Kunden em pfehlungen
Rezensionen von HEYN Leserunde Andrée:
Du musst das Leben nicht verstehen
Guten Morgen, schönes Wetter heute von Tanja Kokoska
Die Autorin aus Frankfurt macht sich tapfer über das Thema der Isolation in Wohnsiedlungen her. Kein Klischee wird ausgelassen und sogar Joggen in Frage gestellt. Unterhaltsam verknüpft sie die Lebensgeschichten der einzelnen Figuren und rankt diese um einen Bombenfund.
Die Geschichten bieten fasst kabarettistischen Einblick in das Leben unterschiedlichster Charaktere.
Mühelos folgt man der alleinerziehenden Mutter auf der Suche nach dem Vater des Kindes, dem etwas schrulligen Herren in Damenkleidung und dem spanischen Baggerfahrer bei seinem Lauschangriff. Rundum ein positives Buch für erholsame Lesetage.
Namen sind Schall und Rauch
Die Namen von Florence Knapp
Florence Knapp setzt in ihrem Roman eine sensationelle Idee um. Verschiedene Namen verschiedene Schicksale. Spannend erzählt. Die Konsequenzen aus den Entscheidungen zu unterschiedlichen Namen gehen unter die Haut. Es geht nicht nur um die Namen sondern auch um Übergriffigkeit und Selbstbestimmung.
Triggerwarnungen sind bei diesem Roman jedenfalls angebracht.
Lemberg ist gefallen
Im ersten Licht von Norbert Gstrein
"Wir wissen, was wir verloren haben." So beginnt der Roman , der durch sein aktuelles Thema die Leserin gefangen hält. Leben wir derzeit im Schatten von kriegerischen Auseinandersetzungen und wissen nicht, was wir verlieren werden? Durch die Erzählung des Lebens von Adrian wird man durch ein ganzes Leben geführt, das mit Verlusten, Liebe und Fragen konfrontiert wird.
Sehr spannend erzählt.
Auf der falschen Seite geboren
Malnata von Beatrice Salvioni
Spannend erzählt Beatrice Salvioni was es bedeutet, nicht zu den Begünstigten zu gehören, nicht konform zu sein und seine eigenen Ideen ausleben zu wollen. Was passiert mit einem Mädchen, das von der "verbotenen" Welt angezogen wird und aus der beschützten bürgerlichen Welt heraustritt.
Hat sie die kraft dazu, zu vermeintlich Schlechtem auch zu stehen? Eingebettet in das Umfeld der 30er Jahre stellt sie die Frage der Konformitätspflicht an alle.
Spannend und gut zu lesen.
Sehr raffiniert - hinterlässt Spuren
Das andere Tal von Scott Alexander Howard
Ein bisschen wie die Geschichte mit der Fee und den drei Wünschen. Vergangenheit- Gegenwart - Zukunft - man kann zwischen den Zeiten, den Tälern nicht einfach wechseln. Alle drei Täler laufen parallel und der Conseil entscheidet die eventuelle Möglichkeit des Wechsels in Ausnahmefällen. Jedes Leben in der entsrechenden Zeit hat Auswirkungen auf die andere Zeit .
Sehr gute Idee in toller Sprache ausgebreitet. Sehr lesenswert!
Alles ein bisschen verrückt
Die Entflammten von Simone Meier
Verschiedene Milieustudien aus dem 19. und 20. Jahrhundert, die auch ein wenig Witz enthalten. «Der Sarg und ich setzten uns in den Zug nach Paris, nicht nebeneinander natürlich», zaubert dem Leser ein verschmitztes Lächeln ins Gesicht. Für mich dennoch zu wenig Tiefgang vor allem in den emotionalen Passagen, auch wenn das Krankheitsbild der Syphilis einen breiten Raum einnimmt.
„Siegeszeichen“ für Jäger und Gejagte
Trophäe von Gaea Schoeters
Ein Hochgenuss nicht nur für Jäger. Ein Roman über Afrika, der dem Europäer einen Spiegel vorhält. Der Jagdtourist wird herrlich dargestellt und vorgeführt. Die Darstellung der Gesellschaftsstrukturen, ihrer Machtspielchen, ihrer Korruptionsmöglichkeiten packen den Leser und lassen ihn bis zur letzten Zeile nicht los.
Spannend und unterhaltend.
Paket abzuholen
Packerl von Anna Neata
Eine ungewöhnliche Familiengeschichte, die mich abgeholt hat. Mit sprachlicher Eleganz umschifft Anna Neata Problemzonen, die fast jeden treffen. Sehr spannend zu lesen - nicht nur ein Familienroman.
Schön wars
Schönwald von Philipp Oehmke
Fabelhaft gutes Buch! Thomas Manns Buddenbrooks auf modern. Fein skizzierte Charaktere und eine elegante Sprache verhelfen der spannend erzählten Familiengeschichte zu purer Lesensfreude.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Andrée FeyertagMit dem Schnee kommt auch die Langeweile
Mit dem Schnee kommt der Tod von Nicola Upson
Harmloser Versuch, einen Kriminalroman der Zwanzigerjahre des vergangenen Jahrhunderts nachzuahmen. Die gewöhnungsbedürftige Sprache ("...grüblerisch wirkende Festung; ...die unbeschmutzte Vollkommenheit; ...falls jemand auf der Burg gestorben ist, werden alle mit anpacken") dürfte der Übersetzung geschuldet sein.
Die für einen echten Kriminalroman fehlende Spannung bewirkt, dass man versucht ist, das Buch bald aus der Hand zu legen.











