Kunden em pfehlungen
Rezensionen von PFIFF:
Familiengeheimnisse in Australien
Nächte, in denen Sturm aufzieht von Jojo Moyes
Mike Dormer, zukünftiger Schwiegersohn eines erfolgreichen Immobilientycoons, soll ein großes Hotelprojekt in Australien an Land ziehen.
Aber es kommt alles anders als geplant. Er lernt die Leute kennen, die mit der Beobachtung von Walen und Delphinen ihr Geld vedienen und stolz auf ihre unberührte Natur sind.
Andrerseits lockt die Aussicht auf mehr Touristen und bessere Verdienstmöglichkeiten.
Mike verliebt sich in die hübsche Liza, die mit ihrer Tochter Hannah bei der Tante Kathleen wohnt. Liza ist verschlossen und hütet ihr schreckliches Geheimnis, das mit ihrer Flucht aus England zusammenhängt.
Mike will zurückrudern und das Hotelprojekt verhindern, weil er Angst hat Liza in Schwierigkeiten zu bringen.
Spannend und berührend wie alle Geschichten von Jojo Moyes.
Rezensionen von PFIFF:
Unglückliche Verwicklungen mit katastrophalen Folgen
Rechtswalzer von Franzobel
Malte Dinger führt erfoglreich einen Getränkehandel und ein kleines Lokal, führt eine glüchliche Ehe, liebt seinen kleinen Sohn. Plötzlich gerät seine Welt aus den Fugen, als er als Schwarzfahrer verhaftet wird. Unglücklicherweise verletzt er einen Beamten leicht.
Wäre alles nicht so schlimm.
Aber die Umstände scheinen sich gegen Malte verschworen zu haben. Als sein Zellennachbar tot aufgefunden wird, lastet man ihm noch einen Mord an.
Parallel dazu ermittelt Kommissar Groschen nach einem Mord an einem Balkan- Casanova, der der Geliebte einer schwerreichen Witwe war.
Das Ganze spielt 2024 in Wien. Die LIMES Partei regiert die Bevölkerung. Es herrschen Nazi-Zustände.
Der im Feber 2025 stattfindende Opernball wird ein Schauplatz für Verbrechen und Terror.
Franzobel stellt uns ein Szenario vor, wie sich unser Rechtssystem in 5 Jahren entwickeln könnte, mit bekannten Persönlichkeiten aus der Politik, Wirtschaft und der Reichen und Schönen, natürlich in seiner bekannten untergriffigen und derben Sprache.
Rezensionen von PFIFF:
Kommissar Duval ermittelt in Fischerkreisen
Das tiefe blaue Meer der Côte d'Azur von Christine Cazon
Kommissar Duval muß in seinem sechsten Fall den Tod eines jungen Fischers klären.
Handelt es sich um einen Selbstmord oder Mord, dass müssen seine Recherchen ergeben.
Anscheinend hatte der der junge Mann eine verheiratete Geliebte, die er durch den Sohn des Ehemannes kennengelernt hatte.
Der Tote hatte eine Mappe mit Unterlagen über den gehörnten Gatten aufbewahrt, was Duval aufhören lässt.
Duval sucht Zeugen in Le Suquet, der Altstadt von Cannes, in Fischerkreisen und dem Umfeld von Louis Cosenza und seiner Familie. das bringt ihn auch zu seiner eigenen Mutter, die in ihren ersten Ehejahren mit Cosenza und seiner ersten Frau befreundet war.
Wer ist schuld am gewaltsamen Tod des jungen Fischers und kann ihn Kommissar Duval ausfindig machen?
Spannend und charmant, natürlich mit Restaurant-Tipps der Autorin, die selbst mit ihrem Mann in Cannes wohnt und daher wirklich am Puls der Stadt lebt und schreibt.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Anarchisten vor der Hofburg
Todesreigen in der Hofreitschule von Edith Kneifl
Der neue Fall für Gustav von Karoly, den Privatermittler im kaiserlichen Wien, beginnt mit einem sprichwörtlichen Knalleffekt: nämlich mit einem Bombenattentat vor dem Michaeler Tor der Hofburg, bei dem der ungarische Polizeipräsident und der Wiener Polizeidirektor getötet wurden. Mitten im Geschehen sind Edi, ein böhmisch-stämmiger Fiaker und Bekannter Gustavs sowie Emma von Zoloto, eine Wienbesucherin, von deren hübschen Gesicht sich Frauenfreund Gustav gleich einmal hingezogen fühlt.
