Kunden em pfehlungen
Rezensionen von DoraLupin:
Wohlfühlroman vor der wunderbaren Landschaft Irlands
Und das Glück duftet nach Wolken und Meer von Susa Bartel
Viele Jahre ist es her, dass die 33-jährige Kayla zuletzt in ihrer Heimat Irland war: Zu groß ist der Schmerz, den sie dort zurückgelassen hat. Denn ihre Mutter verschwand ohne ein Wort, als Kayla noch ein Kind war. Jetzt zwingt sie der plötzliche Tod ihres Vaters, ins beschauliche Old Quay zurückzukehren.
Dort trifft sie nicht nur ihre geliebte Gran und ihre Sandkastenfreundin Maeve wieder, sondern auch ihren Bruder Logan, mit dem sie seit einem schlimmen Streit kaum gesprochen hat. Während langer Spaziergänge am Meer kehren endlich auch die schönen Erinnerungen zu Kayla zurück. Und sie begegnet dem jungen Witwer Nathan, der die zauberhafte Perfumery Wildflowers betreibt. Dann entdeckt Kayla etwas, das die Vergangenheit in neuem Licht erscheinen lässt …
Ich hatte keine Probleme in die Geschichte reinzufinden, denn der Schreibstil war von Beginn an sehr leicht und locker zu lesen und hat wunderbar zum Genre gepasst. Deshalb sind die Seiten während des Lesens auch nur so dahingeflogen. Kayla ist eine sympathische junge Frau mit der man als Leserin gut mitfiebern kann, dennoch hätte ich sie doch das ein- oder andere Mal gerne geschüttelt, denn sie ist in manchen Dingen doch sehr naiv und braucht teils sehr lange um hinter die Kulissen zu blicken. Auch die anderen Charaktere sind sehr authentisch beschrieben worden und schleichen sich nach und nach ins Herz- zumindest die meisten.
Das Buch ist ein richtiger Wohlfühlroman mit Romantik, aber auch einer herzergreifenden Familiengeschichte. Besonders toll sind auch die Beschreibungen der Landschaft Irlands und der Roman weckt richtig die Lust selbst einmal auf die grüne Insel zu reisen und sich alles anzusehen!
Fazit: Ein wunderbarer Wohlfühlroman, vor einer traumhaften Kulisse und mit sympathischen Protagonisten. Von mir erhält das Buch sehr gute 4 Sterne und eine Leseempfehlung.
Rezensionen von brauneye29:
Spannend
Giftiger Grund von Thomas Knüwer
Zum Inhalt:
Gerade erst aus dem Gefängnis entlassen, läuft für Joran nichts rund. In seiner Verzweiflung sucht er die Tankstelle auf, die er seinerzeit überfallen hatte und hofft, dass seine damalige Beute noch da ist. Doch statt der Beute findet er eine Leiche. Und er muss entsetzt feststellen, dass er nicht allein ist.
Ein kleines Mädchen und eine Fotografin sind auch dort.
Meine Meinung:
Das Buch ist extrem düster, hat aber einen enorm starken Spannungsbogen, so dass ich kaum aufhören konnte zu lesen. Anfangs gibt es drei Erzählstränge, die sich mit Joran, Edda und Charu beschäftigen und man lernt sie etwas kennen. Dabei fand ich Edda mit ihrem Interesse für die Glitzerkatze fast am interessantesten. Irgendwann kreuzen sich die Wege und es wird immer spannender. Zudem hat Edda eine Geschichte, die schon ganz schön bedrückend ist und die ich so hatte nicht kommen sehen. Auch das Ende war für mich überraschend und ich hätte nicht gedacht, dass es ein eher offenes Ende gibt. Aber das lässt auf eine Fortsetzung hoffen.
Spannend
Rezensionen von ReiShimura:
Veränderte Zeit, veränderte Herzen
You and Me - Die zweite erste Liebe von Josie Lloyd; Emlyn Rees
So ziemlich jeder hat wahrscheinlich schon einmal darüber nachgedacht, wie anders sein Leben wäre, wenn er oder sie sich in der Vergangenheit anders verhalten hätte. Mit genau dieser Frage beschäftigt sich das Autorenduo Emlyn Rees und Josie Lloyd in diesem interessanten Mix aus Liebes- und Science-Fiction Roman.
