Kunden em pfehlungen
Rezensionen von manu63:
Dark Age
Bedrohung lautet der Titel des erstes Bandes der zweiteiligen Reihe Dark Age von Sabine Schulter.
Liz lebt in einer düsteren und bedrohlichen Umgebung seitdem durch ein magisches Tor dunkle Wesen in die Welt eingedrungen sind. Nur in der Hauptstadt sind die Menschen einigermaßen sicher, da nachts Krieger unterwegs sind, die mit ihren magischen Kräften die Menschen schützen.
Liz will in der Hauptstadt ihr Leben neu ordnen und einen Neubeginn wagen und trifft dabei auf den Krieger Nick, der sie in die Kämpfe mitzureißen droht.
Die Autorin schafft eine Welt in der die Menschen einer Gefahr ausgesetzt werden die nur durch das Engagement von Kriegern und ihren Helfern in Schach gehalten werden kann. Anfangs gibt es für die Leser eine kleine Erläuterung der Ausgangslage, so das man als Leser direkt in das Geschehen geworfen werden kann. Danach lernen wie Liz kennen, die in eine neue Wohnung zieht. Sie ist eine der Hauptcharaktere und die Geschichte wird abwechselnd aus ihrer Sicht und aus der Sicht von Nick, dem weiteren Hauptcharakter, erzählt. Durch den steten Wechsel erlebe ich die Geschichte aus zweierlei Sicht und das hat mir gut gefallen. Die Geschichte lebt eher durch ihre ruhige Art mit einigen Spannungsbögen als durch rasantes Spiel. Der Alltag von Liz und Nick nimmt einen gehörigen Raum ein, ist aber für die Geschichte wichtig. Das mag einigen Lesern langatmig oder langweilig erscheinen aber man sollte als Leser auf Kleinigkeiten achten, da sich darin so manches für den Weitergang der Geschichte andeutet.
Die Beziehung von Liz und Nick wächst eher langsam und explizite Stellen bekommt man nur in geringem Maß und mit keinen detaillierten Beschreibungen geliefert. Das hätte auch nicht zur eigentlichen Geschichte gepasst.
Die Nebencharaktere finde ich gut angelegt und auch die weniger guten Protagonisten bekommen authentische Züge. Der Schreibstil selber ist für mich flüssig lesbar, auf Schachtelsätze wird verzichtet. Insgesamt eine Geschichte die mich gut unterhalten hat und die mit einem Cliffhanger endet der neugierig auf Band 2 macht.
Rezensionen von Vicky:
Bücher prägen uns
Dein fremdes Herz von Kati Seck
'Dein fremdes Herz' ist ein Liebesroman der Autorin Kati Seck. Das Cover ist wunderschön und toll gestaltet. Es wirkt richtig warm, freundlich und einladend, ich finde es sehr ansprechend. Die Farben erinnern, zumindest mich, an einen Sonnenuntergang und verleiten zum Träumen.
Der Roman umfasst einen Prolog und zweiundvierzig Kapitel, den Abschluss bildet das Kapitel 'Zehn Monate später'.
Unter 'Über dieses Buch' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte rund um Nela , ihren Vater Hannes und Maximilian holen.
Die Widmung am Anfang des Romans schafft die richtige Atmosphäre fürs Lesen des Buches. Ich muss diese hier nun zitieren und hoffe damit auch den einen oder anderen für das Buch begeistern zu können: 'Denn an diesem Morgen war die Stille da. Nach all den unendlich langen Tagen des Wartens war sie da. Und sie war so endgültig, dass ich wusste: Ich würde sie nie wieder brechen können.'
Nicht jedes, aber viele Kapitel enthalten Personen- und Zeitangaben. Dadurch findet man sich leicht zurecht und weiß immer wann und bei wem man gerade ist.
Fazit: Berührender und sehr gelungener Roman – diese Buch bekommt auf jeden Fall meine Empfehlung!
Rezensionen von S.:
Anhaltende Spannung
Wer sich umdreht oder lacht ... von Mel Wallis de Vries
Mandy ist geschockt: ein gleichaltriges Mädchen wird ermordet. Aufnahmen ihrer letzten Minuten werden auf Snapchat veröffentlicht. Sie ist ohnehin in einem emotionalen Ausnahmezustand: ihre Mutter liegt sterbend im Krankenhaus, ihre Schwester benimmt sich unausstehlich, ihre Freundin verhält sich merkwürdig.
