Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Petra Sch.:
zwei außergewöhnliche Mordmethoden im wunderschönen Südtirol
Wut kommt selten allein von Neubauer Ralph
4,5 Sterne
Kurz zum Inhalt:
Im Südtiroler Dorf Tirol wird vor einem Hotel ein junger Jogger aus Deutschland tot aufgefunden. Gestorben durch eine außergewöhnliche Mordmethode. Commissario Fabio Fameo kann sich so keinen rechten Reim auf die Art der Tat und vor allem auf das Motiv machen.
Als dann auch noch Maria Steinegger, eine Pensionswirtin im Ort und Gattin des verhassten Obstbauern Naz Nußbaumer, ebenfalls aus ungeklärten Gründen einen augenscheinlich tödlichen Unfall erleidet, ahnen Fameo und sein Freund, der Carabiniere Tommaso Caruso, noch nicht, dass sich die Fäden der beiden Fälle in der schillernden Welt des Südtiroler Theaters zusammenfügen, dessen polarisierender Mittelpunkt der egozentrische Regisseur Zenz Nußbaumer ist.
Meine Meinung:
"Wut kommt selten allein" ist der 7. Fall für Commissario Fabio Fameo. Der Fall ist jedoch in sich geschlossen und kann eigenständig gelesen werden. Alle Wichtigen Infos aus Fabios Vergangenheit sind geschickt in die Geschichte integriert. Auch trifft man wieder alte Bekannte aus den vorigen Bänden, wie seine Frau Elisabeth, seine Kollegen Francesca und Eduard, natürlich sein Freund bei den Carabinieri, Tommaso Caruso, und "die Cantalielo", die ihm schon im Band "Liebe macht zornesblind" als Chefin vor die Nase gesetzt wurde.
Der Schreibstil ist nach kurzer Eingewöhnungsphase schnell und flüssig zu lesen. Ich mag, dass man immer wieder Einblicke in die Gedanken von Fabio und Tommaso erhält.
Die Handlung spielt in der Südtiroler Theater-Szene und man bekommt gute Einblicke.
Besonders gut gefällt mir, dass zwei vermeintlich unzusammenhängende Morde plötzlich zu einem Strang verwebt werden. Und die beiden außergewöhnlichen Mordmethoden waren als eingefleischte Krimi- und Thriller-Leserin für mich total neu! Die Auflösung war authentisch und nachvollziehbar.
Leider sind in diesem Band die handelnden Personen nicht so detailliert vorgestellt worden. Wenn man einen oder mehrere Vorgänger Bände kennt, ist man sofort wieder drin; aber für Neueinsteiger stelle ich mir die "Eingewöhnung" etwas schwieriger vor.
Ralph Neubauer ist es wieder einmal sehr gut gelungen, die Orte der Handlung und die wunderschöne Südtiroler Landschaft lebendig werden zu lassen, sodass man sich direkt im Geschehen wähnt.
Im Anhang gibt es eine Literaturliste sowie hilfreiche Erläuterungen zum Polizeiwesen in Südtirol.
Die Polizei ist in Italien nämlich ganz anders aufgebaut als in Deutschland oder Österreich. Auch innerhalb des Buches gibt es für einzelne spezielle Begriffe immer wieder erklärende Fußnoten.
Das Cover zeigt - passend zum Inhalt - eine Freilichtbühne und passt optisch in die Südtirol-Krimi Reihe; und dass das "O" in "Südtirol" wie ein Fadenkreuz aussieht, ist pfiffig und lässt auf den ersten Blick einen Krimi erkennen!
Fazit:
Kurzweilig, spannend, humorvoll und mit viel Lokalkolorit: Ich wurde wieder sehr gut unterhalten und ins wunderschöne Südtirol entführt und vergebe dafür 4,5 Sterne.
Rezensionen von jiskett:
Konnte mich voll und ganz überzeugen
Der Spielmann von Oliver Pötzsch
"Der Spielmann" war mein erstes Buch von Oliver Pötzsch, aber bestimmt nicht das letzte. Die Geschichte konnte mich von der ersten Seite an fesseln, sie war sowohl spannend als auch interessant und die Charaktere waren gut ausgearbeitet. Der Protagonist ist Johann Georg Gerlach, 'Faustus' genannt, dessen Leben als Vorlage für die bekannte Erzählung um Doktor Faust und seinen Pakt mit dem Teufel angesehen wird.
