Kunden em pfehlungen
Rezensionen von gabiliest:
Heimat ist dort, wo dein Herz schlägt
Und das Glück duftet nach Wolken und Meer von Susa Bartel
Mit “Und das Glück duftet nach Wolken und Meer” hat Autorin Susa Bartel einen gefühlvollen Debütroman vorgelegt und lädt die Lesenden ein, mit Kayla in das wunderschöne Irland, nach Old Quay, zu reisen. Schon das stimmungsvolle Cover weckt die Sehnsucht danach, an der stürmischen Atlantikküste zu stehen und den rauen Wind zu spüren.
Kayla hat bis jetzt in Berlin gelebt. Ihre Beziehung mit Partner Ben steht auf der Kippe und ihr Business, Trauerbegleiterin beim Tod eines Haustieres, läuft gar nicht gut. Nun fliegt sie aus einem traurigen Anlass nach Hause. Ihr Dad ist schwer krank und stirbt. Sie selbst wird im Dorf ihrer Kindheit teils wohlwollend, teils mit Vorwürfen empfangen. Denn manche sind der Meinung, sie hätte ihre alte Gran im Stich gelassen. Auch Kaylas Bruder Logan wirft ihr das vor, daher herrscht zwischen ihnen Eiszeit. Denn die Geschwister haben sich noch nicht vom größten Schicksalsschlag ihrer Jugend erholt: Ihre Mutter ist verschwunden, als sie noch Kinder waren.
Langsam erkennt Kayla, wie schön es in ihrer Heimat ist und dass Gran sie brauchen würde. Denn ihr verstorbener Vater war in den letzten Jahren sehr aufbrausend und trunksüchtig. Auch trifft sie ihre Freundin aus Kindertagen, Maeve, wieder, die eine Galerie betreibt. Als Kayla ihr die Fotographien zeigt, die sie in Berlin gemacht hat, eröffnen sich neue Perspektiven und der Wunsch, nach Berlin zurückzukehren und ihre alte Beziehung wieder aufzunehmen, tritt immer mehr in den Hintergrund. Denn da gibt es Nathan, einen jungen Witwer, zu dem es Kayla immer mehr hinzieht. Soll Kayla mutige Entscheidungen treffen und die Beziehung mit Ben beenden, sich sogar mit ihrem Bruder aussöhnen und die Suche nach ihrer verschwundenen Mutter aufnehmen?
Susa Bartel hat mit “Und das Glück duftet nach Wolken und Meer” nicht nur einen Sehnsuchtsroman nach Irland geschrieben, sondern es hervorragend verstanden, tiefe Gefühle, Trauer und die Suche nach den eigenen Wurzeln zu einer atmosphärischen Wohlfühlgeschichte zu verdichten, die man nicht mehr aus der Hand legen möchte. Es fällt leicht, sich in das Geschehen zu versetzen, die Gefühle der Protagonisten sind lebendig dargestellt und gut nachvollziehbar. Die Autorin beschreibt überzeugend, in welch innerer Zerrissenheit gepaart mit Schuldgefühlen sich Kayla lange Zeit befindet und wie schwierig es ist, wieder auf ihren Bruder zuzugehen. Besonders beeindruckt, wie Gran Kayla sofort das Gefühl gibt, bei ihr zu Hause und geborgen zu sein. Zusätzlich stürzt Nathan, der im Burren- Nationalpark eine Parfümerie betriebt und augenscheinlich Interesse an Kayla hat, sie in Verwirrung. Sehr gut dargestellt ist die Ablehnung, die ihr Bruder Logan Kayla entgegen bringt, lange ist ungewiss, ob sich die Geschwiste annähern werden. Trotzdem hat man als Leserin das Gefühl, dass hier eine Entwicklung beginnt, die für alle Beteiligten ein versöhnliches und gutes Ende nehmen wird.
“Und das Glück duftet nach Wolken und Meer” ist ein außergewöhnlicher Roman mit Tiefgang, der große Gefühle beschreibt und die Lesenden an einer Geschichte teilnehmen lasst, deren Höhen und Tiefen sich erst langsam erschließen, aber deren Erforschung sich wirklich lohnt. Trotzdem liest sich das Buch leicht und bietet witzige Situationen. Mir hat dieser Roman sehr gut gefallen und ich möchte ihn gerne allen Lesenden empfehlen, die die grüne Insel mögen und gerne in Familiengeschichten eintauchen.
