Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Maximilian, 9 Jahre aus Rankweil:
Frosch und die abenteuerliche Jagd nach Matzke Messer von Michael Roher
Frosch heißt mit richtigem Namen Lupinie und liebt Abenteuer über alles. Normalerweise meldet sich immer ihr Bauchgefühl, wenn etwas Spannendes bevorsteht. Die Schule ist aus und die Ferien stehen vor der Tür. So freut sich Frosch auf jede Menge Abenteuer. Als sie ihre Eltern an der Schule abholen, wird sie mächtig enttäuscht.
Ihr Papa erzählt ihr, dass es dieses Jahr Urlaub auf dem Bauernhof gibt, und zwar auf einem Gurkenbauernhof. Das hört sich wenig nach Abenteuer an.
Auf dem Hof werden sie von Junior einem 11-jährigen Jungen herumgeführt, der ihr neben allerlei über Gurken auch was vom Menschenfresser Matzke Messer erzählt. Da meldet sich ihr Bauchgefühl und sie beschließt sich auf die Suche nach Matzke Messer zu machen. Um Mitternacht schleicht sie sich aus dem Haus und über den Hof. Da hört sie aus der Vorratskammer Stimmen und schleicht hinein. Sie traut ihren Augen und Ohren nicht, als sie feststellen muss, dass sich hier Gurken miteinander unterhalten. Damit beginnt ihr größtes und unglaublichstes Abenteuer, welches sie auch auf den Mond führt.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen!
Sprechende Gurken sind schon unglaublich, aber was Frosch alles erlebt und wen sie alles kennenlernt, ist total verrückt. Die Geschichte hält manche Überraschung bereit. Ich habe viel lachen müssen beim Lesen und kann es nur empfehlen.
… und ob Frosch Matzke Messer den Kinderfresser findet, müsst ihr schon selbst herausfinden.
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Paul, 10 Jahre aus Schwaz:
Das Buch hat mir sehr gut gefallen, weil es spannend, aufregend und lustig zugleich war.
Besonders spannend war der Teil, als sie im Grußelschloss zusammen mit Lou, Big G., Gina, Gunnar, Echin Azea, Walpurga, Sigi und Mitzi den Kinderfresser suchte.
Im Buch geht es darum, dass Frosch (Spitzname; eigentlich heißt sie Lupine Anneliese Meltzer) mit ihren Eltern auf einen Bauernhof fuhr, um dort die Ferien zu verbringen. Frosch war abenteuerlustig und wäre lieber woanders hingefahren, doch sie konnte doch nicht ahnen, was geschieht…
Am Bauernhof stellte sich der Bauer vor, er hieß Rudi und sein Sohn Junior. Der Junior erklärte ihnen, während er auf ein Beet zeigte:“ Des do sen die Schlonganguaken und des unsre berühmten Semfguaken.“ Dann ging die Familie zu ihrem Zimmer und richtete sich ein.
Als sie fertig waren, war dann schon Abend und sie gingen schlafen. Mitten in der Nacht stand Frosch auf und zog sich um, weil der Bauer gesagt hat, dass Frau Meier aus der Grünbach-Siedlung anscheinend Matzke Messer gesehen hat.
Sie ging hinaus und, STOP, hatte sie da nicht etwas aus der Vorratskammer gehört? Frosch schlich zur Vorratskammer, öffnete langsam die alte Tür und…
Rezensionen von heinoko:
Unerschöpfliche Schatzwelt der Bücher
Das Mädchen, das im Buchladen gefunden wurde von Sylvia Bishop
Eine Frage an alle Buchliebhaber: Kann man ein Buch allein schon wegen des Titelbildes lieben? Ja, man kann, und wie. Und wenn dann der Inhalt so perfekt zum Cover passt, dann steht der persönlichen Auszeichnung „besonders geliebtes Kinderbuch“ nichts mehr im Wege.
Property, ein sehr ungewöhnliches kleines Mädchen, wird eines Tages von ihren Eltern in der kleinen Buchhandlung von Netty und ihrem Sohn Michael vergessen.
