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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von PFIFF:

Eine Pariser Kommissarin behauptet sich in der Provence

Madame le Commissaire und der verschwundene Engländer von Pierre Martin


Isabelle Bonnet, einst Leiterin einer Spezialeinheit in Paris, versucht die Folgen eines Attentats, bei dem sie schwer verletzt wurde, nun in Südfrankreich zu verarbeiten.
Sie bekommt heikle Fälle, die sie vorsichtig aufklären soll, ohne die örtliche Polizei zu komprimitieren. Die alteingesessenen Beamten sind nicht begeistert, von einer hübschen, jüngeren Frau herumkommandiert zu werden.

Es verlangt viel Feingefühl und auch selbstsicheres Auftreten, um die skeptischen Polizisten auf ihre Seite zu ziehen und sie dazu zu bringen, sie bei ihrer Arbeit zu unterstützen.
Diesmal wird nach einem verschwundenen Engländer gesucht, der mutmaßlich mit dem Tod einer jungen Frau zu tun hat.
Charmant geschrieben mit viel Flair der Provence.

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Rezensionen von PFIFF:

Eine starke Frau bestraft sich

Die Büglerin von Steinfest Heinrich


Tonia ist auf dem Meer aufgewachsen. Ihre Eltern lebten auf einer Segelyacht, nachdem ihr Vater durch einen glücklichen Zufall eine große Erbschaft gemacht hatte.
Nach dem Unfalltod der Eltern kümmert sie sich um ihre Nichte, die bei einem Kinobesuch tragisch ums Leben kommt. Tonia gibt sich die Schuld und bestraft sich selbst, indem sie ihrerseits die Erbschaft ihrer Eltern spendet und als Büglerin arbeitet.

Sie lebt sehr zurückgezogen, kann sich trotzdem der Bekanntschaft eines liebenswerten Mannes nicht entziehen. Beide erkennen viele Gemeinsamkeiten bei vorsichtigem, gegenseitigem Herantasten.
Durch einen Zufall kommt Tonia auf eine Spur, die sie zur Lösung des mysteriösen Todes ihrer Nichte führt. Als die Tochter ihres Freundes in Gefahr ist, glaubt sie, deren Tod durch ihren eigenen verhindern zu können.
Eine kuriose Geschichte, mit viel Fantasie und Charme verfasst.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Emma Klars 4. Fall

Todesklippe von Katharina Peters

War der tödliche Motorradunfall von Polizeipsychologe Valentin Wolff wirklich ein Unfall?
Und was hat der entführte und dann mit einem Kopfschuss hingerichtete Polizist Jakob Röhler damit zu tun?
Johanna Krass vom BKA Berlin hat genau daran ihre Zweifel bzw. stellt sich genau diese Fragen. Emma Klar, Privatdetektivin in Wismar erhält von ihr den Auftrag, sich die beiden Fälle noch einmal genau anzuschauen und weiter zu recherchieren.

Dabei erfährt sie nicht nur von einer erschütternden Familiengeschichte, sondern ihr Freund Christoph gerät auch noch in allerhöchste Gefahr.


Dies ist nun schon der 4. Fall, in dem ich zusammen mit Emma Klar auf Ermittlungstour gehen durfte. Und mit ihr zusammen habe es auch diesmal keine Langeweile. Ganz im Gegenteil, es wurde hier und da richtig brenzlig. Aber genau das, zusammen mit einigen Wendungen, die den Fall plötzlich in einem ganz anderen Licht erscheinen lassen, liebe ich so an den Krimis von Katharina Peters. Sie schafft es immer wieder mich zu fesseln und während der Zeit des Lesens alles um mich herum auszublenden.

Ihre Personen kommen so glaubwürdig und menschlich rüber, die Guten genau so wie die Bösen, dass ich sie mir gut vorstellen kann. Die ein oder andere hätte ich sogar gerne zur Freundin. Aber hier gibt es auch ein paar Menschen, denen ich bitte nie begegnen oder mit ihnen zu tun haben möchte.

