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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Nepomurks:

Tolles Buch, nicht nur für Kinder!

Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr Filbert von Rossell Judith

„Stella Montgomery und die bedauerliche Verwandlung des Mr Filbert“ von Judith Rossell ist bisher für mich schlichtweg DIE Buch-Überraschung des Jahres! Eigentlich als Kinderbuch konzipiert, hat es mich wie damals die Anfänge von Harry Potter sofort in den Bann gezogen und verzaubert. Der Schreibstil ist meiner Meinung nach ähnlich wie bei den J.

K.-Rowling-Büchern auch für Erwachsene sehr gut zu lesen und die Protagonisten wirkten auf mich durchweg total authentisch und toll konstruiert.

Stella, die 11-jährige Waise und Hauptprotagonistin hat es mit ihren verbliebenen Verwandten, 3 strengen und manchmal sehr einfältigen Tanten, nicht leicht. Aber sie wird jäh mit einem Rätsel konfrontiert, das ihr viel Mut und Kampfgeist abverlangt und sie mit so manch magischem Wesen und viel Zauberei herausfordert.. Alles zusammengenommen ergibt sich eine Geschichte, die von Anfang bis Ende hochspannend bleibt und viele Wendungen und Überraschungen bietet.

Mir gefielen vor allem Judith Rossell‘s Schreibstil, sowie sämtliche Protagonisten extrem gut, dazu die allzu greifbare Kulisse zu viktorianischer Zeit und die durchweg packenden Verläufe. Zudem hat die Autorin, die wohl selbst auch als Illustratorin tätig ist, viele simple, aber passende Zeichnungen hinzugefügt, die das Gesamtpaket schön abrunden.

Der Schluss des Buches lässt zudem ganz klar den Raum für Fortsetzungen, ist doch die eigentliche Geschichte abgeschlossen, nicht aber Stella‘s persönliche. Im englischen Original ist wohl schon der 2. Teil in Arbeit und dürfte insofern alsbald nach dessen Erscheinen auch im Deutschen veröffentlicht werden! Ich freue mich jedenfalls sehr auf die weiteren Abenteuer und die Aufklärung rund um die Hauptprotagonistin Stella! Für das aktuelle Buch kann ich nur sagen: Beide Daumen hoch und ganz klar 5 Sterne.

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Rezensionen von MelE:

Die Stimme im Kopf

Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi

"Für immer ist die längste Zeit" ist ein Roman der Trauer beinhaltet, aber auch die Rückkehr in das Leben ohne Mutter oder Ehefrau. Erzählt wird in mehreren Perspektiven, was dem Roman sehr viel an Authentizität geben konnte. Trotzdem konnte es mich nicht komplett überzeugen. Ich kann nicht benennen, was es genau ist, aber durch Klappentext und diverse Werbungen zu dem Roman habe ich eine andere Erwartungshaltung übernommen.

Letztendlich fühlte ich mich in meinen Vermutungen bestätigt, denn Maddy hat Selbstmord verübt und so ganz glaubwürdig erschien mir dies von Anfang an nicht, da Maddy mir als zu normal erscheint, als mit dem Leben zu hadern. Für ihre Familie bedeutet dies sich mit sehr vielen Schuldgefühlen zu plagen, die natürlich entstehen, da man sich mit dem WARUM? plagt. Für Eve und Brady ist Madelines Tod ein großer Schock, den es zu verarbeiten gilt, mitunter ist auch professionelle Hilfe notwendig, um loslassen zu können. Die neu entstandene Vater - Tochter - Beziehung hat einige Startschwierigkeiten, die sich im weiteren Verlauf der Story immer wieder neu finden muss, um sich letztendlich verstärken zu können.
Mir hat die Charakterisierung der Person Rory sehr gefallen und wie sie letztendlich selbst sagt, ist es als hätte Maddy sie geschickt, um sich als Freundin für Eve und auch für Brady zu beweisen. Maddy stupst ihre Familie immer wieder in die eine oder andere Richtung, indem sie ihnen Gedanken einflüstert. Gedanken, die sich so anfühlen, als wäre Maddy direkt neben ihnen. Es hat schon etwas sehr paranormales, aber ich habe schon öfter gehört, dass man sich Verstorbenen immer noch sehr nah fühlt. Im Porträt der Autorin findet sich der Gedanke der Verarbeitung von Trauer und das liest sich in vielen Worten. Weise Worte, die mir sehr gefallen haben. Sehr schön empfand ich auch das Tagebuch, welches Maddys Leben näher beleuchtet und Eve und Brady einige Fragen beantwortet. Wirklich unglücklich schien sie nicht zu sein und dennoch entschied sie sich für den Freitod?
Leider bin ich nicht gänzlich überzeugt, da ich die Story hier und da einfach zu lang und blass empfand. Schreibstil und Charakterisierungen sind als hochwertig anzusehen. Die Story insgesamt hat mich leider nicht komplett überzeugt, daher vergebe ich ★★★★ Sterne und eine eingeschränkte Leseempfehlung. Die Entscheidung sich dem Roman zu widmen sollte jedem selbst überlassen werden, denn Lesegeschmack ist definitiv unterschiedlich.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Ein interessantes Debüt

