Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Furbaby_Mom:
Naja…eher mittelprächtig-okay, aber leider nicht so "wunderbar" wie erhofft
Das wunderbare Wollparadies von Manuela Inusa
Was war ich gespannt auf einen Ausflug in die idyllisch anmutende Valerie Lane, ein charmantes Ladengässchen im Herzen Oxfords! – Ich hatte schon viel von Manuela Inusas Buchreihe gehört und dieses Werk stellt den vierten Teil daraus dar. Vorab kann ich festhalten, dass man dem Inhalt auch ohne Kenntnis der Vorgängerwerke problemlos folgen kann.
Im Fokus steht hier die herzensgute, hilfsbereite, allerdings manchmal recht verschlossene Susan, die Inhaberin des Wollgeschäfts. Niemand ihrer Freunde ahnt von ihrem traurigen Geheimnis, einem tragischen Erlebnis in ihrer Vergangenheit, das ihr Leben für immer verändert hat. Seit damals hat Susan den Männern abgeschworen und lebt nun einzig für ihren kleinen Hund Terry, ihren gemütlichen, von der Stammkundschaft hochgeschätzten Laden 'Susan’s Wool Paradise' und natürlich ihre Freunde aus der Valerie Lane. Sie liebt die Weihnachtszeit – auch wenn sie sich dann stets ein wenig einsamer als sonst fühlt. Noch ahnt Susan nicht, dass in diesem Jahr alles anders werden wird…
Erzählt wird stets aus Susans Perspektive, dies beinhaltet auch ein paar kurze Rückblicke zu den Schlüsselmomenten ihrer Vergangenheit. Die Kapitellänge ist sehr angenehm gewählt worden und der Schreibstil ist locker und flüssig. Weiterhin möchte ich die wunderschöne Covergestaltung hervorheben – auch im wahren Leben hätte ich an dieser einladenden Ladenfront nicht vorbeigehen können und das Geschäft wahrscheinlich vollbepackt mit Wollbündeln verlassen! Ich liebe Bücher, die zur (Vor-)Weihnachtszeit spielen, somit war der gewählte Handlungszeitraum genau nach meinem Geschmack. Die inkludierten Rezepte waren ein zusätzliches Schmankerl.
Nun zu den Dingen, die mir weniger gefallen haben. Susans Vergangenheit, obwohl sie erzähltechnisch nur einen kleinen Rahmen einnimmt, wurde mit deutlich mehr Intensität erzählt als der gegenwärtige – vergleichsmäßig dahinplätschernde – Handlungsstrang. Durch die Einbindung und permanente Erwähnung sämtlicher anderer Figuren (Susans Freundinnen, deren Partner bzw. Familien, Kunden) konnte ich mit Susan selbst kaum warmwerden. Ich verstehe ja, dass es sich um eine Buchreihe handelt und dass das Interesse der Leser auch für die jeweiligen Hauptfiguren der anderen Werke geweckt werden soll, aber hier wäre meines Erachtens weniger mehr gewesen. Es wirkte so, als müssten auf Krampf sämtliche Freundinnen miteinbezogen werden, wodurch nicht nur Susans an sich tiefgründige Geschichte total verblasste und eher oberflächlich rüberkam, sondern auch die Handlung oftmals langatmig schien und man das Gefühl hatte, es passiert nichts, es geht nichts voran. Die Nebenfigur Charlotte, die (- ähnlich wie Susan, wenn auch aus gänzlich anderen Gründen -) versucht, mit ihrer Vergangenheit abzuschließen, hatte zwar kürzere Szenen, kam mir im Vergleich zum anderen Trott allerdings deutlich erfrischender, sympathischer und interessanter vor.
Für mich wird es bei diesem Kurzausflug in die Valerie Lane bleiben. Bei den teilweise überschwänglich begeisterten Bewertungen zu diesem Roman habe ich mich ernsthaft gefragt, wie der angebliche Zauber derart an mir vorbeigehen konnte – trotzdem kann ich guten Gewissens sagen, dass die Geschichte nicht schlecht ist und sich als kurzweilige Unterhaltung für zwischendurch eignet.
