Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Tyrolia-Testleser:
Hannah, 13 Jahre aus Oberperfuss,
Julie Jewels - Perlenschein & Wahrheitszauber von Marion Meister
Endlich hat Julie Geburtstag und sie wird 16! Sie will eine riesen Sweet sixteen Party bei ihr Zuhause schmeißen und alles soll perfekt werden. Musik, Freunde und Essen.
Doch alles kommt anders, als Julie das mysteriöse Geburtstagsgeschenk von ihrer Großmutter entdeckt. Es sind wunderschöne Edelsteine, alle in einer unterschiedlichen Farbe und Form.
Und da Julie eine begeisterte Schmuck-Designerin ist, kommt ihr das Geschenk gerade recht. Schnell hat sie sich ein Paar Ohringe gebastelt. Aber dann bemerkt sie, wie diese Ohringe ihre Freunde beeinflussen. Alle behandeln sie wie eine Königin. Und zu ihrer Überraschung ist es mit allen Edelsteinen ähnlich. Sie trügen die Sinne ihrer Mitmenschen.
Julie sieht es nicht als Problem an, erst als ihre Party droht, in einer großen Katastrophe zu enden...
Mir hat das Buch gut gefallen, es ist lustig zu lesen, wie die Schmuckstücke Julies Freunde zu ganz verrückten Dingen treiben. Außerdem ist das Buch sehr amüsant und fantasievoll.
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Marie, 12 Jahre aus Sistrans:
Das Buch Julie Jewels, hat mir sehr gut gefallen!
Es handelt von Julie, die am Anfang des Buches 16 Jahre alt wird und vieles vorhat. Als sie aber von ihrer verschollenen Oma einen magischen Schmuckkasten zugeschickt bekommt und in lauter komische Dinge hineingerät, kommen zu ihrer Liste noch einige Punkte hinzu.
Ich finde das Buch für Mädchen zwischen elf und dreizehn Jahren geeignet, weil es zu einem Großteil um Liebe geht. Alles in allem würde ich das Buch auf jeden Fall weiter empfehlen!
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Verena, 13 Jahre aus Matrei:
Als Julie bei ihrem 16. Geburtstag ein Gespräch von ihren Eltern mithört, indem ihre Mutter sagt, dass sie Julie das Geschenk von ihrer Großmutter nicht geben kann. Julie will herausfinden, wo es ist. Als sie es gefunden hat, entdeckt sie, dass es ein Schmuckkasten ist. Julie liebt es, selbst Schmuck zu kreieren. Sie kannte ihre Großmutter nicht. Woher konnte sie das wissen?
Julie fängt direkt an Ohringe zu machen. Dabei denkt sie daran, wie es wohl wäre, wenn sie beliebt wäre und jeder sie mag.
Am nächsten Tag, als sie die Ohringe trägt, behandelt sie jeder, als wäre sie eine Prinzessin. Julie glaubt, dass sie zaubern kann. Sie probiert verschiedene Sachen aus. Als ihr Schwarm vor einem Auftritt zu starkes Lampenfieber hat, macht sie ihm einen Talisman, der für Selbstbewusstsein sorgt. Sid steigt sich immer mehr in die Sache hinein, obwohl ihre Mutter sagt, es sei zu gefährlich. Ob das alles gut wird?
Was noch passiert erfährst, du im Buch.
Mir hat es sehr gut gefallen, weil man mitfiebern konnte, es sehr spannend war und gut erzählt. Man konnte sich in verschiedene Rollen hinein versetzen. Die Gefühle waren sehr gut beschrieben. Es fühlte sich so an, als wäre man dabei.
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Nicole, 12 Jahre aus Gries:
In diesem Buch ging es um ein Mädchen namens Julie. Sie hat eine Mutter, einen Vater und einen älteren Bruder namens Mike. Ihr Bruder ist den ganzen Tag nur an seinem Handy. Ihre besten Freunde waren Merle und Ben. Zu Julies sechzehnten Geburtstag bekam sie ein Paket von ihrer Großmutter, die sie noch nie kennengelernt hatte, weil das ihre Mutter nicht wollte. Das Mädchen hörte, dass sie ein Geschenk von Großmutter Daria bekam. Ihre Mutter wollte es ihr aber nicht geben und versteckte es. Julie suchte es und fand es schließlich auch im Keller. Es war ein Schmuckkästchen. Julie liebte Schmuck und machte auch selber mit Perlen Schmuck.
