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Rezensionen von niknak:

Weihnachtstee und Zimtmacarons

Inhalt:
Miela Ladur hat einen guten Job bei einem Lifestyle - Magazin, wo sie süße Köstlichkeiten kreiert. Als sie aber ihren Freund Nils bei einem Seitensprung erwischt, wird ihre heile Welt auf den Kopf gestellt.

Bei einem Spaziergang entdeckt sie das Teetässchen, eine altmodische, aber entzückende Teestube.

Leider sind die Kuchen dort nicht genießbar. Nachdem Assa, die Besitzerin und Teepsychologin, genau den richtigen Tee für sie zaubert, gerät sie immer mehr ins Schwanken. Schließlich entscheidet sie sich dafür beim Teetässchen mitzuhelfen und mit einem Macaron Adventkalender zu versuchen, den Hofgarten und den Teeladen wieder auf Vordermann zu bringen. Immerhin steht eine Kündigung der Mietverträge direkt vor der Tür.

Doch da taucht der smarte Architekt Henrik auf und auch Nils steht plötzlich wieder vor Miela. Ist sie bereit für eine neue Liebe oder bekommt Nils noch eine Chance?

Mein Kommentar:
Das Buch stammt von der Autorin Nadin Maari, einem Pseudonym von Nadin Hardwiger. Sie hat auch diesmal wieder einen sehr flotten und lebhaften Schreibstil. Man ist als Leser sofort mitten im Geschehen und es wird alles so schön detailliert und bildlich dargestellt, dass man sofort ein Bild vor Augen hat.

Die Geschichte wird aus der Sicht von Miela erzählt und so hat man als Leser sofort einen guten Einblick in ihr Leben und ihre Gedanken. Sie blüht richtig auf, wenn sie in der Küche ist und ihre süßen Köstlichkeiten zubereiten kann. Als Leser merkt man richtig, mit wie viel Eifer sie bei der Sache ist. Und auch wie viel Arbeit es ist all diese leckeren Macaraons zuzubereiten, welche sie für das Teetässchen vorbereitet. Außerdem kann man ihre Entwicklung sehr gut nachvollziehen. Sie ist zuerst sehr schüchtern und traut sich nicht so richtig ihre Meinung zu sagen. Aber als sie mit ihrer Chefin über ihren Plan im Teetässchen zu arbeiten spricht, erlebt sie ihre erste Überraschung. Und das geht auch so weiter. Miela erlebt, dass der erste Anschein oft trügerisch ist und man über gewisse Dinge sprechen muss, damit man weiß woran man ist. Sonst kann es noch oft im Leben Überraschungen geben.

Man möchte selbst am Liebsten vor Ort sein und all die Köstlichkeiten probieren. Man kann sich richtig gut vorstellen, warum die Leute da so begeistert sind und gerne wiederkommen.
Das liegt sicher nicht nur an den Macaraons, sondern auch am Tee.

Assa ist wirklich eine tolle Person und ich finde es bemerkenswert, dass sie es immer schafft, den richtigen Tee für jede Person zu kreieren. Ich wäre sehr gespannt auf meine Mischung und wäre sehr gerne auch mal Gast im Teetässchen.
Aber auch die anderen Personen in der Geschichte sind sehr schön beschrieben und man hat ein gutes Bild von ihnen bekommen.

Es ist ein wirklich gelungenes Buch rund um die Weihnachtszeit, welches zum Träumen einlädt und auf ein Weihnachtswunder hoffen lässt. Allerdings kann man es meiner Meinung nach auch sonst im Winter sehr gut lesen, wenn man sich einfach entspannt zurücklegen will und genießen.

Besonders toll fand ich, dass zu Beginn eines jeden Kapitels ein Macaron beschrieben wurde. Am Ende des Buches findet man sogar noch ein paar Rezepte für Macarons zum selbst ausprobieren. So kann man das Buch zu Hause auch noch länger nachklingen lassen. Denn ich denke, wenn ich die bunten Macarons sehe, werde ich sicher noch lange an das Teetässchen denken.

Mein Fazit:
Ein Buch zum Träumen, genießen, Tee trinken und naschen - am besten natürlich Macarons. Perfekt für die kalte Jahreszeit.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von niknak:

Freundschaft oder Liebe?

Forever You von Kathryn Freeman

Inhalt:
(Klappentext)
Sie sind beste Freunde ... eigentlich.