Michael stellt das Mädchen erst einmal ins Regal der Fundsachen, und als sie einfach nicht mehr abgeholt wird, nimmt Netty sie ganz selbstverständlich auf. Und so wächst Property mitten unter Büchern auf, lebt zwischen ihnen, mit ihnen – und das, obwohl sie nicht lesen kann! Eines Tages gewinnt die Familie bei einer Verlosung den größten und tollsten Buchladen der Welt, was für eine Aufregung! Doch dieser Buchladen birgt ein Geheimnis, und nur jemand mit viel, viel Bücherkenntnis kann das Geheimnis entschlüsseln.
Dieses anrührende Buch ist eine einerseits märchenhafte, zauberhafte Geschichte mit liebenswerten und eindrücklich ausgearbeiteten Personen, individuell, eigen-artig, und andererseits eine fantasievolle Erzählung, fesselnd, turbulent, abenteuerlich, mit lustigen Stellen aufgelockert, immer aber spannend zu lesen. Alles wird auf eine so schöne, direkte Art erzählt, als würde die Autorin mitten unter uns sitzen und uns gestenreich und lebendig von Property und all den Geschehnissen berichten. Feinfühlig, stilistisch schön geschrieben ist dieses Buch, es ist aber auch aufgrund der zauberhaften Illustrationen von Mila Marquis ein besonderer Buchschatz, den zu hüten es gilt. Denn ich wüsste mir keine bessere Möglichkeit, Kindern den Weg direkt in die unerschöpfliche Schatzwelt der Wörter, der Bücher, der Fantasie zu öffnen. Absolute Leseempfehlung!
Rezensionen von Lilli33:
Eine lesenswerte Familiengeschichte - leider mit Längen
Piccola Sicilia von Daniel Speck
Inhalt:
Ein alter Freund von Nina will ein Flugzeugwrack bergen, das den berühmten Rommelschatz enthalten soll. Da Ninas verschollener Großvater auf der Passagierliste stand, reist Nina zum Bergungsort vor Sizilien. Hier trifft sie auf die ältere Joëlle, die ihr eine faszinierende Familiengeschichte erzählt, nämlich die von Ninas Großvater Moritz, der nie aus dem Krieg heimgekehrt ist …
Meine Meinung:
Leider bildet die Geschichte um Nina und Joëlle nur die Rahmenhandlung für die vergangene Familiengeschichte.
Mich interessiert nämlich meistens die Gegenwart viel mehr als das Vergangene. Insofern hat mich die Leseprobe ziemlich in die Irre geführt, denn diese erzählt praktisch nur von Nina. Mit ihr konnte ich mich gleich anfreunden, ich hätte gerne noch viel mehr von ihr gelesen, aber leider blieb sie im Verlauf des Romans dann doch recht blass.
Den weitaus größten Teil der Erzählung nimmt die Geschichte von Moritz, Yasmina und Victor ab 1942 in Tunis ein. Yasmina und Victor leben in Piccola Sicilia, einem bunten Einwandererviertel in Tunis, wo Muslime, Juden und Christen in friedlicher Nachbarschaft wohnen. Man hilft sich gegenseitig während des Kriegs, versteckt die Verfolgten, wischt alle Unterschiede beiseite, sieht nur den Menschen. Eigentlich ein Paradies. Doch es wird auch gezeigt, wie der Krieg die Menschen verändert - nicht immer zum Guten. Es gibt hier vieles, worüber es sich nachzudenken lohnt. Einiges empfand ich allerdings auch als etwas kitschig.
Daniel Speck hat es leider nicht geschafft, mich durchgehend zu fesseln. Viele Passagen empfand ich als ermüdend ausführlich, teilweise auch mit Wiederholungen. Hier kommt die Handlung nicht recht vom Fleck. In meinen Augen hätte dem Buch eine ordentliche Straffung gutgetan.
Normalerweise mag ich offene Enden gar nicht. Hier hat es mich nicht gestört - im Gegenteil, ich fand es sehr gut, dass nicht alle losen Fäden aus erzählt wurden, sondern dass der Autor sich auf den Kern beschränkt hat.