Fazit: Ganz okay, aber leider kann das Werk in keiner Weise mit Inusas wundervoller Novelle 'Das Weihnachtswunder von Chicago' mithalten, welches deutlich mehr Weihnachtsesprit und Gefühl versprüht.
Rezensionen von ikatzhorse2005:
Wahrheit und Fiktion gekonnt vermischt
Das wunderbare Wollparadies von Manuela Inusa
El Gustario de Mallorca und der tödliche Schatten ein Krimi von Brigitte Lamberts erschienen Edition Oberkassel
Sven Ruge hat seine Lieblingsinsel Mallorca zum Traumdomizil auserkoren und ist dort seit kurzer Zeit sesshaft geworden. Weiterhin verdient er sich seinen Unterhalt mit Aufträgen rund um seine Restaurantkritiken.
In seiner Freizeit könnte er der Sonne Mallorcas frönen, doch der agile Kulinariker schlittert in ein brenzliges Abenteuer. Auf seinen Freund Manuel, eigens selbst Resaurantbesitzer, werden Attacken verübt, die recht kriminelles Potential in sich bergen. Als Manuel im Krankenhaus landet, bietet Sven ihm und seiner Familie Unterstützung an. Dank seiner neuen Bekanntschaften auf der Insel, die längst zu seinen Vertrauten zählen, kommt der smarte Deutsche einem grausigen Geheimnis aus Manuels Familiengeschichte auf die Spur - ein dunkles Kapitel in Mallorcas Geschichte...
Brigitte Lamberts versteht es, durch einen tollen Schreibstil, eine spannende Atmosphäre zu erschaffen. Die Kimihandlung mit den eingeflochtenen, historischen Rückblicken ist durchweg glaubwürdig. An manchen Stellen lief es mir eiskalt den Rücken hinab. In Anbetracht der Tatsache, das hier realistische, tragische Fakten Mallorcas aus einer fundierten Recherche eingeflossen sind, blickt man der Fratze des Grauen mitten ins Gesicht.
1936, die Zeit des Wandels und der brutalen Machtergreifung des Franco-Regimes und deren Folgen zeigen sich in episodischen Einblicken. Gerade dieser historische Teil und die dunkle Vergangenheit der Ballearen-Schönheit machen diesen Roman höchst interessant. Die Autorin lässt die Fäden aus der Vergangenheit gekonnt in der Gegenwart zusammen laufen und am Ende erschließt sich ein Gesamtwerk aus Kimi, Kulinarik, Reiseführer und hitorischem Drama. Besondere detailreiche Einblicke gewährt die Handlung in die spezielle Küche der Insel sowie deren besuchenswerte Lokalitäten. So hat Sven verschiede Lokale, Bars und Restaurants mit ihren Köstlichkeiten und Leckereien auf der Liste. Eine Auswahl an schmackhaften gerichten dazu findet sich im Anhang in Form von Menü-Vorschlägen mit Rezapten. Des Weiteren umspannt die Rahmenhandlung ein emotionaler Prolog am Anfang sowie die Nachbemerkung, die Aufzählung der Akteure, eine Karte Mallorcas, die Stammbäume der in Aktion tretenden Familien, Quellen zum historischen Hintergrund und eine Danksagung.
Fazit: Nach dem gelungen Auftakt mit El Gustario de Mallorca und das tödliche Elixier kann der zweite Teil El Gustario de Mallorca und der tödliche Schatten das Niveau hoch halten. Mit diesem Krimi taucht man in atemberaubende Lesestunden ein. Informationen zum spanischen Bürgerkrieg sind gekonnt verpackt. Lektüre, die begeistert, die ich gern weiterempfehle!
Rezensionen von Caroline :
Zwei Schwestern auf Island 1949 und die zwei auf der modernen Insel
Das Versprechen der Islandschwestern von Baldvinsson
Deutschland 4 Jahre nach dem Kriegsende: Die Menschen leiden immer noch unter den Auswirkungen, sie hungern, haben kaum Arbeit und Wohnraum ist Mangelware. Zudem trauern viele noch um Angehörige.
Helga hängt ihren Träumen, rund um ihren Verlobten Karl nach, der nicht von der Front zurückkam. Nur ihre Schwester Margarete schafft es, sie aus der Reserve zu locken.
