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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von niknak:

Neuanfang in Hopewell

Weihnachtszauber in Hopewell von Nancy Naigle

Inhalt:
(Klappentext)
Zusammen mit ihrer kleinen Tochter RayAnne kehrt Sydney während der Weihnachtszeit in ihre beschauliche Heimatstadt Hopewell zurück, um dort neu anzufangen. Sie ziehen in das alte Farmhaus, das einst Sydneys Großeltern gehörte, und die junge Mutter findet bald darauf einen Job in ihrem ehemaligen Lieblingsbuchladen.

Mac, Geschichtslehrer und Baseball Coach an der örtlichen Highschool, liebt den Weihnachtszauber und wünscht, sein Sohn täte dies auch. Als er Sydney kennenlernt, entwickelt sich langsam eine Freundschaft zwischen ihnen, und er will alles dafür tun, dass sie und RayAnne ein wunderbares Weihnachtsfest haben. Doch ausgerechnet dann sorgt Sydneys Exmann für Chaos. RayAnne läuft daraufhin weg - und gefährdet so die zarten Bande, die sich zwischen Sydney und Mac entwickelt haben.

Mein Kommentar:
Dies ist ein Roman der Autorin Nancy Naigle und wird abwechselnd aus der Perspektive von Sydney und Mac erzählt. So lernt man beide Protagonisten sehr gut kennen und kann sich gut in beide hineinversetzen.

Die Autorin hat einen sehr gefühlvollen und lebendigen Schreibstil und so ist das Buch sehr schnell gelesen. Die Seiten fliegen einfach nur so dahin. Man ist sofort mitten in der Geschichte drinnen und durch Überraschungen und das Hoffen auf ein Weihnachtswunder will man das Buch gar nicht mehr zu Seite legen.

Sydney ist gerade erst nach Hopewell gezogen, nachdem sie sich von ihrem Mann getrennt hat und nun frisch geschieden ist. Daher will sie jetzt einen Neuanfang wagen. Als alleinerziehende Mutter ist dies nicht so einfach. Doch in Hopewell hilft man sich gegenseitig und Freundschaft und Hilfe stehen bei allen Einwohnern ganz oben auf ihrer Liste. So ist es für sie auch nicht schwer, sich schnell wohlzufühlen und ein neues Leben zu beginnen. Wenn da nicht immer wieder Probleme mit ihrem Ex Mann auftauchen würden. Doch auch da wissen die Einwohner und Nachbarn zum Teil Rat.

Vor allem Bea eine Buchladeninhaberin ist Sydney eine wichtige Freundin geworden und hat ihr Herz am rechten Fleck. So jemanden wie Bea wünscht sich jeder im Leben. Man kann mit ihr über alles reden und sie weiß immer Rat. Man hat teilweise sogar das Gefühl, dass sie fast Gedanken lesen kann. Sie war mir sofort sympathisch, wie auch die anderen Einwohner von Hopewell. Man merkt, dass dies noch ein ganz besonderer Ort ist, an dem sich jeder wohlfühlt und man auf einander Acht gibt. So etwas findet man heute selten und es ist etwas ganz besonderes.

Mac ist auch etwas Besonderes. Er ist alleinerziehender Vater und er liebt Weihnachten. Das merkt man als Leser auch sofort und fiebert mit ihm gemeinsam mit auf Weihnachten. Es ist schön, dass man so den Zauber von Weihnachten wieder miterleben kann und sich daran erfreuen kann.

Die Liebesgeschichte zwischen den beiden entwickelt sich ganz langsam, was aber zum Inhalt der Geschichte und auch zu den Vergangenheiten der beiden passt. Es war schön mitzuerleben, wie sie sich langsam entwickelt und aufbaut. Auch die Gefühle und Emotionen kamen bei mir als Leser sehr gut an und ich konnte richtig gut mit den beiden mitfühlen. Es gab immer wieder ein auf und ab der Gefühle, sodass es nie langweilig wurde.

