Icon Kontrast wechseln
Logo Bücher Leporello Stöger

Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Katja K.:

Authentisch, spicy und cozy

The Pumpkin Spice Latte Disaster von Kyra Groh

Dies war mein zweiter Roman von Kyra Groh und erneut war das Erste, was ich beim Lesen dachte: "Endlich mal wieder originelle, authentische Charaktere mit Ecken und Kanten!" Zu oft erscheinen mir die Protagonist*innen, gerade in Romance-Büchern, zu blass und weichgespült. Kyra Groh scheint die Fähigkeit zu besitzen, wirklich in ihre Figuren hinein zu schlüpfen und sich an ganz unterschiedliche Charaktereigenschaften und Konstellationen heranzuwagen.

Und während ich ihr letztes Buch ("Breakups and Butterflies") noch an manchen Stellen etwas langatmig fand, so war ich hier voll und ganz gebannt von der Story und konnte das Buch fast nicht aus der Hand legen.

Der Schreibstil ist locker, flüssig und so bildhaft humorvoll und sarkastisch, dass ich an manchen Stellen laut lachen musste. Es wird abwechselnd aus den (Ich-) Perspektiven von Jude und James erzählt, was mir die Charaktere auf eine schöne Art und Weise nahe gebracht hat. Ich habe gehört, dass einige Leser*innen Jude als anstrengend empfanden. Das teile ich nicht; ich fand sie im Gegenteil gerade toll in ihrer lauten, direkten und (nach)lässigen Art und ihrer Unverbindlichkeit. Das wirkte auf mich sehr authentisch. Wer kennt nicht ähnliche Menschen oder Eigenschaften von sich selbst oder aus dem Umfeld?! Alles schreit irgendwie nach "typischer ADHS" und doch möchte und kann man sie in keine Schublade packen. Jude wird selbst in ihren (teilweise absichtlich) "nervigen" Verhaltensweisen liebevoll dargestellt. James stellt zunächst scheinbar das Gegenteil dar mit seiner zurückhaltenden, brummeligen Art und seinem großen Bedürfnis nach Ruhe und Beständigkeit. Und doch haben beide mehr gemeinsam, als es anfangs scheint. Ich fand es berührend, ihre jeweilige Entwicklung und die Entwicklung ihrer Beziehung zueinander mitzuverfolgen. Manches davon wird vielleicht überspitzt dargestellt, aber nicht unrealistisch. Auch die Nebenfiguren, wie Penn oder Olive, mochte ich sehr und finde insgesamt, dass der Roman ein sehr differenziertes Menschenbild vermittelt, das Stereotype aufbricht oder satirisch entblößt und mich sehr abgeholt hat.

Die Spice-Szenen sind hier äußerst präsent und explizit. Normalerweise bin ich nicht der größte Fan davon (die immer gleichen Formulierungen lassen mich schon oft gähnen), hier jedoch passen sie absolut zu den Charakteren und werden zudem auch gut beschrieben.

Abgesehen davon ist das Setting voller cozy Gilmore Girls-Vibes, die ein Wohlgefühl vermitteln. Ich freue mich schon jetzt darauf, im Frühjahr nach Lower Whilby zurückzukehren und dort zwei weitere Personen zu begleiten, die eine interessante Dynamik entwickeln dürften.

Mein Fazit: Ich bin begeistert. Wer eine humorvolle, freche und dennoch berührende Smalltown Romance mit authentischen Charakteren sucht, sollte sich dieses Buch nicht entgehen lassen!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Katja K.

Rezensionen von NT:

Lo ist back

The Woman in Suite 11 von Ruth Ware

Gleich vorweg für alle, die Teil 1 nicht gelesen haben: Dieses Buch kann man gut lesen, auch wenn man nur die Netflix-Verfilmung von The Woman in Cabin 10 kennt. Einige Nebenfiguren aus dem ersten Band sind einem dann zwar nicht vertraut, aber für das Verständnis der Geschichte ist das kaum relevant.

Sechs Jahre sind vergangen, seit Lo Blacklock in den Albtraum auf der Aurora geraten ist. Inzwischen hat sie zwei Kinder und ihre damaligen Erlebnisse in einem Buch verarbeitet. Wie schon damals wird sie durch eine exklusive Presseeinladung aus ihrem Alltag gerissen. Diesmal geht es in die Schweiz in ein elegantes Hotel aus dem 18. Jahrhundert. Und kaum beginnt die Reise, schleichen sich wieder die ersten Merkwürdigkeiten ein: ein unerwartetes Upgrade in die First Class, seltsame Begegnungen, ein leises Gefühl, dass etwas nicht stimmt.

