Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Brigittte:
Geheimnisse ergründen und fürs Leben lernen
Light my Fire von Sheila de Liz
Als Frau aus einer Generation, in der über viele Themen lieber geschwiegen wurde, hat mich „Light my Fire“ wirklich begeistert – und ehrlich gesagt auch überrascht. Über Sex wird heutzutage zwar ständig gesprochen, aber oft bleibt gerade das wirklich Wichtige auf der Strecke. Genau hier setzt Sheila de Liz an – offen, humorvoll und unglaublich verständlich.
Ihr Schreibstil fühlt sich an wie ein ehrliches Gespräch mit einer guten Freundin, die gleichzeitig medizinisch bestens informiert ist. Dadurch liest sich das Buch angenehm locker und trotzdem sehr lehrreich. Besonders gut gefällt mir, dass es hier nicht nur um Sex allein geht. Eigentlich geht es viel mehr um uns Frauen: um unseren Körper, unser Wohlbefinden, unsere Gefühle und darum, alte Denkweisen endlich hinter sich zu lassen. Viele Dinge, die früher einfach hingenommen wurden, werden hier verständlich erklärt und hinterfragt. Auch die praktischen Tipps haben mich überzeugt. Sie sind alltagstauglich, verständlich beschrieben und machen Mut, sich selbst und die eigenen Bedürfnisse ernster zu nehmen. Dazu kommen viele Quellen und Studien, die zeigen, wie gut recherchiert dieses Buch ist.Ich hätte mir gewünscht, ein solches Buch schon viele Jahre früher gelesen zu haben. Für mich ist es ein ehrlicher, kluger und unglaublich wertvoller Ratgeber, der Frauen stärken kann – und dabei auch noch richtig unterhaltsam ist.
Rezensionen von tenorschramme:
Join the Rebellion!
Die Känguru-Rebellion von Marc-Uwe Kling
He is Back!
Zum Glück möchte man meinen.
Denn das einzige was uns jetzt noch vor dem Untergang retten kann ist das Vorlaute,Schnapspralinensüchtige Känguru.
Diesemal geht es (zum Glück) deutlich politischer zu, wenn da Känguru und Marc-Uwe wetteifern wer denn mehr Leute dazu bewegen kann zu rebellieren.
Gegen die Zustände natürlich.
Und dann ist es auch egal ob der geneigte CDU-Parteiler oder die Kassiererin an der Supermarkt kasse angeworben wird. Hauptsache alle rebellieren mit.
Unterstützt wird das ganze noch von Hertas Podcast (eine Realveröffentlichungen davon fände ich übrigens echt Genial).
Kurzum, es geht wieder bissig,satirisch und Wortgewand zu in der vielelicht Schrägstens WG der Literatur.
Wie bereits bei den Vorgängerbänden wird die Geschichten in kleinen eigenständigen Episoden erzählt, welche auf das Ursprüngliche Radioformat zurück gehen.
Wer diesen Teil Liest oder hört wird wohl die anderen Bände kennen und weiß auf was er sich einlässt.
In jedem Fall ist auch hier wieder das Hörbuch zu empfehlen welchen vom Autor selbst eingesprochen wurde. dies verleiht vor allem dem Känguruh seinen besonderen Charme.
Rezensionen von LeserinLu :
Bitterböser Fiebertraum
She’s a Star! von Meredith Hambrock
„She’s a Star“ ist ein Roman, der sich anfühlt wie ein bitterböser Fiebertraum. Schon nach wenigen Seiten war ich komplett im Bann dieser einerseits unterhaltsamen, andererseits verstörenden Geschichte und konnte kaum aufhören zu lesen.
Im Mittelpunkt steht Jessamyn St. Germain, eine Protagonistin, die ich gleichzeitig mögen, bemitleiden, manchmal auch schütteln und hassen wollte.
