Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PMelittaM:
Unterhaltsam
The Girls Ghostbusting Agency – Crazy Spooky Love von Josie Silver
Melody Bittersweet kann, wie alle Frauen ihrer Familie, Geister sehen. Diese Fähigkeit wird schon lange für das Familiengeschäft genutzt, die Kundschaft freut sich, wenn der:die Verstorbene ihnen noch verraten kann, wo ein dringend benötigtes Schriftstück oder ein vermisster Schlüssel zu finden ist.
Doch Melody will mehr und gründet die erste weibliche Ghostbusting-Agentur, mit der sie sich um im Diesseits festsitzende oder die Lebenden störende Geister kümmern möchte. Schnell findet sie auch einen ersten Kunden, dessen Haus nicht verkauft werden kann, bevor nicht der Geisterspuk darin endet.
Der Roman ist eine Mischung aus Mystery, Krimi und Liebesgeschichte, wobei mich vor allem die ersten beiden angesprochen haben. Melody lernt schnell die drei männlichen Geister kennen, die sich im Haus befinden und es nicht verlassen können. Irgendetwas hält sie im Diesseits, und Melodys Aufgabe ist es, herauszufinden, was es ist, und letztlich dafür zu sorgen, dass die Geister ins Jenseits gehen können.
Unterstützt wird sie dabei von ihrer besten Freundin Marina Malone, Arthur Elliott, dessen verstorbener Vater ein gutes Wort für ihn eingelegt hat, und der Sekretärin Glenda Jackson, die auch schon lange im Familiengeschäft arbeitet. Alle haben ihre eigenen besonderen, vollkommen natürlichen Fähigkeiten, die sich im Laufe der Geschichte bezahlt machen.
Leider ist Melody nicht die einzige in der Stadt, die Geister sehen kann. Leo Dark ist nicht nur ihr Ex, sondern er hat es auch geschafft, eine Fernsehshow zu bekommen, und macht sie ebenfalls an die Aufgabe, das Haus geisterfrei zu machen. Und wäre das nicht genug, muss sie sich auch noch mit dem Journalisten Fletcher Gunn herumschlagen, der den ganzen Geisterkram für Bauernfängerei hält. Und dann sind da natürlich auch noch ihre Mutter und ihre Großmutter, beide recht skurril, die weiterhin das Familiengeschäft betreiben.
Die Autorin lässt Melody die Geschichte selbst in Ich-Form erzählen. Leider ist Melody nicht mein Lieblingscharakter, sie nervte mich beim Lesen öfter. Immer wieder erzählt sie, dass sie ja schon 27 Jahre alt ist, benimmt sich oft aber eher wie ein liebestoller Teenager, vor allem auch, wenn sie Leo und Fletcher trifft. Voller Abneigung, aber auch voller Hormone, die sie zu den beiden, und sogar einem der Geister, hinziehen. Ich will nicht verschweigen, dass das auch zu manch witzigen Szenen führt, und im weiteren Verlauf der Geschichte hat es mich immer weniger gestört. Mein Lieblingscharakter ist übrigens Arthur Elliot.
Die Geschichte lässt sich flott lesen und ist humorvoll, es gibt aber auch tragische Momente. Der Fall ist am Ende nachvollziehbar gelöst. Der Roman ist der erste einer Reihe und hat mir Lust gemacht, die weiteren Bände zu lesen. Ein paar weniger der meist recht offensichtlichen Fehler, wären allerdings schön gewesen, zum Glück hat mich das nur wenig in meinem Lesefluss gestört.
Der erste Band der Mystery-Krimi-Romantik-Reihe lässt sich gut lesen und hat einigen Humor zu bieten. Leider ist die Protagonistin etwas nervig, andere Charaktere haben mir besser gefallen. Unterm Strich wurde ich gut unterhalten und habe Lust bekommen, weitere Bände zu lesen.
Rezensionen von Daggy:
Wird hier immer nur geflunkert?
Tante Polly von Paul Maar
Auf dem Cover sehen wir Tante Polly mit ihrem roten Mofa, das wie ein Roller aussieht und hinter ihr sitzt Mirko.