Mein Fazit:
Ein sehr gelungener und gefühlvoller Roman über die Liebe und welche Wunder zur Weihnachtszeit möglich sind. Wer sich also in eine solche Weihnachtswunderwelt entführen lassen will und träumen will, ist hier genau richtig.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von dorli:

Gefährdet

Weihnachtszauber in Hopewell von Nancy Naigle

Hamburg. Die Kinder des Reeders und Lokalpolitikers Justus Stein wurden entführt und müssen bei eisigen Temperaturen in einem Container ausharren. Da eine Lösegeldforderung ausbleibt, wird Nora Klerner, Spezialistin des BKA für Verbrechen gegen Minderjährige, zu dem Fall hinzugezogen. Die Stimmung im Hause Stein überrascht Nora – statt Angst und Besorgnis erwartet die Ermittlerin Argwohn und aggressives Schweigen…

Etwa zur gleichen Zeit wird der russische Ex-Zuhälter Jurij Kondraschin ermordet in seiner Wohnung aufgefunden.

Da Kondraschin auf eine ungewöhnliche Art getötet wurde, wird Johan Helms von der Operativen Fallanalyse angefordert…

„Gefährdet“ ist bereits der zweite Fall für das Ermittlerduo Nora Klerner und Johan Helms – der Krimi ist aber auch ohne Kenntnis des vorhergehenden Bandes bestens verständlich.

Es hat ein paar Seiten gedauert, bis mich das Geschehen in diesem Krimi richtig gepackt hat. Das lag vor allen Dingen an dem Schreibstil von Meike Dannenberg. Die Autorin verwendet in diesem Krimi zunächst kaum Dialoge, was die Handlung weniger lebhaft macht. Einmal an diesen Stil gewöhnt, entwickelt die Geschichte aber schnell einen Sog, dem man sich als Leser nicht entziehen kann.

Mehrere Handlungsstränge, eine Vielzahl an Personen, häufige Perspektivwechsel und unterschiedliche Schauplätze sorgen für ein abwechslungsreiches Geschehen. Der Fall selbst ist knifflig. Immer neue Fakten und Ereignisse rund um die Entführung der Kinder haben mich mit den Ermittlern mitfiebern lassen und mir genauso wie die zahlreichen im Verlauf des Krimis auftauchenden Fragen viel Platz zum Miträtseln über Zusammenhänge und Hintergründe, mögliche Motive und die Identität des Täters gegeben. Neben der intensiven Spurensuche spielen auch die privaten Angelegenheiten der Ermittler eine wichtige Rolle.

Meike Dannenberg überzeugt auch mit einer großen Portion Lokalkolorit. Dank der detailreichen Beschreibungen kann man sich die Schauplätze in und um Hamburg sehr gut vorstellen.

„Gefährdet“ hat mir sehr gut gefallen - ein Krimi, der mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung punkten kann.

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Rezensionen von jiskett:

Schöne, emotionale Liebesgeschichte

Maybe this Love - Und plötzlich ist es für immer von Jennifer Snow

In "Maybe this Love - Und plötzlich ist es für immer" geht es um Ben und Olivia, die sich unter denkbar ungünstigen Bedingungen kennen lernen, da sie in seiner Scheidung die Gegenseite vertritt. Zudem hat sie sich bereits ein eher negatives Bild von ihm gemacht, was auf schlechten Erfahrungen mit anderen Profisportlern basiert, doch im Umgang mit ihm erkennt sie schnell, dass er in vielerlei Hinsicht ganz anders ist, als sie erwartet hatte, wodurch es ihr nicht gerade leichter fällt, ihm fernzubleiben.

