Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Pusteblümchen:
Spannend und voller Wendungen
Der Boss – Ist er ein Monster oder ein Genie? von Iliana Xander
Schon lange hat mich kein Thriller mehr so dermaßen begeistert und mitgerissen wie dieser.
Bereits der Prolog hat ein faszinierendes Entsetzen in mir hervorgerufen, so dass ich direkt weiterlesen musste.
In der Folge geht es in der Gegenwart sieben Jahre später mit einem Schock weiter.
Natalie steht vor ihrer Freundin Cara, die im Koma liegt, im Krankenhaus.
Die Polizei mutmaßt, dass ihr Drogen verabreicht wurden und setzt auf Natalies Hilfe, die bereit ist alles zu geben. Durch einen Zufall entdeckt sie den Mann, der ihrer Freundin das angetan haben könnte wieder. Es ist kein Unbekannter, sonder der Millionär Geoffrey Rosenberg. Sie nimmt bei ihm einen Job an und damit wird es auch für sie gefährlich. Alles scheint in seinem Haus überwacht zu sein und das Personal ist distanziert und kalt. Es gibt merkwürdige Regeln und nichts ist so wie es zu sein scheint. Das Setting ist einfach genial gewählt.
Der größte Teil der Handlung wird aus Natalies Perspektive geschildert und zwischendurch werden kurze Kapitel aus der Sicht eines Unbekannten eingeschoben. Die Spannung steigt stetig und es gibt immer wieder unvorhersehbare Wendungen.
Für mich ist dieser Thriller einer meiner Jahreshighlights und ich hoffe auf weitere Werke aus der Feder von Iliana Xander.
Rezensionen von verhei:
neuerliche Herausforderungen in den 1920ern am Land
Der Dorfladen - Wie das Schicksal spielt von Anne Jacobs
„Der Dorfladen – wie das Schicksal spielt“ ist der dritte Band einer Reihe um den Ort Dingelbach, die im Jahr 1927 spielt. Im Mittelpunkt steht der Dorfladen von Marthe, die ihre drei Töchter Herta, Frieda und Ida allein aufgezogen hat, nachdem sie ihren Mann im Krieg verloren hat. Frieda wirkt als Schauspielerin an einem Theater in Bochum.
Ida pendelt von Dingelbach nach Frankfurt auf die Schiller Schule und arbeitet auf das Abitur hin und trifft sich nebenbei mit ihrem Freund Florian, der Sympathien für die KPD hegt. Herta bleibt in Dingelbach und hilft ihrer Mutter im Laden. Doch die sonst so brave und unscheinbare Herta sorgt mit einem unehelichen Kind von einem Handelsvertreter für Unruhe im Dorf.
Generell konnte ich dem Text einfach folgen, auch wenn die Sprache für manche gewöhnungsbedürftig sein dürfte – befinden wir uns doch auf dem Dorf und Dialekt und Redewendung auch typisch für die Region gewählt. Man darf sich auf hessischen Dialekt freuen.
Das Buch wartet mit einer ausführlichen Beschreibung des Dorfes auf (unterstützt durch eine Skizze des Dorfes) und mit einer Fülle an Charakteren. Die Dorfbewohner -inklusive der Fabriksbesitzerin am Dorfrand, Friedas Kollegen und Bekannte am Theater in Bochum, Idas Schulkollegen und Lehrer in Frankfurt und der weiteren Familie der Fabriksbesitzerin. Manchmal ist es gar nicht so einfach den Überblick zu behalten. Eine Liste wäre da hilfreich, auch um Verwandtschaftsverhältnisse und sonstige Verstrickungen zu verstehen.
