Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
ein Locked-Room Whodunit à la Agatha Christie
Die Einladung - Mord nur für geladene Gäste von Kelly Mullen
3,5 Sterne
Die 77jährige Mimi MacLaine lebt auf der kleinen und ruhigen Insel Mackinac Island im Huronsee, nahe der Grenze zu Kanada.
Eines Tages erhält sie überraschend eine Einladung ihrer Nachbarin Jane Ireland zu einer Auktion auf deren Familienanwesen, das in vergangenen Zeiten als Schmuggelplatz und Flüsterkneipe genutzt wurde.
Jedoch nicht nur, dass Mimi zu Jane keinen Kontakt hatte, ist die Einladung auch noch eine Erpressung: wenn sie nicht erscheint und ein bestimmtes Manga ersteigert, wird Mimis dunkles Geheimnis veröffentlicht.
Also schnappt sich Mimi als Verstärkung ihre Nichte Addie, eine Gamedesignerin, mit der sie jedoch schon länger keinen Kontakt mehr hatte, und verbringt neben 7 weiteren Gästen (die natürlich auch alle Geheimnisse haben) den verschneiten Abend mit den Gastgebern Jane Ireland und deren Lebensgefährten Matthew (der auch ihr Schwiegersohn ist).
Bis es einen Mord gibt - und zwar die Gastgeberin höchstselbst!
Das alte Anwesen und die eisigkalten Wetterbedingungen des Schneesturms, aufgrund dessen die Gäste eingeschlossen sind und die Polizei nicht kommen kann, sind eindrücklich beschrieben. Ich hatte oft Gänsehaut, weil ich alles genau vor Augen hatte. Und die Geschichte des Schmuggels zur Zeiten der Prohibition ist mit dem alten Anwesen der Irelands spannend erzählt.
Die vielen handelnden Figuren hatten mich anfangs oft durcheinander gebracht; ich fand einige schwer zuzuordnen. Die Hilfreichen Steckbriefe in den Buchklappen habe ich leider erst nach Beenden der Lektüre gefunden ;)
Da die Gesellschaft von der Außenwelt abgeschnitten ist, glaubt Mimi, ermitteln zu müssen. Addie kommt aufgrund ihrer Arbeit auch schnell auf den Geschmack - immerhin entwickelt sie die Storylines eines beliebten Locked-Room-Online-Games.
Die Erwähnung des Spiels "Murderscape" und warum Addies Gedankengänge so sind, wie sie sind, hätte für meinen Geschmack nicht ständig sein müssen. Nach zweimaliger Erwähnung war mir schon klar, dass Addie eine Krimi-Spiel-Entwicklerin ist und eben so denkt, wie es in ihrem Game notwendig ist. Auch wenn es hier echte Todesfälle gab, war ihre Denkweise manchmal nützlich - auch wenn es einem so vorkam, als würde gefühlt nur Mimi ermitteln. Oder nein, ermitteln tun beide Frauen, aber Mimi fällt alles Ungewöhnliche auf und Mimi kombiniert diese Dinge zu einem sinnvollen roten Faden. Manchmal hatte ich wirklich das Gefühl, Addie wäre gar nicht nötig gewesen. Obwohl doch SIE die Krimi-Game-Entwicklerin ist.
Leider bin ich mit den beiden Hauptfiguren nicht so ganz warm geworden; auch die anderen Figuren blieben eher blass.
Die Ermittlungsarbeit selbst war für mich zu viel "Herumgehüpfe", ich bin mit den Handlungs- und Gedankensprüngen oft gar nicht mehr mitgekommen.
Und auch die Gedankengänge von Addie und Mimi zur Auflösung konnte ich nicht soo ganz nachvollziehen. Wieso wussten sie plötzlich, wer der Mörder war? Trotz Erklärung blieb mir das etwas rätselhaft.
Die Auflösung selbst (also das Motiv) war dann nachvollziehbar, aber leider wenig spektakulär.
Alles in allem ein netter Locked-Room-Krimi für kalte Tage, der mich aber nicht so ganz überzeugen konnte.
Fazit:
Ein Locked-Room-Krimi im Stil 'Whodunit' à la Agatha Christie mit zwei speziellen Ermittlerinnen, deren Handlungs- und Gedankensprünge mich manchmal verwirrt haben. Auch die Auflösung konnte mich nicht so ganz abholen.