Jules und Adam entdecken durch Zufall, dass sie im Besitz einer Zeitmaschine sind und mit Hilfe alter Mixtapes, die sich gegenseitig geschenkt haben, in die Vergangenheit reisen können. Wie erwartet sind beide ganz begeistert davon und zögern nicht die Zeitmaschine zu nutzen. Natürlich stellen sie klare Regeln auf und versprechen sich, dass sie nur beobachten, aber nicht in die Vergangenheit eingreifen. Doch beide können dem Verlangen Kleinigkeiten zu verändern nicht widerstehen und schon bald ist ihr Leben nicht mehr das, was es einmal war.
Bei diesem Buch muss man sich phasenweise sehr konzentrieren, um nicht den Faden zu verlieren. Die Zeitebene wechselt ständig hin und her, was bei einem Buch über Zeitreisen nicht wirklich verwunderlich ist. Zusätzlich ändert sich aber auch die Erzählperspektive, da die Geschichte abwechselnd aus der Sicht von Adam und Jules erzählt wird. Mir persönlich sind all diese Übergänge leichtgefallen und ich finde auch, dass das Autorenduo dies sehr gut gelöst hat.
Der Schreib- und Erzählstil ist angenehm und lässt sich leicht lesen bzw. in meinem Fall hören. Gelesen wird das Hörbuch von Christiane Marx und Oliver Kube. Erstere kannte ich bereits von einem anderen Hörbuch und wusste daher bereits, dass mir ihre Stimme und die Art wie sie liest sehr gut gefällt. Oliver Kube war für mich eine bis dato noch unbekannte Stimme. Bereits nach wenigen Minuten wusste ich aber, dass ich dieses Hörbuch genießen werde können. Seine Stimme hat mich verzaubert und das Zusammenspiel der beiden hat einfach wunderbar funktioniert. Ein absoluter Hörgenuss.
Das Buch hat mich an vielen Stellen emotional stark berührt und nachdenklich zurückgelassen. Auch Tage, nachdem ich das Hörbuch abgeschlossen habe, denke ich noch über einige Szenen aus dem Buch nach. Für mich ist es auf jeden Fall ein Roman, der einen bleibenden Eindruck bei mir hinterlassen hat. Dies ist eine positive Überraschung, da ich einen eher leichten Liebesroman erwartet habe und keinen komplexen Roman über Multiversen.
Ich möchte diesen Roman all jenen ans Herz legen die Gedankenspiele zu der Frage „Was wäre, wenn“ mögen und kein Problem mit der Multiversum Theorie haben.
Rezensionen von Eternal-Hope:
Vom schwierigen Ankommen im Exil
Immergrün von Ruth Olshan
"Immergrün" ist das Romandebüt von Ruth Olshan. Die Familie der Mutter der Ich-Erzählerin hat versteckt jüdische Wurzeln. Vor mehreren Generationen sei man zum Katholizismus konvertiert, um sich zu schützen. Im sowjetischen Litauen der 70er Jahre praktiziert man auch sowieso keinen Glauben.
Doch die jüdischen Wurzeln stellen sich als Ticket in den "Westen" dar, Vida, die Mutter, darf gemeinsam mit ihrem jüdischen Mann und der vor kurzem auf die Welt gekommenen Tochter Ruth nach Israel auswandern. Die in Litauen zurückgelassene Oma tauft den Säugling heimlich noch schnell bei einem katholischen Pfarrer, sicher ist sicher. Dann lässt die Familie alles hinter sich und zieht nach Israel.