Ruth Ware versteht es auch in diesem Buch, Spannung schnell aufzubauen. Die kurzen Kapitel und der einfache, sehr zugängliche Schreibstil sorgen dafür, dass man das Buch kaum aus der Hand legen möchte. Als Fortsetzung bleibt die Geschichte durchweg spannend und eignet sich gut als kurzweiliger Thriller für zwischendurch.

Stellenweise wirkte die Handlung auf mich recht konstruiert, was man durchaus damit erklären kann, dass diese Fortsetzung stark durch die Erwartungen der Leserschaft des ersten Bands getragen wird. Außerdem hätte ich mir deutlich mehr Zeit im Schweizer Hotel gewünscht. Gerade dieses Setting und auch die bekannten Figuren aus Teil 1 werden nur kurz angerissen, bevor sich die Geschichte in eine andere Richtung bewegt. Einige Charaktere verschwinden schnell wieder aus der Handlung oder spielen kaum noch eine Rolle.

Insgesamt ist The Woman in Suite 11 ein würdiger Nachfolger für Fans von Lo Blacklock und ein spannender, gut weglesbarer Mysterythriller, auch wenn er sein atmosphärisches Potenzial nicht vollständig ausschöpft.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von NT

Rezensionen von rewareni:

Echte Freundschaft

Verkohlte Balken von Heiko Flemming

Auch wenn David aus diversen Gründen nie wieder nach Südamerika zurückreisen wollte, lässt ihn ein Hilferuf von Menschen, die ihm damals geholfen haben, nicht kalt und besseren Wissens reist er nach Bolivien. Kaum angekommen passiert genau das, was er befürchtet hat, er wird verhaftet und landet in einem berüchtigten Gefängnis, wo er schon bald um sein Leben fürchten muss.

Dass ihm sein ehemaliges Team helfen muss wird ihm schnell klar und bis Hilfe kommt, wird er viel über sich selbst erfahren und seine Erinnerungen an Ereignisse aus der Vergangenheit bringen vieles ans Licht, das er bisher nicht gewusst hat.
Der Polit - Thriller ,, Verkohlte Balken“ ist der zweite Teil rund um David Thomsen, den man problemlos lesen kann, auch wenn man den ersten Teil nicht kennt, da man immer wieder mit Informationen versorgt wird, die sich auf den vorherigen Band beziehen.
Wie schon gewohnt, wechseln die Kapitel zwischen verschiedenen Zeit- und Handlungsebenen, wo man zu Beginn etwas braucht, bis man den richtigen Leserhythmus wieder gefunden hat.
In diesem Band findet man einen eher nachdenklichen David, der neue Menschen und ihre Sorgen und Probleme kennen lernt und wo er erkennen muss, wie schwer es für einfache Menschen sein kann sich nicht in einen Sog aus Korruption, Drogenhandel oder sonstige windige Geschäfte hinein ziehen zu lassen.
Auch über seine ehemalige Verlobte Ria, die im Jahr 1988 in der DDR Dinge erlebt hat, von denen er nichts wusste machen ihm klar, dass vieles im Verborgenen passiert ist und diese Ereignisse bis in die Gegenwart hinein reichen.
Es gibt einige Überraschungen und emotionale Momente, wo dieses Mal weniger kämpferische Szenen im Vordergrund stehen, sondern mehr Geschichten die auf der emotionalen Ebene spielen.
David muss zwar viele Rückschläge erleben wo er aber dankbar ist, dass er sich immer auf sein Team verlassen kann, wo echte Freundschaft, Zusammenhalt und Vertrauen für sie selbstverständlich sind. Sein Kampf für die Gerechtigkeit und gegen Korruption und Machtmissbrauch ist auch hier nicht beendet und somit wird er wohl auch im nächsten Band wieder einiges erleben müssen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von rewareni

Rezensionen von Cellissima:

Unerwartetes Highlight!

Der Tag, an dem Barbara starb von Richard Hooton

2025 war für mich leider das Jahr der schlechten cosy crimes - ich liebe das Genre; umso ärgerlicher und trauriger war es, dass ich dieses Jahr nur schlechte cosy crimes erwischt hatte; es war kein einziger dabei, den ich wirklich gerne gelesen habe, der mich wirklich überzeugt hat.
Dann kam "Der Tag, an dem Barbara starb".