Jedes Kapitel des Buches wird aus einer anderen Perspektiven erzählt, die sehr gut ineinander übergehen. Ida, Frieda, Marthe, der Fabriksbesitzerin Ilse und Heinz Schütz, Sohn des Bauern und Bürgermeisters Otto Schürz, tragen das Buch. Das gesamte Werk hat 600 Seiten und schildert alles sehr detailliert und auch atmosphärisch. Passend zur Realität erleben auch nicht alle Personen immer eine entsprechende Entwicklung und kommen nicht gleichmäßig ihn ihrem Handlungsstrang voran. So entspannend das Lesen für mich auch war – an manchen Stellen taten sich dann doch Längen auf. Hat man es im ersten Teil viel mit atmosphärischen Schilderungen zu tun, nimmt die Handlung so ca. im letzten Drittel dann Tempo auf und man schließt die Figuren umso mehr ins Herz.
Ich fand in die Geschichte, obwohl ich die Vorgängerbände nicht kannte. Jedoch würde ich die Bände mit jetzigem Wissen chronologisch lesen, um die Figuren besser zu verstehen.
Rezensionen von ReiShimura:
Ein Mitmachbuch voller Charme, aber nicht so weihnachtlich wie erwartet
Komm mit, Weihnachtseselchen von Sophie Schoenwald
Der kleine Leser und ich sind große Fans der Bücher von Sophie Schoenwald und daher durften in diesem Jahr bereits viele Bücher von ihr bei uns im Bücherregal einziehen. Bei diesem Buch musste ich daher nicht lange überlegen. Denn nicht nur, dass das Buch von Sophie Schoenwald stammt auch Nadine Reitz war wieder mit an Bord und die Zusammenarbeit der beiden hat schon sehr viele gute Bücher hervorgebracht.
Noch dazu dreht sich der Inhalt des Buches um die Weihnachtsgeschichte und war daher perfekt für die Vorweihnachtszeit.
Nach so vielen positiven Vorworten, muss ich jetzt leider auch eine kleine Kritik üben. Denn unter dem Inhalt hatte ich mir etwas anderes vorgestellt. Denn der Teil mit der Weihnachtsgeschichte ist anders umgesetzt, als ich dies erwartet hatte. Der kleine Leser hatte damit aber kein Problem, da er altersentsprechend noch keine konkreten Vorstellungen vom Inhalt hatte.
Die Illustrationen gefallen uns aber beiden sehr gut und Nadine Reitz hat hier wieder ganze Arbeit geleistet. Die Farben sind stimmungsvoll und aussagekräftig. Die Tiere sind sehr niedlich, aber dennoch realistisch dargestellt.
Bei diesem Buch handelt es sich wieder mal um ein Mitmachbuch von Sophie Schoenwald. Ihre Reihe enthält mittlerweile 13 Bücher und ich vermute, dass noch einige dazu kommen werden. Die Mitmachaktionen sind kindgerecht gestaltet und haben dem kleinen Leser viel Spaß gemacht. Nach mehrmaligem Leser weiß der kleine Leser natürlich schon, was er auf welcher Seite zu tun hat. Ich hatte daher die Befürchtung, dass diese Art von Büchern recht schnell langweilig werden würden. Allerdings stört es den kleinen Leser überhaupt nicht. Er lauscht trotzdem gespannt der Geschichte, betrachtet die Bilder mit großen Augen und freut sich an jeder weiteren Mitmachaktion. Letzteres gefallen mir in diesem Buch besonders gut, da sie einen besonders liebevollen Charakter haben. In anderen Büchern waren ein paar Dinge dabei, die ich nicht ganz so großartig gefunden habe, wie zum Beispiel Bienen antippen. Da musste ich dann erklären, dass man dies im richtigen Leben nicht machen sollte.
Alles in allem hat uns das Buch gut gefallen, wenn auch mit der kleinen Einschränkung bezüglich der Weihnachtsgeschichte. Ich finde es schade, dass durch den Titel und die Inhaltsangabe falsche Erwartungen geweckt werden. Dies bin ich vom Baumhaus Verlag eigentlich nicht gewöhnt.
Weiterempfehlen möchte ich das Buch auf jeden Fall. Dennoch möchte ich einschränken, dass all jene, die auf der Suche nach der Weihnachtsgeschichte sind, hier nicht wirklich glücklich werden dürften.