Mithilfe ihrer besten Freundin fanden sie heraus, dass der Schmuck von Daria magisch war und probierten viele Dinge aus. Ihre Mutter wollte nicht, dass sie ihn benutzte, weil es gefährlich war, aber Julie hörte nicht auf sie. Sie war in einen Jungen namens Noah verliebt, der in einer Band spielte. Mit Merle entschlüsselten sie die Symbole, die auf den Schmuck waren und fanden ein Buch in den Anleitungen zu Magie waren.
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, da es sehr spannend zu lesen war. Die Geschichte hat mich sehr gefesselt und war ansprechend geschrieben. Ich würde auch gerne weitere Bände lesen. Ich empfehle das Buch weiter!
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Hannah Maria, 12 Jahre aus Innsbruck:
Julie Jewels ist ein absolutes Muss für jeden Schmuckfan! Als ich es gelesen habe, bin ich komplett überrascht gewesen. Ich hatte mir was anderes vorgestellt. Das Buch ist sehr toll geschrieben, man merkt, dass die Autorin ein echter Schmuckfan ist. Es ist sehr gefühlvoll geschrieben, und ich fand es wirklich sehr lustig, wie die Wirkung des Schmuckes unterschätzt wurde. Besonders beim „Theaterschmuck“.
Eines Morgens erwacht Julie, und endlich ist er da ihr 16-ter Geburtstag. Dann bekommt sie aber ein Geschenk von ihrer Oma, die sie nicht kennt, da sich ihre Mutter mit Julies Oma zerstritten hat. Als sie es auspackt, kommt ein Kästchen zum Vorschein, in dem Schmucksteine sind. Bald findet sie mit ihrer besten Freundin Millie heraus, dass der Schmuck verzaubert ist, was ihrer beider Leben ziemlich durcheinander bringt ...
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Helena, 11 Jahre aus Wien:
Julie hat Geburtstag. Ihre Oma, die mit ihrer Mutter verfeindet ist, schenkt ihr einen Schmuckkasten. Doch auf den Schmuckstücken liegt ein Zauber. So entstehen ziemlich verzwickte Situationen. Ob sie die mit ihrer "Schmuckmagie " lösen kann?
Nicht jeder Wunsch, den man äußert, stellt sich als geglückt heraus. Julie ist ein netter, zurückhaltender Teenager, der sich wünscht "dabei" und "beliebt" zu sein.
Das Buch ist gut geschrieben, man hat das Gefühl, dabei zu sein. Man kann sich auch vorstellen, wie es wäre, wenn man selbst diese Schmuckmagie nutzen könnte! Einige Wünsche könnten in Erfüllung gehen, wie es dann weitergeht, wäre spannend...
Die Themen Freundschaft und Liebe stehen im Mittelpunkt und natürlich Magie. Es ist ganz eindeutig ein Buch für Mädchen im Teenageralter rund um Schmuck, Romantik und die ganz normalen Mädchenprobleme. Auf die Fortsetzung des Romans freue ich mich schon jetzt.
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Sarah, 11 Jahre aus Innsbruck:
Julie bekam zu ihrem 16. Geburtstag ein geheimnisvolles Geschenk von iher Oma. Es war ein Schmuckkasten der voller Edelsteine und Diamanten war. Mit diesen magischen Steinen konnte man zaubern. Wenn sie die blauen Edelsteinohrringe trug, wurde sie von jedem angehimmelt, und mit dem Wahrheitsarmband war es möglich, die „echte“ Wahrheit von ihrer besten Freundin Merle zu erfahren und auch den Jungen ihrer Träume zu bekommen - ob das denn alles gut gehen konnte…?
Denn diese Magie hatte auch Nachteile, sie ist gefährlich, die Zauberkräfte können auch mal daneben gehen, da rutscht Julie von einer Peinlichkeit in die nächste Katastrophe, Julie merkt, dass so mancher Wunsch schlimme Folgen haben kann, ein Auf und Ab für die Sechzehnjährige!
Dieses Buch empfehle ich zu 200% weiter! Es ist wahnsinnig abwechslungsreich und lustig. Wer Liebesgeschichten mag, MUSS dieses Buch lesen!
