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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von peedee:

Zäher Start

Die Apfelstrudelmisere von Beate Ferchländer

Helene ist seit drei Jahren Witwe, aber es geht ihr und der kleinen Tochter gut; ihr verstorbener Ehemann hat ihnen ein beträchtliches Erbe hinterlassen. Aber die fröhlichste Witwe kann nicht in Ruhe leben, wenn ein umtriebiger Polizeiinspektor meint, neue Fakten in Bezug auf den Tod ihres Mannes gefunden zu haben: Es gäbe Beweise gegen sie und ihre Haushälterin Tereza.

Beweise? Helene muss handeln – und Inspektor Moravec heiraten…

Erster Eindruck: Auf dem Cover ist ein Tuch, das für mich für Gemütlichkeit steht. Aber die Gemütlichkeit ist auch schon wieder vergessen, wenn ich das ausgesägte Giftzeichen auf der Holzkelle sehe… sehr gut gemacht!

Dies ist der Nachfolgeband zu „Das Nussstrudelkomplott“, kann aber gut ohne Vorkenntnis gelesen werden. Da für mich Band 1 ein Krimi mit rabenschwarzem Humor war, der mir ausgezeichnet gefallen hat, war ich auf die vorliegende Geschichte sehr gespannt.

Helene ist eine attraktive Frau, die sich ihrer Wirkung sehr wohl bewusst ist. Aufgrund der Witwenpension ihres verstorbenen Diplomatenehemannes kann sie es sich gutgehen lassen und nach wie vor Haushälterin Tereza beschäftigen, die für ihre kleine Tochter quasi eine Bonus-Grossmutter ist. Inspektor Moravec, der mitnichten ein Frauenheld ist, setzt Helene mit seinen Beweisen unter Druck: Wenn sie ihn heiratet, hat es die Beweise nie gegeben! Nun ja, nicht erstaunlich, dass kurz darauf die Hochzeitsglocken läuten, oder? Moravec hat eine sehr überraschende Entwicklung gemacht, denn in meiner Vorstellung war er so ein einsamer, passiver Junggeselle, der aber plötzlich wie verrückt aufdrehte und meinte, er sei der tollste Hengst aller Zeiten!
Haushälterin Tereza hat mir gut gefallen – ich konnte sie mir vor meinem inneren Auge sehr gut vorstellen. Eine Frau, die nicht lange fackelt, sondern anpackt…

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir wider Erwarten sehr schwer, denn das erste Drittel des Buches empfand ich als ziemlich zäh, irgendwie passierte so gar nichts. Aber dann begann die Geschichte langsam Fahrt aufzunehmen. Es war eine irre Geschichte, keine Frage, aber das mag ich. Von mir gibt es 3 Sterne.

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Rezensionen von Lese:

Berührende Reise

Ein Herz aus Papier und Sternen von Cecelia Ahern

Ich mag den Stil der Autorin sehr gerne und auch hier ist ihr wieder eine emotionale Geschichte mit Tiefgang gelungen.
Protagonistin Pip ist 32, wird aber immer noch von ihrer herrischen Mutter kontrolliert und darf kaum etwas selbst entscheiden, nicht einmal bei der Erziehung ihrer Tochter Bella.

Seit sie mit 16 schwanger wurde, bestimmen die Eltern über ihr ganzes Leben und trennten sie sogar vom Kindsvater. Sie lebt zurückgezogen in einem kleinen Zimmer, faltet Origami, um ihre Gefühle auszudrücken, und führt ein sehr trostloses, eingeschränktes Leben. Pips Entwicklung im Laufe der Zeit empfand ich als glaubwürdig und ermutigend. Der Anfang war eher sehr ruhig, passend zu Pips Lebenssituation, er berührte mich sehr. Im ersten Teil gab es leider auch ein paar Längen. Danach baute die Handlung mehr Spannung und Emotionalität auf. Ein ruhiger, einfühlsamer Roman, der mir gut gefallen hat, aber meiner Meinung nicht ganz mit Aherns besten Romanen mithalten konnte.

