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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LEXI:

Ich brauche keinen Märchenprinzen, der angeritten kommt, und mich rettet!

„Ich habe nichts dagegen, auf Hochzeiten zu gehen. Ich habe nur keine Lust, die Frau zu sein, die vor dem Altar an einen Bräutigam übergeben wird.“

Lucetta Plum ist eine wunderschöne und erfolgreiche Schauspielerin, der es an Verehrern nicht mangelt. Die Männer sehen in ihr eine zarte, zerbrechliche Schönheit, die es zu beschützen und zu verwöhnen gilt.

Doch keiner ihrer Bewunderer macht sich die Mühe, hinter Lucettas hübsches Gesicht zu blicken, niemand weiß von ihrer überragenden Intelligenz und ihrer einzigartigen Gabe. Als ein abgewiesener langjähriger Verehrer zu drastischen Mitteln greift, um der Frau seines Herzens habhaft zu werden, ist die junge Frau gezwungen, unterzutauchen. Sie befolgt den Rat ihrer mütterlichen Freundin Abigail Hart und reist gemeinsam mit ihr zum Anwesen ihres Enkels Bram Haverstein nach Ravenwood. Die gut bewachte Burg mit einem Burggraben und wehrhaften Bediensteten soll das ideale Versteck für Lucetta darstellen. Doch nach der Flucht vor der hartnäckigen Verfolgung ihres Verehrers scheint Lucetta vom Regen in die Traufe zu kommen: sie wird mehrfach in den Burggraben geworfen, von Hunden angegriffen und mit einer Kanonenkugel beschossen. Doch entgegen der Meinung ihrer Mitmenschen besitzt Lucetta kein zart besaitetes Gemüt und ist durchaus in der Lage, auf sich selbst aufzupassen. Sie ist stolz auf ihre Unabhängigkeit, wird mit vielen Widrigkeiten fertig und besitzt einen unerschütterlichen Kampfgeist. Doch die Anziehungskraft des attraktiven, charmanten und ritterlichen Burgbesitzers schwächt die innere Abwehr der jungen Frau mehr und mehr…


Mit „Braut wider Willen“ führt Jen Turano die Reihe um drei Freundinnen aus den Vorgängerbänden fort und stellt diesmal Lucetta Plum ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Obgleich Hannah Peabody und Millie Longfellow einen kurzen Gastauftritt im Buch erhalten, konzentriert die Autorin sich voll und ganz auf die einzige noch unverheiratete Dame dieses Kleeblatts. Die Charakterisierung der intelligenten und tiefgründigen Schauspielerin sowie ihres männlichen Gegenparts Bram Harverstein ist hervorragend gelungen. Beide Protagonisten hüten einige Geheimnisse, die dem Leser erst nach und nach offenbart werden. Anhand von Nebenfiguren wie Lucettas Leibwächter Mr. Skukman oder dem zwielichtigen Hauspersonal wird die Vorliebe Jen Turanos für skurrile Charaktere deutlich. Angesichts der eingebauten Krimihandlung wird ein gewisser Spannungsbogen aufgebaut. Die Autorin bedient sich diesmal gleich zweier Antagonisten, die besagte Spannung bis zum aufregenden Finale aufrechterhalten.

In gewohnt locker-leichtem und äußerst humorvollem Schreibstil beschreibt Jen Turano das gesellschaftliche Leben in New York im Jahre 1882, den Wunsch intelligenter Frauen nach Bildung, Unabhängigkeit und Anerkennung und bringt Themen wie Vergebung und Versöhnung in ihre Geschichte ein. Der christliche Glaube nimmt ebenfalls einen kleinen Raum in diesem Buch ein, wird jedoch nur dezent angedeutet.

Fazit: „Braut wider Willen“ hat mir sehr gut gefallen und mir mit den unzähligen, vor Situationskomik triefenden Turbulenzen und amourösen Verwicklungen ein grandioses Lesevergnügen bereitet. Ich kann diese leichte, romantische Liebeskomödie aus der Feder der christlichen Bestsellerautorin Jen Turano uneingeschränkt weiterempfehlen.