Als Nick 23 Jahre alt ist, weiß er schon, dass Lizzie, die Schwester seines besten Freundes, die Liebe seines Lebens ist. An ihrem 18. Geburtstag nimmt er all seinen Mut zusammen, um den ersten Schritt zu wagen. Aber Nick kommt zu spät, denn Lizzie ist bei einer Modelagentur unter Vertrag genommen worden.

Sie wird direkt am nächsten Tag nach New York ziehen.

Acht Jahre später: Lizzie ist ein erfolgreiches Topmodel, das von einer Celebrity-Party zur nächsten eilt - immer mit einem anderen Hollywood Bad Boy an der Seite. Doch dann bricht ihre Welt plötzlich zusammen. Nick ist sofort für sie da und schützt sie vor der Außenwelt. Fühlt sie doch mehr für ihn?

Mein Kommentar:
Das Buch stammt von der Autorin Kathryn Freeman und sie hat einen einfachen aber schönen Schreibstil mit teilweise sehr detaillierten und bildhaften Beschreibungen. Die Geschichte wird aus einer Erzählerperspektive beschrieben, wechselt dabei aber immer zwischen Nick und Lizzie. So erhält man als Leser einen Einblick in die Gedanken und Gefühle von beiden, was ich spannend fand und mir auch sehr gut gefallen hat.

Lizzie und auch Nick waren mir von Anfang an sehr sympathisch, obwohl ich sagen muss, dass ich Nick immer mehr ins Herz geschlossen habe. So einen Freund wünscht man sich. Er ist wie der Fels in der Brandung und immer da, wenn Lizzie Hilfe braucht, auch wenn sie es selbst noch gar nicht weiß. Er steht ihr zur Seite und unterstütz sie, egal was vorgefallen ist. Das finde ich bewundernswert und deshalb habe ich ihn auch sofort ins Herz geschlossen.

Lizzie hingegen geht ihrer Karriere wegen von England weg und nach Amerika um ihren Traum vom Modeln auch wahrzumachen. Es gelingt ihr auch und sie wird ein sehr gefragtes Topmodel, bis etwas beinahe ihre Karriere zerstört. dennoch ist sie immer am Boden geblieben und ist nie abgehoben. Ihre Familie ist ihr wichtig und auch Nick, ein langjähriger Freund. Bei ihr kann man sehr gut ihre Entwicklung nachvollziehen, wie sie langsam lernt und begreift, dass es Dinge gibt im Leben, die einfach passieren, ohne dass man etwas dafür kann. Man kann sich auch nicht selbst die Schuld an allem geben und muss manche Sachen so akzeptieren, wie sie sind. Das fand ich sehr schön und auch nachvollziehbar beschrieben.

Einzig die Entwicklung der Liebesgeschichte zwischen den beiden hat mich manchmal ein wenig genervt. Sie fühlen beide etwas füreinander und gestehen es sich auch selbst ein. Nur den anderen lassen sie nichts davon wissen. Alle Zeichen, die der Partner setzt, werden falsch interpretiert und so ausgelegt, dass jeder denkt, der andere will nichts von einem selbst. Ich hatte das Gefühl, dass sich die Geschichte da teilweise im Kreis drehte und man nicht vom Fleck kam. Auch wenn es durch verschiedene dramatische Ereignisse immer wieder spannend wurde und es Überraschungen gab, war mir die Liebesgeschichte fast ein wenig zu fad.
Ich wollte die beiden am Liebsten immer wieder schütteln und darauf aufmerksam machen, dass sie doch nun endlich miteinander sprechen sollten, was aber nicht so schnell passiert ist. Zum Glück spielt der Zufall auch immer eine wichtige Rolle in so einem Buch.

Ansonsten hat mir die Geschichte sehr gut gefallen und ich konnte das Buch auch genießen, da es Überraschungen und Wendungen gab, mit denen ich nicht immer gerechnet hatte.

