Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Brigittte:
Süße Versuchung
Schweinehundi von Juli Wind
Die Familie in der Geschichte wirkt herrlich lebensnah: viele Termine, wenig Pausen. Und dann taucht Schweinehundi auf – und verführt alle dazu, es sich lieber gemütlich zu machen. Selbst Papa tauscht das Joggen gegen Torte. Das fanden meine Enkel natürlich erstmal sehr lustig. Doch bald versinkt alles im Chaos, keiner rafft sich mehr auf.
Gut gefallen hat mir, dass die Kinder schließlich eingreifen und die Familie wieder ins Gleichgewicht bringen. Die Botschaft ist klar und kindgerecht erzählt. Besonders schön sind die farbenfrohen, witzig gezeichneten Illustrationen. Sie sorgen für kleine Schmunzelmomente beim Vorlesen.
Eine unterhaltsame Geschichte über Versuchungen im Alltag und die richtige Balance zwischen Pflichten und Genuss.
Rezensionen von Brigittte:
Gemeinsam stark
Keine Panik - wir stellen die Schule auf den Kopf von Ilona Einwohlt
Mika und ihre Freunde gehen auf eine Grundschule, die wirklich schon bessere Zeiten gesehen hat. Überall bröckelt es, vieles ist kaputt – und man merkt schnell, wie sehr Kinder und Lehrkräfte darunter leiden. Doch dann kommt Frau Panic, die neue Hausmeisterin, und mit ihr weht ein ganz neuer Wind durch die Schule.
Sie gibt den Kindern Mut, nicht alles einfach hinzunehmen. Und genau das hat uns so begeistert: Hier wird gezeigt, dass auch Kinder etwas bewegen können, wenn sie zusammenhalten.
Es geht direkt lebendig los, und dadurch, dass Mika selbst erzählt, ist man sofort mittendrin. Meine Enkel haben die Freundesgruppe ganz schnell ins Herz geschlossen. Frau Panic ist eine wunderbare Figur. So eine Hausmeisterin hätten meine Enkel auch gern an ihrer Schule und natürlich hat es ihnen der Schulgarten besonders angetan. Seitdem wird hier immer wieder darüber gesprochen, wie schön Unterricht draußen wäre – natürlich nur bei Sonnenschein.
Was mir als Oma besonders wichtig ist: Das Buch endet gut. Ein Happy End gibt Kindern Hoffnung und zeigt ihnen, dass sich Einsatz lohnt. Gleichzeitig verschweigt die Geschichte nicht, dass es Rückschläge geben kann. Aber mit Kreativität, Zusammenhalt und einer Portion Mut lassen sich auch diese meistern.
Ein großes Lob auch an die Gestaltung. Die vielen kleinen und großen Illustrationen machen das Lesen zu einem echten Erlebnis. Meine Enkel schauen sich die Bilder ganz genau an, achten auf Gesichtsausdrücke und Details. Besonders die Frisuren bei der Demonstration sorgten für großes Gelächter. Und ich mag die kräftigen Farben sehr – sie machen einfach gute Laune. Ein Buch, das Mut macht – und das man immer wieder gern zur Hand nimmt.
Rezensionen von brauneye29:
Sehr interessant
Ich möchte zurückgehen in der Zeit von Judith Hermann
Zum Inhalt:
Die Autorin macht sich in diesem Buch auf die Spuren ihres Großvaters, der für die SS in Polen stationiert war. Ihr Schreiben wird verknüpft mit der immer verleugneten Geschichte und reist zu ihrer Schwester nach Neapel und geht dem Erinnern und Vergessen der nachfolgenden Generationen nach.
Meine Meinung:
Auch wenn es natürlich viele Bücher über den zweiten Weltkrieg gibt und man schon vielfach etwas darüber gelesen hat, hat dieses Buch schon einen besonderen Touch, denn die Autorin gräbt in ihrer Vergangenheit, besser in der ihrer Familie und fragt sich eben auch, in wie weit die Vergangenheit Einfluss auf die nachfolgenden Generationen hat. Dabei werden immer wieder Fragen aufgeworfen, die man sich in Teilen auch selbst stellen kann oder könnte, je nachdem wie man damit umgehen möchte. Wie von der Autorin gewohnt, ist das Buch gut geschrieben und liest sich auch dementsprechend gut.
Fazit:
Sehr interessant
Rezensionen von Julchentim:
Hotel zwischen Traum und Abgrund
Das White Octopus Hotel von Alexandra Bell
Das White Octopus Hotel von Alexandra Bel hat mich doch wirklich überrascht. Ich bin ohne große Erwartungen gestartet und war schnell mitten in dieser besonderen Atmosphäre. Die Geschichte beginnt fast zart und persönlich, dann öffnet sie sich Schritt für Schritt in eine viel größere, dunklere Richtung, als von mir erwartet.