Die Leseprobe hat mich nicht wirklich überzeugt, und so habe ich lange überlegt, ob ich dieses Buch lesen will und soll. Letztendlich habe ich "Der Tag, an dem Barbara starb" doch eine Chance gegeben - zum Glück, denn ich wurde absolut positiv überrascht!

Es geht um Margaret, eine 89-jährige Dame, die in einem kleinen Dorf in England lebt. Sie leidet an Demenz. Eines Tages wird ihre Nachbarin ermordet. Die Polizei kommt einfach nicht voran mit den Ermittlungen, scheint das Verbrechen nicht aufklären zu können - zumindest nicht so bald. Margaret findet, dass man es Barbara schuldig ist, ihren Mörder zu finden und seiner gerechten Strafe zuzuführen - und so beginnt sie selbst zu ermitteln, gemeinsam mit ihrem 15-jährigen Enkel James. Die Chancen stehen gut, denn Barbara hatte Margaret kurz vor ihrem Tod etwas sehr Wichtiges anvertraut. Doch Margaret kann sich einfach nicht mehr daran erinnern, was es war ...

Es handelt sich um Richard Hootons Debüt, zu dem er durch seine Großmutter, seine Beziehung zu ihr sowie durch deren Demenzerkrankung er inspiriert wurde.

Ich wurde wie gesagt absolut positiv überrascht - dieser cosy crime ist gut geschrieben, lässt sich wunderbar lesen, überzeugt durch seine Figuren, allen voran natürlich Margaret und James, ein ebenso ungewöhnliches wie wundervolles Ermittlergespann.
Neben dem Fall steht natürlich das Thema Demenz im Vordergrund und nimmt sehr viel Raum ein, was diese Geschichte zu einer extrem berührenden, melancholischen und traurigen Geschichte macht. Sie wird aber nie zu schwer und erdrückend, da diese Geschichte immer wieder durch ihren großartigen Humor besticht, der dem Leser ein Lächeln aufs Gesicht zaubert. Insgesamt ist "Der Tag, an dem Barbara starb" einfach auch herzerwärmend.
Auch der Fall selbst, die Ermittlungsarbeit und die Auflösung haben mir gut gefallen - es ist durchgehend spannend, die Spannung steigert sich immer mehr, man kann beim Lesen herrlich mitverdächtigen und -ermitteln, nichts ist vorhersehbar, die Auflösung wirklich verblüffend.
Es gibt nichts auszusetzen.

Für mich war "Der Tag, an dem Barbara starb" ein unerwartetes Highlight, sowohl in diesem Genre als auch im Lesejahr 2025 generell.
Ich habe das Buch so gerne gelesen, hätte noch weiterlesen können und wollen, hätte auch gerne weitere Bände gelesen. Eine Reihe wäre großartig, doch leider deutet das Ende stark an, dass es keine Reihe geben wird, sondern es bei diesem einen Fall für Margaret und James bleiben wird. Sehr schade.
Leseempfehlung!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Cellissima

Rezensionen von Kapitel60:

Lustige Alltagssituationen

Ariol 19 von Emmanuel Guibert

Worum geht’s?
Ariol ist ein kleiner pfiffiger Eseljunge, der seine Geschichten aus dem täglichen Leben erzählt. Sein bester Freund, das Schwein Ramono, ist auch immer wieder dabei. Gemeinsam werden vermeintlich alltägliche Situationen zu regelrechten Abenteuern.

Cover, Schreibstil, Illustrationen:
Ariol ist ein Comic für Kinder ab 7 Jahren.

Die Illustrationen sind auf den Ersten Blick etwas gewöhnungsbedürftig, aber sehr detailliert und mit viel Liebe gezeichnet. Der Text in den Sprechblasen ist angenehm zu lesen und ist auch für Leseanfänger*innen zu meistern. Das Format des Buches ist angenehm - perfekt fürs Auto oder für den Warteraum. Das Buch enthält mehrere kurze Geschichten, die jeweils in sich abgeschlossen sind. Man kann somit alle Bänder unabhängig voneinander lesen.