Der Kriminalfall ist kein einfacher und es dauert seine Zeit, bis ich mir zusammen gereimt habe, wie alles miteinander zusammen zu hängen scheint. Meine Gänsehaut hatte Zeiten, da wollten sich meine Härchen gar nicht mehr hinlegen. Dramatik pur. Das ein oder andere Mal habe ich den Kopf geschüttelt, weil ich mir gar nicht vorstellen konnte oder wollte, dass es das, was hier beschrieben und geschildert wird, wirklich wahr sein kann. Aber es stimmt auch hier: Es gibt nichts, was es nicht gibt. Der Schluss, an dem sich alles nachvollziehbar auflöst, lässt mich dann entspannt zurück.

Auch das Privatleben von Emma Klar nimmt wieder einen kleinen Teil der Lektüre ein. Was ich aber sehr gut finde. So lerne ich die Menschen, mit denen ich hoffentlich auch in Zukunft noch das ein oder andere Mal zu tun haben werde, noch besser kennen.

Alles in allem hatte ich wieder interessante, äußerst spannende und sehr unterhaltsame Lesestunden.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Wenn der LKA-Präsident ermittelt...

Todesklippe von Katharina Peters

LKA Präsident Karl Zimmerschied hat Urlaub und fliegt nach Bali um seine abtrünnige Ehefrau Roswitha dazu zu bringen, ihre Oben-Ohne-Strandbar aufzugeben und wieder heim zu kommen. Aber anstatt seine Frau wieder einzufangen, fängt sich Karl ein blaues Auge von seinem Kontrahenten Hans(wurst) ein, der am Tag von Karls Rückflug plötzlich vom Erdboden verschwunden ist.

Roswitha ist in hellster Aufregung und bitte Karl, ihn suchen zu lassen.
Zurück in München wartet schon wieder andere Arbeit auf ihn: Beim Spaziergang an der Isar wird ein junges Paar angeschossen. Der Mann ist auf der Stelle tot, die schwangere Frau stirbt ein paar Tage später in der Klinik.
Gymnasialdirektorin Sophie von Lavalle, eine Bekannte von Zimmerschied, bittet ihn um einen etwas delikaten Gefallen und dann bekommt er auch noch eine Pistole zugeschickt. Hat sich da jemand einen Scherz erlaubt, oder wo wird das hin führen?
Außerdem hat er die junge Frau Dr. Isabelle Augustin, Leiterin der Forensik, bei sich auf dem Hof einquartiert, die ihm traumhafte Nächte beschert. Seiner Roswitha passt das überhaupt nicht.


Nach „Blutige Beichte“ ist dies der zweite Fall, bei dem ich den Kommissaren KHK Barbara Veltroni, KHK Hannes Södlinger und dem blinden Computerspezialist Tommy Hensch mit seinem schwarzer Labrador Benno Berghammer über die Schulter schaue. Da Karl Zimmerschied kein „Sesselpupser“ sein will, ermittelt auch er wieder fleißig mit. Zusammen mit Tommy Hensch versucht er, ein Verbrechen, in dem das Darknet eine große Rolle spielt, aufzulösen. Auch Staatsanwältin Ramona Ahlhaus ist wieder mit von der Partie und sorgt bei Zimmerschied für kalte Schweißausbrüche. Es macht auch diesmal wieder riesigen Spaß Teil der Ermittlungen zu sein und bei den Menschen, die hier mitspielen, Mäuschen spielen zu können.

Jörg Steinleitner gelingt es, die Handelnden einfach nur menschlich mit ihren Ecken und Kanten rüber kommen zu lassen. Karl Zimmerschied ist einer der ganz wenigen Ermittler, die ich dank seiner ehrlichen und direkten Art richtig gerne mag. Er hat das Herz am rechten Fleck, was auch auf seine Mannschaft abfärbt. Zusammen mit Tommy und Benno habe ich dieses Dreamteam richtig ins Herz geschlossen.