Leinsee von Anne Reinecke

Der Künstler August Stiegenhauer hat sich das Leben genommen. Seine Frau Ada, eine ebenfalls gefeierte Künstlerin, liegt nach einer schweren Gehirn-OP mit wenig Überlebenschancen im Krankenhaus. Beider Sohn Karl, der sich ebenfalls in der Kunstwelt einen Namen gemacht hat, lerne ich auf der Zugfahrt zu seinem Elternhaus nach Leinsee kennen.

Ein junger Mann, der nie die Liebe seiner Eltern erlangen konnte, früh ins Internat abgeschoben wurde und mir einen sehr einsamen Eindruck macht, dessen Eltern immer nur um sich selbst kreisten, steht nun in einem Haus voller Erinnerungen. Konsequent verbrennt er den gesamten Hausrat nach dem Tod der Mutter um sich wieder seiner Kunst zu widmen und vielleicht zu sich selbst zu finden.
Neben Karl taucht plötzlich die 8-jährige Tanja auf, die ihn ab jetzt stückweise begleitet, ihn zu inspirieren scheint. Seine Freundin Mara Schlüter, der ehemalige Vertraute seiner Eltern Torben Behning genannt Buddy Holly, Galerist Maximilian Raiken und wenige weitere Protagonisten tauchen immer wieder in Karls Leben auf. Bis zum Schluss kommt er mir fremdbestimmt und einsam vor.
 
Die meisten Personen bleiben für mich blass, anstrengend, und nicht allzu sympathisch. Ich kann ihre Handlungen teilweise nicht verstehen oder nachvollziehen. Alles ist mir etwas zu abstrakt. Alle leben in ihrer eigenen Welt zu der ich keinen rechten Zugang finde.
Trotzdem werde ich immer aufs Neue verblüfft. Sei es durch Tanja, die auf die absurdesten oder liebevollsten Ideen kommt, sei es durch Karl, der sich plötzlich befreien will und seinen Kunststil ändert. Die von ihm erschaffenen Skulpturen habe ich direkt vor Augen und sie verleiten mich, ebenfalls einen Blick hinein zu tun.
 
Vor allem aber ist es die farbige Ausdrucksweise der Autorin, die mich stark beeindruckt und fasziniert hat. Sie schafft es mit wenigen Worten so vieles auszudrücken, bringt vieles direkt auf den Punkt. Ihre bildhaften Beschreibungen werden mir immer wieder ins Gedächtnis kommen und präsent bleiben. Die poetischen Farbüberschriften der einzelnen Kapitel gefallen mir sehr gut und ich habe beim Lesen des Textes schon darauf gewartet, dass ich sie dort wiederfinde.
Gewürzt mit einer Prise Sarkasmus und einer Prise Humor liest sich das Buch leicht und locker weg. Trotzdem ist es eine Geschichte, die ich auf mich wirken lassen musste um mich darauf einlassen zu können.
 
Alles in allem ein interessantes, sprachlich geniales Debüt von einer Autorin, von der ich unbedingt mehr lesen möchte.

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Rezensionen von Suska:

Ein herzergreifender Roman über Verlust, Trauer und Liebe

Für immer ist die längste Zeit von Abby Fabiaschi

Maddy, Ehefrau und Mutter einer Teenagertochter, ist vom Dach der Bibliothek gestürzt. Ihr Umfeld, besonders aber ihre Tochter Eve und ihr Mann Brady können nicht verstehen, warum Maddy sich selbst das Leben nahm. Plötzlich sind sie auf sich allein gestellt und müssen lernen, ohne Maddy zurecht zu kommen.

