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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Eine Grossstadtpflanze geht offline

Auf dich war ich nicht vorbereitet von Anna Bell

Dies ist mein erster Roman, den ich von Anna Bell gelesen habe und ich nehme es vorweg: nicht mein letzter!

Die 31jährige Daisy arbeitet im Marketingbereich und ist dort u.a. zuständig für das Instagram-Profil ihrer Firma. Sie ist rund um die Uhr online, privat fast noch mehr als geschäftlich und lädt ohne Nachzudenken praktisch jede ihrer Handlungen auf ihre Social Media Kanäle hoch.

Im Eifer des Gefechts passiert ihr ein Patzer. Ein schlüpfriger Tweet, der für ihre Freundinnen gedacht waren, landet auf dem Firmen-Kanal und schon ist ihre Karriere ruiniert.

Ihre Schwester Rosie sammelt Daisy ein und verpasst ihr ein Digital Detoxing - irgendwo auf dem Land in Cumbria, ausserhalb eines kleinen Dorfes. Ein altes heruntergekommenes Farmhaus ist ihr Zuhause für die nächsten Wochen. Die Handys lagern derweil auf dem Grund eines Brunnens und die beiden Frauen beginnen mit Hilfe von Franzose Alexis das Haus zu renovieren. Ob das wohl gut geht?

Als Nicht-"Digital Native" fand ich den Beginn der Geschichte übertrieben, obwohl ich weiss, dass es ganz viele junge Leute da draussen gibt, die genau so sind wie Daisy und ihre Clique. Diesen nervigen Anfang braucht es aber, um die Gegensätzlichkeit des geschäftigen Grosstadtlebens und dem ruhigen Dasein am Rande eines Dorfes aufzuzeigen. Sobald Daisy und Rosie in Cumbria ankommen, entschleunigt die Geschichte und wird lesenswert.

Daisys Entzug verläuft natürlich nicht ohne Komplikationen. Ideenreich versucht sie Internetzugang zu bekommen, was Daisy jedes Mal in die Bredouille bringt. Daisys Entwicklung wurde unterhaltsam beschrieben, Rosies Weg ebenso. Ich mochte die Bewohner des Dorfes, allen voran Liz und Gerry, die Nachrichtentanten des Dorfes. Jack dagegen blieb ein wenig blass und zu geheimnisvoll. Doch ich mochte die witzigen Briefe, die Jack und Daisy sich geschrieben haben.

Autorin Anna Bell schafft es mit diesem Roman, jeden Leser dazu zu bringen, über das eigene Social Media Verhalten nachzudenken.

Fazit: Eine Grossstadtpflanze geht offline - eine humorvolle Geschichte mit einem wahren Kern.
4 Punkte.

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Rezensionen von heinoko:

Erschreckend, grausam und seelenlos

Der Patriot von Pascal Engman


Ein Buch ohne einen Funken Hoffnung, deprimierend, grausam, erschreckend, dabei irgendwie merkwürdig. Ja, in der Tat, merk-würdig. Merkwürdig in seiner Mischung aus brutalsten Thriller-Anteilen und den Versuchen des Autors, die äußerst aktuellen Themen des rechtslastigen Populismus, des Terrorismus und der zunehmenden Radikalisierung in seinen Ursprüngen und Auswirkungen nachvollziehbar darzustellen, gefällig verpackt in teils ausufernden Nebenstories.