Die Geschichte beginnt damit, dass Tante Polly, die eigentlich Mirkos Großtante ist, ihm zum Geburtstag eine altes Notizbuch schenkt, zu dem sie eine wilde Geschichte erzählt und das Mirko von hinten und von vorne beschreiben soll.
Mirko findet Spaß daran Geschichten und Comics zu erfinden und dann gibt es auch noch eine Sammlung besonderer Worte. Die Einladung von Tante Polly, Mirko möchte sie doch in ihrem Dorf besuchen, sieht besonders Mirkos Mutter mit viel Skepsis. Doch der Vater kann sie überreden, bringt die Mutter Mirko zu Tante Polly. Hier sieht er eine Reihe Kinderbücher im Regal stehen, die er ebenfalls gerne liest.
Ich kann mir gut vorstelle, dass auch eine ganze Menge Paul Maar in Tante Polly steckt, denn sie erfindet ebenfalls Geschichten, die meist sehr unglaubwürdig klingen und auch Mirko hat oft Zweifel an der Glaubwürdigkeit seiner Tante. Aber als eine ihrer schrulligen Figuren dann doch auftaucht, bekommt Mirko Zweifel am Zweifeln. Ein witziges Buch voller wilder Abenteuer, einer doch nicht so durchgeknallten Tante und einer Freundschaft zum Nachbarsmädchen Monika.
Ich hätte mir mehr und farbige Bilder für das Buch gewünscht. Manchmal geht mir die Fantasie zu weit, so wird ein Seemann ertränkt, aber vielleicht bin ich da nur zu empfindlich.
Rezensionen von libraryoflaura:
Spicy Eishockey-Romance-Snack für zwischendurch ⛸️❄️
Crushed On Ice von Helena Hunting
WORUM GEHT ES?
Was würdest du tun, wenn die extrem spicy Fanfiction, die du heimlich schreibst, plötzlich Realität wird?
Cammie ist eigentlich die Introvertiertheit in Person, doch als ein Wohnheimbrand ihr Leben auf den Kopf stellt, landet sie durch eine Verwechslung ausgerechnet im selben Hotelzimmer wie Chase Lovett, dem beliebtesten Eishockeyspieler der Uni und absoluten Sunnyboy.
Beide sind nun gefangen auf engstem Raum, und dann schneidet ein Unwetter sie auch noch von der Außenwelt ab.
Zwischen heißen Fantasien und purer Realität brennt hier ganz schnell die Luft, und Cammie muss sich fragen, ob sie bereit ist, das nächste Kapitel mit dem begehrtesten Boy der Uni zu schreiben.
WAS MIR GUT GEFIEL:
- Optisches Highlight: Das Design vom Loewe Verlag ist ein absolutes Prachtexemplar. Mit den süßen kleinen Sternchen, Herzchen und der beiliegenden Charakterkarte reiht es sich perfekt als neues Schmuckstück in meine Sammlung ein.
- Schreibstil & Humor: Spicy RomCom-Vibes. Der Schreibstil ist wunderbar leicht, flüssig und an den richtigen Stellen humorvoll. Es hat einfach richtig Spaß gemacht in diese Welt einzutauchen.
- Das perfekte Format: Ein super Snack für zwischendurch! Ich fand es genial, dass das Buch mal etwas dünner war. Man fliegt nur so durch die Seiten. Es ist perfekt, um es an einem gemütlichen Wochenende in einem Rutsch wegzusnacken.
- Große Charakter-Liebe: Während man am Anfang noch durchgerüttelt wird, war die Entwicklung zwischen Chase und Cammie in den letzten Kapiteln einfach wunderschön zu beobachten. Je mehr Seiten dahingeflogen sind, desto besser haben sich die beiden gemacht. Ihre Dynamik fühlt sich hintenraus richtig angenehm und "realistisch" an. Ein riesiges Highlight war auch Nebencharakter Brody, den muss man einfach lieben.
WAS MIR WENIGER GUT GEFIEL:
- Rasantes Tempo: Vor allem im ersten Abschnitt ging es durch das Unwetter und die Hotel-Situation verdammt schnell zur Sache. Ab und zu fühlte es sich an, als würden ein paar Seiten fehlen, weil man so plötzlich von einer Szene in die nächste geworfen wurde. Die zweite Hälfte war für mich da deutlich angenehmer und realistischer.