Fazit:
Ariol – Wie dich Nachtigallen, ist unser erster Band von Ariol. Mein Enkelkind hat sich sehr über das Buch gefreut und als großer Comicfan, hat er es regelrecht verschlungen. Ich habe das Buch ebenfalls gelesen und auch Erwachsenen bereitet dieses Buch große Freude.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Kapitel60

Rezensionen von Eternal-Hope:

Der Preis des sorglosen Umgangs mit unseren Daten

Das Dream Hotel von Laila Lalami

Sara Hussein hat vor kurzem gemeinsam mit ihrem Mann Elias Babyzwillinge bekommen. Weil sie vor lauter Übermüdung kaum mehr funktionieren konnte, hat sie sich eine Neuroprothese zur Schlafverbesserung in ihren Kopf einsetzen lassen. Ihr Mann hatte so etwas schon seit längerem und sie wollte mit ihm mithalten und auch für ihre Kinder eine wache, präsente Mutter sein können.

Außerdem nutzt Sara schon lange, wie so viele von uns, das Internet und Social Media, hinterlässt überall ihre digitalen Spuren und wird auch im analogen Leben oft von Videokameras aufgezeichnet. Ist ja nichts dabei, das ist ja jetzt unser Leben, oder?

Bis all diese Kleinigkeiten Sara zum Verhängnis werden: auf der Rückreise von einer Konferenz in London fällt sie bei der Einreise in die USA bei der Sicherheitskontrolle auf. Eines kommt zum anderen: durch die Neuroprothese wurden Saras Träume ausgewertet und ihr wird vorgeworfen, eine Gefahr für ihren Mann zu sein. Der Algorithmus habe durch die Analyse ihrer Träume, gemeinsam mit anderen gesammelten und willkürlich gewichteten, gegen sie verwendeten Informationen aus ihrem Leben, einen zu hohen Risikowert ausgerechnet, deshalb müsse sie vorerst für drei Wochen zur eigenen und fremden Sicherheit in einem Zentrum "einbehalten" werden. Das sei kein Gefängnis, nur eine Sicherheitsmaßnahme, und ja auch erst einmal nur für drei Wochen. Dass Sara verzweifelt versucht, sich gegen die Einweisung zu wehren, verschlechtert ihren Risikowert weiter.

Schnell stellt sich heraus, dass sich das Einbehaltezentrum nur wenig von einem Gefängnis unterscheidet und die Insassinnen kaum Rechte haben. Es gibt ein langes Regelbuch, das jede auswendig lernen muss, zusätzlich können aber ständig willkürlich neue Regeln aufgestellt oder Privilegien entzogen werden. Verlangt wird absolute Unterwerfung unter das System und Gehorsam gegenüber den Aufsehern, doch auch dann wird kaum eine Frau nach den versprochenen drei Wochen entlassen, sondern der Aufenthalt wird immer wieder verlängert, auf unbestimmte Zeit.

Parallel dazu erleben wir eine Gesellschaft, die sich damit abgefunden hat, dass die Daten von Menschen überall ausgewertet und kommerziell und politisch genutzt werden. Viele finden es sogar gut, dass damit die Gesellschaft sicherer werde, weil zukünftige Verbrechen verhindert werden würden, wenn man Menschen festnehmen könne, bevor sie diese begehen würden. Das ungerechte und menschenverachtende System dahinter wird nur von wenigen erkannt oder angezweifelt. Das muss auch Sara nach ihrer Festnahme erfahren: alle glauben an das System und seine Gerechtigkeit. Wer inhaftiert wurde, mit der muss irgendetwas nicht stimmen. Ihr Mann wirft ihr vor, sich im Zentrum offensichtlich nicht kooperativ genug zu verhalten, sonst wäre sie ja schon längst wieder frei. Auch ihr Vater – ein marokkanischer Immigrant, der sein ganzes Leben lang gelernt hat, sich dem amerikanischen System anzupassen und sich unauffällig zu verhalten – meint, sie wäre wohl nicht unterwürfig genug aufgetreten, sonst wäre sie am Flughafen nicht festgenommen worden.

Da zeigt sich wieder, was wir auch aus der Realität kennen: bestehende Systeme werden nur sehr wenig hinterfragt und viele Menschen glauben, es gehe schon immer alles mit rechten Dingen zu, und es werde schon gerechte Gründe dafür geben, wenn jemand in einem Anhaltezentrum sitze: das psychologische Phänomen des Glaubens an eine gerechte Welt. Auch die Frauen, die neu in das Zentrum eingeliefert werden, glauben anfangs immer noch, dass sie sich mit Wohlverhalten eine schnelle Entlassung verdienen könnten und nur „die anderen“ die gefährlichen potentiellen Straftäterinnen seien, nicht sie selbst. So kommt es, auch verstärkt durch die ständige Überwachung, sehr lange zu kaum Solidarisierung unter den inhaftierten Frauen.

