Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Anja:
regt zum Nachdenken an, konnte mich aber nicht richtig fesseln
Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi
Maddy ist vom Dach der Bibliothek gesprungen. Nun blickt sie von oben auf ihre Familie und sucht nach einer neuen Frau für ihren Mann und einer Mutter für ihre 17-jährige Tochter. Eve und Brady hingegen versuchen verzweifelt herauszufinden, warum Maddy so unzufrieden war, dass sie den Freitod gewählt hat.
Dabei erhalten beide einen ganz neuen Blick auf ihr Leben.
Der Einstieg in das Buch fiel mir nicht ganz leicht. Anfangs fand ich den Schreibstil etwas umständlich, zu stelzig und unrund. Mit der Zeit hatte ich mich aber eingelesen und bin auch mit den drei wechselnden Ich-Perspektiven gut zurechtgekommen.
Maddy nimmt dabei eine Beobachterrolle ein. Aus einer Art Zwischendimension schaut sie auf ihre Familie und versucht Einfluss auf deren Handeln zu nehmen. Da sie teilweise Gedanken hören kann, bekommt der Leser einen zusätzlichen Blick auf die Figuren, die sie beobachtet, und einige Eindrücke von Maddys Sicht auf das Geschehen sowie Erinnerungen aus ihrem Leben.
Ich bin kein gläubiger Mensch und fand Maddys Position und die Beschreibungen, was mit ihrer Seele bzw. ihrem Geist weiter passiert, teilweise etwas eigenwillig.
Brady arbeitet unglaublich viel, sodass er nach Maddys Tod erkennen muss, wie wenig er von dem Familienleben mitbekommen hat. Anfangs fand ich ihn nicht sonderlich sympathisch, allerdings macht er einen ziemlichen Wandel durch.
Auch Tochter Eve mochte ich anfangs nicht. Sie wirkt extrem zickig, allerdings reagiert sie damit nur auf ihr Umfeld, das so tut, als müsste nach dem Selbstmord ihrer Mutter ihr eigenes Leben ganz normal weiterlaufen. Schnell zeigt sich, wie der Tod ihrer Mutter Eve aufwühlt und auch sie macht im Verlauf eine Veränderung durch durch.
Dieser Wandel ist es letztlich auch, der mir an dem Buch gut gefallen hat. Alle drei Figuren blicken auf ihr bisheriges Leben. Dabei stellen besonders Eve und Brady fest, dass sie teilweise aneinander vorbeigelebt haben, wenig auf die Wünsche der anderen geachtet haben. Sie hinterfragen alltägliche Handlungen und machen dabei deutlich, was für einen Unterschied es machen kann, wenn man sich nur ein paar Minuten Zeit nimmt, beispielsweise über das alljährliche Geburtstagsgeschenk ein wenig nachzudenken.
Auch der unterschiedliche Umgang mit der Trauer war interessant zu beobachten.
Ansonsten konnte mich die Geschichte aber nicht so richtig packen. Es passiert nicht wahnsinnig viel. Über weite Strecken plätschert die Handlung einfach so vor sich hin. In der zweiten Hälfte werden soar noch neue Handlungsstränge begonnen und flüchtig abgearbeitet, die letztlich gar nichts zum Geschehen beitragen. Spannung kommt nicht auf. Zwar deutet sich an, dass einige Figuren Geheimnisse haben, doch die Auflösung kommt nach vielen kleinen Hinweisen dann auch nicht mehr überraschend, sodass auch das Ende – wie auch das ganze Buch – nicht sonderlich spektakulär ist.
Fazit
Wichtige Gedanken, die zum Nachdenken über das eigene Leben und kleine Gesten des Alltags anregen, durchziehen das Buch. Die Entwicklung, die die Figuren im Umgang mit ihrer Trauer und der Erkenntnis, was sie in der Vergangenheit anders hätten machen können, durchmachen, ist ganz interessant zu beobachten. Leider zieht sich die Handlung aber insgesamt und das Ende kommt letztlich auch nicht mehr überraschend.
