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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von begine:

Zirkusleben

Töchter der Lüfte von Pam Jenoff

Der Roman „Töchter der Lüfte“ von Pam Jenoff ist im besonders gutem Stil geschrieben. Ich wurde in die Geschichte von der ersten Seite an eingesogen.
Die Protagonisten sind die junge Holländerin Isa und die jüdische Trapezkünstlerin Astrid und spielt in der Zeit des zweiten Weltkrieges..
Isa wird von einem deutschen Soldaten schwanger und von ihrem Vater verstoßen.

Das Kind wird ihr abgenommen. Dann findet sie in einem Zug jüdische Babys und nimmt eines mit. Sie werden vom Zirkus gerettet. Dort trifft sie Astrid, die aus einer Zirkusfamilie stammt und eigentlich Johanna heißt. Sie hatte einen Nichtjuden geheiratet, der sich später von ihr scheiden lassen musste.
Astrid muss Isa am Trapez ausbilden. Man lernt die beiden Frauen gut kennen, sie erzählen abwechselnd ihre Emotionen. Das Zirkusleben erlebe ich so intensiv mit, und die Angst vor Entdeckung bei den immer wieder kehrenden Durchsuchungen.
Ein beeindruckendes Werk der Freundschaft, Liebe und dem Überlebenskampf. Es ist ein Zeit, in der man nicht weiß, wem man trauen kann.
Pam Jenoff ist ein echt gute Autorin, die ich mir merken muss, sie schreibt so Eindrucksvoll, das ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte. Ich kann diesen Roman unbedingt weiter empfehlen.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Ein neues Ermitler-"Trio" aus der Eifel

Die Eifelhexe von Katja Kleiber

Ein neues Ermittlertrio aus der Eifel

In Adenau, einem Ort in der Eifel, wird der Lokalpolitiker Wolfgang Leyendecker vergiftet. Der Verdacht fällt auf Ella Dorn, eine Unternehmensberaterin, die seit 2 Jahren im alten Forsthaus im Wald über Antweiler lebt und hier als Kräuterhexe bekannt ist. Sie hat sich im Laufe der beiden Jahre, die sie nun hier ist, in die Kräuterheilkunde eingearbeitet, stellt Cremes und Tinkturen her und spürt Wasseradern und Erdstrahlen auf.

Da sie den Verdacht nicht auf sich sitzen lassen will, geht sie auf eigene Faust auf die Suche nach dem Täter – und wird früher als die Polizei aus Bad Neuenahr-Ahrweiler fündig.

Der Einstieg mit dem Prolog facht schon die Spannung an und der Bogen hält sich bis zur endgültigen Auflösung am Schluss, wo es noch mal richtig spannend wird.

Der leichte und flüssige Erzählstil sorgt dafür, dass man das Buch in einem Rutsch durchlesen kann. Langeweile kommt keine auf. Was mich nur etwas gestört hat, waren einzelne Phrasen, die sich öfter wiederholt haben. Auch dass eine Krankheit immer wieder einfließt, hat mir nicht so gut gefallen.

Da ich schon einige Male in der Eifel Urlaub gemacht habe, hatte ich die Landschaft beim Lesen immer vor Augen. Vor allem die kleinen Fachwerkhäuser in Monschau haben mir damals richtig gut gefallen. Alles in allem macht es Spaß mit Ella oder den Kommissaren durch die beginnende Herbstlandschaft zu streifen.

Ella Dorn, die hier eine der drei Hauptrollen spielt, ist mir von Anfang an trotz ihres gesundheitlichen Handikaps sehr sympathisch. Auch wenn sie die ein oder andere Macke hat, kann ich sie mir gut als Freundin vorstellen.
Ganz anders die beiden Kommissare. Peter Claes stinkt es einfach, dass er in diesem Fall, der für ihn ja auch nichts anders ist als ein Unfall oder ein Diebstahl ist, eine Frau aus dem Kommissariat aus Trier vor die Nase gesetzt bekommt. Dem entsprechend rüde führt er sich auch auf. Und seine Vorurteile sollte er auch mal überdenken.
Seine Vorgesetzte Tanja Marx hat gerade eigene persönliche Probleme mit denen sie kämpft. Sie kommt mir sehr eingebildet und selbstgefällig vor. Trotzdem würde ich gerne weitere Fälle mit den Beiden lösen.
Auch die anderen Protagonisten sind gut vorstellbar mit ihren Ecken, Kanten und Vorlieben beschrieben. Hier und da habe ich den Eifler Dialekt etwas vermist. Der hätte den Lokalkolorid noch mehr hervorgehoben.

Ich wurde schnell in eine Geschichte hineingezogen, die für mich, die ich von Landwirtschaft, Ackerbau und Flurbereinigung keine Ahnung hatte, doch sehr interessant war. Hier habe ich sogar noch etwas gelernt. Durch die vielen Spuren, die es gilt zu verfolgen und zu hinterfragen, wurde ich hier und da in die Irre geführt, konnte aber bis zum Schluss mit ermitteln und mit fiebern. Den Täter hatte ich schon recht früh ins Auge gefasst, konnte mir aber sein Motiv nicht vorstellen. Und das hat mich dann wirklich überrascht und teils frösteln lassen.

