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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von HEYN Leserunde, Manfred Kohl:

Joint & Büffelpenis?

Großmutters Haus von Thomas Sautner

Eine Joint-Geschichte, wie sie vielleicht in den 70er-Jahren als neu empfunden wurde. Heute banal, unglaubwürdig, nicht real. Kommt mir sehr konstruiert vor. "Der Mond stand am Himmel wie eine Schüssel dampfende Vanillemilch" - nein, das brauche ich nicht. Tut mir leid.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Faszinierender Roman über eine Rosengräfin und ihren Nachlass

Der Rosengarten am Meer von Nele Jacobsen

"So schön!", dachte ich, als ich den neuen Roman von Nele Jacobsen beendet hatte.

Wie bereits in ihrem vorhergehenden Roman "Ein Sommer im Rosenhaus" geht es auch hier um einen Rosengarten. Eigentlich um mehrere, denn der gegenwärtige Garten, der Isabel an der Ostsee neu gestalten soll, hat ein historisches Vorbild am Fusse der Kleinen Karpaten.

Wie das alles zusammenhängt, erzählt die Autorin sehr spannend.

Am Ende erklärt Nele Jacobsen, was sie für den Roman "passend" gemacht hat, und stellt auch noch drei glustige Rosenrezepte (Cocktail, Marzipan, Sorbet) zur Verfügung. Wenn ihr den passenden Drink oder Dessert zur Lektüre haben wollt, schaut euch die Rezepte vor dem Lesen an.

Im historischen Teil geht es um Gräfin Marie Henriette Chotek, die 1863 bis 1946 gelebt hat. Sie lebt mit ihrer Mutter und ihrer Schwester Gabrielle auf Schloss Unter-Korompa im Donauhügelland. Während ihre Mutter sie so schnell wie möglich verheiraten will, denkt Marie nicht mal dran. Ihr Herz gehört den Rosen. Sie will einfach nur gärtnern und nicht am gesellschaftlichen Leben in Wien teilnehmen. Aber dann lernt sie Georg von Schwanburg kennen, der ihr Leben komplizierter macht.

In der Gegenwart erleben wir wie Isabel nach der Scheidung von Marco eine neue Arbeit sucht. Sie findet eine Anzeige, in der eine Künstlerkommune an der Ostsee für drei Monate einen Gartenbauspezialistin sucht, gegen Logis und Kost. Isabel ist angetan und macht sich auf die Reise. Endlich auf Gut Lundwitz angekommen stellt sie ihr Unterfangen in Frage, die Renovation des Guthauses ist nicht sehr fortgeschritten. Doch sie lässt sich nicht unterkriegen und packt kräftig mit an, macht sich auf die Suche nach den alten Gartenplänen, während sie von Chef Alex aufs Beste verköstigt wird. Doch Alex gibt nicht viel von sich preis, was die Zusammenarbeit schwierig macht.

Die Geschichte der Rosengräfin Marie Chotek wird in diesem Roman so faszinierend nacherzählt, dass man nicht anders kann, als mit Isabel über alle neuen Entdeckungen mitzufiebern.

Fazit: Die sehr schöne Story um eine Rosengräfin und ihren Nachlass fesselte mich von der ersten Seite an.
5 Punkte.

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Rezensionen von StefanieFreigericht:

„Sie wollen Feindseligkeit säen, damit wir aufeinander losgehen."

Der Patriot von Pascal Engman

„Sie wollen Feindseligkeit säen, damit wir aufeinander losgehen." S. 349

„Menschen mit abweichenden Ansichten werden als 'Schweine' oder 'Hunde' bezeichnet. Wissen Sie warum wir das tun?“
„Nein.“
Madeleine runzelte die Stirn.
„Um zu entmenschlichen“, fuhr Sandberg fort. „So erklären sich die Wissenschaftler, wie augenscheinlich mental gesunde deutsche Männer und Frauen als Aufseher in den KZs arbeiten konnten.