Rezensionen von niknak:
Leichen im Keller
Knochenschrei von Catherine Shepherd
Inhalt:
Gegenwart: Yasmin will ihren Keller vergrößern und dafür eine Wand einreißen. Doch dahinter findet sie das alte Skelett einer Leiche. Kommissar Oliver Bergmann hat den richtigen Riecher und entdeckt hinter dieser Wand einen weiteren Hohlraum, in dem eine Frau lebendig eingemauert wurde. Der Täter hat im Unterleib des Opfers eine codierte Botschaft hinterlassen, die nur einen Schluss zulässt: Er wird weiter töten.
Zons 1497: Die Nonne Brunhilde verschwindet spurlos. Der Stadtsoldat Bastian Mühlenberg macht sich auf die Suche nach ihr und entdeckt dabei eine tote Nonne in den dunklen Katakomben des Klosters. Wird er Brunhilde noch rechtzeitig finden und welches Geheimnis hat das Kloster zu verbergen. Immer mehr Nonnen haben Angst vor dem Teufel, der eine nach der anderen spurlos verschwinden lässt.
Mein Kommentar:
Dies ist bereits der 8. Teil der Zons Reihe von Catrehine Sheperd und sie hat es auch diesmal wieder geschafft mich total zu fesseln.
Sie hat einen packenden und fesselnden Schreibstil, der den Leser von der ersten Seite an gefangen nimmt und bis zum Schluss nicht mehr loslässt. Man ist von Beginn an mitten in der Geschichte ohne lange Einleitung und weiß trotzdem sofort, wovon die Geschichte handelt.
Ich finde es beeindruckend, wie sie es schafft den Leser jedes Mal neu zu fesseln und ihm eine spannende und überraschende Geschichte zu bieten, ohne dass man weiß, wo die Geschichte endet.
Dabei werden zwei verschiedene Geschichten aus der Vergangenheit und der Gegenwart toll miteinander verbunden und zeitgleich erzählt. So bleibt die Spannung auf beiden Ebenen bis zum Schluss aufrecht, da sie immer wieder überraschende Wendungen einbaut. Obwohl manche Passagen auch aus der Sicht des Täters geschrieben sind, hat man als Leser bis zum Schluss die Möglichkeit mitzuraten, wer es ist, was aber meist nicht gelingt. Wenn ich dachte, dass ich weiß, wer der Täter ist, baut sie sicher wieder eine Überraschung ein, die mich in eine andere Richtung denken lässt und somit neue Wege öffnet.
Ich kenne Zons und die Hauptcharaktere ja schon aus den Vorgängerbänden und freue mich jedes Mal wieder, wenn ich sie wieder treffe und etwas mehr über sie erfahre. Sie sind toll beschrieben und man kann sich als Leser ein sehr gutes Bild von ihnen und auch von der Umgebung machen. Zu Beginn des Buches hat sie einen Plan vom mittelalterlichen Zons abgebildet, sodass man genau weiß, wo sich die Geschichte abspielt.
Ich finde, dass die Personen einen tollen Charakter haben, der es dem Leser leicht macht, sie in sein Herz zu schließen.
Mein Fazit:
Eine packende Geschichte, die den Leser sofort gefangen nimmt und bis zum Schluss nicht mehr loslässt. Ich freue mich schon jetzt auf viele weitere Geschichten aus Zons.
Ganz liebe Gr
Rezensionen von ChOe:
Insider-Tipps!
Das Tiroler Vier-Jahreszeiten-Wanderbuch. 102 Wandertipps für Frühling, Sommer, Herbst und Winter von Hubert Gogl
Das Tiroler Vier-Jahreszeiten-Wanderbuch ist ein wahrhaft spannender Wanderführer mit hilfreichen Informationen und anschaulichen Bildern. Er ist in Frühling, Sommer, Herbst und Winter aufgeteilt und sehr übersichtlich. Mir gefällt besonders dass keine "0815"-Wanderungen beschrieben sind, sondern echte Geheimtipps.
