Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Streiflicht:
Mord, Hexen und eine düstere Vergangenheit
Johannisglut von Karin Joachim
Dieses Buch hat mich aufgrund seines Kurztextes und der Gegend, in der es spielt, neugierig ge-macht. Leider war ich noch nie am Ahrsteig, aber das Buch mit seinen Beschreibungen hat mir gut gefallen und ich könnte mir gut vorstellen, dort mal zu wandern und ein bisschen die Seele bau-meln zu lassen.
Die Autorin Karin Joachim schafft es, viel Lokalkolorit in den Roman zu bringen. Dabei punktet sie nicht nur mit schönen Landschaftsbeschreibungen, sondern auch mit der Ge-schichte der Gegend und der dort lebenden Menschen. Das fand ich gut.
Der Krimi hat mir ebenfalls gut gefallen, auch wenn ich die Auflösung dann etwas unspektakulär fand. Dennoch hat mich die Geschichte gut unterhalten. Die beiden Hauptfiguren Jana Vogt und ihren Freund Clemens mochte ich direkt, auch wenn ich die beiden Vorgängerbücher leider nicht kenne. Sicherlich wäre es noch schöner gewesen, wenn man diese Bücher bereits gelesen hätte, dennoch kann man „Johannisglut“ auch sehr gut ohne Vorwissen lesen. Das fand ich ebenfalls gut, denn es gibt so viele Reihen, dass man gar nicht alle lesen kann, auch wenn man viel liest. Hier war das geschickt gelöst mit einigen Andeutungen, aber so, dass das Buch unabhängig gelesen werden kann und in sich geschlossen ist.
Sollte es irgendwann eine Fortsetzung geben, wäre ich gerne wieder dabei! Bei Gelegenheit werde ich mir mal die Vorgänger schnappen und lesen...
Rezensionen von Streiflicht:
Eine wunderbare Hommage
Das Kino des Lebens von Jimmy Liao
Dieses Buch war nun schon das dritte, das ich von Jimmy Liao las und sah. Und ich könnte nicht sagen, welches mir am besten gefiel. Wobei „Das Kino des Lebens“ einfach wunderschön und einnehmend ist. Es geht einerseits darum, zu zeigen, wie toll Kino sein kann, dass Filme Träume und kleine Fluchten aus dem Alltag bieten, aber auch um das Leben als solches.
Die Hauptfigur wird durch ihr Leben begleitet – von Kindheit an, bis sie eine erwachsene Frau mit Kind ist. Das hat mir gut gefallen. Gleichsam leichtfüßig wandern wir als Leser und Betrachter mit ihr durch ihr Le-ben und ihre Kinoleidenschaft. Jede Seite verzaubert erneut mit großen Bildern, deren kräftige Farben und unschlagbare Ausdrucksweise den Leser in ihren Bann ziehen. Besonders gut gefällt mir, dass die Bilder auf den ersten Blick einfach wirken, aber viele Nuancen und Geheimnisse ber-gen. Eine kleine Katze, die immer mal wieder auftaucht, ein besonderes Kleidungsstück oder die Gesichter der Passanten – es macht einfach Spaß, das Buch immer wieder durchzublättern, die Zeichnungen zu betrachten und Neues und Altes zu entdecken.
Gleichzeitig ist auch hier die Geschichte wieder melancholisch und manchmal auch traurig, aber auch schön und lustig, so wie eben auch das Leben ist. Nah am Leben, einfach schön! Und zu-gleich nicht nur das Abbild des wahren Lebens, sondern auch eine wunderbare Hommage an das Kino, das Jimmy Liao sehr liebt.
Rezensionen von Streiflicht:
Bezaubernd, traurig und voller Hoffnung
Der Klang der Farben von Jimmy Liao
Auf dieses Buch war ich sehr gespannt, weil ich „Der blaue Stein“ von Jimmy Liao sehr geliebt habe. Und wieder bin ich verzaubert. Gleichzeitig traurig, voller Hoffnung, Mut und Verwirrung. Das Buch ist wunderschön, die Texte sind zauberhaft und auch hoffnungsvoll, zugleich ist das Buch aber auch traurig, da es um ein erblindendes Mädchen geht.