Mein Fazit:
Ein schönes Buch für Zwischendurch was aber noch Potential nach oben hätte. Obwohl man weiß, wie es ausgehen sollte, kommen die Protagonisten nicht vom Fleck und drehen sich die meiste Zeit im Kreis, was ich manchmal etwas nervig fand.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von niknak:

Der Marquis und die Anstandsdame

Forever You von Kathryn Freeman

Inhalt:
(Klappentext)
Sie ist eine rebellische junge Frau ...
Als die schöne Kate Mayhew als Anstandsdame für die eigenwillige Isabel, Tochter des Marquis of Wingate, engagiert wird, steht sie auf einmal zwei Gefahren gegenüber: der wilden Anziehungskraft eines Mannes, der der Liebe abgeschworen hat, und einer Verabredung mit ihrer eigenen skandalösen Vergangenheit – die sie nicht für immer geheim halten kann.

Er ist ein berüchtigter Gentleman …
Bekannt für seine stählerne Selbstbeherrschung seit dem Tag, an dem er seine Frau mit einem Liebhaber erwischte, hat Lord Wingate geschworen, nie wieder eine Ehe zu riskieren. Doch als er die temperamentvolle Kate einstellt, gerät er in eine unmögliche Lage. Zwar ist Kate genau das, was seine Tochter Isabel braucht – aber ihre Nähe führt den unnahbaren Marquis in ständige Versuchung.

Mein Kommentar:
Dies ist ein Buch der Autorin Patricia Cabot und sie hat einen lockeren und flüssigen Schreibstil. Die Geschichte fliegt einfach so dahin und das Buch ist sehr schnell zu Ende gelesen.

Dabei wechselt die Perspektive des Erzählers immer zwischen Kate und Lord Wingate. So lernt man beide Hauptprotagonisten sehr gut kennen und erfährt einiges über sie und ihr Leben. Schon zu Beginn der Geschichte wird sehr schnell klar, wer einem sympathisch ist und wer nicht und dies ändert sich auch im Laufe der Geschichte nicht.
Die beiden Hauptprotagonisten sind sehr verschieden, was die Geschichte so richtig spannend und abwechslungsreich gestaltet.

Burke Wingate ist nach außen sehr gefühlskalt und hat eine harte Seite. Aber wenn man ihn besser kennen lernt, lernt man auch seinen weichen Kern kennen und er wird dem Leser sehr schnell sympathisch. Er hat ein hartes Schicksal hinter sich und wird von der Öffentlichkeit nicht immer freundlich aufgenommen. Dennoch hat er einen guten Platz in der Gesellschaft.

Kate hingegen hat alles verloren und wird eher gemieden und von der Seite her angesehen. Deshalb hat sie auch den Job als Anstandsdame angenommen, obwohl sie mit dem Adel eigentlich nichts mehr zu tun haben wollte. Dennoch merkt man ihre feine und gefühlvolle Art sehr schnell. Sie ist das absolute Gegenteil zum Marquis und trotzdem entwickelt sich sehr schnell eine Anziehung zwischen den beiden, die beide nur sehr schwer unterdrücken können.

Doch nicht nur in der Liebe gibt es Probleme auch das Leben mit Isabella, der Tochter des Marquis, ist nicht so einfach. So spielen mehrere verschiedene Handlungsstränge eine Rolle in diesem Buch, was es zusätzlich noch spannend macht. Obwohl alle zusammen eine tolle Einheit bilden.

Durch ein paar interessante historische Erzählungen konnte man sich gut in dieser Zeit einfinden und man fühlte sich als Leser auch ein wenig in die alte Zeit zurückversetzt. Die Szenen waren sehr schön und bildlich beschrieben, sodass man sie sich lebhaft vorstellen konnte.

Mein Fazit:
Ich finde der Autorin ist es gelungen den Leser in eine historische Welt zu entführen, die zwar eine relativ vorhersehbare Liebesgeschichte beinhaltet, welche aber dennoch schön zu lesen ist und dem Leser ein paar schöne Stunden zum Träumen beschert.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von niknak:

Mäuse auf Schatzsuche unter Wasser

Edison von Torben Kuhlmann

Inhalt:
(Klappentext)
Die Mäusewelt hat sich verändert, kluge Mäuse studieren an Mäuseuniversitäten. Wissbegierig verfolgen sie die Erfindungen der Menschen. Dank einer alten vergilbten Tagebuchnotiz seines Urahns erfährt der junge Mäuserich Pete von einem Schatz, der auf dem Meeresgrund verschollen sein soll.

Mit Hilfe seines Mäuseprofessors setzt er nun alles daran, diesen Schatz zu bergen. Die beiden erleben nicht nur ein fantastisches Abenteuer, sondern machen dabei auch eine Entdeckung, die die Menschheit für immer erleuchten wird.