- Cammies Start: Ihre anfängliche Entwicklung fand ich anfangs etwas seltsam. Sie wird als extrem schüchtern, introvertiert und fast schon mit einer Sozialphobie beschrieben, legt dann aber in der allerersten Nacht direkt einen super mutigen und offensiven Auftritt hin. Dieser krasse Kontrast kam für mich nach der Einführung ihres Charakters einfach etwas zu plötzlich.
FAZIT:
Bei dieser knackigen Seitenanzahl ist das Buch definitiv eine große Empfehlung für alle, die Lust auf eine schnelle, heiße und humorvolle Sports Romance haben!
Es ist der perfekte Einstieg ins Eishockey-Genre und macht nach dem Kennenlernen der tollen Clique jetzt schon riesige Lust auf die Toronto Terror-Reihe von Helena Hunting, in der wir hoffentlich bald mehr über Brody und Co. lesen dürfen.
Ich hoffe auf jeden Fall sehr auf eine baldige deutsche Übersetzung.
Rezensionen von Daggy:
Ein wichtiges Thema verständlich erklärt
Geld für Kids erklärt von Christine Paxmann; Patrick Oelze
Dieses Din-A-4 große Sachbuch erklärt sehr altersgemäß den Umgang mit Geld. Wie schon in anderen Büchern der Reihe „So geht´s“ begleiten wir die Familie Strudel, die am Anfang vorgestellt wird.
Flecken auf der Couch, dass mag Mama Laura nicht und deshalb verlangt sie Geld von dem Verursacher.
Da Jana findet es ungerecht, dass sie von ihrem Taschengeld einen Schaden bezahlen soll. So beginnt das Buch mit einem kleinen Erlebnis, das dazu führt, dass von Krösus die Rede ist, von Tauschgeschäften und Geldverleih in Tempeln die Rede ist. Alles ist in kleinen, farblich unterschiedlich unterlegten kurzen Texten aufgeteilt. Dazu gibt es noch die Definition von Geld. Ein paar Illustrationen lockert den Stoff zusätzlich auf.
So sind auch die restlichen 70 Seiten aufgebaut. Immer gibt es ein Ereignis von dem berichtet wir und daraus entstehen die Informationen zum entsprechenden Thema. Da geht es um Bar- und Kartenzahlung, um Konten und Sparen, um Einkünfte, um Steuern und Abgaben. Zur Überprüfung der Ausgaben wird ein Haushaltsbuch bei Familie Strudel geführt und überlegt, was mit dem frei gewordenen Zimmer der Tochter geschehen soll. Die Großeltern klagen über eine Mieterhöhung und schon sind wir beim Thema Rente. Aber es werden auch Themen wir Elterngeld, Grundsicherung und die soziale Ungerechtigkeit angesprochen. Kann man spielend Geld verdienen? Die Kriminalität und das Internet mit seinen Lieferdiensten und das Spenden werden ebenfalls angesprochen. Zum Ende gibt es noch „Fun Facts zum Geld“ und ein Quiz.
Eine kompaktes Werk mit sehr vielen Informationen, aber durch die Textbausteine kann man einfach mal reinschauen und das Lesen, was im Moment interessiert. Ich finde es wichtig, dass Kindern der Umgang mit Geld nähergebracht wird. Leider wird in vielen Familie zu wenig davon gesprochen und die Kinder lernen nicht, wie sie später verantwortlich mit ihrem Einkommen umgehen.
Rezensionen von Phija:
Der erste Eindruck zählt - oder nicht?
Worst Date Ever (Knisternde RomCom von der erfolgreichen Autorin Kasie West) von Kasie West
Sollte man einem schlechten ersten Date eine zweite Chance geben? Würde mich jemand fragen, würde ich sagen, sofern die Person kein Arsch war, warum nicht. Wenn du darüber nachdenkst, jemandem eine zweite Chance zu geben, dann hat die Person es vielleicht auch verdient. Margot aus "Worst-Date-Ever" sieht das etwas anders.