Die Autorin hat den Interessenkonflikt, der hier vorherrscht, sehr gut dargestellt. Es ist von Anfang an offensichtlich, dass die beiden sich attraktiv finden, aber auch, dass sie sich nicht zueinander hingezogen fühlen sollten, vor allem, weil sie die Anwältin der Frau ist, die er sehr spontan geheiratet hat und von der er sich nun scheiden lassen möchte. Gerade Olivia will sich deshalb auf keinen Fall auf ihn einlassen und es wurde deutlich, dass ihr Verstand und ihre berufliche Integrität gegen ihre Gefühle angekämpft haben. Dieser innere Zwiespalt dominiert die Geschichte hauptsächlich in der ersten Hälfte und mir hat gefallen, wie die Figuren letztlich damit umgegangen sind, auch, weil mich angenehm überrascht hat, wie dieser Handlungsstrang sich entwickelt hat. Ich fand es allerdings ein wenig schade, dass Bens Ehefrau eine viel kleinere Rolle gespielt hat, als ich erwartet hatte; ich mochte ihre Charakterisierung, doch alles in allem ist sie irgendwie blass geblieben und ich hatte den Eindruck, dass hier Potential nicht ausgeschöpft wurde, insbesondere wenn man bedenkt, wieso die Ehe überhaupt zustande gekommen ist.

Beide Protagonisten haben mit ihren eigenen Problemen zu kämpfen und sie wurden von ihrer Vergangenheit geprägt, weshalb es schön war zu sehen, wie sie nach und nach bereit waren, sich aufeinander einzulassen und zaghaft in die Zukunft zu blicken. Sehr interessant fand ich hier vor allem Olivias Handlungsstrang; sie hat eine wichtige Entscheidung in Bezug auf ihr Leben getroffen und der Leser kann sie dabei durch Höhen und Tiefen begleiten, was zu einigen emotionalen Momenten führt. Allerdings hätte ich mir genau deshalb einen Epilog am Ende der Erzählung gewünscht, um zu sehen, ob die beiden mittlerweile alle ihre Träume erfüllt haben. Das letzte Kapitel war gelungen, doch schon wie in den vorherigen Bänden fand ich das Ende vergleichsweise abrupt, insbesondere, weil der große Konflikt recht schnell abgehandelt wurde. Das war schade und aus diesem Grund habe ich einen halben Stern abgezogen.

Auch in diesem Buch spielt Eishockey eine große Rolle und man hat gesehen, wie viel Druck es sein kann zu wissen, dass man gewinnen muss, was mir gut gefallen hat. In diesem Zusammenhang wurde auch deutlich, wie wichtig das Spiel für Bens komplette Familie ist und es gab ein paar schöne und unterhaltsame Szenen zwischen den Geschwistern, deren Dynamik mir sehr authentisch vorkam. Es war toll, die bereits bekannten Charaktere wiederzusehen.
3,5 Sterne

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Rezensionen von yesterday:

Puh, es ist nur ein Buch - hoffentlich!

Die Spur des Geldes von Beck Peter

Er ist ein vornamenloses Wesen, dieser Winter. Und damit ist natürlich nicht die Jahreszeit gemeint, sondern der Schweizer Tom Winter, der nur ganz selten, wenn es um Offizielles geht, seinen Vornamen angibt und auch durchweg mit Nachnamen angeredet wird, fast wie früher Schüler von ihren Lehrern.

Von einem Schüler ist Winter allerdings weit entfernt. Vielmehr ist er das Gegenteil. In Sachen Nahkampf, Spionage und Geldbetrug macht ihm so schnell niemand was vor. Winter, ehemaliger Einsatzleiter bei der Sondereinheit Enzian, arbeitet als Sicherheitschef bei einer Privatbank mit Sitz in Bern.

Bei Verbrechern macht sich der toughe Held, der in diesem Band einige sehr schwere Stunden hinnehmen muss, durch die Bank unbeliebt, aber glücklicherweise hat er im Unternehmen einige sehr gute Kontakte und Freunde, mit denen er immer in Verbindung steht und die ihm sowohl wichtige Infos beschaffen als ihm auch aus schwierigen Lagen helfen können.

Hinter jedem erfolgreichen Ermittler steht also immer auch ein Team an Verbündeten. Aber worum geht es nun in diesem Thriller? Die Spur des Geldes eines ermordeten Berliners führt zu Winters Bank und ihn dadurch auf eine gefährliche Fährte, die ihn auf der Suche nach einem Berufsverbrecher und mutmaßlichen Terroristen quer durch halb Europa führt.