Als Margarete den Entschluss fasst, für ein Jahr nach Island zu gehen, muss sie zwar unglaubliche Überzeugungsarbeit bei Helga leisten, aber am Ende betreten beide das Schiff, um eine knappe Woche lang über das Meer zu schippern, um in diesem fernen unbekannten Land, von vorne anzufangen.
Im unbekannten Island angekommen, werden sie mit dem harten Alltag konfrontiert. Margarete gewöhnt sich recht schnell ein und versucht so schnell wie möglich die Sprache zu erlernen, um Anschluss an die Nachbarn und ihre Gastgeber zu finden. Ihre Schwester Helga kämpft sehr hart, um sich zu integrieren. Sie halten zusammen, bis ein schwerwiegender Vorfall alles auf den Kopf stellt.
Knapp 70 Jahre später stellt sich Margarete ihrer Vergangenheit, indem sie mit ihrer Enkelin und ihrer Urenkelin nach Island aufbricht, um den Geburtstag ihrer Schwester zu feiern.
Wie hat es mir gefallen?
Vielen Dank an die Netzwerk Agentur Bookmark für das Rezensionsexemplar. Die Autorin kenne ich bereits einige Zeit, denn unter Karin Lindberg durfte ich schon einige ihrer Geschichten lesen. Somit war klar, dass ich mir dieses Buch nicht entgehen lassen werde.
Island scheint zur Zeit in aller Munde zu sein. Egal ob im Sport, ich erinnere mich sehr gerne an die tollen Fans bei der Fußball-WM oder EM, als Reiseziel, steht auch auf meiner Must-See-Liste und natürlich in der Literatur. Dennoch muss ich verschämt zu geben, dass dies mein erstes Buch ist, das in Island spielt.
Zusätzlich habe ich noch nie von diesen Leiharbeiterinnen aus Deutschland gehört. Diese Ausgangslage hat mich sofort angesprochen und neugierig gemacht.
Abwechselnd werden zwei Geschichten erzählt. In der Vergangenheit beobachten wir Margarete und Helga wie sie Island erreichen, betreten und sich dort versuchen einzuleben. Im Norden der Insel wohnen meist nur Bauern ohne Komfort, wie fließendes Wasser oder Strom. Sie verbindet allerdings eine Liebe zu Land und Leuten. Ihr Leben ist hart und voller Entbehrungen. Zwar kommen Margarete und Helga aus einem zerbombten Land, aber dieses karge Leben erstaunt die zwei.
In der Gegenwart sehen wir ein völlig verändertes Island. Modern, auf dem neuesten Stand der Technik und sehr beliebt bei Touristen. Der Gegensatz zu früher könnte nicht größer sein, nur die Menschen scheinen sich kaum verändert zu haben. Margarete kennt kaum etwas wieder. Nur schwer fassen die zwei Schwestern Vertrauen zu einander. Zu tief sind die aufgerissenen Gräben. Dazwischen stehen Pia und Leonie, deren Verhältnis zur Zeit auch sehr gestört ist. Leonie ist ein typischer Teenager und raubt ihrer Mutter Pia oft den letzten Nerv.
Ich mag den Schreibstil der Autorin. Ihre Beschreibungen der Landschaft, des Meeres und der Menschen sind nicht langatmig oder langweilig, sondern finden immer die richtige Balance. Island unterscheidet sich heute so gewaltig von damals, dennoch spürt man beim Lesen, wie sehr die Menschen ihre Insel lieben. Sie glauben weiterhin an Elfen, Trolle und magische Wesen, dass es sogar ein Ministerium gibt.
Besonders erwähnen möchte ich, dass das Pärchen, welches hier eine Rolle spielt, nicht Anfang zwanzig ist, sondern beide über 35 sind. Sie sind geschieden, haben ihre Erfahrungen gemacht, welche sie geprägt haben. Ich finde solche Liebesgeschichten genauso interessant, wie New Adult Stories.
www.mariessalondulivre.at
Rezensionen von Bücher in meiner Hand:
Das Jahr, in dem ein Kind verschwand
Der Wind nimmt uns mit von Katharina Herzog
In "Der Wind nimmt uns mit" erzählt uns Katharina Herzog die Geschichte von Maya und ihrer Adoptivmutter Karoline.