Dabei lernen sie viel über sich selbst, streiten sich, kommen sich näher. Und sie spüren: Sie sind nicht allein. Denn Maddy ist bei ihnen, sie beobachtet das Geschehen von oben und greift hier und da unterstützend ein, wenn es nötig wird.

Die Geschichte wird abwechselnd aus der Sicht von Maddy, Eve und Brady erzählt. Ich finde einen Perspektivwechsel immer spannend, denn so kann man sich sehr gut in die Personen hineinversetzen und sieht die Geschehnisse aus unterschiedlichen Blickwinkeln. So auch hier. Leider ist der Schreibstil bei allen drei Sichten sehr ähnlich, sodass man schnell mal durcheinander kommen kann, aus wessen Perspektive denn nun erzählt wird. Trotzdem war diese Art der Erzählweise sehr interessant, zumal auch aus der Sicht der toten Maddy erzählt wurde. Ihre Beobachtungen, aber auch Rückblicke und Erinnerungen führten bei mir dazu, dass ich sehr lange gerätselt habe, warum Maddy sich in den Tod gestürzt hat. Die Auflösung kommt am Ende und war für mich an der Stelle nicht mehr so überraschend. Die Autorin schafft es aber, hier die Spannung und das Rästelraten um Maddys Beweggründe lange aufrecht zu erhalten. Auch wenn die Vorstellung, dass eine geliebte Person aus dem Jenseits zuschaut und sogar aktiv ins Geschehen eingreift, etwas befremdlich ist, so fand ich es auch tröstend.

Spannend war auch Eves Sicht. Der Teenager macht eine große Wandlung durch, der Tod ihrer Mutter hat bei Eve einige Denkprozesse angestoßen. Sie stellt ihr oberflächliches Teenagerleben immer mehr in Frage und wächst mit der Zeit an ihrer Trauer und ihren Gedanken. Eves Wandel hat auch einiges bei mir ausgelöst, denn sie reflektiert ihr Verhalten ihrer Mutter gegenüber, das –typisch Teenager – häufig sehr selbstbezogen war. Auch wenn ich lange aus dem Teenageralter heraus bin, habe ich mir aus dem Buch vor allem mitgenommen: ab und an die Perspektive wechseln tut allen Seiten gut. Und: Genieße den Moment.

Die Autorin sagt selber, dass sie in ihrem Roman aufgreifen wollte, wie Teenager mit Verlust umgehen, da sie selbst als Teenager einen geliebten Menschen verlieren musste. Ich finde, das ist ihr sehr gut gelungen. Neben der Trauer und dem Verlust werden im Roman auch viele andere Themen angesprochen. Es geht um Depressionen, um Anerkennung, Oberflächlichkeit, Vergänglichkeit. Vieles, das zum Nachdenken anregt und nachwirkt. Für mich war dieser Roman ein wirkliches Lesevergnügen, der mir einige Impulse mitgegeben hat.

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Rezensionen von begine:

Schicksale

Der Zopf von Colombani Laetitia

Der Zopf von Laetitia Colombani ist ein beeindruckender Roman über den Lebenskampf dreier Frauen aus drei Kontinenten.
Da ist Smita in Indien aus der niedrigsten Kaste, die Unberührbaren. Sie will für ihre Tochter eine Zukunft, sie soll zur Schule gehen können. Diese Episode hat mich besonders angesprochen.

Giulia aus Sizilien steht vor dem Untergang der Perücken Manufaktur ihres Vaters, der im Koma liegt. Aber sie schlägt sich tapder.
Sarah ist eine Star Anwältin in Montreal Kanada. Sie erkrankt an Krebs und wird in der Kanzlei ausgetrickst. Erschreckend wie unsensibel der Vorgesetzte und die Kollegen sich zeigen.
Alle drei Geschichten sind liebenswert und fesselnd.

Die Autorin Laetitia Colombani lässt uns abwechselnd an den unterschiedlichen Geschichten teilnehmen. Sie schreibt mit einem besonderen Stil. Am Schluss erfahren wir, wie der Zopf mit den drei starken Frauen miteinander verwoben wurden. Der Roman besticht durch die verschieden Schicksalen.
Für mich ist er ein perfekter guter und empfehlenswerter Debütroman.

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Rezensionen von yellowdog:

Ode an den Mut, die Stärke und die Hoffnung

Der Zopf von Colombani Laetitia

Der Roman ist so intensiv erzählt, dass man sich kaum nur einen Augenblick aus dem soghaften Lesen lösen kann.
Entsprechend schnell ist der kurze Roman durchgelesen.