Rezensionen von kkarin:
Wie Schuld und Scham eine Frau zur Mörderin machen
Piccola Sicilia von Daniel Speck
Wer einen klassischen Krimi erwartet, in dem man sich zB mit den Ermittlern auf TäterInnen-Suche begibt, wird enttäuscht, denn in vorliegendem Fall ist die Täterin schnell klar. Sie läßt einem an ihrer Tatvorbereitung, der Tat und den Polizeiverhören teilhaben.
Es ist jedoch schwer, sich in die Protagonistin Marianne Brunner einzufühlen, denn sie zeigt selbst kaum Gefühle, läßt diese auch nicht zu bzw.
kann sie nicht wahrnehmen. Dies ist auf ihre traumatischen Erfahrungen als 9jährige, deren unzureichende therapeutische Auf- und Bearbeitung und das Wiedererleben als Erwachsene zurückzuführen.
Der beruflich desillusionierte Kommissar Gruber erscheint noch am emotionalsten und kann in Marianne offensichtlich einen Hauch jener Frau erkennen, die sie vielleicht hätte sein können ...
Es ist verstörend, dass ein Opfer aus Schuld und Scham zur Mörderin wird und danach die Haft als "befreit" antritt.
Es ist eine besondere Leistung des Autors, dieses ganze Drama über das Leben und Morden von Marianne Brunner in so wenige Seiten (als Kurzgeschichte) zu packen.
Auch ist es Rainer Güllich sehr gut gelungen, das emotional minimalistische Verhalten vieler Traumatisierter darzustellen, zumal er offensichtlich gegen das eigene Naturell geschrieben hat, denn in seinem Autorenprofil habe ich ihn als eloquent und humorvoll wahrgenommen.
Als "Bonus-Track" fungieren die vorab präsentierten "Merkmale einer Kurzgeschichte" seitens des dp DIGITAL PUBLISHERS Verlags, die einem das Kennenlernen und Reinfinden in das Genre "Kurzgeschichte" erleichtern.
Fazit:
Harter Tobak in Kurzgeschichtenformat ... zwar "schnell für zwischendurch" gedacht, aber es beschäftigt nachhaltig mein Kopfkino!
Rezensionen von Josef Lüthold:
Sehr gutes Lexikon
Naturkundliches Lorber-Lexikon von H E Sponder
Die Richtigkeit der naturkundlichen Aussagen bei Jakob Lorber ist nicht über jeden Zweifel erhaben. Aber in diesem Lexikon werden die betreffenden Angaben im Lorber-Werk hervorragend thematisiert und zusammengestellt.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Josef LütholdRezensionen von KimVi:
Bewegender Frauenroman
Die Sonnenschwestern von Rees Tracy
Mit fast 40 Jahren beginnt Nora im Jahr 2006 ihr bisheriges Leben zu überdenken. Sie ist gefangen in ihrer alltäglichen Routine. Ihre sonst so verständnisvolle Mutter reagiert anders als erhofft. Nora hat das Gefühl, dass plötzlich etwas zwischen den beiden steht, kann aber nicht einordnen, was es ist.
Spontan entschließt sie sich dazu, ihren Job zu kündigen, die Wohnung zu vermieten und nach Tenby, einen kleinen Ort in Wales, zu reisen. Sie nimmt sich eine Auszeit und versucht, in dieser Zeit herauszufinden, was sie wirklich vom Leben erhofft. Da ihre Großmutter ganz in der Nähe von Tenby lebt, wird der Kontakt zwischen den beiden intensiver und endlich erfährt Nora etwas aus der Kindheit ihrer Mutter.
In den 50er Jahren verbringt die kleine Chloe jedes Jahr die Sommerferien bei ihrer Tante in Tenby. Dabei schließt sie eine enge Freundschaft zu Llew, einem Jungen, der zwar aus ärmlichen Verhältnissen stammt, aber unglaublich klug ist. Mit den Jahren wird die Freundschaft zwischen den beiden immer enger, doch dann kommt es zu einem verhängnisvollen Ereignis, das alles verändert....