Winter entdeckt dubiose Firmengeschäfte und alte Leichen werden durch die gemeinsamen Ermittlungen von ihm, seinen Kollegen und dem LKA in Berlin ans Tageslicht gespült. Alle Fäden laufen an einem Punkt zusammen. Zalimkan Magomedow, russischer (nicht ganz so sauberer) Geschäftsmann, führt seinen eigenen Krieg gegen jeden, der seinen Plan gefährdet und gegen die Westliche Welt, die er erschüttern möchte. Winter hegt bald einen grausamen Verdacht...

“Die Spur des Geldes” ist nach “Söldner des Geldes” und “Korrosion” der dritte Fall für Tom Winter.

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Rezensionen von KimVi:

Interessante Familiengeschichte, die zum Nachdenken anregt

Was uns erinnern lässt von Kati Naumann

In ihrer Freizeit sucht Milla mit Begeisterung nach "Lost Places", also verlorenen bzw. vergessenen Orten. Bei einer Wanderung abseits der Wege im Thüringer Wald entdeckt sie einen überwucherten Keller. Sie steigt hinab und fühlt sich sofort in die Vergangenheit versetzt. Denn dort unten ist noch alles so, wie es von den Besitzern verlassen wurde.

Milla wird neugierig und begibt sich auf Spurensuche. Dabei lernt sie die Familie Dressel kennen und erfährt, dass auf dem Keller früher das Hotel Waldeshöh stand, das nach der Teilung Deutschlands im Sperrgebiet lag.....

Die Geschichte wird in zwei wechselnden Handlungssträngen erzählt. In der Gegenwart lernt man Milla kennen, beobachtet wie sie den Keller entdeckt und sich dann auf Spurensuche begibt. Dadurch lernt sie die Familie Dressel kennen und erfährt nach und nach Unglaubliches aus der Familiengeschichte. Der Handlungsstrang der Vergangenheit beginnt 1945 und setzt sich bis ins Jahr 1977 fort. In diesen Rückblenden schildert die Autorin eindrucksvoll das Leben der Familie Dressel, das untrennbar mit dem Hotel Waldeshöh verbunden ist. Da es nach der Teilung im Sperrgebiet liegt, wird das Leben dort immer schwerer, doch die Dressels geben die Hoffnung nicht auf, dass der Tag kommen wird, an dem sie ihr Hotel erneut für Gäste öffnen können.

Beide Handlungsstränge sind durchgehend interessant. Es gelingt der Autorin mühelos, die Szenen so lebendig zu beschreiben, dass man Dressels Forst, das Hotel und alle Familienmitglieder sofort vor Augen hat. Man identifiziert sich mit den Charakteren und mag manchmal kaum glauben, was man liest. Man gerät förmlich in den Sog der Handlung und beobachtet gespannt, wie sich Vergangenheit und Gegenwart nach und nach verknüpfen. Dabei entdeckt Milla noch ein Geheimnis, mit dem wohl niemand gerechnet hat.

Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen. Einmal angefangen, konnte ich mich kaum noch vom Gelesenen lösen. Beide Handlungsstränge haben ihren besonderen Reiz auf mich ausgeübt. Dieses Buch hat mich zum Nachdenken angeregt und wird mir sicher noch lange in Erinnerung bleiben.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Miriam Brandl:

Mörderische 60iger Jahre

Eine Melange für den Schah von Sabina Naber

Eine Melange für den Schah
Sabina Naber

Kommissar Fodor und seine Assistenten werden im Wien des Jahres 1965 mit mehreren Morden an Mitgliedern einer linken Studentengruppe konfrontiert. Ein politisches Motiv? Oder ist der Mörder doch im privaten Umfeld zu suchen? Und welche Rolle spielt der Besuch des Schahs in Österreich?

Es wurde eine sehr spannende und abwechslungsreiche Mörderjagd und ich gebe gerne zu, dass ich bis zum Schluss völlig ahnungslos war, was den Täter angeht.

Die Autorin versteht es, den Leser immer wieder auf falsche Spuren zu führen und zu verwirren. Die Ermittler selber sind keineswegs coole Superhelden, sie haben Ecken und Kanten und an vielen Aussagen merkt man deutlich, dass sie Kinder ihrer Zeit sind.