… Die Opfer werden nicht als Menschen betrachtet, sie werden nicht bei ihrem Namen genannt, und es wird auch sonst alles getan, um sie nicht als gleichwertig anzusehen. Das ist ein unbewusster Prozess, ein Mechanismus, um sich vor Gewissensbissen zu schützen.“ S. 157
„Also, was Menschen dazu bringt, zum Terroristen zu werden, darüber gehen die Meinungen auseinander. … Aber der erste Schritt besteht darin, sich bedroht und seiner Freiheiten beraubt zu fühlen. Sei dies tatsächlich der Fall oder nur eingebildet. Im nächsten Schritt überzeugt man sich davon, dass diese Bedrohung der Freiheit ein von anderen geschaffenes Konstrukt ist, und folgert daraus, dass die Bedrohung aufhören kann. Die Situation ist also nicht zwangsläufig hoffnungslos. Und schließlich muss der Betreffende selbst glauben, dass Gewalt der einzige Weg ist, um an der Situation etwas zu ändern und der Bedrohung ein Ende zu machen.“ S. 158

In Stockholm werden kurz nacheinander mehrere Journalisten ermordet, die zuvor für verschiedene Zeitungen positiv über die Integration von Flüchtlingen oder gegen Rechtsextreme geschrieben hatten. Doch bald werden diese Ereignisse in den Schatten gestellt von einem bestialischen Anschlag…

Mich nervt der Stil, reihum im Wechsel zu den verschiedenen Protagonisten zu gehen: da ist Madeleine, Journalistin in Stockholm, Carl, einer der Täter (ja, das wird gleich zu Beginn ausgesprochen), Ibrahim, ein Stockholmer Taxifahrer mit syrischen Wurzeln, und August, ein schwedischer Ex-Fremdenlegionär in Südamerika. Jedes der Kapitel endet mit einem Cliffhanger, der dann erst vier Kapitel später aufgelöst wird, um in den nächsten Cliffhanger zu münden. Ich mag es spannend, aber das empfand ich als Nötigung – ich war kurz davor, aufzugeben, und habe dann nur die Kapitel mit August vorausgelesen, dann den Rest ohne August.

Dazu sind die Handlungsstränge speziell: Madeleine ist eine manipulative Zicke, die niemanden leiden kann, ihrem Papi gefallen will, der sie aber gegenüber Zweitfrau und Zweitkindern hintan stellt. August arbeitet als Leibwächter für einen russischen Waffen- und Drogenhändler und ist bereit, für diesen zu töten. Carl als Täter serviert mit seinen Bundesgenossen einen kruden Mix an Theorien, ist aber sonst verwöhntes Söhnchen aus reichem Haus. Einzig Ibrahim wirkt wie jemand, mit dem man gern zu tun hätte. Die Vereinfachung der Täterseite wird meines Erachtens dem Thema nicht gerecht: das wäre ja so einfach, die Identifikation, das Feindbild - doch leider sind das häufig ganz normale Menschen, die mich in den letzten Monaten mit Aussagen schockiert haben (Stufe 1!). Selten habe ich Wörter mit F, die sich auf „Kotze“ reimen, in solcher Häufigkeit gelesen, gerne im Zusammenhang mit aufschlitzen oder vergewaltigen. Wichtig wäre mir der Umgang mit den „Stufe – 1 – Menschen“ gemäß des obigen Zitats.

Dann kommen die mir zu konstruiert, zu plakativ wirkenden Teile: Das Konstrukt, dass ein Anschlag von einem unfreiwilligen „Guten“ durchgeführt wird, wobei die Planung dazu für mich nur von Schwachstellen wimmelt. Ganz ernsthaft, wenn man dem Fremdenhass begegnen will, muss man sich auch offen damit auseinandersetzen, dass es NATÜRLICH genauso kriminelle oder radikalisierte Einheimische wie Fremde gibt, alles andere ist Mumpitz. Nicht ganz verstanden habe ich, warum der laaaange Teil mit August in Südamerika eingebaut wurde, der auch nicht gerade sehr appetitlich ist; sollte das „Ex-Legionär“ noch deutlicher buchstabieren (der kann schießen und kämpfen)? Wozu nützt die Schwangerschaft von Madeleine? Warum interessiert sich Madeleine nach dem Essen im Hotel nicht mehr für ihren verletzten Vater? Bekommt man als Schwede illegale Waffen ausgerechnet nur in Südamerika, im Bereich eines anderen Schweden, dem man dann daheim wieder begegnet? Wer riskiert etwas, bei dem der eigene Tod einkalkuliert ist, ohne Rückvergewisserung, dass das eigene Kind dadurch wirklich überlebt, was man ja tot nicht mehr überprüfen kann? Wenn das Täter(Ferien-)haus durchsucht wird, müsste man ja die DNA der Geisel finden, die dann nicht mehr genau der entgegengesetzten politischen Richtung zugeordnet werden könnte, Islamist und Islamophob, das geht nicht gleichzeitig.

