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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Streiflicht:

Pack die Koffer!

Wie Buddha im Gegenwind von Urban Gabriela

Eine Mama, die mit ihrem kleinen Kind um die Welt reist? In 22 Ländern sind sie unterwegs... Wow, das klingt beeindruckend. Da wollte ich mehr wissen! Und die Lektüre hat mir großen Spaß gemacht. Die Autorin Gabriela Urban schreibt humorvoll und unterhaltsam und immer so als würde sie guten Freunden ihre Geschichten und Erlebnisse erzählen.

Auch das macht den Reiz dieses besonderen Buches aus. Durch die vielen kleinen Anekdoten und Berichte über ihre Gedanken und Gefühle wird das Geschehen für den Leser nach- und miterlebbar. So authentisch und zu-gleich würdigend, als wäre man ganz nah dabei.
Besonders mag ich auch die Art von Gabriela Urban, wie sie auf andere Menschen zugeht. Sie reist abseits der bekannten Hotspots und in eher unbekannte Länder und Regionen. Dort kommt sie mit den Menschen vor Ort in Kontakt – oft auch dank des kleinen blonden Jungen, der sie begleitet und so manches Herz öffnet, in dem er einfach Kind ist und seine Freude, Neugier oder Be-geisterung zeigt. Die beiden lernen Land und Leute im wahrsten Sinne des Wortes kennen und oft verlieben sie sich auch ein bisschen. Das zeigt, wie schön unsere Welt ist, wie viele wunderbare, liebenswerte und hilfsbereite Menschen es gibt, gerade auch da, wo man sie nicht erwartet.
Gut gefällt mir bei diesem Buch auch das Cover, das ein Foto der Autorin mit ihrem Sohn zeigt und die bunte Welt dazu. Auch die Rückseite ist ähnlich und dazu passend wunderschön gestaltet. Ich bin kein Coverkäufer, aber bei diesem Buch macht das Cover wirklich Lust auf das Lesen und Schmökern.
Tolle Fotos in der Mitte des Buches zeigen ein paar der unzähligen Eindrücke, die die Autorin wäh-rend ihrer vielen Reisen macht. Sie vermitteln Lebensfreude und machen Mut, selbst auf Reisen zu gehen, vor allem abseits der ausgetretenen Pfade und Touristenhochburgen. Auf geht`s zum Kofferpacken!

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Rezensionen von mamaofhannah07:

Ich liebe Bücher, die sich echt anfühlen!

Wie Buddha im Gegenwind von Urban Gabriela

Bürgerin aller Zeiten - Die Schönaus 1913-1933 von Heike Wolf
1913 ist Lotte 4 Jahre alt. Sie wächst in einem gut behüteten, komfortablen Elternhaus im Musikerviertel in Leipzig auf. Eines weltwichtigen Tages ist sie zusammen mit ihrem Vater Wilhelm auf dem Weg zur Einweihung des Völkerschlachtdenkmals.