Doch so richtig kommt insbesondere die Mutter dort nicht an, das Geld ist immer knapp, für Gesangsunterricht wird sie meist nur in Naturalien bezahlt und überhaupt ist das Leben ganz anders als in Litauen: "Für meine nordische Mutter bedeutete Israel einen immensen Kulturschock. Die hohen Temperaturen, die hitzigen Gemüter der Menschen, die karge Wüstenlandschaft machten ihr zu schaffen. Wie sollte sie hier als Sängerin einen Job finden? Offensichtlich hatte niemand auf sie gewartet. Offensichtlich hatten auch alle anderen Zugereisten Goldgräberstimmung, Bratpfannen und Träume im Gepäck." (S. 41)
Dann wird es der Familie zu viel mit der Geldknappheit, in der sengenden Hitze und dem ständigen latenten Kriegszustand in Israel: "Als in der Nähe unseres Wohnhauses ein Bus explodierte, entschlossen sich meine Eltern, erneut die Koffer zu packen, ihre Hoffnungen in den heißen Wind zu schießen und in das andere gelobte Land zu fahren: nach Deutschland." (S. 47)
Die Familie zieht nach Westberlin, das fühlt sich zumindest klimatisch als auch geografisch viel näher an Litauen an, auch wenn man noch lange nicht in die alte Heimat reisen wird können. Leicht wird es auch dort nicht werden, denn auch in Europa hat niemand auf eine leidenschaftliche Sängerin mit Hang zum Luxus gewartet. Das Arbeitsamt macht Druck, die Mutter zur Altenpflegerin umzuschulen, was sie zuerst als unter ihrer künstlerischen Würde sieht und vehement ablehnt. Auch die Ehe der Eltern leidet unter den Belastungen. An die jüdische Community Berlins findet die Familie kaum Anschluss, zu wenig ist man in dieser religiösen und kulturellen Tradition verwurzelt, zu sehr unterscheiden sich die sozialen Hintergründe.
Und so wird es schließlich weitgehend eine Geschichte des Aufwachsens im Exil unter Armut und Entbehrungen, in einer immer mehr verwahrlosenden Wohnung, bei streitenden und schließlich sich trennenden Eltern und dann bei einer psychisch kranken, oft wochenlang apathisch im Bett liegenden Mutter (inklusive Suizidversuch und Psychiatrieaufenthalt), während regelmäßig das Jugendamt vor der Tür steht und die 14-jährige Tochter allein beim Sozialamt vorstellig wird und um Geld bettelt, damit in der Wohnung der Strom wieder eingeschaltet werden kann.
Dazu ein zweiter Erzählstrang, später in der Zukunft, nach dem Fall der Sowjetunion, als die Mutter gestorben ist und Ruth ihre Asche in einer Urne, gemeinsam mit der von deren Mutter, die am gleichen Tag drei Jahre davor verstorben ist, auf einem litauischen Friedhof vergraben will und sich dafür auf eine Reise durchs postsowjetische Litauen begibt.
Es handelt sich hier um einen autofiktionalen Roman, der auf der wahren Familiengeschichte der Autorin beruht. Insgesamt habe ich das Buch sehr gerne gelesen. Es liest sich leicht und flüssig und es ist interessant, zu erfahren, mit welchen Herausforderungen die Familie in ihren beiden gewählten Exilen zu kämpfen hat. Speziell die Figur der kleinen Ruth, die mit all diesen Herausforderungen aufwachsen muss, aber auch die der künstlerisch so begabten, feinsinnigen Mutter, die einen enormen sozialen Abstieg hinnehmen und ertragen muss, haben mich sehr berührt.
Interessant waren auch die Ausflüge ins Litauen nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, wo die Ich-Erzählerin versucht, sich mit ihrem wenigen Litauisch zurechtzufinden, da zwar nach wie vor zumindest die älteren Menschen im Land Russisch, ihre Muttersprache, sprechen, aber nicht mehr unbedingt alle die Sprache der ehemaligen Besatzungsmacht verwenden wollen. Auch sonst haben diese Ausschnitte mich neugierig auf das Land gemacht.
