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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von brauneye29:

Sehr spannend

Der Boss - Ist er ein Monster oder ein Genie? von Iliana Xander

Zum Inhalt:
Nach den Treffen mit einem Mann liegt Nathalies Freundin am nächsten Tag im Koma. Dann entdeckt sie, wer der Mann ist und sie will Gerechtigkeit für ihre Freundin, denn die Polizei tappt im Dunkeln. Sie nimmt einem Job in der Villa des Mannes an um ihm auf die Schliche zu kommen, doch schnell beschleicht sie das Gefühl, dass hier so gar nichts stimmt und sie womöglich selbst in Gefahr ist.

Meine Meinung:
Das war mal ein Pageturner von Anfang bis Ende. Durch die kurzen Kapitel und die unterschiedlichen Perspektiven bekam immer wieder neue Eindrücke und wollte immer weiter lesen. Und gerade durch die unbekannte Person wurde das Spekulieren immer heftiger, denn man hatte permanent eine andere Person in Verdacht um kurz danach wieder einen neuen Verdächtigen zu haben. Und das Ganze gipfelt dann schließlich mit einem Knalleffekt mit dem ich so nicht gerechnet habe. Insgesamt ein Buch mit hohem Spannungsbogen und Twists, die vom feinsten waren und die man erst mal entwirren musste.
Fazit:
Sehr spannend

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Rezensionen von Lese:

Düster, beklemmend und spannend

Der Boss - Ist er ein Monster oder ein Genie? von Iliana Xander

Der Einstieg war gleich extrem intensiv und machte sofort Angst und Bedrohung spürbar. Das hohe Tempo hält bis zum Schluss an. Natalie schleust sich in das abgeschottete Anwesen eines mächtigen Unternehmers ein, um herauszufinden, ob er für das Koma ihrer besten Freundin verantwortlich ist.

Natalie ist eine mutige, engagierte Protagonistin, teils naiv, aber glaubwürdig. Auch das Setting, die Villa, sorgte für eine klaustrophobische, beklemmende Atmosphäre.
Der Schreibstil war modern und flüssig, spannend und offen genug, ohne zu brutal zu sein, um sofort weiterlesen zu wollen. Es gab kaum Längen, mehrere Perspektivwechsel und unerwartete Wendungen steigerten den Nervenkitzel.
Insgesamt eine kurzweilige, spannende und fesselnde Reise in eine luxuriöse, aber unheilvolle, düstere Welt, in der nichts so sicher ist, wie es wirkt. Sehr lesenswert, ich muss jetzt unbedingt auch den Vorgängerroman der Autorin lesen.

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Rezensionen von Gute_Laune:

Zieht sich in die Länge

Der Portwein-Erbe (Europäische-Weinkrimi-Reihe, Band 5) Europäische-Weinkrimi-Reihe von Paul Grote

Nicolas Hollmann hat seinen Onkel nur selten und vor allem schon länger nicht gesehen. Daher wundert es ihn, dass ausgerechnet er sein Weingut in Portugal erben soll. Als Architekt hat er keine Ahnung von Wein, schon gar nicht von Portwein. Dennoch reist er zum Weingut. Der erste Unfall kann noch Zufall sein, doch der zweite macht ihm klar, dass etwas ganz und gar nicht stimmt.

Dass es Regionalkrimis gibt, ist mir geläufig, dass es jedoch auch das Genre der Wein-Krimis gibt, habe ich bisher nicht gewusst. Die Vorgänger dieser Reihe kenne ich auch nicht. Da es aber unzusammenhängende Krimis sind, merkt man auch nicht, dass etwas fehlen würde, wenn man mittendrin in der Reihe startet.

Man erfährt oder lernt in diesem Krimi eine ganze Menge über Wein und ganz besonders Portwein. Das ist sicher gut gemeint, aber für mich etwas trocken und uninteressant, um nicht zu sagen langweilig. Der Krimi selbst, die Story, ist mir wichtiger, gerät damit aber leider immer mal wieder weit in den Hintergrund. So richtig spannend wird es spät und oft verliert sich die Spannung dann wieder in diese ellenlangen Beschreibungen.

