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Rezensionen von begine:

Wie das Leben spielt

Unter dem Limonenhimmel von Marie Matisek

Wie das Leben spielt
Marie Matisek schreibt nette Liebesromane.

Unter dem Limonenhimmel ist die Fortsetzung des Romans Ein Sommer wie Limoneneis. Den habe ich noch nicht gelsen, das macht aber nichts, ich kam gleich in die Geschichte hinein und nichts vermisst.

Der Roman spielt an der Amalfiküste und zeigt die Liebe zwischen Marco und Lisabetta.

Sie kennen sich von Kindheit an und haben beide erst jemand anderes geheiratet.

Marco hat in München zwei Kinder, er hatte als Anwalt gearbeitet und einen Burnout erlitten. Jetzt will er die Limonenplantage seines Vaters weiterführen.

Lisabetta hat zwei erwachsene Söhne.

Der Roman besticht mit dem humorvollen flüssigen Stil.
Die Autorin malt ein schönes intensives Bild des italienischem Lebens. Ich konnte in die schöne Landschaft Italiens eintauchen und die Personen wurden mir lieb.

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Rezensionen von thora01:

Frau Merkels 3. Fall - spannend und humorvoll

Glückskatz von Kaspar Panizza

Inhalt/Klappentext:
RACHE IST SÜSS Das Ableben des zwielichtigen Abmahnanwaltes Hasso von Käskopf gleicht zwar einer Hinrichtung, löst in München aber Genugtuung aus. Ein weiterer mysteriöser Mord – und schon spricht man in der Stadt von einem Serienmörder, der Recht und Gesetz in die eigenen Hände nimmt.

Viele Verdächtige erschweren Steinböck und seinem Team die Arbeit. Dann taucht plötzlich, zu Frau Merkels Missfallen, eine winkende Porzellankatze aus Japan mit einer geheimnisvollen Botschaft auf. Jetzt ist Steinböck wirklich gefordert.
(Quelle: Gmeiner Verlag)

Meine Meinung:
Sehr spannender und humorvoller Krimi. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. Ganz besonders waren die Gedanken und Dialoge der Katz sehr ansprechend. Ich wurde sofort von der Geschichte mit ihren Protagonisten gefangen genommen. Ganz besonders gefällt mir Frau Merkel. Sie ist eine etwas eigensinnige Katzendame, die ihre Nase am liebsten in die Arbeit von Kommissar Steinböck steckt. Bei den menschlichen Protagonisten ist mir Kommissar Steinböck sehr sympathisch. Er lässt sich durch nichts und niemanden aus der Ruhe bringen. Seinem kriminalistischem Instinkt entgeht fast nichts. Auch die anderen Mitglieder des Team von Kommissar Steinböck finde ich sehr spannend. Jeder von ihnen hat seine ganz persönlichen Eigenheiten. Die Story ist von Beginn an sehr undurchsichtig und ich hatte etwas Mühe den roten Faden zu finden und nicht mehr zu verlieren. Das Highlight in der Geschichte war für mich die Katz und ihre meist sehr parteiischen Einwürfe. Ich musste über diverse Aussagen der Katz schmunzeln. Der Abschluss war für mich sehr spannend und hat mich überrascht.

Mein Fazit:
Sehr spannender und nicht todernster Krimi. Ich wurde sofort von der Story gefangen genommen und ich kann es kaum erwarten den nächsten Fall der Katz in meine Finger zu bekommen.

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Rezensionen von begine:

Charmant

Einmal für immer, bitte von Susan Mallery


Die Autorin Susan Mallery besticht in ihren Romanen durch Humor und Charme.

Einmal für immer, bitte, ist ein bezaubernder Liebesroman. Er ist der letzte Teil der Happily – Serie 4. von 4. Silver will in einem kleinen Ort eine mobile Bar für Hochzeiten aufziehen. Sie versucht einen Kredit bei der Bank bekommen, der wird abgelehnt.

