Kunden em pfehlungen
Rezensionen von peedee:
Zu wenige Seiten für eine runde Geschichte
Naughty Little Christmas von Lili Valente
Jingle Bells Kiss, Band 1: Macy kommt nicht freiwillig nach Lover’s Leap zurück. Vor zehn Jahren hat sie es verlassen müssen, da sie und ihre jüngere Schwester aufgrund eines Verrats zu ihrer Tante ziehen mussten. Dean, ihre grosse Liebe, hat verraten, dass ihr Vater die Familie schon längst im Stich gelassen hat.
Das kann sie ihm nicht verzeihen. Ein Wiedersehen lässt sich nicht vermeiden – die Stadt ist zu klein. Dean will Macy unbedingt zurückgewinnen…
Erster Eindruck: Ein auffälliges Cover mit süssen weihnächtlichen Motiven – gefällt mir. Aktuell scheint es in zu sein, deutsche Bücher mit englischen Titeln zu versehen – das mag ich nicht.
Dies ist Band 1 der Reihe und für mich zugleich das erste Buch der Autorin, insofern habe ich keine Vergleichsmöglichkeiten.
Macy ist 25 Jahre alt und somit erwachsen, hat aber die damalige Trennung als Teenager nicht verarbeitet. Sie hat in allem Dean die Schuld gegeben, nie hinterfragt, was vor zehn Jahren seine Beweggründe waren. Warum hat sie nicht versucht, Kontakt zu ihm aufzunehmen? Sie ist zudem ein Mensch, der in Turbogeschwindigkeit voreilige Schlüsse zieht und Lover’s Leap in ebensolchem Tempo wieder verlassen will.
Dean ist heimatverbunden, hat ein eigenes Unternehmen und unterstützt auch seine Mutter. Dafür hat er einen Zweitjob: Er strippt in den umliegenden Kleinstädten, um die Hypothek seiner Mutter abzahlen zu können. Dabei ist er überzeugt, dass „seine“ Leute in Lover’s Leap nichts davon wissen. Na klar. So etwas bleibt auf jeden Fall geheim!
Ich bin in der Bewertung dieses Buches zwiegespalten: Es gab durchaus schöne Momente, aber dann wiederum hatte es Passagen, bei denen ich den Kopf schüttelte. Zehn Jahre Funkstille, dann ein Wiedersehen aufgrund eines Unfalls, und – tataa – spicy Szenen! Okay, das war für mich sehr schräg. Ein kleines Missverständnis bzw. das obenerwähnte Ziehen von voreiligen Schlüssen hätte bald das Happy End vereitelt. Doch dann… Ende; Epilog 3,5 Jahre später.
Das Buch hat sich flüssig lesen lassen, aber die Geschichte wurde auf zu wenigen Seiten erzählt. Mindestens 100 Seiten mehr wären für mich nötig gewesen, damit es rund geworden wäre. Von mir gibt es knappe 3 Sterne, aber nur weil ich Kleinstadtromane mag und ein klein-bisschen-kaum-spürbar reihenanfällig bin.
Rezensionen von stina23:
Ein Buch für Fans und die, die es noch werden wollen
Before I met Supergirl von Rea Garvey
Rea Garvey schreibt in seinem ersten Buch über seine Kindheit, Jugend und junges Erwachsenenleben in Irland und wie ihn das nach und nach in einen Musiker verwandelt hat. Denn laut eigenen Angaben, war er, obwohl er findet, dass in jedem Iren und jeder Irin ein/e kleiner/e oder größere/r MusikerIn steckt, nicht unbedingt dafür bestimmt ein solcher zu werden.
Durch harte Arbeit, festen Glauben und einen starken Rückhalt durch seine Familie ist es ihm gelungen, seinen Weg zu gehen, seinen Traum umzusetzen und in seinem Beruf erfolgreich zu werden.