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Rezensionen von FogandBooks:

Ein Kind vor der Kamera – und der lange Weg zurück zu sich selbst

Please unfollow von Basma Hallak

Please Unfollow ist einer dieser seltenen Young-Adult-Romane, die ihre Leser*innen nicht nur emotional mitnehmen, sondern zugleich gesellschaftlich herausfordern. Die Autorin verknüpft auf beeindruckende Weise die Folgen von medialer Überpräsenz mit der Frage nach Identität, Grenzen und dem Recht auf ein eigenes Leben.

Dabei entsteht eine Geschichte, die unbequem ehrlich, aber zugleich unglaublich einfühlsam erzählt ist.

Im Zentrum steht Sherry, deren gesamte Kindheit von öffentlicher Aufmerksamkeit geprägt wurde – ohne dass sie jemals eine Wahl hatte. Der Roman zeigt mit bemerkenswerter Klarheit, was es bedeutet, aufzuwachsen in einer Welt, in der Likes wichtiger sind als Privatsphäre und in der Kinder durch Kameralinsen geformt werden, bevor sie überhaupt wissen, wer sie sein wollen. Gerade die Darstellung der elterlichen Verantwortung – oder des Fehlens davon – wirkt erschütternd real. Ohne zu bewerten oder plakativ zu überzeichnen eröffnet das Buch Räume für Fragen, die weit über die fiktionale Ebene hinausgehen.

Besonders eindrucksvoll ist die Art, wie die Autorin emotionale Tiefe schafft, ohne je voyeuristisch zu werden. Sherrys Entwicklung steht im Mittelpunkt: ihre Unsicherheit, ihre Angst vor Nähe, ihr Bedürfnis nach echter Verbundenheit und ihr zögerlicher Versuch, eine Identität jenseits von Social Media aufzubauen. Der Roman zeigt nicht nur, wie schmerzhaft diese Reise ist, sondern auch, wie viel Kraft darin liegt, wenn ein Mensch versucht, die Muster seiner Vergangenheit zu durchbrechen.

Die Nebenfiguren im Jugendprogramm bereichern die Handlung mit einer Vielfalt an Perspektiven. Jede Begegnung, jede kleine Annäherung wirkt glaubwürdig und trägt zu Sherrys innerem Wachstum bei. Der Roman erinnert daran, dass Heilung selten geradlinig verläuft und dass Vertrauen Zeit braucht – besonders, wenn man es nie gelernt hat.

Sprachlich bewegt sich das Buch auf einem modernen, reflektierten Niveau. Die Kombination aus Rückblenden, Kommentarspalten und Gegenwartskapiteln ist nicht nur ein erzählerischer Kniff, sondern verstärkt die Wirkung der Thematik enorm. Manche Passagen tun weh, weil sie so echt wirken. Andere sind leise und tröstend. Diese Balance macht das Buch enorm stark.

Please Unfollow ist kein leichter Roman, auch wenn er sich mühelos liest. Er wirft Fragen auf, die unbequem sein können:
Wie viel zeigen wir online? Wo liegen die Grenzen? Und was macht all das mit jenen, die sich nicht schützen können?
Die Autorin liefert keine einfachen Antworten – aber sie sensibilisiert, und das auf eine Weise, die noch lange nachwirkt.

Am Ende bleibt eine Geschichte, die nicht nur über die Ausbeutung eines Kindes spricht, sondern über Mut, Selbstfindung und die Hoffnung auf ein Leben, das einem wirklich gehört.
Ein Buch, das man nicht einfach beendet, sondern mitnimmt.

Ein wichtiges, eindringliches und aufrichtiges Werk – absolut lesenswert.

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Rezensionen von Vobabooks:

Spannende Fortsetzung

Aurora Academy (Band 2) - Wenn das Nordlicht entflammt von Mareike Allnoch

„Wenn das Nordlicht entflammt“ ist der zweite Band der Aurora Academy Dilogie von Mareike Allnoch. Nach den turbulenten Ereignissen geht es für Yara und ihre Freunde nun für ein neues Schuljahr zurück an die Aurora Academy in Finnland. Die Gefahr durch Kieron sollte doch eigentlich überstanden sein, doch mit Yara passieren komische Sachen…
4.