Der Schreibstil gefiel mir (besser als der Aufbau), die Idee fand ich gut, einige Zitate top. Ansonsten ist das leider arg konstruiert. 3 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Einfach zum Nachdenken

Heimat von Elsbeth Wallnöfer

„Heimat“ ist ein leider häufig missbrauchter und missverstandener Begriff.
Die Philosophin und Volkskundlerin Elsbeth Wallnöfer versucht seit Jahren diesem Wort eine neue Seele einzuhauchen. Immerhin, ist Heimat nicht mehr ausschließlich den Rechten zuzuordnen, sondern die Linke bemüht sich um sie.

In vier Kapiteln, die da heißen

• Von der Krankheit
• Von der Schönheit der Natur und der Seele
• Von der Deutschen Heimat I
• Von der Deutschen Heimat II

Wer hat den Begriff geprägt? Heidegger und seine deutschtümelnden Schriften? Oder die Deutsche Romantik und deren Vertreter wie Heine, die Arnims, Kleist usw.? Einige davon werden dann auf Grund ihrer jüdischen Herkunft wieder aus der Heimat entfernt.

Ist das Tragen von Trachten ein Statement zur Heimat oder ein politisches Bekenntnis?

Was denn „Heimat“ so alles sein kann, dem geht die Autorin akribisch nach. Man heimwehkrank sein, man kann sich die Frage stellen „Wo gehöre ich hin?“, man kann den „Heimat“-Begriff eng und erweitert sehen. Ist das Mitnehmen der sprichwörtlichen „Schmusedecke“ auf Reisen ein Stück Heimat oder erst das Gurkenglas mit der Erde aus dem eigenen Garten?

Elsbeth Wallnöfer ist in Südtirol geboren, einem Landstrich, der als heimatverbunden gilt und diese doch mehrmals verloren hat.

Fazit:

Ein sehr interessantes Buch, das mit vielen ausgesuchten Zitaten zum Nachdenken anregt.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Ein entzückender, witziger Familienroman

Heimat von Elsbeth Wallnöfer

Heike Wanner hat es mal wieder geschafft, mich mit ihren Schreibkünsten völlig vom Hocker zu reißen – dies ist nach "O du fröhliche Weibernacht" bereits das zweite Werk, das ich von der Autorin lesen durfte und innerhalb eines Tages verschlungen habe! Unheimlich liebevolle Charaktere, authentische Dialoge, eine originelle Handlung, spannende Familiengeheimnisse, jede Menge Humor und natürlich ganz viel Gefühl… Herz, was willst du mehr?!
Als ihr geliebter Onkel Horst überraschend das Zeitliche segnet, beschließen die Schwestern Marie-Louise (= Lou) und Anne-Marie zusammen mit ihrer Cousine Lisa-Marie, sich vorübergehend um dessen Bauernhof zu kümmern – all seine Tiere müssen schließlich versorgt werden.