Rezensionen von cosmea:
Ist Überleben nicht mehr als das Warten auf den Tod?
Ich, die ich Männer nicht kannte von Jacqueline Harpman
Ein namenloses junges Mädchen ist zusammen mit 39 Frauen in einem unterirdischen Käfig eingesperrt. Hier gelten strenge Regeln. Sie werden von drei Wärtern bewacht, die bei jeglichem Verstoß mit der Peitsche knallen. Sie sprechen nicht mit den Gefangenen, die nicht wissen, warum sie eingesperrt sind und auch nicht, warum sie überhaupt am Leben gehalten werden.
Irgendwann in der Vergangenheit hat es ein unbekanntes Ereignis gegeben, das ihr bisheriges Leben beendete. Die anderen Frauen haben noch vage Erinnerungen an die Vergangenheit, an Ehemänner und Kinder, an Liebe und Sex. Das Mädchen wird unter anderem auch deshalb von den anderen ausgrenzt, weil ihre Situation völlig anders ist. Sie wurde schon als Kleinkind in den Käfig gesperrt, kennt ihren Namen nicht und weiß nicht, wer ihre Eltern sind. Sie kann weder lesen noch schreiben, kann sich unter all den Dingen, die zu einem normalen Alltag gehören, nichts vorstellen. Irgendwann findet sie in Anthea eine Freundin, die ihr Zahlen und Buchstaben beibringt. Das Mädchen entwickelt ein System, das es ihr ermöglicht, Zeit zu messen. Bisher gab es für die Frauen keine Möglichkeit, Tag und Nacht zu unterscheiden, denn das Licht wurde nie ausgeschaltet. Eines Tages ertönt eine Sirene, und die Wärter, die gerade die Zellen geöffnet haben, um die karge Mahlzeit zu bringen, verschwinden spurlos. Als erste verlässt das Mädchen das Gefängnis. Sie schaut sich in dem Bunker um, findet reichlich Lebensmittel und tiefgefrorenes Fleisch, etwas Kleidung, einige Paar Stiefel. In der Folge erforschen die Frauen erst die Umgebung und machen dann immer längere Expeditionen. Sie hoffen, auf andere Menschen zu treffen, eine Stadt zu finden. Stattdessen stoßen sie im Laufe der Jahre auf immer neue verschlossene Bunker mit jeweils 40 toten Frauen, manchmal auch Männern. Im Lauf der Jahre werden sie eine Gemeinschaft, weil sie nur überleben können, wenn sie einander unterstützen und helfen. Da das Mädchen mit Abstand die Jüngste ist, ist von vornherein klar, dass sie irgendwann die einzige Überlebende sein wird.
In dieser ungewöhnlichen Dystopie behandelt die Autorin viele Themen. Was macht menschliches Leben aus? Was macht uns zu denen, die wir sind? Sind die Frauen außerhalb des Käfigs wirklich frei? Welchen Sinn hat das (Über-)Leben? Auf viele Fragen bekommt der Leser bis zum Schluss keine Antwort, zum Beispiel, welches Ereignis jegliche Normalität beendet hat und ob sie sich noch auf dem Planet Erde befinden. Wo kommt die Energie für die Beleuchtung der Bunker her, und wer sorgt für die Nahrungsmittel?
Die neue Übersetzung dieses zuerst 1995 in französischer Sprache veröffentlichten lange vergessenen Romans ins Englische hat einen Hype ausgelöst, den ich nicht so ganz nachvollziehen kann. Es ist ein interessanter Roman, der für mich aber zu viele Fragen unbeantwortet lässt und einige Ungereimtheiten enthält.
Rezensionen von Ryria:
Momentaufnahmen eines Sommers
Schwarzer September von Sandro Veronesi
Schwarzer September ist vermutlich ein Opfer seines doch eher misslungenen Klappentextes: Dort wird zwar von dem Sommerurlaub des zwölfjährigen Gigio und seiner Strandfreundin Astel berichtet, aber gleichzeitig auch schon verraten, dass später ein Mord passieren wird.