Von Familienwanderungen bis zu 3000-er Besteigungen ist alles dabei und er motiviert zum Rausgehen und Entdecken - nicht erst in der Hochsaison. Auch ein besonders schönes Geschenk wie ich finde!
Rezensionen von PFIFF:
Tierschützer contra Bergbauern in den Seealpen
Wölfe an der Côte d'Azur von Christine Cazon
Commissaire Léon Duval verbringt eine Woche Schiurlaub mit seinen beiden Kindern und seiner Freundin Annie Chatel im Mercantour.
Alles klappt wunderbar. Doch am Ende der Ferien wird in der Nähe eine Leiche gefunden, Régis Ravel, der Enkel eines ehemaligen Schafhirten und begeisterter Anhänger einer Gruppe von Befürwortern der Wiedereinbürgerung von Wölfen in der Gegend.
Erbittert kämpfen die Schafbauern gegen die erlaubte Ausbreitung der Wölfe, die ihre Schafe reissen und Unfrieden zwischen den Bewohnern der Region stiften. Sie haben schon genug zu kämpfen mit den Touristen und Mountainbikern, die sich an keine Vorschriften und Eigentumsrechte scheren.
Duval hängt noch ein paar Tage Urlaub an, um sich umzuschauen und seiner Journalistenfreundin bei Interviews beizustehen.
Die örtliche Polizeichefin ist nicht erfreut über die Einmischung Duvals, der dann wieder zurück in Cannes den Großvater des Getöteten im Seniorenheim aufsucht und Interessantes erfährt. Ein ganz anderes Problem war der Auslöser für den Mord an Régis Ravel.
Commissaire Duval deckt die Hintergründe auf und ein Komplott von Politikern und Baulöwen.
Christine Cazon führt uns in die Gegend, in der sie einige glückliche Jahre verbrachte und vermittelt uns ihre Liebe zu den Menschen und der eindrucksvollen Landschaft der Seealpen.
Rezensionen von PFIFF:
Schwieriges Leben und Überleben in den Bergen
Acht Berge von Cognetti Paolo
Der 11-jährige Pietro reist mit seinen Eltern nach Grana, am Fuß des Monte Rosa Massifs, um dort seine Ferien zu verbringen.
Er freundet sich mit dem gleichaltrigen Bruno an, dem einzigen Kind in dem ausgestorbenen Dorf und erforscht mit ihm die Gegend
Pietros Vater liebt die Berge und unternimmt Wandertouren mit beiden Kindern.
Pietro studiert später Mathematik, wechselt dann auf den Beruf als Dokumentarfilmer, reist nach Nepal und immer wieder ins Aostatal, wo er mit seinem Jugendfreund nach dem Tod des Vaters ein Häuschen baut auf einem Stückchen Land, das ihm der Vater hinterlassen hatte, in der Nähe eines Bergsees, idyllisch gelegen.
Eine ehemalige Freundin von Pietro verliebt sich in Bruno, zieht zu ihm und führt das arbeits- und doch nicht ertragsreiche leben einer Bergbäuerin, melkt die Kühe, käst und verkauft die Produkte.
Cognetti beschreibt in dieser Autobiographie romanhaft das Leben in den Bergen, seine Faszination und seine Mühsal, die Liebe der Menschen zu der Natur, ihren Kampf ums Überleben. Und doch können sie nicht weggehen, weil sie Angst und Abscheu vor Städten haben, mit ihrer Hast, den Menschenmassen, der fehlenden Natur.
Rezensionen von yellowdog:
Raus aus der Blase
Halleluja von Schönian Valerie
Ein Buch mit einem sehr interessantem Thema. Ich bin kein Blog-Leser, daher froh, dass dieses Buch jetzt da ist und man das einjährige Zusammentreffen und Auseinandersetzen zwischen einer Journalistin und einem katholischen Priester lesen kann.
