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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LEXI:

Ein übler Ort zum Sterben

Running Girl von Simon Mason

„Das Leben geht weiter, für einige jedenfalls. Nicht für Chloe. Manche Dinge können nicht repariert werden.“ (Garvie Smith)

Chloe Dow ist eine talentierte Sportlerin und die attraktivste Schülerin an der Marsh Academy. Das bildschöne fünfzehnjährige Mädchen mit dem langen blonden Haar, den blauen Augen und den Modelmaßen ist ein echtes Glamourgirl, eine Draufgängerin, die stets aufs Ganze ging.

Doch ihre hochtrabenden Zukunftspläne werden sich niemals verwirklichen, denn Chloe wird in einem kleinen Tümpel im Pike Pond in der Nähe von Froggett Woods tot aufgefunden. Chloes Eltern, die Schulbehörden und ihre Mitschüler sind entsetzt, die Polizei steht vor einem Rätsel. Inspektor Raminder Singh wird zum Leiter der Ermittlungen ernannt, er steht unter großem Druck. Sowohl der Polizeichef, als auch die Öffentlichkeit, möchten schnelle Ergebnisse sehen. Die fieberhafte Suche nach dem Mörder bringt den ehrgeizigen und disziplinierten Singh bis an die Grenze seiner Belastbarkeit, seine Karriere steht durch seine augenscheinliche Inkompetenz bereits kurz vor dem Ende. Doch die unerwünschten Einmischungen von Garvie Smith, einem Mitschüler und ehemaligen Freund des Mordopfers, lassen auch den verkrampften und stoischen Ermittler Singh zu Höchstleistungen auflaufen. Im Endeffekt ist es der legendäre Nichtstuer mit dem Intelligenzquotienten eines Genies namens Garvie, der die entscheidenden Ansatzpunkte findet und Singh jedes Mal in die richtige Richtung lenkt.

Simon Masons Kriminalroman „Running Girl“ wartet mit zwei markanten Protagonisten auf, die ebenso wie auch die anderen handelnden Figuren dieses Buches hervorragend ausgearbeitet wurden. Der hoch intelligente, aber unglaublich faule und vom Leben gelangweilte Sechzehnjährige ist sich seiner intellektuellen Überlegenheit bewusst, seine Faulheit und seine permanente Abwesenheit vom Unterricht schlagen sich jedoch in seinen Noten nieder. Als chaotischer, mit photographischem Gedächtnis ausgestatteter, und durchaus auch schalkhafter Charakter legt Garvie eine entspannte Beharrlichkeit an den Tag, mit der es ihm dank seiner akribischen Beobachtungsgabe, infolge mathematischer Berechnungen und durch exzellente Schlussfolgerungen immer wieder gelingt, die Aufmerksamkeit der Polizei auf die richtigen Fährten zu lenken. Inspektor Raminder Singh hingegen wird als verkrampfter, zurückhaltend auftretender und bei seinen Kollegen zwar respektierter, aber unbeliebter Polizist dargestellt. Doch im Verlauf der Handlung muss Singh unumwunden Garvies Talent bewundern, den Dingen auf den Grund zu gehen.

Simon Mason lässt in diesem Krimi zahlreiche Nebenfiguren agieren, die einerseits das Umfeld von Garvie Smith und Chloe Dow darstellen, andererseits in diesen Fall involviert scheinen und als potenzielle Täter in Frage kommen. Der Autor versteht es, die Spuren abwechselnd auf verschiedene Personen zu lenken und den Leser bei der Stange zu halten. Der Spannungsbogen ist sehr gut ausgearbeitet, sorgfältig recherchierte Untersuchungsergebnisse und Indizien, die zum Täter führen, werden durch neue Erkenntnisse immer wieder verworfen. Doch auch der herrlich-trockene Humor des gelangweilten und über den Dingen stehenden Garvie, der Inspektor Singh mit seinen Aussagen schier in den Wahnsinn treibt, hat mir großes Lesevergnügen bereitet: „Singh hier. Ich weiß, es ist spät. Kannst du reden?“ – „Ja, ich kann reden. Ich öffne meinen Mund, und dann kommen Wörter heraus. Das mache ich schon, seit ich ganz klein bin.“

„Running Girl“ war eine Lektüre, die meinem Lesegeschmack exakt entsprochen und mir ausgezeichnet gefallen hat. Ich verfolgte gespannt die ungewöhnlichen, aber höchst effizienten Ermittlungsansätze des Garvie Smith und konnte das Buch kaum aus der Hand legen. Einziger Kritikpunkt meinerseits war der Einsatz der Gossensprache, den ich als unnötig empfand und der mein Lesevergnügen ein klein wenig trübte. Schade.