Rezensionen von Gaby 2707:
Die magische Welt von Disney
Das Disney Buch von Jim Fanning; Tracey Miller-Zarneke
In dem sehr umfangreichen Inhaltsverzeichnis kann ich schon erahnen, was in diesem wundervollen Buch so alles auf mich als großen Disney-Fan zukommen wird. Nach einer Einleitung von Jim Fanning und Tracey Miller-Zarneke, die die Texte zu dieser Neuauflage beigesteuert haben, geht es gleich los mit einer Zeitleiste ab 1924, wobei immer zwei Jahrzehnte auf einer Doppelseite dargestellt werden.
Das Buch beginnt mit einem Einblick in die Anfänge des Disney-Imperiums, von den Anfängen von Walt Disney und seinem Bruder Roy O. Disney in den 1920er Jahren bis zur Gründung des Unternehmens. Mit dem Erfolg von Mickey Mouse und dem ersten abendfüllenden Zeichentrickfilm „Schneewittchen und die sieben Zwerge“ im Jahr 1937 beginnt die aufregende Reise von Disney, mit denen das Unternehmen auch heute noch große Erfolge feiert. Seit nun schon 100 Jahren lassen sich Disney Fans aus aller Welt von den Animationsfilmen und den später so großartig angelegten Themenparks verzaubern. Angefangen bei der Mickey-Magie, die diese kleine Maus von damals bis heute in ihren Comic-Heften versprüht, über Schneewittchen, Pinocchio, den kleinen Elefanten Dumbo, Bambi, Peter Pan, Tinkerbell und vielen anderen Zeichentrickfiguren hat auch mich Walt Disney bis heute begleitet und absolut begeistert. Aber auch die Realfilme, die später dazu kamen, tragen die Handschrift dieser kreativen Disney-Welt und sind absolut sehenswert.
Besonders gut gefallen mir in diesem Buch auch die Poster der verschiedensten Attraktionen, die Berichte über die verschiedenen Themenparks, die wundervolle Erinnerungen wecken, und die Sammlerstücke und Anstecker, von denen man nie genug haben kann. Und natürlich die vielen farbigen Bilder und Fotografien, die dieses Buch zu einem außergewöhnlichen Buch-Schatz machen.
„Das Disney Buch: Die magische Welt von Disney“ ist eine visuelle Zeitreise von den Anfängen bis heute, erinnert an die unvergängliche Magie von Disney und sollte bei keinem Disney-Fan im Bücherregal fehlen. Ich jedenfalls liebe es.
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Das dreizehnte Kind
Das Dreizehnte Kind von Erin A. Craig
"Das Dreizehnte Kind. - Wenn der Tod ruft, muss sie gehorchen" von Erin. A. Craig ist in der Hörbuchfassung von Rebecca Veil gesprochen. Ich höre Hörbücher meist in einer schnelleren Geschwindigkeit, bei diesem Buch beinahe in doppelter Geschwindigkeit. Mir sind Hörbücher meist zu langsam eingesprochen.
Die Stimme der Sprecherin kann ich daher nur bedingt einschätzen, bei höherer Geschwindigkeit hat mir die Stimmfarbe immer noch gut gefallen, Betonungen kamen gut heraus und das Buch lies sich insgesamt gut hören.
„Das Dreizehnte Kind“ ist eine märchenhaft anmutende Fantasy mit einer interessanten Grundstory: dreizehnte Kinder einer Familie sind gesegnet, im Fall von Protagonistin Hazel vom Tod höchstpersönlich. Diese Segnung durch die Götter finde ich sehr spannend und hat mich vor allem zur grundsätzlichen Frage verleitet, warum nicht viel mehr Familien dreizehn Kinder in die Welt setzen - das wird im Buch aber nicht weiter thematisiert. Es gibt weitere dreizehnte Kinder, wie viele insgesamt bleibt jedoch unklar.
Hazel ist eine sympathische Protagonistin, auch wenn ihr mitunter eine gewiwsse Weitsicht fehlt - was ich im Anbetracht ihres Alters aber auch angemessen finde. Im Verlauf der Story fand ich ihre Charakterentwicklung teils etwas schwach, hier hätte ich mir mehr Entwicklung und weniger bloßes Reagieren auf äußere Umstände gewünscht - das gabe es auch in Ansätzen, für mich aber zu wenig. Auch die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen ihr und Prinz Leo blieb für mich substanzlos, denn außer ein paar wenigen Gesprächen wird nicht viel mehr Interaktion zwischen den beiden beschrieben. Da finde ich die Gefühlslage nicht nachvollziehbar. Ein viel interessanterer Charakter war für mich Merrick, der Gott des Todes. Er wirkt so freundlich, unsicher und charmant (trotz seiner gelegentlichen Wutanfälle), dass ich einiges mehr über ihn hätte erfahren wollen. Als Hazels Pate hätte er von mir aus gern eine größere Rolle einnehmen können.