Sie ist auf der Suche nach ihrem perfekten Partner und der dazugehörigen Kennenlernstory. Ein schlechtes Date ist davon kein Bestandteil. Zu doof, dass ihr auch nach all den Jahren Oliver nie ganz aus dem Kopf gegangen ist, auch wenn ihr gemeinsames erstes Date nicht wirklich gut lief. Neben der Liebesgeschichte begleiten wir Margot zudem dabei, wie sie versucht, Literaturagentin zu werden, was super spannende Einblicke hinter die Kulissen des Buchmarktes gibt.
Für mich war "Worst Date Ever" eine süße und kurzweilige Lektüre, die jedoch irgendwie nichts Besonderes oder Herausstechendes hatte. Es war einfach eine nette Liebesgeschichte für zwischendurch, die aber bei mir nicht allzu lange im Gedächtnis bleiben wird. Auch wenn das wie ein sehr hartes Urteil klingt, glaube ich aber, dass das Buch genau das auch einfach sein wollte.
Die Dialoge sind sehr humorvoll geschrieben, gehen aber nie wirklich stark in die Tiefe. Die Charaktere sind schnell sympathisch, jedoch habe ich keine wirkliche Verbindung zu ihnen aufbauen können. Ich habe mich für sie freuen können, habe aber wenig mitgefiebert. Für mich lag das einfach daran, dass etwas Zeit und Raum fehlten, um Margot und Oliver wirklich kennenlernen zu können. Gerade bei Oliver fand ich das etwas schade, da ich ihn wirklich sympathisch fand, die Geschichte mir aber wenig über seine Träume und Wünsche erzählt hat. Er war wirklich eher der hotte Love-Interest, dem irgendwie mal das Herz gebrochen wurde.
Auch wenn die Geschichte an sich für mich nun nicht überwältigend war, hatte ich trotzdem einfach meinen Spaß. Und manchmal ist es eben auch genau das, was man in dieser doch manchmal ernsten Welt braucht. Wer also eine Auszeit vom Alltag sucht, wird mit der witzigen Rom-Com nichts falsch machen!
Rezensionen von Allesleser:
Zeiten ändern sich, Träume bleiben
Hedley Mill - Wo deine Träume leuchten von Sophie Oliver
England, Northumberland 1965:
Laura Barrington hat es geschafft. Ihr Traum von der kleinen Familienweberei ist wahr geworden. Mit viel Fleiß und der Hilfe ihrer Mitarbeiter hat sie sich einen Namen gemacht, weit über die Grenzen ihres kleinen Dorfes hinaus.
Das Leben geht weiter, die Heringsfischerei steht vor großen Veränderungen und Lösungen müssen gefunden werden.
Laura und Fred müssen sich den Zeiten stellen und neue Wege beschreiten. Ihre Kinder werden langsam erwachsen und haben ihre eigenen Pläne für die Zukunft.
Es ist wieder sehr aufregend und auch spannend gewesen, den Alltag im Dorf mitzuerleben, die Entwicklungen der einzelnen Figuren und einen Blick in die Weberei zu werfen.
Ich fand es sehr interessant was man so nebenbei über Land, Leute und Wirtschaft erfahren hat. Das gab dem Buch Tiefe und ist ein Stück Zeitgeschichte.
Neben den bekannten Charakteren kamen auch ein paar Neue dazu, die für einigen Wirbel gesorgt haben.
Authentisch und fesselnd! Ein absolutes Leseerlebnis! Ich freue mich schon auf den dritten Teil!!!
Rezensionen von Paul Kretzschmar:
Saad, Leila und Nihal Teil 2
Die Toten von morgen - Thriller (Berliner Schattenwelt 2) von Kim Koplin
Mit "Die Toten von von Morgen" hat Kim Koplin nach "Die Guten und die Toten", die Fortsetzung seiner in der Berliner Schattenwelt spielenden Serie fortgesetzt.
Das Buch ist unabhängig vom Vorgängerband lesbar, aber es erhöht natürlich die Lesefreude, den bekannten Protagonisten wieder zu begegnen.
Der auf seine Einbürgerung wartende Flüchtling Saad gerät bei der Arbeitssuche erneut in kriminelle Kreise der Berliner Unterwelt und damit auf die schiefe Bahn, sowie in tödliche Machenschaften. Die Kriminalanwärterin Nihal ist wiederum gezwungen alle legalen, und mitunter grenzwertigen Mittel auszuschöpfen, um sein Leben, und letztendlich das seiner Tochter Leila zu retten, deren liebreizende Art sie bedingungslos zwingt, über sich hinauszuwachsen und allen Gefahren zu trotzen.
