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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Bibliomarie:

Sommer und ein neuer Anfang

Die Katze im Lavendelfeld von Hermien Stellmacher

Alice die seit einiger Zeit in Provence lebt, sucht für sich und ihre beiden Katzen ein Zuhause. Ein hübsches Haus, ein schöner Garten für Blumen und Gemüse – so stellt sie sich ihr Heim vor. Aber das wird nicht ganz einfach und als ihr die kleine Mietwohnung auch noch wegen Eigenbedarfs gekündigt wird, gerät sie in Zugzwang.

Gut, dass ihr da noch eine kleine Katze zugelaufen ist, dreifarbig – eine Glückskatze eben, auch wenn es die erste Zeit gar nicht Anschein hat. Aber sie und ihre Freunde lassen sich nicht unterkriegen. Jeanine versinkt mit ihren 78 Jahren immer mehr in eine Welt des Vergessens und George, der ganz in seinem kleinen Feinschmeckerlokal aufgeht, fürchtet den Besuch eines Gourmetkritikers. Doch wovor sollte er sich fürchten, mit seinen Interpretationen von Alice‘ Foodblog Geschichten „ Wenn ich zum letzten Mal ein Essen zubereiten dürfte, dann dieses“ hat er schon viele Besucher verzückt. Sie sind für einander da und halten zusammen.


Verzückt war ich auch von diesem Buch. Hermien Stellmacher hat eine lebendige und bildhafte Erzählweise und sie hat mich gleich mitgenommen in das kleine Dörfchen in der Provence inmitten von Kräutern und Lavendelfeldern. Ich bin in dieses Buch eingetaucht wie in einen Urlaub, umgeben von liebenswerten Menschen und wunderschöner Umgebung, das Lesen war Sinnenfreude pur.


Es ist eine heitere, manchmal witzige und dann wieder leicht melancholische Geschichte, so wie das Leben eben ist. Ich hatte das Gefühl, alle Personen schon gleich zu kennen und alle – na ja, fast alle – sofort zu mögen. Eine zauberhafte Stimmung ist der Autorin gelungen und sie hat mich mit ihrem Roman wunderbar unterhalten. Dabei ist der Roman bei aller sommerlicher Leichtigkeit nie platt oder gar kitschig.
So stelle ich mir niveauvolle Unterhaltung vor.

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Rezensionen von begine:

Berühmte Vorfahren

Die Kapitel meines Herzens von Lowell Catherine


Die New Yorkerin Catherine Lowell hat mit
„Die Kapitel meines Herzen“ einen schönen Debüt Roman geschrieben. Der Stil ist bezaubernd.
Die junge amerikanische Studentin Samantha Whipple nach Oxford um Literatur zu studieren. Ihr Vater war Autor und ist gestorben, als Sam 15 Jahre alt war.

Sie sind Nachkommen der Bronte Schwestern. Ihr Vater hat ihr ein Lesezeichen hinterlassen. Damit beginnt für sie eine Schnitzeljagd, die ihr Vater ausgelegt hat.
Es wird vermutet das ihre Familie der Bronte Schwestern verstecken. Plötzlich werden Sam Bücher ihres Vaters, die eigentlich verbrannt waren, heimlich ins Zimmer gelegt. Sam ist beunruhigt.
Die Autorin versteht es diese Geschichte mit Ernst und Humor dem Leser nahe zu bringen.
Sie beschreibt die Büchter der Brontes mit Gefühl. Es ist eine gute Geschichte geworden.

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Rezensionen von Bücher in meiner Hand:

Postkartenidylle?

Sterne sieht man nur im Dunkeln von Meike Werkmeister

Ich weiss nicht, ob ich den Roman gelesen hätte, wenn er nicht als Überraschung bei mir gelandet wäre. Im Anhang des Buches finden sich einige Postkartenspruchmotive - die machten mich neugierig auf die Geschichte.

Annie und Thies waren zum Glück älter als ich dem Klappentext nach erwartete, beide sind über 30 Jahre alt.

Protagonistin Anni ist an einem Punkt angekommen, an dem sie ihr Leben überdenkt. Erst macht sich das nur still und leise bemerkbar, weil sie ihren Job immer unattraktiver findet.