Da die Wiener Polizei den böhmischen Untertanen grundsätzlich Tendenzen zur Rebellion unterstellt, ist der spurlos verschwundene Edi gleich einmal verdächtig.
Gustav kann diesem Generalverdacht gar nichts abgewinnen, ist doch Edi so etwas wie sein Leibfiaker und fast ein Freund. Auf der Suche nach Edi trifft er ihn bei Dana, eine Kindsmörderin, die sich als Sühne liebevoll um die Toten aus der Donau kümmert, die am Friedhof der Namenlosen in Kaiser-Ebersdorf angeschwemmt werden, und sie dort bestattet.
Während sich mehrere Polizeidienststellen um das Attentat kümmern und sich wegen der Zuständigkeiten in den Haaren liegen, umgarnt die schöne Emma nicht nur Gustav sondern auch seinen Freund, den Polizei-Oberkommissär Rudolf Kasper. Was führt sie im Schilde? Denn, dass irgendetwas mit Emma nicht ganz stimmt, bekommt Gustavs Damenriege bei einem Zusammentreffen schnell heraus. Aber was?
Neben dieser hochpolitischen Angelegenheit bekommt es Gustav noch mit einem pokanten Fall in eigener Sache zu tun: Der Ehemann seiner ehemaligen Geliebten Ada von Dalheim ist ermordet worden. Getreu dem Motto „Cui bono?“ wird einmal die Witwe verdächtigt. Ihr Nutzen, Freiheit und Vermögen ist am Größten. Doch auch Gustav und Adas aktuelles Gspusi, ein Armeearzt, werden einvernommen. Erst ein unerwartetes Geständnis spricht sowohl Ada als auch die Männer vom Mordverdacht frei.
Meine Meinung:
Mit dieser historischen Krimi-Reihe rund um den sympathischen Privatermittler Gustav von Karoly bringt uns die Autorin die Donau-Monarchie ein wenig näher. Gustav ist der uneheliche, inzwischen vom Vater anerkannte, Sohn des Grafen Batheny. Gustav lebt mit Vera, Josepha und Dorothea in einer Art Wohngemeinschaft. Vera schreibt heimlich Romane, um den Lebensunterhalt zu verdienen und Dorothea ist die erste Pathologin Wiens im Allgemeinen Krankenhaus, Josepha ist Gustav früheres Kindermädchen. Diese illustre Damenriege treiben Gustav manchmal zur Verzweiflung, doch ganz ohne das Trio kann und möchte er auch nicht sein.
Vera und Josepha hoffen auf eine reiche (und standesgemäße) Heirat von Gustav, doch dessen Herz schlägt eigentlich für Dorothea, die ihre Unabhängigkeit wegen eines Mannes nicht aufgeben will. Doch, wenn ich die letzten Zeilen in diesem Band weiterspinne, könnte dieses Ansinnen möglicherweise in einem nächsten Krimi ind Hintertreffen geraten.
Edith Kneifls Schreibtstil ist leicht und locker. Sie gewährt ihren Lesern einen kritischen Einblick in das imperiale Wien, wenn sie uns, gemeinsam mit Rudi und Gustav in die ärmlichen Vorstädte mitnimmt. Diese Ausflüge sind durchau sozial-kritisch und passen gut in das Engagement von Vera und ihrer sozilaistisch eingestellten Damenriege. Gustav weiß natürlich, dass nur wenige Menschen mit dem goldenen Löffel im Mund geboren sind, doch die Abgründe, mit denen ihn Rudi „auf der Schmelz“ (einem verrufenen Viertel), konfrontiert, schockieren ihn aller-dings sehr.
Fazit:
Mir hat dieser Krimi wieder sehr gut gefallen, auch wenn Gustav und Rudi diesmal weniger als üblich ermitteln (dürfen). Die Streifzüge durch das Wien der Kaiserzeit lassen die „gute, alte Zeit“ in einem nicht ganz so rosigen Licht erscheinen. Gerne gebe ich wieder 5 Sterne.
Rezensionen von mfurch:
Überleben
Deathland Dogs von Kevin Brooks
Bei Deathland Dogs von Kevin Brooks handelt es sich um ein Jungendbuch, Cover und Klappentext hatten mich neugierig gemacht. Die Handlung spielt in der Zukunft, unsere Zivilisation wie wir sie kennen existiert nicht mehr. Jeet ist in den Deathlands aufgewachsen, einem wüstenähnlichen Gebiet das von wolfsähnlichen Hunden bevölkert ist.