Dies ist ihm sehr uneinheitlich gelungen, wie ich finde.
Worum geht es? „In Stockholms Zeitungsredaktionen regiert die Angst. Drohungen gehören zum Alltag, populistische Meinungsmacher verschärfen die aufgeheizte Stimmung noch. Als eine junge Journalistin, die strikt für Meinungsfreiheit eingetreten ist, kaltblütig ermordet wird, werden die schlimmsten Befürchtungen plötzlich real. Nur Madeleine Winther, eine junge aufstrebende Nachrichtenredakteurin, bleibt davon merkwürdig unberührt und plant stattdessen ihre nächsten Schritte auf der Karriereleiter. Doch auch sie muss sich der Realität stellen, denn es bleibt nicht bei diesem einen Opfer. Der Täter, Carl Cederhielm, will Rache nehmen an allen, die dazu beitragen, dass seine Heimat Tag für Tag von Flüchtlingen überschwemmt wird. Sein Ziel sind die Medien, und gemeinsam mit zwei Gleichgesinnten eröffnet er die Jagd auf Journalisten. Es scheint, dass niemand die schwedischen Terroristen aufhalten kann. Doch dann taucht ein neuer Akteur auf der Bildfläche auf, der zum Äußersten entschlossen ist.“
Der Autor versteht es über die Maßen gut, Thriller-Spannung aufzubauen. Besonders packend gelingen ihm die Schilderungen der extrem grausam-brutalen Szenen. Kurze Kapitel mit regelmäßig eingesetzten Cliffhangern tun ihr übriges. Wem es um spannende Thriller-Lesemomente geht, wird mit diesem Buch perfekt bedient. Jedoch schwächelt das Buch in einem wichtigen Bereich der Schreibekunst, nämlich in der Darstellung der Protagonisten. Der Autor ist nicht in der Lage, Menschen aus ihrem Inneren heraus und psychologisch nachvollziehbar zu schildern. Er beschreibt im Grunde nur ihr Handeln, nicht ihr Fühlen. Nicht einmal körperlicher Schmerz wird für den Leser nachfühlbar geschildert, geschweige denn seelisches Leid. Es fehlt an Emotionen, die den Leser wirklich ins Buch hineinziehen würden. Die Menschen bleiben blutleer, die Handlung nüchtern-sachlich. Nicht immer sind die Handlungsstränge logisch aufgebaut und bis zu Ende erzählt. Zu viele Teile der Geschichte verlaufen im Unbedeutenden. So gibt es allerlei Abschnitte, die sich sperrig, fast zäh, lesen lassen. Falsch verstandener Patriotismus, Fremdenfeindlichkeit, Radikalisierung – der Autor will uns sicher diese aktuellen Themen, die jeden von uns angehen, in seinem Buch erschreckend nah bringen, scheitert aber meiner Meinung nach an seiner nüchtern-seelenlosen Schreibe.

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Rezensionen von gelesengelauschtgemacht:

Spannend geschrieben, liebevoll illustriert

Der Patriot von Pascal Engman

„Argos von Arassis“ ist im August 2018 als dünnes und kleines Hardcoverbuch im familia Verlag erschienen. Es kann entweder alleine, als Auftakt oder als Ergänzung zur Arassis-Trilogie gelesen werden. Ich habe dieses Buch gemeinsam mit meinem 6-Jährigen gelesen, wir kennen die Arassis – Trilogie nicht.

Worum geht es?
Argos ist der Hund eines Zauberers und kann etwas ganz Besonderes: sprechen! Seine große Leidenschaft ist Menschenessen, das beim Feriencamp, in dem er wohnt, auch reichlich zur Verfügung steht. Im Rahmen eines Wettbewerbs gewinnt eine Campteilnehmerin bei der Kinderolympiade einen magischen Pokal, der drei Wünsche erfüllt –und der über Nacht verschwindet, große Schwierigkeiten sind vorprogrammiert!

Meine Meinung zum Buch
Ganz toll und detailliert sind die kapitelweise angefertigten Zeichnungen in s/w von Argos. Durch die farbige Darstellung des Hundes auf dem Deckblatt ist es leicht, sich auch die übrigen Bilder in Farben vorzustellen. Meinem Sohn haben die Bilder geholfen, das Kapitel jeweils abzurunden.
Die Schrift ist eher klein und daher zum Selberlesen erst für Kinder ab der 3. Schulstufe geeignet. Als Vorlesebuch finde ich das Buch ab dem letzten Kindergartenjahr bzw. der Vorschulstufe toll, denn die Kapitel sind etwas länger und brauchen daher auch bereits eine entsprechende Aufmerksamkeitsspanne.
Häufig sind Kinderbücher für die vorlesenden oder mitlesenden Erwachsenen nicht besonders spannend – das trifft auf dieses Buch überhaupt nicht zu! Zwar konnte sich mein Sohn, der sehr gerne nascht (das aber wegen seiner heftigen Reaktion auf Zucker nur sehr wenig darf), voll und ganz mit Argos identifizieren und hat mit ihm mitgefiebert, wohingegen mir die Identifikationsfigur im Buch gefehlt hat. Das hat dem Lesevergnügen keinen Abbruch getan, denn ich fand die Geschichte nicht übertrieben vorhersehbar, sie hat die eine oder andere spannende Wendung auch für mich bereitgehalten.
Die magische Welt passt hervorragend für Kinder bis zur Pubertät, ganz besonders, weil sie sich mit der realen Welt ergänzt. Das Kinderbild ist modern gehalten, kommt aber trotzdem ohne technischen Schnickschnack aus, so dass Sport, Freundschaft und Abenteuer im Buch stehen.
Die anderen Bücher aus der Arassis-Reihe möchte der Junior in absehbarer Zeit nicht lesen, eine weitere Geschichte um Argos wünscht er sich jedoch sehr und würde sich über eine Fortsetzung freuen.