Sie trifft fragwürdige, teilweise erschreckende Entscheidungen, verliert sich immer stärker in ihren eigenen Fantasien und überschreitet dabei mehr als eine Grenze. Und trotzdem habe ich mich ständig dabei ertappt, ihr irgendwie doch die Daumen zu drücken. Durch Jessamyns Rolle als unzuverlässige Erzählerin bleibt die Handlung permanent unberechenbar. Immer wieder verschwimmen Realität, Wunschdenken und Obsession miteinander, und manches, was zunächst real erscheint, entpuppt sich später als Produkt ihrer eigenen Gedankenwelt. Dadurch bleibt der Roman bis zuletzt spannend und voller Überraschungen.
Besonders gelungen fand ich den bitterbösen Humor, der sich durch die gesamte Geschichte zieht. Trotz aller Abgründe ist das Buch unglaublich unterhaltsam und entwickelt einen regelrechten Sog. Auch sprachlich hat mich der Roman überzeugt: Der Stil, ebenso wie die Übersetzung, liest sich sehr flüssig, sodass ich förmlich durch die Seiten geflogen bin. Spannend fand ich außerdem die literarische Ebene durch die zahlreichen Bezüge zu „Die Möwe“ von Tschechow,. Jessamyns Mischung aus Ehrgeiz, Selbstüberschätzung und wachsendem Realitätsverlust hat mich stellenweise auch an „Yellowface“ erinnert, ihr Wunsch, ein glänzender Star zu werden an „Das kunstseidene Mädchen“.
Für mich ist „She’s a Star“ ein herrlich böser, kluger und gleichzeitig verstörender Roman über Ehrgeiz, Selbsttäuschung und die gefährliche Sehnsucht, gesehen zu werden, aber absolut nichts für schwache Nerven!
Rezensionen von Reiseweise:
Splitter
Die Straße von Robert Seethaler
In Robert Seethalers neuem Roman stellt er das Leben der Bewohner der Heidestraße in kurzen Absätzen dar. Es geht um Liebe, Verlust, das Altern, das Scheitern, die Veränderung. Alles in sehr kurzen Bruchstücken erzählt, teilweise nur eine Zeile lang. Wo genau diese Straße liegt, wird nicht erwähnt (irgendwo in Österreich, denn es gibt ein Magistrat in der Straße und es werden Buchteln in der Bäckerei verkauft).
Wann genau die Geschichten spielen, ist auch unklar (es wird aber noch in Mark und Groschen bezahlt).
Teilweise sind die kurzen Beobachtungen interessant und man möchte gern wissen, wann die erzählenden Personen wieder auftauchen. Oftmals sind sie aber auch belanglos, verworren und verwirrend. Es ist selten klar, wer genau gerade erzählt - bei manchen löst es sich auf, bei vielen aber auch nicht. Viele Erzählstränge bleiben leider offen, was sehr unbefriedigend ist. Insgesamt liest sich der Roman schnell, was aber auch daran liegt, dass man viele Seiten mehr oder minder überfliegt, da die Erzählsplitter einen nicht abholen.
Rezensionen von Anno:
Sehr, sehr hilfreich
Fernwandern für Frauen von Nina Rühlig
Am Berg sind alle gleich. Oder etwa doch nicht? Dieses Buch bereitet Frauen sehr gut auf das Abenteuer Fernwandern vor und beschäftigt sich neben Grundlagen rund um Planung, Ausrüstung und Verpflegung auch speziell um den Abbau von typischen Ängsten und den Besonderheiten, die Frauen betreffen.
Als Zielgruppe sehe ich hier Frauen ohne oder mit nur geringer Wandererfahrung, wozu auch im mich zähle.
Der Wunsch allein über mehrere Etappen hinweg zu wandern, schlummert aber schon länger in mir. Umgesetzt habe ich es jedoch nie. Da waren die Kinder, die Angst allein unterwegs zu sein (ja, diese war trotzdem da) und die Unsicherheit zur Ausrüstung. Doch alle Zweifel konnten mit diesem Buch ausgelöscht werden. Und plötzlich schien mir mein Vorhaben so realistisch, dass ich am liebsten sofort aufgebrochen wäre…
Dieses Buch ist toll! Es motiviert ungemein und ist sehr praxisbezogen. Selbst für Situationen wie ein mögliches übergriffiges Verhalten, Wetter und Verletzungen oder besondere Lebensabschnitte wie Schwangerschaft, Wechseljahre oder das Wandern mit Kinder erhält man wertvolle Tipps.