Detailreich schildert Rea Garvey, wie es für ihn war mit sieben Schwestern in Irland aufzuwachsen. Schon dabei lässt er deutlich erkennen, wie wichtig für in seine Familie ist und wie sehr in seine Eltern unterstützt und geprägt haben, besonders in seinem unerschütterlichen Glauben an Gott. Mehr Platz im Buch nimmt sein Studentenleben und seine noch nicht ganz so erfolgreiche Zeit als junger Musiker ein. Dabei schreibt er über einzelne Ereignisse sehr genau, andere Entwicklungen lässt er beinahe unter den Tisch fallen, was für mich beim Lesen teilweise schwierig wurde. Ich verlor etwas den Lesefluss und musste immer wieder zurückblättern oder suchen, wann die Ereignisse stattfanden, um im Bilde bleiben zu können. Für mich fühlte sich dieses Herumspringen so an, als ob man jemanden beim spontanen Erzählen über sein Leben zuhört. Das hat zwar auch seinen Reiz, für mich war es aber eher anstrengend zu lesen. Gut gefallen hat mir, dass sich der Musiker seiner Leserschaft gegenüber, was seinen Glauben betrifft, sehr öffnet. Auch wenn man seine Einstellung nicht teilt, erkennt man doch, wie ihn das Vertrauen auf eine höhere Macht durch sein Leben begleitet und seinen Charakter geformt hat. Denn trotz einiger schicksalhafter Begebenheiten schwingt eine gewisse Leichtigkeit und Unbekümmertheit im Text mit. Auch einiges an Humor ist darin verpackt.
Ich denke, dass Fans des Musikers mit dem Buch viel Freude haben. Für mich als „neutrale“ Leserin, war es ein nettes Buch, das mir einer Person näherbringen konnte. An mehreren Stellen in der Struktur des Buches bemerkt man, dass es Rea Garveys Erstlingswerk ist, aber auch, dass er es mit viel Herz geschrieben hat.
Rezensionen von Shilo:
Warm erzählte Romantik
Eine Prinzessin für den Duke von Amalie Howard
Dieses Buch führt den Leser nach Indien, in das Jahr 1861. Hier wächst Sarani im Hof ihres Vaters auf und genießt ein Leben in Luxus. Bereits früh merkt sie, dass sie nirgendwo wirklich dazugehört. Als ihr Vater ermordet wird, bleibt ihr nur die Flucht, und verzweifelt sucht sie nach einem sicheren Zufluchtsort.
Sie schleicht sich heimlich auf ein Schiff nach London, das von Rhystan kommandiert wird, dem Mann, der ihr früher einmal sehr nahestand. Doch damals hatte ihr Vater Sarani einem anderen Mann versprochen.
Schnell wird klar, wie sehr Sarani zwischen zwei Welten steht. Als Tochter eines indischen Herrschers und einer schottischen Adligen erlebt sie wiederholt Ausgrenzung und Vorurteile. Die realistische Darstellung der Kolonialzeit ist oft hart, doch sie unterstreicht auch Saranis innere Stärke. Sie bleibt eine junge Frau, die trotz aller Rückschläge entschlossen ihren Weg geht.
Auch Rhystan verändert sich im Verlauf der Geschichte. Nach und nach begreift er, was in der Vergangenheit wirklich geschah, und beginnt, seine eigenen Urteile zu hinterfragen. Das macht seine Figur glaubwürdig und nachvollziehbar. Die Annäherung zwischen Sarani und Rhystan entwickelt sich ganz langsam. Die romantischen Szenen sind warm und natürlich.
Auf eine angenehme Weise verbindet die Handlung Spannung mit Gefühl. Eine gelungene Mischung aus historischen Themen, persönlicher Entwicklung und vorsichtiger Romantik macht das Buch zu einem runden, fesselnden Leseerlebnis und weckt Neugier auf die Fortsetzung der Reihe.
4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von Sternzauber:
Faszinierend, spannend und interaktiv – es gibt so viel zu entdecken!
Wieso? Weshalb? Warum? Leuchte und entdecke - Weltraum von Carola von Kessel
Wir waren vom ersten Blick an begeistert von diesem Buch und das fing schon bei dem tollen Cover an. „Leuchte & Entdecke – Weltraum“ aus der Wieso?Weshalb?Warum?-Reihe ziert nämlich ein sehr spannendes Titelbild, das gleich Lust macht aufs Entdecken! Es wirkt geheimnisvoll und abenteuerlich, fängt die Dunkelheit der Nacht ein, weckt aber auch großes Interesse durch die Taschenlampe und die ansprechende Gestaltung.
Uns hat es direkt in seinen Bann gezogen und mein Neffe wollte es nicht mehr aus der Hand geben.