Rezensionen von jiskett:
Emotionale Geschichte mit einem wunderschönen Schreibstil
Dein fremdes Herz von Kati Seck
"Dein fremdes Herz" erzählt die Geschichte von Nela, deren Vater sie verlassen hat, als sie ein Kind war und den sie danach nie wieder gesehen hat, bevor er gestorben ist. Diese Vorkommnisse belasten sie auch jetzt noch und deshalb empfindet sie sehr gemischte Gefühle, als sie Briefe erhält, die die neue Partnerin ihres Vaters ihr geschickt hat - mit der Bitte, den Mann aufzusuchen, der sein Herz erhalten hat.
Ich kenne bereits zwei Bücher der Autorin aus anderen Genres und bei beiden hat mir vor allem der wunderschöne Schreibstil gefallen, was auch bei "Dein fremdes Herz" der Fall war. Er ist beinahe poetisch und voller Metaphern, die äußerst bildgewaltig sind. Sehr gut gefallen hat mir, dass die Briefe, die Ellen an Hannes geschrieben hat, sprachlich anders sind als der Rest der Erzählung, da es anders nicht realistisch gewesen wäre. Die Briefe waren für mich auch klar das Highlight des Buches. Die Geschichte von Ellen und Hannes ist unglaublich emotional, aber auch tragisch und teilweise herzzerreißend; zudem stecken viele Gedanken über Liebe und das Leben an sich in diesen Worten.
Das Thema 'Organspende' spielt für die Handlung eine entscheidende Rolle, da Nela ja auf den Mann trifft, der vermutlich das Herz ihres Vaters bekommen hat, und mir hat sehr gut gefallen, wie Seck mit diesem Thema umgegangen ist. Der Fokus liegt darauf, wie sich alles sowohl auf die Familie des Spenders als auch den Empfänger und dessen Angehörige auswirkt und ich fand sehr gut, dass hier nichts beschönigt wurde. Wenn man selbst keine Erfahrung mit dem Thema hat, ist es leicht zu denken, dass eine Organspende eine Erlösung und absolut positiv ist, doch die Autorin zeigt hier auf, dass dies keineswegs der Fall ist und auch negative oder sogar ambivalente Reaktionen normal sind - ganz zu schweigen davon, dass es nach wie vor gesundheitliche Probleme und Risiken geben wird. Dadurch regt die Erzählung zum Nachdenken an und die Gefühle aller beteiligten Personen sind sehr komplex, weshalb es leicht ist, sich in sie hineinzuversetzen.
Ich fand die Geschichte teilweise vorhersehbar, insbesondere in Bezug auf die Enthüllungen über die Vergangenheit von Nelas Vater, doch die Reaktion der Protagonistin darauf war dennoch aufwühlend und es wurde offensichtlich, wie sehr die Vorkommnisse sie geprägt haben. Aus diesem Grund war es schön zu sehen, wie sie sich im Lauf des Buches weiter entwickelt und dass sie langsam angefangen hat, alles zu verarbeiten. Es gab auch eine Liebesgeschichte, die ich sehr gut fand, doch sie trat für mich klar hinter die anderen Handlungsstränge zurück. Allerdings passen die beiden auf jeden Fall zusammen und ich fand gut, dass sie sich gefunden haben, auch wenn das Ende irgendwie bittersüß ist.
Zu kritisieren habe ich, wie Nela mit einem gewissen Geheimnis umgegangen ist, das meiner Meinung nach viel früher hätte thematisiert werden sollen; die Dramatik, mit der es schließlich enthüllt wurde, wäre für mich nicht nötig gewesen und ich hatte auch den Eindruck, dass im letzten Drittel zu viel zu schnell passiert ist, insbesondere, da die ersten beiden Drittel vergleichsweise gemächlich und trotz aller Emotionalität ruhig waren. Am Ende hätte ich außerdem gerne noch weitere Details bekommen, doch davon abgesehen hat der Epilog mir gefallen und er war ein gelungener Abschluss.
Bei der Bewertung habe ich mich für vier Sterne entschieden. Die komplexen Gefühle der Charaktere wurden realistisch dargestellt und der Umgang mit dem Thema Organspende war angemessen sensibel, ganz zu schweigen davon, dass ich die Geschichte emotional und den Schreibstil toll fand.