Der Stil ist sehr angenehm zu lesen. Mit typisch wienerischem Witz und Charme zeichnet Sabina Naber nämlich einüberaus interessantes Bild der 60iger Jahre: bunte Mode und lange Haare waren in Wiens Straßen keineswegs üblich, sondern eher ein Skandal. Geraucht wurde immer und überall, Handys gab es noch keine – beim Telefon musste man sich mit einem Viertelanschluss begnügen, im Radio hörte man Beatles oder Drafi Deutscher und Fernsehprogramm gab es noch lange nicht rund um die Uhr. Nationalistisches Gedankengut war allerdings noch immer weit verbreitet und im Alltag durchaus toleriert, die Gleichberechtigung der Frau noch weit, weit entfernt. Es ist nicht immer ein angenehmes Bild, das die Autorin uns präsentiert – die 60iger Jahre sind in vielen Bereichen ein unbekanntes Jahrzehnt! Also Zeitgeschichte in einen spannenden Krimi verpackt.

Fazit: ein lesenswerter Krimi mit Tiefgang und viel historischen Informationen und ich hoffe, bald wieder von diesem Ermittlerteam zu lesen!

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Rezensionen von liesmal:

Eiskalt und ungeheuerlich

Eisige Tage von Alex Pohl

Erschienen im Penguin Verlag bilden „Eisige Tage“ des Autors Alex Pohl den Auftakt einer Reihe des Ermittlerduos Hanna Seiler und Milo Novic in Leipzig. Ein Anwalt wird brutal ermordet in einem Auto aufgefunden. Bald stellt sich heraus, dass der Tod des Anwalts mit seinen abartigen Gelüsten, mit verschwundenen Mädchen und mit zwei jungen russischen Brüdern in Verbindung gebracht wird und zudem in die russische Unterwelt führt.

Hanna und Milo arbeiten nach vollkommen unterschiedlichen Methoden und oft sieht es aus, als mache jeder sein „eigenes Ding“. Doch nach und nach habe ich das Gefühl, dass die beiden sich ganz gut ergänzen. Mir gefällt dieses Zweier-Team immer besser. Auch das Privatleben von Hanna und Milo lernt man im Lauf der Geschichte näher kennen und dadurch sind einige ihrer Handlungs- und Denkweisen gut nachvollziehbar.
Das Buch ist aufgeteilt in sechs Teile, deren Überschriften – ebenso wie die Geschichte – stetig an Kälte und dadurch an Spannung zunehmen. Auch das Cover hat die äußeren Umstände der eisigen Tage sehr gut aufgegriffen.
Der Schreibstil ist leicht verständlich, lässt die Nerven flattern und ständig steigende Spannung erzeugen. Es ist erschreckend, dass Menschen derart manipuliert werden können, dass sie, so wie die jungen Mädchen, völlig verblendet und von einem anderen abhängig gemacht werden, ohne dass sie noch selbst zwischen Gut und Böse unterscheiden können und wollen.
Mir gefallen die kurzen Kapitel mit Szenenwechseln und mit Zeit- und Ortsangaben sehr gut. Auch die Erzählungen über weit zurückliegende Ereignisse, bei denen erst später klar wird, um wen es geht, finde ich sehr gelungen.
Ruckzuck hatte ich das Buch gelesen, weil ich es kaum beiseitelegen mochte. Nun warte ich gespannt auf einen neuen Fall des Ermittler-Duos und kann dieses Buch, das einen ganz eigenen und besonderen Stil hat, gern weiterempfehlen.

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Rezensionen von yellowdog:

Warnsignal gegen das Erstarken der neuen Rechten

Eisige Tage von Alex Pohl

Ich hätte mir einen weniger provokanten Titel für dieses nicht unintelligente Buch gewünscht, doch im heutigen Klima zieht ein politisches Sachbuch mit einem sachlichen Titel vermutlich wirklich nicht mehr.
Nur 126 Seiten hat dieses Buch, aber da steckt einiges drin.

In der Bevölkerung Sachsens ist Vertrauen in die Politik verlorengegangen.