Für mich ist die Stimme von Sebastian Dunkelberg gewöhnungsbedürftig. Ich denke, ich verorte sie eher in andere Genres. Das hat das Folgen der Storyline dann auch etwas erschwert. Allerdings bin ich mir sicher, ich hätte ein Print abgebrochen, das Hörbuch habe ich aber komplett bis zum Ende gehört. Daher kann ich sagen, dass das Ende erfrischend anders ist, sich deutlich von anderen Krimis abhebt, aber dennoch nicht viel für mich im Gesamteindruck rettet.

Zwar finde ich es gelungen, wie unser Protagonist gegen alle Feindseligkeit und Widerstände und ohne echte Kenntnisse den Besitz seines verstorbenen Onkels quasi inspizieren möchte, bevor er sich entscheidet. Auch die Arbeiter und Gegenspieler sind gut getroffen. Dennoch entstand bei mir keine emotionale Bindung und oft dachte ich beim Hören einfach nur, Himmel, was lässt Du Dir alles gefallen, warum greifst Du nicht einfach hart durch?

Zurück bleibe ich mit dem Gefühl, dass eine straffe Kürzung dem Krimi gut getan hätte und ich keinen anderen Band der Reihe hören oder lesen möchte. Hier reicht es insgesamt gerade noch für drei Sterne.

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Rezensionen von Ameland:

Große Hoffnungen

Aufbruch ins Paradies von Tara Haigh

Nach einem verheerenden Brand und der völligen Vernichtung der Möbelfabrik und sonstigem Hab und Gut, bleibt Gustav Berger, seinen drei Töchtern Hedwig, Clara und Anna sowie den zwei Schwiegersöhnen nur der Aufbruch in die ferne Kolonie Neuguinea. Mit der Prinz Heinrich verlassen sie die vertraute Heimat und starten voller Hoffnung in eine ungewisse Zukunft.

Ich lese sehr gerne historische Romane, nehmen sie mich doch mit in eine ganz andere Zeit und in diesem Fall sogar in ein mir unbekanntes Land. In der Regel kann ich dabei auch immer etwas lernen, so war es hier auch.

Erzählt wird die Geschichte aus der jeweiligen Perspektive einer der drei Töchter und handelt überwiegend von der Schiffsreise. Alle drei haben mit den Männern an ihrer Seite kein Glück. Lieblose Vernunftehe, Einsamkeit und Sehnsucht nach Liebe, Vertrauensbruch sind die Schlagworte in den Beziehungen.

Bei der Ankunft in der neuen Heimat scheinen alle Hoffnungen und Träume zu platzen. Die Enttäuschung bei den Mitgliedern der Familie Berger konnte ich richtig spüren und auch nachvollziehen. Falsche Versprechungen lockten sie in die Fremde. Werden sie hier ihr Auskommen finden und glücklich werden können? Das werden wir wohl frühestens in der Fortsetzung erfahren.

Ich fand die Familie Berger sehr mutig. Okay, eine wirkliche Perspektive in der Heimat gab es nicht. Um in ein anderes Land auszuwandern, bedarf es immer Mut, aber zu damaliger Zeit umso mehr. Heutzutage kann man sich auf allen möglichen Wegen Informationen über den Zielort verschaffen und auch die Reise an sich ist viel leichter zu bewältigen als im Jahr 1884. Damals war es wirklich ein Aufbruch ins Ungewisse.

Ich mag den Schreibstil von Tara Haigh sehr. Dieser und die vielen Perspektivwechsel sorgen dafür, dass die Seiten nur so dahinfliegen. Besonders gut haben mir die Beschreibungen von Land und Leuten gefallen. Es war teilweise als wäre ich selbst auf dem Schiff. Ich fand es interessant und auch spannend die Familie nach Neuguinea zu begleiten.