Meine Erwartungen waren dementsprechend, dass wir vielleicht eine kurze Einführung bekommen, es danach schnell an den Strand geht und kurz darauf der Mord geschieht, der dann im Zentrum der Handlung steht - dem war jedoch nicht so, stattdessen wird es zwar immer wieder angedeutet, um Spannung aufzubauen, allerdings ja auch wiederum schon im Klappentext verraten.
Man muss daher mit anderen Erwartungen in dieses Buch starten: 50 Jahre später erzählt Gigio von seiner Kindheit und diesem Sommer, der Schreibstil ist daher zwischendurch erwachsen, aber der Sicht eines Jungen nachempfunden.
Auch berichtet er von sich selbst, dass er autistische Züge hat, was in Kombination mit seinem Alter zu vielen Endlossätzen führt, die quasi wie aufgeschriebene, sprunghafte Gedanken wirken und dabei auf alle möglichen Details fixiert sind.
Dieser Schreibstil ist wirklich Geschmackssache, einerseits wird die damalige Zeit und Italien durch die unzähligen Details sehr zum Leben erweckt und man kann sich alles super vorstellen, andererseits führt es doch auch manchmal zu einigen Längen. Für das Kind war es vermutlich extrem spannend, wer welchen Sportwettkampf gewonnen hat, für den heutigen (jüngeren) Leser ist es jedoch eher oft uninteressant. Nichtsdestotrotz hatte dieser Stil auch seinen ganz eigenen Charme, der mir doch überwiegend gut gefallen hat.
Wer eine spannende Erzählung über einen Kriminalfall erwartet, sollte vermutlich eher zu einem anderen Buch greifen. Für alle, die einfach ein wenig in das damalige Italien eintauchen und einem Jungen beim langsam erwachsen werden zuschauen möchten, ist dieses Buch aber durchaus zu empfehlen.
Rezensionen von Murksy:
Wie gestalte ich einen Comic
Der Comic-Club von Scott McCloud
Ich bin mit Comics aufgewachsen. Natürlich habe ich auch normale Bücher gelesen, aber die Faszination für die gezeichneten Geschichten hatte mich lange im Griff. Mittlerweile ist, im Gegensatz zu vielen anderen Erwachsenen, der Reiz bei mir etwas verschwunden. Vielleicht noch ab und zu ein Heft über die renitenten Gallier, mehr aber auch nicht.
Beim Lesen des Comic-Clubs wurde etwas dieser Faszination wiederbelebt. Obwohl natürlich das Buch eine andere Altersgruppe anspricht. Vor mir hat allerdings mein knapp 9jähriger Sohn das Buch kritisch gelesen. Genau wie mir gefielen im die Zeichnungen und die farbige Gestaltung sehr gut. Das Buch erklärt wunderbar, wie ein Comic entsteht, wie er aufgebaut wird und welche Tricks man einbauen kann, um einen solchen Comic interessant und witzig zu gestalten. Da mein Sohn auch schon eigene kleine Geschichten malt, hat er das sehr aufmerksam verfolgt. Sehr gut hat ihm der Abschnitt gefallen, in dem Gefühle erklärt werden und wie man sie darstellen kann. Nach dieser Lektüre werde ich mir vielleicht unter diesem Gesichtspunkt meine alten Comics noch einmal anschauen. Es sind doch erstaunlich viele Feinheiten, die man vielleicht einfach so überfliegt, die aber im kreativen Schaffen viel Nachdenken und künstlerisches Können verlangen. Was meinem Sohn nicht immer so gut gefallen hat, waren die schwierigen Wörter. Das hängt natürlich auch damit zusammen, dass das Buch aus dem amerikanischen Raum kommt. Die Namen werden natürlich anders gesprochen, als gelesen. Als Beispiel sei der Name Gene genannt. Außerdem wurden Neopronomen wie xiem erwähnt, damit konnte mein Sohn nichts anfangen. Viele andere Begriffe aus dem Comicbereich sind englisch. Die werden zwar mit Masse erklärt, aber Aussprache wird für die meisten jüngeren Leser eher ein Problem darstellen. Es gab also einige Fragen zum Text, die de Lesefluss bremsten.