Erzählt wird abwechselnd von 3 Frauen, Smita, Giulia und Sarah, alle sehr unterschiedlich, aus verschiedenen Kulturen und Schichten und aus verschiedenen Ländern: Indien, Italien und Kanada.

Auffällig ist, dass die Frauen überwiegend alleine mit ihren Problemen klarkommen müssen und wenig Unterstützung haben. Die kastenlose Smita z.B. möchte ihrer Tochter das Los als Unberührbare ersparen und muss ihren schwachen Mann dabei zurücklassen, da der nicht bereit ist, gegen das “Schicksal” anzukämpfen.
Die erfolgsverwöhnte Anwältin Sarah in Kanada hingegen zieht sich bei ihrer Krebserkrankung zunächst in sich selbst zurück.
Giulia in Italien aber profitiert von dem, was sie von ihrem Vater in der Fabrik lernte, kommt aus eigener Kraft klar und sie trifft einen Mann, der sie unterstützt.

Unterschiedliche Lebensläufe, die hier gezeigt werden und insgesamt ein realistisches Bild der vielfältigen Welt zeigen.

Was die Frauen schließlich doch verbindet ist überraschend. Von Anfang an einigt sie aber, dass sie im Leben mit Schwierigkeiten kämpfen müssen, auf die sie zunächst wenig Einfluß haben. Ihre Stärke und Unbeugsamkeit lässt sie Widerstand leisten.

Die französische Autorin Laetitia Colombani hat einen überzeugenden Debütroman vorgelegt. Man kann gespannt sein, was von ihr noch folgen wird.

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Rezensionen von Hubert Michelis:

Ein neuer Siddhartha?

Buddhas heiteres Lächeln von Hubert Michelis

Der Roman " Buddhas heiteres Lächeln" ist ein geniales Werk, ein Buch, dass einem tief ins Herz und nicht mehr aus dem Kopf geht.

Ich habe es vor einigen Wochen beendet und muss unwillkürlich immer noch oft an Leo, den ehemaligen Priester, denken ...

Schon beim Lesen hat mich sein Schicksal zutiefst bewegt.

Der unglaubliche Schmerz, den er beim Austritt aus dem Kloster erleiden musste, hätte ich persönlich wohl nicht verkraftet.
Doch Leo ist ein einzigartiger und beeindruckender Charakter, den man gern persönlich kennenlernen möchte!
Er lässt sich von nichts unterkriegen... obwohl ihm immer wieder harte Niederlagen ereilen in seinem weiteren Leben.

Auch sprachlich bewegt sich das Buch auf einem gehobenen literarischen Niveau. Viele Weisheiten sind darin enthalten und die Geschichte wird dem Leser in sehr sorgfältig ausgewählten Worten nähergebracht.

Für mich war das Buch an sich sehr spannend und "lehrreich", ein passenderes Wort finde ich jetzt nicht dafür. Es hat die Sicht auf Vieles in meinem Leben geändert, ... ein Wahnsinnsbuch, dass ich uneingeschränkt empfehlen und von dem man viel für sich persönlich mitnehmen kann! (R. Streipert)

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Rezensionen von Hubert Michelis:

Ein wichtiger, hochaktueller Deutschland-Roman

Revolutionsgeflüster von Hubert Michelis

"Revolutionsgeflüster" (Untertitel: "Deutschland, Deutschland über allem ...") ist ein kurzer, sehr dichter Roman. Es handelt es sich um eine spannende, brisante Geschichte von höchster Aktualität, unsere eigene Geschichte im gegenwärtigen Deutschland, die uns wie ein Spiegel vorgehalten wird und sich nun (auf dem Hintergrund des Dritten Reichs) zu wiederholen scheint.

Die Verquickung des unseligen "Damals" droht, im verwirrenden "Heute" eine Neuauflage, ja Renaissance zu erleben ...

