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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von LEXI:

Eine schicksalhafte Begegnung

Strandkörbchen und Wellenfunkeln 01.04.2019. Paperback / softback. von Schier Petra

Eine schicksalhafte Begegnung

Lars Verhoigen ist Inhaber einer Werft und geschäftlich unterwegs. Als er auf einer Autobahnraststätte Halt macht, beobachtet er einen bärtigen Mann, der einen Jutesack gegen einen Baum schlägt, ihn mit den Füßen tritt und dann verschwindet. Lars‘ schlimmste Befürchtungen bewahrheiten sich, als er ein leises Wimmern aus dem Sack vernimmt.

Er entdeckt die geschundene Leiche eines kleinen Golden Retriever Welpen und ein zweites, verletztes, aber noch lebendes Hundebaby. Lars bringt den überlebenden Welpen sofort zu Tierärztin Luisa Messner, die eine medizinische Versorgung vornimmt und den Hund zur Beobachtung bei sich behält. Lars hat sich bereits in die süße kleine Fellnase verliebt, die er „Jolie“ nennt, und nimmt dankbar Ratschläge zur richtigen Ernährung des Hundes und für den Kauf einer Erstausstattung an. Doch Luisa Messner kann ihr professionelles Verhalten und die nötige Distanz nur schwer aufrechterhalten. Bei Lars Verhoigen handelt es sich nämlich um jenen Mann, der ihr vor Jahren das Herz gebrochen hat, und den sie bis zum heutigen Tag nicht vergessen konnte. Wird sie ihre Lehren aus den damaligen Ereignissen gezogen haben und seinem Charme diesmal widerstehen?

Petra Schier erzählt in diesem Roman die Geschichte zweier Menschen, die eine sehr enge, beinahe schon geschwisterliche Beziehung zueinander hatten. Doch mit den Jahren wurde aus dieser tiefen Freundschaft Liebe – eine Liebe, die schließlich zerbrach. Die Autorin thematisiert die Versuche der beiden Protagonisten, wieder an diese Freundschaft anzuknüpfen und zu prüfen, ob sich daraus etwas entwickeln könnte. Der süße Welpe auf dem Coverfoto ist Anlass für das erneute Aufeinandertreffen zwischen Lars und Luisa. Die kleine Jolie ist auf die ärztliche Versorgung der jungen Tierärztin, und auf die liebevolle Zuwendung ihres neuen Herrchens angewiesen. Den Gedanken des Hundes wird durch eine sehr kindliche Ausdrucksweise, in kursiver Schrift dargestellt, Ausdruck verliehen.

Petra Schier erzählt in locker-leichter Sprache von der Vergangenheit ihrer Hauptfiguren und beleuchtet dabei auch das familiäre Umfeld sowie den Freundeskreis von Lars und Luisa. In kleinen Rückblenden erfährt man von den damaligen Ereignissen, die mittlerweile acht Jahre zurückliegen. Empfindlich gestört haben mich hierbei jedoch die Einbindung einer sehr schlichten Umgangssprache („er ist angefressen“, „dann wird sie mich hauen“) sowie der großzügige Einsatz der Gossensprache. Ich empfand das Cover sowie die Kurzbeschreibung zudem als irreführend, da sie den Eindruck eines amüsanten und humorvollen Romans mit einem tierischen Protagonisten vermitteln. Das Buch stellte sich jedoch als erotischer Liebesroman mit seitenlangen detaillierten Beschreibungen sexueller Handlungen heraus. Ich hatte mir definitiv etwas anderes erwartet. Schade.

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Rezensionen von nil_liest:

26 Kantone und Felix ist mit Sophie mittendrin

Mit Felix durch die Schweiz von Annette Langen

Als Fans vom Hasen Felix waren wir natürlich sehr gespannt auf die neue Reise durch die Schweiz! Wie immer ist das gelungene Bilderbuch sehr toll bebildert von Constanza Droop. Mit detailreichen Abbildungen – es gibt immer wieder neues, anderes zu entdecken beim Vorlesen oder Selbstblättern.
Was aber macht die Felix-Bilderbücher so beliebt? Natürlich die Briefe!!! Auch wenn das Medium Brief in unserer heutigen Gegenwart leider ein seltenes privates Kommunikationsmittel geworden ist, erfreut es die Kinder sehr, wenn wieder mal ein Brief an der Reihe ist.

