Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Hexenaugen:
abwechslungsreiche Liebesgeschichte die auch zum fesselnden Krimi wird
Eine Liebe in Apulien von Sabrina Grementieri
Als Viola vom Tod ihrer Großmutter Adele erfährt ist sie zutiefst erschüttert und da sie sie in den letzten 2 Jahren nicht besucht hat plagt sie nun das schlechte Gewissen.
Adele hat sich aber Gedanken um ihre Enkelin gemacht und in ihrem Testament verfügt dass Viola das Gut in Apulien sowie etwas Geld für die nötigen Instandsetzungsarbeiten erben soll.
Auch wenn ihr Vater strickt dagegen ist reist sie nach Apulien, krempelt die Ärmel hoch um das Gut auf Vordermann zu bringen. und auch ihre Mutter rät ihr dazu.
Viola erinnert sich plötzlich an die Worte ihrer Großmutter:
»Verzweifele nicht«, hatte die ihr am Ende eines ihrer letzten Telefongespräche gesagt, »nichts geschieht je ohne Grund. Du musst nach vorn schauen und daran denken, dass du dich nun nicht mehr mit unnötigem Ballast herumquälen musst.«
Viola weiß plötzlich was sie mit dem Gut machen wird sie wird daraus einen großartigen Ort machen, an dem man seine Ferien verbringen kann.
Ihre Mutter schlägt ihr vor das Nebengebäude, die alte Remise, wo die Ställe und die Unterkünfte für die Landarbeiter waren als Gästehaus umzubauen.
Als sie Aris kennen lernt weiß sie sie muss die Tür zur Vergangenheit schließen und endlich nach vorn schauen.
Der Autorin ist es gelungen eine spannende und abwechslungsreiche Liebesgeschichte zu schreiben die auch zu einem fesselnden Krimi wird.
Rezensionen von LadyIceTea:
Manchmal muss man sich verlieren, um sich zu finden
Eine Liebe in Apulien von Sabrina Grementieri
Liz und Toby sind schon immer beste Freunde. Dass sie sich ineinander verlieben haben alle gewusst, nur sie selbst nicht. Dann passiert etwas, der das trennt was sich niemals trennen sollte. Toby verschwindet ans andere Ende des Ozeans und Liz steht alleine da.
Während sie versucht sich mit ihrer Youtube-Karriere abzulenken, verliert sie sich Stück für Stück in ihren unausgesprochenen Gefühlen, bis alles kurz davor steht zu zerbrechen.
„How to be happy 3 – Vergissmeinnicht“ gliedert sich nahtlos in diese wunderbare Reihe von Kim Leopold ein. Schon auf den ersten Seiten wird man vom altbekannten und von mir sehr geschätzten Schreibstil empfangen. Er ist wie immer locker leicht und hebt besonders gut die verschiedenen Charakterzüge der Figuren hervor.
In Band 3 treffen wir natürlich wieder all die bekannten und liebgewonnenen Figuren wieder. Lil und Jamie, Ash und Camie, Rose und eben Liz und Toby. Wer schon Band 1 gelesen hat, kennt die Zwei noch als dreizehnjährige Kids die glücklich miteinander ihre Tage als beste Freunde verbracht haben. Nun, sie sind wieder da. Älter und mit viel mehr Gefühlen. Vor allem füreinander, obwohl sie das selbst noch gar nicht wirklich wissen.
Das ganze Gefühlschaos der Beiden ist von der ersten Seite an wirklich gut beschrieben und lässt sich auf jeder Seite nachvollziehen. Es ist nicht zu kitschig und nicht zu dramatisch. Ich glaube, fast jeder könnte sich vorstellen, in ihren Rollen zu stecken.
Auch Liz‘ Chaos, welches nach und nach ausbricht, hat mich manchmal wirklich die Luft anhalten oder den Kopf schütteln lassen. Einerseits freut man sich für sie über ihren Erfolg und andererseits macht man sich zusammen mit ihrer Familie Sorgen.