Das Buch hat mich etwas zerrissen zurückgelassen, weil es kein richtiges Ende hat und so viele Eindrücke bietet. Sowohl optisch und auch emotional, bezogen auf die Bilder und die Texte. Immer und immer wieder taucht das Motiv der Rolltreppe auf, die sicherlich auch eine übertragene Bedeutung haben soll. Mal geht es im Le-ben abwärts, dann wieder aufwärts. Und was wäre, wenn wir Wünsche frei hätten? Oder sind wir schon gesegnet, wenn wir einfach nur gesund sind und nicht eingeschränkt.
Wieder begeistert Jimmy Liao mit Farben und Formen, mit der Gestaltung seiner Gedanken in Wort und Bild. Ich liebe seine Art zu zeichnen und die melancholische Note, die sein Werk durchzieht. Auch die Kombination der kräftigen Farben mit den Zeichnungen, die auf den ersten Blick einfach aussehen, aber viele kleine Dinge zeigen und verbergen, wenn man sich nur die Mühe macht, ge-nauer hin zu schauen, finde ich einfach wunderbar.
Wer sagt, dass Bilderbücher nur für Kinder sind, der kennt wohl Jimmy Liao nicht. Er macht Mut, zeigt, dass das Leben nicht immer einfach, aber immer lebenswert ist und auch Freuden birgt, die man erst entdecken und erkennen muss. Sehr weise und wunderschön!
Rezensionen von Streiflicht:
Wissen humorvoll und tiefgründig vermittelt
Spiel des Lebens Wie der Mensch die Natur und sich selbst zähmte Ten Species that changed our World. 02.2019. Hardback. von Roberts Alice
Da ich mich für die Entwicklung der Arten und den Prozess, wie Tiere und auch Pflanzen sich durch die Menschen verändert haben, sehr interessiere, war ich unglaublich neugierig auf dieses Buch. Leider können solche Fachbücher ja schnell trocken und öde werden, aber Autorin Alice Roberts ist das Kunststück geglückt, dass das Buch unterhaltsam und teilweise wirklich witzig und humorvoll ist, zugleich aber auch spannend, tiefgründig und wissenschaftlich fundiert.
eine wun-derbare Mischung, sodass ich das Buch zu gerne in einem Rutsch gelesen hätte. Immer wieder war ich erstaunt, verwundert oder habe gelächelt und ich freue mich schon jetzt darauf, das Buch irgendwann einmal erneut zu lesen und mich wieder darüber zu freuen. Einziger Wermutstropfen war für mich das Fehlen eines Kapitels über Katzen, aber sicherlich waren sie einfach nicht so prägend für die Geschichte der Menschheit wie andere Tiere.
Der Untertitel des Buches heißt „Wie der Mensch die Natur und sich selbst zähmte“ und genau darum geht es hier. „Spiel des Lebens“ beschreibt, wie Hunde zu unseren treuen Gefährten wurde, wie der Weizen eine wachsende Bevölkerung mit Nahrung versorgen konnte und kann, dass Rin-der uns Milch und Fleisch liefern und vieles mehr. Es geht darüber hinaus um Mais, Kartoffeln, Hühner, Reis, Pferde, Äpfel und den Menschen selbst.
Man merkt dabei ganz genau, dass die Autorin voll in den Themen ist und gut recherchiert hat. Das hat mich sehr beeindruckt und erhöht den Lesespaß ungemein.
Genauso gut gefallen haben mir die vielen praktischen Beispiele und kleinen Geschichte, die das Wissenschaftliche besser verständlich und wunderbar anschaulich machen. Und die mich als Le-ser auch begeistert haben, weil sie teilweise so nett, humorvoll und aus dem Leben gegriffen wa-ren. Unsere Welt hat sich verändert, seit der Mensch zum Mensch geworden ist und noch mehr, als er anfing, seine Umwelt zu gestalten und zu verändern. Wer wissen möchte, wie das passiert ist und wer Anteil daran hatte, der ist hier genau richtig. Ein wunderbares Buch, das sich zu lesen lohnt!
Rezensionen von KimVi:
Berührt und regt zum Nachdenken an
Hannah und ihre Brüder von Ronald H. Balson
Bei einer Gala im Chicagoer Opernhaus kommt es zu einem Eklat. Der hochangesehene jüdische Bürger Elliot Rosenzweig wird von Ben Solomon beschuldigt, nicht der zu sein, für den er sich ausgibt und darüber hinaus mit einer Waffe bedroht. Ben Solomon behauptet, dass Elliot als Otto Piontek in seiner jüdischen Familie in Polen aufwuchs, während des Krieges zum einflussreichen SS-Offizier aufstieg, die Familie letztendlich verriet und um ihr Vermögen brachte.