Neben den Briefen lernt man fast nebenbei sehr viel über die Ziele, die Felix und seine Besitzerin Sophie haben. „Mit Felix durch die Schweiz“ bringt uns natürlich die Schweiz näher, meine beiden Kinder (6 Jahre alt) fanden besonders beeindruckend, dass es 4 Sprachen in diesem einen Land gibt! Mein Sohn studiert mit Vorliebe die Wappen auf den Einschlagseiten.
Und wieder eines der unschlagbaren Argumente für die tolle Felix-Reihe, es ist eine Reihe für sehr viele Altersstufen. Ab 3 Jahren vorlesbar und bis in die erste Klasse spannend. Natürlich mit anderem Fokus. Der 3jährige lauscht eher dem Verlauf und schaut die Bilder an, die 6jährigen nehmen eher das Wissen auf. Der Text ist recht lang, aber Annette Langen findet wieder einmal genau die richtigen Worte und Satzlänge um die Kleinen nicht zu überfordern, aber auch die Spannung zu halten und Wissen zu vermitteln.
Einzige Anmerkung gilt den Themenübergängen, die sind an mancher Stelle nicht so rund wie in den Vorgängerbänden geworden. Aber tut dem Lesespaß keinen Abbruch.
Fazit: Wer eine Reise in die Schweiz plant mit den Lütten kann hier die ersten Grundlagen schaffen. Wer nicht in die Schweiz reist, wird es nach dieser Lektüre eventuell mit den Kindern machen wollen!

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Rezensionen von Tara:

Mutig & ehrlich

Mit Felix durch die Schweiz von Annette Langen

„Mein Vaterland! Warum ich ein Neonazi war“ ist ein selbstkritischer, autobiografischer Roman des Autors Christian E. Weißgerber.

Offen erzählt der Autor wie es dazu kam, dass er in die Naziszene rein gerutscht ist – eine von Gewalt geprägte Kindheit und der spätere Wunsch nach Orientierung.

Dabei versucht er keineswegs sich zu rechtfertigen oder etwas schön zu reden, sondern berichtet ganz sachlich und nüchtern welche Umstände dazu geführt haben und wie sich seine Einstellung verändert hat.

Neben dem persönlichen Teil erfährt man noch interessante Fakten und einiges an Hintergrundwissen über die Szene und dabei macht der Autor deutlich welche Strategien verwendet werden, um die Menschen gezielt zu beeinflussen. Es ist erschreckend, wie viel Gewalt vorherrscht und wie diese legitimiert wird.
Die Thematik des Buches ist brisant und erschreckend aktuell. Obwohl der Autor selbst mitten drin steckte, gelingt es ihm sehr sachlich eine objektive Sichtweise zu vermitteln.

Insgesamt ist es ein offenes und ehrliches Buch bei dem auch ab und zu der Humor des Autors durchblitzt. Trotzdem war der Schreibstil an einigen stellen ein wenig anstrengend und umständlich, weshalb ich bei meiner Bewertung einen Stern abziehe.

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Rezensionen von rewareni:

Freund oder Feind

Deutscher Frühling von Sebastian Thiel

1945-Deutschland ist besiegt und viele Städte sind zerbomt, die Menschen irren durch die Straßen und versuchen zu überleben. So wie der ehemalige Wachtmeister Hardy Schmittgen in Köln, der Frau und Kind verloren hat und keinen Sinn mehr darin sieht, einen aussichtslosen Kampf gegen die Alliierten zu führen, auch wenn es noch ein paar junge Soldaten gibt, die immer noch treu zu ihrem Führer halten.

