Kunden em pfehlungen
Rezensionen von LEXI:
Pass auf, dass du deine Seele nicht verlierst!
Das Elixier der teuflischen Wünsche von Llewellyn Tom
"Ich gebe dir einen guten Rat: Warte nicht zu lange damit, die Flasche zu verkaufen. Riskier nicht zu sterben, solange sie in deinem Besitz ist. Sonst nimmt dich der Teufel mit."
Johann und Kathleen Silver müssen sich aufgrund ihrer prekären finanziellen Situation einschränken und ziehen mit ihren Kindern Gabriel, Meg und Georgina in eine preisgünstige Wohnung der „Bright House Apartments“, die sich als regelrechte Bruchbude herausstellt.
Als der dreizehnjährige Gabriel in einem Käseladen einem alten Mann begegnet, verrät ihm dieser ein unglaubliches Geheimnis. Die beiden schließen einen Handel ab, und Gabriel ist daraufhin stolzer Besitzer eines „Flaschengeistes“, der ihm jeden geäußerten Wunsch erfüllt. Doch der Besitz der Flasche lastet schwer auf der Seele seiner jeweiligen Eigentümer, denn das Ganze hat einen Haken: Wünsche werden nicht umsonst erfüllt. Für jeden Vorteil, den jemand lukriert, wird einem anderen Menschen Schaden zugefügt. Und schon bald hegt jeder Besitzer nur noch einen einzigen Wunsch: diese teuflische Flasche möglichst rasch wieder loszuwerden. Doch das ist gar nicht so einfach.
Tom Llewellyn erzählt eine moderne Version der allseits bekannten und fantastischen Geschichte aus Tausendundeiner Nacht, in der ein Flaschengeist seinem Besitzer zum Dienst verpflichtet ist. An der Seite des jugendlichen Protagonisten Gabriel taucht man in dieses Abenteuer ein, erlebt die Sehnsucht nach scheinbar unerreichbaren Dingen und die plötzliche Realisierung sämtlicher Wünsche. Der Autor verstand es geschickt, die Träume und Wünsche eines Jungen im Teenageralter darzustellen, und durch Dialoge auch jene der erwachsenen Vorbesitzer dieser magischen Flasche. In sehr einnehmendem und locker-leichtem Schreibstil beschreibt Tom Llewellyn den Weg der Flasche und deren Auswirkungen auf die Menschen, die damit in Kontakt kamen. Im Verlauf der Handlung wird klar, dass die Erfüllung materieller Wünsche nicht glücklich macht, sondern im Gegenteil sogar eine große Belastung darstellen kann. Gewissenskonflikte wurden hervorragend ausgearbeitet, die Charakterzeichnung der handelnden Figuren ist trefflich gelungen. Allen Bewohnern der Anlage „Bright House Apartments“ wurde in gleichem Maße Aufmerksamkeit zuteil. Gabriel stellt dem Leser sämtliche für die Handlung relevanten Personen bereits zu Beginn vor, man lernt sie und ihre Geheimnisse im Verlauf der Seiten schließlich immer besser kennen. Als böse Antagonistin in diesem Buch fungiert die hinterhältige und geizige Besitzerin der Wohnanlage namens Mrs. Appleyard, die ihre Mieter betrügt und abzockt. Einen besonderen Stellenwert nimmt Gabriels bester Freund Henry ein, und auch dem mürrischen Gothic-Girl Joanne Sedley wird eine tragende Rolle in diesem Roman zuteil.
Durch die zerstörerische Macht der Flasche wird ein gewisser Spannungsbogen ins Buch gebracht, der am Ende der Geschichte in einem aufregenden Finale seinen Höhepunkt findet. Gabriel Silver darf Abenteuer erleben, er erkennt, wie nahe Aufstieg und Fall beieinanderliegen, und was letztendlich im Leben wirklich wichtig ist.