Eine spannende Geschichte, interessante Protagonisten und das alles eingebettet in eine wunderbare Landschaft. Ein Krimi nicht nur für Eifel-Fans.

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Rezensionen von Marianne H.:

Fastenzeit – Frühjahrsputz der Seele

Hildegard von Bingen. Einfach fasten von Brigitte Pregenzer

Das neu überarbeitete Buch von Brigitte Pregenzer ist sehr gut gegliedert nach verschiedenen Themen (Warum fasten, Was passiert im Körper, verschiedenen Arten des Fastens, Vorbereitung- und Rahmenbedingungen, Zeit nach dem Fasten).

Sehr gut sind die verschiedenen Arten des Hildegardfastens beschrieben, so dass jeder für sich die Beste Art herausfinden kann, die er/sie durchhalten kann.

Ebenso einfach und präzise sind die verschiedenen Rezepte, Heilkräuter und Getränke beschrieben.
Wie wichtig es ist, sich Freiräume zu schaffen, Verzicht zu üben und auch dem Alltag zu entrinnen (durch Leberwickel, bewusste Spiergänge, Handyfasten, etc.) wird ganz deutlich im Buch beschrieben.
Die Energie kommt zu 1000%, und es ist für Jedermann/Frau machbar, ich kann es nur empfehlen, ich fühle mich wie Neu! Mein Kopf und Magen-/Darm ist mir sehr dankbar.
Ich nehme das Buch fast jeden Tag in die Hand, weil Hildegard von Bingen so viele Schätze über Natur, Kräuter und Lebensweisheiten damals erfahren hat und nun in den vielen Büchern preisgibt.
Für mich war es auf jeden Fall nicht die letzte Form des Heilfastens.

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Rezensionen von yellowdog:

Prosa, stechend wie Skorpione in der Kehle!

WIE SCHATTEN ÜBER TOTEM LAND von S. Craig Zahler

Die Ausgangsidee dieses düsteren Romans ist nicht unbekannt, z.B. The Missing oder The Searchers, aber immer wieder spannend. Es ist 1902. Zwei Schwestern wurden entführt.
Es startet besonders drastisch mit dem Leid der entführten Frauen. Interessant wird es, wenn die verschiedenen Protagonisten des Romans in den kommenden Kapiteln wechselnd vorgestellt werden und sich das Rettungsteam formiert, dass dann bald die Grenze nach Mexiko überschreitet.

Ziel ist Catacumbas.
Der Originaltitel Wraiths of the Broken Land ist vielleicht noch passender als der Deutsche.

Der Dandy Nathaniel Stromler ist eine zentrale Figur. Er taugt als neutrale Figur, da er eigentlich nichts mit dem Vorfall der Entführung zu tun hat und die Truppe nur anfangs als Übersetzer begleitet.
In der Gruppe sind auch der Vater und die Brüder der entführten Frauen dabei sowie Long Clay, ein Revolvermann, dann noch der schwarze Patch-Up und der Indianer Deep Lakes.

Von Anfang an ist eine starke Atmosphäre beim Lesen zu spüren, die bildhaft erzeugt wird und an Filme erinnert.
Der Roman hat harte, fast unmenschliche Szenen, aber die tragenden Figuren sind nicht alle abgestumpft.
Bei der Ausbildung des Plots streift der Autor einige wichtige Themen der beschriebenen Zeit und Kultur, z.B. die Distanz zwischen US-Amerikaner und den Mexikanern.
Die Abschnitte mit dem mexikanischen Balladensänger Humberto haben mir auch gut gefallen, auch wenn er früh aus dem Buch scheiden muss.
Als einzigen Kritikpunkt möchte ich äußern, das die späten, finalen Kampfesszenen etwas statisch ausfallen.

Literarisch ist vielleicht Joe R.Lansdale ein guter Vergleich, aber der Autor S.Craig Zahler ist jünger, eine andere Generation. Er schreibt ausdrucksstark und scheut auch das Extreme nicht.

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Rezensionen von Gudrun Gaber:

Man weiß auf was man sich einlässt

The Girls von Emma Cline

Das Leben einer gelangweilten 14jährigen Amerikanerin 1969. Man gleitet mit Evie Boyd ganz langsam in den Abgrund - der mit einer Person verbunden ist. "Dieser Mann hat wandelbare Züge, die grotesk und närrisch wurden wie die eines Spaßmachers. Er konnte sich so verändern, dass er zu seinem Gegenüber passte, wie Wasser, das sie Form des jeweiligen Gefäßes annimmt, in das es gegossen wurde.

"Die Geschichte wird in der Vergangenheit und Gegenwart erzählt.