Maya ist Reisebloggerin und will überall hin, nur nicht nach La Gomera - bis sie schlussendlich doch dort landet. Denn Tobi, nach dem sie sucht, wurde hier gesichtet. Maya versucht ihrer Adoptivmutter Karoline, die auf der Insel lebt, zu entgehen, aber sie läuft ihr immer wieder über den Weg.
Immerhin kommt Maya zur Ruhe, nicht zuletzt auch wegen mangelnder Internetverbindung und der nicht vorhandenen Rückfahrtmöglichkeit in den nächsten Tagen. Sie lernt in diesen sechs Tagen die Insel und einige der Bewohner, fast alles Zugewanderte, und ihre interessanten Lebensgeschichten kennen.
Der Leser erfährt daneben nicht nur Karolines spannende Geschichte, die als Jugendliche das erste Mal zusammen mit ihren Eltern nach La Gomera fuhr und dort Xabi, Hannah und Gärtner Alejandro kennenlernte, sondern auch mehr über das Jahr, in dem ein Kind verschwand. Die Zusammenhänge werden fesselnd geschildert.
Sehr schön fand ich die Beschreibungen des Lichterfestes in Taiwan und die der Landschaft auf La Gomera. Auch wenn man zuhause auf dem Sofa sitzt, kann man an der Seite von Maya die Insel mit entdecken. Neben den tollen Landschaftsbildern warten einige witzige Situationen wie "Internet gibts nur in der Badewanne" auf die Leserinnen.
Nicht so gefallen hat mir, dass praktisch alle Geheimnisse und Ungeklärtheiten durch nur ein Gespräch hätten gelöst werden können. Dies zieht sich wie ein roter Faden durchs Buch, angefangen bei Karolines Eltern bis hin zu Maya - ein etwas zu einfach gestrickter Plot.
Doch die interessanten, teils recht verschrobenen - ich sag nur Fred - Charaktere lassen darüber hinweg sehen und so ist "Der Wind nimmt uns mit" ein leichter und flüssig erzählter Roman mit vielen Emotionen.
Fazit: Wie Ferien auf La Gomera, nur viel günstiger!
4 Punkte.
Rezensionen von Bibliomarie:
Drama
Hochzeit in der kleinen Sommerküche am Meer von Jenny Colgan
Flora MacKenzie ist nun schon seit einigen Monaten wieder auf ihrer schottischen Heimatinsel Mure. Sie hat dort ein kleines, aber feines Strandcafé eröffnet. Eigentlich ist sie Anwaltsgehilfin und mit ihrem Chef Anwalt Joel Binder auf die Insel gekommen, Binder arbeitet für den amerikanischen Milliardär Colton, dem inzwischen die halbe Insel gehört und der dort ein Ressort „The Rock“ eröffnen wollte und sich in Floras Bruder verliebte.
Auch Joel und Flora sind nun ein Paar und Flora will ganz auf der Insel bleiben und ihr kleines Lokal betreiben.
Während dessen reibt sich Joel für seinen Job auf und Flora weiß nicht mehr, an welcher Stelle sie steht.
Ich weiß gar nicht mehr, wie viele Handlungsstränge die Autorin noch in ihrer Geschichte untergebracht hat und einige Male dachte ich mir, weniger ist mehr! Zumal die Schreibweise ausufernd und abschweifend ist. Die Autorin verliert sich in langatmig beschriebenen Nebensächlichkeiten. Obwohl ja alle Zutaten zu einer spannenden und sogar dramatischen Beziehungsgeschichte gegeben sind, hat mich der Roman einfach nicht recht packen können. Ich hatte wirklich Mühe bei der Geschichte zu bleiben und hätte manchmal gerne einfach abgebrochen. Die Personen sind alle extrem gezeichnet, wie der geheimnisvolle Joel, der ein Trauma aus seiner Kindheit mit sich schleppt und nach außen den kalten, taffen Anwalt gibt. Oder auch der extrovertierte Milliardär Colton, der so portraitiert wird, wie man sich Milliardäre im Märchen vorstellt. Oder auch Flora, die öfters mit einer „Selkie“-Frau verglichen wird. (Eine Nixenfigur aus der schottischen Folklore) Differenziert geschilderte Figuren sucht man vergeblich.