Neben den Deathlands verläuft das Niemandsland, in dem die verbliebenen Clans leben. Jeet lebt seit einigen Jahren dort, doch als es um Kämpfe zwischen seinem Clan und dem der Dau kommt, wird Jeet mit seinen besonderen Fähigkeiten gebraucht. Er erhält den Auftrag sich in Dau einzuschleusen und Kampfmaterial sicherzustellen.
Der Schreibstil ohne Kommata ist zwar erst mal gewöhnungsbedürftig, aber nach einiger Zeit hatte ich mich eingelesen. Als positiv empfand ich den Schreibstil aus der Ich-Perspektive und die schön ausgearbeiteten Figuren. In der Geschichte ist der Überlebenskampf Thema und deswegen ist die Handlung teils sehr brutal, von Gewalt geprägt. Für Erwachsene ok, aber für die jugendlichen Leser evtl. etwas zu drastisch. Just my opinion. Insgesamt spannend mit leider auch einigen Längen, deswegen 4 von 5 Sternen.
Rezensionen von mfurch:
der Vinyl-Detektiv
Murder Swing - Thriller (Der Vinyl-Detektiv 1) von Andrew Cartmel
Der Vinyl-Detektiv in seinem ersten Abenteuer. Er erhält von einer geheimnisvollen Frau den Auftrag, eine unendlich seltene sowie wertvolle LP aufzustöbern. Ein kleines Jazz-Label aus Kalifornien produzierte die Platte in den 50ern und für den Vinyl-Detektiv beginnt die Suche nach der Platte, die ihn von London bis nach Japan führt.
Die ungewöhnliche Idee zu diesem Krimi hatte mich neugierig gemacht, auch weil ich noch zur Vinyl-Generation gehöre. Ich kann mich noch gut an die Zeit von Vinyl erinnern, das dann von Tapes und dann den CDs abgelöst wurde, inzwischen sind auch CDs veraltet. Die Zeiten ändern sich, aber so manch einer bleibt den alten Vinyls treu. Der Viny-Detektiv ist ein Liebhaber und Sammler von Vinyl, vor allem von Jazz. Er durchstöbert Flohmärkte und Second-Hand-Shops um seltene Exemplare zu finden und ist der Kenner schlechthin. So ist er auch der richtige Mann, um diese besonders seltene Platte zu finden, doch auf seiner Suche wird es bald gefährlich, er ist nicht der einzige, der auf der Suche nach dieser Platte ist.
Neben der Krimihandlung lernt man einiges über Vinyl und Jazz im Besonderen, die Lektüre ist unterhaltsam, leicht und unblutig. Eigentlich genau das was ich erwartet hatte. Mir gefällt die Idee, Vinyl in einem Krimi zu thematisieren richtig gut, ich fühlte mich super unterhalten. Die Längen im Mittelteil zogen sich dann zwar etwas, haben mein Lesevergnügen aber nicht schmälern können. Wer Musik liebt und mal einen außergewöhnlichen Krimi lesen möchte ich hier gut beraten.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Briefe eines WIener Strizzis von der Front
Liebe Mama, ich lebe noch! von Ernst Gelegs
ORF-Korrespondent Ernst Gelegs entdeckt im Nachlass seiner Wahltante Johanna „Hansi“ Wohlschläger einen Karton mit rund 100 Briefen aus den Jahren 1933 - 1944. Der Briefeschreiber: Leonhard Wohlschläger, Johannas Bruder, die Adressatin meistens Käthe, die Mutter.
Eine große Auswahl dieser Briefe reiht Ernst Gelegs chronologisch aneinander, immer durch Einschübe der historischen Wirklichkeit verbunden und ergänzt.