Da begegnet Hardy der 14 jährigen Luisa, die ihre Eltern verloren hat und sich mit Schmugglerei durchs Leben schlägt. Als beide zufällig dem britischen Verbindungsoffizier Reginald Taylor bei einer Schlägerei das Leben retten, ahnen sie noch nicht, dass sie in einem perfiden Katz- und Mausspiel die Hauptdarsteller sind. Geheime Aufträge, die sie zum Wohle für Deutschland tätigen sollen, werden immer mysteriöser und auch gefährlicher. Sind es zuerst Schätze, die aus dem Kölner Dom ,,gestohlen´´ wurden und die nun gefunden und den Bürgern wieder zurück gegeben werden sollen, so sind es plötzlich geheime Pläne, die, wenn sie in die falschen Hände geraten, die Zukunft Deutschlands gefährden würden. Viel Zeit bleibt den beiden nicht, denn bald schon soll das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland in Kraft treten und Hardy und Luisa können keinem mehr trauen.
,, Deutscher Frühling´´ ist wieder einmal ein spannender und geschichtsträchtiger Roman von Sebastian Thiel. Wer den Autor kennt weiß, dass man in seinen Romanen eintauchen kann in die Vergangenheit, wo er geschichtliche Ereignisse mit fiktiven Elementen ausbaut und darum eine interessante Geschichte spinnt. Wie auch in seinen vorherigen Büchern hat der Autor viel über die damlige Zeit recherchiert und man trifft auf bekannte Namen wie Konrad Adenauer oder Willy Brandt. Aber auch die Auslagerung des Dreikönigenschrein und den Altar der Stadtpatrone nach Schloss Weißenstein, finden hier ihre Erwähnung.
Nicht nur die geschichtliche Komponente möchte ich erwähnen, sondern auch den tollen Schreibstil des Autors, der mit seiner bildhaften und manchmal auch brutal getreuen Beschreibung einer Szenen, bei dem Leser ein Gänsehautgefühl aufkommen lässt. In vielen Szenen spürt man die Verzweiflung der Menschen, wenn schmuggeln der einzige Weg zum Überleben ist, die Traurigkeit derjenigen, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen. Aber auch die Kaltblütigkeit von denen, die die Situation ausnützen und kein Erbarmen kennen, wenn sie einen Vorteil für sich sehen. Sehr gut haben mir dabei die beiden Hauptprotagonisten gefallen. Hardy, ein bereits ältere Mann, der eigentlich nicht mehr leben möchte. Er hat seine Familie verloren, der Krieg und seine Folgen haben ihm zermürbt und er möchte nur mehr seine Ruhe haben. Luisa hingegen ist auf der einen Seite noch ein zerbrechliches Kind, aber auf der anderen Seite eine starke, kaltblütige und vom Leben schwer gebeutelte junge Frau. Beide sind wie ,,angeschlagene Schiffe´´, die gemeinsam verzweifelt versuchen, sich irgendwie ans Ufer zu retten. Dabei hat der Autor sehr schön das Wechselspiel der beiden beschrieben, wo man als Leser nie genau sagen konnte, wer von den beiden nun der Erwachsene und wer das Kind ist. Speziell Luisa hat dabei einen wichtigen Part gespielt, da sie oft über kluge Gedanken verfügt hat und einen unbändigen Überlebenswillen gezeigt hat. Auch wenn zu Beginn keiner dem anderen über den Weg getraut hat, haben sie begonnen ein unsichtbares Band zu knüpfen, wo sich jeder auf den anderen blind verlassen konnte.
Bis zum Schluss kann man mitfiebern, miträtseln und mitleiden und hoffen, dass die Geschichte ein gutes Ende findet.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Auf Agatha Christies Spuren

Dünengeister von Nina Ohlandt

List auf Sylt 1778. Ich lerne Deichgraf Haie Melander kennen, der mit Leichen handelt, die hier am Strand angespült wurden. Ein guter Verdienst, mit dem er auch noch die Familie seines Bruders Jesko versorgen kann.

List auf Sylt 1914: Carola Henriette Borgwart kommt mit 14 Jahren nach Sylt. Nach einem Mord im Hause Melander, bei dem sie den Täter gesehen hat, verschwindet sie spurlos.

Endlich ein paar Tage frei. John Benthien, erster Hauptkommissar der Kripo Flensburg und seine Freundin Lilly Velasco vertreiben sich ihre freie Zeit auf Sylt. Aber nur solange, bis Tristan Melander mit menschlichen Knochen bei ihnen auftaucht, die er in der nahen Düne gefunden hat. Und aus ist´s mit der Ruhe. Als dann Yvonne Melander und ihr Sohn Nicky vergiftet in deren Wohnung gefunden werden, beginnt die Arbeit für John Benthien und sein Team.

Dies ist nun schon der sechste Fall, bei dem ich dabei sein und mit ermitteln darf. Am Anfang gibt es eine Aufstellung der Mitarbeiter der Kripo Flensburg, die mir hier begegnen.
Für Neueinsteiger dürfte es kein Problem sein, diesen Fall auch ohne Vorkenntnisse zu lesen. Ich persönlich mag es allerdings, wenn ich die Personen von Anfang an kennenlerne und dann ihre Entwicklung mit verfolgen kann. Und das nicht nur bei den Ermittlern, sondern auch bei Johns Vater Ben, der mir mit seinen Kochrezepten immer das Wasser im Mund zusammenlaufen lässt.