Die Geschichte entwickelt sich wirklich von Kapitel zu Kapitel und mit ihr auch die Charaktere. Es hat mir gut gefallen, wie glaubwürdig alles war und wie es zum Ende in einem wirklich gut durchdachten Höhepunkt zusammenkrachte. Auch das Ende hat mir absolut gefallen. Ich mag die Reihe sehr gerne und freue mich jetzt schon auf Band 4.
Rezensionen von robert.wentz@gmx.at:
Ein umfassender Blick auf Leben und Werk Camus'
Albert Camus Die Freiheit leben von Meyer Martin
Wer sich eingehend mit Albert Camus auseinander setzen möchte, hat mit diesem Werk einen ausgezeichneten Ratgeber zur Hand. Von Vorteil ist es natürlich, wenn man die wichtigsten Werke Camus' - also v.a. "Der Fremde", "Die Pest", "Der Mythos des Sisyphos" und "Der Mensch in der Revolte" bereits gelesen hat, um den Erläuterungen und Interpretationen besser folgen zu können.
Dem Autor gelingt es hervorragend, Leben und Werk Camus' anhand zahlreicher weiterer Quellen in den geschichtlichen Kontext einzuordnen und auf diese Weise den Zugang zum Verständnis Albert Camus' erheblich zu erleichtern - und zwar auf sprachlich wie intellektuell hohem Niveau.
Rezensionen von robert.wentz@gmx.at:
Wie die nächste Generation leben wird oder: Wünsche an das Christkind ...
Wohlstand neu denken von Horst Opaschowski
Viele Gedanken, die der Autor in seinem Buch darlegt, sind zwar interessant, aber nicht wirklich "neu". Der Anspruch, der im Titel zum Ausdruck gebracht wird - Wohlstand "neu" denken - wiederholt im Grunde nur das, was seit langem bekannt ist: Wohlstand darf nicht auf seine materielle Seite reduziert werden, sondern hat letztlich mit Lebensqualität etwas zu tun.
So richtig diese Feststellung ist, so verwirrend erscheint das ständige Schwanken zwischen Prognosen, Ratschlägen und Wünschen. Eine klarere Trennung zwischen den in Zukunft zu erwartenden Trends und den vom Autor gewünschten Entwicklungen wäre für die Lektüre sicher hilfreich gewesen.
Überblickt man die für die Zukunft prognostizierte (gewünschte?) Entwicklung, so fällt auf, dass vieles besser werden soll: Die Menschen werden sich stärker auf Fragen der Lebensqualität besinnen und nicht mehr nur materiell orientiert sein; sie werden weniger der Erwerbsarbeit nachgehen und ihre Zeit insgesamt sinnvoller verbringen; sie werden sich ihr Leben lang weiterbilden und sich um einen gesundheitlicheren Lebensstil bemühen; sie werden familiäre Bindungen neu schätzen lernen, ihr Leben wieder stärker selber in die Hand nehmen und helfend für andere da sein, usw.
Auch wenn man diese Entwicklungen begrüßen wird, so klingen sie doch wie eine lange Wunschliste an das Christkind ... in vielen Punkten bleibt für den Leser/die Leserin unklar, ob es sich dabei um prognostizierte oder gewünschte Entwicklungen handelt.
Weniger weihnachtlich klingen jedoch Forderungen (Prognosen?) nach zukünftigem weiteren Rückzug des Staates und stärkerer Eigenvorsorge:
"Für den Schutz vor den Risiken des Lebens wie Krankheit, Alter und Pflegebedürftigkeit ist immer weniger der Staat und immer mehr der einzelne Bürger selbst verantwortlich. [...] Das Selbsthilfeprinzip bürgert sich wieder ein: Hilf dir selbst, bevor der Staat dir hilft. Und meistere dein Leben aus eigener Kraft!" (118) Schöner hätte es ein neoliberaler Wirtschaftsboss auch nicht sagen können ...
Vollends utopisch klingt schließlich die Ankündigung, dass "flächendeckene Heimversorgung und 'betreutes Wohnen'" bald überholt sein werden, "weil sie dann durch den Selbsthilfegedanken und die Nachbarschaftsmentalität abgelöst werden" (118f).
In manchen Passagen erinnert das Buch eher an romantisierende Vorstellungen von neuer Nachbarschaftsidylle, wieder gefundenem (Groß)Familiensinn und an das ideologische Lebensmotto "Jeder ist seines Glückes Schmied".