Richter führt teilweise sehr gut aus, wie es dazu kommen konnte. Auch, wie Erbitterung entstand und sich in fatalen, fehlgeleiteten Protest wandelte. Gründe liegen sicher auch in der politischen Bildung, die vernachlässigt wurde gegenüber Ansprüchen PISA etc.

Frank Richter beschreibt präzise und faktenreich die politischen Vorgänge in Sachsen und den Einfluß der neuen Rechten insbesondere im Osten Deutschlands.

Man muss sich überlegen, wie man damit umgeht. Ergebnisse künftiger Wahlen sind zur Zeit schwer einzuschätzen, zu befürchten sind aber hohe Erfolge der AfD. Die Hoffnung, ihre politische Unfähigkeit würde den Erfolg langsam aber sicher eindämmen, schwindet.
Zu hoffen bleibt, dass demokratisch gesinnte Bürger zur Wahl gehen werden.
Vielleicht kann dieses kompakte Buch etwas dahingehend bewirken.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Münchens kriminelle Orte

Mordsmäßig Münchnerisch 2 von Ingrid Werner

Die Herausgeberin Ingrid Werner hat in diesem Buch 20 kriminell gute Kurzgeschichten der verschiedensten Autorinnen und Autoren zusammengetragen. Teils gut nachvollziehbar, teils abgedreht, teils bizarr, teils humorvoll, teils einfach nur gut. An immer neuen, interessanten Orten mit immer neuen Menschen bin ich bei den unterschiedlichsten kriminellen Machenschaften dabei.

Durch die Fotos und Beschreibungen zu jedem Tatort bekommt die Geschichte ein konkretes Gesicht. Und es gibt auch für mich als Münchnerin einige Orte, die ich bisher nicht kenne. Was sich aber im kommenden Frühjahr / Sommer ändern wird.

Zum Schluss bekomme ich auch noch die Biografien der Autorinnen und Autoren, die hier kriminell agieren zum Lesen. Und nicht alle kommen aus der bayerischen Landeshauptstadt.

Ein krimineller Stadtführer der ganz anderen Art. Auch wenn mich nicht alle Kurzgeschichten überzeugt haben, hat er mich ingesamt doch begeistert.
4,5 von 5 Sternen

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Rezensionen von Streiflicht:

Interessantes Debüt

Doggerland. Fehltritt von Adolfsson Maria

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich nordische Krimis und Thriller sehr mag und auch die Leseprobe interessant fand. Und auch das Buch hat mir dann gut gefallen. Es hat ein paar Längen, aber insgesamt ist es unterhaltsam und interessant, wenn man sich auf die Geschichte und die Figuren einlässt.

Auch die Szenerie, die fiktive Inselgruppe Doggerland fand ich spannend. Maria Adolfsson hat mit „Doggerland“ einen tollen Debütroman hingelegt, sodass man sich auf die Teile zwei und drei dieser Trilogie freuen kann.
Ihre Sprache ist klar und deutlich, sie schreibt dynamisch und temporeich. Gut gefallen haben mir die kurzen Kapitel, die das Geschehen übersichtlich halten, auch wenn die Perspektiven wechseln. Natürlich lockt sie die Leser auch auf die falsche Spur und sorgt für überraschenden Wendungen, sodass das Buch bis zum Ende spannend bleibt.
Die Figuren fand ich realistisch und lebensnah gezeichnet, die Hauptfigur Karen mochte ich sehr schnell. Aber auch die anderen Protagonisten begeistern, nerven oder lassen einen mitfühlen und miterleben.
Etwas gestört haben mich die viele Beschreibungen, die manchmal das Geschehen etwas zäh machen. Aber nie so, dass ich nicht hätte weiterlesen mögen oder dass ich ernsthaft gestört wur-de. Ich mag es ja, wenn das Flair der jeweiligen Örtlichkeit eine Rolle spielt, aber ein bisschen weniger wäre vielleicht gut.
Insgesamt ein spannendes und unterhaltsames Buch, auf dessen Fortsetzung ich mich schon freue.

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