Der Autor hat einige Parallelen eingebaut und sogar mehrere Zitate aus Goethes Werk verwendet, was sehr interessant war, obwohl mir vermutlich einiges entgangen ist, da ich "Faust" zuletzt vor einigen Jahren gelesen habe.
Trotz der Länge von knapp 800 Seiten fand ich das Buch durchgehend packend. Der Werdegang von Johann verläuft alles andere als geradlinig und durch seine Reisen an unterschiedliche Orte ist es Pötzsch möglich, vielfältige Einblicke in das Leben in der damaligen Zeit zu gewähren und die Darstellungen kamen mir dabei authentisch vor. Besonders gefallen hat mir, dass die ganzen Einzelheiten zu großen Teilen beiläufig in die Handlung einflossen, da der Fokus auf Johann, seinen Erlebnissen und auch seinen Studien lag. Das Wissen, das er sich angeeignet hat, wurde ebenfalls gut vermittelt; wenn im Detail auf etwas eingegangen wurde, fand ich die Erklärungen leicht verständlich und nicht zu kompliziert, während zugleich deutlich wurde, dass der Protagonist sich mit Dingen befasst, die die Kenntnisse vieler Menschen - und vor allem seiner Zeitgenossen - übersteigen. Sein großer Wissensdurst spielte für die Geschichte eine entscheidende Rolle und ich mochte, wie sein Verhalten davon beeinflusst wurde, doch obwohl er wirklich bedeutsam ist, macht er nur eine Facette seines Charakters aus. Johann hat gute, aber auch einige negative Eigenschaften und seine Ecken und Kanten wurden ausgiebig beleuchtet; zudem ist deutlich, dass er sich im Lauf der Handlung weiter entwickelt und von seinen Erfahrungen stark geprägt wird, was ich gut und mehr als glaubwürdig fand. Die Nebenfiguren wurden ebenfalls gut ausgearbeitet.
Tonio, der Johann in jungen Jahren bei sich aufnimmt und ihm einiges beibringt, war ein sehr interessanter Charakter, dessen Präsenz beinahe durchgehend zu spüren war. Man erfährt nur wenig über seine Vergangenheit und auch seine vollständige Motivation wird erst spät enthüllt, doch dadurch ist er sehr geheimnisvoll und die Bedrohung, die von ihm ausgeht, wurde beinahe greifbar dargestellt. Es gibt einige unheimliche, übernatürlich anmutende Szenen und es war zwar beklemmend, aber faszinierend zu spekulieren, was hinter seinem Verhalten stecken könnte und worauf die Geschichte hinauslaufen würde. Die Spannung wird über das ganze Buch aufrecht erhalten, obwohl es durchaus Abschnitte gibt, in denen die düsteren Elemente in den Hintergrund treten; die Balance war meiner Meinung nach sehr gelungen. Am Ende überschlagen sich dann die Ereignisse geradezu und es war sehr leicht, mit den Figuren mitzufiebern und auf einen guten Ausgang zu hoffen. Einige der Entwicklungen haben mich überrascht, doch der Abschluss der Erzählung hat mir gut gefallen und er macht neugierig auf den zweiten Band, der nächstes Jahr erscheinen soll. Das Nachwort, in dem der Autor auf die Entstehungsgeschichte des Buches eingeht und erklärt, was sich historisch belegen lässt, war ebenfalls lesenswert.
FAZIT:
"Der Spielmann" konnte mich voll und ganz überzeugen; Pötzsch schreibt atmosphärisch dicht, die Handlung war fesselnd, es gab sowohl emotionale als auch angemessen unheimliche Momente und der Protagonist war ein faszinierender, vielschichtiger Charakter, dessen Werdegang sehr interessant geschildert wurde.
Rezensionen von dorli:
Die Party
Die Party von Jonas Winner
Es ist der 31. Oktober 2018. Brandon Hill hat zehn ehemalige Schulkameraden zu einer Halloweenparty eingeladen, eine 1980er Revivalparty. Die Party wird zu einem Spektakel der besonderen Art – Brandons idyllisch auf einem Felsplateau hoch über den Wäldern gelegener Glasbungalow wird für die Gäste zu einer tödlichen Falle, nur einer von ihnen wird am Ende überleben, so ist es geplant…
Jonas Winner versteht es ganz ausgezeichnet, die Spannung schon nach wenigen Seiten auf ein hohes Level zu katapultieren.