Die Geschichte bzw. die Kriminalfälle, die ich hier geboten bekomme, sind alle gut durchdacht, sehr interessant und lösen sich zum Ende hin schlüssig auf. Auch humorige Szenen gibt es wieder einige. Ich war nicht nur von der Spannung gefesselt, sondern konnte auch diesmal wieder herzhaft lachen. Ich habe mich sowohl im Präsidium, auf Bali, bei den Ermittlungen, aber auch auf Karls Bauernhof richtig wohl gefühlt.

Eine gute Idee finde ich, dass ich vor jedem neuen Kapitel „unnützes Wissen“ vorgesetzt bekomme, dass irgendwie mit einem Fall oder einem hier vorkommenden Namen zusammen hängt.

„Tod im Abendrot“ kann auch ohne Kenntnisse des ersten Bandes gelesen werden. Mir hat es aber noch mehr Spaß und Unterhaltung gebracht, da ich die vorigen Geschehnisse schon kannte.

Spannende und entspannende Unterhaltung verpackt in drei kriminelle Fälle mit einem Schuss Humor. Ich hatte wieder ein paar wundervolle Lesestunden und freue mich auf das nächsten Mal, wenn Karl Zimmerschied und sein Team wieder ermitteln müssen.

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Rezensionen von Caroline :

Gelungene Mischung zwischen historischem und zarten Liebesroman

Zwischen uns ein ganzes Leben von Melanie Levensohn

Béatrice liebt ihren Beruf bei der Weltbank in Washington, nur ihren direkten Vorgesetzten kann sie nicht ausstehen. Deshalb setzt sie alles daran, um die Abteilung zu wechseln. Allerdings gerät sie unglaublich unter Druck und wird zu einer Pause gezwungen. In dieser freien Zeit weiß Béatrice nicht genau, was sie machen soll.

Nur ein Zufall bringt sie zu Jacobina, einer alten schlecht gelaunten, kranken Frau.

Jacobina, eine über 80jährige Frau, die nur zögerlich über sich selbst erzählt. Eine Episode aus ihrem Leben scheint sie seit Jahrzehnten zu verfolgen. Sie hat ihrem Vater, als er im Sterben lag, ein Versprechen gegeben, das sie bis jetzt nicht eingelöst hat. Ihr Vater hatte noch eine Tochter, die in den Wirren des 2. Weltkriegs verloren ging und sie soll Judith suchen.

Anfangs hält Béatrice die Geschichte für nicht ganz glaubwürdig, doch in Jacobinas Unterlagen finden sich Hinweise auf Judith. Béatrice beginnt zu recherchieren. Ihre ersten Anlaufstation ist das Holocaust Memorial, denn dort liegen unfassbar viele Informationen, über verschwundene oder getötete Juden. Sie trifft im Museum auf Gregoire, der ihr hilfreich zur Seite steht. Gemeinsam fördern sie Unterlagen zu Tage, die Jacobina komplett neu sind. Zusammen bohren sie weiter, um eventuell das Versprechen einlösen zu können.

Wie hat es mir gefallen?

Wieder einmal war ich ein Cover- und Klappentextopfer. Dieses Pärchen unter dem Regenschirm, in inniger Umarmung auf einer Brücke in Paris, gefällt mir ausgezeichnet und passt auch sehr gut zur Geschichte.

Béatrice mochte ich zu Beginn nicht besonders. Sie war sehr unnahbar und auch ihre Partnerwahl hat mich den Kopf schütteln lassen. Erst nachdem sie Jacobina kennenlernt, wird sie menschlicher und sympathischer. Durch ihr echtes Interesse an Jacobinas Vergangenheit beginnt eine spannende Geschichte.

Gregoire, der im Holocaust Memorial aushilft, gibt ihr Tipps, wie sie nach Judith am Besten suchen soll. Er weiß viel und ist ist ungemein sympathisch. Zwischen ihm und Béatrice stimmt die Chemie.