Ich habe mich sehr gefreut, John, Lilly, Tommy und Ben hier wieder zu treffen und war gespannt, auf welchen Fall sie wohl diesmal stoßen würden. Diesmal erlebe ich die Ermittlungen im Falle der Familie Melander, bei denen sich die Unglücksfälle mit tödlichem Ausgang schon seit Jahrzehnten zu häufen scheinen. Die Melanders, eine Familie, von denen die meisten Familienmitglieder für mich nicht sonderlich sympathisch rüber kommen. Alt eingesessen auf Sylt und mächtig stolz auf ihre Ahnen und Urahnen. Besonders Adeline, das Oberhaupt der Familie, ist sehr auf den guten Ruf und das Ansehen der Familie bedacht.
Bei den vielen Namen war das Register am Ende der Geschichte sehr hilfreich.

Alle Protagonisten sind wieder so liebevoll, facettenreich und gut vorstellbar gezeichnet, dass sie in meinem Kopfkino gleich ihre Plätze besetzen.
Der Erzählstil von Nina Ohland ist auch diesmal wieder so farbig, ausgefeilt und bildhaft, gerade auch wenn ich über die Insel streife. Ich freue mich gerade riesig, wenn ich in diesem Jahr hier urlauben und das alles selbst kennenlernen darf.

Obwohl es immer neue Spuren gibt, will sich ein eindeutig Schuldiger für mich nicht heraus kristallisieren. Immer wieder passen Puzzleteilchen nicht zueinander, müssen die wenigen Beweise und Indizien verworfen werden. Dadurch erhöht sich die Spannung dauerhaft enorm. Als es endlich nach Agatha Christie-Manier zur Auflösung des Falles kommt, war ich doch überrascht, konnte aber alles gut nachvollziehen. Diese Art der Auflösung hat mir sehr gut gefallen.
Es bleiben auch einige Fragen offen. Und so bleibt die Hoffnung, dass es mit spannenden Fällen für John, Lilly und Tommy weiter gehen wird.

Auch dieser Krimi hat mich wieder total eingefangen, war interessant und hat mir spannende Lesestunden geschenkt.

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Rezensionen von KimVi:

Spannender Rachefeldzug

Nemesis von Hoffman Jilliane

Staatsanwältin CJ Townsend ist nach Miami zurückgekehrt. Als sie auf einer Frauenleiche ein Branding entdeckt, ist sie sicher, dass diese Frau ein Opfer des Snuff-Clubs ist, der schon Jahre sein Unwesen treibt. Da CJ im Besitz einer Liste ist, auf der die Namen der Mitglieder dieses mörderischen Clubs stehen, beginnt sie auf eigene Faust Nachforschungen anzustellen.

Dabei nimmt sie das Gesetz in die eigene Hand. Denn sie weiß, dass niemand sonst das perfide Treiben des Clubs jemals stoppen wird...

"Nemesis" ist nach "Cupido", "Morpheus" und "Argus" bereits der vierte Band der Thriller-Reihe um die Staatsanwältin CJ Townsend. Man kann den aktuellen Ereignissen sicher auch dann folgen, wenn man noch keinen Teil der Serie gelesen hat, da wichtige Informationen aus den Vorgängern in die Handlung eingeflochten werden. Da die Bücher aber aufeinander aufbauen, empfiehlt sich dennoch die Einhaltung der Reihenfolge. Denn man erfährt entscheidende Details aus den vorherigen Büchern und könnte sich, wenn man sie nicht nacheinander liest, die Spannung verderben.

Der Einstieg in die Handlung gelingt mühelos. Einige Rückblicke auf die vorherigen Ereignisse sorgen dafür, dass einem die Zusammenhänge wieder in Erinnerung gerufen werden oder aber, wenn man noch keinen Teil gelesen hat, dass man dem aktuellen Geschehen dennoch folgen kann. Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen mühelos vorstellen und deshalb ganz in die mitreißende Handlung eintauchen. Allzu zartbesaitet sollte man beim Lesen allerdings nicht sein, denn Jilliane Hoffman beschreibt auch das eiskalte, perfide Treiben des Snuff-Clubs so realistisch, dass man diese grausigen Szenen unmittelbar vor Augen hat.