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Rezensionen von Tara:

Die Vielfalt Japans - sehr inspirierend

KUNTH Konnichiwa Japan von Eva Stadler; Jutta M. Ingala; Andrea Lammert

„Konnichiwa Japan: Echte Herzensorte zwischen Manga und Matcha“ ist ein vielfältiger und inspirierender Bildband der Autorinnen Eva Stadler, Jutta M. Ingala und Andrea Lammert.
Auf meiner Reisewunschliste steht Japan ganz weit oben und mit diesem Bildband konnte ich auf eine wunderbare Art und Weise in die Welt meines Sehnsuchtsziels eintauchen.

Japan ist ein kontrastreiches Land und genau das spiegelt sich hier wider.
Schon das kunstvoll gestaltete Cover und die Kirschblüten im Innencover machen Lust auf mehr und wirken in sich wunderbar stimmig.
Die Informationen sind nach Gebieten von Nord nach Süd - von Hokkaido bis Okinawa - unterteilt. Die ausgesuchten Orte wecken Reiselust.
Neben atmosphärischen Bildern, die die Stimmung vor Ort gelungen einfangen, gibt es zahlreiche Informationen über das Land, die Menschen, Traditionen, Kulinarik und vieles mehr.
Die zahlreichen Fotos sind bunt und lebendig, sie fangen das Leben vor Ort direkt ein und machen Lust auf mehr.

Zusätzlich gibt es Informationen zu Herzensdingen, die so ziemlich jeder von Japan kennt und liebt. Diese Informationen zu den für uns typisch japanischen Dingen fand ich sehr aufschlussreich und interessant.
Wer einzigartige Fotografien liebt, sich gerne in fremde Länder träumt oder einen Urlaub plant, den dürfte dieser besondere Bildband begeistern.

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Rezensionen von Streiflicht:

Wer hat an der Uhr gedreht?

Die gestohlene Zeit von Sam Sedgman

Dieses Buch hat mir auf den ersten Blick gefallen. Das Cover sieht sehr vielversprechend und spannend aus und auch der Titel macht neugierig, umso mehr die Kurzbeschreibung. Und so bin ich also voller Erwartungen in das Buch gestartet und das hat sich auch voll gelohnt. Das Buch macht gute Laune und richtig Spaß - ich hatte eine tolle Lesezeit damit.

Schon von den ersten Seiten an mochte ich Isaac sehr. Sein Vater ist ebenfalls sehr sympathisch, genauso wie Onkel Sol und dessen freche Tochter Hattie. Isaacs Vater verschwindet und schnell entwichelt sich ein rasantes Spiel um die Zeit. Da hat doch jemand an der Uhr gedreht? Aber warum sollte die Neue Zeit nun wirklich besser sein? Isaac hat da genauso Zweifel wie sein Vater und er sucht voller Verzweiflung nach ihm. Was kann ihm bloß da oben auf dem Turm von Big Ben passiert sein? Wer hatte es auch ihn angesehen und warum sind auch andere Menschen verschwunden. Wem kann Isaac wirklich trauen und was will der gruselige Mann mit den weißen Haaren von ihm?

Ein richtig spannender Roman um die Zeit und ihre Folgen. Das Buch ist eigentlich für Kinder und Jugendliche gedacht, aber es hat auch mich als Erwachsene sehr gut unterhalten! Ich bin sehr gespannt auf die Fortsetzung, die schon bald erscheinen soll!

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Rezensionen von DoraLupin:

Besonderer und schöner Schreibstil

Wer die Toten stört von A. Rae Dunlap

Immer wieder lese ich sehr gerne historische Romane, die mich an andere Orte entführen, etwas dazulernen lassen und mit interessanten Charakteren unterhalten. Bei diesem Klappentext wurde meine Neugier sofort geweckt, denn das Thema Medizin in vergangenen Zeiten interessiert mich alleine schon durch meinen Beruf in der Gesundheitsbranche.

Ich wurde auch ganz wunderbar von der Geschichte unterhalten und bin gerne in diese düstere, spannende Zeit eingetaucht.