Mein Kommentar:
Dieses Kinderbuch stammt vom Autor Torben Kuhlmann und ist sehr liebevoll gestaltet. Es hat zwar 112 Seiten, aber dabei sind sehr viele Bilder und so liest es sich sehr schnell. Durch den einfachen Schreibstil ist es meiner Meinung nach für jedes Alter passend. Bei kleinen Kindern eignet es sich sehr gut zum Vorlesen und gemeinsamen bestaunen der Bilder. Die etwas größeren schaffen es schon allein zu lesen, da die Kapitel mit genügend Bilder unterteilt werden. Und auch für die ganz Großen ist sicher einiges interessantes und lehrreiches vorhanden.

Auch mir selbst hat das Buch sehr gut gefallen und ich bin ganz begeistert von den liebesvoll gestalteten Bildern, welche teilweise sogar eine ganze Doppelseite groß sind. Sie sind sehr detailliert und schön dargestellt, dass man sie lange und öfters anschauen kann, um die vielen kleinen Details zu erfassen.

Aber auch der Text lässt meiner Meinung nach keine Wünsche übrig. Und ich hatte gar nicht gewusst, dass Edison bei seiner Erfindung der Glühbirne eine Maus als Hilfe hatte.  Ihr etwa?
Um solche Details zu erfahren und was die Mäuse sonst noch so alles miterfunden haben, muss man dieses Buch einfach gelesen haben. Es beschreibt mit viel Liebe zum Detail wie Pete und der Professor versuchen einem versunkenen Schatz auf die Schliche zu kommen. Dabei werden auch U-Boote gebastelt und viele andere Experimente durchgeführt.
Der Text ist klar und verständlich geschrieben und kann sicherlich auch von jedem verstanden werden. Besonders gut gefallen hat mir auch, dass am Ende des Buches noch ein kurzer Eintrag zum Leben von Thomas A. Edison geschrieben stand und somit auch die größeren noch etwas Lehrreiches im Buch fanden und mitnehmen konnten.

Mein Fazit:
Ein sehr schönes und liebevoll gestaltetes Kinderbuch, das mit seinem Inhalt und den Bildern sicherlich Kinder jeden Alters begeistern wird. Ich freue mich schon darauf andere Bücher des Autors zu lesen und bin gespannt, wo die Mäuse noch mitbeteiligt waren. Immerhin gibt es noch viele berühmte Persönlichkeiten und ihre Erfindungen zu entdecken.

Ganz liebe Grüße,
Niknak

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Rezensionen von nil_liest:

Eine Frage des Blickwinkels

Worauf wir hoffen von Fatima Farheen Mirza

Von nil
„Worauf wir hoffen“ ist ein Roman aus der Feder einer Frau die zwischen den Welten aufgewachsen ist. Fatima Farheen Mirza ist in den USA groß geworden und hat das Glück mehr als eine Kultur im Haus zu haben in ihrer Kindheit. Der Vater ist in Hyderabad aufgewachsen und ihre Mutter stammt aus einer britisch-indischen Familie.

Und genau in dieses Kulturen-Konglomerat taucht man mit ihr ab. Es ist ein emotionsgeladener Roman, der uns eine muslimische Familie in den USA näher bringt. Sicher ist der große Erfolg in den USA auch diesem Umstand zu danken, denn diese Sichtweise ist sicher noch unterrepräsentiert in der Gegenwartsliteratur. Die Autorin merkte in einem Interview mit dem Guardian an, dass das nicht mal die Intension war sondern ihren Erfahrungen entsprach. Und genau das macht es so lesenswert und gut aus meiner Sicht. Eine echte Innenansicht, von jemanden der weiß worüber er/sie schreibt! Wobei es auch ein Schrei nach Veränderung für eine bessere Gesellschaft ist was die rückständigen Ansichten von traditionell verhafteten Familienmitgliedern angeht. Die wichtige Stellung der Familie über dem individuellen Glück. Die patriarchalischen Strukturen, die Frauen bei der Entfaltung behindern, damit ist das „worauf wir hoffen“ gemeint.
Sprachlich ist auch hervorzuheben, dass Fatima Farheen Mirza Begriffe im Original nutzt und nicht übersetzt wird. Damit verschafft sie mir als Leser einen intimeren Einblick, aber zeigt mir zumindest auch was ich alles nicht kenne. Es ist immer eine Frage des Blickwinkels was das „Andere“ ist. Eine der Stärken dieses Buches.
Die Geschichte nimmt ihren Lauf auf einer Hochzeit. Wir lernen zunächst alle relevanten Familienmitglieder kennen und mehr als das spürt man beim Lesen förmlich die unausgesprochenen Anschuldigungen, die Vorwürfe, die Sorgen und zugleich auch die Freude.
Wunderbar übersetzt ist das Ganze von Sabine Hübner. Auch hier ist es interessant zu wissen, dass der Titel des Originals „A place for us“ heißt, so ganz anders als der deutsche Titel, beides passt.