Nihals eigenwillige, trotzige, aber insbesondere taffe und durchsetzungsfähige Charaktereigenschaften, verleihen ihr, insbesondere in den Augen der kleinen Leila, einen Heldenstatus.
Der angenehm lesbare und mit feinem Humor gewürzte Schreibstil (Beispiel Seite 52: "...Wenn sein Schw... noch so steif wird wie seine Knie, kann er sich freuen..."), lockern das Geschehen, trotz der mitunter vorherrschenden brutalen Handlungen lustig auf und generieren ein wahres Lesevergnügen.
Ich habe mich jedenfalls wieder prächtig unterhalten gefühlt und kann bedenkenlos eine Leseempfehlung aussprechen!
Rezensionen von clematis:
Positano
Sommertage am Meer von Roberta Gregorio
Positano ist das jährliche sommerliche Ferienziel für Dafne und Amelia. Hier verleben sie unbeschwerte Tage bei ihrer Tante Carmen im Strandbad, genießen die unendliche Weite von Meer und Freiheit und lernen Nino kennen. Viele Jahre später ist die Tante tot, die Schwestern sollen das Strandbad erben, allerdings sprechen sie schon seit langer Zeit nicht mehr miteinander …
Ein malerischer Ort, bunte Häuschen, steile Treppen, duftende Blumen und verführerische Speisen bilden die perfekte Kulisse für diesen auf den ersten Blick lockeren Roman, der auf den zweiten Blick aber doch viel Tiefgründiges und Nachdenkliches bereit hält für seine Leser.
Die Amalfiküste mit dem farbenfrohen Positano versprüht Urlaubsflair, insbesondere, wenn man selbst gerade erst von dort zurückkehrt und einige Plätze noch frisch in Erinnerung hat. Viele Details aus Carmens Erklärungen zu Positano und seiner Historie fügen sich zu einem wunderbaren Bild zusammen, die Geschichte aufgrund des Testaments ist stimmig. Neben dem beschwingten Grundton fließen auch etliche ernsthafte Punkte ins Geschehen ein, der stete Wechsel der Zeitebenen sorgt für Spannung und nähert sich Schritt für Schritt der finalen Überraschung. Die Kraft der Familie, die tiefe Verbundenheit zwischen zwei Schwestern und ein scheinbar unüberbrückbarer Vertrauensbruch werden zu wesentlichen Grundpfeilern, welche diese ruhige Geschichte tragen.
Der angenehme Schreibstil Roberta Gregorios und die besondere Beziehung der Figuren untereinander sind in diesem Roman die herausstechenden Pluspunkte für eine sommerliche Lektüre mit Tiefgang.
Rezensionen von lectrice:
Heidestraße
Die Straße von Robert Seethaler
Ich wollte schon länger mal ein Werk von Robert Seethaler lesen und bin nun mit dieser ungewöhnlichen Geschichte gestartet, mit der ich mich anfangs allerdings ein wenig schwer getan habe.
Die Konzeption und Idee des Buches hat mir gefallen. Die Heidestraße, eine ganz gewöhnliche Straße mit unterschiedlicher Bebauung in einer nicht namentlich genannten Stadt.
Das gilt auch für die unterschiedlichen Charaktere, die keine Namen erhalten, unter Anderem geht es hier um einen Anwalt, eine Floristin, einen Sohn etc. Wir wechseln immer wieder die Perspektive, aber es gibt auch Konstanten wie das Heidestraßenfest, auf dem wir dann auch immer wieder vorherige Protagonisten "wiedertreffen". Das Ganze hat etwas von einem literarischen Puzzle und nachdem ich mich "eingelesen" hatte, hat mir die Geschichte gut gefallen, denn sie verlangt ihren Lesern einiges ab. Und nun werde ich bestimmt auch noch weitere Bücher von Robert Seethaler lesen, ein Anfang ist gemacht.