Am Ende bleibt eine berührende Familiengeschichte und der Eindruck einer Mutter-Tochter-Beziehung, in der die Mutter ihrer Tochter zwar so einiges, was diese sich gewünscht hätte, leider nicht geben konnte, aber zumindest deren Kreativität gefördert hat: "Nie hatte sie mir vorgeschlagen, etwas "Vernünftiges" zu studieren. Überhaupt hatte sie sich selten um meine Ausbildung gekümmert, es sei denn, es ging ujm Kreativität. Mit der Musiklehrerin in der Grundschule und meiner Deutschlehrerin im Gymnasium tauschte sie sich aus. Tatsächlich haben diese beiden Lehrerinnen mich stark beeinflusst und immer unterstützt." (S. 217)
Diesen Weg ist die Autorin auch gegangen, heute arbeitet Ruth Olshan als erfolgreiche Regisseurin und Autorin in Deutschland. Hier hätte es mich interessiert, noch ein bisschen etwas darüber zu erfahren, wie die Ich-Erzählerin nach dieser herausfordernden Kindheit diesen Weg geschafft hat.
Insgesamt ist es ein lesenswertes Debüt, das ich insbesondere jenen, die sich für autofiktionale Romane und Memoirs interessieren, empfehlen kann.
Rezensionen von bine525:
Märchenhafte Fiktion für Erwachsene
Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell
Dieses außergewöhnliche Buch hat mich von der ersten Seite an in ein faszinierendes, fiktives Abenteuer entführt. Es verbindet Fantasie, Romantik und leise Melancholie zu einer Geschichte, die lange nachhallt.
Im Mittelpunkt steht die junge Kunstgutachterin Eve Shaw. In ihrer Kindheit hatte sie durch den Tod ihrer Schwester ein prägendes Erlebnis.
Auf ihrem Körper trägt sie ein geheimnisvolles Oktopus-Tattoo, das sich ständig bewegt und dessen Existenz sie unter weiter Kleidung zu verbergen versucht. Als wäre das nicht rätselhaft genug, begegnet ihr immer wieder ein Hase – unsichtbar für alle anderen. Spätestens mit dem Besuch eines silberhaarigen alten Mannes, der Andeutungen über Zeit, Schicksal und verborgene Möglichkeiten macht, beginnt für Eve eine Reise ins Ungewisse.
Ihre Spur führt sie ins White Octopus Hotel – ein Ort, um den sich Gerüchte über Zeitreise-Zimmer und magische Artefakte ranken. Doch das Spiel mit der Vergangenheit ist gefährlich: Jede Veränderung könnte ihr eigenes Leben unwiderruflich neu formen. Genau hier entfaltet die Geschichte ihre größte Kraft – zwischen Sehnsucht nach einem anderen Morgen und der Verantwortung für das eigene Gestern.
Die Mischung aus Romantik, skurrilen Figuren und dem tiefen Wunsch nach Veränderung wirkt beinahe selbst magisch. Immer wieder regt das Buch zum Nachdenken an: Was würden wir anders machen, wenn wir könnten? Und welchen Preis wären wir bereit zu zahlen?
Der geheimnisvolle Hase weckt unweigerlich Erinnerungen an „Alice im Wunderland“, doch diese Erzählung ist deutlich düsterer und vielschichtiger. Mit Bezügen zu Kriegszeiten und existenziellen Fragen richtet sich die Geschichte klar an ein erwachsenes Publikum. Sie ist märchenhaft – aber kein Märchen für Kinder.
Ein poetisches, ungewöhnliches Werk für alle, die sich gern zwischen Realität und Traum verlieren – und dabei ein wenig über das eigene Leben nachdenken möchten. Es ist ein eher anspruchsvolles und interessantes Buch.
Das perfekte Tüpfelchen auf dem I ist das wundervolle und farbenprächtige Cover. Es passt perfekt zum Inhalt und springt in der Buchhandlung sofort ins Auge.
Rezensionen von libraryoflaura:
Die Zeugin, die niemals vergisst...
Ungelöst – Die erste Zeugin von Arno Strobel
WORUM GEHT ES?
Stell dir vor, du läufst an einer Vermisstenanzeige vorbei und dein Gehirn schlägt sofort Alarm.
Die Frau auf dem Foto ist keine Unbekannte, sie war vor Jahren an deiner eigenen Entführung beteiligt. Die Medizinstudentin Luisa Menkhoff besitzt ein eidetisches Gedächtnis: Sie kann visuelle Informationen wie Fotos in ihrem Kopf speichern und kleinste Details abrufen, die anderen entgehen.