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Rezensionen von LEXI:

Auf den Spuren eines Familiengeheimnisses

Die vergessene Burg von Susanne Goga

„Wenn man einmal von etwas gekostet hat, mag man den Geschmack nie wieder missen“

Ein Gedichtband von Heinrich Heine mit seinem „Lied der Loreley“ und ein Brief aus Deutschland bringen das ruhige, ereignislose Leben der jungen Engländerin Paula Cooper unvermittelt in Aufruhr. Paula ist seit zwölf Jahren die Gesellschafterin einer Verwandten, erduldet die vorgetäuschten Krankheiten und die emotionale Erpressung der einsamen Invalidin Harriet Farley, die Paula jegliche Freude missgönnt und ihr die Luft zu atmen nimmt.

Erst als sie irrtümlich eines an sie gerichteten Briefes habhaft wird, erfährt sie von der Existenz eines Onkels, von dem sie bis zu diesem Zeitpunkt nichts wusste. Paula erwacht aus ihrer Resignation und ihre Wut auf das bewusste Verschweigen der Vergangenheit vermischt sich mit einer durch Heines Gedicht erwachten Sehnsucht, dieses schöne Land am Rhein kennenzulernen. Sie entspricht dem Herzenswunsch ihres schwer erkrankten Onkels und bricht zu einer Reise zu ihm nach Bonn auf, die ihre gesamte Existenz auf den Kopf stellen wird. Denn ihre Mutter Margaret hatte nicht nur strikt vermieden, über den längst verstorbenen Vater und dessen Bruder zu sprechen, sondern auch andere Dinge verheimlicht. Es handelt sich um Geheimnisse brisanten Inhalts, und Paula ist felsenfest entschlossen, ihnen auf den Grund zu gehen. In Deutschland macht sie die Bekanntschaft des englischen Fotografen Benjamin Trevor, der die junge Frau bei ihrer Suche nach Hinweisen zum Verbleib ihres Vaters unterstützt und sich gemeinsam mit ihr auf die Suche nach der Wahrheit macht. Paulas ehemals graues, tristes Leben in Harriet Farleys grauem Haus in Kings Langley, Hertfordshire, mutiert zu einem atemberaubenden Abenteuer, das ihr gesamtes Dasein in Frage stellt und ihr Leben vollständig und unwiderruflich verändert.

Die mir bislang unbekannte Autorin Susanne Goga hat mich zunächst mit dem eindrucksvollen Buchcover, dem vielversprechenden Klappentext und schließlich mit der interessanten Leseprobe dieser Neuerscheinung in den Bann gezogen. Es animiert dazu, „Die vergessene Burg“ zu lesen und der Rolle dieser verheißungsvollen Burg auf dem Cover auf den Grund gehen. Eine einleitende Internet-Recherche über die Ruine Ehrenfels verlieh dem Ganzen zusätzlichen Reiz.

Die Umsetzung dieser Geschichte ist der Autorin hervorragend gelungen. Susanne Gogas Schreibstil ist äußerst einnehmend, ihre wunderschöne bildhafte Sprache erweckte in mir unvermittelt den Wunsch, dieses Abenteuer selber erleben, das leuchtende Feuer der untergehenden Sonne mit der Ruine einer Burg über dem funkelnden Rhein mit eigenen Augen betrachten zu dürfen. Die detaillierten Beschreibungen bezogen mich als Leser vollständig in die Geschichte ein und die Worte der Autorin ließen sowohl ihre überzeugenden und ausgezeichnet charakterisierten Protagonisten und Nebenfiguren, als auch die wunderschöne Landschaft am Ufer des Rheins in meinem Kopf lebendig werden. Durch die Geheimniskrämerei von Paulas Mutter um ihren vor vielen Jahren spurlos verschwundenen Ehemann wird ein großer Spannungsfaktor ins Buch eingebracht, der sich mit dem Verlauf der Geschichte kontinuierlich erhöht und schließlich zu einem aufregenden Finale hinführt. Ich fand es höchst anregend, an Paulas Seite den Spuren des William Cooper zu folgen und Licht in die Ereignisse längst vergangener Tage zu bringen.