Abgesehen davon kann ich für dieses grandiose Buch eine uneingeschränkte Leseempfehlung vergeben und werde mir auf jeden Fall auch den Nachfolgeband zu Gemüte führen.

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Rezensionen von KimVi:

Berührt und regt zum Nachdenken an

Kurt von Kuttner Sarah

Lena hat mit ihrem Freund Kurt ein Haus in Brandenburg gekauft. Kurt teilt sich das Sorgerecht für seinen kleinen Sohn, der ebenfalls Kurt heißt, mit Jana. Damit der kleine Kurt ein richtiges Zuhause hat, wenn er Zeit bei Lena und Kurt verbringt, renovieren die beiden das Haus, beginnen einen Garten anzulegen und beziehen den kleinen Kurt mit ein.

Als der kleine Kurt vollkommen unverhofft stirbt, ist für Lena, Kurt und Jana nichts mehr so, wie es vorher war. Die Trauer schlägt mit aller Macht zu und lähmt die Zurückgebliebenen. Wie soll Lena mit diesem Schicksalsschlag umgehen? Wie viel Trauer ist für sie erlaubt? Haben die echten Eltern nicht viel mehr Anspruch darauf? Und wie soll sie für den großen Kurt da sein, wenn er sich vollkommen in seiner Trauer vergräbt? Kann ihre Beziehung das aushalten?

Sarah Kuttner erzählt diese emotionale Geschichte aus der Sicht von Lena. Sie ist die Lebensgefährtin des großen Kurts und kennt auch den kleinen Kurt schon längere Zeit. Da sie nicht die richtige Mutter ist, denkt sie häufig darüber nach, welchen Platz sie in dieser Patchworkfamilie für den kleinen Kurt eigentlich einnimmt. Was ist für sie erlaubt, was wird erwartet und was könnte als anmaßende Einmischung angesehen werden?

Der Einstieg in die Handlung gelingt mühelos, denn Sarah Kuttners Schreibstil wirkt so lebendig, dass man sofort mitten im Geschehen ist. Man kann sich das gerade gekaufte Haus in Brandenburg vorstellen, beobachtet die Renovierungsarbeiten, die beginnende Gestaltung des Gartens und den Umgang zwischen Lena, dem großen und dem kleinen Kurt. Die drei scheinen ein hervorragendes Team zu sein, man kann die Liebe regelrecht spüren. Doch manchmal scheint Lena zu zweifeln, was für sie im Umgang mit dem kleinen Kurt angemessen ist und ist deshalb auch Jana gegenüber etwas unsicher. Gerade diese Zweifel lassen Lena so authentisch wirken. Man kann sich mit ihr identifizieren und folgt deshalb gerne der Erzählung. Doch von einem Moment auf den anderen ändert sich die Grundstimmung. Denn plötzlich ist nichts mehr so, wie es vorher war.

Sarah Kuttner gelingt es auf sehr emotionale Art und Weise, Lenas Gefühle zu beschreiben. Man beobachtet, wie sie versucht, ihre Trauer zu bewältigen. Doch wie soll ihr das gelingen, wo sie doch gar nicht die richtige Mutter ist? Hat Lena überhaupt ein Anrecht auf große Gefühle? Oder soll sie sich darauf beschränken, den großen Kurt aufzufangen? Doch will er das eigentlich? Wie soll sie zu ihm durchdringen? Was ist angemessen und was wird erwartet? Und wer ist eigentlich für Lena da?