Kurz darauf wird ein weiterer Teenager getötet und wieder werden Bilder ihres Sterbens online gestellt. Die Situation macht Mandy schwer zu schaffen, einziger Lichtblick ist die Bekanntschaft mit Axel, den sie im Krankenhaus kennenlernt. Sie verliebt sich, sucht Trost.
Dann wird nach dem selben Tatmuster ein weiteres Mädchen grausam getötet, wieder gibt es makabre Videos auf Social Media- Kanälen. Der anwesende Freund wird verletzt. Und das war nicht der letzte Mord.
Mel Vallis de Vries hält die Spannung konstant hoch.
Das gelingt ihr, indem stets die Situation und die letzten Gedanken der Mädchen aus deren Perspektive beschrieben werden. Viele Spuren werden gelegt, viele Personen machen sich verdächtig. Es knistert regelrecht. Wer ist der Mörder, welche Motive hat er, warum stellt er die Opfer sogar noch nach ihrer Ermordung bloß, wie gelingt es ihm, lange unerkannt zu bleiben?
Ein absoluter Pageturner mit viel Thrill. Klare Leseempfehlung.
Rezensionen von KimVi:
Fesselndes Jugendbuch
Saligia von Swantje Oppermann
Keira wird schon ihr ganzes Leben lang von ihrem immensen Zorn geleitet. Dadurch wird sie zur Außenseiterin, denn ihre Mitschüler merken, dass sie anders ist. Selbst die eigene Mutter hält sie auf Distanz. Eines Tages wird sie von einem unbekannten Mann aufgesucht, der ihr mitteilt, dass sie eine Saligia ist.
Keira hat übernatürliche Kräfte und trägt das Erbe der Todsünde Zorn in sich. Doch damit ist Keira nicht alleine. Auf der Canterbury School soll sie mit anderen Saligia lernen, ihre Kräfte und ihre ungezügelte Wut zu kontrollieren. Keira lässt ihr altes Leben hinter sich und beginnt sich langsam an die neue Situation und ihre Mitschüler, die alle Erbe einer Todsünde, wie Hochmut, Habgier, Lust, Zorn, Völlerei, Neid und Trägheit sind, zu gewöhnen. Doch dann wird eine vermisste Mitschülerin tot aufgefunden. Keira merkt schnell, dass die anderen Saligia Geheimnisse haben. Ist vielleicht ein Mörder unter ihnen?
Obwohl man zunächst einen Moment braucht, um sich an die außergewöhnliche Hauptprotagonistin Keira, die sich oft von ihrem ungezügelten Zorn leiten lässt, zu gewöhnen, gelingt der Einstieg in die Geschichte mühelos. Der Schreibstil ist flüssig und äußerst angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und wird außerdem, genau wie Keira selbst, langsam mit den Besonderheiten der Saligia vertraut gemacht. Die Charaktere wirken lebendig, sodass man sich ganz auf diese ungewöhnliche Welt einlassen kann.
Die Atmosphäre in der Schule wirkt düster und geheimnisvoll. Gemeinsam mit Keira versucht man die unterschiedlichen Saligia, die hier miteinander leben, einzuschätzen. Doch das ist gar nicht so einfach. Denn jeder scheint hier ein Geheimnis zu haben. Man kann sich nicht sicher sein, wem Keira eigentlich vertrauen kann. Dadurch baut sich die Spannung recht früh auf, kann durchgehend gehalten werden und gipfelt in einem überraschenden Finale. Am Ende gibt es ein paar lose Handlungsfäden, die auf eine Fortsetzung hoffen lassen.
Mir hat dieser Genre-Mix aus Fantasy, Jugendbuch und Krimi, fein abgestimmt mit einer wohldosierten Prise Liebe, ausgesprochen gut gefallen. Einmal angefangen, mochte ich das Buch nur ungern aus der Hand legen, da mich der außergewöhnliche Plot, die lebendigen Charaktere, die geheimnisvolle Atmosphäre und die stets spürbare Spannung förmlich durch die Handlung getrieben haben.
Rezensionen von Gaby 2707:
Schön war´s wieder in Neuharlingersiel zu sein
Zum Teufel mit den fiesen Friesen von Christiane Franke; Cornelia Kuhnert
Rudi Bakker und sein Wittmunder Kollege KOK Schnepel ermitteln noch im Fall eines von seinem Motorrad geschossenen politisch engagierten Tankwarts, da passiert schon der zweite Mord. Eine junge Kitesurferin wird mitten im Sprung von einem Motorboot aus erschossen. Als dann auch noch ein Angler durch einen gezielten Schuss sein Leben verliert, kommen die Kollegen von der Kripo Wittmund schnell an ihre Grenzen.