Drew, dessen Großvater die Bank gegründet hat, gibt ihr das Geld. Als sie 18 Jahre alt waren, waren sie ein Liebespaar und haben eine Tochter, die zur Adoption frei gegeben wurde.
Die Personen in diesem Roman sind sehr verschieden . Drews Mutter und seine Tante sind ziemlich eingebildet.
Silver und ihre Mitarbeiter sind eine nette Truppe.

Die Autorin lässt das Geschehen zu einem netten Roman werden. Silvers Bedenken und Ängste sind gut gestaltet. Von Drew bin ich nicht immer beeindruckt.
In dem Roman sind die meisten Personen zu nett beschrieben. Trotzdem ist er fesselnd.

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Rezensionen von thora01:

Ein besonderes Haus - sehr spannender 1. Band der Marc Renner Reihe

Die Blutfinca von Jorge de La Piscina

Inhalt/Klappentext:
Ein geheimnisvoller Azteke, grausam entstellte Leichen und ein Haus, in dem vor 700 Jahren ein Mord geschah – Der ehemalige Kriminalbeamte und Profiler Marc Renner hat gerade sein Restaurant eröffnet, als das Grauen den malerischen Küstenort Cala Pi heimzusuchen scheint. Ein Leichenfund folgt dem nächsten und immer wieder erscheint kurz zuvor der Aztekenprinz auf der Klippe.

Renners Erfahrung ist gefragt und schon bald befindet sich der bodenständige Profiler auf den Spuren einer uralten Legende – der Legende um die Blutfinca. Aber wer ist sein Gegner? Kämpft er gegen einen Geist, ein Haus, oder doch gegen einen brutalen Killer aus Fleisch und Blut? – Ein Mallorca Thriller um ein mysteriöses Haus, das vor langer Zeit verschwand.
(Quelle: epyllion Verlag)

Meine Meinung:
Sehr spannend und ein wenig gruseliger Thriller. Der Schreibstil konnte mich ab der ersten Seite überzeugen. Er lässt sich sehr gut lesen und ich konnte mich ganz in die Geschichte einlassen. Das Setting gefällt mir sehr gut. Der Autor hat das Hinterland von Mallorca sehr gekonnt in Szene gesetzt. Die Protagonisten gefallen mir sehr. Ganz besonders mach ich Marc Renner. Er wirkt sehr sympathisch und hat ein wenig Mühe seine deutsche Art abzulegen und sein Leben auf der Insel zu genießen. Sehr spannend fand ich wie er mit den anderen Bewohnern des Dorfes umgeht. Der Storyaufbau gefällt mir sehr gut. Der Gedanke eine Aztekenlegende in die Geschichte einfließen zu lassen macht das Werk zu etwas Besonderem. Die Suche nach der Blutfinca ist sehr spannend und ein wenig verworren. Ich hatte Mühe den roten Faden nicht zu verlieren. Die Nebenprotagonisten machen es Marc nicht leicht auf der Spur zu bleiben. Die Art des Autors verschiedene Verbrechen in der Geschichte zu platzieren ist für den Leser sehr spannend. Der Abschluss ist sehr actiongeladen und überraschend. Ich hätte das Verbrechen nicht dem wahren Täter zugeordnet.

Mein Fazit:
Toller Thriller. Sehr spannend und verwirrend. Ich wurde von der Geschichte sofort in den Bann gezogen und habe das Buch ohne Pause durchgesuchtet. Ich kann es für Thrillerliebhaber sehr empfehlen.

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Rezensionen von jiskett:

Hat mir angenehme Lesestunden beschert

Bleib doch, wo ich bin von Lisa Keil

"Bleib doch, wo ich bin" ist eine locker-leichte Lektüre für ein paar angenehme Lesestunden zwischendurch. Es gibt Missverständnisse und Kommunikationsprobleme, aber die Interaktion der Protagonisten miteinander ist davon abgesehen einfach schön und man sieht, dass sie trotz all ihrer Unterschiede gut zusammen passen, sodass ich ihre Liebesgeschichte gerne gelesen habe.