Fazit: „Das Elixier der teuflischen Wünsche“ ist eine märchenhafte, jedoch auch sehr lehrreiche Geschichte, ein Garant für ausgezeichnete Unterhaltung mit originellen handelnden Figuren und einer wirklich gelungenen optischen Aufmachung.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein rasanter Thriller
Schatten der Toten von Herrmann Elisabeth
Dies ist der Abschluss der Trilogie rund um das Leben von Judith Kepler, der seit der Kindheit übel mitgespielt worden.
In einem DDR-Waisenhaus ausgewachsen, meistert sie dennoch ihren Alltag. Neben der Sorge um den erkrankten Chef, der sie gerne als Nachfolgerin für das Geschäft haben möchte, kümmert sie sich um die Halbwaise Tabea.
Kaum glaubt sie, die Vergangenheit hinter sich gelassen zu haben, tauchen die Schatten wieder auf. Diesmal in Form der Isabella Kellermann, einer Beamtin des BND, deren vor kurzem verstorbene Mutter einst Spionin für die Stasi war. Kellermann jagt einen Mann, der für Judith kein Unbekannter ist: Bastide Larcan, ihren Vater, der sie seinerzeit als kleines Mädchen im Stich gelassen hat. Dabei geht Isa buchstäblich über Leichen.
Judith begibt sich entgegen jedes besseren Wissens auf die Spuren nach Larcan, die sie in ihre Vergangenheit und nach Odessa führen.
Meine Meinung:
Ich bin wieder einmal über einen dritten Teil einer Reihe gestolpert, ohne die Vorgänger zu kennen. Doch die fehlen nur ein klein wenig, denn die Autorin versteht es, durch geschickte Rückblenden und Flashbacks die Vergangenheit einzuflechten.
Die Story entpuppt sich als komplexe Jagd verschiedener Geheimdienste sowohl in der Vergangenheit als auch der Gegenwart. Da geht es stellenweise auch rasant und manchmal brutal zu.
Die unterschiedlichen Handlungsstränge werden gut zusammengefasst.
Das einzige sich mir nicht ganz erschließt, ist Judiths ungewöhnlicher Beruf der Tatortreinigerin haben muss? Sie könnte Polizistin, Lehrkraft, Künstlerin, Technikerin oder Verkäuferin sein. Ihre Arbeit spielt - zumindest im vorliegenden Buch - keine Rolle. Ich hätte mir da schon den einen oder anderen Bezug erwartet, vor allem, weil der Job immer wieder besonders herausgestrichen wird.
Gut gefällt mir, dass Elisabeth Herrmann die jüngere deutsche Geschichte in einen rasanten Thriller einbaut. Die Geschichte wirkt gut recherchiert und lässt die Herzen der Fans von politischen Kriminalromanen höher schlagen. Ich werde jedenfalls die Vorgänger „nach“lesen.
Fazit:
Ein rasanter Thriller, der tief in die jüngere deutsche Vergangenheit eintaucht. Gerne gebe ich 4 Sterne.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Ein etwas anspruchsvoller Krimi
Die große Neuigkeit vom schrecklichen Mord an Šimon Abeles von Marek Toman
Dieser Krimi spielt in zwei Zeitebenen. Die eine ist untrennbar mit der tragischen Geschichte des 12-jährigen Šimon Abeles, der im Prag des 17. Jahrhunderts lebt, verbunden. Der jüdische Junge fühlt sich zum Christentum hingezogen und will bei den Jesuiten konvertieren. Seine Eltern holen ihn wieder nach Hause.
Wenig später ist er tot und nach jüdischem Ritus schnell beerdigt. Dann wird das Gerücht gestreut, dass das Kind von seinem Vater ermordet worden sein soll. Damit beginnt eine beispiellose Justizaktion, bei der auch die Medien , damals in Form von Flugblättern, eine unrühmliche Rolle spielen. Der Vater wird verhaftet, der „peinlichen Befragung“ (=Folter) unterworfen, leugnet die Tat und wird selbst mit gefesselten Händen tot aufgefunden. Für die Richter ist es ein Selbstmord und damit ein Schuldeingeständnis.