Als sie sich an Kommissar Ramin Brunner wendet, wird sie zur wichtigsten Zeugin in einem brandaktuellen Fall.
Doch Luisas größte Gabe wird plötzlich zu ihrem größten Albtraum.
Denn während sie glaubt, den Täter von damals zu jagen, merkt sie viel zu spät, dass sie längst selbst wieder im Visier steht.
Werden hier alte Rechnungen beglichen oder beginnt ein ganz neues, blutiges Spiel?
WAS MIR GUT GEFIEL:
- Der Schreibstil: Ich liebe Strobels Art zu schreiben! Es ist so leicht, so flüssig und fesselnd, man fliegt förmlich durch die Seiten. Für mich ist er das deutsche Äquivalent zu Freida McFadden: simpel, aber mit einer Sogwirkung, die dich nicht mehr loslässt.
- Das Ermittler-Duo: Ramin Brunner und Luisa sind ein ungewöhnliches, aber extrem sympathisches Team. Besonders Luisas fotografisches Gedächtnis ist faszinierend und gibt der klassischen Ermittlungsarbeit einen völlig neuen, psychologischen Kniff.
- Spannungsaufbau: Die wechselnden Perspektiven und die fiesen Cliffhanger sorgen für echtes Herzklopfen. Man hinterfragt ständig alles und jeden: Wer spielt hier ein doppeltes Spiel? Wem kann man in dieser düsteren Atmosphäre überhaupt noch trauen?
- Der Twist-Faktor: Strobel ist ein Meister darin, falsche Fährten zu legen. Ich habe bis zum Schluss mitgerätselt und wurde trotzdem eiskalt erwischt.
WAS MIR WENIGER GUT GEFIEL:
- Es gibt eigentlich nichts zu meckern! Nur ein kleiner Tipp: Die Figur der Luisa hat ihre Wurzeln in Strobels früherem Werk "Das Wesen". Man kann "Ungelöst" zwar problemlos ohne Vorwissen lesen, aber wer die volle Ladung Charakterentwicklung will, sollte sich den Klassiker auch mal anschauen. Schade, dass das im Marketing kaum erwähnt wurde.
FAZIT:
Mit 4,75 von 5 Sternen ist dieser Auftakt für mich ein absolutes Highlight!
Wer intelligente Thriller mit psychologischer Tiefe und einem hohen Tempo sucht, kommt an diesem Buch nicht vorbei.
Ich bin wahnsinnig gespannt, wie das Duo in den nächsten Fällen harmoniert.
Eine klare Kaufempfehlung für alle Strobel-Fans und solche, die es noch werden wollen.
Rezensionen von Kwinsu:
Ein wilder Ritt
Schleifen von Elias Hirschl
Es fällt mir schwer, zu diesem Buch eine Rezension zu schreiben. Was für ein wilder Ritt, den uns Elias Hirschl hier liefert! "Schleifen" ist höchst fordernd, das Buch zu lesen braucht Zeit, Geduld und freie Gehirnwindungen, die bereit sind ordentlich mit Geistesergüssen durchgespült zu werden!
Ich bin fasziniert, was für eine Ideenvielfalt Hirschl in sich hat.
Das für mich treffendste Wort "fantastisch" fällt mir hierzu ein - in seiner vielfältigen Bedeutung. Fantastisch, weil viele verrückte Ideen den Roman durchdringen; fantastisch, weil die sprachliche Ebene komplex, eloquent und durchtrieben zugleich ist; fantastisch, weil man - je tiefer man in den Roman eintaucht, Fiktion von Historischem kaum mehr auseinanderhalten mag; fantastisch, dass Sprache, Weltherrschaftwille, Mathematik und Philosophie sich hier so unzertrennlich ineinander fügen; fantastisch, weil man so etwas Spezielles erst einmal zustande bringen muss.
Die Rahmenhandlung webt sich um Franziska Denk und Otto Mandl. Franziska leidet unter einer speziellen Unannehmlichkeit: sobald sie von irgendeiner Krankheit erfährt - durch lesen oder wenn jemand davon erzählt - spürt sie sogleich deren Symptome. Durch Sprache versucht sie sie zu beherrschen und zu heilen. Irgendwann lernt sie den Mathematiker Otto Mandl kennen und mit ihm gemeinsam will sie die Welt verändern - ganz im Sinne ihrer wohl größten Leidenschaft: der Sprache.