Beide bummelten durch die festlich geschmückte Stadt, vorbei an der Kanzlei ihres Vaters und des jüdischen Geschäftspartners und Freudes Hr. Kron sowie der Goethe Statue hin zum Marktplatz zum Besuch des Kaisers. Als die Prozession vorbeizieht, winkt Lotte mit ihrer schwarz-weiß-roten Fahne in Richtung Kutsche und ist sich ganz sicher: "Ich habe den Kaiser gesehen!" Friedlich, voller Glück und Wohlstand ahnt die Familie Schönau nicht, was in den kommenden Jahren für Veränderungen auf das Land, die Leute und die Welt zukommen sollen. Im Sommer 2014 weilen die Schönaus in Ahlbeck und erhalten die erschütternde und alles verändernde Nachricht: "Krieg!"...
Mir gefällt das realistische, lebensechte Cover mit diesem grandiosen Buchtitel, dessen Sinn sich erst in der Erzählung erschließt! Heike Wolf hat hier ein geschichtliches, von der eigenen Familie inspiriertes Meisterwerk in Romanform erschaffen. Anhand der fiktiven Familie Schönau geht die Autorin auf eine beeindruckende Zeitreise und lässt, dank ihres bildhaften Schreibstils längst vergilbte Bilder wieder aufflammen. Ab der ersten Zeile habe ich mich als Teil der Familie Schönau gefühlt und bin mit den Hauptprotagonisten durch Leipzig und Berlin spaziert. Die Charaktere sind lebensnah und stehen für einzelne Überzeugungen und Ideologien. Das liebenswerte Modschekiebchen Lotte; die kaisertreue Augusta; die dialektsichere, gute Seele des Hauses, Mathilde; Freigeister wie Dorchen und Johann sowie die jüdische Familie Kron und viele andere..., alle Protagonisten sind durchweg charakterstark und bei ihren Auftritten im Buch allseits präsent. Die Glaubwürdigkeit wird immer wieder duch die fesselnde Erzählweise unterstrichen. Heike Wolf gelingt ein Balanceakt zwischen Fakten und emotionler Aufgewühltheit. Die historischen Details sind fließend in das Gesagte eingebunden und wirken informativ, passend platziert. Dies zeugt von einer exzelenten Recherche und einem enormen Hintergrundwissen. Die Bürgerin aller Zeiten liest sich leicht und flüssig, trotz schwieriger Gegebenheiten. Die Autorin gibt hinreichende Lichtblicke in einer von Grausamkeiten und Ungerechtigkeiten gezeichneten Zeit. Das positive Gefühl bleibt bestehen trotz zahlreicher Schicksalsschläge.
Neben den fortlaufenden Ereignissen ab 1913 gibt es einen weiteren Erzählstrang aus dem Jahr 1989, in dem Lotte ihren achzigsten Geburtstag plant. Diese kurzen Episoden sind perfekt in die Geschichte eingeflochten und wecken durch die faszinierend erzählten Worte und Anrisse in die vergngenheit die Neugier des Lesers. So entsteht eine in sich runde, überzeugende Geschichte der Schönaus und ihren Lieben, die jedoch noch nicht zu Ende erzählt ist. In "Des Lebens labyrinthisch irrer Lauf", dem 2. und abschließenden Band berichtet Heike Wolf von den dramatischen Ereignissen von 1935-1957.
Fazit: "Bürgerin aller Zeiten", Teil 1 der Schönau-Saga hat mich in seinen Bann gezogen und durchweg begeistert. Ich konnte einfach nicht mehr aufhören zu lesen und habe so gut wie alles um mich herum vergessen. Neben dem emotionalen Plot habe ich interessante Details erfahren. Band 2 liegt schon bereit, denn ich möchte unbedingt in den abschließenden Zeitabschnitt eintauchen, weil mir die Figuren sehr ans Herz gewachsen sind. Mit diesen beiden Romanen umspannt die Autorin die Kaiserzeit, die Weimarer Republik, einen Krieg, der Ende Juli 1914 begann und 1945 endete, die Umwälzungen der DDR bis hin zum Mauerfall. Verstaubt, altbacken, keineswegs! Nie war Geschichte so lebendig und wurde mit größerer Begeisterung erzählt!
Ganz große Erwartungen werden hier erfüllt und somit kann ich diese bewegende Familiengeschichte uneingeschränkt empfehlen. Ein richtig guter historischer Roman und ein absolutes Lesehighlight!

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Rezensionen von Bücherfee:

sehr empfehlenswert

Troeste meine Seele von Amplatz Maria

Dieses Buch gibt einen Einblick in die Emotion Trauer und was sie für die Betroffenen bedeutet. Und nicht nur. Der Autorin ist es gelungen anhand von persönlichen Schicksalen aufzuzeigen, wie der Trauerprozess bei Hinterbliebenen abläuft. Wesentlich sind dabei die Bewältigungsstrategien, die den Trauernden geholfen haben .

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Rezensionen von HEYN Leserunde, Petra Hesse:

Dichtung und Wahrheit: ein Spannungsverhältnis wird neu aufgerollt – spannend!

Der Stotterer von Charles Lewinsky

Schweres Stottern kann einen Menschen aus der Welt seiner Mitmenschen und vom Gespräch mit ihnen sehr weitgehend ausschließen. Als Ausweg bleibt dem Ich-Erzähler das Schreiben – er erschreibt sich (s)eine Welt. Dabei gerät er nicht nur mit dem Gesetz in Konflikt, sondern löst sich auch vom traditionellen Anspruch autobiographischen Erzählens: dem Anspruch auf Wahrheit oder zumindest Wahrhaftigkeit.