Die Autorin schafft es, die Balance zwischen interessantem Recherche Roman und zartem Liebesroman zu halten. Die Figuren entwickeln sich stetig und sehr nachvollziehbar. Vor allem Béatrice reflektiert ihr bisheriges Leben, sieht Fehler, die sie gemacht hat und mit ihrem Engagement für Jacobina, bringt sie neue Energie in die alte Frau.

Um nicht zu spoilern, gebe ich hier nur meinen kleinen Kritikpunkt kurz bekannt. Auf den letzten Seiten gibt es für mich einen Zufall zuviel. Das tut dem Lesevergnügen aber keinen Abbruch.

Ich habe das Buch gerne gelesen, war sehr interessiert, was mit Judith passiert ist, wie die Suche von statten geht.

Somit habe ich eine weitere tolle Autorin gefunden und behalte diese auf meinem Radar.

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Rezensionen von Caroline :

Zwei Cousinen, zwei Leben

Zwischen uns ein ganzes Leben von Melanie Levensohn

Frauke und Ophelia sind Cousinen und haben fast ihre ganze Kindheit miteinander verbracht. Sie teilen die guten und die schlechten Momente, diese halten sie unter Verschluss. Geheimnisse, die niemand kennt.

Frauke klug aber unbeständig, findet einfach nicht die Erfüllung in ihrem Leben. Sie springt von Job zu Job, von Beziehung zu Beziehung ohne richtiges Ziel.

Ophelia dagegen weiß seit langem, dass ihre Zukunft Geige spielen liegt. Sie übt täglich, lernt bei den besten Lehrern und will unbedingt nach Yale, um dort vom Besten unterrichtet zu werden.

Damit sollten sich die Wege von Frauke und Ophelia für einige Zeit trennen. Doch auch Frauke fliegt über den großen Teich, um dort in einer Galerie zu arbeiten. Obwohl die beiden sich des öfteren sehen, entfernen sie sich immer mehr voneinander und Frauke zweifelt an Ophelias Loyalität, ihre Geheimnisse zu bewahren.

Wie hat es mir gefallen?

Eine Rezension auf Facebook hat mich unheimlich neugierig gemacht. Die Kombination aus Freundschaft und dem Handlungsort New York überzeugte mich und somit zog das Buch bei mir ein.

Die zwei Hauptfiguren Frauke und Ophelia könnten nicht unterschiedlicher sein.

Frauke ist mir auch anfangs unheimlich auf die Nerven gegangen, mit ihrem Egoismus, ihrer Anhänglichkeit und ihrem Jammern. Sie macht aus jeder Mücke einen Elefanten und braucht immer Ophelia um ihre Wunden zu heilen. Sie kümmert sich nicht um Ophelias Leben oder Gefühle. Zwar mischt sie sich gerne ein, aber über die Konsequenz denkt sich kaum nach.
Ophelia verfolgt ihre Pläne, für Ablenkungen hat sie keine Zeit. Nur Frauke mit ihren Geschichten kommt ihrem geordneten Leben in die Quere.

Die Dynamik zwischen den beiden ist sehr ungewöhnlich. Erst langsam erkennt der Leser wie sie sich so entwickeln konnte und auch warum. Sowohl Frauke als auch Ophelia hoffen in den USA ihre Träume zu verwirklichen, beiden stellen sich aber unerwartete Probleme in den Weg. Zusätzlich erschüttern die Attentate des 11. September die Welt.

Ich wusste nicht, was mich bei dem Buch erwarten würde. Aber es hat mir eindeutig gefallen. Die unterschiedlichen Cousinen, ihre Leben, die sich unterschiedlich entwickeln aber Parallelen enthalten. Das chaotische Umfeld in dem Frauke wohnt und Ophelias Lehrer in Yale, mit den Studenten und ihrer Unfähigkeit soziale Kontakte zu knüpfen.

Es muss niemand befürchten, dass der 11. September 2001 eine zu große Rolle spielt. Er steht mehr als Symbol, denn als weltbewegendes Ereignis.