Das Buch spielt zu großen Teilen in der Gegenwart, doch es gibt ein paar Rückblicke, die dabei helfen, Kaya und Lasse besser kennen zu lernen und zu verstehen, wie ihre Vergangenheit sie geprägt hat. Gerade bei Lasse ist dies der Fall und seine schlechten Erfahrungen mit seiner Exfreundin erklären sein Verhalten Kaya gegenüber, da er Angst hat erneut verletzt zu werden und deshalb zögert, sich wieder auf eine Frau einzulassen - vor allem auf eine, die so anders als er zu sein scheint. Sie liebt das Leben in ihrem vergleichsweise kleinen Ort, ihr Pony und ihren Buchladen, hat bisher allerdings nicht wirklich feste Beziehungen geführt, während er an große Städte gewöhnt ist, nur kurzzeitig in Neuberg bleiben möchte und nicht weiß, wie man sich nach einem One-Night-Stand verhalten soll.

Auf den ersten Blick haben sie nicht viel gemeinsam, doch schon bei ihrer ersten richtigen Begegnung stimmt die Chemie zwischen ihnen einfach und sie können sich gut unterhalten. Die Autorin macht deutlich, dass sie sich nicht nur sexuell zueinander hingezogen fühlen, sondern sich gut verstehen, über viele Dinge reden können und sehr gerne Zeit zusammen verbringen, sodass es leicht ist zu sehen, wie sie langsam Gefühle füreinander entwickeln. Obwohl die Umstände ihres Kennenlernens nicht gerade ideal waren und ihnen später einiges an Kummer eingebracht haben, war es von Anfang an offensichtlich, dass sie gut zusammen passen würden, auch wenn sie einige Hindernisse überwinden und Missverständnisse klären müssen.

Ich muss ehrlich zugeben, dass ich nicht mochte, wie Lasse gegen Ende mit einigen Enthüllungen umgegangen ist, weil ich fand, dass er Kaya gegenüber unfair war, aber zugleich konnte ich verstehen, wieso er Schwierigkeiten damit hatte, ihr zu vertrauen und ein Gespräch zuzulassen, vor allem, da er von falschen Annahmen ausgegangen ist, die ihn sehr verletzt hätten. Davon abgesehen hat mir die Entwicklung der Liebesgeschichte gefallen und ich habe das Buch gerne gelesen, weshalb ich vier Sterne vergebe; es gab Höhen und Tiefen, doch man spürt die ganze Zeit, dass die Protagonisten einander sehr glücklich machen (könnten) und das war für mich das wichtigste. Zudem hat mir der Schreibstil gut gefallen und ich fand die Nebencharaktere toll, weshalb ich mich freue, dass es einen zweiten Band geben wird. Sobald er erscheint, werde ich ihn definitiv lesen, da ich sehen will, wie diese Figuren ihr Glück finden.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Witzig, genial, außergewöhnlich, tierisch

Wir Kinder vom Kornblumenhof, Band 1: Ein Schwein im Baumhaus von Fröhlich Anja

"Wir Kinder vom Kornblumenhof. Ein Schwein im Baumhaus" ist der Auftakt einer richtig tollen Kinderbuchreihe!
Meine Tochter und ich waren total begeistert von der chaotischen Familie Schluckewitz, bestehend aus Mama, Papa, Oma, Opa, dem großen Bruder Henry, der kleinen Schwester Lolli und natürlich der Protagonistin und Ich-Erzählerin Mai, die 9 Jahre alt ist - allein schon der Name Schluckewitz ist einfach nur genial! Und dann der perfekt passende Name der Schweinedame: Fräulein Stinkewitz! Meine Tochter fand diesen Namen soo witzig!
Und natürlich leben am Hof auch noch ein Onkel, zwei Tanten, und jede Menge Cousins und Cousinen.