Als Autor seiner Lebensgeschichte – wenn auch nicht seines von Sektierern verpfuschten Lebens (?) – tut er schreibend alles, was dem Urheber literarischer Texte zusteht: Er spielt mit Chronologie und Erzählperspektive, er nutzt die Schwächen seiner Adressat_innen weidlich aus, er erprobt verschiedene Überlebens- und Rachestrategien und erzählt scheinbar Faktisches in mehreren Varianten. All dem wirkt sein wiederholtes Bekenntnis zur eigenen Amoralität raffiniert entgegen: Es erweckt den Eindruck von Ehrlichkeit aus dem Munde eines ‚in Wahrheit‘ bedauernswerten Menschen. So stellt sich bei der Lektüre immer von neuem die Frage nach der Grenze zwischen berichteten ‚Fakten‘ aus dem Leben des Ich-Erzählers und seiner eigenen erzählerischen Fiktion innerhalb der Fiktion des Romans. ‚Story‘ erweist sich als Bestandteil von ‚history‘, und die notorischen Fragen aus dem Literaturunterricht (Was will der Dichter uns hiermit sagen? Wie spiegelt das Werk die Biographie? etc.) laufen ins Leere. All das erreicht uns mit Sprachwitz und Situationskomik scheinbar schwerelos … ein großartiges Buch!

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Rezensionen von C. P.:

Wenig überzeugende Story, magere Ausstattung des Hörbuchs

Das Lied der Krähen,2 Audio-CD, 2 MP3 von Leigh Bardugo

Nachdem bereits soviele von Bardugos Grischaversum und diesem Roman schwärmten war ich natürlich neugierig auf Kaz Brekker und seine Krähen. Man startet in Ketterdam, einer Handelsstadt, welche unter mehreren Banden aufgeteilt ist. Kaz gehört hierbei zu den Krähen und ist, wie oftmals zu lesen, nicht der Anführer der Krähen sondern nur ein erfolgreiches Mitglied, welcher den gutbezahlten Auftrag annimmt, einen mächtigen Mann aus dem Eistribunal, eine Art Hochsicherheitsgefängnis, zu befreien.

Dafür schart er fünf Leute um sich, welche jeweils durch ihre Fähigkeiten zum Erfolg der Mission beitragen sollen. Neben Kaz, der so eine Art Mastermind ist, wären da sein Freund Jesper (spielsüchtiger Waffenexperte), Inej („das Phantom“, eine Kletterkünstlerin), Matthias (ehemaliger Hexenjäger), Nina (eine Grischa, was im Grischaversum einer Hexe entspricht) und Wylan (Kaufmannssohn mit so einigen Talenten).
Das Buch beginnt leider sehr verwirrend, ich habe zu Beginn kaum verstanden, worum es ging und wunderte mich, was das mit den Krähen zu tun haben sollte. Leider wurde auch nur wenig erklärt, was es mit den Grischa auf sich hat. Als später die Hauptcharaktere ins Spiel kamen wurde es langsam interessanter. Hier gefiel mir, dass jeder Charakter seine eigene, gut ausgearbeitete Vergangenheit hat, welche zwischendurch in Rückblicken beleuchtet wird. Eindeutig ein Pluspunkt der Story. Weniger gefiel mir, dass die Gruppe um Kaz, mit Ausnahme des 15-jährigen Wylan, altersmäßig so um die 17 Jahre alt ist, jedes Mitglied aber bereits Erfahrungen gesammelt haben soll wie eine Person mitte/ende 20. Das passte einfach nicht. Dafür macht sich das junge Alter wiederholt bemerkbar, wenn die Charaktere sich unnötig bockig oder aufbrausend wie Teenager verhalten, welche sie eben auch sind. Am meisten störte mich beim Hörbuch zusätzlich, dass Kaz sprach wie der „Pate“, was einfach nicht zu einem Teenager passt. Zumal mir seine Genialität sowie seine vielfältigen Beziehungen in Ketterdam auch zu übertrieben ausfielen für seine junge Bandenkarriere.
Die Ausstattung der Hörbuchs lässt leider sehr zu wünschen übrig, es gibt weder Kartenmaterial, um die vielen örtlichen Gegebenheiten nachvollziehen zu können, noch ein Personenregister. Beides musste ich mir mühsam im Netz zusammensuchen. Besonders die Karten wären eine Hilfe gewesen, da die Personen aus unterschiedlichen Gebieten mit anderen Gegebenheiten stammen und auch der Einsatz im Eistribunal besser nachvollziehbar gewesen wäre.
Mein Fazit: Die Story hält nicht, was sie verspricht, die Charaktere sind mir zu jung und die Handlung zu vorhersehbar. Wer sich darauf einlassen will, sollte lieber die Printversion nehmen, da sind wenigstens Karten mit dabei.