Das Interesse an der Handlung wird von Anfang an geweckt, auch wenn der Einstieg, in dem man noch einige Infos aus dem vorherigen Geschehen bekommt, noch nicht besonders spannend ist. Dennoch sind diese Infos wichtig, um die Zusammenhänge richtig zuzuordnen. Nach und nach nimmt die Handlung dann aber deutlich an Fahrt auf. Man mag manchmal kaum glauben, was man liest und gerät deshalb unwillkürlich in den Sog der Ereignisse. Die aufgebaute Spannung kann dann durchgehend gehalten werden und gipfelt in einem atemberaubenden Finale.

CJ wirkt sympathisch, obwohl sie in diesem Teil nicht nur am Rande der Legalität, sondern weit darüber hinaus agiert. Man kann allerdings nachvollziehen, warum sie das tut und deshalb wirkt ihr Rachefeldzug, bei dem sie es sich zum Ziel gesetzt hat, dem perfiden Snuff-Club den Garaus zu machen, dennoch glaubhaft. Eine private Nebenhandlung sorgt außerdem dafür, dass man CJ gewogen bleibt.

Ich habe bereits alle Bände dieser Reihe mit großer Spannung gelesen und auch bei diesem Teil war ich sofort wieder mitten im Geschehen. Nach einem zunächst eher gemächlichen Start, konnte mich der Thriller wieder mitreißen, sodass ich ihn innerhalb kurzer Zeit verschlungen habe.

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Rezensionen von nil_liest:

Sehr spannender Nachkriegskrimi

Der Hunger der Lebenden von Beate Sauer

Es geschieht ein grausamer Mord an einer Frau im Bergischen Land außerhalb von Köln im Sommer 1947. Da es eine Tatverdächtige gibt, schickt man Friederike Matthée von der Weiblichen Kriminalpolizei zur Vernehmung dorthin. Die junge Friederike hat ein besonderes Gespür und traut ihrem Gefühl einigen Spuren nachzugehen und stößt auf Unglaubliches.

Dieser Nachkriegs-Krimi ist spannend und liest sich locker weg. Ich fand mich schnell in die Geschichte ein und auch in die äußeren Umstände der Zeit. Beate Sauer hat einen sehr angenehmen Schreibstil. Das historische Setting wird passend beschrieben und hier im Sommer 1947 herrscht noch immer große Not und vor allem Hunger. Daher der Titel der das immer wiederkehrende Motiv des Hungers im Namen trägt: „Der Hunger der Lebenden“. Mir gefiel vor allem das ausgewogene Verhältnis von historischen Elementen und dem Kriminalfall. So erkundet man Köln im britischen Sektor der Nachkriegszeit auf eine spannende Weise.
Wer Fan ist von Frank Goldammer mit seiner Reihe um den Kommissar Max Heller im Nachkriegs-Dresden ist (Der Angstmann bis Roter Rabe), wird auch die Reihe um Friederike Mattée in Köln mögen! Eine weitere Nachkriegs-Krimireihe, die aber einen anderen Blickwinkel auf diese Zeit hat durch die weibliche Perspektive und den britischen Sektor.
Ich kannte den ersten Fall „Echo der Toten“ nicht und ich konnte der Handlung trotzdem folgen was beispielweise die Beziehung zu einem britischen Royal Military Police Officer Richard Davies angeht. Aber natürlich werde ich Band 1 auch noch lesen, da mich „Der Hunger der Lebenden“ überzeugt hat.
Beate Sauer hat es auf meine Liste der Autor*innen geschafft, die ich gerne im Auge behalte und gerne weiteres von ihr lesen werde. Lucky me, dass „Der Hunger der Lebenden“ nicht ihr erstes Buch war!
Fazit: Spannender Nachkriegs-Krimi aus Köln im Sommer 1947 im britischen Sektor. Nicht nur ein unterhaltsamer Krimi sondern auch erhellend über die Nachkriegszeit zu lesen.

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Rezensionen von KimVi:

Berührt und regt zum Nachdenken an

Von A wie allein bis Z für zusammen von Debra Johnson

Die beiden Schwestern Rose und Poppy waren einmal die besten Freundinnen. Sie standen füreinander ein und sind gemeinsam durch dick und dünn gegangen. Doch diese Zeit ist schon lange vorbei. Seit Jahren sprechen die beiden nicht mehr miteinander und vermeiden jeden Kontakt. Für ihre Mutter Andrea Barnard ist dieser Zustand unerträglich.