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Rezensionen von LEXI:

Chestnut Hill – Zuflucht und Zuhause einer unabhängigen starken Frau

Zwischen uns ein ganzes Leben von Melanie Levensohn

Als Janet Roberts im Jahre 1823 nach zweijähriger Abwesenheit wieder in das walisische Manor House „Gwernen Court“ zurückkehrt, ist aus dem ungestümen Wildfang eine bildhübsche und elegante junge Dame geworden. Nach der herzlichen Begrüßung ihrer älteren Schwester Dorothy und ihres Vaters Jonathan begegnet Janet auch Paul Darford, dem attraktiven Sohn des Stallmeisters und besten Freund aus Kindheitstagen.

Die beiden verbindet eine starke Anziehungskraft, und schon bald kann Janet sich ein Leben ohne Paul nicht mehr vorstellen. Doch die Heiratspläne ihres Vaters und ein reicher Erbe, der mit allen Mitteln versucht, Janet für sich zu gewinnen, lösen eine Tragödie aus. Nach einem handfesten gesellschaftlichen Skandal sucht Janet in Chestnut Hill, ein romantisches Herrenhaus, das ihre verstorbene Mutter ihr hinterlassen hatte, Zuflucht. Die junge Frau konzentriert sich auf die Verwaltung ihres Erbes und hat mit ihrer Zucht von Jagdpferdezucht großen Erfolg. Als sie während einer Schiffsreise einen ehemaligen Offizier der Royal Navy kennenlernt, öffnet die junge Frau nach langer Zeit ihr Herz wieder für eine neue Liebe. Doch Janets Glück wird erneut von Schatten bedroht…

J. C. Philipps entdeckt in einem von alten Kastanienbäumen umgebenen romantischen Herrenhaus in Wales ein Portrait einer jungen Familie. Die faszinierende Ausstrahlung des Paares, das mit seinen Kindern posiert, veranlasste die Autorin zu eingehenden Recherchen. Das Ergebnis ist ein faszinierender Roman, angesiedelt in der malerischen Landschaft von Wales, inmitten beeindruckender Herrenhäuser. Mit Janet Roberts präsentiert J. C. Philipps eine Protagonistin, die durchaus bemüht ist, den herrschenden Konventionen zu entsprechen, sich jedoch stets ihre Unabhängigkeit und Freiheitsliebe bewahrt. Die handelnden Personen wurden liebevoll charakterisiert, der Protagonistin sympathische, aber auch rachsüchtige und bedrohliche Nebenfiguren zur Seite gestellt. Die bereits erwähnte Tragödie sorgt für Aufregung und bringt einen gewissen Spannungsfaktor ins Buch, die sprachlich-stilistische Gestaltung hat mir sehr gut gefallen. J. C. Philipp führt ihre Leser durch geschichtliche Fakten an die politische Situation heran, die Schlacht von Navarino am 20.10.1827 bildet einen der gefährlichen Höhepunkte dieses Buches. Im Zentrum der Aufmerksamkeit befindet sich jedoch stets die eigenwillige Protagonistin, deren Gefühls- und Gedankenwelt überzeugend Ausdruck verliehen wird.

Fazit: „Rückkehr nach Chestnut Hill“ ist eine Lektüre, die zum Träumen verleitet, gute Unterhaltung, aber auch einige Überraschungen bietet. Die Autorin vermochte mich durch die Atmosphäre, den einnehmenden Sprachstil und eine abwechslungsreiche Handlung rasch in den Bann dieser Geschichte zu ziehen. Dieser bezaubernde Roman aus der Zeit des Regency hat mir ausgezeichnet gefallen und ich kann ihn wärmstens weiterempfehlen!

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Rezensionen von Gluecksklee:

Zu viel Potential verschenkt

Golden Darkness. Stadt aus Licht & Schatten von Brennan Sarah Rees

Zum Inhalt
Sarah Rees Brennan erzählt in „Golden Darkness“ die Geschichte einer geteilten Stadt – New York in der Zukunft, aufgeteilt in die Licht- und Dunkelstadt. In der Dunkelstadt herrscht ein Mangel an Nahrung, gesundheitlicher Versorgung… eigentlich an allem. In der Lichtstadt lebt es sich bequem und teilweise in extremen Luxus.