Wie auch bei den anderen Titeln der Reihe ist das Buch aus sehr festem Material hergestellt, das viele neugierige Kinderhände gut aushält. Eine Besonderheit, die wir bisher noch nicht kannten, sind jedoch die dunklen Folienseiten auf fast jeder Doppelseite, die durch die Nutzung der „Taschenlampe“ (im Buch enthalten) erhellen lassen. Auch, wenn es natürlich keine echte Taschenlampe ist und die Bildbereiche „nur“ durch das weiße Papier der Papp-Taschenlampe sichtbar werden, ist dieser Effekt wirklich beeindruckend und faszinierend. Er fokussiert die Aufmerksamkeit der Kinder in ganz besonderer Weise und ermöglicht ein sehr reizvolles Entdecken. Er macht zusätzlich neugierig und ist ein echtes Highlight!
Zum Glück fehlen aber auch die altbekannten Klappen auf den Seiten nicht! Sie sind meiner Meinung nach eines der Markenzeichen der „Wieso?Weshalb?Warum?-Bücher und machen uns immer wieder aufs Neue Freude. Ich finde es toll, dass das neue Highlight mit der Taschenlampe in so guten Einklang mit den bekannten Entdecker-Methoden gebracht wurde und das Buch bietet somit wirklich eine Menge Erkundungsspaß!
Die Bilder von Silke Voigt sind wirklich toll! Ich finde sie aber nicht nur ansprechend, sondern sie illustrieren die Informationen, die vermittelt werden sollen, auf wirklich sehr gelungene Art und Weise. Sie sind detailliert, ohne überladen zu wirken und ergänzen die Texte wunderbar. Auch die Farbgebung überzeugt mich und sie fangen den Zauber des Weltalls bei aller Sachlichkeit oft wunderbar ein.
Carola von Kessel hat die Texte dieses Wissensbuches verfasst und meiner Meinung nach ist es ihr sehr gut gelungen, die Informationen interessant aufzuarbeiten. Die Texte sind kurz und auf den Punkt gebracht, wirken aber trotzdem lebendig und holen die Kinder immer wieder in ihrer Lebens- und Interessewelt ab. Eine Besonderheit ist für meinen Neffen das Glühwürmchen, dass immer wieder auf den Seiten zu entdecken ist und das die Kinder direkt anspricht, zusätzliche Informationen beisteuert oder einfach humorige Kommentare abgibt.
Nicht ganz erschließt es sich mir, warum sich die Taschenlampe am Ende des Buches befindet und auch dort die Erklärungen zur Nutzung dieser zu entdecken sind – diese hätten für mich an den Anfang des Buches gehört. Doch dies tut unserer Begeisterung für dieses Buch keinen Abbruch und wir haben schon jetzt wirklich viel Zeit mit ihm verbracht. Immer wieder möchte mein Neffe das Buch noch mal anschauen, geht auf die Suche nach weiteren Details oder sucht erneut nach gezielten Stellen. Ich bin überzeugt davon, dass dieser Titel einen festen Platz im Regal bekommen wird und freue mich auf viele weitere interessant-spannende Momente mit dem Buch und meinem Neffen, denn es regt neben aller Entdeckerfreude auch zu Gesprächen an – einfach wunderbar!
Von uns erhält es eine ganz klare und überzeugte Leseempfehlung für alle kleinen und großen Weltallforscher und wir freuen uns auf weitere Bücher mit Entdecker-Taschenlampe!
Rezensionen von DoraLupin:
Eine Geschichte die zugleich erschüttert und berührt
Du musst meine Hand fester halten, Nr. 104 von Susanne Abel
Ich höre zurzeit sehr gerne historische Romane, die mich in eine andere Zeit entführen, mit interessanten Charakteren unterhalten und mich gleichzeitig etwas dazulernen lassen. Deshalb war ich auch auf dieses Hörbuch sehr gespannt. Und ich muss sagen, dass ich mehr als erschüttert über diese Geschichte bin – auch, weil ich von den Kriegskindern, die ins Heim gekommen sind bisher wenig wusste.