Als dann in kürzester Zeit, fast gleichzeitig, ihr Freund Thies sie heiraten will, sie ein Jobangebot in Berlin bekommt und eine ehemalige Freundin sich nach Jahren bei ihr meldet, wird Anni alles zuviel. Anni nimmt schnell entschlossen das Angebot von Maria an und reist zu ihr nach Norderney, um ihr sechs Wochen in ihrem Strandcafé zu helfen.

Annis Freund Thies war mir am Anfang sehr sympathisch, ein Traumpaar die zwei. Ich verstand weder seine noch Annis Reaktion auf die Hochzeitsfrage; verstand nicht, wieso sie nicht normal darüber reden können. Erst später im Roman wird erzählt, was zu diesen Reaktionen führte. Nach und nach erfährt man nämlich nicht nur, weshalb Anni und Thies einst zusammen gefunden haben, sondern auch was zur Entfremdung von Maria und Anni führte und wie Anni zu ihrem Job kam.

Auf der Insel erlebt Anni dann so einiges und muss sich ihrer Vergangenheit stellen, doch noch immer weiss sie nicht, wie sie ihre Zukunft gestalten will.

Die Zeit auf der Insel ist toll beschrieben, die Charaktere wie Marias Mutter Iris und Surfer Simon waren mir sehr sympathisch. Für einen Schuss Exzentrik sorgt hingegen Thies Mutter Mo.

Trotz anfänglichem Bedenken fesselte mich die nette Story sehr schnell. Meike Werkmeister ist mit "Sterne sieht man nur im Dunkeln" ein toller Roman gelungen. Er traf mit den erfrischenden (Handlettering-)Sprüchen total meinen Geschmack. Echt eine coole und neue Idee, diese in den Roman einzubauen. Dank diesen Sprüchen und dem sehr stimmigen Schluss - ich dachte anfänglich an ein ganz anderes Ende - vergebe ich gerne einen halben Extra-Punkt.

Fazit: Inselfeeling verpackt in einer sehr stimmigen, authentisch erzählten Geschichte.
4.5 Punkte.

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Rezensionen von Sophie Weiss:

Neue Lieblingsbuchreihe?!

Obsidian, Band 1: Obsidian. Schattendunkel von Armentrout Jennifer L.

Wer mich kennt, weiß, dass ich zwar gerne lese, dafür aber meist nur im Urlaub Zeit finde.
Dieses Buch habe ich mir letzte Woche gekauft und dachte, ich werde ab und zu, wenn sich die Zeit findet, mal ein Kapitel lesen. Aber das Buch war so fesselnd, dass ich es binnen einer Woche fertig hatte. Ich muss sagen, ich bin begeistert.

Der Schreibstil der Autorin ist so angenehm, dass sich das Buch quasi von selbst liest. Auch die Charaktere sind spannend, vor allem ihre Persönlichkeiten.
Wer ein wirklich gutes Buch mit Romantik und Fantasy sucht ist hier genau richtig. Das angenehme: Nicht zu viel Fantasy. Es spielt in einer realen Welt!! Das Buch weißt nebenbei viele parallelen mit Twilight auf, ist nur meiner Meinung nach 10000x besser - keine Angst: Vampire und Werwölfe gibt es im Buch nicht. Dafür eine neue Spezies, die mir noch die untergekommen ist...

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Rezensionen von heinoko:

Spannend und anstrengend gleichermaßen

Das Verschwinden der Stephanie Mailer von Dicker Joël


Eine Leseprobe hatte mich „angefixt“, so dass ich mich mit Begeisterung auf den dicken Wälzer mit fast 700 Seiten stürzte.
Die recht verschlungene Handlung wird vom Verlag so erzählt: „Es ist der 30. Juli 1994 in Orphea, ein warmer Sommerabend an der amerikanischen Ostküste: An diesem Tag wird der Badeort durch ein schreckliches Verbrechen erschüttert, denn in einem Mehrfachmord sterben der Bürgermeister und seine Familie sowie eine zufällige Passantin.