Rudi Bakker hat eigentlich im Moment keinen Kopf für neue Ermittlungen. Er lernt erst jetzt seinen Vater Hoyko Manninga und seine Halbschwestern kennen.
Gut, dass sich da Rosa Moll wieder einschaltet.
Auch diesmal habe ich mich richtig auf meine Freunde in Friesland gefreut. Wenn ich mit ihnen zusammen einen Fall lösen darf, ist es wie Freunde besuchen und mit ihnen zusammen durch die Gegend zu fahren.
Hier erschießt jemand Menschen. Nach welchen Kriterien sucht sich der Mörder seine Opfer aus? Was haben sie gemeinsam? Wer schießt hier so gut, dass er mit einem Schuss ins Schwarze bzw. sein Opfer tödlich trifft?Wie kann man ihn endlich überführen? Fragen, die sich nicht nur Bakker, Schnepel und deren Chef Haueisen stellt. Auch Rosa mischt wieder kräftig mit. Und ich natürlich auch.
Doch durch die verschiedensten Verdächtigen, immer neue Alibis nach denen sie wieder gestrichen werden müssen, einigen Wendungen, die mich immer wieder in die Irre führen, dauert es bis kurz vor Schluss der Geschichte, bis der Täter entlarvt, schlüssig überführt und festgesetzt ist.
Diesmal geht es um Umweltschutz, Windkrafträder, eine neue Logistikhalle und alte Häuptlingsfamilien und deren Burgen. Klar, dass es da zwei Lager gibt. Aber dass man seine Überzeugung ausgerechnet mit Mord durchsetzen will – das geht gar nicht.
Rudis Vater, der seit vielen Jahren in Kanada lebt und hier und heute erst seinen Sohn und später seinen Enkel kennenlernt, ist mit seinen beiden Töchtern auf Deutschlandbesuch. Er bringt die leichte Seite in die Geschichte mit ein. Wobei sich Rosa schon sehr wegen einer der Töchter ärgert. Aber da will ich nicht zu viel verraten.
Schön finde ich das Zusammensitzen auf dem Hof von Henners Eltern mit Mudder, Vadder, Henner und seinen 8 Schwestern und natürlich Rudi und seine neue Familie.
Christiane Franke und Cornelia Kuhnert haben es auch diesmal wieder geschafft, mich mit ihrem leichten, lockeren, spannenden Schreibstil zu fesseln und beim Lesen zu halten. Auch diesmal habe ich wieder einiges über diesen kleinen Teil Deutschlands erfahren, was ich vorher noch nicht wusste. Der Lokalkolorit kommt auch hier wieder besonders zum Tragen durch die Teezeremonie, die immer und überall gepflegt wird. Auch die Bewohner von Friesland werden durch ihre Wortkargheit und ihr herzliches Wesen, wenn man denn mal durch die dicke Schale durch ist, punktgenau beschrieben. Und ich liebe sie!
Zum Schluss der Geschichte bekomme ich nochmal einen Überblick über das Stammpersonal der Serie und über die weiteren Personen, die nur für diesen Fall relevant sind.
Natürlich dürfen auch die Rezepte aus Mudder Steffens´ Küche nicht fehlen. Bei den Schmorkartoffeln mit Zwiebeln und Speck und dem Rührei mit Krabben läuft mir gleich das Wasser im Mund zusammen.
Die Autorinnen haben mir auch diesmal wieder einen interessanten und spannenden Regional-Krimi mit liebenswerten und anderen Menschen, die mein Herz nicht erobern konnten, vorgelegt. Und ich freue mich schon heute auf meinen nächsten Besuch in Neuharlingersiel.
Rezensionen von Anja:
erst spannend, dann zäh und enttäuschend
Golden Darkness. Stadt aus Licht & Schatten von Brennan Sarah Rees
Vor zwei Jahren hat Lucie nach einem schweren Schicksalsschlag den Sprung von der armen Dunkelstadt in die reiche Lichtstadt geschafft. Dorf führt sie nun ein privilegiertes Leben, nicht zuletzt auch durch ihre Beziehung zu Ethan, dem Sohn eines hochrangigen Politikers.