Die Geschichte dreht sich um das Ende des Zweiten Weltkriegs, mitten in Deutschland wird ein kleiner Junge gefunden, der nichts über sich selbst und seine Herkunft weiß. Sein Alter wird geschätzt, er bekommt den Namen Hartmut und wächst in einem katholischen Kinderheim auf, in dem viel Ordnung und noch mehr Zucht herrscht. Dort lernt er die etwas ältere Kriegswaise Margret kennen, die ihn schon im Heim zu beschützen versucht. Die beiden werden zu einer unverzichtbaren Stütze füreinander und beschließen, sich nie wieder loszulassen. Doch während sie mit aller Kraft versuchen, gemeinsam das Geschehene zu vergessen und ein normales Leben zu führen, werden die Folgen ihrer Vergangenheit auch für die nachkommenden Generationen bestimmend ...
In das Hörbch habe ich ohne Probleme hineingefunden. Der Schreibstil ist sehr angenehm, deshalb ist es mir nicht schwergefallen mich ganz auf die Geschichte zu konzentrieren und mich darauf einlassen zu können. Jedoch ist es harter Tobak über die Situation der Kriegskinder zu lesen, nicht nur einmal musste ich bei den Schilderungen schlucken. Aber die Autorin schafft es einfühlsam, aber auch ehrlich, das Elend, das diese Kinder erleben mussten, näherzubringen. Da die Geschichte auf zwei Zeitebenen spielt, erfährt man einmal etwas über die grausame Vergangenheit von Harti und Margret, aber auch von ihren Kindern und Ekeln und wie ihre Geschichte die Generationen nach ihnen auch beeinflusst. Ich war wirklich geschockt wie viel Leid diese Menschen ertragen mussten und mit welchen Folgen sie leben mussten.
Dieses Hörbuch ist lehrreich, unterhaltsam, schwer verdaulich... das Hörbuch wird noch einige Zeit in meinen Gedanken nachhallen. Ich vergebe dafür 5 von 5 Sternen und eine Empfehlung, aber es ist nichts für schwache Nerven.
Die Sprecherin hat die Geschichte einfühlsam und lebendig gesprochen und ihre Stimme war angenehm. Ich habe ihr gerne zugehört.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein gelungener Reihenauftakt
Die weiße Nacht von Anne Stern
Der Winter des Jahres von 1946/47 wird als Hungerwinter in die Geschichte eingehen, in dem Tausende Menschen im zerstörten und von den alliierten besetzten Deutschland infolge von Krankheiten, Hunger und Kälte sterben. Wer keine Habseligkeiten mehr hat, um sie am Schwarzmarkt gegen etwas Essbares zu tauschen, stöbert in den Trümmern nach etwas Brauchbarem.
Die junge Fotografin Lou Faber sucht in den Ruinen von Berlin nach geeigneten Motiven, um die Fotos an Magazine zu verkaufen. Dabei entdeckt sie eine Frauenleiche, deren Hände gefaltet sind. Die herbeigerufene Polizei glaubt zunächst an ein weiteres Kälteopfer, doch mit Hilfe von Lous Foto wird dem ermittelnden Kriminalkommissar Alfred König klar, dass es sich um einen Mord handelt und diese tote Frau wird nicht die einzige Leiche bleiben.
So kurz nach dem Ende des NS-Regimes liegt der Verdacht nahe, dass sich jemand für erlittenes Leid rächen will ...
Meine Meinung:
Dieser Krimi, der in den ersten Nachkriegsjahren in Berlin spielt, ist Auftakt einer neuen historischen Krimireihe von Anne Stern. Nach der Reihe, rund um die Dresdner Oper oder jene um die Hebamme Hulda Gold, bieter diese neue Reihe Spannung und historisches Wissen.
Die Charaktere sind wie immer bei Autorin Anne Stern sorgfältig ausgearbeitet. Sowohl Lou Faber als Kriminalkommissar Alfred König habe ihre Ecken und Kanten, sowie ihre Traumata aus den vergangenen Kriegsjahren. Obwohl die beiden unterschiedlicher nicht sein könnten, haben sie den eisernen Willen den oder die Täter ausfindig zu machen und die Morde aufzuklären.
Auch die Nebenfiguren wie die Jugendlichen Gerti und Justus, die mit allen Wassern gewaschen sind, sind geschickt gezeichnet- Die beiden kennen sich am Schwarzmarkt bestens aus, um überleben zu können und schrecken auch vor kriminellen Handlungen nicht zurück.
Am Silvesterabend 1946 wird der Kölner Erzbischof Joseph Kardinal Frings in seiner Predigt den Mundraub für den rechtfertigen. Wenig später wird sein Nachname als Synonym für das Organisierens von Nahrung und Kohle - fringsen.