Dunkle Magier oder Menschen, die mit solchen verwandt sind, leben in der Dunkelstadt, während die Lichtmagier und ihre Angehörigen in der Lichtstadt leben. Lucie und ihr Vater haben ihr Leben in der Dunkelstadt hinter sich gelassen, aber auch dort ist die Sicherheit vielleicht fragiler, als es bisher den Anschein hatte.
Meine Meinung
Die Geschichte hatte unglaublich viel Potential, nur leider wurde meiner Meinung nach viel zu viel davon verschenkt bzw. nicht genutzt. Nachdem mich der Klappentext einfach sehr, sehr neugierig auf die Geschichte einer derart geteilten Stadt gemacht hatte, war ich leider umso enttäuschter von der Umsetzung durch Sarah Rees Brennan.
Da sind zum einen die Charaktere, die zum Teil viel zu oberflächlich behandelt werden und daher für mich nicht wirklich greifbar wurden. Ethan zum Beispiel wird zwar als eine Art Sinnbild des Guten dargestellt, aber eigentlich erfährt man nicht viel mehr über ihn, als dass er sich Lucie gegenüber immer anständig verhalten hat und sie liebt. In einem angestrengt wirkenden Versuch offenbart die Autorin ab und an ein durch ihn gehütetes Geheimnis, um einen Spannungsbogen zu erzeugen, aber das hat für mich nur bedingt funktioniert.
Und Lucie selbst ging mir ab dem ersten Viertel des Buches eigentlich nur noch auf die Nerven. Ständig stellt sie sich selbst in Frage, die Autorin lässt die Leser lang und breit an den Überlegungen, Vorwürfen und Schlüssen teilhaben, die Lucie selbst über ihr Verhalten hin und her wälzt. Das ist zum einen ermüdend, zum anderen konnte ich die wirren Gedankengänge von Lucie auch nicht immer nachvollziehen. In den Anmerkungen der Autorin führt sie aus, dass sie Lucie als starken Charaktere darstellen wollte – was für mich definitiv danebengegangen ist. Nur weil ein Charakter in der Lage ist, mit einem Schwert umzugehen, ist er noch lange nicht stark. Anstatt dem Leser durch Verhalten und Szenen zu zeigen, was in den Charakteren vor sich geht, erzählt sie uns indirekt durch Lucie immer haarklein, verpackt in Selbstvorwürfe und Rechtfertigungen, was los ist.
Der Charakter, der noch am interessantesten gewesen wäre und wirklich Potential gehabt hätte – nämlich Carwyn, der Doppelgänger von Ethan – wird kaum beleuchtet. Bis zu einem gewissen Punkt ist er ein kompletter Stereotyp von „dem Bösen dunklen Magier“.
Es wäre durchaus möglich gewesen, mit dieser Charakterkonstellation in Grauzonen und Überraschungen zu arbeiten, aber die „überraschende“ Auflösung am Ende war für mich dann doch viel zu vorhersehbar und in gleichem Maße irgendwie unpassend. Es war, als würde die Autorin die Geschichte schnell zu Ende bringen wollen, nachdem ein zu großer Anteil des Buches für die Gedanken von Lucie draufgegangen sind.
Im Nachgang an die Lektüre kann ich sagen, dass das, was mir am besten an diesem Roman gefallen hat, das wirklich schöne Cover ist, das auch unter dem Schutzumschlag nochmals auf dem Hardcovereinband des Buches abgebildet ist.
Auch die Grundidee hat mir gut gefallen und generell verfügt die Autorin über einen angenehmen und flüssig zu lesenden Schreibstil. Von mir erhält „Golden Darkness“ aufgrund meiner Kritikpunkte leider nur zwei von fünf Sternen – eine Leseempfehlung kann ich auch nicht wirklich aussprechen, dafür hat sich die Lektüre für mich zu sehr gezogen.