Mit Paula Cooper präsentiert Susanne Goga eine sympathische Protagonistin, die im Verlauf der Handlung eine große Veränderung durchläuft. Ihre ruhige, aufmerksame und warmherzige Art, ihr kluger Verstand, ihre unerbittliche Hartnäckigkeit und nicht zuletzt ihr Mut haben mich tief beeindruckt. Als männlicher Gegenpart erscheint Benjamin Trevor auf der Spielfläche, der zunächst durch seine ungehobelte Art und eine nachlässige Kleidung auffällt. Aus Paulas anfänglichen Antipathie entwickelt sich jedoch nach und nach respektvolle Anerkennung und schließlich tiefe Freundschaft, die dazu führt, dass der attraktive und gutherzige Fotograf sie bei ihren Recherchen unterstützt. Sehr gut gefallen hat mir die Tatsache, dass die Autorin stets auch die engen Familienangehörigen ihrer Protagonisten in die Geschichte einbringt und man als Leser durch deren Interaktionen und ihren Briefwechsel, der in kursiver Schrift dargestellt wird, nähere Details über die Vergangenheit erfährt. Meine favorisierte Nebenfigur war Paulas Onkel Rudolph „Rudy“ Frederick Cooper, der mir mit seiner exzentrischen und überschwänglich-herzlichen Art, seiner Großzügigkeit und seiner offen zur Schau gestellten Liebe zu seiner lange vermissten Nichte augenblicklich ans Herz gewachsen ist. Als meine persönlichen Antagonisten darf ich ganz eindeutig Paulas herzlose Mutter Margaret Cooper sowie deren Cousine Harriet Farley benennen, die Paula mehr als drei Jahrzehnte ihres Lebens stahlen, ihr jegliche Lebensfreude raubten und sie lebenslänglich emotional vernachlässigten und belogen.

Fazit: „Die vergessene Burg“ ist eine imposante Familiengeschichte mit einer Menge Emotionen, die mich vollständig in seinen Bann zog. Susanne Goga glänzt mit einem hervorragenden und zum Teil poetischen Schreibstil. Es ist ihr gelungen, mich vollends zu begeistern und mir mit dieser abenteuerlichen und spannungsgeladenen Geschichte allergrößtes Lesevergnügen zu bereiten.

„Dies ist ein Geschenk, das du nie vergessen solltest. Dies ist ein Augenblick, der nie wiederkehrt. Behalte ihn. Bewahre ihn in deinem Herzen.“ (Paula und Rudolph beim Anblick des in der untergehenden Sonne funkelnden Rheins, Seite 86)

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Rezensionen von Bibliomarie:

Außenseiter

Ein Winter in Paris von Jean-Philippe Blondel

Victor hat die Aufnahmeprüfungen ins elitäre Pariser Lycée D. geschafft. Der Erste aus seiner doch recht bildungsfernen Familie. In Paris findet er sich als Außenseiter wieder. Er hat weder den gesellschaftlichen noch den kulturellen Hintergrund seiner Mitschüler, er findet keinen Kontakt und zieht sich völlig zurück.