Die Handlung als solche fand ich gelungen, der Spannungsbogen war gut aufgebaut und Wendungen nicht zu vorhersehbar. Auch wenn einige Fragen nach Ende des Buches offen blieben, bin ich mit der grundlegenden Story zufrieden und habe die Geschichte gern verfolgt.
Somit ist „Das Dreizehnte Kind“ eine solide fantastische und märchenhafte Story, die einige Schwächen in der Charakterdarstellung hat, jedoch insgesamt unterhaltsam und leicht zu lesen ist.
Rezensionen von gabiliest:
Das Geheimnis des siebenarmigen Leuchters
Eliot Holtby und das Universum der Vergangenheit von Marc Rosenberg
Der bekannte Autor Marc Rosenberg erzählt mit “Eliot Holtby und das Universum der Vergangenheit” eine Geschichte, die phantasievoll und ungeheuer ideenreich ist. Das schöne Hardcover mit Goldrand sowie das Lesebändchen betonen die hochwertige Ausstattung des Buches. Am Beginn findet sich ein Personenverzeichnis, das hilfreich ist, denn in dem Jugendroman, der ab 10 Jahren empfohlen wird, wimmelt es von Personen, die sowohl in der realen Welt wie in einem Paralleluniversum beheimatet sind.
Eliot Holtby ist ein dreizehn Jahre alter Junge, der in einem Zirkus bei seinem Ziehvater Hilarius in den Niederlanden aufwächst. Doch dieser dreizehnte Geburtstag ist ein Schicksalstag, denn Hilarius verrät Eliot ein schlimmes Geheimnis: Er muss die Welt vor seiner bösen Tante Euphemia LaCroix, einer Hexe, retten. Eliot hat magische Kräfte, die er von seiner Mutter, einer guten Hexe, geerbt hat. Doch Eliot hofft, dass seine Eltern noch leben.
Eliot betritt in einer Parallelwelt die riesige Stadt Chilverse, die von Toten aller Epochen sowie lebenden Menschen bewohnt wird. Ihn empfängt nach einer etwas missglückten magischen Reise, die er gemeinsam mit seinem blinden Freund Florens und der uralten, weisen und sprechenden Schildkröte Mr. Touchdown gemacht hat, Abigail, ein sehr resolutes Mädchen. Ein blauer Saphir soll den Kindern helfen, die Landkarte des Lichts zu finden. Denn nur wenn Eliot die Lichter findet, die einen siebenarmigen Leuchter in der Kirche in Amsterdam zum Strahlen bringen, ist seine Mission gelungen.
“Eliot Holtby und das Universum der Vergangenheit” beschreibt die erste Prüfung, die Eliot bestehen muss. Bei seiner Aufgabe helfen ihm historische Persönlichkeiten wie Johann Sebastian Bach, der ihm die Vergangenheit zeigt oder Galileo Galilei, der ihn auf eine Sternenkonstellation hinweist. Eliot und seine Freunde treffen Henri de Toulouse-Lautrec in Paris zu Glanzzeiten des Moulin Rouge und besuchen den Louvre, um Antworten zu finden. Auch Jules Verne und ein Fesselballon spielen eine wichtige Rolle. Besonders aber ist die Aussage von Hilarius, dass Eliot in der Kirche in Amsterdam ein Kästchen finden wird, das alle Fragen der Menschheit beantwortet. Wird Eliot diese erste Prüfung bestehen können?
Marc Rosenberg hat mit diesem Roman eine spannende Geschichte geschrieben, die an verschiedenen historischen oder imaginären Schauplätzen spielt. Sowohl verstorbene Menschen wie sprechende, magische Tiere versuchen, Eliot bei seiner gefährlichen Mission zu unterstützen. Das Buch bindet historische Ereignisse ein und versucht auf diese Art, den jungen Lesenden geschichtliche Fakten näher zu bringen. Auch finden sich zahlreiche Anspielungen auf Entdeckungen, Bücher und Filme, die der Zielgruppe wahrscheinlich nicht bekannt sind.