Rezensionen von gabiliest:
"Trau dich zu leben" sagt der Tod
Du hast noch einen Sommer, sagt der Tod von Marie-Kristin Hofmann
Er ist immer da, auch wenn wir ihn ignorieren. Aber normalerweise spricht er nicht. Ganz anders ist das in dem romantischen Liebesroman der bekannten Autorin Marie-Kristin Hofmann, denn dort redet der Tod mit Alba in Gestalt einer Steckdose. Einer Steckdose, ernsthaft? Ja, ernsthaft, meint der Tod.
Alba ist Soziophobikerin, wenn sie Menschen sieht, läuft sie davon.
Natürlich hat sie daher keine Beziehung und nur eine gute Freundin, Rei. Der kann sie doch nicht erzählen, welches Ultimatum ihr der Tod gestellt hat. Fünf Aufgaben muss Alba lösen, sonst wird sie am Ende des Sommers sterben. Die erste davon ist, ein Date zu haben. Da ist Rei sofort begeistert und meldet Alba auf Tinder an. Tatsächlich möchte Marlon, ein Yogalehrer, ein Treffen mit Alba, das erst klappt, als er sie in dem Busch gefunden hat, in dem sich Alba versteckt hat. Doch dann gewinnt Marlon mit seiner ruhigen Art Albas Vertrauen, so dass sie sich mit ihm an Aufgabe zwei wagt. Nun werden die Aufgaben immer schwieriger, Alba muss sich den schlechten Erfahrungen ihrer Kindheit stellen, den berühmten Eltern, die sie jedoch nie ermutigt haben und ihrer Schwester, die sie seit jeher ignoriert. Denn Alba hatte schon als Kind einen Traum: Sie wollte auf der Bühne stehen und Musik machen.
Marie-Kristin Hofmann begleitet auf unterhaltsame, aber dennoch tiefgründige Art Alba bei ihrer Entwicklung. Immer mehr traut sich Alba zu, immer mehr wagt sie sich ins Leben. Zwischen den Aufgaben erscheint wieder der Tod, in wechselnden Gestalten und eher witzig und freundlich als furchterregend. Eigentlich beneidet er die Menschen, die lieben können. Das würde er auch gerne, oder zumindest ein bisschen beim Sex zuschauen. Obwohl Albas Beziehung mit Marlon intensiver wird, empfindet sie das als No Go. Dennoch, nie weiß man, wo der Tod gerade steckt. Alba genießt den Sommer mit Marlon auf seinem Berliner Hausdach, lernt seine Freunde kennen und will eines nicht- sterben. Denn Marlon hat Angst, einen Menschen zu verlieren, wie er schon seine Schwester an den Tod verloren hat. Soll Alba Marlon sagen, dass sie bald sterben könnte?
“Du hast noch einen Sommer, sagt der Tod” ist eine gelungene romantische Komödie, die jedoch auch Ernsthaftigkeit zulässt. Die Autorin zeichnet mit viel Einfühlungsvermögen die Charaktere der Protagonisten und gibt ihnen somit ein glaubhaftes Profil. Schon am gelungenen Cover dieses Romans sieht man das Fensterbrett in Albas Wohnung, von dem aus sie die Menschen auf der Straße beobachtet. Wird sie je vor ihnen singen und damit ihren Traum leben? Kann sie den Tod dazu bringen, ihr mehr Zeit zu geben? Marlon ist als ihr Freund und Liebhaber geduldig, nicht fordernd und akzeptiert Albas Sichtweise. Dennoch ermutigt er sie immer wieder, sich mehr zuzutrauen. Rei ist die beste Freundin ever, die Alba in allem unterstützt und alles unternimmt, um Albas Traum wahr zu machen.
Marie-Kristin Hofmann hat einen fein konstruierten Roman geschrieben, der mit leichter Hand und witzig Albas Weg zurück ins Leben erzählt, aber auch spüren lässt, dass der Hauch der Ewigkeit immer präsent ist. Daher ermutigt die Geschichte, neue Wege zu gehen, das Leben auszukosten und seine Träume nie aufzugeben. Passend zu Albas Traum findet sich am Beginn des Buches eine Playlist. Das Thema dieses Buches und seine Umsetzung haben mir sehr gut gefallen, denn die Autorin hat eine wirklich schöne und stimmige New Adult Romance vorgelegt, einen perfekten Sommerroman mit Witz und Tiefgang, den ich gerne weiterempfehle.