Rezensionen von yellowdog:
Wiedersehen mit Mill River
Dein fremdes Herz von Kati Seck
Sommer der Versöhnung von Darcie Chan ist ein Roman, der wie schon „Sehnsucht nach Mill River“ in der Kleinstadt Mill River im beschaulichen Vermont angesiedelt ist. Der Ort und ein paar Nebenfiguren sind die Gemeinsamkeit dieser Reihe, von der noch ein Teil unübersetzt ist. Ansonsten ist die Handlung völlig unabhängig voneinander.
In Sommer der Versöhnung steht zentral das Zerwürfnis zweier Schwestern und die Frage, ob und wann Vergebung und Versöhnung möglich ist. Ein interessantes Thema.
Es beginnt 1983 und wechselt mit Kapiteln, die in der Gegenwart angelegt sind. Eine Erzählweise die gut funktionieren kann, häufig aber auch misslingt, doch Darcie Chan weiß diese Technik effektiv anzuwenden.
Die Figuren sind nicht schlecht angelegt, insbesondere die junge Witwe mit 2 kleinen Kindern, die in Mill River bei ihrer Tante Ivy einen Neuanfang beginnt, ist glaubwürdig. Sie will Karriere als Immobilienhändlerin machen, aber das ist auch nicht einfach. Die Kinder leiden unter dem Verlust des Vaters, das prägt sie. Ein Ereignis, dass dem Leser erst spät enthüllt wird, entzweit sie.
Die Handlung ist betont emotional, das war mir manchmal zu viel.
Amüsante Passagen wechseln mit überzeichneten Szenen ab.
Auch das überraschende Ende kommt mir konstruktiv vor.
Der Roman kommt nicht ganz auf das Niveau von „Sehnsucht nach Mill River“, aber man bereut es nicht, das Buch gelesen zu haben.
Rezensionen von Jonathan Schenker:
Spannend!
Der Jedermannsoldat von Léon-David de la Chessloque
Ein sehr spannendes Buch mit einem außergewöhnlichem Thema. Fesselnd von Anfang bis Ende. Kann es nur weiterempfehlen.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Jonathan SchenkerRezensionen von Klara.Sommer:
Sehr schneller und trauriger Kriegsroman, der einen nachdenklich macht
Der Jedermannsoldat von Léon-David de la Chessloque
Ich muss sagen, dass ich Romane wie diesen eigentlich eher nicht lese. Normalerweise lese ich eher Liebesromane oder historische Romane (selten einen Krimi). Ich fand vor allem das Cover ansprechend und habe es daher mal probiert, weil ich mal etwas Abwechslung wollte, und muss sagen, ich wurde nicht enttäuscht.
Der Roman beginnt mit einer zunächst etwas langsamen und stellenweise sehr traurigen, nahezu erdrückenden Einleitung (einer Fahrt auf einem Laster), bei dem man erstmal den Helden (Jannik) und seine Geschichte kennenlernt. In den nächsten Kapiteln nimmt das Tempo dann aber erheblich zu. Die Kapitel 2-4 (nahezu 100 Seiten, die einen Söldnereinsatz schildern) habe ich nahezu am Stück gelesen. Hier geht jede Zeile wirklich Schlag auf Schlag und der Autor baut gut Tempo auf.
Das Buch ist dann zweigeteilt. Im zweiten Teil lernt man dann plötzlich erstmal eine ganz andere Heldin kennen (Anna, eine Journalistin). Anna hat mir fast noch besser gefallen.
Schnell stellt sich dann heraus, dass diese beiden Figuren im weiteren Verlauf aufeinandertreffen. Das ist natürlich wenig überraschend (warum sollten diese Figuren sonst vorkommen, nicht wahr?), aber die Verbindung der Geschichten ist doch gut gelungen. In all diesem Kriegs-Wirwarr entsteht dann tatsächlich so etwas wie eine Liebesgeschichte mit einem (offenen?) Ende.
Insgesamt muss ich sagen, dass der Roman wirklich unterhaltsam ist und man immer wissen will, wie es weitergeht. Was ich sagen muss, ist, dass das Kriegsthema echt hart ist. Aber man hat den Eindruck, dass hier jemand schreibt, der wirklich Erfahrungen mit Krieg gemacht hat. Die Schilderungen sind sehr detailreich (und teilweise erschreckend). Mich hat vieles sehr nachdenklich gemacht und auch viele Tage nach dem Buch nicht mehr losgelassen.