Hier von einer im Zentrum stehenden Geschichte zu sprechen, trifft den Inhalt des Buches nicht. Vielmehr ist die Sprache selbst Protagonistin, sie (be-)herrscht (über) jene, die sie bändigen wollen. Und der Kaiser über alledem ist der Autor selbst. Unfassbar wie es ihm gelingt, tausende Ideen, tausende Fantasmen und schwer identifizierbares Historisches in ein so stimmiges Werk zu packen. Am Ende, nein, auch immer wieder mittendrin, ist man erschöpft, ringt nach Luft, braucht eine Pause, um sich schlussendlich gewahr zu werden: die Schleifen und das Schleifen spielen in einer extra Liga. Und für einen kurzen Moment durften wir an diesem Wunderwerk teilhaben.
Rezensionen von libraryoflaura:
Wer sagt die Wahrheit wenn alle lügen?
Liars all around me von Clara Blais
WORUM GEHT ES?
Eine tote Schülerin und eine Stadt, die vor Geheimnissen fast platzt.
Als Sheila Parker erschossen aufgefunden wird, fällt der Verdacht für Ryle sofort auf Avery.
Schließlich hat die Musterschülerin ihn erst vor Kurzem gefragt, ob er ihr eine Waffe besorgen kann.
Doch Avery beteuert ihre Unschuld und zieht Ryle widerwillig in ihre eigenen Ermittlungen hinein.
Zwischen Misstrauen, gefährlichen Lügen und einer wachsenden Anziehung müssen die beiden herausfinden, wer Sheila wirklich auf dem Gewissen hat, bevor die Wahrheit sie beide zerstört.
WAS MIR GUT GEFIEL:
- Die Protagonisten: Mit Avery musste ich zwar erst mal warm werden, da sie anfangs recht abweisend wirkt, aber ihre Entwicklung im Buch ist richtig stark! Ryle hingegen habe ich sofort ins Herz geschlossen. Klassisch harte Schale, aber eine absolut treue Seele.
- Die Tension: Die Dynamik zwischen den beiden ist fantastisch. Es gibt viel Sarkasmus und eine spürbare Spannung, die sich aber Zeit lässt und nie überstürzt oder kitschig wirkt.
- Das Pacing: Der Spannungsbogen ist super ausbalanciert. Es ist kein permanenter Highspeed-Thriller, sondern lässt genug Raum für emotionale Tiefe, bevor der nächste Plottwist zuschlägt. Man rätselt die ganze Zeit mit, wer hinter der Fassade lügt.
- Der Vibe: Wer auf Young Adult Romance Suspense steht, kommt hier voll auf seine Kosten. Der jugendliche, direkte Schreibstil sorgt dafür, dass man nur so durch die Kapitel fliegt.
WAS MIR WENIGER GUT GEFIEL:
- Ein paar der Wendungen kamen mir etwas bekannt vor. Manche Mechanismen erinnern an Genre-Klassiker, was den Überraschungseffekt an ein paar Stellen minimal gedämpft hat. Aber das Ende? Das hat mich dann doch wieder eiskalt erwischt!
FAZIT:
Mit 4,25 von 5 Sternen ist das Buch ein absolutes Muss für Fans von AGGGTM!
Es ist eine gelungene Mischung aus fesselnden Ermittlungen und einer authentischen Liebesgeschichte.
Eine packende Geschichte über Vertrauen in einer Stadt, in der jeder eine Maske trägt.
Rezensionen von libraryoflaura:
Warum dieses farbenfrohe Buch jetzt mein fester Begleiter ist:
The Mind Manual von Alex George
WORUM GEHT ES?
Dr. Alex George hat einen praxisnahen Leitfaden für die mentale Gesundheit geschaffen, der wie ein Werkzeugkasten funktioniert.
Das Buch ist in vier logische Teile gegliedert: Von der Bestimmung deines aktuellen Gefühlszustand über sieben universelle Wahrheiten bis hin zu konkreten Fundamenten (Schlaf, Atmung, Bewegung).