Leonhard beschreibt das Soldatenleben wie einen Abenteuerurlaub. Er richtet sich sowohl in Belgien und Frankreich häuslich ein, schnorrt seine Mutter um Geld an, um in den besetzten Gebieten Waren zu besonders günstigen Preisen einzukaufen. Auch die Verlegung in den Osten ist zunächst einmal nicht so dramatisch. Während rund herum gestorben wird, beklagt er sich, nicht oder nur mit großer Verzögerung befördert zu werden. Die Inhalte der zahlreichen Briefe ähneln einander. Natürlich kann er wegen der drohenden Zensur weder eine genaue Ortsangabe noch die Gräueltaten der Wehrmacht berichten. An Hand einiger Stellen kann man sich des Eindrucks nicht erwehren, dass auch er an Erschießungen und Plünderungen teilgenommen hat und diese Verbrechen gebilligt, bzw. auch genossen hat. Und überhaupt ist der, in der Zwischenkriegszeit im antisemitisch eingestellten Wien, Geborene, ein echtes Kind seiner Zeit. Zunächst scheinbar unpolitisch, weil ihm die Juden, wie alle anderen Menschen egal sind, driftet er immer mehr in die von der NS-Propganda indoktrinierte Haltung ab. So sind Juden Volksschädlinge und die Russen Untermenschen, denen man ungestraft die Lebensgrundlage entziehen darf/kann/muss, indem man ihnen, sowohl Vieh als auch Vorräte stiehlt und die Behausungen in Brand steckt.
Die Ironie des Schicksals will es, dass Leonhard Wohlschläger völlig unbeschadet den Zweiten Weltkrieg überlebt hat, während Ernst Gelegs Großvater dem Kessel von Stalingrad und der anschließenden Hölle der russischen Kriegsgefangenschaft nur mit Mühe und spät entkommen kann. Auch die oftmals beklagte Nichtberücksichtigung bei Beförderungen, gereicht Wohlschläger zum Vorteil nach dem Krieg. Er wird, wie viele der unteren Chargen recht bald aus der (westlichen) Kriegsgefangenschaft entlassen und erhält ohne wenn und aber seinen „Persil-Schein“.
Meine Meinung:
Ich habe schon Erfahrung mit Soldatenbriefen von der Front, doch diese hier haben mich ein wenig zwiegespalten zurückgelassen.
Der Schreibstil ist eingängig und wie man es von einem Journalisten erwarten kann, sprachlich gelungen. Wie der Autor die Auswahl der abgedruckten Briefe getroffen hat, ist leider nicht vermerkt, wäre aber interessant, weil in den Zwischentexten die eine oder andere Andeutung gemacht wird, die nicht weiter verfolgt werden kann.
Was mich aber massiv stört, ist Folgendes:
Erstens kommen persönliche Emotionen des Autors immer wieder durch. Das sollte bei einem Sachbuch nicht sein. Natürlich macht es betroffen, wenn der eigene Großvater traumatisiert aus dem Krieg kommt und ein Strizzi wie Leonhard Wohlschläger sich durchlavieren kann. An manchen Stellen wertet Gelegs ein bisserl zu sehr. So beschreibt er den Hass zwischen den beiden Ehefrauen von Leonhards Vater Jakob Wohlschläger, wobei er beide Damen niemals kennengelernt hat. Hier ist er auf Hörensagen und subjektive Interpretation angewiesen. Ich kann Anna, die erste Gemahlin schon verstehen, dass sie für ihre Nachfolgerin wenig Sympathie verspürt. Sie wird immerhin mit vier unversorgten Kindern sitzengelassen. Hier hätte ein wenig Zurückhaltung des Autors den Eindruck der Briefe und die Charakterschwäche des Briefeschreibers besser zur Geltung kommen lassen können. Wobei der Charakter von Leonhard Wohlschläger eher ein ziemlich mieser ist. Je öfter ich die Schlussfloskel „Dein dankbarer Sohn Leo“ gelesen habe, desto öfter habe ich Leo die Pest an den Hals gewünscht. „Dankbarkeit“ ist keine Dimension in Wohlschlägers Gedankengut.
Mein zweiter Kritikpunkt bezieht sich auf die mangelnden Quellenangaben: Es werden lediglich sieben genannt, wobei sich gerade die Nennung des Buches von Gerhard Zeilinger („Der Gürtel des Walter Fantl“) nur unzureichend erschließt. Vermutlich sind die Schilderungen des jüdischen Lebens in Wien und das Ende desselben daraus entnommen. Hier wäre eine Fußnote oder Anmerkung wichtig gewesen. Die verbindenden Texte zwischen den einzelnen Briefe, die Einblick auf das Leben in Wien während des Zweiten Weltkriegs geben, sind grundsätzlich gut. Manchem Leser wird dadurch ein neuer Blickwinkel eröffnet oder das eine oder andere bis-lang unbekannte Detail näher gebracht.