Doch alle Vermittlungsversuche ihrerseits scheiterten über all die Jahre kläglich. Als Andrea erfährt, dass sie bald sterben muss, stellt sie mit letzter Kraft ein persönliches ABC des Lebens zusammen. Nach ihrem Tod sollen die Mädchen 26 Aufgaben, von A bis Z, gemeinsam erfüllen. Das ist nicht nur ein Weg Abschied zu nehmen, sondern auch ein letzter Versuch, die beiden Schwestern zu versöhnen.....

Der Einstieg in diesen gefühlvollen und berührenden Roman gelingt mühelos. Vom ersten Moment an schwebt eine ganz besondere Atmosphäre zwischen den Zeilen, der man sich nur schwer entziehen kann. Man hat das Gefühl, nicht nur außenstehender Leser zu sein, sondern sich mitten im Geschehen zu befinden und all die Emotionen, die im Verlauf der Geschichte durchlebt werden, hautnah nachzuempfinden.

Debra Johnsons Charaktere wirken so lebendig, dass man nicht nur ihre Wut nachempfinden, sondern gemeinsam mit ihnen trauern, lachen, weinen und hoffen kann. Durch unterschiedliche Erzählperspektiven bekommt man einen gelungenen Überblick über die Gesamthandlung. Man kann die Gefühle beider Schwestern nachvollziehen und begibt sich deshalb hoffnungsvoll mit ihnen auf die Reise in ihre Vergangenheit. Die Aufgaben, die Andrea ihren Töchtern stellt, sind abwechslungsreich und von ihr wohldurchdacht. Aus jeder einzelnen spürt man Andreas tiefe Liebe zu ihren Mädchen. Da die unterschiedlichen Gefühle, die man hier durchlebt, so glaubhaft und authentisch transportiert werden, erwacht die Geschichte zum Leben. Man gerät dadurch schon früh in den Bann dieser wunderbaren Erzählung, die zwar sehr emotional ist, aber dabei niemals kitschig oder überladen wirkt. Im Gegenteil, denn sie wirkt so authentisch, dass man selbst zum Nach- und Umdenken angeregt wird.

Einmal angefangen, ist es mir kaum noch gelungen, das Buch aus der Hand zu legen. Denn die lebendigen Charaktere und ihre authentischen Gefühle haben mich sofort mitgerissen. Ich habe mit ihnen nicht nur getrauert, gehofft und geweint, sondern auch gelacht und ihren ganz speziellen Humor genossen. Für mich war diese Geschichte ein besonderes Highlight, das mich zum Nachdenken angeregt hat und mir noch lange in Erinnerung bleiben wird.

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

Ein Buch für mich

Der Stotterer von Charles Lewinsky

Grossartig, wie sich Lewinsky in die Gedanken- und Sprachwelt seiner Figuren hineinversetzt. Herrlich, dieses (zynische) Einflechten von Bibelzitaten und die überraschenden Hinweise auf Schoppenhauer. Alltagssprache, Alltagsphilosopie vom Feinsten. "Er wusste mit Bibelsprüchen zu bestrafen wie ein Staatsanwalt mit Paragraphen".

"Je unsicherer jemand ist, desto wichtiger wird ihm seine Würde." Kommt ins Regal meiner Lieblingsbücher.

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Rezensionen von yellowdog:

Das Recht auf Rückkehr

Wo die Geschichte endet von Piperno Alessandro

Überraschenderweise ist der Roman unspektakulärer als erwartet. Sehr viel passiert nicht. Im weitesten Sinne kann man von einem Familienroman sprechen, auch wenn nicht alle zusammenleben. Die Figuren bleiben blass, die Hauptfigur Matteo wirkt unsympathisch und kalt.
Matteo hatte einst Italien und seine Familie verlassen, weil es zu viele Probleme gab und ging in die USA.

Jetzt kehrt er nach 16 Jahren zurück und hofft auf ein neues, besseres Verhältnis zu seinen Kindern.
Stärken hat der römische Autor Alessandro Piperno bei den Detailbeschreibungen und der psychologischen Note. Er kann schreiben, hat Stil (wenn auch etwas zu glatt) und seine Geschichte im Griff. Nur leider schaffte er es nicht, echtes Interesse dafür zu wecken. Daran ändert auch das überraschende Finale nichts mehr.

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