverständlich also, dass unsere Schultiere Juli, Juno und Watson mit dabei sind! Ein neues Abenteuer für die TIERISCHEN SECHS!
Schade nur, dass die Campleitung mit ihren Regeln jedes Abenteuer im Keim erstickt.
Und als dann auch noch der Badesee mit Plastikmüll verschmutzt wird, müssen wir natürlich erst einmal die Umweltsünder überführen, bevor der Spaß so richtig losgehen kann ...
Coole Gestaltung im Comic-Roman-Stil mit über 300 vierfarbigen Illustrationen der Autorin
Mit Hund und Pferd auf Klassenfahrt - hier ist tierischer Lesespaß garantiert
Der Titel ist bei Antolin gelistet
Cover:
Das Cover ist cool und lustig umgesetzt. Die Freunde mit Pferd Juli sind hier beim Zelten und besonders beim Zeltaufbau erkennbar und die Szene wirkt sehr lustig und es toll umgesetzt. Das Cover ist detailreich gezeichnet und auch der Wiedererkennungseffekt zu den anderen Covern der Reihe ist hier erkennbar.
Meinung:
Es handelt sich hierbei um den siebenten Band der Juli Reihe. Jeder Band birgt eine eigene Geschichte mit einem eigenen Abenteuer in sich, so dass die Bände auch gut unabhängig lesbar sind. Auch die Vorstellung der Charaktere zu Beginn und der Prolog tragen dazu bei, dass man gut in die Geschichte, auch ohne Vorkenntnisse, findet. Mir waren die vorherigen Bände bekannt, weswegen ich mich schon sehr auf ein Wiedertreffen mit Juli und den Freunden gefreut habe und sehr gespannt auf diese Klassenfahrt und das bevorstehende Abenteuer war.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich daher mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist angenehm und lässt sich sehr gut, locker und flüssig lesen. Auf dem Camp angekommen, erwarten einen die ersten Regeln. Umweltschutz und Mulltrennung wird hier groß geschrieben. Als dann jedoch der Badesee verschmutzt wird, stellt sich die Frage nach den Müllsündern. Spannung wird hier gut aufgebaut und neben bei lernt man einiges über Achtsamkeit, Umweltbewusstsein, Miteinander und Freundschaft.
Die einzelnen Abschnitte haben eine gute und angenehme Länge und ermöglichen so einen guten Lesefluss. Die Textabschnitte werden durch unterschiedlich hervorgehobene Wörter gut aufgelockert. Die verschiedenen Schriftarten und Hervorhebungen macht es beim Lesen interessant. Die Abschnitte sind angenehm. Die Anfänge sind gut herausgearbeitet und die Überschriften sind passend gewählt, ohne zu viel zu verraten.
Die vielen bunten Illustrationen runden das Ganze sehr schön ab. Die Bilder sind sehr detailreich und sehr schön umgesetzt. Diese geben sehr gut das Gelesene und auch die Stimmung und Atmosphäre der Situation sehr gut wieder. Die Illustrationen sind einfach klasse und runden die Geschichte perfekt ab.
Eine wundervolle, spannende, humorvolle und auch lehrreiche Geschichte. Die Mischung aus Unterhaltung, aber einigen nachdenklichen Ansätzen und der Thematik des Umweltschutzes ist hier sehr gut gelungen. Juli bringt wieder jede Menge Humor mit rein, aber auch die Atmosphäre und Stimmung kommt hier sehr gut herüber.
Die Charaktere sind klasse und liebenswert und schnell ist man hier im Geschehen und findet sich auch in die Charaktere hinein. Die Geschichte ist spannend und unterhaltsam umgesetzt und es macht wieder viel Freude dies zu lesen.
Am Ende gibt es noch ein tolles Naturquiz und auch über die echte Juli erfährt man hier wieder ein bisschen anhand von Fotos.
Fazit:
Eine wundervolle, spannende, humorvolle und auch lehrreiche Geschichte. Die Mischung aus Unterhaltung, aber einigen nachdenklichen Ansätzen und der Thematik des Umweltschutzes ist hier sehr gut gelungen.