Und es gibt neben Fräulein Stinkewitz noch jede Menge anderer Tiere auf dem Kornblumenhof: den süßen, aber eigenwilligen Esel Pavarotti, der am liebsten in seiner Hängematte abhängt, Kühe, Hühner, und neuerdings auch sieben kleine Wollschwein-Ferkel.
Die Mama, Fräulein Stinkewitz, ist ein wenig überfordert, und so helfen die Kinder natürlich mit und jedes Kind kümmert sich um ein Ferkel.
Und dann ist da noch der versteckte Aufgang in der alten Eiche, den Lolli gefunden hat, und in die Opa ein Baumhaus baut - nur für die Mädchen. Klar, dass das unbedingt geheim gehalten werden muss.

Der Schreibstil ist flüssig und mitreißend, meine Tochter wollte gar nicht aufhören zuzuhören.
Viele wunderschöne und detailreiche farbige Illustrationen untermalen das Gelesene, auf denen es immer viel zu entdecken gibt.
Natürlich streiten sich die Geschwister immer mal wieder, bzw. gibt es Zwistigkeiten innerhalb der Familie, aber sie finden immer wieder zusammen - vor allem, als Bruder Henry von dem seltsamen Abraxas und seiner Bande bedroht wird.
Klar, dass das Ferkel von Mai auch der Liebling meiner Tochter war - es ist ja auch einfach zu niedlich anzusehen mit dem orange bemalten Ringelschwänzchen!

Fazit:
Tolles amüsantes Kinderbuch über Tiere, Natur, ein gutes Miteinander und Zusammenhalt, v.a. innerhalb der Familie. Viele tolle bunte Illustrationen und süße kleine tierische Protagonisten. Dieses Buch hat alles, was ein richtig gutes Kinderbuch ausmacht!

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Rezensionen von Gaby 2707:

Eine Geschichte, die Lust auf mehr (Meer) macht

Mit James auf Sylt von Claudia Thesenfitz

„Glück ist Liebe, nichts anderes. Wer lieben kann, ist glücklich.“ Hermann Hesse

Es ist ein herrlicher Sommertag Anfang Juni mit milden 20 Grad, als Jana Mertens, 43, ohne Job und nach 7 Jahren Beziehung gerade frisch getrennt, mit ihrem riesigen Begleiter Richtung Sylt düst. Sie, die Hundehasserin, soll für 2 Monate den fünfjährigen Neufundländer James, fast 2m lang und 65kg schwer, ihrer Schwester Jane hüten.

Dafür darf sie auf Sylt im Ferienhaus ihrer Schwester entspannen. Hier lernt sie Dr. Frank Konrad mit seiner Rassehündin Paula kennen. Der zweite Mann, der ihr hier auf der Insel begegnet ist Ben, ein Hundetrainer, der Jana versichert, dass sie keine Ahnung von Hunden hat. Den einen mag sie sehr, den anderen braucht sie für ein Führungszeugnis für James. Und dann überschlagen sich die Ereignisse.


Durch den leichten, lockeren und humorvollen Schreibstil meistere ich die Fahrt von Hamburg und komme ich in Gedanken schnell und entspannt auf Sylt an. Schon auf den ersten Seiten spüre ich den Lokalkolorit, der sich in den Beschreibungen der ersten Begegnung von Jana auf der Insel ausdrückt. Ich sehe die kleinen reetgedeckten Häuser und die Wellen, die Gischt, die Dünen der Nordsee vor mir. Ich fühle mich jedenfalls sofort wohl auf der Insel der Reichen und Schönen und begleite Jana und James zu den verschiedensten Restaurationen und Cafees der Insel.