Die Geschichte wird auf zwei verschiedenen Zeitebenen erzählt. Im Jahr 2006 beobachtet man Nora, die dabei ist, ihr bisheriges Leben zu überdenken und neue Perspektiven zu suchen. Im zweiten Handlungsstrang taucht man in die 50er Jahre ein. Hier steht Chloe, die in jedem Jahr die Sommerferien bei ihrer Tante in Tenby verbringen darf, im Mittelpunkt der Ereignisse.
Der Einstieg in die Handlung verläuft eher gemächlich. Man muss sich zunächst mit den beiden Hautprotagonistinnen und ihren Lebensumständen vertraut machen. Die Autorin beschreibt die Ereignisse in beiden Handlungssträngen so detailliert und lebendig, dass man nach kurzer Zeit alles mühelos vor Augen hat. Man lernt dabei Nora, Chloe und ihr jeweiliges Umfeld genau kennen. Die Charaktere wirken auf beiden Zeitebenen authentisch. Man fasst beim Lesen spontane Sympathien oder auch Abneigungen, und kann dadurch problemlos in die Handlung eintauchen. Zunächst fragt man sich, wie die beiden Handlungsstränge sich wohl verbinden werden, doch nach und nach fließt alles zusammen.
Der Schreibstil ist flüssig, sehr angenehm lesbar und der jeweiligen Zeitebene angepasst. Da die Charaktere so lebendig erscheinen, fiebert man schon nach kurzer Zeit mit ihnen mit und verfolgt gebannt die Entwicklungen. Bereits nach kurzer Zeit gerät man in den Sog der Ereignisse und mag sich nicht mehr von den Schicksalen der beiden Hauptprotagonistinnen lösen. Der bewegende Schreibstil sorgt dafür, dass man sich ganz auf das Geschehen einlassen kann und das Buch nicht mehr aus der Hand legen mag, bevor man am Ende angekommen ist.
Mir hat diese Geschichte ausgesprochen gut gefallen. Denn ich mag Erzählungen, in denen es um Geheimnisse in der Vergangenheit geht, die sich nach und nach mit der Gegenwart verknüpfen. Der Autorin ist es hervorragend gelungen, die Ereignisse so bewegend zu erzählen, dass ich mit beiden Frauen mitgefiebert und das Buch beinahe in einem Rutsch beendet habe.
Rezensionen von Maria D?rfler:
Lesenswert, verwirrend, besonders
Eine allgemeine Theorie des Vergessens von Agualusa Jose Eduardo
Am Anfang war es schwer für mich, mich zurecht zu finden. Etwas zu viele Sprünge, zu viele Personen, zu viele Handlungsstränge, die nichts oder kaum etwas miteinander zu tun haben.
Die Sprache und die Atmosphäre waren allerdings von ersten Satz an ansprechend, verführerisch. Einmal zart und poetisch, dann knapp und hart - so wie der Inhalt der unglaublichen, aber weitgehend wahren Geschichte.
Ein wenig Information über die jüngere Geschichte Angolas sind hilfreich und erhellend.
Nach und nach fügt sich das Puzzle zu einem wunderbaren Ganzen, zu einem intensiv farbigen Gemälde, wie Leben verlaufen können.
Es ist auch ein sehr "anderes" Buch, das ich empfehlen möchte - also dranbleiben und sich nicht verwirren lassen zu Beginn....
Maria Dörfler
Rezensionen von C. P.:
Spannende futuristische Dytopie, zweiter Teil einer Dilogie
Die Vereinten von Brinkmann Caroline
Nach dem Kampf gegen die Rebellen „Spines“ liegt Grey, der Industriezirkel von Hope, in Schutt und Asche. Unmengen an Flüchtlingen verteilen sich nun auf die anderen Zirkel und werden nicht immer freundlich aufgenommen. Auch Rain hat es schwer: Seit dem Tod ihrer Mutter scheint sie wie in ein tiefes Loch gefallen, ihr Kampfgeist vorerst versiegt.