Anfangs dachte ich Valerie Schönian würde sich dem Thema nur oberflächlich nähern, aber mit der Zeit entfalten sich die Qualitäten eines ordentlichen Journalismus.
Sie lässt sich auf die Themen ein, ohne dabei auf ihre eigene Meinung zu verzichten, ist aber auch bereit, sich auf die andere Meinung einzustellen und alles zu überdenken. Kennzeichnend dafür ist z.B. ihr Eindruck vom Zusammenhalt der Menschen auf dem Jugendtag in Polen, als auch sie den Rausch spürt.
Das kann man als Leser gut nachvollziehen.
Oft gibt es aber auch keine Annäherung.
Valerie Schönian lässt es sich nicht nehmen, auch die unbequemen Themen einzubringen, die fatalen Verfehlungen der katholischen Kirche. Sie macht es aber auf eine lockere Art, die es überhaupt erst ermöglicht, weiterzudenken.
Der Priester Franziskus ist zwar eher konservativ, aber nicht unsympathisch. Das Thema konservative gegen reformwillige Katholiken ist überhaupt zur Zeit ein großes Thema. Durch dieses Buch kann der reformbefürwortende Leser die “Gegenseite” auf eine geeignete Weise kennen lernen und aus der eigenen Blase heraustreten. Bewegende Szenen gibt es, wenn Valerie Franziskus von Boeselange auf seiner seelsorgerischen Tätigkeit begleitet.
Für interessierte ist dieses Buch nicht gerade langweilig!
Rezensionen von S.:
Nur drei Stunden
NACHTWILD von Phillips Gin
Drei Stunden, nur drei Stunden, aber sie verändern alles.
Joan ist mit ihrem fünfjährigen Sohn Lincoln im Zoo. Kurz vor dem Ausgang gerät sie in eine Schießerei, sieht Tote, beschließt, sich zu verstecken. Wie kann sie ihren wissbegierigen Jungen beruhigen? Wo sind sie sicher? Ein leerstehendes Stachelschweingehege erweist sich nur vorübergehend als Schutz, Lincoln wird hungrig, ungeduldig, zu laut.
Joan begibt sich mit ihm auf den gefährlichen Weg zu den Snackautomaten. Unterwegs findet sie ein in einem Mülleimer verstecktes Baby. Soll sie es mitnehmen? Sie trifft noch andere Menschen, ebenso in Lebensgefahr wie sie. Und auf einmal steht Robby mit einem Gewehr vor ihnen...
So eindringlich schildert Gin Philipps die Ängste und Sorgen einer Mutter, die ihren Sohn mit unendlicher Hingabe liebt und beschützt. Auch die Gedanken des Teenagers Kailynn, der pensionierten Lehrerin und des ehemaligen Schülers werden nachvollziehbar beschrieben. Sehr emotional. Gewissenskonflikte, die niemand durchleben möchte. Berührend die Gespräche zwischen Robby und Mrs. Powell, wohl fast die Einzige, die Zugang zu ihm gefunden und einen gewissen positiven Einfluss auf ihn hatte.
Aus dem Versteck vertrieben, beginnt eine Jagd durch den nächtlichen Zoo, eine Flucht vor psychopathischen bzw. fehlgeleiteten Jugendlichen.
Die Kräfte schwinden, Verletzungen bleiben nicht aus. Joan hat nur ein Ziel: Lincoln zu retten.
Ein Buch, welches atemlose Spannung hervorruft, man mag es nicht aus der Hand legen.
Rezensionen von Nepomurks:
Informativ und hilfreich!