Der Thriller wird fesselnd erzählt und entwickelt schnell einen Sog, dem man sich als Leser nicht entziehen kann.
Besonders gut gefallen hat mir, dass der Autor das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven präsentiert, da man so einen guten Einblick in die Ansichten, Überlegungen und Reaktionen aller Akteure bekommt. Die häufigen Perspektivwechsel erfordern allerdings konzentriertes Lesen. Gerade am Anfang ist es nicht leicht, den Überblick über die Gäste zu behalten, da ist die Gästeliste am Ende des Buches eine gute Hilfe.
Da Gastgeber Brandon, tödlich getroffen von einem herabfallenden Kronleuchter, als erster die Bühne verlassen hat, wird allen anderen schnell klar, dass es in ihrem Kreis einen Verräter geben muss, der in die Pläne für die Gruselnacht eingeweiht ist. Das erhöht die Anspannung unter den Anwesenden enorm, und das Misstrauen wächst, während die mörderischen Spielchen ihren Lauf nehmen. Es gelingt Jonas Winner ganz hervorragend, dem Leser diesen wachsenden Argwohn zu vermitteln, der zwischen den immer weniger werdenden Teilnehmern herrscht. Geschickt lenkt der Autor den Blick des Lesers dabei in unterschiedliche Richtungen, so dass man prima über Drahtzieher und Hintergründe miträtseln und mitgrübeln kann.
„Die Party“ hat mir sehr gut gefallen. Besonders spannend war es, das Miteinander und Gegeneinander der Akteure zu beobachten. Neben Spannung und Nervenkitzel hat der Thriller auch eine große Portion 80er-Jahre-Feeling im Gepäck.
Rezensionen von Gaby 2707:
Die Geschichte einer Frau, die ihren Traum lebt
Wie Träume fliegen lernen von Judith Williams; Antje Bähr
Ein Buch von der Frau, deren Produkte in meinem Schrank hängen und in meinem Schmuckkasterl liegen, die meine Haut verjüngen, meine Lippen beleben, meine Augen strahlen und die mich gut duften lassen und deren Tomatensuppe, Linseneintopf und Kartoffelsuppe der Brüder Gibisch aus der Höhle der Löwen ich liebe – das musste ich einfach lesen.
Den gleichen offenen, ehrlichen und liebenswerten Eindruck, den Judith Williams im Fernsehen macht, verbreitet sie auch in ihrem Buch, das sie mit Antje Bähr zusammen geschrieben hat. Ich höre beim Lesen ihr unvergleichbares Lachen. Ihre Stimme habe ich beim Lesen in jeder Zeile im Ohr.
Es hat mich fasziniert, ihr Leben von Kindheit an bis heute für ein paar Stunden begleiten zu dürfen.
Schmunzeln musste ich hier und da, wenn sie von ihrer Zeit als Working Mom erzählt.
Bei den Seiten, die der Höhle der Löwen gewidmet sind, habe ich einige Startups wiedergefunden, deren Auftritt ich im TV angeschaut habe. Interessant finde ich auch zu lesen, was alles und wie viel Arbeit hinter einer Investition steckt, wenn man sie getätigt hat.
Ich bin so froh, dass sich Frau Williams über die Bedenken ihrer Freunde und Bekannten hinweggesetzt hat und bei Let´s Dance dabei war. Ich habe jede Sendung und jeden ihrer Tänze mit Partner Erich Klann verfolgt und war begeistert, was diese Frau alles schafft und wie wandelbar sie ist.. Und es hat mich sehr gefreut, dass sie es bis ins Finale geschafft hat.
Bewundernswert finde ich, dass sie nie aufgegeben, ihre Träume gelebt hat und ich freue mich sehr, dass sie ihre verschiedenen Wege gefunden hat und sie auch gehen konnte.
In der Mitte des Buches finden sich 18 Seiten mit teils privaten Fotos, die mir auch sehr gut gefallen.
Alles in allem ein gelungenes Buch über eine Frau, die ich einfach bewundere. Den ein oder anderen Tipp bzw. Anregung werde ich mir merken.
Rezensionen von yellowdog:
Geboren als Trump
Wie Träume fliegen lernen von Judith Williams; Antje Bähr
Donald Trump polarisiert, aber das ist auch der Grund, warum ich kein weiteres Anti-Trump-Buch brauche, das sich nur hähmisch ausdrückt. Wem nützt das schon? Also bin ich sehr froh über dieses relativ sachliche, aber keineswegs trocken erzählte Buch über wichtige Abschnitte über Trump und seine Familie.