Die Verständlichkeit der Geschichte war allerdings sehr gut. Auch die sozialen Botschaften, also dass man sich ruhig an etwas heranwagen soll und es nicht so wichtig ist, alles perfekt zu machen, werden gut transportiert. Der Comic ist übersichtlich gestaltet und nicht überladen. Ein weiterer Höhepunkt des Buches ist das Interview mit den Autoren und der Abschnitt im hinteren Teil des Buches, der die verschiedenen Berufe und Schritte zum fertigen Comic zeigt, inklusive der Werkzeuge, sprich Software, die dazu genutzt werden. Ein Glossar rundet das gute Gesamtbild ab.
Rundherum ein Buch, das also nicht nur genau zeigt, wie das Medium Comic entsteht, welche Arbeit dahintersteckt, sondern auch ein Buch, das Kinder dazu ermutigt, sich auszuprobieren, sich etwas zu trauen, ohne Angst davor zu haben, zu scheitern.
Dies ist eine Privatrezension ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen unterliegt dem Urheberrecht.
Rezensionen von Murksy:
Lost places, lost people
Giftiger Grund von Thomas Knüwer
Eine junge Frau, die Videos von lost places, verlassenen Orten dreht, ein Häftling, der frisch entlassen versucht, wieder ins normale Leben zurück zu finden und ein Mädchen, das nachts in eine alte Tankstelle flüchtet dies sind die Hauptdarsteller in diesem realistischen, harten Krimi. Die Härte kommt allerdings weniger von der durchaus vorhandenen und gezeigten Gewalt, als vielmehr von der psychologischen Darstellung der Situation.
Diese ist sehr authentisch und glaubhaft darstellt, was auch dazu führt, dass das Buch einige Stellen enthält, die durchaus empfindliche Personen triggern können. Für Freunde der sogenannten Cosy-Crime-Szene ist dieses Buch ganz sicher nichts. Dem Autor gelingt es bedrückend gut, die Verzweiflung der Personen darzustellen, ihre Ängste, Hoffnungen und Verlorenheit in einer Welt, weit ab der bunten Fassade unserer Gesellschaft. Das tut manchmal weh, man will ins Geschehen eingreifen und die Personen retten, auch vor sich selbst. Die Hilflosigkeit der Personen im Buch überträgt sich auf die Leser. Beinahe schmerzhaft verfolgt man die agierenden Figuren, wenn sie das Richtige tun wollen, aber an der Realität scheitern. Der giftige Grund des Covers ist viel mehr, als der ölgetränkte Boden an der alten Tankstelle. Vielmehr ist es die Schattenwelt, die so gerne ignoriert wird. Was nicht sein darf, kann nicht sein. Wir leben doch in einer zivilisierten Gesellschaft, oder nicht? Kein einfaches Buch, aber ein fesselndes, das neben aller Trostlosigkeit auch einen Funken Hoffnung versprüht. Man kann sich ändern, man kann zusammen etwas bewirken, nicht alles ist verloren, wie in den lost places. Und es gibt das Gute im Menschen, das vielleicht manchmal erst aus seiner Wohlfühlzone gelockt werden muss.
Das Einzige, das mir persönlich nicht wirklich zugesagt hat, war der Erzählstil, der die jeweilige Hauptperson der einzelnen Kapitel in der Ich-Form agieren lässt. Dieser Kniff, der den Charakter und die Sichtweise der Personen durchaus verstärkt, irritierte mich teilweise im Lesefluss.
Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.
Rezensionen von Philiene :
Geschichte neu interpretiert
Die Iden von Rom von Michael Peinkofer
Was wäre wenn ? Ja was wäre wenn die Geschichte anders ausgegangen wäre, als wir sie kennen? Dieser Frage geht Michael Peinkofer in seinem Roman Die Identität von Rom nach.
Er erzählt eine alternative Version der Ereignisse und trotzdem ist sein Buch perfekt recherchiert und stellt uns die historischen Personen beinahe ganz privat vor.
Ob nun Julius Cesar oder Kleopatra. Brutos oder Markus Antonius. Sie alle stehen im Fokus dieses spannenden Romanes und wir erfahren so einih5von ihnen.
Der Roman ist einfach nur spannend und Michael Peinkofer ein grandioser Geschichten Erzähler der es versteht uns in den Bann des Geschehens zieht.
Mir hat es sehr gefallen wie real sowohl die römische Welt als auch die von Kleopatra dargestellt worden ist. Orte und Charaktere waren so bildlich dargestellt, dadurch ich mir alles ganz genau vorstellen konnte und das Gefühl hatte direkt in der Antike gelandet zu sein.