Dieser Roman hat mich sehr berührt. Denn Sarah Kuttner ist es gelungen, mit ganz in den Bann der Ereignisse zu ziehen. Durch ihren unverblümten Schreibstil war ich sofort mitten im Geschehen. Dabei wirkte alles so echt auf mich, dass ich mich sofort mit Lena identifizieren konnte. Ich habe mit ihr gehofft, gezweifelt, geweint und getrauert. Doch zwischendurch gab es auch immer wieder Lichtblicke, die mich zum Schmunzeln bringen konnten. Diese Erzählung hat mich tief berührt und zum Nachdenken angeregt!

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein gelungenes Debüt

Die Klosterbraut von Schörghofer Manuela

Franka soll nach dem Willen ihrer Eltern in ein Kloster eintreten, um ein Gelübde der Familie zu erfüllen. Kurz vor der Hochzeit ihrer bildschönen Schwester mit Wulf von Röllberg, trifft sie diesen während eines (verbotenen) Ausflugs im Wald. Beide trifft der Blitz der Liebe, doch die bereits gefällten Entscheidungen hier Hochzeit, da Kloster sind unumstößlich.

So nimmt die Geschichte ihren Lauf ...

Meine Meinung:

Ich habe schon länger keinen historischen Roman mehr gelesen, der im Mittelalter spielt, da sich die Bücher doch recht ähneln. Dieses hier ist erfrischend anders. Es zeigt u. a. wohin übertriebene Gottesfurcht bzw. Ehrgeiz führen kann. Die Mutter der beiden Mädchen ist hochgradig unsympathisch, von Geltungssucht zerfressen und rücksichtslos. Dass Ehen damals wie ein Geschäft gesehen wurden und auf Gefühle keine Rücksicht genommen wurde, ist ja bekannt.

Auch der angeblich so beschauliche Klosteralltag birgt eine Intrige nach der anderen. Die Spannung ist bis zuletzt sehr hoch, denn ob sich Franka und Wulf bekommen, kann nur gewünscht bzw. gehofft werden.

Dieser historische Roman ist das Debüt von Manuela Schörghofer und recht gut gelungen. Das Leben auf der Burg und im Kloster klingen für mich authentisch. Die Charaktere sind gut herausgearbeitet. Besonders die Hauptfiguren haben gute und weniger gute Seiten. Auch Franke ist nicht über jeden Zweifel erhaben. Im Kloster liegen dann gut und böse nahe beieinander. Dass nicht immer alles so ist, wie es scheint - diese Erfahrung muss Franka hier lernen.

Ein bisschen ungewöhnlich erscheint der Unterricht im Schwertkampf. Dass sich Franka als eine so gelehrige Schülerin entpuppt, ist klar und wichtig für die Dramaturgie. Doch wenn ich daran denke, wie schwer selbst ein kleines Schwert ist und wie lange Knappen mit Holzschwertern trainieren müssen, bevor sie ein echtes in die Hand bekommen, habe ich einige Zweifel. Nun gut, wir bewegen uns in einem Roman. Da darf die Fantasie der Autorin die Gegebenheiten schon ein wenig zurechtbiegen.

Der Schreibstil ist flott und flüssig. Niemals ist beim Lesen Langeweile aufgekommen. Schön sind die Lebensumstände dieser Zeit in die Handlung eingeflochten, sei es im Kloster oder auf der Burg, auf den Kreuzzügen oder jene der Unfreien.
Gut gefällt mir die Beschreibung der Kreuzzüge und die Zweifel, die Wulf an der Richtigkeit dieser Aktion bekommt.

Für Leser, denen die Anzahl der Personen zu üppig erscheint, gibt es zu Beginn ein Personenregister, anhand dessen man sich gut orientieren kann. Ebenso vervollständigt ein ausführliches Glossar dieses Buch. Alles in allem ein durchaus gelungenes Debüt!

Fazit:

Ein gelungenes Debüt. Gerne gebe ich diesem historischen Roman 5 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

alte textile Handwerkskunst aus Persien

Die Klosterbraut von Schörghofer Manuela

In diesem wunderschön gestalteten Buch bringt uns die Autorin Marie-Louise Nabholz-Kartaschoff an Hand der Sammlung Ramezani die lange Tradition der persischen Textilkunde näher.