Es beginnt zielgerichtet nach Trumps Wahlerfolg, um dann kurze Zeit später auf die Wahlkampfzeit zu blicken und schließlich komplett die Familiengeschichte Trump zu zeigen, mit all den Scheidungsskandalen.
Man erfährt auch, wie die Kinder aufwachsen. Ivanka nimmt viel Raum ein. Auch ihre Geschwister werden zum Ende hin noch ausführlich vorgestellt.
Erstaunlich ist, dass Trump eigentlich nicht nur im Leben seiner Kinder häufig abwesend ist sondern auch hier im Buch.
Prägend für das Buch ist, dass die junge Autorin Emily Jane Fox keine Politexpertin ist sondern für Vanity Fair schreibt und dass sich ihr Wissen über Trumps Family auf viele Interviews stützt.
Mir kommt beim Lesen diese Kombination entgegen. Wer ein politisches Sachbuch sucht, dem fehlt hier sicherlich einiges. Für mich war das Buch 3,5 Sterne wert.
Rezensionen von DieLeserin:
Eine gelungene Coming-of-Age-Story mit Young-Gangsters on Tour im Noir-Stil. Lesetipp!
Dodgers von Beverly Bill
Als die Polizei in die Straße stürmt, ist von einer Sekunde auf die andere alles anders: Der 15-jährige East verliert sein Crackhaus, das er mit ein paar Ghettojungs seit zwei Jahren bewacht hat, während vor seinen Augen ein Mädchen durch einen Schuss sein Leben verliert.
Von seinem Boss Fin bekommt er einen neuen Auftrag, einen tödlichen, einen Auftragsmord.
East muss mit dem Möchtegern-Witzbold Michael Wilson, dem schlauen Walter und seinem Ist-mir-alles-scheißegal-Bruder Ty einen Zeugen umbringen. Dazu müssen die vier afroamerikanischen Jungs 3000 Kilometer quer durch die USA bis nach Wisconsin fahren.
Auf der Fahrt läuft alles schief, was so schief laufen kann. Die Jungs sind zum Teil selbst daran schuld, denn zum ersten Mal in der großen weiten Welt außerhalb von The Boxes, gibt es eine Menge zu sehen und zu entdecken. Die bunten Lichter Las Vegas, die Kälte des Hinterlandes, ein Telefonhäuschen, …
Was wie ein Roadtrip beginnt, entpuppt sich dann doch als Coming-Of-Age-Story, denn besonders East lernt viel während der Fahrt und man spürt beim Lesen diese innere Hin- und Hergerissenheit, eines Jungen, der nach seinem Weg, seinen Platz im Leben, nach richtig und falsch sucht.
Obwohl East ein Gangmitglied ist, der kein Problem damit hat, seine Waffe auch zu nutzen, spürt man den kleinen unschuldigen Jungen in ihn, der die Welt nur aus der Gangsterperspektive sieht und sich doch nach einem ganz normalen Leben sehnt.
Das macht das Buch dann doch emotional zu lesen, denn als Leser wünscht man East einen Ausweg. Doch Bill Beverly schreibt im Noir-Stil und Noir heißt auch, dass Happyends unerreichbar sind, denn das Leben spielt üble Spiele.
Ein sehr gelungener Coming-of-Age-Roman im Noir-Stil, der Young-Gangsters on Tour schickt und den Leser an der Seite von East im Lebenssumpf versinken lässt. Lesetipp für Noir-Fans und Coming-of-Age-Leser!
Rezensionen von kkarin:
Für Jung und Alt: Kids erkunden den Vatikan und treffen den Papst
Geheimstadt Vatikan von Katharina Kunter
4 Daumen hoch (eines 8jährigen & seiner Mama) für diese spannende Entdeckungsreise durch den Vatikan samt wunderschöner Illustrationen
Zum Inhalt:
Die Geschwister Jan und Mila sind in den Osterferien mit ihren Eltern auf Rom-Urlaub. Am dritten Tag geht es in den Vatikan, wo sie elendslange vor dem Petersdom Schlange stehen müssen.