Rezensionen von Claudia R.:
magische Unterhaltung
Wishkeeper, Band 3 - In der Eiswelt von Eterna von Barbara Laban
Klappentext / Inhalt:
Stellt euch vor, es gibt ein Land, in dem die unerfüllten Wünsche der Menschen gehütet werden. Kommt zusammen mit Lexi und Milo nach Everwish! - mit wunderschönem Farbschnitt
Das magische Buch Libros ist verschwunden und ohne dieses Buch ist Everwish dem Untergang geweiht.
Lexi und Milo müssen die größten Kostbarkeiten der Wunschwesen finden, um das Land der verborgenen Wünsche zu retten: eine Lavinafeder, eine Feuerschuppe, Rubintaft und Koro-Eis. Doch nur wenn es ihnen gelingt, auch den geheimnisvollen Raklis aufzuspüren, kann die Macht des Horroxers Tremoris für alle Zeiten gebrochen werden …
Entdecke alle fantastischen Abenteuer der Wishkeeper:
Band 1: Das Land der verborgenen Wünsche
Band 2: Die Reise nach Silversands
Band 3: In der Eiswelt von Eterna
Cover:
Das Cover ist klasse und toll umgesetzt. Ein Teil der Charaktere ist hier umgesetzt und gut in Szene gesetzt. Eiskristalle und kleine Schneeflocken vermitteln winterliche Atmosphäre. Optisch und farblich ist das Ganze sehr gut und passend umgesetzt. Auch von der Gestaltung passt es gut zu den anderen Bänden der Reihe und ein Wiedererkennungseffekt ist hier auf jeden Fall vorhanden.
Meinung:
Magisch, spannend und faszinierend wird hier die Story um Everwish sehr fesselnd fortgeführt. Schnell ist man im Geschehen und wird von diesem mitgenommen. Da sich diese Ereignisse nahtlos an den zweiten Band anfügen, empfehle ich hier dringend die vorherigen Bände zu kennen, da dies für ein besseres Verständnis sorgt und Vorkenntnisse meines Erachtens hier vorhanden sein sollten.
Inhaltlich möchte ich hier nicht allzu viel verraten und halte mich mit weiteren Details und Informationen dazu zurück.
Der Schreibstil ist wie gewohnt flüssig und angenehm lesbar. Die bildlichen Beschreibungen bringen einen gut in die Situationen und Geschehnisse hinein. Man kann sich alles gut vorstellen und daher dem Gesamten auch gut folgen.
Der Farbschnitt ist auch hier wieder wundervoll umgesetzt und die farbigen Illustrationen am Anfang und Ende runden es sehr schön ab. Auch die Karte am Ende ist sehr schön umgesetzt und hilfreich. Die schwarz-weiß Illustrationen zwischendurch lockern das Ganze auf und machen es rund. Die Kapitelanfänge sind sehr gut herausgearbeitet und auch da sind die Illustrationen sehr gut gelungen. Die Länge der einzelnen Kapitel ist angenehm und durch die teils sehr kurzen Kapitel kommt schnell Spannung und Tempo hinein. Gliederung und Gestaltung hat mir hier sehr gut gefallen.
Auch der dritte Band ist wieder wundervoll und sehr spannend umgesetzt. Die Charaktere habe ich inzwischen schon sehr liebgewonnen und folge diesen sehr gern.
Wishkeeper 3 sorgt für spannende und fesselnde Unterhaltung und auch hier hatte ich wieder sehr schöne Lesemomente und es lies sich für mich sehr kurzweilig und gut lesen.
Ein magisches Abenteuer mit Spannung , aber auch über Freundschaft, Vertrauen und Zusammenhalt. Ein wundervoller und gelungener Abschluss der Reihe, die ich sehr gern weiterempfehle.
Fazit:
Fantastisches magisches Abenteuer und gelungener Abschluss der Trilogie.