Er erlebt den Unterricht wie ein Beobachter von außen. Als er zur Überraschung der Lehrer und Mitschüler das erste Jahr bestanden hat, trifft er auf Mathieu, ebenfalls aus der Provinz, ebenfalls Außenseiter, sie wechseln einige belanglose Sätze, treffen sich zum Rauchen im Schulhof. Doch Mathieu ist dem Druck nicht gewachsen, er stürzt sich während des Unterrichts aus dem Fenster. Victor ist fast als Erster am Ort des Suizids und nun wird er zum ersten Mal wahrgenommen. Lehrer und Mitschüler betrachten in als einzigen Freund Mathieus und suchen plötzlich Kontakt und Gespräch. Er nimmt diese Aufmerksamkeit wahr und er genießt sie auch, obwohl ihm klar ist, dass sie nicht seiner Person gelten. Lediglich bei Paul, dem Klassenprimus, spürt er echtes Interesse.
30 Jahre später erhält der Schriftsteller Victor einen Brief von Mathieus Vater, dieser Brief löst die Erinnerungskette an die Zeit am Lycée aus, die das Buch beinhaltet.
Ungemein feinfühlig und genau berichtet der Autor Blondel von der Entwicklung eines jungen Menschen, der durch ein Ereignis aus der festgeordneten Lebensplanung gerissen wird. Es sind nur wenige Monate, die er seinen Protagonisten Victor begleitet, aber er nimmt den Leser mit in die Gedanken – und Gefühlswelt des jungen Mannes. Seine Wahrnehmung der Umwelt ändert sich, er reift an den Ereignissen. Dieser Prozess der Selbstreflektion hat mich sehr berührt, mir den Menschen Victor sehr nah gebracht. Der kurze Roman hat mich gepackt, ich bin richtig eingetaucht und habe bemerkt, dass mich der Text nicht loslässt. Immer wieder bin ich gedanklich bei der Geschichte, das finde sehr bemerkenswert.
Für mich ist das Buch eine Literaturperle in diesem Herbst. Ein kurzes, aber sehr intensives Leseerlebnis.

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Rezensionen von Gudrun Gaber:

Wunderbares Arthouse Kino

Eine allgemeine Theorie des Vergessens von José Eduardo Agualusa

W

enn das Buch als Kinofilm doch noch umgesetzt wird - spätestens dann sollte man den Stoff gesehen haben. Das Buch ist mystisch, beinhaltet teilweise schwer vorstellbare Handlungen. Wird von großen Gefühlen getragen. Die Episoden werden aus mehreren Richtungen dem Leser angeboten.

Also Spott an und das Buch in die Hand!

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Rezensionen von Gaby 2707:

Nichts ist wie es scheint

Sie finden dich nie von Cara Hunter

Boah, was für eine Geschichte, die mich bestimmt nicht so schnell los lässt.

Während einer Party im Garten ihrer Eltern mit ihren Schulfreunden und deren Eltern verschwindet die 8-jährige Daisy Manson spurlos. Niemand hat sie gesehen, niemand weiß etwas. Detective Inspector Adam Fawley und sein Team ermitteln fieberhaft, aber ausser Indizien finden auch sie keinen Hinweis auf das Verbleiben des Mädchens.

Daisy ist und bleibt verschwunden.

Sehr viele Dialoge, Rückblenden in die Vergangenheit und kleine Posts von Radio- oder tv-Sendern und vor allem auf Twitter lockern die Ermittlungen, die sehr zäh laufen, auf und die Spannung steigt stetig weiter an.

Cara Hunter erzählt eine spannende und sehr abwechslungsreiche Kriminalgeschichte. Von einem zum anderen Kapitel bin ich mehr dabei und spekuliere mit, was da wohl geschehen sein mag. Ich folge ihr auf Spuren, die sie für den Leser auslegt, um dann zu erfahren – hier geht´s nicht weiter. Ihr Schreibstil ist leicht, locker und flüssig und die Kapitel rauschen nur so an mir vorbei. Sie hat mich mit ihrem Debüt um Detective Inspector Adam Fawley richtig eingefangen.

Ab der ersten Seite bin ich mitten in den Ermitlungen und voll dabei. Viele kleine Spuren, die immer wieder ins Nichts führen oder sich nur schwer beweisen lassen. Eltern, die wie es den Anschein hat, keinen Wert auf tiefergreifende Ermittlungen haben und nur mit sich selbst beschäftigt sind. Nach aussen aber den Eindruck tiefer Trauer vermitteln wollen. Nachbarn, die bis auf ganz wenige, nichts gesehen und gehört haben wollen.