Von mir eine klare Leseempfehlung!
Rezensionen von begine:
Weltuntergangsstimmung
Milchzähne von Helene Bukowski
Helene Bukowskis Debüt Roman Milchzähne spiel in einem abgeschlossenen Ort in der Apokalypse. In letzter Zeit habe ich schon einige Romane gelesen, die in der Endzeit angelegt sind. Milchzähne liest sich wie ein modernes Märchen.
Der Ort hat sich abgekapselt, vor mehr als 20 Jahren haben die Einwohner die Brücke gesprengt, damit keine Fremden herziehen können.
Edith kam aus dem Wasser und hatte es doch geschafft, aber sie wird nie richtig akzeptiert. Sie bekommt eine Tochter Skalde. Skalde erzählt diese Geschichte, erst ihre Kindheit. Später findet sie im Wald ein Mädchen mit feuerroten Haaren. Da gibt es wieder Ärger mit den Anderen.
Die Autorin schreibt warmherzig über die Personen. Die Veränderungen der Welt sind aktuell einbezogen. Skaldes Kampf um das Kind ist besonders eindrucksvoll. Der Roman zeigt eine bedrohliche Zukunft.
Lesenswert
Rezensionen von yellowdog:
Meditation aus Wales
Wie man einen Maulwurf fängt von Marc Hamer
Maulwurf - Marc Hamer
Ich behaupte mal einfach, dass wohl die wenigsten Leute dieses Buch lesen werden, weil sie lernen wollen, wie man einen Maulwurf fängt.
Es ist hingegen interessant den Gedankengängen des Autors zu folgen, die sich wie verzweigte Maulwurfsgänge durch Natur, Vergangenheit und Gegenwart winden.
Seine Vergangenheit, etwa als er als junger Mann Landstreicher war, spielt eine Rolle. Immer wider wird in diese Zeit geblendet.
Das ist schon sehr gut gemacht.
Seine Einstellung zum Leben, zum Gärtnern und natürlich zum Maulwurffang sind von einer positiven, aber nicht weltfremden Grundstimmung geprägt.
Tatsächlich gibt es viele Fakten über Maulwürfe, die Arten und ihre Fähigkeiten.
Dann sind aber auch viele lyrische Stellen enthalten.
“Ich habe dieses Jahr bis auf die Knochen abgenagt
sein Fett für den Winter gelagert
Die Gänse sind fortgezogen
Wenn sie wiederkommen und abermals
fortfliegen, bin ich noch immer hier
Mein Gesicht faltiger
und mein Rücken gebeugter.“
Marc Hamer arbeitet auch heraus, dass Maulwürfe immer wieder in der Literatur vorkommen. Sei es Der Wind in den Weiden oder Die Chroniken von Narnia.
Das Buch bietet mehr als man erwarten sollte. Ich kann nur jedem empfehlen, es einfach zu genießen.
Rezensionen von BarbaraM:
So einfühlsam, so witzig, so turbulent und so lebensnah!
Mein Leben voller Feenstaub und Konfetti (schön wär's!) von Emma Flint
Leni ist 10 Jahre alt und lebt zusammen mit ihren Eltern und ihrer älteren Schwester Fiona. Fiona ist schon so etwas wie ein „kleiner“ Star in der Filmbrache, was ihr Leni von ganzem Herzen gönnt. Nun steht für Leni der Wechsel an die Schule ihrer Schwester an und auf der soll sie unter keinen Umständen auffallen.
Leni versteht dies total und möchte sich mit ihrer großen Klappe und ihrem Temperament zurückhalten. Sie hat deshalb auch nur ein Ziel: sie möchte das Beste für ihre Mitmenschen und vor allem für ihre Schwester. Dass hierbei nicht immer alles nach Lenis Plan verläuft ist also quasi vorprogrammiert.
Meistens endet alles im Chaos – meistens!
Mit ihrem Buch „Mein Leben voller Feenstaub und Konfetti (schön wär’s)“ ist Emma Flint ein witziges, einfühlsames und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Arena Verlag erschienen ist und in der gebundenen Ausgabe 250 Seiten umfasst.