Rezensionen von Lilli33:
Viel verschenktes Potential
Eisnebel von Kate Alice Marshall
Viel verschenktes Potential
Inhalt:
Theodora reist mit ihrem Verlobten Connor nach Idlewood, der Winterlodge der reichen Familie Dalton, wo Connor sie seiner Familie vorstellen möchte. Doch von etlichen Familienmitgliedern wird Theo abgelehnt. Zudem bekommt sie anonyme Nachrichten, die sie von Idlewood verscheuchen sollen.
Was dahintersteckt, erkennt Theo, als nach und nach Erinnerungen an ihre früheste Kindheit hochkommen. Doch da ist es schon fast zu spät. Als sie Idlewood Hals über Kopf verlassen will, ist die Lodge hoch oben auf dem Berg eingeschneit, und Mobilfunkempfang gibt es natürlich auch nicht …
Meine Meinung:
Der Klappentext verspricht einen atemberaubend spannenden Thriller. Die dabei verwendeten Beschreibungen und Zitate sind die Rosinen aus diesem Buch, die aus einem ansonsten eher mittelmäßigen Brei herausgefischt wurden.
Die Handlung kommt relativ langsam in Fahrt; Spannung sucht man anfangs vergeblich. Dann wird die Stimmung zunächst bedrückend. Es wird klar, dass nicht nur die Daltons, sondern auch Theo eine unrühmliche Vergangenheit haben. In dem Moment, wo beide sich berühren, kommt dann langsam ein wenig Spannung auf.
Es gelingt Kate Alice Marshall, die eisige Atmosphäre (sowohl was das Wetter als auch die Familie Dalton angeht) super darzustellen und mich so an die Geschichte zu fesseln. aber zu viele Wiederholungen von bereits Erzähltem lassen dann mein Interesse ganz schnell wieder abflauen.
Erst das letzte Drittel kann mich dann richtig abholen. Es wird gefährlich und die Ereignisse überschlagen sich. Ein Plot-Twist jagt den anderen, sodass man kaum hinterherkommt. Das hat mir gut gefallen. Wer hier nun wen, warum und wie … konnte ich beim besten Willen nicht vorhersehen. So wurde ich dann doch einige Male überrascht von jeder neuen Wendung.
Ich habe mir diesen „Thriller“ von Heike Warmuth als ungekürztes Hörbuch in 10 Stunden 9 Minuten vorlesen lassen. Die Sprecherin macht ihre Sache sehr gut, liest mit angenehmer Stimme deutlich und verleiht den verschiedenen Personen ihren Charakter. Das Buch erschien im November 2025 bei Osterwoldaudio. Die Übersetzung aus dem amerikanischen Englisch stammt von Birgit Schmitz.
Rezensionen von Leserin:
FANtastisch
Loyalty in the Game von Maya Paeto
Mit diesem Buch geht die Reihe um das Footballteam der New York Sailors in die zweite Runde.
Jack Davis, Center der Mannschaft trifft hier auf einen riesengroßen Fan der Boston Grizzlies. Emily.
Eigentlich passen die beiden deshalb so gar nicht zusammen, aber manchmal kommt es anders....
Die Buchfiguren sind (fast) alle sehr herzlich und es macht Spaß ihnen zu folgen.
Schön ist, dass einige immer mal wieder in den anderen Bänden auftauchen.
Emily ist seit vielen Jahren ein treuer Fan der gegnerischen Footballmannschaft. Ihre Loyalität ist sehr groß, bis sie auf die Probe gestellt wird.
Se ist sich gar nicht bewusst, was sie wirklich kann und wie gut sie ist. Sie stellt ihr Licht meist unter den Scheffel. Aber am Ende hat sie noch viel mehr erreicht, als sie zu träumen gewagt hat.
Jack ist eine Klasse für sich, ihn muss man einfach mögen.
Mir gefällt, dass hier viel auf die Sportart, das Training und die Spiele eingegangen wird. Da ich keine Ahnung von Football habe, war das sehr informativ und auch interessant.
Von Anfang an ist man wieder mittendrin. Es ist wirklich ein "Wohlfühlroman", dank der tollen Charaktere. Das Buch war von der ersten bis zur letzten Seite ein Highlight!
Ich freue mich schon auf die Fortsetzung!!!