Der ganze Roman hat etwas von einer Seifenoper, die auf mehrere Staffeln angelegt ist. Zusammengepresst in einem Roman ist es einfach von allen Zutaten zu viel. Flüchtlingsdramatik, traumatisierte Kinder, unglückliche Liebesgeschichten, schwere Krankheiten, finanzielle Probleme – es kommt fast alles vor.
Vielleicht hätte eine stringentere Erzählweise mir den Roman näher gebracht, so aber war es für mich kein sonderliches Lesevergnügen.
Rezensionen von rewareni:
Die Türe zu einer anderen Welt
Die neue Zukunft - Band 1 - Unruhe von Chester Rock
Was haben Martin Luber in München, Mark Allison in New York und Justin Mortensen in Sofia gemeinsam? Alle drei werden in kürzester Zeit, auf die eine oder andere Weise, in einen illegalen Test im Teilchenbeschleuniger, der für die Erforschung der Kernspaltung verantwortlich ist, in Bulgarien verwickelt sein.
Obwohl die Messstationen auf der ganzen Welt verrückt spielen und auf dem NOFOX Gelände in Sofia drei IT Mitarbeiter bei dem Test dabei verschwunden sind, lässt es sich der Urheber dieses Experimentes Justin Mortensen nicht nehmen, trotz Warnungen seiner Mitarbeiter an dem geheimen Experiment weiter zu machen. Martin ist erschüttert, als er vom Verschwinden seines Freundes Michael erfährt. Doch als er plötzlich ein seltsames Foto von ihm erhält, beginnen Martin und seine Kollegin Christine nach zu forschen und erfahren dabei Dinge, die unglaublich sind. Als der Wissenschaftler Mark versucht hinter die Fehlermeldungen der Messdaten zu kommen, schaltet sich plötzlich das FBI ein, mit dem guten Rat, nicht weiter zu forschen. Als es in Sofia zu seltsamen Zwischenfällen kommt, gibt es auch dort Menschen, die der Sache auf den Grund gehen wollen, doch sie müssen bald erkennen, dass sie einem mächtigen Gegener gegenüberstehen, der dies mit allen Mitteln zu verhindern versucht. Jeder spürt, dass es nur noch eine Frage der Zeit ist, bis etwas passiert, das für die Menschheit von großer Bedeutung sein wird, wo aber keiner weiß, was sie danach erwarten wird.
Der Roman ,, Die neue Zukunft - Unruhe ´´ ist der erste Band des Mystery -Thrillers von Chester Rock. Die Mischung aus Endtzeit Thriller, Mystery und Dystopie machen die spannende Geschichte rund um ein missglücktes Experiment und dessen unabsehbare Folgen zu einem wirklichen Lesegenuss. Zu Beginn war ich zwar noch ein wenig ob der physikalischen Begriffe und Erklärungen der Kernspaltung, der Neutronen...ein wenig verunsichert, aber das hat sich schnell gelegt, weil man immer tiefer in die spannende Geschichte hineingezogen wird. Auch wenn es verschiedene Handlungsstränge gibt, fügen sich diese gekonnt am Ende zusammen. Als Leser wird man sehr schnell in eine unglaubliche Story hineingezogen, wo ein ständiger Kampf zwischen den Guten und den Bösen stattfindet. Gänsehautgefühl bescheren einem die Szenen rund um den verschwundenen Michael, wo man als Leser ahnen kann, warum es nicht gut ist, wenn der zweite illegale Test gelingen sollte.
Der Autor hat einen flüssigen Schreibstil, wo er den Leser sofort für seine Geschichte einnehmen kann. Die meisten Protagonisten sind sympathisch und wissen genau, was sie wollen, dass es natürlich auch Personen gibt, die man nicht mag, gehört dazu und ist für die Handlung passend gewählt. Das Ende beginnt mit einer neuen Katastrophe und man kann als Leser nur hoffen, dass es mit Band 2 bald weiter geht.