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Rezensionen von Gudrun Gaber:

Selbstjustiz

Der Klügere lädt nach von Castle Freeman

Eine amerikanische Kleinstadt mit Sheriff, Deputy und Nachtfunker aber auch einer sehr gut funktionierten Selbstjustiz. Dazwischen ein herrlicher Rosenkrieg und eine wiederaufblühende Liebe - aber nicht im Seniorenheim. Ein Buch wie ein Roadmovie mit einigen Lachern und viel männliche Logik. Mein 2.

Buch vom Autor - kann ich nur empfehlen!

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Rezensionen von manu63:

Sarah und Harry

Der Klügere lädt nach von Castle Freeman

Das Licht des Sonnenregens ist eine Kurzgeschichte der Autorin Nadin Hardwiger. Sie erzählt eine kleine märchenhafte Geschichte rund um ein Paar das Probleme hat zueinander zu finden. Doch sie können auf die Hilfe eines Koboldes bauen, der ihnen einen Weg zeigen möchte um sich zu vereinen.

Wer märchenhafte Fantasygeschichten mag kommt hier auf seine Kosten, der Schreibstil der Autorin ist flüssig und die Geschichte lässt sich schnell lesen.

Ich wurde in eine Welt des Märchens und Fantasy entführt. Während Harry ausführlicher beschrieben wird gibt es zu Sarah kaum Informationen, da hätte ich mir mehr Ausgewogenheit gewünscht. Der Kobold wird liebevoll gezeichnet und ist ein Sympathieträger in der Geschichte.

Was ich schade fand, die Leseprobe zu einem anderen Buch von Nadine Hardwiger nimmt etliche Seiten ein. Darauf sollte hingewiesen werden, denn als Leser hatte ich aufgrund der angegebenen Seitenzahl eine längere Geschichte erwartet.

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Rezensionen von manu63:

Carls Tango

Der Klügere lädt nach von Castle Freeman

Die Autorin Monika Detering lässt den Leser in der Kurzgeschichte Carls Tango Einblick nehmen in das Seelenleben von Carl Herzsprung, Bibliothekar, um die fünfzig und er liebt es, wenn alles seine Ordnung hat. Bis er Tangomusik hört und sich zu einem Tangokurs anmeldet. Dort lernt er die bezaubernde Alice kennen und lieben.

Gibt es für sie beide mehr als nur das gemeinsame Tango tanzen? Diese Frage wird beantwortet wenn man die Geschichte bis zum Ende liest.

Der Schreibstil ist locker und ohne Schnörkel und trotz der Kürze der Geschichte konnte ich einen guten Eindruck in das Seelenleben von Carl gewinnen. Der Schluss kam recht plötzlich und war für mich nicht ganz befriedigend. Keine Geschichte die einen schmunzelnd lässt, die ich dennoch lesenswert finde.

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Rezensionen von manu63:

Bittere Liebe

Bittere Liebe von Saskia Louis

Bittere Liebe ist eine Kurzgeschichte der Autorin Saskia Louis und sie beschreibt darin die Qualen unerfüllter Liebe.

Die Geschichte setzt unvermittelt ein, so wie es bei Kurzgeschichten oft der Fall ist, als Leser darf man den Gedankengängen eines Verliebten folgen der seine Angebetete sieht und darauf hofft bemerkt zu werden.

Die Monologe sind witzig und einfallsreich, ich musste mehrfach schmunzeln und das Ende fand ich gut gewählt. Eine kleine feine Geschichte für eine kurze Pause, vielleicht bei einen Kaffee.

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Rezensionen von manu63:

Berliner Luft

Der weiße Affe von Kerstin Ehmer

Der weiße Affe ist ein Kriminalroman der Autorin Kerstin Ehmer. Sie fängt darin das Flair und die Szenerie von Berlin in den zwanziger Jahren ein. Der junge Kommissar Ariel Spiro ist kaum in Berlin eingetroffen als er sich um die Ermordung eines jüdischen Bankiers kümmern muss. Seine Ermittlungen führen in quer durch Berlin und alle Schichten.

Er lernt zwielichtige Lokale kennen, gerät in die Homosexuellen Szene und erlebt das rauschende Berliner Nachtleben.

Die Autorin erzeugt ein schillerndes Bild der damaligen Zeit und des herrschenden Zeitgeistes, teilweise gerät die eigentlich Kriminalgeschichte in den Hintergrund und die Auflösung des Falles ist alles andere als spektakulär. Gerade erst aufkommende Ermittlungsmethoden werden angerissen und gut in die Geschichte eingebettet. Die Charaktere sind in Teilen recht flach und als Leser dringt man nur knapp unter die Oberfläche. Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven wobei der Hauptfokus auf Ariel Spiro liegt, der es als Neuling in der Abteilung nicht immer einfach hat. Wer Geschichten mag die in den Zwanziger Jahren spielt, wird das Buch interessant finden, wer sich eher einen spannenden Krimi wünscht kommt nicht so ganz auf seine Kosten.

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