Sehr vielfältige und vielschichtige Personen begleiten mich auf meinem Weg durch das Buch. Die Mutter erscheint kalt und herzlos, der Vater liebt seine "Prinzessin" abgöttisch und Bruder Leo kämpft mit seinen eigenen Dämonen. Auch die Vergangenheit hält Tatsachen für mich als Leser bereit, die noch weit in die Gegenwart hineinspielen. Es ist schlimm zu lesen, was diese beiden Kinder in ihrer Familie erdulden müssen und wie die Erwachsenen miteinander umgehen.
Aber nicht nur die Familie Manson hat ihr Päckchen zu tragen, auch bei den Mitgliedern der Polizei läuft nicht alles rund. So hat z.B. Adam Fawley einen ganz besonderen Bezug zu diesem Fall. Und Detectiv Constable Chris Gislingham wird aus persönlichen Gründen vom Fall abgezogen. Aber mehr verrate ich nicht.

Ich hatte den Fall für mich schon gelöst geglaubt und abgeschlossen, da kommt ein Ende mit einer Auflösung daher, die ich so überhaupt nicht erwartet hatte. Ich bin begeistert von dieser letzten Wendung, aber auch irgendwie schockiert. Das I-Tüpfelchen, das den Fall so ganz besonders macht.

Eine für mich neue Autorin mit einem interessanten und spannenden Fall, der auch zeigt, was die sozialen Netzwerke so anstellen können. Ich bin begeistert!

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Rezensionen von DieLeserin:

Ein rasanter Pageturner über den schlimmsten Albtraum, den eine Mutter durchleben kann

Ohne Spur von Haylen Beck

Silver Water klingt ja richtig niedlich, entspannend und hat von all dem nichts. Silver Water ist ein böser Ort mit heruntergekommenen Häusern, verbarrikadierten Fenstern und einem richtig fiesen Sheriff. Wer kann, meidet den Ort.
Genau hier wird Audra Kinney vom Sheriff angehalten. Ihre beiden Kinder sitzen im Auto, während Sheriff Whiteside die Mutter verhaftet.

Deputy Collins holt die Kinder ab, bringt sie an einen "sicheren Ort", während Audra auch an einen "sicheren Ort" verfrachtet wird, nämlich direkt in die Zelle. Als sie nach ihren Kindern fragt, fragt Whiteside zurück: "Was für Kinder?"

Der Albtraum beginnt. Für die Mutter und für die Kinder. Denn niemand glaubt ihr, dass der Sheriff ihre Kinder entführt hat, schlimmer: Alle glauben, dass Audra selbst ihre Kinder irgendwo in der Wüste verscharrt hat.
Und die Kinder? Die kämpfen draußen gegen die Großen, denn man hat schlimmes mit ihnen vor.

Trotz des wirklich ernsten Themas liest sich der Thriller rasant und kurzweilig. Er geht nicht zu sehr in die Tiefe, so dass man ihn als Unterhaltungsthriller einstufen kann. Als Leser galoppiert man durch die Seiten, wird von Anfang an mit der erschreckenden Story mitgerissen und bis zum Ende gefesselt.
Auch der Hintergrund der Familie ist interessant, denn Audra hat schon eine schwierige Ehe hinter sich und flüchtet nicht umsonst vor dieser Familie. Trotz all dem ist es kein Thriller, der einen im Herz berührt, sondern ein Thriller, der für unterhaltsame Lesestunden sorgt und einen durch den rasanten Aufbau bis zum Ende nicht mehr loslässt.

Ein Lesetipp für Thrillerliebhaber für verregnete Herbsttage!