Die Hauptfigur wirkt am Anfang verletzlich und suchend. Ihre inneren Bilder und Gedanken haben mich gefesselt, auch wenn ich an manchen Stellen bewusst langsamer gelesen habe. Es ist kein leichtes Buch (!), weil es sich intensiv mit menschlichen Abgründen und historischen Grausamkeiten beschäftigt. Einige Szenen haben mich wirklich beschäftigt und nicht sofort losgelassen.
Was ich sehr gelungen fand, ist die Verbindung zwischen persönlicher Geschichte und realen historischen Ereignissen. Der Übergang fühlt sich mutig an und ist nicht immer bequem. Genau das aber macht die Geschichte so stark. Trotzdem hätte ich mir stellenweise doch etwas mehr Fokus gewünscht, da die Fülle an Themen fast überwältigend sein kann.
Für mich sind es gute vier Sterne. Kein cosy Wohlfühlroman, aber ein Buch, das nachhallt und im Kopf bleibt. Wer Literatur mag, die fordert und auch wehtut, sollte hier zugreifen.
Rezensionen von Zaubermasu / Sandra Hennig:
Toller Küsten Krimi
FördeBlut von Andreas Schmidt
Dies ist der dritte Band um Kriminalhauptkommissarin Kristin Voss und da ich von den vorherigen Büchern schon total begeistert war, habe ich mich sehr auf diesen Band gefreut :
Es geht rasant los : die siebzehnjährige Lotta ist von einer Party verschwunden und zeitgleich wird der Programmierer Jannick auf einer Landstraße erschossen.
Beide Fälle sind für Kristin Voss und ihre Kollegen schwer zu knacken und die Ermittlungen nehmen ihren Lauf.
Die Charaktere, die Andreas Schmidt in seinem Buch zum Leben erweckt, sind allesamt bildhaft und authentisch dargestellt. Wenn man die vorherigen Bücher kennt ( was aber nicht zwingend notwendig ist, da man die Bücher auch einzeln lesen kann ), sieht man die Entwicklung der Figuren gut und fühlt sich mit ihnen im Buch wunderbar unterhalten.
Der Autor versteht es, falsche Fährten zu legen und einen als Leser*in so perfekt in die Ermittlungen mit einzubeziehen und zu rätseln – das mag ich sehr.
Der Schreibstil ist locker und flüssig und auch die Örtlichkeiten hat Andreas Schmidt sehr bildhaft dargestellt – Küsten-Feeling inbegriffen.
So möchte ich auch für den dritten Band um Kristin Voss eine klare Leseempfehlung abgeben – mir hat das Buch sehr gut gefallen !
Rezensionen von brauneye29:
Schöne Geschichte
Das gute Leben von Nadine Schneider
Zum Inhalt:
Christina hat das Haus ihrer Oma geerbt. Die Oma, die Mitte der sechziger Jahre aus Rumänien floh und dann ganz allein ihr Kind und auch ihr Enkelkind aufzog. Gearbeitet hatte sie beim Quelle-Versand. Sie hatte zu kämpfen gegen das Fremdsein, die Armut, aber sie gab nie auf. Während sie Christina nun von Haus und Oma verabschiedet versinkt sie immer mehr in Erinnerungen.
Meine Meinung:
Das was so eine Geschichte, die irgendwie ans Herz ging. Man konnte sich die junge Anni mit ihren Schwierigkeiten und auch ihrem Job bei Quelle gut vorstellen. Interessant war auch die mit erzählte Geschichte um Grete Schickedanz. Besonders hat mir aber auch Christina gefallen, wie sie reflektiert, wie ihre Oma war, wie diese im Grunde ihren Weg mitgeprägt hat. Und das mit eben den vielen Einschränkungen mit denen sie zu kämpfen hatte mit Heimweh aber eben auch dem Willen ein besseres Leben zu führen. Mir hat das Buch sehr gut gefallen und der Schreibstil war sehr gut lesbar.
Fazit:
Schöne Geschichte
Rezensionen von Annaja:
Tierisch gute Ermittler
Sherlock Holmes & Dr. Watson. Der Monsterhund vom Dark Moor (Band 2) von Judith Weber; Fabian Jeremies
Sauerei, so heißt der zweite Fall der Detektiv Superstars.
In der Baker Street in London passiert wieder einmal etwas ganz Komisches und nun muss auch noch ermittelt werden.
Die Angst vor dem Monsterhund in Little Rain geht um, er soll sich im Nebel im Dark Moor umtreiben. Die alte Lady Agatha hat schreckliche Angst und nur ein Meisterdetektiv kann helfen, mit Unterstützung seines besten Freundes.