Ihr ruhiges Leben gerät ins Wanken, als der geheimnisvolle Carwyn auftaucht und es in der Dunkelstadt zu brodeln beginnt – wegen Lucie…
Der Einstieg des Buches hat mir gut gefallen.
Verdächtigungen, ein unbekannter Doppelgänger, eine Beinahe-Hinrichtung – es geht spannend los.
Doch leider verflog die Lesefreude dann nach und nach.
Ich hatte große Probleme mit dem ganzen Weltenentwurf. Man wird erst mal völlig ahnungslos in das ganze System hineingeworfen. Im Verlauf werden dann zwar ein paar Hintergründe erläutert, irgendwie war es mir insgesamt aber zu wenig. Bis zum Schluss hatte ich das Gefühl, noch nicht alle Zusammenhänge der geteilten Stadt und Magie verstanden zu haben.
Hinzu kam, dass ich auch mit Lucie meine Schwierigkeiten hatte. Anfangs fand ich sie noch toll. Sie setzt sich mutig für ihren Freund ein und behandelt sogar den Doppelgänger, der in der Gesellschaft verachtet wird – was sie wütend macht–, ohne Vorurteile. Im Verlauf der Handlung bleibt von dieser Stärke aber dann recht wenig übrig. Es gibt immer wieder Situationen, in denen sie sich feige verhält. Sie tut etwas Verbotenes, verschleiert es aber aus Angst. In der Lichtstadt brodelt es wegen ihr, doch Lucie schaut nur zu oder läuft weg und versteckt sich.
Richtig schlimm fand ich dann das Ende. Zwar hat Lucie bis dahin mal zwei, drei starke Momente, in denen sie versucht zu handeln, letztlich reichte mir das aber nicht, sodass ich das Buch mit dem Gedanken „so viele total unnötige Opfer“ frustriert beendet habt.
Ich hatte gelesen, dass es sich um einen Einzelband handeln soll – wenn das so ist, ist das Ende umso unbefriedigender, weil so Vieles offen bleibt. Mein Interesse weiterzulesen ist nach den letzten Ereignissen allerdings auch gering.
Lucie ist die Ich-Erzählerin der Geschichte. Der Teenager teilt seine Gedanken und Gefühle mit den Lesern – und das ziemlich ausführlich. Sie kommt immer wieder ins Schwafeln. Sie hält ewig lange innere Monologe, in denen sie über ihre Möglichkeiten nachdenkt – aber dann ja nicht viel tut. Dadurch fand ich das Buch nach dem starken Beginn leider sehr zäh.
Sympathisch war mir Carwyn, dessen Beweggründe nicht immer ersichtlich sind. Seine Absichten verschleiert er hinter überzogenen Handlungen und ironischen Kommentaren. Allerdings kam er insgesamt etwas kurz. Und auch Ethan bleibt sehr blass, sodass ich mir kaum ein richtiges Bild von ihm machen konnte.
Fazit
Ein blutiges, grausames Gemetzel für nichts und wieder nichts… Nach einem spannenden Beginn konnte mich die Geschichte leider nicht überzeugen. Viel zu lange innere Monologe in Verbindung mit einer Protagonistin, die nur zuschaut und wenig handelt, machen die Handlung zäh. Hinzu kommt, dass mich das Ende wütend gemacht hat – und damit meine ich nicht, dass es so offen ist…
Rezensionen von skiaddict7:
Ein sehr wichtiges Buch zu einem Thema, das uns alle etwas angeht.
Der Welt nicht mehr verbunden Die wahren Ursachen von Depressionen - und unerwartete Lösungen von Hari Johann
„Du bist keine Maschine mit kaputten Komponenten. Du bist ein Tier, dessen Bedürfnisse nicht erfüllt werden. Du brauchst eine Gemeinschaft. Du brauchst sinnvolle Werte, nicht die Schrottwerte, mit denen du dein Leben lang vollgestopft wurdest und die dir versichert haben, Glück entstehe durch Geld und den Kauf von Sachen.
Du brauchst sinnvolle Arbeit. Du brauchst die Natur. Du brauchst das Gefühl, dass du in der Welt respektiert wirst. Du brauchst eine sichere Zukunft. Du brauchst Bezug zu all diesen Dingen. Du musst die Schamgefühle loslassen, die entstehen können, wenn man missbraucht worden ist.“
Jeder von uns hat jemanden im Bekanntenkreis, der an Depressionen leidet. Vielleicht sind es sogar wir selbst, aktuell oder in der Vergangenheit. Egal was die Verbindung zur Depression ist, jeder hat im Leben auf irgendeine Weise ein- oder mehrmals Kontakt mit dieser Krankheit.