Rezensionen von LEXI:
Es braucht Mut, sich auf die Seite eines Freundes zu stellen
Die neue Zukunft - Band 1 - Unruhe von Chester Rock
Die Geschwister Paula und Ruben Schneider haben interessante Nachbarn bekommen. Thomas und Theresa Schäfer zogen mit ihrem Sohn Marc und dem Kater Mogli nebenan ein, Paula, Ruben und Marc wurden infolge zu einem eingeschworenen Team, dem so genannten „Baumhaus-Trio“. Als Marcs Vater den Kindern in einem Gebrauchtwarenladen einige Möbelstücke für das Baumhaus kauft, befindet sich auch eine wunderschöne alte Reisetruhe aus Amerika darunter.
Doch das antike Stück ist scheinbar heiß begehrt, denn nach einigen unheimlichen Begegnungen mit einem Mann in einem weißen Lieferwagen ist die Truhe plötzlich verschwunden. Das Baumhaustrio setzt alles daran, den Dieb ausfindig zu machen, und ihr Eigentum zurückzuholen. Doch das alte Möbelstück birgt ein gefährliches Geheimnis, der mysteriösen Fremden schreckt zudem auch nicht vor Waffengewalt zurück. Werden die drei Freunde dieses aufregende Abenteuer unbeschadet überstehen?
Andrea Bleikers zweiter Roman um das Baumhaustrio wartet mit Abenteuerlust, spannenden Ermittlungen und einem großen Geheimnis auf. Die Autorin erzählt ihre Geschichte in zwei Handlungssträngen, wobei der erste bereits in Philadelphia im Jahre 1930 beginnt und die Herkunft dieser Truhe andeutet. Der zweite Erzählstrang findet in der Gegenwart statt und berichtet von den drei Freunden und deren Umfeld. Ein ganz besonderes Geschenk von Rubens und Paulas Tante Leni übt nicht nur auf die Kinder, sondern auch auf deren Vater Jens Schneider eine unwiderstehliche Anziehungskraft aus.
Zwar dominiert in der Handlung dieses Jugendbuches der Kriminalfall, es stehen jedoch auch christliche Werte im Fokus. Marc Schäfer bringt seine Angst, von anderen Menschen wegen seiner Behinderung abgelehnt zu werden, in seinen Gebeten vor seinen besten Freund Jesus. Marc zeigt seinen Freunden Begriffe aus der Gebärdensprache und animiert sie darüber hinaus dazu, sich näher mit der Bibel zu beschäftigen. Ruben wiederum merkt, dass es ganz schön viel Mut braucht, sich auf die Seite seines neuen Freundes zu stellen, besonders die bösen Drohungen seines Mitschülers Benno bereiten ihm Unbehagen.
Andrea Bleiker hauchte den Personen ihres Buches Leben ein, und neben Ruben, Paula und Marc werden auch liebenswerte Nebenfiguren in die Handlung eingebracht. Oma Schneider mit ihrer Freundin Elizabeth Bach sowie ein Mitarbeiter der Kirchengemeinde namens Simon spielen hierbei eine besondere Rolle. Als böser Antagonist fungiert natürlich der unheimliche Dieb, der all diese Turbulenzen auslöst und die Kinder in große Schwierigkeiten bringt.
Ganz besondere Elemente dieses Buches sind die Gebärdensprache und das Fingeralphabet, die nicht nur inhaltlich eine Rolle spielen. Die Autorin stellt im Anhang nämlich auch großformatige Bilder und detaillierte Beschreibungen zur Verfügung, damit sich ihre jugendlichen Leser einzelne Begriffe daraus einprägen können. Zahlreiche zur Handlung passende Schwarz-Weiß-Zeichnungen lockern den Inhalt auf, die Darstellung eines kleinen, symbolischen Baumhauses auf dem Cover wiederholt sich zu Beginn eines jeden Kapitels. Eine angenehme Schriftgröße und ein großzügiger Zeilenabstand runden das positive Gesamtbild dieses Buches ab.
Fazit: „Das Baumhaustrio und die geheimnisvolle Truhe“ ist ein Jugendbuch, das mit einem spannenden Abenteuer, liebenswerten handelnden Figuren und christlichen Werten punktet. Es macht Spaß, dem Geheimnis dieser ganz besonderen Truhe an der Seite von Paula, Ruben und Marc auf die Spur zu kommen. Ich empfehle dieses Buch sehr gerne weiter!