Das „Dream-Hotel“ von Laila Lalami ist eine kluge und erschreckende, sehr realistisch konstruierte Dystopie, die in einer nicht so fernen Zukunft spielt und unserer modernen Gesellschaft in vielem einen Spiegel vorhält. Abgesehen von der Träume aufzeichnenden Neuroprothese gibt es große technologische und gesellschaftliche Ähnlichkeiten zu der Zeit, in der wir uns schon jetzt befinden und in der große Unternehmen unsere Daten systematisch sammeln, aufbereiten, für ihre Zwecke nutzen und davon ausgehen, dass wir mit der Zustimmung zu ihren Nutzungsbedingungen schon so gut wie alle eigenen Rechte diesbezüglich aufgegeben hätten (wie es auch im Buch vorkommt).

Es ist also ein sehr kluges Buch, das nachdenklich darüber macht, in welcher Gesellschaft wir leben wollen, aber auch, in welcher wir jetzt schon leben und welches enorme Risiko damit verbunden ist, unsere Daten gewinnorientierten Unternehmen zur Verfügung zu stellen – aber auch, wie schwierig es ist, aus diesem System auszusteigen: auch im Buch gibt es einzelne Aussteiger, aber diese müssen wie vor Jahrhunderten leben, um sicherzustellen, keine Daten von sich preiszugeben.

Geschrieben ist das Buch auf eine sehr spannende, aber auch beklemmende Art und Weise. Ich habe mich sehr mit der „einbehaltenen“ Sara und den anderen Frauen verbunden gefühlt, mit ihnen mitgefiebert, auf Entlassung gehofft und bin mit ihnen wütend über dieses zutiefst ungerechte System geworden. Die Lektüre hat also neben dem aufrüttelnden Faktor auch einen guten Unterhaltungswert.

Das Ende habe ich auch durchaus plausibel gefunden, auch wenn man inhaltlich aus einigen Themensträngen und aus dem Thema insgesamt noch ein bisschen mehr machen hätte können, deshalb in Summe 4 von 5 Sternen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Eternal-Hope

Rezensionen von Mabla59 :

Ariols neue Abenteuer

Ariol 19 von Emmanuel Guibert

Für uns war der kleine blaue Esel mit der Brille absolutes Neuland.
Aber der Beginn mit "Ariol - wie die Nachtigallen" konnte ohne vorherige Kenntnisse gelesen werden.
Es sind zwölf Geschichten rund um den Schulalltag.
Es geht zum Beispiel übers Abschreiben, den Alltag mit Opa und das Steine über das Wasser hüpfen lassen und als Highlight haben die kunterbunte Freundesschar ein Lied für Ariol geschrieben.

Weil der doch so gerne singt. Aber vor Publikum ist das dann doch etwas anderes.
Die liebevoll gezeichneten Comic Bilder und die gefüllten kurzen Sprechblasen ließen sich mit unserem kleinen Schulanfänger prima lesen und vorlesen.
Als Höhepunkt kann man sich mittels QR-CODE das Lied für Ariol anhören. Zauberhaft!
Hier können auch "Große" noch etwas lernen.
Wir werden uns bestimmt noch weitere Abenteuer der Freunde anschaffen.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von Mabla59

Rezensionen von tinten_fischchen:

Wie weit würdest du gehen?

Ruf der Leere von Daniel Alvarenga

Eine Studentin sitzt im Seminar. Ihr Puls rast. Sie möchte nichts Falsches sagen. Da platzt es aus ihr heraus. Alle starren sie an. Sie fühlt sich als hätte sie an „Heilgenabend in einer vollbesetzten Kirche während der Predigt laut gefurzt“. Ihr Mitstudent gibt ein Kontra das ihr die „Luft aus den Lungen trieb“.

Szenen wie diese kommen in „Ruf der Leere“ häufig vor. Und als Leser fragt man sich, was das soll. Figurenzeichnung? Die Figuren werden mit Stehsätzen wie „sie führt keine Beziehung, die hält sich Haustiere“ oder „einen Menschen der mit einen Verstand gesegnet war, wie es ihn nur selten gab“ beschrieben. Viel mehr ist da nicht. Die versprochene Konfrontation mit dem alten Mann findet erst ab etwa der Hälfte des Romans statt.