Fazit: Lesen und bereichern lassen!

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Rezensionen von nil_liest:

Toller Einblick in die Bonner Republik des Jahres 1972!

Worauf wir hoffen von Fatima Farheen Mirza

Bereits Brigitte Glasers erster Roman ‚Bühlerhöhe‘ hat mich sehr begeistert und nun auch der „Rheinblick“! Diesmal entführt Brigitte Glaser uns in die Bonner Republik. Ein interessanter Kosmos, denn die dörflichste Hauptstadt der Welt hatte für ausländische Diplomaten ihren ganz eigenen Reiz und auch die innerdeutschen Verhältnisse waren turbulent in den 70er Jahren.

Der Roman umfasst „nur“ einen Zeitraum von knapp 3 Monaten, Ende 1972 und doch passiert so viel Willy Brandt wird Kanzler und die politischen Ämter werden neu verteilt.
Geschickt erzählt Brigitte Glaser aus zweiter Reihe was die Bonner Republik bewegte und die politischen Verhältnisse ausmacht in den 70er Jahren. Wir lernen verschiedene Charaktere kennen, die sich im Verlauf des Buches „annähern“. Ich finde die Idee den politischen Zirkus aus nächster Nähe, aber mit Abstand zu erzählen gelungen.
Gut geschrieben und mit viel Liebe zum örtlichen Detail erzählt sie diese Geschichte. Vor allem für Bonner und Kenner von Bonn ist das sicherlich eine sehr freudige Lektüre. Da ich mit Bonn nicht vertraut bin, tat ich mich etwas schwer. Sicher gibt es bei einem Besuch in Bonn dann das ein und andere Aha-Erlebnis der Örtlichkeiten. Spannend war es in die damaligen Verhältnisse und Gegebenheiten einzutauchen und die Welt von damals besser zu verstehen!

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Rezensionen von Gaby 2707:

Eher schon eine Biografie

Marlene und die Suche nach Liebe von C. W. Gortner

Marie Magdalene Dietrich wächst zusammen mit ihrer älteren Schwester Elisabeth bei ihrer strengen Mutter auf. Ihren Vater verliert sie, da ist sie gerade mal 6 Jahre alt. Ihre ehrgeizige und eher kaltherzige Mutter, die sie nur schwer zufrieden stellen kann, möchte, dass sie Konzertgeigerin wird. Aber nach einer Sehnenentzündung wird sie hier keine Zukunft mehr haben und Marlene beschließt Schauspielerin zu werden.

Sie heiratet Rudolf Sieber und bekommt mit ihm Tochter Maria Elisabeth, die sie liebevoll Hedede nennt. Sie verlässt beide, lässt sich aber nie scheiden. Dann beginnt ihr Erfolg und sie bricht die Brücke zu Deutschland ab und geht nach Amerika...

Ich kannte Marlene Dietrich bisher nur von ihren Filmen „Der blaue Engel“, „Zeugin der Anklage“ und ihren Liedern „Ich bin von Kopf bis Fuß auf Liebe eingestellt“, „Lili Marleen“, „Sag mir wo die Blumen sind“ und „Paff, der Zauberrachen“. Ihr Leben selbst war mir bisher fremd. Ihre Geschichte hier zu lesen zu können, habe ich sehr genossen.