Plötzlich verschwindet Mila, Jan sucht sie und stößt auf den Buben Markus, der ihn (und später auch Mila) einlädt, mit ihm ein Rätsel zu lösen.
Und so machen sich die drei auf: von der unterirdischen Totenstadt, vorbei an den Wächtern (Markus Vater arbeitet bei der Schweizer Garde), besuchen unter anderem das Hotel Santa Marta, laufen die Wendeltreppe rauf in den Dom und wieder runter in die Museen ...
Parallel zu ihrer Suche erfährt der Leser viel Wissenswertes über die Geschichte des Vatikans, die Ursprünge der katholischen Kirche in Rom, die Schweizer Garde, Einiges zur Kunstgeschichte (zB Michelangelo), wie ein Papst gewählt wird, eine Kurz-Biographie zum aktuellen Papst, weshalb er sich Franziskus nennt und wann/wo in jeder treffen kann.
Unsere Meinung:
Äußerst informative und unterhaltsame Detektiv-Geschichte dreier Kinder, die bei der Erforschung des Vatikans nicht nur Freunde werden, sondern auch viel Wissenswertes aufschnappen.
Geschickt verbindet die Autorin Katharina Kunter dabei die Bedürfnisse der Kinder (zB Durst) mit Fakten über den Vatikan (zB dass es ein Hotel Santa Marta gibt, wo sie mit einer interessanten Person am Tisch sitzen).
Wunderbar ergänzt werden die spannenden Ausführungen durch die farbenfrohen und detailreichen Illustrationen von Evi Gasser – entweder direkt zum Text passend im Kapitel platziert oder jeweils am Kapitelende als Doppelseite/bildliche Zusammenfassung, wobei sich witzige Details darin verstecken, die im Text noch nicht erwähnt wurden (zB die Fußballschuhe des Papstes).
Mein 8jähriger Sohn ist begeistert: von der Rätsel Rallye der Kids, den vielen Side-Stories und den witzigen Illustrationen. Verstört haben ihn bloß die Ausführungen über die Christenverfolgung und dass der Papst Leibwächter benötigt.
Ich finde das Buch überaus gelungen und informativ – auch für Erwachsene!!!
Fazit:
Ein tolles Buch, das sowohl textlich als auch bildlich überzeugt und definitiv nicht nur für den Religionsunterricht oder für römisch-katholische Kinder geeignet ist.
Zudem werden auch vorlesende Erwachsene bestens unterhalten bzw. gibt es - altersabhängigen - Besprechungsbedarf der Kinder (zB Christenverfolgung).
Geheimstadt Vatikan bietet einen (kunst-)geschichtlichen Überblick über die Entstehung des Staates, seine Bedeutung und Rolle in der Vergangenheit, setzt sich auch kritisch mit einigen zu beanstandenden Themen auseinander (zB Vertrag mit Mussolini, Vatikanbank) und liefert spannende Infos über eine bedeutende Persönlichkeit der Gegenwart – dem Papst, dem religiösen Oberhaupt für
ca. 1 Milliarde Menschen.
Rezensionen von dorli:
Der Tod bohrt nach
Der Tod bohrt nach von Archan Isabella
Dr. Leocardia Kardiff wird wieder einmal von ihrer grenzenlosen Neugierde gepackt. Dass Notfallpatient Dietrich Möwe etwas von „um Leben und Tod“, „Gift“ und „seine liebste Annika erretten“ murmelt und ihre Praxis ohne Behandlung mit dem Versprechen, zur nächsten regulären Sprechstunde wiederzukommen, fluchtartig verlässt, macht Leo zunächst nur stutzig.
Als Möwe jedoch nicht wie versprochen erscheint und sie zudem erfährt, dass eine Studentin namens Annika mit gleicher Wohnanschrift wie Möwe vermisst wird, erwacht der Spürsinn der Hobbydetektivin…
„Der Tod bohrt nach“ ist bereits der dritte Fall für die 45-jährige Zahnärztin aus Köln, der Krimi ist aber auch ohne Kenntnis der vorherigen Bände bestens verständlich.
Isabella Archan hat einen sehr unterhaltsamen Schreibstil, der den Leser schnell in das Geschehen hineinzieht. Die Autorin erzählt den Krimi nicht nur aus Sicht von Hobbydetektivin Leo, sondern präsentiert das Geschehen aus unterschiedlichen Perspektiven, so dass man auch einen guten Einblick in die Ansichten und Beweggründe der weiteren Akteure erhält. Dazu gehört neben dem offiziellen Ermittler – Hauptkommissar Jakob Zimmer, Leos Liebster und natürlich ganz und gar nicht begeistert von ihrer Schnüffelei und ihren spontanen Alleingängen – zum Beispiel auch der Mörder.