Die Geschichte ist ungeheuer ideenreich und phantasievoll auch in einzelnen Details, was aber bedingt, dass der Fokus auf das eigentliche Thema des Buches- die Rettung der Welt- manchmal ins Hintertreffen gerät. So brauchen die Leser und Leserinnen eine Portion Geduld und Neugierde, wenn sie Eliot auf seiner schwierigen Reise begleiten, denn das Buch umfasst über 500 Seiten. Ich hätte mir hier eine stärkere Konzentration auf das Hauptthema gewünscht.
Das Buch lebt von gut gezeichneten Charakteren und zeigt, wie wichtig Freundschaft vor allem in schwierigen Lebenssituationen ist. Detailliert werden die Herausforderungen beschrieben, denen sich die Kinder zu stellen haben und die sie nur mit Mut, Köpfchen und Zusammenhalt bestehen können. In gut lesbarem und ungeheuer einfallsreichem Schreibstil werden Abenteuer geschildert, die zeigen, dass der Kampf gegen das Böse nicht vorbei ist. Für die leichte Lesbarkeit sorgt auch die angenehme Schriftgröße, die unterschiedliche Kapitellänge ist nicht wirklich störend.
Insgesamt kann ich das Buch für junge Lesende empfehlen, die magische Welten mögen und die mysteriöse Geschichten mit realen Elementen lieben. Denn der Kampf um die Rettung der Menschheit ist noch lange nicht vorbei!
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Unglaublich emotional
Schatten der Vergangenheit von Kathrin Winter
Dieses Buch ist sehr emotional und hat mich tief berührt – gerade weil es um ein Thema geht, das ganz oft totgeschwiegen wird : Missbrauch.
Was das über viele Jahre mit der Seele macht und wieviel Kämpfe die Opfer kämpfen müssen, das wird hier in dem Buch von Kathrin Winter sehr real und authentisch beschrieben.
Lena ist von ihrem Vater missbraucht worden und ein Brief von der Polizei öffnet die Pforten der Vergangenheit, in der sie glaubt, ihre Erinnerungen eingefroren zu haben. Alles kommt wieder hoch und reißt Lena in ein tiefes Loch. Als sie versucht, die Wahrheit ans Licht zu bringen, muss sie unglaubliche Dinge erleben und sich erklären, denn der Missbrauch wird ihr nicht von jedem geglaubt. Heilung und Aufarbeitung sind für Lena eine jahrelange Arbeit und bis zum Licht am Ende des Tunnels dauert es eine lange Zeit.
Dieses Buch ist „keine leichte Kost“, nichts, was man einfach so nebenbei lesen kann. Genau das finde ich wichtig und richtig und so wird hier aufgezeigt, dass man mit viel Mut und Kraft einen Weg finden kann, mit dem Erlebten umzugehen.
Ein absolut emotionales und berührendes Buch !
Das Buch ist am 05. Dezember beim Verlagshaus Schlosser erschienen, bei denen ich mich für das Rezensionsexemplar bedanke. Dies hat meine Meinung natürlich nicht beeinflusst.
Rezensionen von CanYouSeeMe:
Jahreshighlight
Da, wo ich dich sehen kann von Jasmin Schreiber
"Da, wo ich dich sehen kann" ist das erste Buch, das ich von Autorin Jasmin Schreiber gelesen habe. Es wird defintiv nicht das letzte sein.
Die Thematik des Buches ist sicherlich nichts für zwischendurch: Femizide und ihr Nachhall.
Dabei wird die Handlung rund um den Mord an Emma, bzw. die Zeit danach aus verschiedenen Perspektiven erzählt: von ihrer Tochter, ihrer besten Freundin, ihren Eltern.
Aber auch Emmas Perspektive selbst und einige andere kommen zur Sprache. Diese Vielschichtigkeit habe ich in diesem Buch sehr positiv wahrgenommen, schafft sie doch eine breite Sprach- und Fassungslosigkeit, zeitgleich einen Blick auf verschiedene Verarbeitungswege einer solchen Gewalttat. Feinfühlig zeigt Schreiber Umgangswege, aber auch strukturelles Versagen und Schwierigkeiten auf. Dabei trifft das Thema eine gesellschaftliche Aktualität, ohne zu verzerren oder polemisch zu sein. Tatsächlich wirkt die Auseinandersetzung beinahe nüchtern, dennoch voller Emotion. Eine für mich sehr gelungene, respektvolle und angenehme Art.