Aber auch die Reporterin Rosa Sau ist interessiert an der Story, sie will ein Interview, sie muss alles aufdecken. Aber kommt da nicht noch etwas dazwischen? Zum Schluss gibt es jedoch, wie immer, eine passende Auflösung.
Im lustigen Comicband gibt es so viel zu entdecken, Kinder können hier mit rätseln und aktiv mitgestalten. Die Handlung selbst ist recht einfach und gut verständlich. In den Sprechblasen wurden verschiedenste Schriftarten verwendet, die entzückenden, phantasievollen Illustrationen begeistern einfach und sind optisch perfekt gelungen!
Ein witziges und kindgerechtes Detektivabenteuer, das ich nur empfehlen kann.
Rezensionen von Leser:
Spannende Ermittlungen in Berlin
Im Schatten der Ruinen von Peter Klisa
Berlin,1948.
Die Stadt liegt in Trümmern, ist geteilt in vier alliierte Sektoren, der Schwarzmarkthandel blüht und mittendrin Captain Matthew Wallet. Strafversetzt in die amerikanische Besatzungszone, soll er gemeinsam mit seiner Einheit die Bandenkriminalität in der Stadt unter Kontrolle bekommen.
Ein wahres Pulverfass, in dem so manch einer verwickelt ist.
Dabei bekommt er unerwartet Hilfe vom 12jährigen Heiner und seiner Mutter Klara, einer Dolmetscherin. Aber es nicht alles immer so wie es scheint und er muss genau abwägen, wem er trauen kann.
Eine spannende Geschichte, die mich von den ersten Seiten an völlig in ihren Bann gezogen hat. Der Autor punktet hier nicht nur mit dem geschichtlichen Teil des Romans, er hat auch sehr interessante Charaktere geschaffen, Captain Wallet gehört auf jeden Fall zu meinen Lieblingsfiguren. Er gibt nicht so schnell auf und weiß sich durchzusetzen. Ihn zu begleiten ist schon ein Erlebnis, bei dem man auch einiges über die damalige Zeit erfährt.
Hier warten einige Überraschungen, unerwartete Ereignisse, aufregende Momente und auch Humor auf die Leser. Eine unterhaltsame, spannungsgeladene Zeitreise, die auch sehr informativ ist.
Ich hätte gerne weitergelesen, denn noch ist diese Geschichte nicht aus erzählt. Die damalige Zeit in Berlin bietet noch spannende Ereignisse und ich hoffe auf ein Wiedersehen mit Wallet und Klara!!!
Rezensionen von Tinimore:
Dunkel und atmosphärisch
Kala von Colin Walsh
Alles begann an einem heißen Sommertag im Jahr 2003 in Kinlough in Irland. Die sechs Freunde um die sich die Geschichte dreht, genossen den Sommer in vollen Zügen. Doch dann verschwand Kala, die dem Roman von Colin Walsh den Namen gibt, und nichts war mehr wie vorher.
Fünfzehn Jahre später, im Jahr 2018, holt die Vergangenheit einen Teil der Freundesgruppe wieder ein.
Was ist damals wirklich geschehen?
In einzelnen, jeweils einer Person gewidmeten Kapiteln, erzählen die Mitglieder der "Gang" in ihren ganz eigenen Stimmen ihre Sicht der Dinge. Schon früh hatte ich das Gefühl, dass in Kinlough etwas nicht stimmt. Eine düstere Ahnung liegt über der Geschichte, Erinnerungen kehren zurück und lange verborgene Geheimnisse kommen ans Licht. Walsh erzeugt dabei eine angespannte Atmosphäre, und die Figuren wirken mit all ihren Eigenheiten sehr lebendig. Gegen Ende, als sich die Hinweise verdichteten, nahm die Handlung an Fahrt auf und es wurde richtig spannend.
Auch wenn ich etwas Zeit brauchte, um ganz in die Geschichte einzutauchen und sie für mich nicht ganz an persönliche Favoriten heranreicht, kann ich den Roman allen empfehlen, die literarische Thriller mögen.
Rezensionen von Francesca :
Ein Thriller ohne Thrill
Tödliches Angebot von Marisa Kashino
Eigentlich wollte ich nach meinem ersten Psychothriller direkt im Genre bleiben, weil mich diese Mischung aus Spannung, Psychologie und düsteren Geheimnissen total gepackt hatte. Also griff ich zu Tödliches Angebot. Leider wurde ich ziemlich enttäuscht.
Im Mittelpunkt steht das Ehepaar Ian und Margo.