Die Geschichte ist im Tagebuchstil und einer ganz alltäglichen, altersgerechten Sprache geschrieben und wunderbar flüssig zu lesen. Die Autorin hat ganz viel Witz in ihre Texte gestreut und allein die Anmerkungen in den Fußnoten laden zum Mitschmunzeln und Kichern ein.
In dem Buch sind wunderschön designte Vignetten von der Illustratorin Eva Schöffmann-Davidov zu finden, welche das Abenteuer toll untermalen.
Die Geschichte um Leni, ihre Familie und Freunde weist viele humorvolle, aber auch einfühlsame Momente auf. Besonders toll wird unserer Meinung aufgezeigt, dass Leni das Herz am rechten Fleck hat, dass sie Verantwortung übernimmt, für ihre Fehler einsteht, sich für nichts zu schade ist, auch wenn sie manchmal vorher ein bisschen mehr nachdenken sollte. Aber so ist das nun einmal im Leben.
Leni ist ein tolle Protagonistin in diesem turbulenten Abenteuer und stellt sicherlich ein Vorbild für viele Mädchen in ihrem Alter dar und als Leser dieser Altersstufe kann man sich ganz wunderbar mit ihr identifizieren.
Das Cover des könnte zum Inhalt und Titel des Buches nicht besser gewählt sein und wir finden es wunderwunderschön.
Fazit: Wir sprechen eine Leseempfehlung aus für Mädchen ab 10 Jahren, die ein turbulentes Abenteuer mitten aus dem Leben gegriffen erleben wollen. Sicherlich sind Mädchen die Zielgruppe dieses Buches, aber auch Jungs werden ihren Spaß daran haben.
Rezensionen von Biene2004:
Eine bewegende Familiengeschichte!
Dein fremdes Herz von Kati Seck
Ich hatte das große Glück und durfte dieses Buch im Rahmen einer Leserunde inklusive Autorenbegleitung lesen! Dafür vorab vielen Dank!
Das Cover passt absolut zu der Geschichte, die Kati Seck uns hier erzählt... Die Farbwahl gefällt mir ausgesprochen gut, doch ob dieses Cover in der Buchhandlung meine Blicke auf sich gezogen hätte, kann ich nicht mit Bestimmtheit sagen.
Die Autorin Seck erzählt sehr einfühlsam und auch poetisch ihre Geschichte um das "Meermädchen" Nele. Die Hauptprotagonistin hat vor vielen Jahren ihren Vater verloren, weil dieser von jetzt auf gleich von zu Hause abgehauen ist und auch nie wieder von sich hat hören lassen. Was genau ist hier passiert? Diese Frage gilt es im Verlaufe des Buches aufzuklären.
Ich muss ganz ehrlich zugeben, dass ich mit dem Schreibstil der mir bis dato unbekannten Autorin leichte Startschwierigkeiten hatte. Der Anfang war mir persönlich zu langatmig und vielleicht auch ein kleines bisschen zu poetisch.
Die Briefe, die Hannes´ zweite Frau geschrieben hat und die wir im Laufe des Buches alle zu lesen bekommen, haben mich sehr berührt. Die ersten vielleicht noch nicht so richtig, doch je intensiver ich in dieser Geschichte rund um Nele und ihren Vater abgetaucht bin, um so mehr haben sie mich berühren können. Diese Briefe waren für mich das Highlight des Buches!
Mit der Hauptprogatonistin selber werde ich nicht so richtig warm. Nele ist mir zu sehr Kopfmensch und wirkt deshalb auch manchmal sehr nüchtern oder wie ferngesteuert. Mir ist so manches Mal unklar, warum sie so reagiert, wie sie es nun mal eben macht.
Maximilian dagegen ist anfangs auch nicht mein Favorit, doch im Laufe des Buches lerne ich, sein Handeln zu verstehen und "leide" sozusagen still mit ihm mit.
Um nicht zu spoilern, möchte ich jetzt hier an dieser Stelle nicht zu viel verraten bezüglich der Familiengeschichte selber.
Das Ende ist absolut vorhersehbar und wirkte auf mich auch irgendwie viel zu schnell. Nachdem im ersten und auch im mittleren Teil nicht wirklich viel Spektakuläres geschieht, wird dagegen im dritten Teil alles nachgeholt.