Fazit: Toll geschriebenes und liebevoll illustriertes Buch, das Kinder und Eltern gleichermaßen anspricht.

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Rezensionen von Lilli33:

Was für ein Gemetzel!

Elias & Laia - In den Fängen der Finsternis von Sabaa Tahir

Inhalt:
Imperator Marcus herrscht mit Gewalt wie immer. Blutgreif Helena versucht, ihm entgegenzuwirken. Kommandantin Keris kocht ihr eigenes Süppchen. Laia versucht den Nachtbringer aufzuhalten. Und Elias ist in der Zwischenstatt gefangen.

Meine Meinung:
Band 1 und 2 haben mich wirklich begeistert, sodass ich sehr gespannt auf den 3.

war. Doch durch den habe ich mich stellenweise ein bisschen gequält. Es ging schon damit los, dass es nur spärliche Rückblicke auf die vergangene Handlung gibt. Da es nach Band 2 über zwei Jahre gedauert hat, bis dieser Band auf Deutsch erschien, waren mir viele Details aus den Vorgängern nicht mehr präsent. Ich habe daher ziemlich lange gebraucht, um in die Handlung reinzukommen. Wer die Zeit hat, sollte unbedingt einen Reread der Vorgängerbände erwägen.

Es wird hauptsächlich aus den Ich-Perspektiven von Laia, Elias und Helena erzählt, wobei die einzelnen Handlungsstränge sich nur selten berühren. Sie wirken über weite Strecken eher wie losgelöst voneinander als wie eine gemeinsame Geschichte. Das hat mir nicht so gut gefallen.

Zwar ist die Handlung in allen Strängen spannend, aber es ist an allen Orten ein einziges Gemetzel. Ich kann mich nicht erinnern, in einem Buch schon einmal so viele Tote erlebt zu haben. Hier folgt eine Schlacht der anderen, abgelöst von Folter und anderen Gräueltaten. So schwindet die Hoffnung auf ein gutes Ende immer wieder, um dann erneut aufzuflammen.

Die Protagonisten machen eine große Entwicklung durch, sie alle leiden und bangen um ihre Liebsten. Insofern finden sich auch in diesem Band neben der ausufernden Gewalt auch einige Emotionen.

Das Erzähltempo ist sehr hoch, manchmal war es mir einfach zu viel. Da hätte ich mir gewünscht, dass sich alles ein wenig langsamer entwickelt und man als Leser*in auch mal zum Verschnaufen kommt.

Nun hoffe ich, dass Band 4 nicht wieder so lange auf sich warten lässt und die Reihe damit zu einem guten Abschluss kommt.

Die Reihe:
1. Die Herrschaft der Masken
2. Eine Fackel im Dunkel der Nacht
3. In den Fängen der Finsternis
4. ???

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Rezensionen von Ele:

Café Thistle

Das kleine Café im Gutshaus von Shackman

Das kleine Café im Gutshaus, Liebesroman von Julie Shackman, E-Book 350 Seiten, Forever by Ullstein.
Ein Roman über Liebe, Familiengeheimnisse, Hoffnung und Vertrauen.
Lara McDonald kehrt nach einer zerbrochenen Liebe in ihre kleine schottische Heimatstadt Fairview zurück, mit ihrem Freund Anton wollte sie sich auf Malta eine Zukunft aufbauen.