Rezensionen von heinoko:
Ein lebenskluges, warmherziges Buch
Die Katze im Lavendelfeld von Hermien Stellmacher
Schön ist es, ab und zu ein Buch zu entdecken, das den Leser ganz und gar einhüllt in den Kokon seiner warmherzig erzählten Geschichte, ein leicht lesbares Wohlfühlbuch also, so etwas wie eine Seelenwärmflasche. Genau das schafft Hermien Stellmacher auf bezaubernde, ganz und gar nicht kitschige Weise.
Alice, Biologin und Foodbloggerin, ist nach einem Schicksalsschlag, von dem wir erst im Laufe des Buches Näheres erfahren, auf der Suche nach einem, nein, nach dem idealen Haus in der Provence, in dem sie mit ihren beiden Katzen ein Zuhause finden könnte. Doch diese Suche gestaltet sich außerordentlich schwierig. Ein kleines Findelkätzchen vertreibt dann auch noch Alice’s Katzen, die sich in den verwunschenen Garten eines ehemaligen Hotels, heute verlassen und leerstehend, zurückziehen. Doch damit nicht genug, Alice wird ihre kleine Wohnung gekündigt, die 70-jährige Nachbarin Jeanine gleitet mehr und mehr in die Demenz ab und der Restaurantbesitzer Georges muss nach einer gewaltigen Pachterhöhung um seine Existenz fürchten.
Wir erleben den Sommer in der malerischen Provence, wir sehen, riechen und schmecken die Natur, die wunderbaren Farben, das leckere Essen – rundum, wir genießen, was uns die Autorin serviert, mit allen Sinnen, bis wir völlig abgetaucht sind in ein entspanntes Urlaubs-Wohlgefühl. Alice selbst und der Freundeskreis um sie herum werden ebenfalls sehr lebendig und lebensnah geschildert. Schön auch, wie leiser Humor immer wieder aufblitzt und dem Buch eine gewisse Leichtigkeit verleiht. Wir lernen Individualisten kennen, die dennoch mehrheitlich gewillt sind, in Freundschaft auf einander zu achten, die zu kämpfen haben, aber nicht aufgeben. Die weniger sympathischen Protagonisten und die erzählten Lebensprobleme sind wichtig, um dem Roman ein wenig Tiefe zu geben. Und natürlich wünschen wir uns alle beim Lesen das dann tatsächlich eintretende märchenhaft gute Ende. Mit einem wohligen Seufzer schließen wir das Buch ab und fühlen uns gut.
Ein atmosphärisch schön geschriebener Roman, warmherzig und lebensklug.
Rezensionen von Gaby 2707:
Kaum zu glauben
Die Katze im Lavendelfeld von Hermien Stellmacher
Lukas Reinhard feiert seinen 15. Geburtstag. Aufgewachsen in einer streng religiösen Familie mit seinen beiden jüngeren Schwestern ist er es, der immer wieder den Zorn seiner Eltern in Form von Schlägen und Misshandlungen zu spüren bekommt. Als er die todkranke Marie kennenlernt, beginnt er, sein bisheriges Leben zu hinterfragen und sich gegen seine Eltern aufzulehnen.
Der mitreißende Schreib- und Erzählstil von Claus Cant hat es mir sehr schwer gemacht, das Buch aus der Hand zu legen. Und so war es schneller ausgelesen, als ich gedacht hatte.
Lukas erzählt seine Geschichte in der Ich-Form, was mich durch ihn noch näher am Geschehen teilhaben lässt.
Die einzelnen Mitglieder der Familie Reinhard werden sehr ausführlich und gut vorstellbar beschrieben. Ich hatte von Anfang an Mitleid mit Lukas und habe mich gefragt, was bei den Eltern schief gelaufen ist. Dies wird dann am Ende des Buches auch erklärt. Sehr gut beschrieben finde ich die Wandlung von Lukas. Immer will er es seinen Eltern recht machen. Versteht aber nicht, wieso seine Eltern seine Bemühungen nicht anerkennen. Als er Marie kennenlernt, nimmt er natürlich wahr, dass es auch ein anderes Leben gibt. Ganz krass treten hier auch die Unterschiede der beiden Elternpaare zutage. Hier hatte ich an manchen Stellen ein paar Tränchen in den Augen.