Die Geschichte führt den Leser nach Schottland ins Jahr 1828. Der naive, aber unbeirrbare James Willoughby gibt sein behütetes Leben in Oxford auf, um in Edinburgh Medizin zu studieren. Die Universität der Stadt bietet alles - außer der Möglichkeit, an einem menschlichen Leichnam zu arbeiten und somit chirurgisches Wissen zu erlangen. Nye MacKinnon, ein schneidiger junger Sezierer, verspricht James zu helfen. Doch Nye ist ein Grabräuber, ein Leichenfledderer. Und James ist unwissentlich sein Komplize geworden. Schon bald geraten die beiden zwei besonders zwielichtigen Grabräubern namens Burke und Hare in die Quere, deren Nachschubbedarf an Toten so hoch ist, dass sie dafür bereit sind, über Leichen zu gehen.

In die Geschichte habe ich sehr gut hineingefunden. Der Schreibstil passt sehr gut zu dem Genre und ist schön bildlich. Er ist sehr aussergewöhnlich und schön und erinnert an Literatur vergangener Zeiten. Dies ist für das Buch natürlich ein echter Pluspunkt, außerdem ist meist ein schöner Lesefluss gegeben und es gab nur wenig langatmige Passagen. Darüber hinaus konnte ich einiges dazu lernen hinsichtlich der damaligen Medizin und wie schwer es war an geeignetes "Material" für die praktischen Vorlesungen zu gelangen. Ich fand es sehr interessant wie die Autorin Fiktion mit realen Ereignissen und Personen der damaligen Zeit vermischt hat und ihr ist dadurch ein sehr spannender und düsterer Roman gelungen, der einem teilweise die Haare zu Berge stehen lässt!

Der Protagonist James ist anfangs ein ziemlicher Schnösel, doch schnell muss er lernen auf eigenen Beinen zu stehen. Die kleine queere Liebesgeschichte fügt sich sehr gut in die Story ein, ohne sie zu überlagern. Vorallem das Ende wurde dann nochmal richtig spannend und ich konnte das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es gab immer wieder Überraschungen und eine mitreißende Handlung.

Bei diesem Buch erhält man einige historische Infos, einen Einblick in das Leben des früheren Medizinstudenten aber auch gegen Ende mächtig Spannung. Ich wurde gut von dem Buch unterhalten und vergebe dafür 4,5 von 5 Sternen. Über eine Fortsetzung würde ich mich sehr freuen.

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Rezensionen von peedee:

Bereit für die Zukunft?

Aufbruch in eine neue Zukunft von Danielle Steel

Die Fotografin Madison „Maddie“ Allen hat drei Kinder erfolgreich grossgezogen – sie sind erwachsen und gehen eigene Wege. Maddie wohnt und arbeitet in einer alten Feuerwache in New York. Sie ist sehr erfolgreich und kann sich ihre Aufträge aussuchen. Bei einem Haushaltsunfall trägt sie einen gebrochenen Knöchel davon, der sie zum Nachdenken bringt.

Nicht der Knöchel selbst, sondern der Auslöser: die gefundenen Briefe ihrer früheren Partner. Sie will sie besuchen und begibt sich auf einen Roadtrip der besonderen Art…

Erster Eindruck: Ein stimmungsvolles Cover mit einer Küstenlandschaft – gefällt mir sehr.

Maddie hat drei Kinder: Deanna, Ben und Milagra. Nur die älteste Tochter, Deanna, wohnt in New York, die beiden anderen wohnen weit weg und so sehen sie sich selten. Aber Maddie beklagt sich nie, obwohl sie sich mehr Kontakt mit ihren Kindern und Grosskindern wünscht.
Es dauerte nicht lange bis ich mich schon ärgerte, und zwar über Deanna. Sie ist erfolgreich in ihrem Beruf und gewohnt, allen zu sagen, wie sie es haben will. So auch bei ihrer Mutter. Als sie erfährt, dass ihre Mutter von der Leiter gefallen ist, will sie sie gleich zu „Betreutes Wohnen“ anmelden, dabei ist ihre Mutter gerade mal 58 Jahre alt! Dann solle sie zumindest eine Pflege zu sich ins Haus holen oder noch besser, die verhasste Feuerwache verkaufen. Empathie ist für Deanna ein Fremdwort. Sie hasst zwar das Gebäude, aber zugleich will sie es als Location für eine ihrer Benefiz-Veranstaltungen. Doch Maddie sagt Nein. Nein? Das gibt es doch gar nicht!
Ich war richtig erleichtert, als Maddie sich auf den Roadtrip begab – nur weg von Deanna und ihren Holzhammermethoden! Es wird eine ganz besondere Reise, denn sie weiss nicht, ob sie die drei Männer, die sie einst geliebt hatte, treffen kann und wie sie sich dabei fühlen wird. Und sie hofft, auch ihre anderen beiden Kinder auf ihrer Reise besuchen zu können.