Ihren Job als PR-Managerin hatte sie aufgegeben und nun will sie sich einen Traum verwirklichen und eines Tages ein kleines Café eröffnen. Ihre aktuelle Arbeitgeberin Kitty nutz sie aus und ist von ihren innovativen Backvorschlägen nicht begeistert. In Kittys Café lernt sie den Stammkunden Hugo Carmichael kennen. Die beiden sind sich sofort sympathisch. Als Lord Hugo kurz darauf verstirbt, erfährt Lara, dass sie das Atelier von Hugos Schwiegertochter geerbt hat und dort ein Café eröffnen soll. Voller Enthusiasmus stürzt sie sich zusammen mit ihrer Freundin Morven in die Vorbereitungen auf dem alten Landgut Glenlovatt Manor. Doch nicht alle sind von diesem Plan begeistert. Vaughan, der Enkel von Hugo ist nicht gerade entzückt von den Plänen seines verstorbenen Opas.
Für diese Geschichte hat die Autorin den Erzählstil in der Ich-Form aus der Sicht der Protagonistin gewählt, jederzeit ist der Leser deshalb nah am Geschehen dran. Lustige, schlagfertige Dialoge beleben die Geschichte, die in zwei Erzählsträngen geführt wird. Zum einen in der Gegenwart, dazwischen die Rückblicke in die 50er Jahre. Am meisten begeistert haben mich die Beschreibungen der leckeren Kuchen, Torten und Gebäckteile, deshalb ist mir bei der Lektüre des Öfteren das Wasser im Mund zusammengelaufen. Trotzdem konnte ich den Reader ohne Bedauern jederzeit aus der Hand legen und auch liegenlassen, denn die Geschichte ist wenig spannend und der Plot plätschert immer nur vor sich hin, obwohl ich die Leseprobe sehr ansprechend fand. Die Charaktere waren unspektakulär und ohne Tiefe. Das einzige Highlight in der ganzen Erzählung war die skurrile Mutter der Protagonistin, die ab und an für Heiterkeit sorgte. Dass aus Lara und Vaughan ein Paar werden würde war von vornherein klar, trotzdem war ich verwundert, als der junge Mann „ganz plötzlich“ in die Protagonistin verliebt war. Erst in den letzten Kapiteln kam noch etwas Schwung in die Geschichte. Das Gut musste gerettet werden, Lara hatte ein wenig Liebeskummer und das Gesundheitsamt wurde wegen „Beanstandungen“ in das kleine schnuckelige Café geschickt, natürlich hatten die fleißigen Bäckerinnen alles im Griff. So wie alle die anderen Problemchen immer sofort gelöst wurden. Die Liebesgeschichte von Christine, Laras Mutter, war spannender als die der Hauptfigur. Ein Buch das mich nicht gerade „umgehauen“ hat , aber doch „ganz nett“ war. Der Schreibstil war flüssig und deshalb auch gut zu lesen. Wer eine leichte Lektüre sucht, ohne groß über die Zusammenhänge nachdenken zu wollen, der kann an diesem Roman durchaus Freude haben. Von mir 3 Sterne.

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Rezensionen von Manfred Fürst:

Entsetzlicher Politthriller

Der Patriot von Pascal Engman

DER PATRIOT von Pascal Engman ist ein Politthriller. Bei aller folgender Kritik muss man Engman für sein Erstlingswerk zu gute halten, dass er sich als ehemaliger Journalist einem sehr brisanten und gefährlichen Thema und einem Berufsumfeld gewidmet hat, dem er früher selber angehört hat.
Engman hat in der Tradition seiner skandinavischen Krimikollegen, wie Jussi Adler Olsen oder Jo Nesbø ein aktuell brisantes Thema, wie zB.