Und auch Lark trauert um seine verstorbene beste Freundin. Er und seine Familie hatten das Glück, unter Tiberius‘ Schutzhand, der Protector und zugleich Rains Vater ist, in Aventin, dem Zirkel der Gesegneten, aufgenommen zu werden. Doch setzt der einflussreicheTiberius ihn schon bald unter Druck, einen Auftrag für ihn zu erledigen, wenn er seine kleine Schwester Rose retten möchte. Wird er Rain erneut verraten müssen? Und auch von ausserhalb der Schutzmauern Hopes zeigen sich plötzlich merkwürdige Mutantenwesen – eine weitere Bedrohung für Hope neben den Rebellen? Denn die Spines sind überall…
„Die Vereinten“ ist der Nachfolgeband der Dystopie „Die Perfekten“ und schließt diese Dilogie somit ab. Im Gegensatz zum ersten Band, welcher hauptsächlich durch seine dystopischen Atmosphäre lebt, ist dieser Band zusätzlich leicht von Science Fiction-Elementen durchzogen und verleiht der Story dadurch zusätzliche Spannung. Besonders faszinierte mich, welche Wesen ausserhalb von Hope leben und nun an der Schutzmauer des Landes kratzen. Ebenso wurde nach und nach das Geheimnis gelüftet, was es mit Hope und den Gesegneten wirklich auf sich hat, was damals geschah, bevor Hope gegründet wurde. Und auch die Rote Seuche, welche bereits im ersten Band als stete Gefahr genannt wurde und die Menschen zu überzogener Hygiene zwang, ist tatsächlich kein Hirngespinst.
Mit Rain hatte ich anfangs so meine Probleme, da sie ihren Kampfgeist komplett verloren zu haben schien. Ebenso wie Lark. Was ich aber nur allzu gut verstehen konnte. Hier war Rose die starke Person, welche letztendlich die Geschehnisse zusätzlich vorantrieb und ein paar wirklich gute Szenen hatte. Und natürlich kam auch Fuchsmanguste Cassiopeio „Pi“ nicht zu kurz. Sehr gut hat die Autorin zudem die Flüchtlingsproblematik verdeutlicht sowie die Reaktionen der Bewohner anderer Zirkel, welche den Flüchtlingen aus Grey nicht immer wohlgesonnen waren, da sie um ihre eigene Bequemlichkeit fürchteten.
Mir hat das Buch sehr gefallen, es war eine wunderbare Fortsetzung von „Die Perfekten“, welchen man zum besseren Verständnis vorher gelesen haben sollte. Im Gegensatz zum ersten Band war dieser Roman zwar völlig anders, da Rain nun keine Ghost mehr ist, dadurch aber weder besser noch schlechter. Sehr hat mir zudem die Auflösung gefallen, was hinter der Welt von Hope und den Gesegneten steckt. Und das Ende rundete die ganze Geschichte perfekt ab. Die Dilogie aus „Die Perfekten“ und „Die Vereinten“ ist meine absolute Leseemfehlung für Fans gutgemachter, futuristischer Dystopien.
Rezensionen von yellowdog:
unterhaltsam, aber leicht überzogen
Auf falschen Fährten von Andrew Mayne
Auf falschen Fährten ist ein ganz guter Thriller, den ich gerne gelesen habe, auch wenn er nicht unbedingt neue Maßstäbe setzt. Ein mal mehr ist es die Jagd nach einem Serienkiller.
Das besondere ist die Hauptfigur, aus dessen Sicht auch erzählt wird. Der introvertierte Professor Theo Cray ist Bioinformatiker, er hat stets einen wissenschaftlichen, unvoreingenommenen und kühlen Blick.
Dazu kommt aber, dass er einen sanften Charakter hat. Dadurch entsteht ein Erzählton, der ein wenig anders ist.
Theo Cray gerät für kurze Zeit in Verdacht, eine junge Frau getötet zu haben, doch dann vermutet die Polizei doch, dass es ein Grizzley-Bär war. Sie erschießen sogar einen Bären. Doch Cray glaubt nicht daran und untersucht Blut/DNA des Opfer. Er findet auch eine Verbindung zu weiteren Opfern. Er glaubt an einen Serienkiller, der seit Jahrzehnten tötet, doch die Polizei und das FBI schätzen keine Einmischung von einem Amateur. So muss theo alleine weitermachen und es wird immer gefährlicher.