Rezensionen von PMelittaM:
Faszinierend und glaubhaft
Und hoffentlich zu lernen ... von Becky Chambers
Nachdem die Menschen die Möglichkeit gefunden hat, ihre Körper so zu verändern, dass sie sich an die Verhältnisse auf anderen Himmelskörpern anpassen können, ist damit eine Voraussetzung gegeben, das eigene Sonnensystem zu verlassen und nach Leben außerhalb davon zu suchen.
Die Ich-Erzählerin ist eine der Astronaut:innen, die dafür ausgebildet wurden, mit drei anderen bereist sie an Bord ihres Raumschiffes vier ganz unterschiedliche Himmelskörper und macht erstaunliche Entdeckungen.
Becky Chambers ist von ihrem ersten Roman an eine meiner Lieblingsautorinnen. Sie versteht es authentische außerirdische Welten zu erschaffen, vor allem die Lebewesen, die diese bevölkern, finde ich immer sehr faszinierend. Mit ihren Eltern, einer Astrobiologin und einem Luft- und Raumfahrttechniker, hat sie einen perfekten Hintergrund dafür.
Im Gegensatz zu ihrem Wayfarer-Vierteilers sind die nachfolgenden Bände deutlich dünner ausgefallen, aber dadurch nicht weniger faszinierend. Jedes Mal bin nach Beendigung eines der Romane gespannt, was mich im nächsten erwartet.
Dieser nun ist tatsächlich derjenige, der mir ein bisschen weniger gefallen hat als die anderen, was aber Meckern auf hohem Niveau ist, da ich alle Vorgänger fantastisch fand, und diesen immer noch sehr gut. Auch er hat mich gefesselt, schon alleine, weil die Autorin vier ganz unterschiedliche Planeten und Monde entworfen hat, auf denen die Protagonist:innen Station machen, daher dort jeweils ganz andere Verhältnisse herrschen, und daraus jeweils andere Erkenntnisse erwachsen. Allerdings gibt es hier weniger Einblicke in das nichtmenschliche Wesen als in den bisherigen Bänden, was ich ein bisschen schade finde, auch wenn es hier gar nicht gepasst hätte. Ich habe es dennoch ein bisschen vermisst.
Becky Chambers ist und bleibt eine meiner Lieblingsautorinnen. Auch „Und hoffentlich zu lernen“ ist ein wunderbarer Roman, der mich in unbekannte Welten entführt hat, und sich immer glaubhaft lesen lässt.
Rezensionen von Lerchie:
Nicht empfehlenswert
Die KüstenFlüsterin von Doro Hi
Für Joy ist es wie ein Sechser im Lotto, denn sie gewinnt die Ausschreibung und darf für 99 Tage auf Sylt einen Roman schreiben. Am Tag 100 dann eine Lesung im SyltHüs. Es scheint perfekt und mit Sohn Sam und Au-pair Louna zieht sie nach Sylt in eine Hütte im Watt. Mit Feuereifer beginnt sie zu schreiben, bzw.
will sie beginnen, doch sie scheitert. Am Tag 99 kommt ihr diese Erkenntnis endgültig und sie schreibt kurze Geschichten, elf an der Zahl, poetisch und zauberhaft. Es ist kein Platz für Langeweile und Langsamkeit. Ein Quickie sozusagen.
Meine Meinung
Mit diesem Buch bin ich nicht warm geworden. Nichts von leicht und flüssig lesen, nichts von die die Geschichte reinkommen. Und die Protagonistin war mir unsympathisch. Außerdem störten die abrupten Wendungen meinen Lesefluss, und das mag ich gar nicht. Es wurde chaotisch, ich wusste nicht woran ich war, hatte total den Überblick verloren oder genauer gesagt, nie einen gehabt. Kurz gesagt, es gefiel mir gar nicht. Ich konnte in keine der Geschichten eintauchen und mich auch nicht in die Protagonisten hineinversetzen. Das Buch war weder spannend, noch hat es mich gefesselt. Schlicht gesagt war es einfach langweilig und nichtssagend. Der. Alles in allem ein Flop. Zumindest für mich. Ich hatte es mir sehr viel anders vorgestellt, vor allem interessanter und spannender. Das Einzige was mir letztendlich noch gefiel war die Lesung am Ende des Buches, denn die war für die Zuhörer durchaus aufschlussreich. Leider kann ich es nicht weiterempfehlen und doch muss ich mindestens einen Stern vergeben, denn das Ende hat es nicht rausgerissen. Mehr als dies verdient das Buch meines Erachtens nicht. Für mich verschwendete Zeit.