9/11 in NY oder die kriminelle Bettlerorganisation in Dänemark aufgegriffen: Eben das Flüchtlingswesen in Schweden, vereinfacht ausgedrückt: Aus der Sicht der Opfer und Täter. Beim Lesen merkt man, dass dieses Thema Engmann „unter den Nägeln gebrannt“ hat, es war ihm eine
Herzensangelegenheit diesen Politthriller zu schreiben.
Der Thriller mit seinen fast 470 Seiten lässt sich grob in vier Handlungsstränge gliedern: 1. August, 2. Ibrahim der Taxifahrer, 3. Madelaine und 4. Carl.
Ein wesentliches Merkmal des PATRIOT ist seine exzessive Brutalität und ich vermute, dass es Engman mit dieser massiven Häufung von Tötungen um eine stilistische Verstärkung seiner Aussage gegangen ist. Für mich ist es eher abschreckend, dass jedes Problem mit einer „Kopfschuss“ gelöst werden kann. Zur Frage, wie realitätsnah oder -­‐fern ist der PATRIOT? Da
ich die übliche Klausel „...die beschriebenen Personen, Begebenheiten, Gedanken und
Dialoge sind fiktiv“ nicht gefunden habe, nehme ich einen sehr hohen Realitätswert an. Das ist sehr erschreckend. Tickt Schweden oder die Schweden so? Aus meiner eigenen Erfahrung aus einem Aufenthalt in Ystad in Südschweden: Eine schwedische Familie (der Mann) wollte sich in einem Restaurant nicht von einer weißen Kellnerin (Mitteleuropäerin), die kein Schwedisch spricht bedienen lassen. Ihr Deutsch und Englisch reichten dem Mann nicht aus,
sprechen doch alle Schweden von klein auf Englisch als Zweitsprache. Was macht die
deutsche Gastronomie ohne die Massen aus China? Es gibt keinen Chinesen, der sich nur
von einem Chinesen bedienen lässt.
Alle Klischees der Rechtsextremisten werden bedient. Es liest sich wie ein Handout „Wie
werde ich ein Rechtsextremist?“ Carl ist krank im Kopf. Carl ist ein "aufrechter Schwede", er fährt einen VOLVO. Vielleicht sollte er wissen, dass VOLVO den Chinesen (gelb und schlitzäugig) gehört.
Meine Kritik bezieht sich auf manch dumpfe Dialoge wie „... wir finden sie und bringen sie um“, „... in zwei Wochen haben wir mehr für dieses Land getan als jeder Politiker, ... aber ich muss kurz aufs Klo“, „... damit uns die Muslime nicht umlegen“, „...die letzten Tage waren für jeden Einzelnen aufreibend gewesen“ (Carl) Na das Killen kann einen schon aufreiben.
Journalistentussis quatschen von Arbeiter-­‐ und Oberschicht. Sie glauben doch nicht etwa sie gehörten zur Oberschicht.
Die arme Madeline ist völlig aufgelöst, und das kann einer "echten Schwedin" nun mal
passieren.
Der Schluss bringt Spannung, aber das Ende ist wahrlich konstruiert. Der Held stirbt den
Heldentot, wie in einer griechischen Tragödie.
Im Normalfall hätte ich das Buch nach 100 Seiten im Altpapiercontainer entsorgt. DER PATRIOT wird auch keinen Platz in meiner privaten Bibliothek finden, sondern ich werde das Buch in einer öffentlichen
Buchsammlung „ablegen“.
Kann das Buch nicht empfehlen. Denis Scheck würde das Buch über die schräge Rutsche in
den Abfalleimer gleiten lassen.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Eindrücklicher Pageturner

Marlene und die Suche nach Liebe von C. W. Gortner

Marlene Dietrich war ein grosser Star. Mit ihrem blonden, gewellten Bob war sie unverkennbar und strahlt auf den Fotos nicht nur Ruhm, sondern auch eine gewisse Einsamkeit aus. Ich wollte wissen, wer diese Frau mit der scheinbar glänzenden Karriere ist.

Deshalb wusste ich sofort, als ich das Buch in der Verlagsvorschau sah, dass ich es lesen möchte.

Mir war bloss nicht bewusst, wie dick die Printausgabe ist und dachte für mich, dass es aufgrund der 544 Seiten wohl eher eine mühsame Lektüre werden wird - je mehr Seiten je mehr die Gefahr ausschweifend zu werden oder Längen zu haben. Aber nein, der Schreibstil nahm mich sofort ein und ich habe das Buch in drei Tagen ausgelesen.