Jana wird mir im Rahmen der Gedanken, die sie sich über sich selbst macht, wie nebensächlich ganz konkret und vorstellbar vorgestellt. Ich mag sie ab unserer ersten Begegnung und mir gefällt die Verwandlung, die sie im Laufe der Geschichte macht sehr gut. Genauso wie ihre neue Nachbarin Jutta, mit ihrem kölschen Dialekt und ihrer sehr direkten Art. Alle anderen Handelnden hier habe ich, bis auf einen, als liebenswert und freundlich kennengelernt. Und der eine Unsympath spielte nur eine kurze Rolle in Janas Leben. Bei der Demo, die Jana zusammen mit David und Ben organisiert hat, wäre ich gerne dabei gewesen. Mein absoluter Lieblingsdarsteller ist allerdings James. Es ist köstlich zu lesen, wie er mit seinem Verhalten und seinen Marotten Jana langsam an den Rand des Wahnsinns bringt. Ich liebe diesen einzigartigen großen Kerl.

Die Namensverwechslung (Jana = einmal Mertens, einmal Schmidt) oder einige Rechtschreib- bzw. Wortfehler sollten vielleicht überarbeitet werden, haben mich aber beim Lesen nicht weiter gestört.

Ein wunderbarer Roman gesettet auf einer der schönsten Inseln Deutschlands hat mich sehr gut unterhalten, ich konnte mitfiebern und habe manches Mal schmunzeln müssen.
Meine Leseempfehlung ist mit 4,5 von 5 Sternen verbunden.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Dramatisch, spannend, emotional – ein wundervoller historischer Roman

Das Seehospital von Helga Glaesener

Dieses war mein erstes Buch von Helga Glaesener – und es hat mich restlos begeistert!

Es ist das Jahr 1920 und die junge Medizinstudentin Frida kehrt anlässlich der Beerdigung ihres Großvaters in ihre Heimat zurück. Auf Amrum ticken die Uhren noch anders, vor allem im Kirschbaum’schen Elternhaus, das von außen wie eine mondäne Villa anmutet, innen jedoch mit Gefühlskälte durchzogen ist und einem Eispalast gleicht.

Umso mehr freuen sich Fridas jüngere Geschwister über deren Ankunft, denn bei Mutter Rosa und (Stief-)Vater Rudolf gibt es wenig zu lachen – stets dreht sich alles nur um Finanzen und darum, die Töchter möglichst vorteilhaft zu verheiraten. Zu Fridas Entsetzen will die Familie das vom Großpapa gestiftete Seehospital schließen und in ein exklusives Kurhotel umwandeln – ein indirektes Todesurteil für die erkrankten Waisenkinder, denen auf dem Festland kaum Unterstützung winkt. Noch ahnt Frida (für die es nicht infrage kommt, die kleinen Patienten jetzt im Stich zu lassen) nicht, welche Auswirkungen ihr Handeln haben wird…

Bezüglich des Inhalts möchte ich ergänzen, dass dies kein reiner Krankenhaus-Roman ist, der sich ausschließlich in den Räumlichkeiten einer Pflegeanstalt abspielt. Dennoch hat das Seehospital, wo lungenkranke Waisenkinder betreut werden, eine tragende Rolle und der Kampf um dessen Erhalt wird ebenso in die Handlung eingebunden wie die Lebensumstände derer, die es verwalten: Familie Kirschbaum.