Mir hat der Roadtrip sehr gefallen – er hat mich aber auch zum Nachdenken gebracht: Welchen Einfluss haben Entscheidungen für die Zukunft? Und welche Hoffnungen soll man in die Zukunft setzen? Ich würde gerne noch mehr über den Roadtrip erzählen, aber da ich nicht spoilern will, muss ich mir das verkneifen. Ein aufregender Abschluss – 5 Sterne.

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Rezensionen von praja:

Ich bin nicht der Wolf den du wolltest. Ich bin das Monster, dass du brauchtest.

Rabid von Ivy Asher; Raven Kennedy

Ich war etwas skeptisch, als ich gesehen habe, dass es zwei Autorinnen gibt.
Andererseits hatte ich auch viel Hoffnung, dass das Buch vielleicht sogar noch besser wird, weil die Autorinnen ihre potenziellen Schwächen ausgleichen können.
Irgendwie wurde ich enttäuscht.
Erstmal aber alles, was ich gut fand:
Es geht in dem Buch um Seneca, die alt genug ist, in einem Ritual ihren eigenen Wolf zu bekommen und eine Bindung mit ihr einzugehen.

Sie ist eine Art Gestaltwandlerin, die sich mit ihrer Wölfin von nun an ein Leben und einen Körper teilen soll. Doch ihr Alpha wartet nur darauf, dass es dazu kommt, um sie endlich beanspruchen zu können.
Seine Gier sorgt dafür, dass sie und ihre Wölfin von Anfang an einem Kampf ums Überleben und um ihre Selbstbestimmung ausgesetzt sind. Die Verbindung läuft nicht so, wie sie sollte, und sie wird von ihrem Rudel betäubt und auf dem Gebiet des Ruin-Falls-Rudels zum Sterben zurückgelassen, wo der brutalste von ihnen – ihr Alpha Tyran – anscheinend genau der ist, den ihre Wölfin für würdig erachtet.

Die Story ist wirklich gut. Ich mag alles daran. Das Erzähltempo ist super, die Charaktere haben Tiefe, und ich konnte besonders in der zweiten Hälfte des Buches so sehr mitfühlen.
Es war wirklich toll. Und das Ende auch super rund!
Da habe ich gar nichts dran auszusetzen.

Ich liebe auch Seneca als Charakter sehr, auch wenn die Einflüsse ihrer Wölfin mich anfangs vermutlich genauso verwirrt haben wie sie selbst. Aber hey, das macht ja irgendwie auch guten Schreibstil aus! Sie hat sich im Laufe des Buches weiterentwickelt und hat sich und ihre Wölfin in Einklang gebracht. Fand ich wirklich sehr gut!