Der Ton des Buchs ist wertschätzend, abwechslungsreich und interessant. Ich habe es mit viel Freude und in kürzester Zeit gelesen und fand es ungemein hilfreich. Mit dem Ergebnis, dass sich mein Denken dadurch deutlich verändert hat und ich meinen lang gehegten Traum nun tatsächlich umsetzen möchte.
Rezensionen von yellowdog:
Eine Sache der Wahrnehmung
Links-grüne Meinungsmacht von Julia Ruhs
Der Buchtitel hat mich erstaunt, da ja eigentlich die Rechten in den letzten Jahren auf dem Vormarsch sind und ihre Meinungsmacht inzwischen vielfach übernommen wurde. Aber Julia Ruhs hat insbesondere die öffentliche-rechtlichen und etablierten Medien und Zeitungen ins Auge gefasst. Ich nehme das nicht so wahr, wie Julia Ruhs, aber sie schöpft ihre Erfahrungen aus Gesprächen und Rückmeldung an sie sowie aus den Reaktionen aus ihren Veröffentlichungen.
Hat sie anfangs auch Shitstorms ertragen müssen durch ihre konservativ-liberalen Stellungsnahmen, bekommt sie später viel Beifall.
Ich denke, Julia Ruhs vermittelt mit ihrem Buch ein verzerrtes Weltbild. Andererseits war es wirklich interessant zu lesen, wie sie zu ihrer Wahrnehmung kommt.
Rezensionen von Shilo:
Wer war Nikolas wirklich?
Eine Liebe ohne Sommer von Timothy Paul
Manche Geschichten erzählen von Liebe. Andere zeigen, was bleibt, wenn plötzlich Fragen offen sind. Genau dieses Gefühl begleitet die Geschichte über viele Seiten. Zwischen Trauer, Unsicherheit und der Suche nach einem Menschen, den man vielleicht nie ganz gekannt hat, entwickelt sich ein stiller Roman.
Immer wieder tauchte beim Lesen der Gedanke auf, wie viel man von einem anderen Menschen wirklich wissen kann.
Am Anfang steht eine Begegnung, die leicht wirkt und Hoffnung mitbringt. Die kurze Zeit zwischen Rosa und Nikolas fühlt sich nah an und zeigt dieses vorsichtige Kribbeln, wenn etwas Neues beginnt. Umso härter wirkt alles, was danach passiert. Doch die Geschichte bleibt nicht beim Verlust stehen. Stattdessen macht sich Rosa auf die Suche nach Antworten und stößt auf Menschen, die Nikolas von einer anderen Seite kannten. Mit jeder Begegnung verändert sich das Bild von ihm ein wenig mehr. Dadurch entsteht oft das Gefühl, gemeinsam mit Rosa nach Puzzleteilen zu suchen.
Rosa wirkt dabei meist glaubwürdig. Ihre Unsicherheit und ihr Wunsch zu verstehen, was wirklich hinter manchen Dingen lag, sind nachvollziehbar. Einige Begegnungen berühren eher leise, andere sorgen dafür, dass frühere Eindrücke plötzlich anders wirken. Besonders die ruhigeren Momente haben mir gefallen, weil sie den Figuren Zeit geben.
Der Schreibstil liest sich angenehm und lässt den Gefühlen Raum, ohne zu schwer zu werden. Neben der Liebesgeschichte geht es auch darum, wie Erinnerungen entstehen und wie unterschiedlich Menschen einen anderen sehen können. Diese Gedanken ziehen sich unauffällig durch das Buch.
Nicht jede Entwicklung lässt sich sofort erahnen. Dadurch bleibt die Geschichte interessant. Es ist kein Roman, der auf große Dramatik setzt. Manche Szenen bleiben noch im Kopf, weil sie traurig wirken, ohne übertrieben zu sein.
Wer Bücher mag, die Liebe, Verlust und offene Fragen miteinander verbinden, könnte hier gut aufgehoben sein. Die Geschichte entfaltet sich langsam und nimmt sich Zeit. Dafür gebe ich 4 Sterne, weil die Mischung aus Gefühlen, Geheimnissen und der Suche nach Wahrheit berühren konnte, auch wenn an manchen Stellen etwas mehr Tiefe schön gewesen wäre.