Die beiden versuchen, schwanger zu werden, und sind gleichzeitig auf der Suche nach einem Haus. Ein Großteil der Geschichte beschäftigt sich mit ihrer Beziehung, ihren familiären Hintergründen und vergangenen Konflikten. Wir erfahren, wie sie sich kennengelernt haben, welche Probleme sie mit sich herumtragen und verfolgen über weite Strecken hauptsächlich ihre Eheprobleme. Als Margo schließlich ein Haus findet, in das sie sich regelrecht verliebt, setzt sie alles daran, es zu bekommen. Sie beginnt, intensiv über die bisherigen Besitzer zu recherchieren. Dabei gibt es Ansätze von Stalker-Motiven und obsessivem Verhalten, doch leider entwickeln diese kaum echte Spannung.
Schreibstil
Den Schreibstil mochte ich tatsächlich. Er ist stellenweise humorvoll und lebt von inneren Gedankengängen, diesen typischen „Gedankenkarussellen“, die gut zu einem Psychothriller passen. Figuren springen in ihren Überlegungen hin und her, stellen sich selbst Fragen, analysieren Situationen, das hat mir gefallen.
Ein interessantes Stilmittel ist außerdem, dass sich Margo gegen Ende direkt an die Leserinnen beziehungsweise Hörerinnen wendet. Dieser Perspektivwechsel und auch die Veränderung ihrer Figur zum Schluss fand ich spannend umgesetzt. Das waren für mich klare Pluspunkte.
Meine Meinung
Die Grundidee fand ich tatsächlich originell. Ein Haus als Auslöser für eine psychologische Abwärtsspirale, das hätte richtig gut werden können. Aber die Umsetzung war für mich leider sehr langatmig.
Bis etwa drei Viertel des Buches habe ich kaum echte Thriller-Elemente wahrgenommen. Stattdessen wirkt die Geschichte über weite Strecken wie ein Beziehungsroman mit leichtem Spannungsansatz. Margos Handlungen bleiben dabei zu harmlos, um wirklichen Nervenkitzel auszulösen. Ich habe darauf gewartet, dass sich früh größere Geheimnisse andeuten, dass moralische Grenzen überschritten werden oder zumindest ein Gefühl entsteht, dass sie mit etwas auffliegen könnte. Dieses Mitfiebern blieb jedoch aus.
Mein größter Kritikpunkt betrifft den Spannungsaufbau. Die entscheidende Dynamik entsteht nahezu ausschließlich durch die Auflösung am Ende, wenn plötzlich alles ans Licht kommt. Der Weg dorthin, also die schrittweise psychologische Entwicklung, das langsame Abrutschen, das bewusste Überschreiten von Grenzen, wird jedoch kaum ausgearbeitet. Statt diesen Prozess mitzuerleben, entsteht ein Bruch: Man begleitet zunächst eine relativ normale Protagonistin, dann folgt ein deutlicher Sprung, und plötzlich steht die Enthüllung im Raum.
Gerade bei einem Psychothriller erwarte ich, diesen inneren Wandel nachvollziehen zu können. Ich möchte verstehen, wie und warum eine Figur in eine Abwärtsspirale gerät. Da dieser Aufbau hier fehlt, wirkt der finale Umschwung zwar überraschend, aber nicht nachvollziebar.
Nach rund 90% des Buches kommt zwar dieser große Switch, doch die "Spannung" konzentriert sich fast ausschließlich auf diese finale Phase. Die letzten Minuten erzeugen keine klassische Spannung, sondern eher einen Überraschungsmoment, verbunden mit einem gewissen Entsetzen. Man ist kurz irritiert und vielleicht etwas vor den Kopf gestoßen, doch echtes Mitreißen oder anhaltender Nervenkitzel stellen sich nicht ein. Letztlich konzentriert sich die gesamte Wirkung auf diese Schlussphase, was für mich zu wenig war, um die zuvor eher ereignisarme Strecke auszugleichen.
Fazit
Ich wollte einen intensiven Psychothriller mit konstantem Spannungsbogen, psychologischer Entwicklung und echtem Mitfiebern. Bekommen habe ich eine sehr langsame Geschichte, in der die entscheidenden Schritte übersprungen werden und "Spannung" erst ganz am Ende entsteht. Für mich bleibt unverständlich, wie man diese Geschichte als wirklich spannend bezeichnen kann.
Tödliches Angebot hat mich insgesamt nicht überzeugen können, weshalb ich keine Lese- oder Hörempfehlung ausspreche. Rein inhaltlich hätte die Geschichte für mich nur einen Stern verdient, doch durch den angenehmen Schreibstil reicht es am Ende dennoch für zwei Sterne.