Johann Hari war noch ein Teenager, als bei ihm eine Depression diagnostiziert wurde. Er bekam Antidepressiva und ihm wurde gesagt, es handle sich um ein Ungleichgewicht von Neurotransmittern im Gehirn. Jahrelang nahm er langsam immer höhere Dosen von Antidepressiva – jedoch ohne relevanten Effekt. In diesem Buch präsentiert Hari seine Recherchen zu dem Thema Depression und Angststörungen. Er ist um die Welt gereist, hat sich mit hunderten von Betroffenen und Ärzten und Psychologen unterhalten, und hat sich in die aktuelle Studienlage eingelesen. Dadurch hat er schließlich acht „Auslöser“ von Depressionen identifiziert. Die Auslöser sind schlüssig und man fragt sich, wieso dies neue Erkenntnisse sein sollen. Jedoch werden diese bisher von behandelnden Fachpersonen nicht unbedingt als solche beachtet. Häufig werden Patienten mit Depressionen einfach Antidepressiva verschrieben, ohne zu beachten, was eigentlich der Grund für die Episode war. Und, solange der Auslöser weiter besteht, ist die Tablette häufig nicht genug. Hari schlägt im Verlauf des Buches Lösungen für die jeweiligen Auslöser vor, die, wie er zugibt, jedoch nicht immer einfach umzusetzen sind. Dieses Buch ist ein Ansatz, damit wir als Gesellschaft endlich umdenken, und depressive Menschen besser unterstützen können. Ich kann Hari nicht bei all seinen Aussagen zustimmen. Teilweise ist das Buch schwer zu lesen, manche Punkte sind für meinen Geschmack ein bisschen zu ausführlich beschrieben. Dennoch ein außerordentlich wichtiges Buch, das JEDER lesen sollte, egal, ob er selbst betroffen ist oder nicht.
Rezensionen von yellowdog:
fasziniert von den Manatis
Die Stimme des Meeres von Sergio Bambaren
Die Stimme des Meeres ist Sergio Bambaren neues Buch, sehr kurz, aber mehr Raum braucht der Autor nicht, um von seiner Begegnung mit Manatis, also Seekühe, in Crystal River in Florida.
Der Peruaner schwimmt dort mit ihnen und tritt in Beziehungen mit ihnen, besonders mit Swami, einem Manati-Bullen mit einem Haufen Narben auf dem Rücken und nur einem Auge.
Damit macht Bambaren auf die Gefahr der Manatis durch den Menschen aufmerksam. Viele Tiere werden durch Bootsschrauben verletzt.
Zwar beginnt der Autoren zum Ende hin etwas zu predigen an, aber die Beschreibungen der Küstenregion und den Tieren überzeugt. Es gelingt ihm, die faszinierenden Eigenschaften der Seekühe zu zeigen.
Rezensionen von KimVi:
Spannender Pageturner!
Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. von Läckberg
Faye und Jack Adelheim gelten als absolutes Traumpaar. Jack führt ein angesehenes Unternehmen, bei dessen Aufbau Faye entscheidenden Anteil hatte. Geld spielt für die beiden keine Rolle, denn sie sind mittlerweile sehr vermögend. Deshalb ist Faye auch nicht berufstätig, sondern kümmert sich um die gemeinsame Tochter Julienne.
Doch der schöne Schein trügt, denn Jack scheint völlig zu vergessen, welchen Anteil Faye an seinem beruflichen Erfolg hatte, behandelt sie von oben herab und zeigt ihr die kalte Schulter. Faye setzt alles daran, ihrem Mann zu gefallen. Doch er hat nur Verachtung für sie übrig. Die Ratschläge ihre besten Freundin will Faye nicht hören, denn Jack bedeutet alles für sie. Doch dann kommt der Tag, an dem sie aus ihrem goldenen Käfig gestoßen wird und der Wahrheit ins Auge sehen muss.