Im zweiten Erzählstrang in der Gegenwart verschwindet Šimon, der 15-jährige Sohn des Anthropologen Ladislav. Ladislav beschäftigt sich intensiv in der Theynkirche mit den Überresten des Šimon Abeles und hat für seinen eigenen Sohn wenig Zeit. Ist das Verschwinden des Jungen damit in Zusammenhang zu sehen? Oder hat das geheimnisvolle Computerspiel, dem Šimon verfallen zu sein scheint, etwas mit seinem Verschwinden zu tun?
Meine Meinung:
Dem Autor ist hier eine spannende Mixtur von Fakten und Fiktion gelungen. Ist der historische Šimon wirklich von seinen Eltern getötet worden, weil sie eine Konversion nicht dulden wollten? Oder stimmt die Variante des plötzlichen epileptischen Anfalls als natürliche Todesursache? Es scheint als käme es den Jesuiten ganz Recht, den Druck auf die jüdische Gemeinde von Prag erhöhen zu können. Jedes noch so fadenscheinige Gerücht, löst eine Welle von antisemitischen Aktionen aus. Der ungeklärte Todesfall des Jungen, lässt die Jesuiten einen Mord aufgrund des neuen Glaubens konstruieren. Ein neuer Märtyrer wird geschaffen.
Mit großer Beklemmung sind die Stimmung und die Rahmenbedingungen im historischen Prag zu lesen. Neben den religiösen Zwisten zwischen Katholiken und Protestanten werden die Juden aufgerieben, denn sie stehen ja außerhalb der Christenheit. Sehr spannend ist die Rolle des Buchdrucks und der Flugblätter in die düstere Handlung eingeflochten. Man könnte hier Parallelen zur Gegenwart ziehen. Heute sind es nicht die einfachen Flugzettel, sondern die sozialen Medien, die Stimmungsmachend die Menschen verunsichern.
Mir wären zwei getrennte Krimis fast lieber gewesen, sind doch beide Geschichten, einzeln und für sich, fesselnd und erzählenswert. Der historische Teil ist für mich der bessere Teil. Der Handlungsstrang, der in der Gegenwart spielt, hat mich nicht so packen können. Er fällt irgendwie ab. Ich habe den Eindruck, dass der verschwundene Sohn hier nicht jene Hauptrolle spielt, die ihm zugedacht werden hätte können.
Der Schreibstil ist wenig reißerisch, eher ein wenig zurückhaltend. Möglicherweise ist das aber der Übersetzung zu zuschreiben. Die historische Erzählung wird immer wieder durch die aktuellen Ereignisse unterbrochen, sodass mit einiger Konzentration gelesen werden muss.
Der Wieser-Verlag aus Klagenfurt ist für seine ungewöhnlichen Krimis bekannt und hat auch diesmal nicht enttäuscht.
Fazit:
Ein interessanter Krimi, der historisches und aktuelles verquickt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.
Rezensionen von manu63:
Ein besonderes date
Die große Neuigkeit vom schrecklichen Mord an Šimon Abeles von Marek Toman
Der Nachtflüsterer ist ein Thriller des Autors Christoph F. J. Rotter und lässt die Leser teilhaben am Date von Viola und Ben das nicht ganz so verläuft wie gedacht. Durch ein manipuliertes Handy sehen sie einen Chat in dem der Mord an einer Studentin angekündigt wird. Bei der Verfolgung des identifizierten Absenders kommen beide mehr als einmal in Bedrängnis und der Leser bangt um das Leben einiger Charaktere.
Der Autor entwirft eine spannende Geschichte mit Handlungen die aufeinander zulaufen. Die Protagonisten treffen Entscheidungen die sie in immer neue Richtungen führt und als Leserin habe ich mit den Charakteren mitgefiebert. Durch die Gedankengänge der Protagonisten fühlte ich mich mit einbezogen und hatte das Geschehen sehr bildhaft vor den Augen. Die Auflösung erschien mit plausibel und in sich stimmig.