Christopher W. Grotner lässt Marlene ihre Geschichte in der Ich-Form selbst erzählen. Ich verfolge ihr Leben von Kindheit an bis 1946, wo sie wieder nach Frankreich zurückkehrt. Im Nachwort erfahre ich in einer kurzen Zusammenfassung ihren weiteren Lebensweg bis zu ihrem Ende am 7. Mai 1992.
Ich tauche ein in einen bewegenden, mit Höhen und Tiefen gepflasterten Weg, einer Frau, die sich immer treu geblieben ist. Die keine Kompromisse eingeht, sich nicht verbiegt oder verbiegen lässt. Die es damit aber auch nicht besonders leicht hat im Leben. Marlene geht ihren eigenen Weg.

Ich liebe es hier auch Hintergrundinformationen über den ersten Weltkrieg zu lesen, über ihr Engagement und ihre Denkweise zum zweiten Weltkrieg, das Nachtleben in Paris. Ihr Leben in Amerika, wo sie für Juden, Emigranten und Verfolgten immer ein offenes Haus hat. Ihre vielen Bekanntschaften aus der Filmbranche, wie James Steward, Gary Grant, Jean Gabin, ihre Liebesbeziehungen, egal ob weiblich oder männlich. Sie war immer auf der Suche – nach Erfolg, Geld und Sex. Dabei blieb die Liebe für die grandiose Diva leider meistens außen vor.

Marlene selbst sagt über sich: „Ich bin immer noch Lena. Die Dietrich ist eine Illusion. Nichts als gutes Licht und Schminke.“

„Marlene und die Suche nach der Liebe“, die Geschichte einer starken, in ihrer Zeit emanzipierten, erfolgreichen, leidenschaftlichen, aber auch einsamen Frau voller Geheimnisse. C.W. Grotner ist es gelungen, seiner Bewunderung für diese Frau Ausdruck zu verleihen. Und ich habe es genossen, diese Bewunderung hier nachvollziehen zu können.

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Rezensionen von C. P.:

Dem ersten Band der Tetralogie und Götter und Magier fehlt noch ein wenig der Zauber

Der verwunschene Gott von Laura Labas

Morgan Vespian schlägt sich als Wölfin durch, als Mitglied einer Bande von Schmugglern und Dieben, und hat nicht selten mit Neid in den eigenen Reihen zu kämpfen. Durch Verrat wird sie bei einem ihrer Aufträge gefasst und landet über Umwege beim früheren Kronprinzen des Landes, der die Rückeroberung seines Thrones plant.

Helfen soll ihm dabei eine im Zauberschlaf liegende Prinzessin, fernab in ihrem verwunschenen Schloss. Dabei plant noch jemand anders, die gefährliche Reise dorthin für sich nutzen. Eine mächtige Person, welche sich nicht zu erkennen gibt. Doch Morgan kommt hinter dessen Geheimnis…
„Der verwunschene Gott“ ist der Auftakt einer Tetralogie (laut Verlagsseite) von Laura Labas, durchmischt mit Märchenelementen, Göttern und Magie. Es gibt verschiedene Hauptcharaktere, deren Wege sich kreuzen, welche jeweils ihre Abenteuer erleben und auf unterschiedliche Art mit Magie konfrontiert werden. Zudem trägt jeder seine Geheimnisse mit sich herum. Prinzen gibt es gleich mehrere, auf den „verwunschenen Gott“ hab ich beim Lesen hingegen lange Zeit gewartet, bis dann plötzlich der Aha-Moment kam.
Das Buch ist unterhaltsam geschrieben, auch wenn es anfangs etwas zu lange dauert, bis es allmählich spannend wird. Für meinen Geschmack gibt es von den spannenden und interessanten Szenen zuwenig oder sie fallen zu kurz aus. Auf Götter und Magie wird noch nicht so viel eingegangen, was es stellenweise erschwert, die Welt zu verstehen. Dazu gibt es Momente, die sich nicht stimmig anfühlen, Personen naiv wirken oder mir unverständlich handeln. Dadurch stellte sich bei mir nie das Gefühl ein, das Buch nicht mehr aus der Hand legen zu wollen, was ich sehr schade finde, da ein paar gute Ideen vorkommen. Mir fehlte ein wenig die Charaktertiefe. Und Morgans im Klappentext versprochene Entscheidung, welche „das Schicksal des gesamten Königreiches“ entscheiden soll, konnte ich so für mich auch nicht entdecken. Allerdings bietet der Roman am Ende ein paar gute Möglichkeiten für eine spannende Fortsetzung.
Ein leicht zu lesender Fantasyroman mit Märchen- und Götterelementen, dessen Magie nicht ausreichte, um mich in seinen Bann zu ziehen, der aber gute Ansatzpunkte für eine spannende Fortsetzung liefert.