Die Stationen sind:

Zar-baft – Golden glänzende Seidenstoffe
Termeh – Fein gemusterte Gewebe aus Wolle
Pateh-duzi – Stickereien aus Kermen
Rasht-duzi – Patchworkstickereien aus Rasht
Dara’i – Seidenen Kettikat-Stoffe
Qalamkar – Gedruckte Ornamente und gemalte Geschichten
Stammestextilien aus Persien und Zentralasien

Jedes Kapitel beschäftigt sich eingehend mit dem Material aus dem die Stoffe gewebt und den Menschen, die daran beteiligt sind, sowie den Orten der Herstellung und dem Verwendungszweck der Textilien.

Viele Abbildungen der kostbaren Stoffe bzw. Kleidungstücke ergänzen den zweisprachigen Text (deutsch/englisch) ebenso wie Fotos von Webstühlen und Personen, die diese bedienen.

Meine Meinung:

Ein tolles Buch mit informativen Texten, die in einer angenehm lesbaren Sprache abgefasst sind. Die detailreichen Abbildungen lassen mich bedauern, diese faszinierenden Gewebe nicht angreifen zu können. Das haptische Erlebnis muss ein besonderes sein.
Um sich über die Orte der persischen Textilkunst ein Bild machen zu können, ist sowohl an der vorderen als auch hinteren Buchinnenseite jeweils eine Landkarte abgebildet, sodass man einen geografischen Bezug zum Text bzw. Herstellungsort herstellen kann.

Das Buch selbst ist in einer hochwertigen (zum Thema passenden) Aufmachung im Anton Pustet Verlag erschienen. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Lesegenuss pur!

Das Haus hinter den Magnolienblüten von Pam Hillman

Dieser wundervolle Roman der amerikanischen Bestsellerautorin Pam Hillman nimmt uns mit auf eine Reise in die amerikanischen Südstaaten des 18. Jahrhunderts. Zwar wird das Werk, das im Brunnen Verlag erschienen ist, als christlicher Roman eingestuft, doch die Referenzen nehmen nicht Überhand - keine seitenlangen Bibeltexte, sondern vielmehr kleine Details oder persönliche Gedanken und Wünsche, die die Figuren an Gott richten.

Die Autorin, einst selbst im ländlichen Mississippi aufgewachsen, versteht es nicht nur gekonnt, den auf der Breeze Hill-Plantage vorherrschenden Südstaatenflair einzufangen, sondern zeigt auch die Schattenseiten der Metropole Natchez auf: das sogenannte 'Juwel Mississippi’s' bietet zwar allerlei geschäftliche Möglichkeiten als Handelsmekka, doch auch hier machen Armut, Sklavenhandel und Sittenverfall nicht Halt. Als die drei irischen Schwestern Kiera, Amelia und Megan nach dem Tod ihrer Eltern in Amerika ankommen, erwartet sie ein böses Erwachen – sie wurden unter falschen Versprechungen dorthin geschickt und sollen nun in einem heruntergekommenen Freudenhaus ihren Dienst ableisten. Einzig dem beherzten Eingreifen einiger anderer Mitreisender (u. A. dem Iren Quinn O’Shea, der ebenfalls mit seinen zwei jüngeren Geschwistern unterwegs ist) können die jungen Damen aus dem Bordell befreit werden – jedoch zu einem hohen Preis. Noch dazu schwört der zwielichtige Kriminelle Pierre Le Bonne, der sich um sein Eigentum betrogen sieht, Rache…und er ist bekannt dafür, dass er über Leichen geht.