Rezensionen von Lealein1906:
Auf ins düstere Oz
West of Wicked. Folge deinem Verlangen von Nikki St. Crowe
"West of Wicked" hat mich insgesamt gesehen doch gepackt und ich bin gerne in diese neue Interpretation von Oz hineingetaucht. Es gibt war die eine oder andere Schwäche, aber ich gebe gerne 4 Sterne für das Buch.
Dass diese Oz-Geschichte eher düster und für Erwachsene ist, merkt man ziemlich schnell.
So gibt es eine erste pikante Szene und der Tod der Hexe des Ostens ist etwas - nennen wir es spannender. Es fehlen auch der strahlende Sonnenschein und die grünen Wiesen aus der Kindergeschichte. Neben den bekannten Figuren gibt es auch einige neue Charaktere. So gibt es als ersten Perspektivwechsel ein Kapitel aus der Sicht von Cleo, die für die Hexe des Ostens gearbeitet hat. Der Großteil der Geschichte wird aus der Sicht von Dorothy erzählt, es kommen aber dann durchaus viele Personen zu Wort, ob die Hexe des Westens, der Blechmann, die Vogelscheuche, usw. Nett ist, dass jede Person ihr eigenes Symbol hat, das über den jeweiligen Kapiteln prangt. Oh, und im Einband des Buches gibt es eine schöne Karte, das mag ich immer gerne.
Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Leider gibt es im Mittelteil des Buches einige Längen und einige Szenen wirken etwas konstruiert, eher schwer nachvollziehbar. Zum Beispiel (ohne spoilern zu wollen), wenn man auf der Flucht erst einmal über einander herfällt... Dazu kommen viele Fragezeichen, die eigentlich im Laufe der Geschichte immer mehr werden. Erst gegen Ende lösen sich dann die ersten Sachen auf (das sorgt natürlich einerseits für Spannung, andererseits wäre man zwischendurch mal für ein paar Häppchen dankbar :D). Aber noch lange nicht alles. Deswegen bin ich schon gespannt auf den zweiten Band, auf den wir ja leider noch eine ganze Weile warten müssen. Ich empfehle das Buch an alle, die Neuinterpretation von Märchengeschichten mögen.
Rezensionen von Ryria:
Fragile Familienbande
Summer Storms von Sarah MacLean
Eine unglaubliche reiche Familie, ein verstorbener Vater und diverse Aufgaben um das Erbe zu bekommen - was soll schon schiefgehen?
Alice trifft auf der Familieninsel nach Jahren ihre Mutter und Geschwister wieder, dazu lernt sie Jack kennen, mit dem sie eine Nacht verbracht hat, ohne zu wissen, dass er die Aufgaben fürs Erbe überwachen wird.
Die Geschichte wird hauptsächlich aus der Perspektive von Alice erzählt, zwischendurch gibt es jedoch auch einzelne Kapitel aus der Sicht der Geschwister. Diese haben mir immer sehr gut gefallen und ich hätte gerne noch mehr davon gehabt, da man so die Nebencharaktere noch besser kennenlernen und verstehen konnte.
Das Erzähltempo habe ich zu Beginn als sehr angenehm empfunden, jeder Charakter wird nach und nach einzeln eingeführt, sodass man sich alle gut merken kann und gleichzeitig in die Handlung eintaucht. Es werden einige Fragen aufgeworfen, die neugierig machen und ein wenig Spannung aufbauen. Im Mittelteil flacht diese jedoch dann etwas ab und ich fand es teilweise sogar leicht zäh. Es passiert nicht wirklich viel, dafür gibt es immer wieder sehr lange Dialoge. Einerseits lerne ich die Personen gerne so besser kennen, andererseits hätte man sie auch durch mehr Handlungen zusätzlich charakterisieren können.
Im Fokus standen hier regelmäßig auch die Familienbeziehungen und ich fand es schön, diese zu erkunden und ihre Entwicklung zu verfolgen, besonders bei den Geschwistern gab es hier viele kleine schöne Momente.