Es half wohl, dass Marlenes Geschichte von ihr selbst erzählt wird, was ich sehr sympathisch fand. Der Zugang zu ihr findet man sofort. Musikalisch ist sie als Jugendliche nicht so ein grosses Geigengenie, wie ihre Mutter es gerne gehabt hätte. Um der Mutter zu entrinnen, beginnt Marlene in einem Theater zu arbeiten, erst als Geigerin, später als Tänzerin, Sängerin und Schauspielerin.

Der Autor C.W. Gortner schildert in "Marlene und die Suche nach Liebe" den Werdegang von Marlene Dietrich bis 1946. Ihre Familie, ihre Beziehungen, ihre sexuellen Vorlieben und ihre Karriere werden von C.W. Gortner durchleuchtet. Er zeigt auch die verletzliche Frau hinter dem Star, der ihrer Mutter nie gerecht werden konnte und nach Liebe suchte.

In diesem Roman lernt der Leser eine starke Marlene kennen, die zwar ihren eigenen, für viele nicht konformen Weg ging, aber auf ihre Art treu und mit ihren Freunden auf immer verbunden war. Sie liebte Männer wie Frauen, sie liebte schnell und heftig, doch äussern konnte sie ihre Gefühle oft nicht.

Der Teil, in dem Marlene viel zu jung schwanger wurde, noch bevor sie sich Gedanken über ihre weitere Beziehung zu Rudi und über ihr Leben machen konnte, wurde mir als zu schnell und zu leicht dargestellt. Das Gespräch der beiden kam zu kurz. Denn obwohl der gerade arbeitslos gewordene Rudi sofort anerbot zuhause beim Baby zu bleiben, damit Marlene arbeiten kann, wirft er ihr später genau das vor. Rudi blieb mir in Gortners Beschreibung unsympathisch, zuerst hielt er Marlene auf Abstand und sah in ihr den zukünftigen Star, später wollte er dann doch eine angepasstere (Ehe-)Frau aus ihr machen. Aber die enge, jahrzehntelange Bindung der beiden imponiert trotzdem.

Das Leben in Berlin vor und nach den beiden Weltkriegen zeigt der Autor glaubhaft auf. Ebenso auch die gegen aussen prüde amerikanische Gesellschaft, die das Showbiz zwar lieben, aber extrem auf Etikette achten. Marlene machte dies nicht lange mit und schaffte es, dass die Filmzensurbehörde einiges durchgehen liessen.

Mich beeindruckte vor allem Marlenes klare Meinung zu bzw. gegen Hitler und ihren erstaunlichen Einsatz im zweiten Weltkrieg. C.W. Gortner hat mit diesem aussagekräftigen Roman über Marlene Dietrich ein Stück Zeitgeschichte festgehalten.

Fazit: Dieser Pageturner gibt einen eindrücklichen Überblick über das faszinierende Leben der Marlene Dietrich. Absolut lesenswert!
5 Punkte.

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Rezensionen von Tyrolia-Testleser:

Ingo, 13 Jahre aus Hall,

Agent Impossible - Operation Mumbai von Andrew Lane

Kieron ist ein ganz normaler Jugendlicher. Er und sein Freund Sam hängen in einem Fastfoodladen ab, plötzlich wird ein Mann, welcher ganz in der Nähe sitzt, entführt. Der Mann hatte zuvor mit seinen Händen gefuchtelt, als würde er mit jemanden reden.

Kieron entdeckt die Antwort, ein Headset das denjenigen der es trägt mit einer M16-Agentin in Mumbai verbindet.

Kieron und Sam müssen Bea, der Agentin, helfen, den entführten Mann wiederzufinden und müssen gleichzeitig probieren den Fall, an dem dieser gearbeitet hat, zu lösen.

Ich finde das Buch gut gelungen, denn es ist sehr spannend. Mir persönlich hat das Buch sehr gut gefallen, da ich Bücher dieser Art mag.