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Rezensionen von Emmmbeee:

Rückkehr nach 46 Jahren

Bella Ciao von Raffaella Romagnolo

Der zweite Weltkrieg ist vorbei, und Giulia Masca kehrt als erfolgreiche, reiche Frau nach 46 Jahren in Amerika zurück in ihre Heimat. Seinerzeit hat sie Hals über Kopf Italien den Rücken gekehrt, nachdem sie erfahren hat, dass ihr Verlobter ausgerechnet zum Liebhaber ihrer besten Freundin geworden ist.

Schwanger war sie damals ausserdem. Mit sehr gemischten Gefühlen tritt sie nun ihrer Vergangenheit entgegen und erfährt schrittweise, was in den schwierigsten Jahren Europas den Menschen geschehen ist, die ihr nahegestanden haben. Zwei Weltkriege sind vorübergezogen und haben elementare Schäden in Italien angerichtet, nicht nur materieller Art. Sie hingegen ist im Land der unbegrenzten Möglichkeiten trotz aller Vorurteile gegenüber Einwanderern die Leiter emporgestiegen. Die USA waren ja auch kein Kriegsschauplatz. Nun kehrt sie mit Limousine und Chauffeur nach Borgo di Dentro zurück. Eine Story, die fast an Dürrenmatts "Besuch der alten Dame" erinnert.
Der Roman wird mit Spannung und Sog in einem unaufgeregten Ton und einer angenehmen Sprache erzählt, was auch der Übersetzungsleistung der bewährten Übersetzerin Maja Pflug geschuldet ist. Farbig, plastisch und lebendig führt die Autorin durch die drei Teile des Buches und geizt dabei nicht mit präzisen Beschreibungen, die manchmal bis ins Kleinste gehen. Man ist so richtig mit dabei. Dass die Handlung mit zeitlichen Bezügen durchsetzt ist, versteht sich von selbst, geht ja gar nicht anders.
Doch lange Absätze und nur wenige Dialoge machen das Lesen anstrengend, vor allem, da es viel Durchhaltewillen braucht, um überhaupt in den Stoff hineinzufinden. Hilfreich sind die verschiedenen Personentafeln, welche die Hunde gleich mit einschliessen. Trotzdem wäre es notwendig gewesen, wenn diverse Personen anschaulicher eingeführt worden wären.
Viele Zeitsprünge können zudem verwirrend wirken, wenn man sich nicht in kurzer Zeit durch das Buch liest (immerhin sind es über 500 Seiten). Die Sympathien sind nicht immer auf Seiten der Hauptprotagonistin, schon gar nicht, wenn sie Ausdrücke aus der untersten Schublade benutzt. Auch scheint mir der Schreibstil ein anderer, wenn Romagnolo die Geschehnisse in New York schildert.
Das bekannte Partisanenlied, das für den Titel verwendet wurde, und das Gemälde auf dem Cover wurden klug und sinnreich ausgesucht. Ein Roman, der nicht allen gefallen, aber bestimmt viele Interessierte finden wird.

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Rezensionen von leserin3@bluewin.ch:

Rückkehr nach 46 Jahren

Bella Ciao von Raffaella Romagnolo

Der zweite Weltkrieg ist vorbei, und Giulia Masca kehrt als erfolgreiche, reiche Frau nach 46 Jahren in Amerika zurück in ihre Heimat. Seinerzeit hat sie Hals über Kopf Italien den Rücken gekehrt, nachdem sie erfahren hat, dass ihr Verlobter ausgerechnet zum Liebhaber ihrer besten Freundin geworden ist.