NACHTWILD von Phillips Gin
„Fit mit jedem Schritt – Richtig Gehen – Das einfachste Training, um gesund zu leben“ von Markus Roßmann & Bernd Neumann ist ein ziemlich informativer Ratgeber, der sich zwar vordergründig mit dem Thema „richtiges Gehen“ beschäftigt, zudem aber auch viele Informationen zu Faszien, diverse Haltungsschäden durch unseren heutigen Lebensstil (Smartphone, Sitzen, mangelnde Bewegung, etc.
) sowie viele hilfreiche Übungen mit guter, bebildeter Anleitung bereit hält. Mir gefiel die Mischung aus theoretischem Inhalt und großem Praxisteil sehr gut. Die Inhalte werden gut aufgeschlüsselt und sehr verständlich erklärt. Zudem gibt es ausreichend Bilder und Fotos zu allen Themen, sei es zur Theorie oder zu den verschiedenen Übungen. Die Trainingseinheiten sind meiner Meinung nach jeweiliger Anleitung gut umsetzbar und kommen aus den Bereichen Faszien-Yoga, Dehnung, Kräftigung und aktiver Entspannung. Manche der Übungen kann man draußen (in der Natur z.B. an Bäumen oder großen Steinblöcken, etc.) durchführen, andere mit oder ohne Hilfsmittel drinnen, z.T. handelt es sich um Massage-Einheiten (u.a. mit Rolle). Bei jeglichen Übungen steht dabei der Kontext des richtigen Gehens im Vordergrund.
Ich persönlich fand viele der beschriebenen Inhalte äußerst interessant und informativ, die Übungen durchweg gut durchführbar und verständlich erläutert. Insofern würde ich das Buch absolut weiterempfehlen! Deshalb 5 Sterne.
Rezensionen von Josef Lüthold:
Neuoffenbarungen: Kenntnis und Kritik
Der Sinn des Lebens! von Rolf Meyer; Helmut Agustoni
Mir gefällt, dass die beiden Autoren verschiedene Neuoffenbarungen zitieren lassen. Denn keine Neuoffenbarung ist vollkommen fehlerlos. Auch im Lorber-Werk sind die Diktate meistens nicht direkt von Jesus Christus, sondern sie werden vielfach von geschöpflichen Geistwesen übermittelt, wobei auch eigene Ansichten dieser Geister in die Diktate einfliessen.
Rezensionen von Pink Anemone:
Ein Kochbuch mit fantastischen Rezepten, welches vor allem die Herzen von Jane Austen- und Vintage-Fans höher schlagen lässt.
Dinner mit Mr. Darcy Köstlichkeiten aus Jane Austens Welt von Vogler Pen
Jane Austen kreierte eine Welt der Romantik und Poesie, in der Charaktere mit Humor und Feingefühl durchleuchtet wurden. In "Dinner mit Mr. Darcy" begegnen wir diesen liebenswerten Romanhelden und werden in ihre kulinarische Welt entführt. Kochbuchautorin Pen Vogler sammelte dafür einfache und geschmackvolle Rezepte, die großartig zum Nachkochen sind.
Zudem erhalten wir Einblicke in Jane Austens wahres Leben: präzise Kochanleitungen von ihren 60 Lieblingsspeisen, festgehalten in privaten Briefen an Freunde und Familie...(Klappentext)
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Und dieser Klappentext hält was er verspricht. Man öffnet das Buch und taucht ein in die Welt Jane Austens.
"Das Picknick am Box Hill in 'Emma', Mrs. Bennet, die stolz auf ein gut gebratenes Stück Wild ist, ein Stück Stachelbeertorte für die müde, heimwehkranke Fanny Price - in Jane Austens Romanen und Briefen wird üppig aufgetischt. Abendgesellschaften und Picknicks erzählen von der Herzlichkeit ihrer Figuren, dem nachbarlichen Miteinander, den Ambitionen und Ängsten und von der besonderen Rolle, die das Essen in der vornehmen englischen Gesellschaft der georgianischen Zeit spielte. Mithilfe einiger zeitgenössischer Kochbücher geben uns Jane Austens Werke eine Kostprobe des Lebens jener Zeit."