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Matteo, 13 Jahre aus Salzburg:

Agent Impossible: Operation Mumbai ist der Auftakt zu einer neuen Serie des britischen Autors Andrew (auch bekannt als Andy) Lane, der auch schon die Young Sherlock-Serie verfasste.

Generell ist das Buch sehr spannend und realistisch verfasst, was wahrscheinlich auch an der Verbindung des Autors zum M15 und 16 liegt.

Eine meiner einzigen Beschwerden zu diesem Buch ist eine relativ große, die allerdings nichts mit der Geschichte des Buches zu tun hat. Es geht darum, dass das Buch E-Zigaretten positiv darstellt. Es stimmt zwar, dass E-Zigaretten weit weniger schädlich sind als normale Zigaretten, aber der Kompromiss zwischen Vernünftigkeit und Unvernünftigkeit ist immer noch bis zu einem gewissen Grad unvernünftig.

Alles in allem kann ich das Buch definitiv an 12+ Jährige empfehlen, allerdings ist es sicher empfehlenswert, sich eine fundierte Meinung zu E-Zigaretten zu bilden.

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Rezensionen von Cyrana:

Lecktsmiamarsch

Tante Poldi und die Schwarze Madonna von Giordano Mario

Ich habe mich schon sehr auf den neuen Fall von Tante Poldi gefreut. Unglaublich, dass sie noch nicht mal ein Jahr auf Sizilien lebt. Aber jetzt wird es ernst, denn es gilt einen neuen Mordfall aufzuklären und dieses Mal ist die Poldi persönlich betroffen, denn in einem Video von einem Exorzismus spricht doch glatt jemand mit ihrer Stimme.

Darum erhält Poldi auch Besuch von der vatikanischen Polizei - die Uniform fehlte ihr noch in ihrer Sammlung.
Schnell nimmt die Ermittlung an Fahrt auf, es gibt natürlich wieder jede Menge Kollateralschäden. Der Neffe darf wieder berichten, kommt allerdings erst später dazu und muss sich erstmal alles erzählen lassen. Auf seine Ergüsse bzw. Auszüge seines epischen Familienromans könnte ich verzichten bzw. würden mir 3 Zeilen genügen. Dafür habe ich mich köstlich über die Gespräche von Poldi mit dem Tod amüsiert. Für Fans von Poldi und des speziellen Humors mal wieder ein Hochgenuss. Ich freu mich schon auf das nächste kriminalistische Abenteuer.

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Rezensionen von zenzi:

Mallorca - gestern und heute

Tante Poldi und die Schwarze Madonna von Giordano Mario

Da ich noch nie auf Mallorca war, habe ich sehr gerne diese Lesereise zu der schönen Ferieninsel unternommen. Wunderbare Schilderungen der einmaligen Landschaft, besondere kulinarische Höhepunkte und Sonnen samt Meer laden wirklich ein, diese Insel zu besuchen.
Den ersten Roman vom "Kommissar" Sven habe ich nicht gelesen, aber bei diesem Buch war es nicht auch nicht nötig, die Vorgeschichte zu wissen, um bei diesem Thriller alles gut folgen zu können.

Interessant war die geschichtliche Auseinandersetzung mit den politischen Vorfällen auf der Insel in den 30er Jahren - wieder neue Einblicke bekommen.
Die Landkarte am Ende des Buches und den Stammbaum der beiden Familien habe ich beim Lesen immer wieder aufgeschlagen und so hatte ich einen guter Überblick.
Die drei Menü Vorschläge munden sicherlich sehr, vielleicht koche ich einmal etwas nach? Der Kochwettbewerb im Buch war etwas konstruiert - es muss ja für den fas tödlich "verunglückten" Starkoch etwas deprimierend sein, wenn sein Leienersatzteam ohne ihm einen Preis gewinnt. Sonst war der Plot gut aufgebaut, die Spannung immer wieder am Höhepunkt - übersichtlicher Wechsel zwischen Gegenwart und Vergangenheit, um die Reaktionen der Familenmitglieder nachvollziehen zu können. Trotzdem bleibt viel im Unklaren, das sich erst zum Schluss aufklärt.
Eine nette, spannende, auch unterhaltsame Lesereise auf die Insel - habs genossen!

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