Dabei haben mir vor allem auch die Einschübe, wie Skizzen, Aktenvermerke, Behördenschreiben gefallen, die die erzählerische Handlung wunderbar ergänzt haben. Immer wieder fragen sich die Protagonisten, ob sie etwas hätten merken, hätten eingreifen sollen. Mögliche Wendepunkte werden im Print-Buch auch durch geschicktes Layout und eine hervorragende Gestaltung stilistisch sichtbar. Diese Kapitel phantasieren, geben hypothetische Möglichkeiten - und doch ändern sie nichts an der Realität der Charaktere.
Bei diesem Buch spielen eine gelungene und emotional packende Geschichte, sowie durchdachte Gestaltung des Buches Hand in Hand und fügen sich zu einem absoluten Highlight zusammen. Mich hat dieses Buch sehr berührt und nachdenklich gemacht, ich kann es jeder Person empfehlen!
Rezensionen von div:
Dino Sticker Spaß
Wieso? Weshalb? Warum? junior Stickerheft - Dinosaurier von
Dino Sticker Spaß
Ein Wieso Weshalb Warum Stickerbuch, das ist ja mal etwas ganz neues, zumindest für uns, wir kennen die anderen WWW Bücher, aber ein Stickerbuch noch nicht. Das Junior Stickerheft über Dinosaurier von Wieso? Weshalb? Warum? beinhaltet über 150 Sticker und eine Ausklappseite.
Das Cover und auch die Illustrationen im Buchinneren sind gelungen, die Sticker wirklich optisch hervorragend, und auch für kleine Hände geeignet. Auch die verschiedenen Landschaften sind künstlerisch super gestaltet.
Das Buch verspricht auf jeden Fall eine unterhaltsame und informative Beschäftigung zum Thema Dinosaurier. Die kurzen Texte sind kindgerecht, leicht verständlich und geben einen ersten Eindruck von Dinosauriern.
Die Altersangabe mit ab 2 Jahren finde ich jedoch fast etwas zu niedrig, ich glaube ab 3 Jahren wäre es besser geeignet.
Von uns gibt es eine Empfehlung.
Rezensionen von yellowdog:
John Banville, der große Stilist
Schatten der Gondeln von John Banville
Banville gelingt es sofort, mit dem Icherzähler eine außergewöhnliche Erzählstimme zu finden. Sie erinnert mich latent an die des Protagonisten aus Banvilles Meisterwerk Der Unberührbare.
Schatten der Gondeln handelt um die Jahrhundertwende und hat auch deswegen eine eigentümliche Atmosphäre.
Dazu noch Venedig als Schauplatz und John Banville beschreibt viele Details. Das ist exquisit.
Es gibt einiges geheimnisvolles, obwohl man als Leser schon bald etwas ahnt. Andere Banvilles waren noch raffinierter, aber doch bleibt man vom Plot gefesselt.
Banvilles Talent Stimmungen zu erzeugen ist nach wie vor in hohen Maße vorhanden.
Rezensionen von Piet1990:
Soooo fesselnd!!
Eisnebel von Kate Alice Marshall
„Eisnebel“ hat mich vor allem durch seine dichte, kalte Atmosphäre überzeugt. Schon nach wenigen Seiten war klar, dass hier weniger auf Action gesetzt wird, sondern auf Spannung, Stimmung und psychologische Tiefe. Die Geschichte entfaltet sich ruhig, fast bedrückend, und genau das passt sehr gut zum winterlichen Setting und zum Titel.
Der Schreibstil ist klar und schnörkellos, gleichzeitig aber sehr bildhaft. Man spürt die Kälte, die Einsamkeit und das Unbehagen – nicht nur in der Landschaft, sondern auch in den Figuren. Besonders gut gefallen hat mir, dass vieles subtil erzählt wird. Die Spannung entsteht eher zwischen den Zeilen als durch spektakuläre Wendungen.
Die Figuren wirken glaubwürdig und nicht überzeichnet. Vor allem die innere Zerrissenheit der Hauptfigur ist gut nachvollziehbar dargestellt. Einige Nebenfiguren bleiben zwar etwas im Hintergrund, doch das hat mich nicht gestört, da der Fokus klar auf der psychologischen Entwicklung liegt.