Da dieses Buch sich mit dem Thema "Organspende" auseinandersetzt, war ich um so neugieriger und gespannter aufs Lesen. Doch dieses überaus wichtige Thema wurde für mein Empfinden leider nur angerissen und nicht wirklich vertieft. Schade! Hier hätte ich mir gerne mehr Informationen erhofft (diese Geschichte betreffend).
Fazit:
Trotz kleiner Schwächen ein Buch, dass definitiv zum Nachdenken anregt! An einer bestimmten Stelle hatte ich tatsächlich einen dicken Kloß im Hals, weil diese Zeilen mich absolut berührt und betroffen gemacht haben!
Rezensionen von Pink Anemone:
Ein Klassiker der auf einen wahren Kriminalfall beruht
Die Judenbuche von Annette von Droste-Hülshoff
Unter einer Buche im Wald wird der jüdische Händler Aaron tot aufgefunden. Verdächtig verhält sich der labile und sozial auffällige Friedrich Mergel …
Die Kriminalgeschichte um den jungen Friedrich, seinen geheimnisvollen Doppelgänger und rätselhafte Verbrechen ist eine der berühmtesten Erzählungen der deutschen Literatur.
Mit psychologischem Spürsinn und der Kraft hoher Poesie beleuchtet Annette von Droste-Hülshoff die Abgründe der menschlichen Natur....(Klappentext)
✵✵✵✵✵
"Es ist schwer, jene Zeit unparteiisch in's Auge zu fassen; sie ist seit ihrem Verschwinden entweder hochmütig getadelt oder albern gelobt worden, da den, der sie erlebte, zu viel teure Erinnerungen blednen und der Spätgeborene sie nicht begreift."
(S. 12)
Die Autorin lässt uns in eine Zeit blicken in der Diebstähle und Schlägereien an der Tagesordnung waren. In eine Zeit in der Gutsbesitzer Recht sprachen, straften und belohnten, jedoch selbst einiges auf dem Kerbholz hatten. Hier wurde oft Gleiches mit Gleichen vergolten und die ländliche Bevölkerung hatte mit Armut zu kämpfen.
In dieser Zeit wuchs Friedrich heran und hatte keine leichte Kindheit. Entbehrungen, einen gewalttätigen Alkoholiker als Vater und nach dessen frühen Tot hatte er mit Spott zu kämpfen. Mit 12 Jahren nahm ihn sein Onkel unter seine Fittiche und aus einem ruhigen und schüchternen Jungen wurde ein selbstbewusster aber auch leichtsinniger und erregbarer junger Mann. Dass sein Onkel schlechten Einfluss auf ihn hatte und ihn in seine kriminellen Machenschaften des Holzdiebstahl im großen Stil hinein zog, wird schnell klar, auch Friedrich selbst. Trotz Gewissensbissen arbeitet er weiter für seinen Onkel, sieht er in ihm doch in gewisser Weise einen Vaterersatz.
Nach einer Hochzeit wird der jüdische Händler Aaron erschlagen unter einer Buche gefunden. Der Verdacht fällt rasch auf Friedrich, ist er mittlerweile als Raufbold bekannt und hatte zuvor eine heftige Auseinandersetzung mit diesem. Als man Friedrich dingfest machen möchte, ist er wie vom Erdboden verschluckt. Der Mord an Aaron bleibt ungeklärt.
Nach 28 Jahren taucht plötzlich ein Mann namens Johannes Niemand im Dorf auf. Er sieht dem Verdächtigen Friedrich zum Verwechseln ähnlich. Klärt sich mit seinem Auftauchen endlich dieses Verbrechen auf?
"... und als er umschaut, habe er etwas im Gestrüpp blitzen sehen; es war die Gürtelschnalle des Oberförster, den man nun hinter den Ranken liegend fand, grad ausgestreckt, die rechte Hand um den Flintenlauf geklemmt, die andere geballt und die Stirn von einer Axt gespalten."
(S. 45)
Dies mag für eine Novelle eine lange Einleitung sein, doch es passiert so viel mehr auf diesen wenigen Seiten.