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Rezensionen von thora01:

Gabe oder Fluch - spannender Fantasyroman

Die Begnadete von Tessa May

Inhalt/Klappentext:
Wenn sich deine Begabung plötzlich gegen dich wendet.
Das Leben als Königin der Schule hat nicht nur Sonnenseiten. Das muss Lilja auf die harte Tour feststellen, als die rätselhafte Tara auftaucht. Plötzlich ist ihre außergewöhnliche Begabung immer ihren Willen durchzusetzen wie ausgelöscht.

Als sich ihre Bewunderer von ihr abwenden, findet sie heraus, dass ihre Überzeugungskraft magischen Ursprungs ist. Nur Tara kann ihr dabei helfen, die Begabung zu kontrollieren, nach der dunkle Mächte gieren. Doch Tara scheint Lilja zu hassen, wird sie ihr helfen?
Um die Menschheit zu schützen und sich selbst zu retten, muss Lilja lernen jemandem zu vertrauen – ohne ihre Kräfte dabei einzusetzen …
(Quelle: dp Digital Publishers)

Meine Meinung:
Sehr spannender Fantasyroman. Der Schreibstil konnte mich sofort überzeugen. Er ist lässt sich sehr gut lesen und wirkt auf mich sehr anziehend. Die sehr detailierte Beschreibung der Schauplätze macht es sehr leicht sich das Umfeld vorzustellen. Die Protagonisten fand ich sehr interessant. Lilja ist ein sehr interessanter Charakter. Ich fand es toll wie sie lernen musste auch ohne ihre besondere Gabe auszukommen. Die Autorin hat den Zwiespalt von ihr sehr gut beschrieben. Ich fand es total emotional geschrieben, wie sich die meisten von ihr abgewendet haben. Meiner Meinung ist Lilja in dieser Geschichte über sich selbst hinausgewachsen und hat begriffen was wirklich wichtig ist. Tara fand ich von Beginn an sehr sympathisch. Obwohl sie eher düster wirkt hat sie das Herz auf dem rechten Fleck. Sie hilft ganz uneigennützig Lilja und zeigt ihr wie sie ihr Leben auch ohne die Verwendung der Gabe organisieren kann. Die verschiedenen Szenen fand ich sehr humorvoll und andere waren wieder sehr tiefgründig. Der Abschluss hat es wirklich in sich. Der Antagonist schreckt wirklich vor nichts zurück. Er ist sehr machthungrig und überschreitet sämtliche Grenzen. Das Ende war sehr actionreich und hat mir sehr viel Spaß gemacht.

Mein Fazit:
Toller sehr realitätsnaher Fantasyroman. Er war ein kleiner Schlafräuber denn ich konnte ihn einfach nicht mehr aus der Hand legen. Auch beim wiederholten Lesen konnte er mich begeistern. Er ist ein Highlight für mich.

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Rezensionen von yellowdog:

Farbfeldmalerei

Mark Rothko von Tessa May

Der 1970 gestorbene amerikanische Maler Mark Rothko hat ein sehr interessantes Werk. Ich kannte Mark Rothko nur den Namen nach, aber nicht sein Werk. Dieses mächtige Ausstellungsbuch ist sehr informativ. Einige Texte geben Auskunft über sein Leben. Er war eine vielschichtige Persönlichkeit. Dann die imposanten expressionistischen Gemälde der Ausstellung.

Einige Gemälde gehörten zu den teuersten, die je verkauft wurden.
Mich bewegten im Buch schwerpunktmäßig tatsächlich hauptsächlich die Werke der Farbfeldmalerei.Durch das Buch bekommt man natürlich nur einen ungefähren Eindruck. Das kann das Betrachten in Realität nicht ersetzen. Das kann man auch nicht verlangen. Daher weckte das Buch einen großen Bedarf bei mir, wieder mal eine Ausstellung in einem Museum zu sehen. Ich denke, sich mit weiter Mark Rothkos Werk zu beschäftigen, ist eine lohnenswerte Aufgabe.

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