Wie schon die anderen Romane ist auch dieser hier penibel recherchiert und gekonnt erzählt. Das Cover ist sehr gut gelungen, zeigt es doch die in Trümmern liegende Welt durch den Sucher einer Kamera.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem historischen Krimi, der bis zur letzten Seite fesselt, 5 Sterne und eine Lesempfehlung.
Rezensionen von Buchseelensammlerin:
Werwölfe
Rabid von Ivy Asher; Raven Kennedy
Das Cover von Rabid, einem Einzelband, ist schön gestaltet und passt gut zur Geschichte. Es zeigt die natürliche wilde Seite der Werwölfe.
Der Schreibstil der beiden Autorinnen Raven Kennedy und Ivy Asher ist flüssig und bildhaft, so dass man beim lesen die Emotionen und die Intensität spüren kann.
Die Hauptprotagonistin ist mutig, selbstbewusst und stark. Sie ist sehr gut ausgearbeitet, so dass man ihre Verletzlichkeit beim lesen spüren kann. Die Stellen mit ihrer inneren Wölfin haben mir richtig gut gefallen.
Dann ist da noch der Alpha Tyran. Ein toller Charakter der sich im Laufe der Geschichte gut entwickelt, wobei mir ein bisschen die emotionale Tiefe zwischen den beiden Protagonisten gefehlt,
Mir hat Rabid gut gefallen und ich kann es jedem empfehlen, der gern emotionale Geschichten mit einer starken Protagonistin liest.
Rezensionen von Petra:
Kälte
Der Weg des ewigen Winters von Niilo Sevänen
Die kleine Halla steht allein auf der Welt. In Konstantinopel im Jahr 1007, ihre Eltern sind ermordet und sie hat seltsame Träume. Der Bruder ihrer Pflegemutter versucht sie zu beschützen. Denn es sind viele eigenartige Gestalten hinter ihr her. In ihren Träumen sind es Raben und andere Raubvögel.
Im realen Leben sind es Attentäter und andere Gestalten die anscheinend sehr überzeugende Gründe haben ihrer habhaft zu werden.
Es ist eine Fantasy Geschichte die in der Historie angesiedelt ist. Eine Mischung aus nordischen, griechischen und frühchristlichen Mythen. Eine Welt in der es von Hexen, Geistern und Königen wimmelt.
Mich hat dieses Buch überfordert. Wenn ich mich an ein Setting gewöhnt hatte, kam ein Neues. War ich mit einer Figur vertrauter geworden, starb oder verschwand sie. Ist es eine historische Person passt sie nicht in die Zeit.
Alles ist noch sehr wage dargestellt. Denn anscheinend ist dieses Buch der Anfang einer Trilogie. Klar das man mit der Auflösung bzw. mit den Entdecken von Zusammenhängen noch den zweiten und dritten Band lesen muss.
Aber auch im ersten Band könnte schon etwas mehr Tiefe sein Die Charaktere etwas mehr umrissen und ein paar Erklärungen zu den Geschehnissen. Es sind zu viele verwirrte Fäden, man kann nur hoffen das der Autor es schafft dieses Knäuel zu entwirren.
Rezensionen von clematis:
Enge Bande
Wem du traust von Petra Johann
Eva und Daniel leben zufrieden mit ihrem fünfjährigen Sohn Linus in einer ruhigen Neubausiedlung. Sehr oft ist auch Sofia Gast, die fünfzehnjährige Tochter von Evas bester Freundin Susanne. Nach einem Babysittereinsatz bringt Daniel Sofia nach Hause, allerdings kommt die Jugendliche dort nie an. Ist das eher in sich zurückgezogene Mädchen von daheim ausgerissen oder hat gar Daniel mit ihrem Verschwinden etwas zu tun?
Stete leise Spannung begleitet diesen fesselnden Kriminalroman, wenige, besonders gekonnt gezeichnete Figuren beherrschen die spannende Handlung.
Wir lernen die familiären Beziehungen, Freundschaften und engen Bande zwischen den einzelnen Personen kennen, wagen uns an Bewertungen und müssen diese aufgrund unterschiedlicher Sichtweisen doch wieder verwerfen. Dann kommt noch ein sogenannter Cold Case ins Spiel und mischt die Karten wiederum neu. Interessante und wichtige Themen wie Autismus und häusliche Gewalt finden Eingang ins Geschehen, kursiv gedruckte Abschnitte wecken Neugierde und bringen das Gedankenkarussell beim Leser in Schwung. Schlussendlich bewahrheiten sich meine Vermutungen zum Teil, die Aufklärung des Falles verläuft dennoch anders als erwartet – bestens gelungen!