Ein Buch ohne den erhobenen Zeigefinger, das zum Nachdenken anregt. Bei mir wird es noch eine Zeit nachwirken.
Rezensionen von Ele:
Abrechnung
Nemesis von Hoffman Jilliane
Nemesis, Thriller von Jilliane Hoffman, 521 Seiten, erschienen im Wunderlich-Verlag.
Der abschließende Band der Cupido-Reihe
Auf einer Müllkippe in Südflorida wird die enthauptete Leiche einer jungen Frau gefunden. Auf der Schulter trägt das Opfer ein Brandzeichen. Staatsanwältin C.J. Townsend ist alarmiert, das Brandzeichen weist auf eine Mordserie hin, für die vor einigen Jahren ein dubioser Club verantwortlich war.
Diesem Club gehörte auch Bill Bantling alias Cupido an, der C.J. vor vielen Jahren brutal vergewaltigt und verletzt hatte. Bei diesem Club handelt es sich um etliche schwerreiche Prominente, Sportler und auch Politiker, die Unmengen von Geld dafür bezahlen um live am Bildschirm die Schändung und Tötung junger Frauen mitzuerleben. Bald wird C.J. klar, dass den Opfern vor Gericht niemals Gerechtigkeit widerfahren würde, da die Mitspieler bei diesem „Spiel ohne Grenzen“ zu reich und zu einflussreich sind um jemals von der Justiz belangt zu werden. Als wieder eine junge Frau verschwindet, muss C.J. eine folgenschwere Entscheidung treffen.
Das Buch teilt sich in überschaubare 94 Kapitel, in einer angenehmen Länge. Im auktorialen Stil erzählt Hoffman, den finalen Teil der Reihe um die Juristin C.J. Townsend. Überdeutlich sind die Chatverläufe oder Telefonnachrichten dargestellt. Eigennamen und besondere Phrasen sind fett gedruckt, Gedanken, Zitate und Rückblicke sind kursiv dargestellt, Smileys wurden verwendet. Vor dem Kapitel 75 wurde ein zur Story passendes Poem der Schriftstellerin Nikita Gill eingefügt. Ebenso vor Kapitel 5 ein Vers aus dem AT (Hesekiel 25,17). Die handelnden Personen hatten Tiefe und waren hervorragend gezeichnet, auch das Setting hat Hofmann mit ihren bildhaften Beschreibungen gut dargestellt. Ich könnte mir die Story sehr gut als Film vorstellen. Die emotionsgeladenen Dialoge, besonders zwischen C.J. und ihrem Gatten Dom machten den Thriller überaus lebendig. Gut gefallen hat mir, dass auch aus dem Privatleben der Ermittlerin einiges erzählt wurde, das macht die Charaktere sympathisch.
Die bisherigen Bücher habe ich vor Jahren schon gelesen, war aber sofort wieder in der Geschichte drin. Es ist mir außerordentlich schwer gefallen, das Buch aus der Hand zu legen, die Spannung beginnt auf den ersten Seiten und endet beim Schlusspunkt. Ich finde die Protagonistin hat sich im Laufe der Jahre, vom ersten Buch an, emotional sehr weiterentwickelt. Ihre Gefühle und Gedanken konnte ich absolut nachvollziehen. Ihre Taten jedoch nicht. Und das ist der Punkt an dem ich etwas enttäuscht war, stets bewies die Protagonistin Rückgrat und Korrektheit, sie war immer ein Vorbild darin das Gesetz zu wahren, egal welche Emotionen sie berührten. Doch hier nimmt sie das Gesetz selbst in die Hand, welches sie Kraft ihres Amtes schützen sollte und kommt damit auch noch durch. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Townsend mit ihren einschlägigen Beweisen und der Liste mit Namen, nicht auf legalem Weg, diesen Verbrechern Einhalt hätte gebieten können.
Der Titel des Buches „Nemesis“ ist wie auch in den Vorgängerbänden sehr gut gewählt. Dieses Buch ist gut als Einzelband zu lesen, denn die Vorgeschichte ist gut in die Erzählung integriert. Jedoch sollte man sich die gesamte Reihe nicht entgehen lassen. Eine Leseempfehlung und 4 von 5 Sternen.