Der Schreibstil des Autors ist fesselnd und alles andere als langweilig. Er hat es geschickt verstanden die Spannung immer wieder aufzubauen und zu halten. Insgesamt ein guter Thriller mit passendem Ende.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Der bisher spannendste Fall
Canterbury Rock von Gitta Edelmann
Im vierten Fall für Ella wird Alex telefonisch bedroht. Doch er selbst hat den Anrufer nie am Telefon, immer nur Ella. Erst verheimlicht es sie, und als sie es ihm sagt, wiegelt Alex ab. Das belastet ihre Beziehung. Als dann auch noch Lucas, der australische Ex-Mann von Ella auftaucht, hängt der Haussegen definitiv schief.
Ella beginnt nachzuforschen und landet schlussendlich in London.
Mir gefiel, dass man nun endlich Ellas Ex-Mann Lucas kennen lernte und erfährt, was der Grund für ihre Heirat und spätere Scheidung war. Aber auch Alex Vorleben kommt nicht zu kurz. Durch seine Schwester Kathy, die nach einem Sturz ihren Fuss verstaucht hat und das Gefühl hat, gestossen worden zu sein, erfährt Ella viel über Alex früheres Leben und seine Ex-Freundinnen.
"Canterbury Rock" ist unterhaltend und dabei flüssig zu lesen, ein leichter Krimi für zwischendurch.
Fazit: Mal abgesehen von den ewigen Komplikationen zwischen Ella und Alex ist es der bisher spannendste und geheimnisvollste Fall für Ella.
4 Punkte.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Ein abruptes und enttäuschendes Ende
Canterbury Symphony von Gitta Edelmann
Nach dem bisher spannendsten Fall der Serie, "Canterbury Rock" (Band 4), freute ich mich sehr auf "Canterbury Symphony", der Ella nach Schottland führt.
Leider spielt sich der Cosy-Krimi fast ausschliesslich im Altersheim in Portree auf der Isle of Skye ab. Abgesehen von kurzen Spaziergängen in die Stadt oder einen kleinen Ausflug in die Berge ist der Krimi sehr statisch.
Ella soll herausfinden, ob Cannys Tante Flora langsam vergesslich wird oder ob wirklich etwas an Floras Aussage dran ist, bestohlen worden zu sein. Mehr oder weniger unauffällig befragt Ella die Bewohner und Angestellten des Altersheims. Es stellt sich heraus, dass Flora recht hat. Verdächtige gibt es zuhauf.
Als man denkt, jetzt sind die Befragungen abgeschlossen und es geht nun endlich los mit den genaueren Nachforschungen, ist der Krimi auch schon zu Ende. Der Leser weiss wer der Täter ist, sobald Ella etwas Bestimmtes tut. Denn am Anfang wird auf einigen Seiten ein Thema breit getreten und man ahnt, dass diese Beschreibungen bei der Auflösung eine Rolle spielen werden. So war es dann auch und deswegen blieb die Spannung komplett aus.
Die Charaktere - Bewohner und Angestellte des Scorrybreac House - hätten Potential für mehr Inhalt gehabt, an ihnen lag es nicht, die waren alle richtig toll gezeichnet. Ich hatte aber das Gefühl, dass die Autorin möglichst schnell fertig werden wollte mit der Geschichte. Als ob sie in Gedanken schon bei ihrer nächsten Serie ist, die sich hier wohl ankündigt und Ella gedanklich schon begraben hat.
Nach dem tollen vierten Band freute und hoffte ich auf einen genau so tollen fünften Band, doch der entpuppte sich als (wahrscheinlich) letzter Teil der Kent-Krimi-Serie und wirkte sehr lustlos geschrieben.
Fazit: Leider ein zu abgewürgtes und damit ein enttäuschendes Ende des Falls - oder gar der Serie - und wirkt auf mich insgesamt wie zu unmotiviert geschrieben.
3 Punkte.
Rezensionen von Gaby 2707:
Vom Straßenmädchen zur Chanson-Diva
Madame Piaf und das Lied der Liebe von Michelle Marly
Michelle Marly, von der ich unter ihrem Namen Micaela Jary schon andere Bücher kenne, nimmt mich in diesem Buch um die Chanson-Diva Edith Piaf mit in die Stadt der Liebe, Paris.