Kiera, die älteste der drei Schwestern, war mir von Anfang an sehr sympathisch aufgrund ihrer aufrichtigen, bodenständigen Art. Die Selbstverständlichkeit, mit der sie in jungen Jahren die Mutterrolle für Amelia und Megan übernommen hat, ihre Stärke und vor allem ihr freundliches Wesen haben mich sehr beeindruckt. Egal, was das Leben für Schicksalsschläge bereithält, nie verliert sie die Hoffnung oder ihren Glauben. Auch Quinn O’Shea ist ein ausgesprochen angenehmer Charakter, in den man sich als Leser wunderbar hineinversetzen kann. Beinahe hätten die Nebenfiguren Connor und Isabella Kiera und Quinn den Rang abgelaufen, so tiefgründig und berührend sind auch sie dargestellt – ich war selig, als ich während des Lesens entdeckte, dass es auch zu ihnen einen Roman geben wird!

Der Schreibstil ist fesselnd und besticht mit einer Mischung aus Spannung und humorvollen Elementen, ergreifenden Szenen und bildreichen Beschreibungen der Szenerie. Es fühlt sich an, als würde man einen Film schauen, so gebannt zogen die Worte mich in den Bann! Insbesondere die Dialoge zwischen Kiera und Quinn, ihre zarte Annäherung, aber auch die Gespräche zwischen Connor und seiner Frau sind herrlich glaubwürdig und liebenswert gestaltet worden.

Fazit: Liebe, Spannung, Humor, historische Hintergründe und viele feine Zwischentöne – ein rundum gelungenes Werk!

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Rezensionen von Gluecksklee:

Solide Umsetzung der Vorgeschichte von Stranger Things

Stranger Things: Suspicious Minds - DIE OFFIZIELLE DEUTSCHE AUSGABE - ein NETFLIX-Original von Gwenda Bond

Zum Inhalt

Die Autorin Gwenda Bond nimmt ihre Leser mit in das Jahr 1969, also Jahre, bevor die eigentliche Handlung der Netflix-Serie „Stranger Things“ beginnt. Die Prequel zur Serie befasst sich dabei mit dem bereits in der Serie in Teilen behandelten Leben von Terry Ives, Elfs Mutter, die im Sommer 1969 an einem bedeutsamen Regierungsexperiment teilnimmt.

Erst nachdem Terry schon mittendrin steckt in den Versuchen, die im Hawkins National Laboratory stattfinden, beginnt sie zu ahnen, auf welch gefährliches Spiel sie sich da eingelassen hat.

Meine Meinung

Die Grundzüge der Handlung des ersten Romans aus der Reihe der offiziellen Stranger-Things-Romane, inklusive ihres Ausgangs für Terry, sind denen, die die Serie schon kennen, so wie ich, bereits bekannt. Daher war ich sehr gespannt darauf, ob es der Autorin dennoch gelingen würde, einen Spannungsbogen aufzubauen und neue Informationen zu liefern, die über die Informationen, die man schon aus der Serie kannte, hinausgehen würden.
Ein Spannungsbogen war zwar vorhanden, konnte für meinen Geschmack aber nicht durchgängig aufrechterhalten werden. Dafür wurde man als Leser mit mehr Informationen zu Terry und ihrem Denken und Handeln belohnt, wodurch man ein besseres Verständnis für sie erlangte. Auch Einzelheiten aus der Serie, wie die Einrichtung des Kinderzimmers für Jane, finden sich in Gwenda Bonds Romanumsetzung wieder, sodass man auch einen direkten Bezug zu bekannten Elementen aus der Serie herstellen konnte.

Neben Terry stellt die Autorin auch Alice, Ken und Gloria vor, die in der Serie bisher meines Wissens nach noch nicht erwähnt wurden. Sie durchleiden gemeinsam mit Terry die Experimentiermethoden von Dr. Brenner. Über ihn, den Schurken der Geschichte, hätte ich gerne mehr erfahren. Bis auf die Tatsache, dass er sich sehr unmenschlich verhält und auch vor Experimenten an Kindern nicht zurückschreckt, erfährt man eigentlich nichts neues über ihn, was man nicht schon aus der Serie wüsste. Auch über „008“/Kali hätte ich gerne mehr erfahren.
Ansonsten gelingt es Gwenda Bond ganz wunderbar das Feeling der Serie auch im Roman umzusetzen.