Auf diese Weise können Horsts Schwestern, die Mütter der drei Maries, ihre geplante Kur antreten und in Ruhe trauern. Wer nun ein oberflächliches Werk à la 'verwöhnte Großstädterinnen regen sich über Kuhmist auf' erwartet, der sei beruhigt – dieser wundervoll tiefgründige Roman enthält zwar zahlreiche witzige Elemente (Stichwort: "Zahnseide"), aber noch viel mehr feine Zwischentöne. In luftig-leichter Manier beschreibt die Autorin, wie die drei gänzlich unterschiedlichen Cousinen (eine gestresste Vollzeitmutter mit Eheproblemen, eine erfolgreiche Innenarchitektin, die das scheinbar perfekte Leben führt und eine romantisch veranlagte Buchladen-Besitzerin, die in Online-Single-Börsen nach der großen Liebe sucht) mit ihren konträren Lebensansichten zunächst ständig aneinander anecken und letztlich erkennen, dass nichts stärker ist als der Zusammenhalt ihrer Familie. Zudem kommen sie einem Geheimnis auf die Spur, welches Onkel Horst plötzlich in einem völlig neuen Licht erscheinen lässt…
Die Familiendynamik wird sehr realitätsnah widergegeben und ich habe mich tatsächlich in jede der Cousinen problemlos hineinversetzen können. Die Autorin hat sich mit diesem Wohlfühlroman, der einem beim Lesen einfach in Lächeln ins Gesicht zaubert, selbst übertroffen. Dank der sensationell angenehmen Schreibweise, die mich gleich die Story eintauchen ließ, fühlte mich während der Lektüre wie auf einem Kurzurlaub in Pfronten (wo ich auch im echten Leben schon einmal einen Urlaub verbracht habe und daher nur bestätigen kann, wie gelungen H. Wanner die idyllische Atmosphäre und die wunderschöne Natur der Region eingefangen hat). Auch der sympathische Allgäuer Dialekt ist miteingeflochten worden und findet eine würdige Vertreterin in der neugierigen Nachbarin Traudl Hösle.
Das Gute-Laune-Werk spielt zwar im Sommer, kann aber das ganze Jahr über gelesen werden und machte mir direkt Lust auf ein paar Tage auf dem Bauernhof – um Hühnerställe werde ich allerdings einen Bogen machen…nicht, dass mir noch ein "Akihito"-Hahn vor die Füße flattert!
Fazit: Herrlich unbeschwerte Unterhaltung zum Schmunzeln und Träumen! Absolute Leseempfehlung!

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Rezensionen von Maria D?rfler:

Hat mich nicht unterhalten

Großmutters Haus von Thomas Sautner

Das Buch hat mich nicht unterhalten und auch nicht zum Nachdenken gebracht. Ich habe gehofft, dass da noch was kommt, was nicht so einfach und plakativ ist. Auch die Sprache hat mich nicht sehr beeindruckt.
Die Idee der unkonventionellen Großmutter mit ihrem ungewöhnlichen Leben, das sie scheinbar recht zufrieden gemacht hat, finde ich sehr gut und originell - die Nachahmung würde ich meinen Enkeln nicht empfehlen.

Maria Dörfler

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

So verworren, zäh und langatmig, dass es einen gruselt!

Der Leuchtturmwärter von Camilla Läckberg

Dieser Kriminalroman war leider überhaupt nichts für mich. Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir eine gänzlich andere Geschichte erwartet:

"Schriftstellerin Erica Falck hat mit ihren Zwillingen alle Hände voll zu tun, seit ihr Mann Patrik wieder im Polizeidienst ist. Sie findet kaum Zeit für ihre Schulfreundin Annie, die gerade in das idyllische Fischerdorf Fjällbacka zurückgekehrt ist.

Annie zieht in das kleine Haus auf der Leuchtturminsel vor der Küste. Dort soll es nachts spuken, und dunkle Legenden ranken sich um den Ort. Annie scheint es nicht zu stören, vor allem als Mats, ihre erste große Liebe, zu ihr zurückkehrt. Doch dann wird Mats brutal ermordet. Patrik und Erica beginnen zu ermitteln."