Einfach großartig.
Rezensionen von Murksy:
Layout geht vor Funktionalität
National Geographic Kids Weltatlas - Fremde Kulturen, großartige Naturwunder und wilde Tiere entdecken: Kinderatlas für Kids ab 8 Jahren von
Schaut man den schön aufgemachten Atlas oberflächlich an, liest ein wenig quer und blättert kurz durch, gefällt das Ganze recht gut. Betrachtet man allerdings die Dinge, auf die es bei einem Atlas ankommt, dann zeigen sich die Einschränkungen. Beginnen wir vorne auf dem Cover. dort steht ganz oben das Wort Kids.
Die Altersangabe für das Buch beginnt bei acht Jahren. Wer Kinder im Schulalter hat, den Stoff der Klassen kennt, der wird mir zustimmen, das dieser Atlas eher für weiterführende Klassen und ältere Kinder ist. Das Buch enthält viel Text, einiges an Informationen und vor allem schwierige Wörter, mit denen Grundschüler weder lese technisch noch verstandesmäßig zurechtkommen. Urban, konisch, azimutal, Tools, Decoder usw. Die Liste lässt sich fortsetzen. Auch sind die Seiten mit den kleinen Kästchen und der entsprechend kleinen Schrift anstrengend zu lesen. Diese Überfüllung der Seiten führt auch dazu, dass das Wichtigste zu kurz kommt, nämlich die Karten. Diese sind leider nicht seitenfüllend angelegt und oft über die Seitenmitte gedruckt, damit schwer zu lesen. Natürlich ist es nett, diverse Informationen über Land und Leute zu erfahren. Aber die Auswahl dieser Fakten wirkt teilweise sehr wahllos. Gleiches gilt für die Tiere, die ja such auf Cover beworben werden. Es sind sehr wenige Tiere im Buch zu finden. Sinnvoller und nützlicher wäre es gewesen, je Kontinent vier bis fünf Tiere mit einem kleinen Steckbrief vorzustellen. Bei Afrika findet man zum Beispiel das Bild eines Elefanten, die dazugehörigen Fakten kaum vorhanden. Ja, die Fotos sind toll. Aber genauso wahllos und mehr oder minder uninteressant beschrieben. Das Buch bietet auf der einen Seite zu wenig, will auf der anderen Seite zu viel. Vor allem der einleitende Teil ist vermutlich sogar für viele Erwachsene eine Herausforderung. Das Werk ersetzt also keinen Schulatlas und ist für Kids eine Nummer zu anspruchsvoll. Es wurde mehr Wert auf das Layout, als auf die Funktionalität gelegt. Für einen Atlas zu unübersichtlich, für ein Lexikon zu wenig Informationen. Dass am Ende auf Internetadressen verwiesen wird, ohne diese genau zu benennen, setzt dem Ganzen die Krone auf. Ich erwarte und will auch von meinen Kindern nicht, dass sie im Grundschulalter im Netz surfen und nach ergänzenden Informationen suchen. Vielleicht sollten bei der nächsten Ausgabe verstärkt Pädagogen am Buch mitarbeiten. Ich hatte bei den Seiten das Gefühl, dass die Gestalter sich darin überbieten wollten, immer noch mehr reinpacken zu wollen.
Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.
Rezensionen von Odina:
Eine bewegende Reise
Die Bücherfrauen von Listland. Der Duft des Strandhafers von Gabriella Engelmann
Der Roman "Der Duft des Strandhafers“ wurde von Gabriella Engelmann verfasst und erschien am 2. März 2026 im Droemer Knaur Verlag. Das Buch umfasst 320 Seiten und das Cover stimmt wunderbar auf das Nordsee-Flair ein. Es handelt sich hier um den 2. Band der Dilogie "Die Bücherfrauen von Listland".