Gut gefällt mir die hochwertige Aufmachung des Buches, das auch mit ein passenden Cover ausgestattet ist. Auch die Idee, Leonhards handgeschriebene Briefe als Schreibmaschinenseiten einzubinden ist eine erstklassige Idee. So heben sie sich auch optisch vom anderen Text ab. Die Abbildungen, wie z.B. Die Propaganda-Postkarte, die den deutschen Panzer mit toten Russen (S.129) darstellt, zeigt das grausame Gesicht des Krieges. Ach ja, ein Abbildungsverzeichnis fehlt leider auch. Als Leser kann man nur vermuten, dass die gezeigten Bilder aus den Briefen stammen.
Ein bisschen hätte ich mir gewünscht, dass das Lektorat steuernd und helfend eingreift, ist es doch Ernst Gelegs’ erstes Buch. Auch die Konsultation eines Historikers wie Andreas Pittler, hätte dem Buch den letzten Schliff geben können.
Fazit:
Eine interessante Lektüre, der ich wegen der oben beschriebenen Unzulänglichkeiten nur 4 Sterne geben kann.
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Bleibt in Erinnerung
Sehnsucht nach Mill River von Darcie Chan
An einem Winterabend fahren die beiden Stadtpolizisten durch die schneebedeckten Strassen von Mill River. Trotz Schneegestöber sehe Kyle und Leroy hier und da durch Fenster in die lichterhellten Wohnungen einiger Einwohner. Es ist als sässe man bei ihnen im Auto und sie erzählten uns die Geschichten der Buch-Protagonisten.
Auch Pfarrer Michael schaut aus dem Fenster, hinauf zu Marys Villa auf dem Hügel. Er kennt die Geschichte des Hauses, die Freuden und das Leid, das darin geschehen war und noch immer geschieht. Die meisten Einwohner von Mill River haben Mary noch nie gesehen, doch Mary kennt sie - durch Erzählungen ihres Freundes Michael. Manchmal geschehen kleine Wunder in Mill River. Doch nur Michael und Mary kennen die Wahrheit darüber.
Durch die zwei Erzählstränge im Buch - einer erzählt die Gegenwart und einer die ungewöhnliche Lebensgeschichte der 80-jährigen Mary - erfahren wir Leser immer mehr über die Geschehnisse in der kleinen Stadt. Der Autorin gelingt es trotz viel Dramatik ruhig zu schreiben. Am Ende des Buches staunen nicht nur die Bewohner von Mill River über die Frau, die in der Marmorvilla auf dem Hügel wohnte.
Eigentlich ein ganz normaler Roman, der in einer Kleinstadt spielt. Aber:
Dieses Buch hebt sich von den üblichen "Kleinstadtleben"-Romanen deutlich ab. Es geht in die Tiefe. Es berührt. Das Buch bringt einen dazu, sich Gedanken darüber zu machen, wie es wäre wenn es da "oben" jemanden gibt, der sich um einen sorgt, auch wenn man kaum etwas über diese Person weiss.
Und noch fünfeinhalb Jahre nachdem ich diesen Roman las, denke ich oft an Mary und Mill River - "Sehnsucht nach Mill River" ist ein Buch das einem im Gedächtnis bleibt.
Nun, im April 2019, erscheint ein zweiter Teil, zumindest ein weiterer Roman von Darcie Chan, "Sommer der Versöhnung", der ebenfalls in Mill River angesiedelt ist. Ich bin gespannt, ob man darin bekannte Gesichter antreffen wird und ob der mir auch so lange nach geht wie der vorliegende herzbewegende Roman "Sehnsucht nach Mill River".
Fazit: Ein ganz tolles und absolut feinfühliges Buch!
4.5 Punkte.
Rezensionen von rewareni:
Frauenkrimis
Der Sturz nach oben von Andreas Mäckler
Wenn man gerne Kurzkrimis liest und man es mag, dass es Frauen sind, die den Männern das Fürchten beibringen, dann empfehle ich die sogenannten ,,Ladykrimis´´ von Andreas Mäckler in der Ausgabe ,, Der Sturz nach oben´´, wo man 23 kleine und knackige Geschichten findet.
Meistens sind es die Frauen, die Rache üben, aber manchmal sind sie auch das Opfer.
Die Geschichte beginnen oft ganz harmlos und enden dann doch für den Leser unerwartet, was den Reiz der Kurzkrimis ausmacht.
Egal ob humorvoll, spannend oder boshaft, man wird immer gut unterhalten.