Besonders gut gefallen hat mir, dass die Autorin für Leos Part die Ich-Perspektive gewählt hat und Leo selbst von ihren Erlebnissen erzählen lässt, da man so alles, was die Zahnärztin beschäftigt und was ihr während ihrer Ermittlungen widerfährt, sehr intensiv miterlebt.
Nicht nur die Ermittlungen wirbeln Leos Alltag durcheinander, auch ihr Familienleben ist überaus turbulent – dafür sorgt neben ihren pubertierenden Zwillingstöchtern ganz besonders Leos Vater, der völlig überraschend bei ihr einzieht und sich zudem berufen fühlt, sich als ehemaliger Inhaber der Praxis in Leos Behandlungsmethoden einzumischen.
Amüsiert habe ich mich auch über Britti Poster, geschwätzige Zahnarzthelferin und äußerst unterhaltsame Nebendarstellerin. Britti hat einen vermeintlichen Bösewicht im Visier und macht sich gemeinsam mit Leos Vater daran, ihren eigenen Fall zu lösen.
Das Lesen und Mitermitteln hat großen Spaß gemacht - „Der Tod bohrt nach“ ist ein humorvoller Krimi, der von der ersten bis zur letzten Seite kurzweilige, spannende Unterhaltung bietet.
Rezensionen von Gaby 2707:
Was am Totenmaar geschah
Der Tod bohrt nach von Archan Isabella
Sie hatte sich so darauf gefreut: Endlich hatte sie Anschluss gefunden. Anette und Britta, die beiden Klassenlieblinge, wollen sie mitnehmen zum Zelten am Totenmaar in der Eifel. Aber dann verläuft der Karfreitag so ganz anders als Katharina, die moppelige Pfarrerstochter, ihn sich vorgestellt hat. Plötzlich sind 3 junge Menschen tot und zwei schwer verletzt.
Wie kam es dazu? Was ist in dieser Nacht passiert? Diese Frage stellen sich Kriminalhauptkommissar Helmuth Berg und seine Kollegin Janna Habena von der Mordkommission Eifelmaar. Werden sie den oder die Täter ausfindig machen?
Eva-Maria Silber orientiert sich bei diesem Kriminalfall an einen wahren Fall aus Finnland, der bis heute nicht geklärt werden konnte und setzt ihn kurzerhand in die Eifel um.
Der erste Teil der Geschichte um Anette, Britta, Katharina, Marc und Sebastian beginnt 1984 und endet am Karfreitag Abend für Drei von ihnen tödlich. Was geschah damals? Katharina, schwer traumatisiert, und Sebastian scheinen sich an nichts erinnern zu können.
Erzählt wird die Geschichte zum einen von einem „aussenstehenden“ Erzähler. Katharina erzählt ihre Geschichte aus ihrer Sicht in der Ich-Form. Sowohl zu ihr, als auch zu den weiteren Protagonisten bekomme ich keinen richtigen Draht. Keine der Personen ist mir sympathisch, eher ist das Gegenteil der Fall. Sogar mit Katharina, die an ihrer Amnesie leidet und nicht weiß, was ist real, was gaukelt ihr ihr Gehirn nur vor, kann ich kein Mitleid empfinden.
Etwas zu viel waren mir auch die Fachgespräche mit ihrem Psychologen. Hier musste ich immer wieder nachlesen, weil ich verschiedene Begriffe nicht kannte und nicht verstand. Das macht auch für mich die Spannung immer wieder zunichte.
30 Jahre später. KHK Berg ist lange im Ruhestand. Janna Habena lässt der Fall von damals nicht los. Sie will diesen Cold Case lösen. Sie ist mir zu schnell mit ihren Verdächtigungen, geht zu forsch an alles heran, was dann wieder unglaubwürdig wirkt.
Zum Schluss löst sich der Fall einigermaßen schlüssig auf. Ich als Leserin weiß Bescheid, die Polizei wird den Fall wohl nie lösen.