Schwanger war sie damals ausserdem. Mit sehr gemischten Gefühlen tritt sie nun ihrer Vergangenheit entgegen und erfährt schrittweise, was in den schwierigsten Jahren Europas den Menschen geschehen ist, die ihr nahegestanden haben. Zwei Weltkriege sind vorübergezogen und haben elementare Schäden in Italien angerichtet, nicht nur materieller Art. Sie hingegen ist im Land der unbegrenzten Möglichkeiten trotz aller Vorurteile gegenüber Einwanderern die Leiter emporgestiegen. Die USA waren ja auch kein Kriegsschauplatz. Nun kehrt sie mit Limousine und Chauffeur nach Borgo di Dentro zurück. Eine Story, die fast an Dürrenmatts "Besuch der alten Dame" erinnert.
Der Roman wird mit Spannung und Sog in einem unaufgeregten Ton und einer angenehmen Sprache erzählt, was auch der Übersetzungsleistung der bewährten Übersetzerin Maja Pflug geschuldet ist. Farbig, plastisch und lebendig führt die Autorin durch die drei Teile des Buches und geizt dabei nicht mit präzisen Beschreibungen, die manchmal bis ins Kleinste gehen. Man ist so richtig mit dabei. Dass die Handlung mit zeitlichen Bezügen durchsetzt ist, versteht sich von selbst, geht ja gar nicht anders.
Doch lange Absätze und nur wenige Dialoge machen das Lesen anstrengend, vor allem, da es viel Durchhaltewillen braucht, um überhaupt in den Stoff hineinzufinden. Hilfreich sind die verschiedenen Personentafeln, welche die Hunde gleich mit einschliessen. Trotzdem wäre es notwendig gewesen, wenn diverse Personen anschaulicher eingeführt worden wären.
Viele Zeitsprünge können zudem verwirrend wirken, wenn man sich nicht in kurzer Zeit durch das Buch liest (immerhin sind es über 500 Seiten). Die Sympathien sind nicht immer auf Seiten der Hauptprotagonistin, schon gar nicht, wenn sie Ausdrücke aus der untersten Schublade benutzt. Auch scheint mir der Schreibstil ein anderer, wenn Romagnolo die Geschehnisse in New York schildert.
Das bekannte Partisanenlied, das für den Titel verwendet wurde, und das Gemälde auf dem Cover wurden klug und sinnreich ausgesucht. Ein Roman, der nicht allen gefallen, aber bestimmt viele Interessierte finden wird.

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Rezensionen von Andrée Feyertag:

Keine Suchtgefahr

Großmutters Haus von Thomas Sautner

Enkelin "findet" Großmutter. Ein angenehm dahinplätschernder Roman, der zum Nachdenken anregt, Lösungen offen lässt und Ingeborg Bachmann (Malina) und Ilse Aichinger (Ilse Hofstetter) in Erinnerung ruft. Mir gefällt die Idee der Auseinandersetzung zwischen Literatur und realem Leben gut.

Die Germanistik Studentin, die mit Teilzeitjobs in einer Bibliothek Geld verdient und die Großmutter, die auf zweifelhafte Weise offensichtlich jedenfalls nicht weniger verdient, lassen den Leser Lebensweisheiten kennenlernen.

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Rezensionen von mamaofhannah07:

eine Liebe in den Wirren des Krieges

Mehr als tausend Worte von Beck Lilli

Mehr als tausend Worte ein Roman von Lilli Beck, Blanvalet (Verlagsgruppe Random House)
Berlin im November 1938: Die auftrumpfende Macht des Regimes ist vor allem in den Nächten spürbar, wenn die Gestapo Juden zum Verhör und zur Inhaftierung aus ihrem zu Hause abholt. So geschieht es auch Alizas Großvater.