Ich schätze an dem Roman neben der außergewöhnlichen Hauptfigur, dass die Handlung nie langweilig wird. Trotz fehlender Glaubwürdigkeit ist es unterhaltend. Warum aber die Polizei und FBI so verbohrt und unfähig sein soll, leuchtet mir nicht ein. Ich meine, beim Lesen über ein paar Plotlöcher gestolpert zu sein, aber mich persönlich hat das nicht gestört. Kritischere Leser könnten die fehlende Logik jedoch bemängeln. Das Finale ist spektakulär, aber vollkommen überzogen.
Band 2 der The Naturalist-Reihe wird auch noch kommen und ich werde bei Gelegenheit die Serie weiterlesen.
Rezensionen von Caro2929:
Intensiv & berührend
Piccola Sicilia von Daniel Speck
Klappentext:
" 'Piccola Sicilia', das italienische Viertel der farbenfrohen Mittelmeerstadt Tunis, 1942. Drei Religionen leben in guter Nachbarschaft zusammen. Bis der Krieg das Land erreicht. Im Grand Hotel Majestic begegnet der deutsche Fotograf Moritz dem jüdischen Zimmermädchen Yasmina.
Doch sie hat nur Augen für Victor, den Pianisten. Als Victors Leben auf dem Spiel steht, kann allein Moritz ihn retten.
Sizilien, heute: das Mittelmeer, glitzerndes Blau. Schatztaucher ziehen ein altes Flugzeugwrack aus der Tiefe. Die Berliner Archäologin Nina sucht ihren verschollenen Großvater Moritz und trifft eine unbekannte Verwandte aus Haifa, die ihr Leben auf den Kopf stellt. Gemeinsam enthüllen sie ein faszinierendes Familiengeheimnis."
Meine Meinung:
Diese Geschichte war für mich nicht einfach nur berührend, vor allem war sie intensiv, lehrreich und erschreckend zugleich. Ich konnte mein eigenes Wissen deutlich erweitern, denn in dieser Geschichte wird der 2. Weltkrieg aus einem völlig anderen als dem "üblichen" Blickwinkel betrachtet. Dies gefiel mir besonders gut und war überaus interessant.
Obwohl ich mich persönlich eigentlich von "Kriegsbüchern" fern halte, bin ich froh, diese Geschichte gelesen zu haben.
Daniel Speck gelingt ein außerordentlich guter Schreibstil. Zwar ist er sehr detailreich und neigt stellenweise zu Wiederholungen, nichts desto trotz wird dem Leser nicht langweilig. Im Gegenteil, ich habe das Buch schwer zur Seite legen können und war einfach fasziniert, was sich auch zwischen den Zeilen abspielte.
Es ist nicht einfach ein Buch, was man stumpf liest, nein, das Gegenteil ist der Fall es regt an vielen Stellen dazu an, nachzudenken, etc.
Die Geschichte der Vergangenheit wird in eine Art Rahmen gekleidet. Soll heißen, die Gegenwart spielt nur am Rande eine Rolle, in dem Sinne, dass der Vergangenheit durch Erzählungen auf der Spur gegangen wird.
Die einzelnen Charaktere sind durchweg gelungen. Sie sind alles andere als blass. Ihnen wurden durch die Wort des Autors nahezu Leben eingehaucht.
Intensive Passagen berührten mich sehr. Genauso ließen mich intensive Passagen äußerst schockiert wenn nicht sogar mit feuchten Augen zurück. Die Worte des Autors erreichen den Leser regelrecht. Die Geschichte hat mich in ihren Bann gezogen.
Ich habe Nina gern begleitet und mit ihr mitgefiebert bei der Entdeckung des Familiengeheimnisses.
Fazit:
Absolute Leseempfehlung auch für diejenigen, die sich von "Kriegsgeschichten" eher fern halten. Erweitert den eigenen Horizont.