Ein weiterer logisch aufgebauter Kriminalroman von Petra Johann, der sowohl sprachlich als auch inhaltlich überzeugt und besonders die Tragfähigkeit in Beziehungen auf den Prüfstand stellt. Absolut lesenswert!
Rezensionen von PMelittaM:
Enttäuschend
Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste von Kelly Mullen
Die 77jährige Mimi wohnt auf der idyllischen Insel Mackinac im Lake Huron. Die Insel ist klein, alle Einwohner kennen sich, aber eine sticht besonders heraus, Jane Ireland ist nicht nur sehr reich, sie bewohnt auch ein schlossähnliches Gebäude.
Eines Tages erhält Mimi von Jane eine Einladung zu einer Auktion in ihrem Anwesen, inklusive eines Erpressungsschreibens.
Woher weiß Jane von Mimis Geheimnis? Mimi will unbedingt verhindern, dass davon noch irgendjemand etwas erfährt, und nimmt die Einladung an, bittet aber ihre Enkelin Addie, sie zu begleiten.
Während der Auktion gibt es nicht nur einen Schneesturm, sondern auch eine Leiche. Durch den Sturm kann weder die Polizei kommen, noch eine:r der Teilnehmer:innen das Anwesen verlassen. Mimi und Addie ermitteln.
Warum gerade Mimi und Addie ermitteln? Keine Ahnung, möglicherweise, weil Mimi gerne Kreuzworträtsel löst, und ihr deswegen analytisches Denken unterstellt wird? Vielleicht auch, weil Addie Mitentwicklerin eines Krimi-Games ist? Für mich ergab sich hier schon das erste Fragezeichen, denn nicht nur, dass die beiden offenbar die einzigen sind, die überhaupt Interesse daran zu haben scheinen, wer hier der oder die Mörder:in ist, ihnen wird auch meist freigiebig alles mögliche erzählt, sogar intimste Geheimnisse. Gut, darüber hätte man hinwegsehen können, wenn der Kriminalroman ansonsten spannend und interessant gewesen wäre, und man selbst Lust bekommen hätte, mitzurätseln.
All das ist aber leider nicht der Fall. Das liegt in großem Maße an den Charakteren. Alle blieben für mich blass, obwohl ich zunächst für Mimi ein bisschen Interesse entwickelt hatte, war das leider schnell wieder weg. Der einzige, der mir ein bisschen näher kam, war der Koch, er erschien mir auch die sympathischste Person. So waren mir im Grunde nahezu alle herzlich egal, und ich hatte auch keine große Lust, mitzurätseln.
Als Leser:in ist man ständig bei Mimi und Addie, die anderen Charaktere lernt man nur durch die Dialoge mit ihnen kennen. Daneben nehmen die Probleme, die Mimi und Addie miteinander haben sowie die, die Addie mit ihrem Expartner hat, viel zu viel Raum ein. Alle diese Probleme haben wenig bis gar nichts mit dem Kriminalfall zu tun, und stören eher, als dass sie Interesse wecken.
Es gibt viele Anspielungen auf Agatha-Christie-Romane, doch mit diesen messen kann der Roman sich nicht im geringsten.
Spannung kam leider überhaupt keine auf, irgendwie wollte ich zwar schon wissen, was hinter allem steckt, am Ende empfand ich die diversen Auflösungen aber zum einen recht unspektakulär, zum anderen nur bedingt nachvollziehbar. Insgesamt hat es sich in meinen Augen nicht gelohnt, den Roman zu lesen.
Das Setting ist so weit okay, die Lock-in-Situation ist nachvollziehbar. Das Anwesen hat einiges zu bieten, auch durch seine Hintergrundgeschichte. Schön wäre ein Lageplan gewesen, ich konnte nicht immer nachvollziehen, wo man gerade war. Die Insel gibt es im übrigen wirklich.
Mich konnte der Roman nicht überzeugen, weder der Kriminalfall noch die Charaktere. Einzig das Setting kann ein bisschen punkten. Keine Leseempfehlung!