Außerdem soll er für das Leid und den Tod unzähliger Menschen verantwortlich sein. Elliot Rosenzweig bestreitet das entschieden. Doch Ben Solomon nimmt Kontakt zu Privatdetektiv Liam Taggart auf, um das Gegenteil zu beweisen. Liam versucht daraufhin die Anwältin Catherine Lockhart für den Fall zu gewinnen. Gemeinsam beginnen Ben, Catherine und Liam die Vergangenheit aufzurollen und nach Beweisen zu suchen, die Bens Anschuldigungen untermauern. Doch hat Ben wirklich den richtigen Mann im Visier oder irrt er sich nach all den Jahren?
Der Einstieg in diesen Roman gelingt mühelos. Denn Autor Ronald H. Balson versteht es vom ersten Moment an, das Interesse an der Geschichte zu wecken. Die Handlung ist in zwei Stränge unterteilt. In der Gegenwart beobachtet man Ben, Anwältin Catherine und Privatdetektiv Liam dabei, wie sie die Wahrheit ans Licht bringen wollen. Die Ereignisse, die sich in der Vergangenheit zugetragen haben, werden von Ben in der Ich-Form geschildert. Er erinnert sich genau, was damals geschah und beginnt den beiden eindrucksvoll seine Geschichte zu erzählen. Das gelingt ihm so lebhaft, dass man beinahe meint, ihm selbst gegenüber zu sitzen und seinen Worten zu lauschen. Ben holt dabei ziemlich weit aus, doch er weiß genau, warum er seine Erinnerungen auf diese Weise schildert. Er besitzt ein unglaubliches Erzähltalent. Deshalb ist man schon früh mitten im Geschehen und wird von seinen Worten mitgerissen. Handlungsorte und Protagonisten erwachen dabei regelrecht zum Leben. Man hat das Gefühl, Bens Familie selbst zu kennen und beginnt, mit ihnen mitzufiebern, zu hoffen und zu bangen.
Da Bens Erinnerungen aufwühlend sind und tief berühren, ist man dankbar für die kleinen Atempausen, die einem durch die Wechsel in den Handlungsstrang der Gegenwart gegönnt werden. Hier kommt allerdings keine Langeweile auf, denn Elliot Rosenzweig wehrt sich entschieden gegen die Behauptungen und fährt schwere Geschütze auf. Deshalb verfolgt man auch hier den weiteren Verlauf gespannt und hofft, dass es Gerechtigkeit geben wird.
Mich hat diese Geschichte vom ersten Moment an in ihren Bann gezogen. Beide Erzählstränge konnten mich gleichermaßen begeistern, sodass ich das Buch beinahe in einem Rutsch verschlungen habe. Ich mochte manchmal kaum glauben was ich las, habe mit Ben und seiner Familie mitgefiebert und gehofft, dass alles zu einem guten Ende kommt. Das Buch hat mich tief berührt und zum Nachdenken angeregt. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala bekommt diese Erzählung deshalb alle fünf Sternchen und eine begeisterte Leseempfehlung!
Rezensionen von Manfred Fürst:
Algarve ich komme
Lost in Fuseta von Gil Ribeiro
LOST IN FUSETA von Gil Ribeiro kommt mir zufällig in die Hände. Ein Portugal-Krimi, der an der Algarve spielt.
Auf den ersten Blick wollte man einen englischen Titel vermuten, übersetzt „Verloren in Fuseta“ vermuten, aber Lost ist Leander, ein Austauschpolizist aus Hamburg.
Schnell wird klar, dass Leander anders ist als die anderen, aber mit einer besonderen Gabe: Außergewöhnliche unbestechliche Kombinationsfähigkeit.
Was zu kurz kommt ist seine emotionale Empfindsamkeit.
Eine Krimihandlung gibt es auch, mit Lokalkolorit und einem brennenden Thema: Wasser.
Einzig Soraia kann sich in Leander hineinversetzen, hat sein Asperger-Syndrom erkannt, versteht ihn und fühlt sich zu ihm hingezogen. Leider hat der emotionsleere Leander „keine Schmetterlinge im Bauch“ und er verpasst nichtwissend die Liebe seines Lebens.
Präzise Zeichnung der Person Leander Lost. Macht Lust auf die Algarve mit seinem Hinterland.