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Rezensionen von C. P.:

Claras Abenteuer in den vier Reichen der Fantasie

Der Nussknacker und die vier Reiche, 2 Audio-CDs von Laura Labas

Wie durch Zauberei gelangt die junge Clara in eine Parallelwelt, welche ihre verstorbene Mutter einst erschuf und die von lebendigen Spielzeugen bevölkert ist. Doch scheinbar werden drei der Reiche von Mutter Ingwer, der Herrscherin des vierten Reiches, bedroht. Zuckerfee, die Herrscherin über das Reich der Süßigkeiten, bittet Clara um Hilfe – und diese willigt ein.

Kurz darauf gerät Clara in ein spannendes Abenteuer mit einem Nussknacker und einer Mäusearmee, welches sie sich nie erträumt hätte und das den Verlust ihrer Mutter nach und nach erträglicher macht.
Das Buch begann zu meinem Erstaunen fast schon übertrieben kitschig mit Weihnachten und den Geschenken der kürzlich verstorbenen Mutter. Als Clara jedoch die vier Reiche entdeckte, entwickelte sich die Erzählung zu einem spannenden Märchen, welches auch mir als Erwachsene wirklich Spaß machte. Zudem fand ich es wunderschön, wieviel Spaß Clara und ihre Mutter Marie am Tüfteln hatten, dem Erfinden und Reparieren von Geräten und Maschinen.
Erzählt wird aus unterschiedlichen Perspektiven wie Clara, ihrer Mutter Marie in der Kindheit sowie Zuckerfee, der Herrscherin über das Reich der Süßigkeiten. Hierbei schafft es Marie Bierstedt, der Geschichte mit ihrer Stimme einen märchenhaften Zauber zu verleihen, der das ungekürzte Hörbuch zu einem traumhaften Erlebnis werden lässt.

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Rezensionen von Meli:

Schwach in jeder Hinsicht

Law of Attraction von Annie Williams

Leider war dieses Buch in jeder Hinsicht einfach schwach, was ich schon ziemlich schade fand. In vielerlei Hinsicht gab es Potenzial, aber während manche Details schon zu ausführlich waren, kamen spannende Punkte zu kurz.

Es klingt zwar nach Office-Romance, aber der Romance Aspekt kommt viel zu kurz.

Im Mittelpunkt steht eher Lianna mit ihrem Neustart in ihrem neuen Job und in ihrem neuen Leben. Sie gibt sich viel Mühe in ihrem Job und findet schnell viele liebe Freundinnen. Nur einer ihrer Chefs ist unglaublich anspruchsvoll und bringt sie an ihre Grenzen.
Dabei ist Darren eigentlich auch gar nicht so ein "teuflisch heißer Boss", dafür aber schon ein arroganter und vor allem sehr strenger Boss, der nur mit dem Besten zufrieden ist - beziehungsweise nicht meckert.
Auch wenn die beiden eigentlich ein süßes Paar darstellen, kam kein richtiges Prickeln rüber und die Beziehung blieb eher fade, da der Schwerpunkt nicht wirklich darauf lag und auch alle romantischen Szenen kurz blieben.

Wie der Klappentext sagt, beide hätten Geheimnisse und das hätte durchaus Spannung ins Spiel bringen können, aber diese Dramen wurden überhaupt nicht vertieft! Immer, wenn es gerade spannend wurde, war es direkt wieder vorbei.

Generell hatte ich bei eigentlich allem das Gefühl, dass es eine abgeschwächte Version davon war, was es hätte sein können. Alle Probleme lösen sich von selbst und die Geschichte ist ziemlich vorhersehbar. Ich fand es zwar süß zu lesen, aber vieles war nicht überzeugend genug. Die Chemie zwischen Darren und Lianna war für mich kaum da, die Geheimnisse aus der Vergangenheit wurden so simpel gelöst und das Ende war auch recht unspektakulär. Es war zwar angenehm geschrieben, aber die Handlung war zu lasch!

Fazit
"Law of Attraction" war zu schwach in so ziemlich jeder Hinsicht. Es war kaum Romantik zu spüren und auch jeder Funke von Spannung wurde schnell vernichtet. Es war zwar nett zu lesen, aber es war einfach nicht besonders gut.

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