5 ⭐️ Eine spannende Fortsetzung der Dilogie voller Schattenwesen und dunkler Magie. Yara stellt sich mutig den Herausforderungen und hat dabei tolle Freunde an ihrer Seite. Die Schnee- und Eiswelt ist zudem wirklich atmosphärisch beschrieben, ein schönes Buch für den Winter. Das Magiesystem mit den Nordlichtern hat mir auch wieder sehr gut gefallen. Eine tolle Fantasygeschichte für Jugendliche!

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Rezensionen von Tara:

Eindrucksvoll & faszinierend

KUNTH Bildband Das wilde Europa von Andrea Lammert; Eckard Schuster; Jakob Strobel y Serra

„Das wilde Europa: Reisen zu den Naturparadiesen unseres Kontinents“ ist ein wirklich eindrucksvoller Bildband aus dem KUNTH Verlag.

Dieser Bildband bietet wirklich ein ganz einzigartiges Erlebnis und ist voll mit beeindruckenden Fotografien und interessantem Wissen über Europa. Wer sich also einmal so richtig schön in die Natur träumen möchte, muss nur dieses Buch zur Hand nehmen.

Es ist in die unterschiedlichen Teile Europas - Nord-, West-, Mittel-, Süd- & Südosteuropa - gegliedert und innerhalb dieser nach Ländern mit den jeweiligen Nationalparks.
Direkt zu Beginn gibt es eine große Übersichtskarte mit entsprechendem Verzeichnis, um sich grob zu orientieren welche Flecken unserer Erde hier näher betrachtet werden.

Es folgen zu jedem der vorgestellten Naturreservate beeindruckende Bilder der Landschaften und der dort lebenden Tiere. Dazu gibt es detailliertes Wissen zu den Ökosystemen, getroffenen Schutzmaßnahmen, der Kulturgeschichte der jeweiligen Regionen.

Zudem befindet sich auf jeder Seite eine kleine Weltkugel, die dafür sorgt, dass man auf einen Blick erkennen kann, wo man sich gerade befindet.

Die Informationen sind interessant, kurz und prägnant.
Jede Seite für sich bringt faszinierende Facetten der jeweiligen Region zum Vorschein und ich habe für mich zahlreiche neue und wissenswerte Informationen erhalten.

Wer gerne eindrucksvolle und faszinierende Bilder unserer Natur bestaunt und dazu Details über die Vielfalt der Nationalparks in Europa erfahren möchte, der liegt mit diesem Bildband genau richtig.

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Rezensionen von Tintenteufel:

Inhaltlich und didaktisch top!

Durchblick Künstliche Intelligenz von Brian Clegg

Brian Cleggs Buch über künstliche Intelligenz begeistert mich durch sein perfekt durchdachtes didaktisches Konzept: Clegg vermittelt die Inhalte systematisch und gut verständlich!

Die stringente Systematik ist perfekt nachvollziehbar durch eine ausführliche Gliederung anfangs in der Kapitelübersicht und die inhaltlichen Zusammenfassungen auf einer gelb hervorgehobenen Doppelseite am Ende jedes Kapitels, letzteres geschieht in einer anschaulichen Skizze, die entfernt an ein Flussdiagramm erinnert.

Die Texte sind inhaltlich sehr fundiert, aber trotzdem allgemein verständlich. Umfassend viele Aspekte werden berücksichtigt: von historischen Grundlagen über erkenntnistheoretische Überlegungen bis hin zu Fragestellungen der Praxis und kritischen Fragen nach Gefahren des Missbrauchs

Ein kleiner Wunsch bleibt dennoch offen: Ein paar optisch hervorgehobene Definitionen zentraler Begriffe wären für blutige Anfänger hilfreich gewesen, doch das ist Jammern auf hohem Niveau!

Leider ist das Buch trotzdem schwer zu lesen wegen der fürchterlich kleinen Schrift und den wechselnden Farbkontrasten. Klitzekleine weiße Schrift auf dunkelblauem Grund mag zwar modern designt sein, angenehm zu lesen ist es aber nicht. Als älterer Mensch entspreche ich zugegebenermaßen nicht der primären Zielgruppe dieses Buches, aber es gibt auch genug junge Menschen mit Sehschwächen! In Zeiten von Inklusion sollte die Barrierefreiheit beim Lesen selbstverständlich sein.