Rezensionen von dorli:
Rache am Ammersee
Rache am Ammersee von Inga Persson
Dießen am Ammersee. Carola Witt – Mitarbeiterin im Wahlkreisbüro des Bundestagsabgeordneten Johannes Ludwig - hat eine im Gasthaus Sailerwirt stattfindende Bürgerversammlung organisiert. Grund der Veranstaltung ist der Neubau einer Gastronomie in Seenähe. Wer Pächter der neuen Wirtschaft wird, soll durch einen Wettbewerb entschieden werden.
Die während der Zusammenkunft aufbrandende Diskussion über diese Neuigkeit findet ein jähes Ende, als bekannt wird, dass das Gemeinderatsmitglied Ruprecht Prestel mit seinem Gleitschirm abgestürzt ist…
„Rache am Ammersee“ ist bereits der zweite Fall für die aus Schleswig-Holstein stammende Carola Witt - dieser Krimi ist aber auch ohne Kenntnis des vorherigen Bandes verständlich.
Inga Persson hat einen angenehm zu lesenden Schreibstil und wartet mit einer großen Portion Lokalkolorit auf. Neben intensiven Landschaftsbeschreibungen steht vor allen Dingen die lokale Politik im Mittelpunkt des Geschehens, denn das geplante Gastronomieprojekt schlägt hohe Wellen und sorgt für reichlich Unmut in der Bevölkerung.
Die eigentliche Krimihandlung will allerdings nicht in Schwung kommen. Dabei ist der Start noch recht vielversprechend, denn man ist als Leser dabei, als der Täter seinen mörderischen Plan umsetzt und Ruprecht Pretzel auf raffinierte Art und Weise den Garaus macht. Danach gibt es jedoch keine wirklichen Höhen und Tiefen mehr, keine Überraschungen oder unvorhersehbaren Wendungen und irgendwie auch keine Ermittlungen, da der stets übellaunige Kommissar Meisinger und sein Kollege Pollinger fast bis zum Schluss von einem tragischen Unglück ausgehen und Carola, die laut Klappentext das kriminalistische Tun des Mörders aufdecken will, meist mit anderen Dingen beschäftigt ist. Zu allem Überfluss ist dann auch die Identität des Mörders am Ende keine Überraschung mehr, da man sich schon früh zusammenreimen kann, wer hier der Bösewicht ist.
„Rache am Ammersee“ konnte meine Erwartungen nicht erfüllen. Zuviel Drumherum drängt das Krimigeschehen in den Hintergrund, so dass einfach keine Spannung aufkommen will.
Rezensionen von Harakiri:
Mein 1. aber nicht der letzte Fall
Mitternachtsmädchen von Jonas Moström
Immer um Mitternacht überfällt ein Mann junge Leute und würgt sie. Als ein Mädchen stirbt, wird der Fall noch brisanter.
Nathalie Svensson wird als Profilerin zu dem Fall hinzugezogen und macht sich auf die Suche nach dem Täter.
Ich habe das Buch in einem Rutsch verschlungen. Ich fand es spannend, wie Nathalie nach dem Täter sucht, auch wenn es manchmal etwas unlogisch oder zu spontan war.
Durch die Einblicke in die Mädchenverabredungen bekommt man als Leser noch etwas Backgroundwissen vermittelt und bangt mit dem Mädchen mit.
Ich habe mir jetzt mal die anderen beiden Bücher um Nathalie Svensson auch auf meine Wunschliste gepackt.
Fazit: Kein Thriller, in dem das Buch spritzt, dennoch solide, interessant aber manchmal ein klein wenig unlogisch
Rezensionen von Amena25:
Trau ihm nicht – und ihr auch nicht!
Mitternachtsmädchen von Jonas Moström
Nach außen hin wirken Jack und Faye als das absolute Traumpaar: schön, erfolgreich, vermögend, mit einer süßen Tochter gesegnet.... Doch das scheinbare Glück hat sich schon lange ins Gegenteil verkehrt. Faye, die einst mit ihrer Geschäftsidee den Grundstein für das heutige äußerst erfolgreiche Unternehmen ihres Mannes gelegt hat, langweilt sich nun zu Hause.