Es ist kein theoretisches Fachbuch, sondern eine Toolbox mit Übungen und Worksheets, die helfen, achtsamer mit sich selbst umzugehen.
WAS MIR GUT GEFIEL:
- Der Schreibstil: Unfassbar nahbar und authentisch. Man merkt sofort, dass der Autor selbst viele Schnittpunkte mit dem Thema hat. Es fühlt sich an wie ein Gespräch mit einem guten Freund und wie eine Umarmung, wenn man sich einsam fühlt. Dr. Alex George schafft es, dass man sich als Leser wirklich gesehen fühlt.
- Das Design: Ich liebe dieses "Dopamin-Cover"! Die tollen, fröhlichen Farben ziehen sich durch das ganze Buch. Es ist so liebevoll gestaltet, mit sympathischen Bildern, Illustrationen und Sprüchen, die mitten ins Herz treffen.
- Praxisnähe: Die Tipps lassen sich super leicht in den Alltag einbauen. Ich habe mir sogar einige Seiten abfotografiert, um sie unterwegs immer dabei zu haben. Man lernt Dinge, die man durch regelmäßiges Reinschauen richtig verinnerlichen kann, es ist ein Buch für immer!
- Der Wohlfühlfaktor: Es liegt jetzt fest auf meinem Nachttisch. Sätze wie "Dein Schmerz ist echt" oder die Erinnerung, dass man noch nicht alle glücklichen Tage erlebt hat, geben einem so viel Kraft.
WAS MIR WENIGER GUT GEFIEL:
- Das Format: Wenn ich überhaupt etwas kritisieren müsste, dann höchstens das Format. Es ist recht groß und schwer, wodurch es nicht mal eben in die Handtasche passt. Für einen hochwertigen Ratgeber, der stabil auf dem Nachttisch liegen soll, ist es aber genau richtig. Für unterwegs nutze ich dann einfach meine Fotos der wichtigsten Tipps.
FAZIT:
Mit 4,5 von 5 Sternen ist dieses Buch eine absolute Herzensempfehlung. Es ist empathisch, ehrlich und wunderschön gestaltet. Wer einen Ratgeber sucht, der sich nicht wie eine Belehrung, sondern wie eine helfende Hand anfühlt, sollte hier unbedingt zugreifen
Rezensionen von Bibibabby:
Ein wunderschönes Buch über Mythen rund um Sternen
Astrologica von Suki Ferguson
Das wunderschöne Cover hat zunächst meine Aufmerksamkeit erregt. Die Bilder im Buch sind im gleichen Stil gestaltet und ebenso reichhaltig wie der kulturelle Teppich, den die Autorin webt.
Ich habe mich schon immer für Mythen und Sagen interessiert, und dieses Buches passt thematisch perfekt zu meinen Interessen.
Mir gefällt besonders, dass die Autorin das Thema Astrologie aus einer kulturellen Perspektive betrachtet: Alle Kulturen haben zu den Sternen aufgeschaut und Geschichten über Götter, Menschen und Geschöpfe erzählt, die den Nachthimmel bewohnen. Dieses Buch ist praktisch ein Sachbuch über diese Mythen. Es enthält Geschichten zu den Sternzeichen, sowie Erzählungen über die Planeten und Sterne. Da unsere Sternzeichen von der griechischen, bzw. römischen Mythologie stammen, liegt der Fokus natürlich auf diesen Sagen. Es werden jedoch auch Geschichten von der Inka und Maya, sowie aus einigen anderen Kulturen erzählt. Es gibt auch ein paar Seiten, die dem chinesischen Tierkreis gewidmet sind. (Eine Kleinigkeit, die mich irritiert hat, sind die chinesischen Charakter für Affe und Hahn, die auch versehentlich bei Hund und Schwein erschienen. )
Die Astrologie als Praxis zur Zukunftsvorhersage wird nur beiläufig erwähnt, und zwar im Zusammenhang damit, dass sie entstand, weil die Menschen glaubten, die Sterne würden ihr Leben beeinflussen.