Alizas Angst ist allgegenwärtig, wenn die schlagenden Stiefel laut durchs Treppenhaus hallen. Neben den nächtlichen Übergriffen läutet die Regierung immer neue Sanktionen gegen die Juden ein und macht ein autonomes Leben für diese Leute undenkbar. Die Zeit drängt, das Land zu verlassen. Aliza wird mit gerade noch 16 Jahren mittels eines Kindertransportes nach England evakuiert. Ihre restliche Familie mit Großmutter Bobe, Vater Samuel, Mutter Rachel und Bruder Harald verbleibt in Berlin bis ihnen fast alles genommen wird, eine Flucht somit unbezahlbar und damit unmöglich erscheint. Samuel Landaus ärztliches Pflichtbewußtsein seinen Patienten gegenüber und die Hoffnung auf einen klärklichen Rest Menschlichkeit lassen ihn zögern, bis es zu spät ist. ...
Lilli Beck erzählt eine Geschichte von einer traurigen Epoche Deutschlands. Die Situation und daraus resultierenden Gefühlen der jüdischen Familie Landau sind spührbar. Die Beschreibungen der Kindertransporte und die Trennung der Familien sind unfassbar ergreifend und unvorstellbar emotional. Mitläufer, Schmarotzer, Verlierer und Gewinner, Kämpfer, Trauernde und Liebende bekommen anhand der Erzählung ein Gesicht und etablieren sich als unterschiedliche Charaktere im Roman. Der Plot ist vielversprechend und gibt viel Potezial für einen großen Epos. Doch leider hapert es hier an der Umsetzung des Ganzen. Einige Szenen und Sequenzen werden angerissen und für mich, als interessierten Leser leider nicht schlüssig zu Ende erzählt. An manchen Stellen kommt mir die Glaubwürdigkeit abhanden, gerade zum Schluß häufen sich die Zufälle und insgesamt wirkt manche Schlußfolgerung an den Haaren herbeigezogen. Ja, der einzige Lichtblick, die lebensfrohe Freundin und Wegbegleiterin Alizas, Mizzi muss als Sündenbock herhalten. Der Hauptprotagonistin Aliza kommt man nicht nah genug, es fehlt einfach an Tiefe. Alizas Oberflächlichkeit und Naivität..., man möchte sie schütteln!Insgesamt fehlen mir manche Details zu den Figuren oder eine Erklärung, was aus ihnen geworden ist. Der Leser wird vor vollendete Tatsachen gestellt und muss sich damit zufrieden geben.
Die Vermittlung historischer Fakten wirkt gezwungen und wie auch manche Dialoge, hölzern. Neben ganz spannend und realistischen Leseabschnitten, die in Berlin spielen, gestallten sich Alizas Anekdoten in England eher zäh und langatmig. Die Liebesgeschichte zwischen ihrem Liebsten Fabian und Alizas intensive, allumfassende Gefühle für ihn stehen hier sehr im Mittelpunkt und erdrücken durch ein zu viel an Liebesbekundungen.
Fazit: Ich habe mit Freude den neuen Roman von Lilli Beck erwartet, steht die Autorin und ihr Name für äußerst gut erzählte Romane wie "Glück und Glas" oder "Der Wind und das Meer" sowie einige lustige und gut erzählte Geschichten. Nicht minder enttäuscht war ich von diesem neuen Roman indem die mehr als tausend Worte einfach zu oft gefallen sind. Hier wurde Potenzial verschenkt in einer einfachen Erzählweise mit Höhen und Tiefen. Schade!

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Rezensionen von Gluecksklee:

Teilweise unglaubwürdig

The Hurting Als du mich gestohlen hast. Gebunden. von Smit Lucy van

Das Buch wirbt mit der Beschreibung „Nordic Noir trifft auf Brontes Sturmhöhe“, dementsprechend gespannt war ich auf die Geschichte von Nell und Lukas, die ja schon sehr dramatisch im Klappentext angekündigt wird. Und eigentlich nimmt der Klappentext auch schon die Handlung des Romans vorweg, die zwar in einem sehr schönen Schreibstil abgefasst ist, aber in weiten Teilen einfach unglaubwürdig und übertrieben wirkt.

Im kommenden Abschnitt gehe ich auf einige Punkte ein, die mich an dem Roman gestört haben, wer also keine Spoiler lesen möchte, der sollte an dieser Stelle nicht weiterlesen.

Da ist zum einen Lukas, der beinahe alles zu können scheint, angefangen bei der Jagd, über das Fliegen und erfolgreiche Landen eines Flugzeugs, obwohl er das angeblich noch nie selbst gemacht hat. Er weiß, wie er seine forensischen Spuren verwischt etc.
Und dann ist da Nell, der man am Anfang gerne ihre totale Verliebtheit abnimmt – aber nach der wievielten Enttäuschung und vor allem Täuschung kann man erwarten, dass sie die rosarote Brille absetzt und endlich davon ausgeht, dass Lukas nichts Gutes mit ihr vorhat? Und Nell, die bis zu ihrem Umzug nach Norwegen in Manchester gelebt hat, hat innerhalb kürzester Zeit von Lukas so viel über das Überleben in der Wildnis gelernt, dass sie ihm bei seiner Verfolgungsjagd immer wieder erfolgreich entkommt. Mit einem Baby, auf das sie aufpassen muss. Das ist noch so eine Sache – immer, wenn man eigentlich meint, jetzt kann sie es nicht mehr schaffen, kommt ihr ein magischer Zufall zu Hilfe in einem verlassenen Haus findet sich z.B. wundersamerweise Babynahrung…

Dafür gefällt mir das Cover und die einzelnen Kapitel, mit dem kleinen Wolf zu Beginn, wirklich gut.

Bei „The Hurting“ handelt es sich meiner Meinung nach um eine düstere Teenagerromanze, die durchaus unterhält, aber bei mir keinen bleibenden Eindruck hinterlassen hat. Zudem fand ich manche Momente, wie bereits ausgeführt, über die Maßen dramatisiert und unglaubwürdig, sodass ich beim Lesen immer wieder den Kopf schütteln musste. Daher vergebe ich leider nur zwei Sterne für diesen Roman.

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