Bei diesem Spannungsroman wird man, ohne langatmiges Vorgeplänkel, gleich mitten ins rätselhafte Geschehen geworfen. Denn im Prolog erlebt man Faye in einer sehr emotionalen Situation. Julienne wird vermisst. Eine riesige Blutlache, die ihr zuzuordnen ist, deutet auf ein Verbrechen hin - und Jack steht unter Verdacht! Das Interesse an der Handlung ist dadurch sofort geweckt, denn man stellt sich die Frage, was passiert ist und wie es dazu kommen konnte. Doch bis zur Aufklärung muss man sich fast bis zum Schluss gedulden. Der Schreibstil ist von Anfang an flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb ganz in die Handlung eintauchen.
Das Buch ist in drei Teile gegliedert. Am Anfang erlebt man Fayes Leben im goldenen Käfig. Sie ordnet sich ihrem Mann vollkommen unter, nimmt sich selbst zurück und bettelt förmlich um Anerkennung. Obwohl Faye sympathisch wirkt, möchte man sie beim Lesen am liebsten schütteln, damit sie die Augen nicht länger vor der Wahrheit verschließt und ihrem Mann entgegentritt. Denn Faye ist eigentlich viel intelligenter als ihr Mann und deshalb ist es zunächst nur schwer nachvollziehbar, warum sie sich so behandeln lässt. Rückblicke in Fayes Vergangenheit lassen außerdem die Schlussfolgerung zu, dass sie von einem Geheimnis umgeben ist, das von ihr streng gehütet wird. Sie scheint also keineswegs brav und vollkommen naiv zu sein. Doch in Bezug auf Jack, scheint sie eine rosarote Brille zu tragen.
Diese wird ihr in den folgenden zwei Teilen des Buchs genommen. Faye wird gezwungen, sich Jack zu stellen und schmiedet einen perfiden Racheplan. Ab hier nimmt die bis dahin bereits sehr spannende Handlung noch deutlich mehr Fahrt auf. Man gerät förmlich in den Sog der Ereignisse und mag das Buch kaum noch aus der Hand legen. Denn man erlebt eine vollkommen andere Frau und verfolgt gebannt ihre Aktionen. Die Autorin versteht es hervorragend, die Charaktere so lebendig zu schildern, dass man mit ihnen mitfiebert. Man entwickelt beim Lesen unwillkürlich selbst eine Wut auf Jack und hofft deshalb, dass Fayes Pläne aufgehen werden. Dadurch entwickelt sich das Buch zu einem echten Pageturner, der am Ende noch mit einer überraschenden Wendung punkten kann.
Ich habe mich beim Lesen dieses fesselnden Spannungsromans sehr gut unterhalten. Einmal angefangen, geriet ich förmlich in den Sog der Handlung und konnte das Buch erst aus der Hand legen, als ich am Ende angekommen war. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich deshalb alle fünf Sternchen und eine klare Leseempfehlung.
Rezensionen von Harakiri:
Psychoterror
Golden Cage. Trau ihm nicht. Trau niemandem. von Läckberg
Camilla Läckberg, bekannt durch ihre Fjällbacka-Krimireihe, versucht sich an ihrem ersten Thriller. Und es gelingt!
Faye hat alles: zusammen mit Jack hat sie eine Firma aufgebaut, die beiden leben in einem tollen Haus und haben eine wunderbare Tochter. Als aber Faye Jack mit einer anderen Frau erwischt, wirft er sie aus der Firma und reicht die Scheidung ein.
Er nimmt Faye alles – nur nicht ihre Selbstachtung. Denn Faye sinnt auf Rache – und auf Jacks Vernichtung.
Es gibt ja einige „unterdrücktes Frauchen wehrt sich“ Thriller, aber Läckberg ist etwas Neues gelungen. Die Ehefrau, die endlich aus ihrem Dornröschenschlaf erwacht und ihre Intelligenz nutzt, um Rache zu nehmen. Dabei geht sie durchaus raffiniert vor und hat Erfolg. Wobei mir hier die Dinge etwas weit hergeholt erschienen. Die Kosmetik, die läuft, weil unterdrückte Frauen Investitionen getätigt haben? Naja, egal. Funktioniert hat es ja.
Auch die emotionale Ebene kommt durch die beste Freundin von Faye nicht zu kurz.
Der Plot allerdings ist etwas vorhersehbar, aber darüber kann man gut hinwegsehen, denn das Buch unterhält gut, wenn auch nicht so spannend, wie ich es erhofft hatte. Aber Fayes Wandel mitzuerleben hat viel Spaß gemacht.