Den ersten Teil sollte man gelesen haben um die Zusammenhänge besser zu verstehen. In der Geschichte geht es um die Journalistin Anna März, die nach Sylt zurückkehrt, um der 85-jährigen Fenja Lorenzen bei der Suche nach deren verschwundener Schwester Martje zu helfen. Martje verschwand 1958 nach einer Sturmnacht, und Anna entdeckt nach und nach, dass Fenja mehr weiß, als sie zugibt. Dabei kommt ans Licht, dass Martje sich damals in den Strandpiraten Hark verliebte und nach einem Schiffsunglück auf Amrum strandete. Parallel zu den Nachforschungen werden auch Annas Gefühle für Eric wieder wach. Der Schreibstil ist flüssig und angenehm zu lesen und mit seiner atmosphärischen Dichte wird das besondere Feeling lebendig. Durch den Wechsel der Kapitel zwischen Vergangenheit und Gegenwart bleibt die Handlung abwechslungsreich und spannend. Die Figuren sind klar und übersichtlich gestaltet, sodass man sich gut in sie hineinversetzen kann. Besonders spannend fand ich Martjes Entwicklung, deren Geschichte und Perspektive sehr fesselnd beschrieben werden. Auch Anna habe ich gerne begleitet, da ihre Nachforschungen und persönlichen Gefühle authentisch und nachvollziehbar dargestellt sind. Insgesamt ist das Buch ein schöner Wohlfühlroman, der mit seiner Mischung aus Familiengeheimnissen, Liebe und Vergangenheit überzeugt.
Rezensionen von Murksy:
Ende ohne Anfang oder Anfang ohne Ende
Schwarzer September von Sandro Veronesi
Ein 12jähriger, frühreifer Junge verbringt wie gewöhnlich seine Ferien am Meer. Doch dieses Mal wird der Urlaub anders verlaufen, als gedacht. Da ist die frische Liebe zu einem hübschen Mädchen nur der Auftakt.
Nun, wie bezeichnet man dieses Buch? Familiengeschichte? Oder eine dieser Coming-of-age Erzählungen.
Irgendwie von allem etwas. Ganz nebenbei wird auch das Jahr 1972 reflektiert, Musik, die gehört wurde, Sportler, die berühmt waren und natürlich die dramatische Olympiade in München. All das erzählt der Autor aus Sicht des Jungen, der versucht, mit all dem klar zu kommen. Mir persönlich wirkte der Junge mit gerade einmal 12 Jahren zu erwachsen. Was mir auch erschwert hat, die Dramatik in der Geschichte ernst zu nehmen. Denn während der ersten Kapitel reizt der Autor immer wieder zum Weiterlesen, indem er ein schreckliches, alles veränderndes Ereignis vorhersagt. Selbstverständlich ist das, was dann passiert für ein Kind dramatisch. Aber irgendwie auch nicht so, dass ich nach Luft schnappend und mit zittrigen Händen das Buch weiterlesen musste. Der Stil ist gut, es macht Spaß in Erinnerungen an die alte Zeit, die tolle Musik zu schwelgen. Trotzdem wirkte das Buch auf mich irgendwie zu offen, ohne mir wirklich eine Erklärung zu liefern, warum ich jetzt die 280 Seiten gelesen habe. Für mich persönlich irgendwie nicht Halbes und nichts Ganzes.
Dies ist eine Privatrezension, ohne KI erstellt. Kopie, auch in Auszügen, unterliegt dem Urheberrecht.
Rezensionen von Philiene :
Eine Geschichte voller Magie
Cassandra Morgan, Band 2 - Die magische Flöte von Skye McKenna
Ich habe mich sehr auf den zweiten Band rund um Cassandra Morgen gefreut und war sehr gespannt auf das Wiedersehen mit ihr und ihren Freunden.
Schon nach wenigen Sätzen war ich mitten in der Geschichte drin und es war sehr schön die Welt rund um die Haghexe wieder zu erleben. Ich denke allerdings das es ein Vorteil ist, den ersten Band zu kennen, da dort die meisten Charaktere schon einmal vorgekommen sind und die Geschichte auch daran anschließt.
Der Schreibstil ist gewohnt leicht und gut zu lesen. Die Charaktere sind wieder einmal zauberhaft und lebendig beschrieben.
Die Geschichte ist wiedereinmal spannend. Es geht in den Wald und dort treffen Cassie und ihre Freunde auf die unterschiedlichsten Zauberwesen treffen. Neben den alten Wiedersachen in der Hexenschule kommt diesesmal auch noch Cassies Cousin Sebastian hinzu, dem man es einfach nicht recht machen kann.
Eine Geschichte voller Magie,über Freundschaft in einer wundervollen Kulisse.
Ich war begeistert.