Die Autorin wurde zu dieser Geschichte vom berühmtesten Mordfall Westfalens inspiriert. Bei diesem wurde im Frühjahr 1783 der jüdische Kaufmann Soistmann Berend unter einer Buche ermordet aufgefunden. Der Verdacht fiel sogleich auf den Knecht Winckelhan, von allen "Winkelhannes" genannt. Dieser hatte zuvor eine Auseinandersetzung mit dem Kaufmann. Ebenso wie der Protagonist Friedrich verschwand Winckelhan nach der Tat spurlos und auch wie in der Novelle kehrte nach über zwei Jahrzehnten ein alter Mann aus der Ferne zurück ins Dorf.
Alle weiteren Erkenntnisse zu diesem Kriminalfall spare ich mir, da ich sonst zu sehr spoilern würde.
Wo in der vorliegenden Novelle die historischen Tatsachen aufhören und das Fiktive der Geschichte beginnt, ist nur schwer zu sagen, da schon damals unklar war, wer der tatsächliche Täter ist, bzw. ob Winckelhan einen Komplizen hatte. Ein benachbarter Bauer hat sich damals nämlich ebenfalls äußerst verdächtig benommen.
Die Autorin konzentriert sich jedoch nicht nur auf den Kriminalfall. Vielmehr versucht sie hinter die Kulissen zu blicken. So stellt sie die damalige Gesellschaft in Frage und wirft auch gleichzeitig die Frage auf, ob einem die Umstände, wie z.B. Armut, zu kriminellen Handlungen treiben oder ob dies gar mit einer gebeutelten Kindheit zusammen hängt.
Man möchte fast meinen Annette von Droste-Hülshoff war die erste Profilerin, die Erste, die verstehen wollte wie man zum Täter wird. auch die Judenfeindlichkeit und der volkstümliche Aberglaube werden thematisiert.
"Wer zweifelt daran, dass Simon alles tat, seinen Adoptivsohn dieselben Wege zu leiten, die er selber ging? Und in Friedrich lagen Eigenschaften, die dies nur zu sehr erleichterten: Leichtsinn, Erregbarkeit und vor Allem ein grenzenloser Hochmut, der nicht immer den Schein verschmähte, und dann Alles daran setzte, durch Wahrmachung des Usurpierten möglicher Beschämung zu entgehen."
(S. 48)
Der Schreib- und Erzählstil sind typisch für einen Literaturklassiker Mitte des 19. Jahrhunderts. Ich musste mich erstmals an die langen Schachtelsätze gewöhnen, doch nach nur wenigen Seiten war ich völlig in der Story gefangen.
Die Novelle ist packend und spannend erzählt, lässt Atmosphäre aufkommen, welche einen in die damalige Zeit und somit in das einfache Leben voller Entbehrungen eintauchen lässt. Vieles wird angedeutet und lässt nur erahnen was sich dahinter wirklich verbirgt. Man wird also als Leser dazu angeregt sich selbst ein Bild zu machen, mit dem zu arbeiten was man hat ... wie auch die damaligen Ermittler.
Das Buch enthält nach der Novelle "Die Judenbuche" noch "Geschichte eines Algierer-Sklaven" von A. Freiherrn Haxthausen, dem Onkel von Annette von Droste-Hülshoff. Dieser war ein Verwandter des Gerichtsherrn und hat 1818, ergo 25 Jahre nach der Tat, einen umfangreichen Bericht zu dem Kriminalfall verfasst und genau in diesen Bericht erhält man einen Einblick.
Im Anschluß befindet sich dann noch ein Nachwort von Christian Begemann, worin man biographisches von der Autorin erfährt und auf die Entstehung der Novelle eingegangen wird.
Fazit:
Ein kleiner aber feiner Literatuklassiker einer Schriftstellerin, welche versucht hinter die Kulissen eines Kriminalfalls zu blicken und einen in die damalige Zeit der ländlichen Bevölkerung im späten 18. Jahrhundert versetzt. Amtosphärisch, bedrückend, erschütternd, aber auch spannend und interessant.
Ich habe diese Novelle in einem Rutsch gelesen. Viele müssen dieses Büchlein in der Schule lesen und vielen ist dies ein Graus. Doch wenn man weiß was dahinter steckt, dass es sich hier um eine teils fiktive, teils wahre Geschichte eines Kriminalfalls handelt, man sich zuvor mit dem wahren Mordfall beschäftigt, dann liest es sich aus einem völlig anderen Blickwinkel und durchaus fesselnd.
© Pink Anemone