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Rezensionen von Gundi57:

Hundefreunde

Streuner - von der Straße direkt ins Herz von Vanessa Magalhaes

Mit dem Hund Bruno fing alles an oder besser gesagt die Tierliebe von Vanessa begann schon im Kindesalter.
Als sie ihr Großmutter in den Bergen von Portugal besucht und erlebt wie die Straßenhund ihr Dasein fristen.
Da ihr Partner auch genau wie sie denkt und schon einiges zu diesen traurigen Sachen erlebt hat beschließen sie das dringend Hilfe benötigt wird.

Bruno wurde ihnen auf einer Raststätte in die Arme gedrückt mit gerade mal drei Monaten.
Das alles hat ihr Leben total verändert.
Seitdem nehmen sie regelmäßig Tiere auf die Hilfe brauchen.
Sie selber besitzen selber ein kleines Rudel die alle schon viel mitgemacht haben.
Ihre Freundin teresa hat in Portugal eine Pfötchenfarm aufgebaut und rettet dort das Leben von vielen Hunden.
Über verschiedene Plattformen sammeln sie Spenden damit die Tiere ein würdiges Dasein erhalten .

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Rezensionen von Shilo:

Zwischen Freundschaft, Pflicht und Schicksal

Der Gautenthron von Sylvia Koppermann

Der Roman beginnt ruhig und öffnet den Blick auf eine längst vergangene Epoche. Der junge Wulf verliert früh seine Eltern und wird an den Hof seines Großvaters, des Königs der Gauten, gebracht. Dort soll er zum Krieger ausgebildet werden, was für den zurückhaltenden Jungen eine große Herausforderung darstellt.

Schon erste Übungen mit Schwert und Schild fordern Geduld und Mut, und kleine Fehler zeigen sofort, wie viel noch zu lernen ist.
Die Kapitel gewähren Einblicke in das Leben auf Gotland. Machtkämpfe, feste Ordnung am Hof und alltägliche Aufgaben wirken nah und lebendig. Wulf lernt, wie streng die Regeln sind, wie wichtig Ehre und Loyalität in einer Welt voller Rivalitäten ist und wie er sich behaupten kann. Er übt Handwerk, trainiert, beobachtet die politischen Auseinandersetzungen und merkt, dass jede Entscheidung Konsequenzen hat. Die historischen Namen und Begriffe gehören in diese Epoche, wirken zunächst fremd, werden aber mit der Zeit immer vertrauter.
Wulfs Entwicklung verläuft schrittweise, aber nachvollziehbar. Die Freundschaft zu Weohstan bildet das Herzstück der Geschichte. Aus der engen Verbundenheit der beiden entsteht über die Jahre mehr als Kameradschaft. Gemeinsam bestehen sie Prüfungen, teilen Geheimnisse, trösten einander in Momenten der Trauer und unterstützen sich bei den Herausforderungen des Hoflebens. Diese Verbindung verleiht der Erzählung Wärme und Tiefe.
Die Geschichte zeigt, wie Wulf über sich hinauswächst, obwohl er nie ein Held sein wollte. Kleine Prüfungen, Verluste und schwierige Entscheidungen formen ihn zu einem Anführer, der schließlich als Beowulf in die Sagenwelt eingeht. Der Roman macht deutlich, wie viel Mut und Durchhaltevermögen selbst ein unscheinbarer Junge aufbringen muss, um seinem Schicksal zu begegnen.
Der Stil ist flüssig und klar, die Beschreibungen lebendig und anschaulich. Die Handlung bleibt gut nachvollziehbar, auch wenn die Epoche der Völkerwanderung zunächst fremd wirkt. Manche Szenen tragen eine ruhige Ernsthaftigkeit, andere berühren durch die Nähe zu den Figuren und lassen die Welt spürbar lebendig werden.
Beowulfs Weg wird hier vor allem in jungen Jahren gezeigt. Die Erzählung begleitet ihn durch seine Ausbildung und die prägenden Begegnungen dieser frühen Lebensphase. Die bekannten Ereignisse der späteren Saga liegen noch vor ihm, sodass dieser Band einen klaren Schwerpunkt auf seine Entwicklung und sein Heranwachsen legt.
Die Erzählung über die frühen Jahre des späteren Beowulf wirkt glaubwürdig, weil sie keinen großen Helden in den Mittelpunkt stellt. Stattdessen begleitet sie einen Jungen, der Schritt für Schritt lernt, Verantwortung zu übernehmen. Aus stillen Anfängen wächst eine Figur heran, die den Gauten später vorangeht. Die Autorin verbindet historische Elemente mit menschlicher Nähe und schafft eine Geschichte, die lange im Gedächtnis bleibt.
5 Sterne und eine ganz klare Leseempfehlung.