An manchen Stellen hätte das Tempo für meinen Geschmack etwas straffer sein können, da sich einzelne Passagen leicht ziehen. Trotzdem blieb die Geschichte für mich durchgehend fesselnd, weil Atmosphäre und Grundspannung konstant hoch sind.
Fazit:
Ein ruhiger, düsterer Thriller, der vor allem über Stimmung und psychologische Tiefe funktioniert. „Eisnebel“ ist ideal für alle, die keine reißerische Spannung suchen, sondern eine beklemmende Geschichte, die langsam unter die Haut geht. Eine klare Empfehlung für Fans atmosphärischer Krimis.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine gelungene Fortsetzung
Verhängnisvoller Champagner von Tom Hillenbrand
Auf einer Veranstaltung trifft Xavier Kieffer seinen Kollegen Luc Reiser, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hat, aber mit dem ihm einige Abenteuer und Frauengeschichten verbinden. Xavier kommt wenige Tage Lucs spontaner Einladung, ihn und seine Frau Fabienne, auf dem Weingut in der Champagne zu besuchen nach.
Doch aus einem fröhlichen Wiedersehen wird nichts, denn Xavier findet Luc tödlich verletzt in seinem Weinkeller vor. Aus Lucs letzten Worten schließt er, dass auf dem Weingut zu einige Ungereimtheiten gekommen sind. Auch Fabienne, in die Xavier einst verliebt war, bittet ihn, zusätzlich zur Polizei, eigene Recherchen anzustellen, denn - so hat es den Anschein - die Polizei ermittle nicht ordentlich.
Dass dem nicht so ist, muss Xavier Kieffer am eigenen Leib erfahren, denn er gerät, nachdem es einen zweiten Toten gibt, in das Visier der Ermittler - Hausdurchsuchung in Wohnung und Restaurant inklusive. Es scheint, als hätte Xavier von den dubiosen Geschäfte in die Luc verstrickt gewesen sein soll, gewusst.
Meine Meinung:
In diesem Krimi nimmt sich Autor Tom Hillenbrand wieder des interessanten Themas Produktpiraterie an. Diesmal ist es der Champagner, der ge- und verfälscht wird, da hier hohe Gewinnmargen zu erzielen sind. Es dauert eine geraume Zeit, bis bei Kieffer der Groschen fällt, da er von den eigentlichen Drahtziehern mehrmals auf den Holzweg geschickt wird. Ja, okay, er ist kein gelernter Ermittler sondern (Sterne)Koch. Aber in seinem 8. Fall hätte er schon ein wenig vorsichtiger agieren sollen und sich selbst die übliche Frage der Kriminalisten „Cui bono - wem nützt der Tod von Luc am meisten?“ stellen sollen.
Wir erfahren in den Rückblicken in die 1980er-Jahre wie die Beziehungen sich zwischen Xavier, Luc, Leo und Fabienne entwickelt haben. Hier lassen sich schon einige Hinweise ableiten.
Ich persönlich habe ja immer ein Problem damit, wenn sich ein Person, die ich zwanzig oder dreißig Jahre nicht gesehen habe, sich plötzlich bei mir meldet und mich einlädt.
Schmunzeln musste ich über Xaviers Erinnerungen an jene Tage, wo man statt Prosecco noch Asti Spumanti gesagt hat und die sich auch mit meinen eigenen decken: Schädelweh am nächsten Morgen.
Für diejenigen von uns, die Sekt oder Champagner nicht nur genießen wollen, sondern sich auch für dessen Herstellung interessieren, gibt es eine ausführliche in die Kellereiarbeit. Ich durfte die Arbeitsschritte der „Méthode traditionelle“ wie das Rütteln der Flaschen (händisch oder automatisch in den französischen Giro Palettes), das Gegorgieren sowie die anschließende Dosage in einer bekannten Sektkellerei in Wien kennenlernen.
Wieder mit dabei sind Xaviers Freundin Valerie, sein argentinischer Freund und Restaurantbesitzer Leo soewi der trinkfeste Finne Pekka Vatanen.
Der Ausflug in die Familiengeschichte von Xavier Kieffer habe ich fast spannender gefunden, als die Auflösung des Krimis.
Der Schreibstil ist flüssig. Das letzebergische (=Luxemburgisch) Lokalkolorit und die Kulinarik kommen nicht zu kurz.
Fazit:
Gerne gebe ich diesem Cozy-Krimi 4 Sterne.