Geboren als Édith Giovanna Gassion hängt das Herz des Mädchens schon in jungen Jahren an der Musik. Mit 15 tritt sie als Straßensängerin auf, wo Louis Laplee auf sie aufmerksam wird und sie fördert.
1944, Edith ist da schon ein Star, wird ihr Kollaboration vorgeworfen. Ihr droht ein Auftrittsverbot. Während sie vesucht ihre Unschuld zu beweisen, lernt sie Yves Montand kennen – und lieben.
Das Leben der Edith Piaf hat mich ab der ersten Seite in seinen Bann gezogen. Beim Lesen habe ich mir immer wieder ihre Chansons angehört, die, wie ich finde, alle eine leichte Melancholie ausstrahlen. Hier kann ich ihren Werdegang und vor allem auch ihre Liebesbeziehung sehr gut nachvollziehen. Wären sie sich nicht begegnet, wäre aus Yves bestimmt nicht der Sänger geworden, zu dem ihn Edith gemacht hat.
Edith Piaf steht ganz klar im Mittelpunkt dieser Geschichte um starke Frauen. Interessant finde ich ihre sehr unterschiedlichen Wesenszüge. Einerseits egoistisch, aussergewöhnlich, exzentrisch, nimmt sie sich, was sie will – andererseits herzensgut, willensstark, diszipliniert und fair.
Michelle Marly hat mich mit dieser Geschichte um eine faszinierende Frau sofort in ihren Bann gezogen, mich sehr gut unterhalten und mir das Leben dieser kleinen großartigen Frau gut vorstellbar nahegebracht. Mir war Edith Piaf als Sängerin schon bekannt, aber nun habe ich auch einiges über ihr bewegtes Leben, das nicht nur aus Höhen, sondern auch aus Tiefen bestand, erfahren.
Ein wunderbares, sehr interessantes Buch über eine Frau, deren Lieder mich auch heute noch berühren.
Rezensionen von manu63:
Hexenholz
Das Erbe der Macht - Band 16: Hexenholz von Andreas Suchanek
Band Nr. 16 der Das Erbe der Macht Reihe des Autors Andreas Suchanek trägt den Titel Hexenholz und setzt direkt nach den Ereignissen von Band 15 ein. Eine kleine Zusammenfassung bringt mich als Leserin schnell auf den neusten Stand und so komme ich sehr gut in die Handlung hinein. Madison, Alfie und Jason werden auf eine Mission nach Afrika geschickt und Alex und Kyra versuchen sich im Castillo einzurichten.
Dabei stoßen sie auf eine unheimliche Kraft.
Der Autor beansprucht die Nerven der Leser auf gewohnt gekonnte Art. Der Schreibstil ist flüssig und die Spannungsbögen sind gut gesetzt. Gut gefällt mir an diesem Band das Nils in den Fokus gerückt wird und das ich erfahren habe woher Nils kommt. Auch das Schicksal des verschollenen Unsterblichen wird geklärt. Die Mission in Afrika birgt einige Überraschungen und gibt dem Leser Einblicke in die Welt des Trios Alfie, Jason und Madison.
Auch der Handlungsstrang rund um Kyra, Alex und Nils birgt überraschendes und zeigt Alex von einer interessanten Seite.
Insgesamt ein gelungener Band in dem einiges geklärt wird und in dem die Handlung auf einen Höhepunkt zustrebt.
Rezensionen von LadyIceTea:
Aber Fortschritt bedeutete manchmal auch, rückwärts zu gehen
Das Erbe der Macht - Band 16: Hexenholz von Andreas Suchanek
Seit ihr Vater Hannes sie und ihre Mutter vor Jahren Hals über Kopf verlassen hat, lässt Nela nur wenige, ausgewählte Menschen in ihre überschaubare Welt. Doch dann bekommt sie ein Paket mit Briefen an ihren Vater, die dessen zweite Ehefrau Ellen kurz vor Hannes‘ Tod an ihn geschrieben hat. Durch sie erfährt Nela, dass das Herz ihres Vaters vor 15 Jahren an einen Teenager gespendet wurde.