So kann es passieren, wenn die tote Ehefrau im Kofferraum liegt, dass Polizisten dem Fahrer ihre Hilfe anbieten, auch wenn er diese gerade jetzt nicht brauchen kann.
Dass man seine Ehefrau nicht über Bord werfen sollte, weil ein Zeuge dabei alles beobachtet, merkt der Mann leider erst zu spät.
Aber auch das Kuchen essen sollte man sich besser zwei Mal überlegen, weil ,,Mann´´ es vielleicht nicht überleben wird.
Der Autor hat einen lockeren Schreibstil, wo man die Kurzgeschichten wirklich flott lesen kann. Er bietet dabei dem Leser eine bunte Mischung an wo man sowohl betrogene Frauen, als auch, wie sie meinen, gerissenen Männern begegnet, die meistens eines tödlichen Besseren belehrt werden.
Aber auch eine Katzen und Vogelspinnen dürfen zeigen, dass man sich besser nicht mit ihnen anlegt.
Gute Unterhaltung ist also garantiert, wo jeder seine Lieblingskrimis dabei finden wird.
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Inspirierende Erfolgsstory für alle, die 'mehr' wollen
Ein Koffer voller Wollen von Nelly Kostadinova
Auf sehr anschauliche Weise gewährt uns Nelly Kostadinova in diesem Sachbuch einen Einblick in ihre persönliche Erfolgsstory. Ihr ist das gelungen, wovon viele Menschen nur träumen können: sie lebt ihren Traum von der beruflichen Selbständigkeit und setzt sich regelmäßig neue Ziele, nimmt neue Herausforderungen in Angriff.
Stillstand kommt für sie nicht infrage.
Obwohl sie in ihrer Heimat Bulgarien bereits eine etablierte Größe im Journalismus war, beschloss Nelly nach der Wende im Jahr 1989 einen Neuanfang in Deutschland zu wagen – ohne überhaupt der deutschen Sprache mächtig zu sein und mit nur 50,- DM in der Tasche. Mit Witz, Charme und jeder Menge Mut und Eigeninitiative stellt sie – oftmals intuitiv – die richtigen Weichen und arbeitet kontinuierlich am Aufbau ihres eigenen Unternehmens. Heute ist ihre Übersetzungsfirma "Lingua World" weltweit eine feste Größe, erwirtschaftet Millionenbeträge und erfreut sich stetigen Wachstums.
"Ein Koffer voller Wollen" ist nicht einfach 'nur' ein Business-Ratgeber über die Dos und Don’ts der Geschäftswelt (obwohl durchaus sehr aufschlussreiche Informationen über internationale Konventionen - von Visitenkarten bis hin zum Dress Code -, Marketingstrategien, etc. enthalten sind), sondern liest sich aufgrund der schelmischen Anekdoten der Autorin zeitweise auch wie ein Roman, in dem es für die Superheldin scheinbar keine Limits gibt. Über Nellys Tatendrang habe ich nur staunen können. Ihre Geschichte beweist, dass man zum Erfolg mehr braucht als einfach 'nur' Glück, die richtige Idee zur richtigen Zeit zu haben: vor allem muss man den Hintern hochkriegen, wollen, fordern, träumen, wagen. "Mut" heißt das Zauberwort – und den hat Frau Kostadinova im Überfluss.
Alle Kapitel sind mit originellen (Unter-)Überschriften versehen und geben bereits vorab einen Einblick in das fröhliche, lebensbejahende Wesen der Autorin. Die quirlige Nelly muss man einfach mögen und bewundern! Gerne hätte ich noch mehr über ihren privaten Hintergrund erfahren, z.B. wie sich ihre positive (!) Workaholic-Einstellung mit dem Familienleben vereinbaren lässt. Hinsichtlich des Schreibstils hat mich die gelungene Balance zwischen sachlicher Informationspräsentation und herzlicher Erzählweise sehr beeindruckt; somit war auch Raum für feine Zwischentöne und Gedankenanstöße, die noch lange nach dem Lesen nachwirken.
Für alle Leser/innen, die an zusätzlicher Literatur zu den geschilderten Ideen und Konzepten interessiert sind, gibt es ein großzügiges Literatur- und Quellenverzeichnis.
Fazit: Von nix kommt nix – man braucht tatsächlich seinen eigenen "Koffer voller Wollen", wenn man erfolgreich sein möchte. Und dieses Sachbuch ist die perfekte Inspiration!