Auch wenn der Autor am Schluss des Buches darauf hinweist, dass er seine Ausführungen nicht bloß als eine Voraus-Schau, sondern auch als eine Vor-Sorge versteht, indem Problemlösungen entwickelt werden, so wäre es sicher von Vorteil gewesen, beides formal klarer zu trennen. Denn so wie sich das Buch jetzt liest, könnte leicht der Eindruck entstehen, die Zukunft wird ohnehin rosig ...
Rezensionen von robert.wentz@gmx.at:
Soziale Beschleunigung und deren Folgen für unser Leben
Beschleunigung und Entfremdung von Hartmut Rosa
Wer einen raschen Überblick über die Beschleunigungsthese von Hartmut Rosa sucht, wird hier fündig. Im Vergleich zu seinem inzwischen bereits zum Klassiker avancierten Buch "Beschleunigung. Die Veränderung der Zeitstrukturen in der Moderne" - eine literarisch wie intellektuell jedoch sehr anspruchsvoll zu lesende, knapp 500 Seiten umfassende Studie - fasst der Autor hier seine Theorie auf ca.
90 Seiten in leichter verständlichen Worten zusammen. Darüber hinaus bietet Rosa hier erste Überlegungen an, inwiefern die soziale Beschleunigung als Grundlegung einer kritischen Gesellschaftstheorie dienen könnte.
Ein sehr lesenswertes Buch, das übrigens bei der Bundeszentrale für politische Bildung (bpb.de) um € 4,50 bezogen werden kann.
Rezensionen von robert.wentz@gmx.at:
Von der Theorie zur Praxis
Selbst denken. von Welzer Harald
Die Stärke des Buches liegt u.a. darin, dass es - über bereits bekannte kritische Analysen des derzeitigen wachstumsbasierten Wirtschaftssystems hinaus - den Fokus auf den eigenen Lebensstil legt und zahlreiche Praxisbeispiele anführt, die einen möglichen Weg in eine andere Moderne aufzeigen. Dabei legt der Autor Wert darauf, durch diese Beispiele keine Vorgaben machen zu wollen, wie man handeln müsse; vielmehr soll jede(r) selbst denken und dadurch den eigenen Handlungsraum im Sinne einer nachhaltigen Zukunft gestalten lernen.
Rezensionen von robert.wentz@gmx.at:
Gut gemeint, aber …
Wie viel ist genug? von Robert Skidelsky; Edward Skidelsky
Die beiden Autoren vertreten in ihrem Buch die Auffassung, dass in den entwickelten Industriegesellschaften die Produktion jene von Keynes prognostizierte Schwelle längst erreicht hat, die es uns erlauben würde, gleichsam kürzer zu treten, um das Leben mehr zu genießen, anstatt noch immer weiter im Hamsterrad der Arbeit weiterzulaufen.
Die Fragen, die im Zusammenhang mit "dem" guten Leben aufgeworfen werden, sind zwar bedenkenswert; allerdings überzeugt es m.E. nicht, wenn dafür ganz konkrete Ziele angeführt werden, die Richtschnur für politisches Handeln sein sollen. Denn so wichtig es einerseits erscheint, die ethische Dimension jeglichen politischen Handelns wieder in Erinnerung zu rufen, so problematisch ist der Ansatz, Ethik ausschließlich an einem bestimmten, bereits vorgefassten Konzept vom guten Leben auszurichten, das sowohl interkulturelle als auch überzeitliche Geltung beansprucht. Das kann dann z.B. dazu führen, dass ein bestimmter Wertewandel, wie er in westlichen Gesellschaften etwa in Bezug auf die Akzeptanz von Homosexualität stattgefunden hat, keine allgemeine Gültigkeit beanspruchen könne - die Traditionen seien hier einfach zu verschieden .. (S. 174f, e-book, engl. Ausgabe).