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Rezensionen von Julchentim:

Fesselnd vom ersten Satz bis zum letzten Moment

Love, Mom von Iliana Xander

Dieses Buch hat mich sofort so gepackt und nicht mehr losgelassen, dass ich es an einem Tag durchgelesen habe. Iliana Xander erzählt eine spannende Familiengeschichte, die mit jeder Seite mehr an Tempo gewinnt. Die Mischung aus Rätseln, Gefahr und starken Figuren funktioniert wirklich hervorragend.

Ich mochte besonders, wie Mackenzie ihren eigenen Weg geht und Schritt für Schritt erkennt, was wirklich passiert ist. Diese Entwicklung wirkt greifbar und nah, nachvollziehbar.

Die vielen Wendungen haben mich oft überrascht. Eine Enthüllung in der Mitte hat mich komplett erwischt und ich musste kurz pausieren, um wieder klarzukommen. Ich muss ein wirklich dummes Gesicht gemacht haben. Das passiert mir selten. Die kurzen Kapitel treiben die Handlung voran und erzeugen echtes Suchtpotenzial. Ich hatte das Gefühl, einen Film zu sehen, bei dem jede Szene zählt.

Die Verbindung aus Spannung, Emotion und einem kleinen Hauch Romantik hat für mich perfekt funktioniert. Nichts läuft ins Leere. Am Ende fügt sich alles sauber zusammen, was ich sehr schätze. Ich lege das Buch jedem ans Herz, der Lust auf eine packende Geschichte hat, die bis zur letzten Seite trägt.

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Rezensionen von clematis:

Allein

Der Nachbar von Sebastian Fitzek

Monophobie, das Unvermögen allein sein zu können, begleitet Strafverteidigerin Sarah Wolff seit ihrer Kindheit. Nach einer einschneidenden Entscheidung lässt sie sich mit ihrer Tochter Ruby in einer Neubausiedlung am Rande von Berlin nieder, ohne zu wissen, dass sie bei jedem Schritt beobachtet wird.

Mit Einstein gehen wir anfangs ins Gefängnis, mit Sarah betreten wir gleich darauf das Halbdunkel einer Waldhütte. Rasch wechselnde Orte und Szenen, eine Fülle an Informationen und dennoch nie das gesamte Bild – so sehen wir das, was wir sehen sollen und fragen uns bisweilen, ob Sarah an einer Persönlichkeitsstörung leidet oder wir als Leser einfach nicht alle Details richtig ins Puzzle einordnen können. Flott und beklemmend geht es durch kurzweilige Kapitel, die Bewertung der einzelnen Figuren fällt durchwegs schwer und gibt Rätsel auf. Zwischendurch sorgen brutale Foltermethoden für Gänsehaut und rasches Weiterlesen, denn einerseits will man kaum alle Grausamkeiten wie in Zeitlupe miterleben oder gar auskosten, andererseits steigt die Neugierde auf das Warum von Seite zu Seite. Das fast zu abrupte Ende kann der gesamten Handlung dann auch keinen Abbruch tun, schließlich muss nicht jeder Schritt seziert werden und die wesentlichen Fragen sind geklärt.

Viele Rätsel, Kindheitstraumata und engelsgleiche Stalker sorgen für Nervenkitzel, die Angst, allein zu sein, ist nichtig, denn lieber wäre man dann doch allein, nicht wahr? Leseempfehlung!

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