Die Briefe stellen Nelas Leben auf den Kopf. Vor allem lässt sie der Gedanke an den Jungen, dem Hannes‘ Herz gespendet wurde, nicht los. Sie will herausfinden, wer er ist, und beginnt ihre Suche an der Ostseeküste, nicht ahnend, dass diese Reise ihr Leben verändern wird.
Der Titel meiner Rezension ist ein Zitat aus diesem Buch, welches perfekt zu der ganzen Geschichte passt.
Nela hat sich einen Kokon gebaut und versucht mit aller Macht, ihre Vergangenheit von ihr fern zu halten, um bloß nicht verletzt zu werden. Doch durch die Briefe von Ellen muss sie in die Vergangenheit blicken und macht sich eben auf die Reise, um ihren Vater zu entdecken. Ich denke, eine solche Reise ist immer mit ein wenig Rückwärtsgehen verbunden.
Kati Secks Schreibstil ist, genau wie in ihrem ersten Roman dieser Art, einfach unglaublich schön. Sie beschreibt schon fast poetisch die Umgebung, die Menschen und ihre Gedanken und Gefühle. Das hat mir schon bei „Die Stille zwischen Himmel und Meer“ gut gefallen. Normalerweise mag ich selbst nicht solche ausschweifenden und „blumigen“ Beschreibungen aber bei Kati Seck schwingt immer etwas Bodenständiges mit. Ihre Formulierungen lassen mich immer an das Meer denken, ob sie es grade erwähnt oder nicht.
Auch die Figuren in diesem Buch sind wieder sehr sympathisch, voller Ecken und Kanten und grade deswegen so real.
Nelas Geschichte ist wirklich berührend und bringt gleichzeitig die Sehnsucht nach Meer.
Mir hat auch dieses Buch einfach unglaublich gut gefallen. Eine klare Empfehlung!!
Rezensionen von liesmal:
Zimtbrötchenduft und Petersilie
Fjelle und Emil (1). Monstermäßig beste Freunde von Scheller Anne
Fjelle und Emil sind nicht nur beste Freunde, sie sind monstermäßig beste Freunde, denn Fjelle ist ein riesengroßes starkes Monster, das in einem Haus am Waldrand wohnt, Emil ein Junge, dessen Eltern eine Bäckerei in Flusenbek haben, wo sie auch wohnen. Fjelle und Emil machen Vieles gemeinsam, mögen gern die Zimtbrötchen und andere Leckereien aus der Bäckerei (Fjelle am liebsten mit Petersilie) und sie besuchen beide die Grundschule in Flusenbek.
Eigentlich ist Fjelle ein sehr liebes Monster, ist hilfsbereit und freundlich, und er zeigt Gefühle, die sich steigern können zu SUPER-Gefühlen. Das ist so, wenn jemand fröhlich ist, dann ist Fjelle SUPER-fröhlich, ist jemand traurig, ist Fjelle SUPER-traurig.
Dann bekommt die Schule einen neuen Schulleiter und die Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Ungerechtigkeit zum Beispiel kann Fjelle gar nicht leiden. So kommt es, dass einige Dinge geschehen, die nicht so ganz harmlos aussehen.
Die Geschichte ist für Kinder im Grundschulalter gedacht und ich hatte das Glück, sie mit vier Jungen gemeinsam zu lesen. Dabei wurde viel gelacht, aber es gab auch traurige Momente und solche, in denen jemand ungerecht behandelt wurde. Da gab es viele Gelegenheiten zum Austausch und zum Nachdenken. Auch das Anders-Sein ist Thema dieser Geschichte und das Miteinander-Auskommen.
Am Ende zeigt sich, was echte Freundschaft ausmacht und was eine Freundschaft aushalten kann. Ein wunderschönes Buch mit großem Lernfaktor.