Bereits der Einstieg zieht sich wie Kaugummi und gestaltet sich unheimlich anstrengend zu lesen – zig Perspektiven etlicher Hauptcharaktere, Nebenfiguren und deren diverser Familienangehöriger wechseln sich innerhalb der einzelnen Kapitel ab; es herrscht ein heilloses Durcheinander, auch im Hinblick auf die verschiedenen Nebenplots. Die in der Inhaltsangabe erwähnte Freundschaft zwischen Erica und Annie hat im Grunde nie existiert, da Erica zu Schulzeiten eher eine stille Bewunderin der coolen Annie gewesen war, aber mehr auch nicht. Folglich kann von potentieller Wiedersehensfreude keine Rede sein – und wo wir gerade dabei sind, auch nicht von aktiver Mithilfe: Erica stolpert eher aus Neugier in die Ermittlungen ihres Gatten hinein.
Bereits nach wenigen Kapiteln war mir der Hintergrund zu Annies Situation sowie zu ihrem Sohn klar, da die Wortwahl diesbezüglich einfach zu bewusst gewählt worden war; von da an wartete ich im Grunde nur noch auf die Auflösung. Was Mats angeht, erfährt man ja bereits aus der Inhaltsangabe, dass er ermordet werden wird – ein Jammer, denn er und seine Eltern waren mir mit am sympathischsten. Von der ersten großen Liebe, die Mats und Annie einmal verbunden haben soll, spürt man allerdings herzlich wenig. Dafür werden die familiären Hintergründe sämtlicher Nebenfiguren im Detail ausgebreitet; kaum ein Thema, das nicht auch noch auf Krampf untergebracht wird: eine Fehlgeburt aufgrund eines Unfalls, häusliche Gewalt und Frauenhäuser, Drogen, allerlei Familienprobleme…und obendrein Geister, die auf der Insel herumspuken und dem Krimi jeglichen Realitätsbezug rauben. Gekrönt wird das Ganze von Rückblenden in das späte 19. Jahrhundert, als die Insel (Annies Rückzugsort) von einer jungen Frau namens Emelie, die in einer unglücklichen Ehe mit dem Leuchtturmwärter Karl gefangen ist, bewohnt wird. Selten war ich so erleichtert gewesen, ein Buch endlich beenden zu können.
Die zwei Sterne vergebe ich ausschließlich aufgrund des emotionalen Schreibstils und der guten Ausarbeitung der einzelnen Personen. Den überladenen Plot, den (fehlenden) Spannungsaufbau, die chaotische Aufeinanderfolge der Szenen sowie das bestenfalls langweilige, aber eher enttäuschende Ende nehme ich von der Bewertung aus.

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Rezensionen von BarbaraM:

Ein spannender und emotionaler Ritt mit der „Wilden Horde“

Wilde Horde 2: Pferdeflüstern von Katrin Tempel

Es sind immer noch Sommerferien und die „Wilde Horde“ bestehend aus Zaz, Lukas, Arpad, Fee, Ann-Sophie und den Pferden Monsun, Feuertanz, Herr Müller, Luna und Kronos reitet gemeinsam wieder durch den Wald und genießt die unbeschwerte Zeit. Doch so unbeschwert und leicht bleibt der Sommer nicht, denn Zaz und die blinde Fee machen eine folgenschwere Entdeckung.

Arpads Familiengeschichte wird zum Mittelpunkt der Geschichte und seine Beziehung zu dem Pferd Feuertanz wird auf eine schwere Probe gestellt.

Wir (Mama und Tochter) finden die Bücher von Katrin Tempel um die „Wilde Horde“ einfach wunderbar. Es gelingt ihr, in jedem ihrer Bücher ganz eigene herrliche Abenteuer mit den Pferden zu erschaffen, aus denen man sich als Leser fast nicht mehr losreißen kann.
Auch bei ihrem zweiten Buch „Wilde Horde - Pferdeflüstern“ ist ihr dies wieder wunderbar gelungen.
Katrin Tempel schreibt flüssig, klar und mitreißend.
Das Buch ist im Carlsen Verlag 2019 erschienen und umfasst 256 Seiten.

Fazit:
Von meinen Kindern und mir gibt es eine absolute Leseempfehlung.
Der Ideenreichtum, der in der Geschichte steckt, hat uns absolut begeistert und auch das richtige Maß an Spannung und Bezug zur Realität überzeugt. Katrin Tempel hat auch die Beziehung der Freunde zu den Pferden so detailliert beschrieben, dass wir oft dachten, wir würden selbst auf dem Pferderücken sitzen. Vor allem die Reitszenen durch den Wald sind einfach wunderbar!
Gerne würden wir noch weitere Teile rund um die „Wilde Horde“ lesen.

Das Buch ist unserer Meinung nach geeignet für Kinder ab 10 Jahren, die gerne Geschichten lesen, bei denen es um Freundschaft, Akzeptanz, Vertrauen und natürlich um Pferde geht, die auch spannend, lebendig, mitreißend und geheimnisvoll sind.
Sicherlich ist es hilfreich, wenn man den Vorgängerband gelesen hat.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Charmante Geschichte

Die Glücksagentur von Fouchet Lorraine

Die Romane von Lorraine Fouchet wurden in den letzten Jahren im deutschsprachigen Raum einem breiten Publikum zugänglich gemacht. So wundert es nicht, dass "L'agence" (die französische Originalausgabe) in Frankreich im Jahre 2003 veröffentlicht und 2005 zum ersten Mal ins Deutsche übersetzt, nun nochmals neu aufgelegt wurde: voilà, "Die Glücksagentur".