Gar nicht packen konnte mich hingegen die Liebesgeschichte - ich habs einfach nicht gefühlt. Zu Beginn hatte es Potential, aber im weiteren Verlauf war für mich die Chemie nicht wirklich vorhanden, daher würde ich es als "Sommerromanze" eher nicht weiterempfehlen.
Wer jedoch einen Einblick in die Welt der Superreichen werfen und dabei Geschwisterbande erkunden möchte, der wird hier gut unterhalten.
Rezensionen von Dragon:
Wer zieht hier die Fäden?
Die Queen von Mayfair von Alex Hay
Der Roman „Die Queen von Mayfair“ spielt im viktorianischen London und knüpft an „Mayfair House“ an. Ohne den Vorgängerroman zu kennen, lässt er sich auch ohne Vorkenntnisse gut lesen und verstehen: Quinn treibt ein Spiel mit der High Society, denn sie will sich einen lukrativen Junggesellen angeln.
Dabei schlüpft sie gekonnt in eine Rolle. Sie ist die Königin eines Spiels, das sie selbst perfekt beherrscht. Nach klaren Regeln läuft ihr Plan ab, die Schlinge zieht sich enger um die Beute. Was sie jedoch nicht ahnt, ist, dass nicht nur sie ein Spiel spielt. Die Macht der Intrigen zieht mehrere Fäden, und jeder, der sich auf das Netz einlässt, wird selbst Teil des Spiels.
Mir persönlich gefallen besonders die Charaktere, da sie scharf gezeichnet sind: interessante Persönlichkeiten mit Ecken und Kanten, Geheimnissen und spannenden Familienhintergründen. Niemand bleibt blass; alle wirken lebendig und fesselnd. Wie die Tage des Spiels fortschreiten, so lernt der Lesende auch die Figuren näher kennen, erfährt deren Hintergründe und Beweggründe und erlebt als außenstehender Betrachter, wie sich die Fäden der Geschichte durch die Beziehungen der Figuren miteinander verweben.
Die Story baut sich logisch und stetig auf, tagtäglich mit der Auflistung der einzelnen Tage. Sie treibt zielstrebig auf den Höhepunkt zu. Mit jedem Einblick in das Leben der Protagonisten gewinnt der Lesende einen leichten Vorteil gegenüber den Figuren und kennt schon Details, die ihnen noch verborgen sind. Doch dieser Wissensvorsprung sorgt gerade dafür, dass die Spannung bleibt. Man wird so tief ins Intrigennetz gezogen, dass das Buch sich zu einem echten Pageturner entwickelt.
Alex Hay gelingt es, die viktorianische Atmosphäre greifbar zu machen, Rauch, Prosa, feine Spitze und der Geruch von Macht. Die Erzählung ist in angenehmem Schreibstil gehalten, lässt sich flüssig verfolgen, doch manchmal aufgrund der unvorhergesehenen und plötzlichen Wendungen ein wenig zu sprunghaft. Alles in allem ist der Roman jedoch sehr unterhaltsam und der einzige echte Kritikpunkt für mich ist das Ende, das mich eher unbefriedigt zurück lässt. Gefallen hat mir aber, wie aus den einzelnen Geheimnissen und den Beziehungen der Figuren ein dichtes Netz aus Spannung entsteht, das sich Kapitel für Kapitel enger zieht.
So lässt sich sagen, dass „Die Queen von Mayfair“ ein starkes Nachfolgewerk ist, das auch ohne Vorkenntnisse aus „Mayfair House“ gut zu lesen ist. Es bietet lebendige Figuren, eine durchdachte, schrittweise erzählte Handlung und eine düstere Faszination für Machtspiele in einer glitzernden, gefährlichen Welt. Wer Intrigen, feine psychologische Spannung und viktorianische Atmosphäre mag, wird hier auf seine Kosten kommen. Empfohlen für Lesende, die clevere, scharfsinnige Charaktere mögen, bei denen jedes Wort sitzt und jeder Blick eine Absicht verrät.