Fazit

Für Fans der Serie, Einsteiger oder Leser, die einfach neugierig auf die Serie sind, ist „Suspicious Minds“ auf jeden Fall eine Bereicherung zur Handlung der Serie, auch wenn der Spannungsbogen an der einen oder anderen Stelle ein wenig flach wirkt. Der Hinweis im Klappentext, dass es sich bei dem Buch um einen Thriller handelt, halte ich allerdings für ein wenig irreführend. Mit einem klassischen Thriller hat der Roman meiner Meinung nach wenig gemeinsam. Es handelt sich nach meiner Einschätzung eher um die spannende Vorgeschichte zu einer Horror- bzw. paranormalen Serie, die von Gwenda Bond gut umgesetzt wurde. Ich freue mich jedenfalls schon auf weitere Romane aus dem Serien-Universum und bin gespannt darauf, mit welchem Abschnitt der Geschichte sich der nächste Roman beschäftigen wird.

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Rezensionen von Streiflicht:

Lecker und einfach nachzumachen

Der Ernährungskompass - Das Kochbuch von Bas Kast

Dieses Buch hat mich schon auf den ersten Blick angesprochen und es hat mich nicht enttäuscht. Es ist rundum gelungen, sowohl inhaltlich als auch optisch und gestalterisch. Besonders die vielen schönen Bilder der Gerichte haben mich sehr angesprochen und mir Lust darauf gemacht, die Re-zepte auszuprobieren.

Ich finde es toll, dass die meisten Rezepte sehr einfach sind und damit auch einfach nachzuma-chen. Man braucht keine Zutaten, die man stundenlang suchen muss, und oft auch nur wenige Zutaten und die Erklärungen sind leicht verständlich. Die Rezepte sind angenehm und übersichtlich aufgeschrieben und daneben lockt schon das Foto vom fertigen Essen. Ich habe auf Anhieb schon beim ersten Durchblättern einige tolle Sachen entdeckt, die ich unbedingt ausprobieren möchte. Gut gefallen hat mir auch die Unterteilung in morgens, mittags und abends.
Das Buch basiert auf dem Ernährungs-Kompass und die wichtigsten Infos und Erkenntnisse dar-aus sind auch vorne im Buch nochmal zusammengefasst. Da ich den Kompass leider (noch) nicht kenne, war das für mich perfekt. Knapp und präzise, aber sehr informativ und interessant.
Ein tolles Buch, das mich sicherlich sehr oft in die Küche und an den Herd begleiten wird. Ich freue mich schon auf das weitere Ausprobieren von Rezepten!

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Rezensionen von Streiflicht:

Katze, Lokalkolorit und Spannung8

Glückskatz von Kaspar Panizza

In diesem Buch habe ich mich auf den ersten Blick verliebt. Die Katze auf dem Cover sieht aus wie einer meiner beiden geliebten Kater und der Klappentext ist einfach nur ansprechend, gerade für mich als Exilbayerin.
Das Buch startet gleich dramatisch und spannend und legt ein recht rasantes Tempo vor.

Das ge-fällt mir gut und so war ich auch gleich drin in der Geschichte. Und das, ohne die beiden Vorgänger zu kennen – sicherlich wäre es noch schöner, wenn man diese kennen würde, aber die Lektüre ist auch so ein Genuss.
Eigentlich mag ich keine sprechenden Tiere, aber hier ist es einfach nur wunderbar und witzig. Und ich kann mir zu gut vorstellen, dass es tatsächlich so ist – ertappe ich mich doch auch immer wie-der dabei, wie ich mit meinen beiden Stubentigern spreche und annehme, sie würden antworten. Auf Außenstehende wirkt das sicherlich genauso skurril, wie hier der Kommissar manchmal wirkt. Ich mag ihn, er ist einfach ein Original. Genauso wie seine Kollegen.
Die Ermittlerkatze, Frau Merkel, ist ebenfalls ein Original und einfach herrlich. Die Beschreibungen konnte ich mir so gut vorstellen und ich musste mehr als einmal nicht nur grinsen, sondern richtig lachen. Katzen können ja unheimlich penetrant sein oder nervig und manchmal auch einfach nur nett oder sie schlafen. Man merkt an den detailreichen, humorvollen Beschreibungen, dass der Autor Katzen ganz genau kennt.
Die Geschichte ist spannend und interessant und gleichzeitig auch unterhaltsam. Durch die wörtli-chen Reden im Dialekt und die Örtlichkeiten bietet der Roman auch viel Lokalkolorit.
Insgesamt ein Lesegenuss! Ich hoffe, dass es bald einen weiteren Roman mit der eigensinnigen Katze Frau Merkel gibt und werde inzwischen die ersten beiden Bände lesen.