3,5 von 5 Sternen für einen spannenden Kriminalfall, der mich überzeugt und mitgenommen hat. Protagonisten, die mir zu matt sind und die mich nicht für sich einnehmen konnten. Teilweise stark überzogenen Klischees, die ich so gar nicht mag.
Diesmal wurden meine Erwartungen leider nicht erfüllt.
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Johanna, 15 Jahre aus Breitenbach,
Ein Augenblick für immer. Das erste Buch der Lügenwahrheit, Band 1 von Snow Rose
Schon der Titel „Ein Augenblick für immer – Das erste Buch der Lügenwahrheit“ von Rose Snow klingt geheimnisvoll und lässt einen gespannt die erste Seite aufschlagen. In diesem Buch geht es um die Protagonistin June, die ein Austauschjahr bei ihrem Onkel in Cornwall verbringen soll. Schon vorab erfährt man, dass das Anwesen ihres Onkels – Green Manor – immer wieder von einer Geisterfrau heimgesucht wird, die dort ihr Unwesen treibt.
Nur gut, dass June so gar nicht an die ganzen Mythen und Erzählungen über Cornwall glaubt oder es zumindest hartnäckig versucht, all die unlogischen Dinge die passieren, mit wissenschaftlichen Fakten zu erklären.
Schon Junes Ankunft in Cornwall ist dramatisch geschildert, das Taxi hat eine Panne, ein Sturm bricht los, ihr Handy hat keinen Empfang und dann wird sie auch noch von dem geheimnisvollen Blake gerettet, der sich schließlich als ihr Cousin herausstellt.
Gemeinsam mit seinem Bruder Preston versuchen die beiden verbittert, June für sich zu gewinnen, was mit irgendeiner Geschichte aus der Vergangenheit zusammen hängt. Hier muss ich kritisieren, dass es nie so rüberkam, als wären die drei verwandt, und als dann schließlich aufgedeckt wurde, dass Blake und Preston adoptiert wurden, wunderte mich das kein bisschen. Meiner Meinung nach hätte man diesen Erzählstrang entweder besser formulieren oder komplett weglassen sollen.
June fühlt sich zu Blake und Preston hingezogen, weiß aber nicht genau, für wen sie sich entscheiden soll. Schade fand ich, dass an Blake und Preston (mal abgesehen von ihrer Gabe, aber davon später mehr) nichts besonders ist. Sie sehen beide himmelschreiend gut aus, flirten mit June, was das Zeug hält und haben eine Menge Geheimnisse. Viel mehr als das wird im Buch nicht verraten, was sie für mich eher zu 2-dimensionalen Charakteren gemacht hat. Ich denke, dass man die beiden noch viel facettenreicher und besser gestalten hätte können.
Blake ist nach wie vor sehr verschlossen gegenüber June, die immer wieder versucht, ihn aus der Reserve zu locken. Doch trotz der Tatsache, dass Blake oft sehr ruppig und unfreundlich mit ihr umgeht, fühlt sie sich zu ihm mehr hingezogen als zu Preston, der zumeist sehr aalglatt und als ziemlicher Aufreißer rüberkommt.
Im Laufe des Buches erfährt June immer mehr Seltsames über die beiden und entdeckt, dass auch sie wie Preston und Blake eine Gabe besitzt, die irgendetwas mit Wahrheit oder Lüge zu tun hat. (Mehr möchte ich hier wirklich nicht verraten, sonst wird das Buch langweilig.) Während June immer mehr über ihre und die Gaben der beiden Brüder herausfindet, sind diese auf erbitterter Suche nach ihrem wirklichen Vater, der ihnen, nach dem sie ihn gefunden haben, eine grausame Wahrheit offenbart, die Blakes und Junes Zukunft miteinander für immer vernichten könnte…
Insgesamt war das Buch sehr flüssig geschrieben, auch wenn die Hauptgeschichte (die Gaben) nicht immer klar hervor gekommen ist. Ich persönlich hätte mir auch mehr Fakten und Details zu Cornwall gewünscht, da nur am Anfang des Buches etwas mehr über diese mystische Grafschaft geschildert wird. June als Charakter fand ich etwas einfältig und einseitig geschildert, sie wirkte ziemlich naiv und oberflächlich, was Blake und Preston auch nicht besser machten.
Pluspunkte gibt es aber auf jeden Fall dafür, dass die Story bis zum Ende verworren und spannend blieb und immer wieder neue und mysteriöse Dinge offenbart wurden.