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Rezensionen von begine:

Porträt einer Mordnacht

Das Geheimnis der Grays von Anne Meredith

Anne Meredith ist das Pseudonym von der britischen Krimiautorin Lucy Beatrice Malleson, die von 1899 bis 1973 lebte.
Der Klett-Cotta Verlag verlegt den Roman „Das Geheimnis der Grays“. Im Original erschien der psychologische Krimi 1933 und jetzt erstmals auf deutsch. Das Buch wurde von Barbara Helle übersetzt.

Der Roman spielt zu Weihnachten 1931 in England.

Adrian Gray lädt jedes Jahr seine Kinder und ihre Partner zum Heilig Abend ein. Das deren Kinder nicht dabei sind gefällt mir nicht, da wäre ich bei den Kindern geblieben.
Es heißt er ist geizig, bei den Kindern aber auch nicht ungewöhnlich, die sind alle geldgierig umd auch miteinander verfeindet. Allerdings ist er schon ziemlich skurril.
Adrian wird ermordet, der Mörder steht für uns sofort fest. Wir beobachten ihn bei der Vertuschung und an seinen Ämgsten vor Entdeckung. Für die Polizei sind alle verdächtig. Jetzt kommt einiges ans Licht.

Der Roman liest sich etwas altmodisch, wie die Romane von Agatha Christie auch. Das ist aber manchmal ganz angenehm. Der Krimi ist überaus spannend. Ich habe ihn gerne gelesen. Eben klassisch englisch.

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Rezensionen von DieLeserin:

Romeo und Julia als schweizerisches Krimikammerspiel

Quittengrab von Gabriela Kasperski

Danz Weisz liegt im Koma. Der Autor wurde im Zürcher Schauspielhaus zusammengeschlagen. Da die Lesung so ein richtiges Spektakel ist, schließt Commissario Meier eine schiefgelaufene PR-Kampagne dahinter nicht aus. Doch dann tauchen terroristische Videobotschaften im Internet auf und da der Autor jüdische Wurzeln hat, zieht die Kantonspolizei Zürich Oberland auch eine rechtsradikale Tat nicht aus.

Doch der Fall wird noch verworrener. Im Publikum sitzen alte Jugendfreunde des Autors und auch der Literaturkritiker Lippert, der Weisz Texte seit jeher verreisst, wird in der Nähe gesichtet. Verdächtige, wohin man schaut.
Doch eigentlich ist das gar nicht Meiers Fall. Er unterstützt nur seine Kollegin Beanie, denn er selbst muss klären, ob die aufgetauchten Babyknochen keltischen Ursprungs sind oder jünger. Und da Meier nicht überall sein kann, übernimmt seine Freundin Zita die Nachforschungen in Weisz' Umfeld in London, während er einen auf alleinerziehenden vollberufstätigen Papa macht, das ihn natürlich nicht ganz so leicht gelingt. So neben den Jobs.

Anfangs fordert die Autorin ihre Leser wirklich heraus. Da gibt es viele Figuren. Massenweise. Und alle haben ihren Auftritt, ihre Szenen, die wechseln, wechseln, wechseln. Als Leser ist man bald genauso verwirrt wie die Polizisten von dem undurchsichtigen Fall.

Doch irgendwann, wenn man durchhält, blickt man bei den vielen Figuren doch durch und wird belohnt mit einer ungewöhnlichen Geschichte, die an Romeo und Julia erinnert. Nur auf schweizerische Art, denn der Humor fehlt hier wirklich nicht. Die Truppe ist so eigen, dass man sich bald wie in einer großen Familie fühlt. Und da werden alte Geheimnisse und Verbindungen ausgegraben, die am Ende alle zusammenlaufen. Und das macht beim Lesen Spaß, man muss nur den Anfang durchhalten. Es zahlt sich aus. Am Ende gibt es wie bei jedem großen Spektakel eine Zugabe: Es wird verraten, welche Kinder das Fundament für den Weltfrieden sind. Wenn sie überleben.

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Rezensionen von C. P.:

Papierverschwendung!