Rezensionen von Der blaue Mond:
eine warme Umarmung
Mathilde und Marie von Torsten Woywod
Ein zauberhaftes Werk, das entschleunigt und sich wie eine nicht enden wollende Umarmung anfühlt.
Für manche Leser vielleicht ein bisschen zu viel des Guten, aber ich habe es genossen. Wie der Titel schon vermuten lässt, geht es um Marie, eine junge Frau, die dem lauten Paris spontan den Rücken kehrt und dank einer schicksalhaften Begegnung in einem kleinen belgischen Bücherdorf landet.
Der Kontrast könnte nicht größer sein. Im Zeitverlauf kommt Marie im Dorf an und lernt auf ihre Instinkte zu vertrauen. Empathie und Glück, Liebe und Freundschaft, sind Kern des Buchs. Und natürlich auch die Botschaft, weniger ist mehr, zurück zum Ursprung.
Ich mochte die ruhige und beobachtende Schreibweise sehr. Die Perspektivwechsel und kurzen Kapitel waren zudem gut gewählt, ich konnte das Werk schlecht zur Seite legen. Dem Autor ist ein außerordentliches Debüt gelungen.
Rezensionen von Emmmbeee:
Frieden auf dem Land finden
Mathilde und Marie von Torsten Woywod
Das vorliegende Buch wird in der Ankündigung „ein Roman, der einfach nur guttut“ genannt, und das ist wohl so. Für Marie, die nicht nur vor der Pariser Gesellschaft auf der Flucht ist, ziemlich planlos und überhastet übrigens, tun sich im Handumdrehen wunderbare Lösungen auf. Ein offenes Ohr, eine Unterkunft, freundliche Menschen und Tiere, eine wohltuende Umgebung und so weiter.
Schön für sie, aber im wirklichen Leben wohl ziemlich unwahrscheinlich, dass sich alles so glatt fügt.
Drum konnte ich mich im ersten Drittel nicht mit diesem Werk anfreunden. Auch muss ich den derzeitigen Trend vieler Autoren feststellen, über Buchhandlungen, Bibliotheken und Bücherdörfer zu schreiben. Sicher, die sind ihre schöpferischen und notwendigen kommerziellen Habitate, das ist soweit verständlich. Aber das ergibt keine originelle Thematik. Schade!
Der Erzählfluß läuft munter dahin, fröhlich, bunt und friedlich, die Charaktere sind lebendig gezeichnet, das Land bilderreich geschildert. Durch die Ankunft und den Aufenthalt der jungen Marie ändert sich im Dorf vieles zum Guten, und es weicht auf, was bisher unter hartem Holz verborgen war. Seelenruhe breitet sich vielfach aus, genau das, was aktuell jetzt im Advent angestrebt werden soll.
Doch, dieser Text kann den Leser durchaus dazu beeinflussen, achtsamer zu leben und das allgemein herrschende Streben nach immer mehr Geschwindigkeit und noch höherer Leistung für sich selbst zu drosseln. Deshalb dürfte „Mathilde und Marie“ für viele Leser genau die richtige Lektüre und Anregung für das eigene Leben sein, aber für mich fehlt es an Spannung, Drive und Überraschungen. Das meiste ist vorhersehbar. Gern empfehle ich es für gelegentlich am Kachelofen darin zu schmökern, mein Lieblingsbuch wird es jedoch nicht. Drum leider nur drei Sterne.