Neben dem Unvermögen der gegenwärtigen deutschen Politik werden die ungelösten Probleme einer kaum zu schaffenden Integration der Flüchtlinge, die zunehmende Not eigener Bevölkerungsgruppen und damit vor allem die Altersarmut zur Sprache gebracht. Der in dieser Geschichte beschriebene großstädtische Häuserblock, in dem es keine Ausländer und Flüchtlinge gibt und geben darf, wird zur Metapher einer in sich gespaltenen Gesellschaft. In den meist älteren Hausbewohnern, die sich als verkappte "Nazis" entpuppen, erlebt das nie wirklich aufgearbeitete "Dritte Reich" eine unglaubliche Neuauflage. Die durch das Versagen Politik und einer sich dieser anbiedernden Lügenpresse entstandenen Aggressionen kochen nun mit der Flüchtlingskrise hoch, und Deutschland scheint von den Problemen dieser Realität eingeholt, vielleicht sogar außer Kontrolle geraten. Die Probleme um die "neuen Deutschen" stehen mit einem Mal der Not mancher Alten gegenüber, die selbst nach vierzig Arbeitsjahren von ihrer Rente nicht menschenwürdig leben können und nun aufmucken. So steht es auch um Hans, einen Frührentner, bei dem es hinten und vorne nicht reicht. Hans hat die Schnauze voll und schimpft bei einem Treffen mit Egon Schulze, einem kleinen, biederen Beamten, der sich als verkappter Nazi entpuppt, auf diesen Verbrecherstaat. Hans steht für viele; er plant einen Umsturz, denn die Ungerechtigkeit in diesem Land ist für ihn unerträglich und himmelschreiend: Während den Flüchtlingen der Zucker in den A. geblasen wird, behandelt man die eigenen Alten und Schwachen wie Dreck und lässt sie verrecken.

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Rezensionen von buchina:

Ich bin beeindruckt

Ich bin der Hass,6 Audio-CD von Ethan Cross

Dies ist mein erster Ethan Cross und ich bereue etwas vor diesem Teil nicht die ersten vier Teile gelesen zu haben. Das werde ich nachholen. Die Reihe lebt vor allem von den Protagonisten. Ackermann und Marcus sind wirklich ein außergewöhnliches Brüder und Ermittlerpaar. Ihre ganz eigene Geschichte finde ich spannender als der eigentliche Fall, obwohl der auch einige Highlights bietet.

Ein neuer Serientäter verängstigt die Menschen. Er nennt sich der Gladiator und hat es auf junge Frauen abgesehen. Marcus und sein Team versuchen ihn zu schnappen, was schwieriger ist als gedacht. Informationen erhoffen sie sich von einem anderen Serientäter Demon. Dieser soll in ein Hochsicherheitsgefängnis verlegt werden. Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen, gelingt Demon die Flucht.
Nach und nach zeigt sich welcher absurder und grausamer Plan hinter allem steckt und selbst Marcus Team kommt an seine Grenzen. Neben der komplexen Handlung, die meiner Meinung manchmal etwas viele Abzweigungen hatte, die für die Geschichte nicht nötig sind, gefiel mir vor allem der Charakter Ackermann. Sein Witz, seine Ruhe und seine Intelligenz sind wirklich erfrischend. Er ist wirklich das Highlight des Romanes.
Ich habe den Roman als Hörbuch genossen, dabei hatte ich aber das Gefühl, dass zuviel gekürzt wurde. Die Sprünge in der Handlung sind oft abrupt und der Faden der Handlung manchmal für mich nicht logisch weitergeführt. Das ist wirklich schade und nahm mir etwas den Hörgenuss. Großartig war dagegen der Sprecher, der so gut die einzelnen Charaktere betonte und für eine spannende Atmosphäre sorgte.

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Rezensionen von begine:

Ostberlin

Ich bin der Hass,6 Audio-CD von Ethan Cross

In diesem Roman ist der Protagonist Matthias Weber. Der Schauplatz ist Ostberlin. Schon ale12jähriger stromert er durch das Skandinavische Viertel. Er ist immer allein unterwegs, ein Träumer. Den Straßen gibt er Namen von Ländern, Städten und Flüssen aus Skandinavien.
Etliche Jahre später, nach einem Journalistik Studium und Jahren im den USA, kommt er wieder in sein Viertel.

Er wird Wohnungsmakler umd kauft sich als erstes die Wohnung seiner Großeltern.
Der Roman wechselt zwischen diesen Zeiten immer hin und her.
Der Autor Torsten Schulz, selber ein Ostberliner, schreibt mit ruhiger Stimme und in einem besonderen Stil über die Situationen und das Leben der Familie Weber. Es ergibt ein eigenwilliges Bild des Protagonisten.
Dieser Roman ist eine Geschichte der Einsamkeit und um Trauer, Schuldgefühle, Verrat und Wut. Eine unterhaltsame Geschichte mit leisen Untertönen und mit interessanten Einblicken in die Lage der DDR vor und nach dem Fall der Mauer.

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