(S. 7 - Anfang)
Diese "Kostproben" nehmen uns mit in Jane Austens Romane in denen Emma die English Muffins, sehr zum Unmut von Mr. Woodhouse, ein zweites Mal anbietet, Mrs. Bennet ihren Gästen Wildbraten anbietet, um zu zeigen, dass sie Freunde mit einem Wildgehege und eine hervorragende Köchin hat oder die Weiße Suppe, welche ebenfalls in "Stolz und Vorurteil" erwähnt wird.
Doch auch die Lieblingsgerichte von Jane Austen finden hier Erwähnung, wie z.B.: Kalbsragout, Mrs. Austens Pudding, Geschmorte Ochsenbacke, etc., sowie viele andere köstliche Gerichte dieser Zeit.
Diese Rezepte werden alle mit einer kleinen Geschichte eingeleitet, um einen auf das Gericht einzustimmen.
Ebenso enthalten alle Rezepte Auszüge aus Original-Kochbüchern wie z.B. "The Experienced English Housekeeper von 1769, Martha Lloyds Haushaltsbuch oder aus Briefen und die meisten Rezepte werden von stimmungsvollen Bildern begleitet, welche einem das Wasser im Mund zusammenlaufen lassen.
Inhaltsangabe der Rezepte:
* Frühstück mit General Tilney ("Northanger Abbey")
* Mrs. Bennet möchte mit einem Dinner Eindruck machen ("Stolz und Vorurteil")
* Schweinebraten und Äpfel - ein herbstliches
* Dinner mit Mutter und Tochter Bates ("Emma")
* Lieblingsgerichte von Jane Austens Familie
* Picknickgenuss unter freiem Himmel ("Emma")
* Tee und Kuchen ("Mansfield Park")
* Der Ball in Netherfield ("Stolz und Vorurteil")
* Ein altmodisches Nachtmahl für Mr. Woodhouse und seine Gäste ("Emma")
* Weihnachten mit den Musgroves und andere Feste ("Überredung")
* Geschenke, Getränke und Eingemachtes für Freunde und Schwermütige ("Verstand und Gefühl")
Es gibt hier aufwendige, wie auch einfache Rezepte zu finden, aber alle sind durchaus leicht umzusetzen.
Von mir probiert und für gut befunden:
* Zitronen-Käsekuchen
* Olivers Biskuits
Doch dieses Kochbuch enthält nicht nur Rezepte, sondern auch Geschichtliches über die damalige Zeit, wie z.B.: die ungewöhnlichen Essenszeiten der höheren Gesellschaft, damit sie sich sogar hierbei von der Mittelschicht abheben können, Tisch-Arrangements und Menüfolge, welche sich für uns heutzutage äußerst skurril anhören, über das Personal und die damaligen Küchen und Küchengärten und vieles mehr.
Das Cover finde ich wunderschön und sehr passend, zudem ist das Buch in Leinen gebunden und daher schon etwas ganz besonderes zwischen all den Kochbüchern. Kurz gesagt - es ist ein wahres Schmuckstück und wenn man schon nicht daraus kocht, lädt es doch zum Schmökern ein und lässt einen in die Küchen der georgianischen Zeit sehen.
Fazit:
Eines meiner Schmuckstücke zwischen all meinen Kochbüchern, welches nicht nur Rezepte aus Jane Austens Romanen aufgreift, sondern auch Lieblingsrezepte der berühmten Autorin enthält, sowie interessante historische Einblicke in die damalige Zeit. Beim Schmökern bekommt man richtig Lust ein kleines Fest à la Mrs. Bennet zu veranstalten, einen Jane Austen-Club zu gründen und hin und wieder ein kleines Cosplay zu veranstalten bei dem kleine Speisen kredenzt werden. Meiner Meinung ist dieses Kochbuch ein MUSS für alle Jane Austen- und auch Vintage-Liebhaber!
© Pink Anemone