Die Autoren gehen also von relativ statisch verstandenen Zielen aus, die es für ein gutes Leben zu erreichen gelte. Die Gefahr einer paternalistischen Einflussnahme seitens der Politik sehen sie zwar selbst, sie halten aber dagegen, dass dies in manchen Bereichen ja ohnehin schon geschehe. Im Gegensatz zum Fähigkeitenansatz von Martha Nussbaum und Amartya Sen, die stärker die Freiheit (und Verantwortung) des Einzelnen im Handeln betonen, ihr Leben sinnvoll zu gestalten, vertreten die beiden Autoren eine Position, welche die zu erreichenden Ziele für ein gutes Leben bereits vorgibt - das ist vielleicht die größte Schwäche des Buches.
Rezensionen von robert.wentz@gmx.at:
Engagierter Aufruf zu einem kulturellen Wandel
Das Ende der Welt, wie wir sie kannten von Claus Leggewie; Harald Welzer
Die beiden Autoren vermitteln in ihrem Buch Grundkenntnisse zum derzeitigen Stand in der Diskussion um den Klimawandel. Dabei betonen sie zu Recht die kulturelle Dimension, die der gegenwärtigen Wirtschaftskrise und vielen Umweltproblemen zugrunde liegen. Gerade die Grenzen des auf ständigem Wachstum basierenden kapitalistischen Wirtschaftssystems machen einen kulturellen Wandel hin zu einem nachhaltigen Lebensstil erforderlich, der am besten in Gruppen von Gleichgesinnten eingeübt werden kann.
Das Buch ist streckenweise sehr interessant und spannend zu lesen, es enthält aber auch manch langatmige Passagen - hier hätte man durchaus knapper formulieren können.
Rezensionen von robert.wentz@gmx.at:
Interessante Lektüre mit unterschiedlichen Standpunkten in Bezug auf das Wirtschaftswachstum
Perspektiven einer nachhaltigen Entwicklung von Harald Welzer; Klaus Wiegandt
Das Buch vereint recht unterschiedliche Ansätze, wie mit der gegenwärtigen Wirtschafts- und Umweltkrise umgegangen werden soll.
Während einige Vertreter in Richtung einer Postwachstumsökonomie weiter denken, sind andere Autoren davon überzeugt, dass es weiterhin ein 'qualitatives', z.B. 'grünes' Wachstum geben könne, z.
B. durch neue Informationstechnologien.
Auch wenn nicht in allen Beiträgen die Frage des Wirtschaftswachstums explizit angesprochen wird, so ist es doch ein Verdienst der Herausgeber, dass hier diese essentielle Frage in vielfältigen Perspektiven (z. B. Mobilität, Politik, Wirtschaft, Energie, Ernährung, Lebensstil) untersucht wird.
Der Untertitel verheißt mehr als er verspricht, denn nur wenige Autoren haben den Blick auf eine vielleicht utopische Zukunft in ca. 40 Jahren gewagt - mit teils recht originellen Ideen.
Rezensionen von robert.wentz@gmx.at:
Eindringliche Aufforderung, seinen Lebensstil zu überdenken
Wege aus der Wachstumsgesellschaft von Harald Welzer; Klaus Wiegandt
Die Beiträge in diesem Buch lassen an der Grundthese keinen Zweifel: Eine absolute Entkoppelung zwischen Wirtschaftswachstum einerseits und Ressourcenverbrauch bzw. damit verbundenen ökologischen Belastungen andererseits ist aus heutiger Sicht nicht vorstellbar. Insofern werden auch Konzepte des "grünen Wachstums" o.
ä. skeptisch betrachtet, wenn damit gemeint sein soll, dass man ansonsten weitermachen könne wie bisher - nur eben etwas "grüner" oder effizienter ... So wichtig diese Techniken auch sind, sie werden alleine nicht ausreichen, einen wirklich nachhaltigen Weg zu beschreiten.
Besonders positiv ist hervorzuheben, dass in den Beiträgen nicht nur ökonomische und technische Aspekte der Nachhaltigkeitsdebatte erörtert werden, sondern auch sozio-kulturelle Überlegungen mit einfließen wie z.B. in den Beiträgen von Wolfgang Ullrich (Konsum als Erziehung zur Nachhaltigkeit) und Uwe Schneidewind (Wandel verstehen - Auf dem Weg zu einer 'Transformative Literacy').