Von der ersten Seite an hat mich der fesselnde, angenehme Schreibstil derart in den Bann gezogen, dass ich einfach nicht aufhören konnte zu lesen. Die intensiven, bildhaften Beschreibungen ließen mich komplett eintauchen in die Handlung und weckten in mir die Sehnsucht, selbst einmal wieder ans Meer zu reisen. Man spürt förmlich das Salz auf den Lippen, den Wind in den Haaren, den Sand unter den Füßen und hört das Kreischen der Möwen. Doch auch der Esprit der norddeutschen Metropole Hamburg wird gekonnt eingefangen und beleuchtet das damalige Leben in der Großstadt - mit all seinen Facetten. Der Krieg mag zwar vorbei sein, doch es herrscht bittere Armut und Hunger. Gegen das beschauliche, idyllische Amrum, wo die Menschen einander kennen und seit jeher zusammenhalten wirkt Hamburg wie ein Mosaik bunt durcheinandergewürfelter Schicksale – jeder kämpft für sich. Allerdings gibt es auch Menschen, die sich der Wohlfahrt verschrieben haben und Erfüllung darin finden, den Kriegsinvaliden und Prostituierten, die abseits der elitären Viertel ein Schattendasein fristen, zu helfen. Eine dieser beeindruckenden Persönlichkeiten ist Jenny Hopf.

Alle Figuren, sowohl Hauptfiguren wie auch Nebenakteure, sind herausragend ausgearbeitet worden und wirken in ihrem Wesen ungemein tiefgründig und überaus vielseitig. Die authentischen Dialoge tragen ihren Teil dazu bei. Frida, die älteste der Kirschbaum-Schwestern, ist jemand, mit dem ich zu gerne befreundet wäre und die mir von allen Charakteren am vertrautesten geworden ist. Sie hat das Herz am rechten Fleck und ich kann ihre Gedankengänge, ihre Emotionen zu jedem Zeitpunkt nachvollziehen. Frida erkennt ganz genau, was um sie herum passiert, lässt sich weder einschüchtern noch einlullen und steht für ihre Wünsche und Ideale ein – selbst wenn das bedeutet, sich gegen gewisse Mitglieder ihrer Familie stellen zu müssen. Auch Louise und Emily, die zwei jüngeren Mädchen der Familie, habe ich – jede auf ihre eigene Art und Weise – ins Herz schließen können. Nicht alle ihrer Handlungen konnte ich gutheißen, allerdings fiel es mir leicht, mich in ihre Situation hineinzuversetzen – jeder Mensch reagiert individuell auf (unerwünschte) Neuerungen im Leben. Christian war mir mit Abstand der verhassteste Charakter. Jetzt fragt man sich vielleicht: was kann an einem pubertären Jungen denn so furchtbar sein? Nun, an seinem Beispiel zeigt die Autorin, dass man bei Menschen keine Kategorisierung in "nur gut" oder "nur böse" vornehmen kann. Trotzdem war mir selten eine Figur (die hier glücklicherweise nur eine Nebenrolle spielt und den Gesamteindruck keineswegs trübt, sondern lediglich die Handlung vorantreibt) so zuwider.

Erzählt wird aus verschiedenen Perspektiven, die jeweils in eigene Kapitel unterteilt sind und dem Werk somit eine stimmige Struktur geben. Zudem wird die Spannung kontinuierlich erhöht und man muss einfach immer weiterlesen, so mitreißend ist die Entwicklung der Geschichte. Es gibt keine großen Zeitsprünge oder sonstige Ungereimtheiten, dafür eine Vielzahl zusätzlicher Einblicke und mehr als nur eine unerwartete Wendung. Auch wenn hier und da ein düsteres Thema angesprochen wird, überwiegt ein positiver Eindruck.

Fazit: Dieses Werk hat alles, was ich mir von einem historischen Roman wünsche: eine interessante Familiengeschichte voller Geheimnisse, wunderschöne Landschaftsbeschreibungen, eine starke Frau als Hauptfigur, Zeitgeist und Lokalkolorit und jede Menge Gefühl.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein bisschen Natur ins Haus holen

Einfach natürlich von Kern Doris

In mehr als 200 Rezepten, geordnet nach den vier Jahreszeiten, erklärt uns Doris Kern, welche Schätze der Natur wie nützen können. Es gibt Beispiele aus folgenden Bereichen

Kosmetik
Hausmittel
Kulinarisches
Dekoration selbst gemacht

Statt teurer chemischer Kosmetikprodukte können wir mit Badeherzen, die sich auch als Geschenk gut eignen, in die Wanne steigen und nach Herzenslust den Duft genießen.