The Brightest Stars attracted von Anna Todd

Die 20-jährige Karina arbeitet in der Nähe eines Army-Stützpunktes als Masseurin und versucht, sich ihr eigenes Leben aufzubauen. Seit dem letzten Freund lief ihr in Punkto Männer nichts Interessantes über den Weg. Bis sie durch einen Zufall einen neuen Kunden bekommt: Kael. Doch umgibt diesen Mann etwas, was Karina zunächst nicht zu durchdringen vermag.

..
Wie gern würd ich über dieses Buch etwas Positives schreiben - irgendwas. Aber es tut mir leid: Ich finde nichts. Okay, das Cover ist wirklich ansprechend gestaltet. Aber wie heißt es doch so schön: Außen hui...
Die Story - nunja, wenn man es als solche bezeichnen möchte, denn viel passiert einfach nicht - ist ausgesprochen langweilig, Karinas Gedanken und Verhalten teilweise einfach kindisch bis nervig. Und auch Kaels maulfaules Verhalten ging mir irgendwann nur noch gegen den Strich. Die versprochene Leidenschaft suchte ich im Roman ebenso vergebens wie auch nur irgendeine Form von Spannung. Zudem hatte ich das Gefühl, die Autorin versuchte krampfhaft, soziale Themen wie Bodyshaming, Rassismus, Diskriminierung Homosexueller etc. in den Roman zu quetschen. Die Charaktere sind blutleer, handeln teilweise widersprüchlich oder sind schlichtweg unrealistisch (eine 21-jährige Armee-Ärztin, die bereits in zwei Einsätzen war?!). Zudem sind ganze 36 (!) Leerseiten durch Kapitelwechsel und eine große Schriftgröße bei rd. 350 Seiten in meinen Augen eine Frechheit. Schade ums Papier.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Rheinreise in die Vergangenheit

Die vergessene Burg von Susanne Goga

Es gibt Romane die für mich perfekt sind. Sie vereinigen Spannung und Romantik und entführen mich in andere Welt. So war das auch bei „Die vergessene Burg“ von Susanne Goga, das mich in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts führt.

Paula, eine nicht mehr ganz jugendliche Frau, lebt ein eingeschränktes Dasein als Gesellschafterin bei ihrer ältlichen Cousine Harriet.

Sie hat sich mit ihrem Leben arrangiert und geht ganz in der Pflege der kränklichen Dame auf. Als Harriet durch einen – wohl simulierten – Ohnmachtsanfall ihr den Höhepunkt des Jahres, eine Einladung zum Pfarrfest, hintertreibt, rebelliert sie endlich. Dann erfährt sie noch, dass Harriet ihr einen Brief vorenthalten hat und das bringt das Fass zum Überlaufen. Sie stellt Harriet zur Rede und verlangt den Brief, der von ihrem unbekannten Onkel Rudy stammt. Der lädt sie ins Rheinische nach Bonn ein, wo er seit Jahrzehnten lebt.

Inzwischen musste sie auch erfahren, dass das Grab ihres Vaters leer ist, auch das haben ihr Mutter und Cousine verschwiegen. William Cooper, Paulas Vater ist verschwunden, als sie noch ein Baby war und das ausgerechnet bei einer romantischen Rheinreise des jungvermählten Paars.In Bonn beginnt sie mit den Nachforschungen und erfährt viel über ihre Eltern, aber auch über sich selbst.

Mir hat dieser Roman ganz hervorragend gefallen, ich konnte mich kaum von den Seiten lösen. Eine junge Frau, die über sich selbst hinauswächst, eine wunderschön beschriebene Landschaft – dass ließ mich die Rheinreise der Paula selbst miterleben. Sehr gut hat mir gefallen, wie die Autorin Geschichtliches in ihren Roman verwebt. Die malerischen Burgen und romantischen Städtchen des Rheins sind schön beschrieben, wie mich überhaupt die ganze Atmosphäre des Buches überzeugt hat.

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