So … jetzt aber zu den zwei Sachen, die mir gar nicht gefallen haben.
Das erste ist ein stilistisches Element beim Schreiben.
Seneca und ihre Wölfin teilen sich ein Bewusstsein, und je nachdem, in welcher Gestalt (Mensch oder Wolf) sie stecken, hat eine von beiden die Vorherrschaft.
Das Konstrukt war für mich erst einmal befremdlich, weil immer von beiden als einzelnen Charakteren gesprochen wurde. Dabei hätte ich eigentlich erwartet, dass sie ein Band verbindet und dass sie zwar von der Natur ihrer Wölfin beeinflusst wird und ihren Bedürfnissen manchmal erliegt, die beiden aber dennoch eins sind.
Naja, ist anscheinend nicht der Fall, und das hat sich so geäußert, dass das Buch ständig von Aussagen wie „Wir waren empört, dass xxx passiert ist. Wir nahmen seine Fährte auf. Wir folgten ihm. Die Wut schnürte uns die Kehle zu. Wie konnte er es nur wagen, uns xxx anzutun.“ und noch vielem mehr gefüllt war.
Um einen Extremvergleich zu starten: Ich habe mich gefühlt, als würde ich Gollums Gedankengängen folgen.
Das war eigentlich nur so, wenn sie in Wolfsgestalt war. Aber dadurch haben sich diese Passagen (ca. 40 % des Buches) einfach nicht so gut angefühlt.
Was echt schade ist, weil die Story an sich ja wirklich gut war.
Und das zweite, sehr, sehr große Problem war der Spice. Ich habe ihn als unfassbar schrecklich und plump empfunden.
Die Umschreibungen waren sehr explizit und direkt, aber gleichzeitig war nichts wirklich gut ausformuliert. Ständige Aussagen wie „Er drehte mich genau so, wie er es mochte“ (wie mochte er es denn??? Kann ich Gedanken lesen???) haben dann den Vogel abgeschossen.
Ich konnte mir das zwar ansatzweise vorstellen, aber es war halt irgendwie einfach nur hingerotzt. Bisschen rein, raus, dann reden, dann wieder rein, raus und wieder reden. Ab und an waren mal wenigstens ein paar ausgefallenere Stellungswechsel dabei, aber insgesamt war es einfach unfassbar schlecht.
Mochte ich gar nicht.
So … und damit lasse ich euch mal alleine xD Viel Spaß beim Lesen oder eben nicht Lesen ????
Aber das Buch wäre echt besser ohne den Spice gewesen. Der Sex hat zwar zur Natur der Wölfe dazugehört, aber ich hätte mir gewünscht, dass er jugendfreundlich angedeutet worden wäre. Denn die Spannung zwischen den beiden Protagonisten hat sich definitiv nicht in diesen Szenen aufgebaut, sondern in allem dazwischen.
(Na gut, mit Ausnahme des ersten Treffens ????)

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Rezensionen von Anilam:

Die wahre Gefahr lauert im Menschen

Ruf der Leere von Daniel Alvarenga

Ruf der Leere war für mich ein total intensiver Thriller, der weniger auf Action setzte sondern viel mehr auf psychologischen Druck und zwischenmenschliche Abgründe. Die Ausgangssituation kennen wir alle schon aus vielen anderen Büchern oder Filmen - vielleicht sogar aus dem echten Leben, ein Wochenende mit Freunden in einer abgelegenen Waldhütte.

Doch man merkt relativ früh, dass eine gewisse Spannung in der Luft liegt, die sich mit dem Auftauchen des alten Mannes schlagartig in pures Entsetzen verwandelt.

Richtig stark fand ich die Darstellung der Gruppendynamik. Unter dem extremem Druck fallen die Masken, Loyalitäten verschieben sich und moralische Grundsätze werden infrage gestellt. Parallel dazu bietet die zweite Erzählebene um Felix’ Vater einen gelungenen Kontrast. Die Suche nach dem verschwundenen Sohn und die dabei aufkommenden Erkenntnisse verleihen der Geschichte emotionale Tiefe und verhindern, dass der Roman sich ausschließlich auf das Kammerspiel im Wald beschränkt. Das bringt alles einen guten Schwung ins Buch.

Der Schreibstil von Daniel Alvarenga ist klar und flüssig, die Spannung wird im gesamten Roman kontinuierlich gesteigert. Ruf der Leere ist kein klassischer Thriller mit schnellen Schockmomenten, sondern ein Buch mit unangenehmen Fragen über Selbstschutz, Schuld und Moral. Ich kann hier eine ganz klare Empfehlung aussprechen für alle die gerne psychologische Spannung und moralisch fragwürdige Hintergründe in Romanen zu schätzen wissen.

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