Zuvor werden in einer Moral und Ethik Vorlesungen werden zwar interessante Fragen gestellt. Aber mehr als ein Kratzen an der Oberfläche findet da nicht statt. z.B. scheint niemand der Figuren Brechts Dreigroschenoper oder „Against Empathy“ von Paul Bloom zu kennen. Daher erinnert das Seminar eher an einen Philosophie-Oberstufen Leistungskurs.

Ab dem Auftritt des alten Mannes nimmt die Geschichte aber zumindest fahrt auf. Sie entwickelt sich jedoch komplett anders als erwartet und vermag zu überraschen. Neben einen starken Anfang bietet das Buch auch ein spannendes Ende. Die Grundidee ist gut. Der Spannungsbogen ist auch hoch. Es gibt interessante Konfrontationen und durchaus groteske Szenen. Aber mich hab das Buch nicht ganz abgeholt.

Aufgrund des schönen düsteren Covers und der Inhaltsbeschreibung hab ich ein düsteres Drama erwartet. Bekommen habe ich einen Thriller gemischt mit ein wenig Coming of Age. Das Buch hat Potential, verschenkt aber leider auch viel davon.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von tinten_fischchen

Rezensionen von xsarangbooks:

Spielerisch Lernen!

Wieso? Weshalb? Warum? junior Stickerheft - Kindergarten von

In diesem Stickerbuch geht es hauptsächlich um das Thema Kindergarten. Es wird ab 2 Jahren empfohlen was ich auch sehr passend finde, da viele der Kinder ab diesem Alter schon in den Kindergarten kommen. Immer jeweils auf einer Doppelseite sind verschiedene Bereiche und Situationen abgebildet wie zum Beispiel die Turnhalle, Spielraum, Küche/Essenszubereitung, Badezimmer, Musikzimmer, Morgenkreis, Waldkindergarten und Betten/Schlafenszeit.

Alles typische Alltagssituationen. Auch die verschiedenen Gefühle werden angesprochen. Zu jeweils diesen Themen gibt es natürlich auch die passenden Sticker. Die Sticker sind nicht klein, sondern haben die passende Größe für Kleinkinder und sie würden damit perfekt zurecht kommen. Auch reißen diese nicht sofort. Allerdings kann man diese nach den Kleben auch nicht mehr lösen, d.h. dass das Buch, nachdem die Seiten fertig beklebt wurden, nur noch zum anschauen ist bzw. man könnte damit noch verschiedene Wörter lernen und die Sprachen fördern! Ein tolles Stickerbuch!

im Shop ansehen weitere Rezensionen von xsarangbooks

Rezensionen von xsarangbooks:

Guter Begleiter!

50 Fragen, die das Leben leichter machen von Karin Kuschik


Das Buch ist es super um zum Beispiel jeden Tag 1-3 Kapitel zu lesen, denn um es aufeinmal zu lesen ist es meiner Meinung nach zu viel Information. Zudem muss man es nicht der Reihe nach lesen, man kann sich quasi einfach irgendeine Frage aussuchen, die einem am besten passt und diesen Teil lesen. Viele dieser Fragen waren für mich sehr interessant und auch passend zu meiner Lebenssituation.

Die Autorin beantwortet die Fragen anhand ihrer eigenen Erlebnisse und fasst am Ende ihre persönliche Empfehlung in einen Satz zusammen, sodass man quasi die perfekte kurze Antwort auf die Frage hat. Ein Kapitel ist mir besonders im Gedächtnis geblieben. Die Empfehlung bzw. Ihr Rat am Ende des Kapitels befolge ich mittlerweile sehr oft im Alltag. Widerrum gibt es einige Fragen/Kapitel, wo zu viele Einzelheiten/Infos aus ihrem Leben erzählt werden, die meiner Meinung nach "unnötig" waren, da diese nicht unbedingt etwas zum Thema beitragen. Einige Ihrer Ratschläge passen aber nicht zu jeder Lebenssituation und sind nicht machbar. Alles in einem kann dieses Buch ein wichtiger Begleiter bei sehr vielen verschiedenen Lebenssituationen darstellen und die Sicht auf vieles positiv verändern.

im Shop ansehen weitere Rezensionen von xsarangbooks