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Rezensionen von Streiflicht:

Spannend und lehrreich

Ruf der Wölfe (Band 1) von Robert Habeck; Andrea Paluch

Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, da ich Wölfe selbst gerne mag. Zwar bin ich alterstechnisch nicht mehr ganz in der eigentlichen Zielgruppe, habe das Buch aber dennoch voller Begeiste-rung gelesen. Die Geschichte um die beiden Jugendlichen, die sich zusammenraufen und den Wolf retten wollen, hat mir gut gefallen.

Auch wenn die beiden nicht immer durchweg sympathisch waren – aber Jugendliche sind halt so, daher war das schon recht realistisch. Die Geschichte war rund und gelungen, nur am Schluss ging es mir etwas zu schnell. Da hätte ich gerne noch ein paar Seiten mehr gelesen.
Interessant fand ich auch die Informationen am Ende des Buches, die sicherlich auch für Kinder toll sind. Gerne hätten es auch da noch einige Seiten mehr sein dürfen. So zum Beispiel über die Regelungen über Wildtiere und ob diese geschossen werden dürfen oder nicht und auch über PETA. Aber vielleicht reicht es auch so für Kinder.
Sehr gut gefallen hat mir die Erzähl- und Schreibweise, die ein richtiges Kopfkino bei mir entfacht hat. Ein wahrer Genuss. Dazu passt auch das Cover, das mich sehr anspricht.
Nun werde ich das Buch an einen zehnjährigen Jungen und seine siebeneinhalbjährige Schwester weitergeben und ich bin sehr gespannt, was die beiden dazu sagen.

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Rezensionen von Streiflicht:

Ein schönes Buch

Leonardos Flugmaschinen von Meyer Stephan Martin


Dieses Buch hat mir sehr gut gefallen, auch wenn ich sicherlich nicht mehr in die eigentliche Ziel-gruppe gehöre. Ich bin mir ziemlich sicher, dass Kinder im geeigneten Alter begeistert sind von diesem Buch. Ich wäre es damals auf jeden Fall gewesen und bin es auch heute noch. Von der Art her erinnert mich das Buch an die „Was ist was?“-Reihe.

Es bietet viele Infos, aber nicht trocken oder mit erhobenem Zeigefinder. Es verbindet eine fiktive Geschichte des Jungen Anselmo, der nach dem Pesttod seiner Familie zu seinem Onkel ins Kloster ziehen muss, mit historischen Ge-gebenheiten. So können Kinder zusammen mit Anselmo die Welt bzw. die Werke von Leonardo Da Vinci gemeinsam entdecken. Daher passt auch der Titel „Leonardos Flugmaschinen: Anselmo und das Vermächtnis des Meisters“ sehr gut.
Sehr gut fand ich in diesem Zusammenhang die Infoseiten, auf denen der junge Leser mehr über die Hintergründe erfährt, zum Beispiel über die Regeln im Kloster, in dem Anselmo jetzt lebt, aber auch über Leonardos Leben und Arbeiten.
Die Illustrationen hätten für mich etwas klarer und deutlicher sein können, aber so lassen sie natür-lich mehr Raum für Interpretationen. Mir gefällt, dass jede Seite anders aussieht und die Zeichnun-gen immer zum Text passen. So kann man mit den Kindern auch neben dem Leser die Bilder betrachten und diskutieren. Und gleichzeitig kann man sich manches auch besser vorstellen, das im Text erwähnt oder beschrieben wird.
Ein wunderbares Buch für junge und alte Leser, die sich für Leonardo interessieren und auch et-was über die Zeit erfahren möchten, in der er gelebt hat.

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