Im 2003 arbeitete man schon mit Computer und hatte auch Handys - doch im Gegensatz zu heute lief das alles noch gemächlich. Vielleicht ist gerade das der Grund, dass diese schöne Geschichte trotz viel Dramatik total gemütlich daher kommt. Juliette hat es nicht leicht: als sie mit knapp 20 erfährt, dass sie schwanger ist, sterben ihre Eltern bei einem Flugzeugabsturz. Fortan kümmert sie sich um ihr Kind und ihre Schwester, die nur fünf Jahre älter ist als ihr Sohn.

Zehn Jahre später hat Juliette genug von Paris und dem Stress, es allen recht zu machen und zieht mit ihrer 15-jährigen Schwester Alice und ihrem 10-jährigen Sohn Aurélien in das Dorf ihrer Grossmutter ins südfranzösische Gers. Zusammen mit Sarah, ihrer Freundin aus Kindertagen, eröffnet sie "Die Glücksagentur". Die zwei Frauen wollen ihren zukünftigen Kunden ermöglichen, mit einer wohnlichen Veränderung ebenso glücklich zu werden wie sie. Die ersten Kunden kommen schon bald, die ersten Probleme ebenso.

Der Bürgermeister Pierre Bados will die zwei Frauen loswerden, seine Frau Jeanne beschwört aus anderen Gründen einen Kleinkrieg mit Juliette herauf. Auch Bauer und Witwer Barnabé mag die Zugezogenen nicht, aus Gründen. Sein Sohn Nicolas freundet sich derweil mit Aurélien an und Alice sich mit Florian, dem Sohn von Jeanne und Pierre. Er hat Probleme mit seinen Eltern und ist lieber bei seinem Onkel Jaques, der seit einem Unfall im Rollstuhl sitzt und im Haus von Juliettes Grossmutter lebt. Jaques und Florian musizieren sehr oft zusammen - natürlich passt auch das Florians Eltern nicht.

Das sind aber noch längst nicht alle Personen und Probleme, die in der Gascogne aufwarten. Der Roman über Juliette und all die anderen im Dorf hat es in sich und kommt trotzdem leicht daher. Veränderungen im Leben und der Umgang damit ist das Hauptthema im Buch und wird in vielen Varianten geschildert. Immer mit einem Augenzwinkern und viel Situationskomik.

Der Roman mit dem Eyecatcher-Cover weist ein paar unschöne Übersetzungsfehler auf, die man der lebendigen Geschichte und der toll charakterisierten Figuren wegen aber verzeiht.

Fazit: Charmante Geschichte, die ein Lächeln aufs Gesicht der Leser zaubert.
4 Punkte.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Anders als erwartet, aber okay

Eine eigene Zukunft von María Dueñas

Die spanische Bestsellerautorin María Dueñas hat mit diesem historischen Roman ein spannendes Werk über das Schicksal einer andalusischen Einwandererfamilie im New York der 1930er Jahre geschrieben.
Als die drei Schwestern Victoria, Mona und Luz im Jahr 1936 von ihrer Mutter dazu gezwungen werden, ihre geliebte Heimat aufzugeben um nach Amerika überzusiedeln, wo der Vater der Familie - zu dem sie bisher aufgrund seines rastlosen Lebenswandels ein eher gleichgültiges Verhältnis hatten – sich mittlerweile niedergelassen und ein Restaurant eröffnet hat, sind sie fest entschlossen, Widerstand zu leisten.