(Winterwald auf S. 184) Das Quittenpeeling (S. 173) kann als Ersatz eines mit Mikroplastik versetzten aus der Parfümerie dienen. Hübsch anzusehen ist die Lavendel-Körperbutter (S. 105).

Saponnide enthaltendes Waschpulver aus Rosskstanien (S.167) hilft umweltschädliches Waschpulver sparen, ist aber leider in der Herstellung aufwändig, da es nicht haltbar ist. Zahlreiche Tipps für Tees und Salben finden wir beim Kapitel „Hausmittel“.

Köstliche Nachspeisen wie das himmlische Blütenmousse (S. 63) lassen die Herzen von Naschkatzen höher schlagen. Auf der Zunge zergehen wird das, nach der russischen Primaballerina Anna Pawowla, benannte Walderdbeer-Dessert (S. 95). Das Pikante Vogelbeermus (S. 155) passt gut zu Wildgerichten undlockt Experimentierfreudige. Eine Handvoll Eierschwammerl lassen sich mit Steinsalz gut konservieren (S.151).

Zwar sind die Vogelfutterpralinen (S. 199) nicht für Menschen gedacht, aber bieten eine nette Beschäftigung für einen Winternachmittag - und dekorativ sehen sie auch noch aus. Für jede Jahreszeit gibt es noch Deko-Tipps aus der Natur.p

Die Anleitungen sind gut erklärt und bunt bebildert. Als Einstieg erhalten wir noch eine kleine Warenkunde.

Fazit:

Ein schönes Buch, das uns dazu anleiten kann, die Schätze der Natur zu achten und für uns zu verwenden. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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Rezensionen von Emmmbeee:

Von der Glückssuche und dem Scheitern

Die Liebe im Ernstfall,6 Audio-CD von Daniela Krien

In diesem Roman wird von den fünf Frauen Paula, Judith, Brida, Malika und Jorinda und ihrer Geschichte erzählt. Die ist aber durchaus nicht gefällig-rosarot, sondern eher auf der Schattenseite des Lebens angesiedelt. Sie alle sind miteinander verbunden, was sich erst nach und nach herausstellt. Da wird nichts beschönigt, und beim Lesen fühlt man sich manchmal recht unbehaglich, vielleicht weil man sich in den Frauen ab und zu selbst erkennt.

In den fünf Teilen des Buches werden sie nacheinander beleuchtet, ihre Stärken, Schwächen, Entscheidungen. Es geht um ihre Partner und Kinder, um Verlust und Verdruss, Trauer und Lebenskampf, um ein tapferes "Trotz allem" - und zwischendurch auch um kleine Freuden. Ein wichtiges Thema ist der Fall der Berliner Mauer, und was er mit sich gebracht hat: eine neue Freiheit mit ihren Tücken. Es geht aber auch um Kultur, um Musik und Literatur.
In einem erfrischenden, lebendig-farbigen Stil geschrieben, mit Tempo durchgezogen, öffnet der Roman den Blick auf andere Arten, das Leben zu gestalten, sich durchzusetzen, sich selbst nicht zu verlieren. Aber eben: Jeder muss seinen eigenen Weg finden, und er ist halt oft recht dornig.
Das Coverbild zeigt sehr passend eine Frau kurz vor einem vielleicht waghalsigen Sprung. Aber ist das nicht ein Sinnbild für jeden Lebensweg?
Ich habe den Text als Hörbuch genossen, was den Nachteil hatte, dass ich nicht zurückblättern konnte, wenn ich die Personen manchmal nur schwer auseinanderhalten konnte. Mit Verve gelesen von Bibiana Beglau, Maren Eggert, Nina Kunzendorf, Jeannette Hain und Anna Schudt, hat jede Figur ihre charakteristische Stimme erhalten. Mir hat der Roman sehr gefallen.

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