Zum Hausfrauen- und Mutterdasein verpflichtet, obwohl sie damit eigentlich kaum etwas zu tun hat, da Kindermädchen, Putzfrau und Köchin ihr alle Arbeiten abnehmen, hat sie nichts anderes zu tun, als sich mit den anderen Frauen anderer erfolgreicher Männer zu treffen. Verzweifelt versucht sie, ihrem Mann zu gefallen, von ihm begehrt und respektiert zu werden. Doch damit ist es wohl schon lange vorbei, Jack hat nur noch Verachtung für sie übrig und sein Interesse gilt nur noch der Firma und vermutlich anderen Frauen. Interessant ist, dass dies alles in der Ich-Form aus Fayes Perspektive geschildert wird. Dennoch kann – oder will – man sich nicht mit ihr identifizieren, auch wenn man ihr Verhalten teilweise verstehen kann. Eher will man Faye nur noch schütteln, um ihr die Augen zu öffnen, wie sehr sie sich durch ihr Verhalten erniedrigt.
In einem zweiten Teil wird beschrieben, wie sich Faye und Jack als junge Studenten begegnet sind und was für eine starke und intelligente Persönlichkeit Faye damals war. Doch man erkennt auch ihre dunkle und gewalttätige Seite und immer wieder wird angedeutet, dass in ihrer Familie etwas Schlimmes passiert sein muss.
Als Faye ihren Mann inflagranti mit einer anderen Frau erwischt, versucht sie immer noch, ihn zu halten. Doch Jack nutzt die Situation, um Faye loszuwerden. Völlig mittellos, nur durch ihre treue Freundin Chris unterstützt, baut Faye sich eine neue Existenz auf – und sie sinnt auf Rache. Auch wenn man sich ausmalen kann, wie diese Rache aussieht und wie sie ausgehen wird, ist dieser dritte Teil doch spannend.
Insgesamt ist ,,Golden Cage“ ein spannender Roman, allerdings haben mich die klischeehaften Männer- und Frauenverhaltensweisen zunehmend gestört.
Auch wenn Läckberg mit dieser Thematik eine ganz andere Geschichte erzählt, kommt der Roman meiner Ansicht nach nicht an die Falck/Hedström-Reihe heran.
Rezensionen von Bibliomarie:
Zimmerschied auf Abwegen
Mitternachtsmädchen von Jonas Moström
Karl Zimmerschied könnte als LKA Präsident eine ruhige Kugel in der Verwaltung schieben. Aber so ganz möchte er nicht auf die richtige Polizeiarbeit verzichten. Ein perfider Doppelmord an der Isar fordert ihn heraus. Offensichtlich völlig grundlos wurde ein junges Paar beim Spaziergang erschossen, die Frau konnte kurz vor ihrem Tod noch den Hinweis auf einen Täter ohne Gesicht geben.
Aber es ist nicht nur der Beruf, der ihn herausfordert. Seine Frau Roswitha hat sich während eines Bali Urlaubs entschlossen im Land zu bleiben und einen Neuanfang zu wagen, dazu gehört ihre neue Liebe Hans und eine neu eröffnete Oben-Ohne-Bar. Rose – so will sie jetzt genannt werden – möchte gern Karl zu einer Ménage á trois überreden. Das ist aber für den bodenständigen Bayer, der neben seinem Polizeiberuf noch ernsthaft die ererbte Landwirtschaft weiterführt, eine grauenvolle Vorstellung.
Als dann noch seine alte Schulfreundin, inzwischen Direktorin an einem Gymnasium in einem sehr pikanten privaten Schlamassel um Hilfe bittet, weiß Karl kaum noch an wie vielen Fronten er kämpft
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Der Krimi von Jörg Steinleitner bietet alles, was ich mir für einen humorvollen Krimi wünsche. Der Plot ist durchaus ernsthaft, aber mit so vielen witzigen und ironischen Einfällen aufgelockert, dass ich während des Lesens mehrfach laut auflachen konnte. Im Kreis der Figuren findet man ein breites Charakterspektrum, wie die attraktive Dr. Augustin, die nach einer Entmietung Unterschlupf auf dem Hof von Karl findet, den cholerischen Innenminister mit witzigem fränkischen Dialekt und den IT-Experten Tommy Hensch, der zwar blind ist, aber trotzdem sehr weitsichtig agiert. Der ist auch gleich zu meiner Lieblingsfigur geworden.
Mit den Szenen, in denen sich Zimmerschied zwecks Recherche im Darknet verliert, sind dem Autor ganz besondere Kabinettstückchen gelungen.
Ich habe schon immer ein Faible für bayrisch-humorvolle Krimis, die Krimis von Jörg Steinleitner spielen in einer Extra-Liga, weil sich hier Spannung mit intelligentem Humor und ironischem Wortwitz paaren.