Sie weigern sich, die englische Sprache zu lernen, verschließen sich vehement vor jeglichem Kontakt zu anderen Migranten und haben nur ein Ziel vor Augen: die Rückkehr nach Andalusien. Doch dann kommt alles anders – der Vater verunglückt und hinterlässt ihnen einen Schuldenberg; nun gilt es in erster Linie darum, das nackte Überleben zu sichern. Und so sehen sich die stolzen jungen Damen, die bisher ihren Nachbarn mit Hochmut und Ignoranz begegnet waren, nicht nur gezwungen, Andere um Hilfe zu bitten, sondern aufgrund der Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität ihrer Mitmenschen beschämt zu erkennen, wie unhöflich ihr eigenes Verhalten zuvor gewesen war.
Die Zeiten sind hart, viele Amerikaner leiden selbst an den Folgen der Great Depression; die Wirtschaftskrise hat die Kluft zwischen Arm und Reich noch vertieft. Die Hindernisse, die den Frauen der Familie Arenas das Leben erschweren – der Kulturschock, Verständigungsschwierigkeiten aufgrund der Sprachbarriere, Männer, die ihre Notsituation finanziell wie zwischenmenschlich ausnutzen wollen – werden von der Autorin sehr authentisch widergegeben. Alle Schwestern sind sehr temperamentvolle und willensstarke Persönlichkeiten, dennoch könnten sie in ihren Lebensansichten unterschiedlicher kaum sein. Die eigenwillige Familiendynamik (inklusive lautstarker, hitziger Auseinandersetzungen, humorvoller Dialoge und Zuneigungsbekundungen) hat mich des Öfteren schmunzeln lassen, wäre mir im echten Leben allerdings zu anstrengend. Wir erhalten einen Einblick in die Gedanken zahlreicher Nebenfiguren, aber es sind vor allem die Schwestern, die als Hauptfiguren die Geschichte tragen, deren Charakterzüge und Ansichten sehr tiefgründig ausgearbeitet worden sind. Natürlich haben die Arenas-Schwestern, bildschön wie sie alle sind, allerlei Verehrer – meines Erachtens finden ein wenig zu viele Erwähnung, da ohnehin schon etliche Zusatzcharaktere eingearbeitet worden sind, was recht verwirrend ist und mich daran hinderte, mehr Nähe zu den Hauptfiguren aufzubauen. Meine stille Heldin war übrigens die unkonventionelle Nonne Schwester Lito.
Von der ersten Seite an hat mir der angenehm flüssige Schreibstil gefallen; es gibt keine große Einleitung, man wird direkt in die Geschehnisse hineinkatapultiert, dennoch geraten die feinen Zwischentöne hierbei nicht in Vergessenheit. Es überwiegt ein unterhaltsamer Erzählton. Sicherlich war der Aufbau einer neuen Existenz in der damaligen Zeit kein leichtes Unterfangen, allerdings hätten es ruhig etwas weniger Rückschläge für die – zugegebenermaßen oftmals naiven - Damen sein können; diese Entwicklung hat dem Roman zu viel Schwere verliehen.
Die Story um den spanischen Thronfolger machte für mich überhaupt keinen Sinn und hat die Handlung unnötig verworren, in die Länge gezogen und meinen Leseeindruck dahingehend geschwächt, dass ich mich durch diese Seiten eher notgedrungen durchgequält habe, als dass ich sie genießen konnte. Der Fokus hätte mehr auf der Arenas-Familie liegen sollen; auch die Abschweifungen ins Gangstermilieu erschienen mir völlig fehl am Platz und gefielen mir überhaupt nicht. Am schlimmsten fand ich jedoch die Erkenntnis, dass der im Klappentext angepriesene Nachtclub eine komplett untergeordnete Rolle spielt und quasi nie existiert. Ich hatte mir gerade diese Lokalität als zentrales Element des Werkes vorgestellt und fühlte mich daher von der Inhaltsangabe ein wenig getäuscht.
Während der Lektüre hatte ich irgendwie immer das Gefühl, auf etwas Großes hinzusteuern, aber obwohl es durchaus überraschende Wendungen gab, reihten sich die Ereignisse hinsichtlich des Spannungsniveaus eher gleichmäßig aneinander und plötzlich war man am Ende des Romans angelangt, das mir - in Anbetracht der vielschichtigen vorherigen Handlungsstränge - ein wenig zu schnell abgehandelt und daher recht unglaubwürdig und halbherzig erschien. Ein solch tiefgründiges Werk hätte einen fulminanten Abschluss verdient; hier plätscherte das Ende jedoch eher so dahin und hat mich nicht sonderlich berührt.
Fazit: Ein interessanter Schwesternroman über den Zusammenhalt einer Familie, amouröse Abenteuer, unternehmerische Neubeginne und das Leben als Einwanderer im Amerika der 1930er Jahre, den man gerne mal gelesen haben kann. Zwar hatte ich mir aufgrund des Klappentextes einen anderen Inhalt erwartet, dies wurde aber durch den wunderbaren Schreibstil ausgeglichen, daher gibt es von mir dennoch 4 Sterne.

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