Zwei jungen Polizisten, Jesse Rosenberg und Derek Scott, werden die Ermittlungen übertragen, und sie gehen ihrer Arbeit mit größter Sorgfalt nach, bis ein Schuldiger gefunden ist. Doch zwanzig Jahre später behauptet die Journalistin Stephanie Mailer, dass Rosenberg und Scott sich geirrt haben. Kurz darauf verschwindet die junge Frau ...“
Eigentlich erzählt Dicker so packend und lebendig-fesselnd, dass das Buch leicht lesbar ist. Und doch verlangt das Lesen volle Konzentration, denn nicht nur der oft willkürlich wirkende Wechsel zwischen zwei Handlungssträngen mit einem Zeitabstand von 20 Jahren ist irgendwie anstrengend. Auch die Schilderung der Personen in Vergangenheit und Gegenwart und deren Umgang miteinander empfand ich als anstrengend. Dennoch bin ich dem Autor sehr gerne auf allen von ihm auf den Leseweg gestreuten Puzzle-Teilchen gefolgt, kreuz und quer, hin und her, bildhaft-atmosphärisch füllig erzählend. Immer wenn mich das Lesen zu ermüden begann, packte mich der Autor erneut, mit einem Cliffhanger, mit einer überraschenden Wendung, mit einer skurrilen Nebengeschichte… Kurzum: Der Roman ist sowohl leicht lesbar und packend erzählt, als auch fordernd-anstrengend. Mir hat er sehr gefallen.

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Rezensionen von Ele:

Haus am See

Das Verschwinden der Stephanie Mailer von Dicker Joël

Das Haus der Sehnsucht, Liebesroman von Romina Gold, Ebook, 281 Seiten, erschienen im FeuerWerke-Verlag.
Eine romantische Geschichte über Liebe, Verzicht und Pflichtgefühl.
Michelle Mayfield ist eine erfolgreiche Schriftstellerin und ihrer Lektorin und Mentorin Clare Seymore freundschaftlich verbunden.

Bei einem Besuch lernt sie deren Mann Alex kennen. Michelle und Alex verlieben sich ineinander. Da Clare seit der Geburt ihres Sohnes unter schweren Depressionen leidet, können Michelle und Alex ihre große Liebe nur heimlich ausleben. Als Clares Gesundheitszustand sich dramatisch verschlechtert und Michelle durch Umstände dir ihr Leben verändern werden, vor eine Entscheidung gestellt wird, trennen sich beide und Michelle findet Ruhe und Geborgenheit in einem kleinen Haus am Pleasant Lake. Dort trifft sie auf den sympathischen Matt der ihr in dieser kummervollen Zeit zur Seite steht. Durch einen weiteren schockierenden Schicksalsschlag ist Michelle gezwungen sich zu entscheiden.
Das Buch ist in 31 überschaubare Kapitel aufgeteilt, die abwechslungsweise aus der Sicht von Alex und Clare erzählen. Romina Gold erzählt die Geschichte in einem mitreißenden und flüssigen Stil, da ich das Buch nicht aus der Hand legen konnte, habe ich es an einem Tag ausgelesen. Das Setting war hervorragend beschrieben, die Gärten, die blühenden Rosen und auch die Sonnenuntergänge am See, hat die Autorin sehr bildhaft dargestellt. Die lebhaften und humorvollen Dialoge besonders mit Matt haben mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht. Abwechselnd mit romantischen und auch traurigen Szenen fühlte ich mich bei der Lektüre bestens unterhalten. Es war spannend zu verfolgen wie sich Michelle weiterentwickelt und letztendlich entschieden hat. Eine unerwartete Wendung hat mich verblüfft. Zu jeder Zeit erscheint die Geschichte logisch und die Charaktere handelten nachvollziehbar. Besonders ins Herz geschlossen habe ich Matt und seine Mutter Debbie, die Michelle in ihrer schlimmsten Zeit so treu unterstützt haben. Auch Alex und Michelle waren sympathische Figuren, mit einem Happy End egal in welcher Konstellation habe ich gerechnet und wurde auch nicht enttäuscht. Dieser Satz auf S.251 hat mir sehr gut gefallen: „Es schien etwas Wahres dran zu sein, dass Kinder und Bücher Brücken bauen.“
Ein schönes Buch, das mich gut unterhalten hat. Sehr zu empfehlen für die Fans von unkomplizierten Liebesromanen. Von mir 5 Sterne weil ich keine Kritikpunkte entdecken konnte.

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Rezensionen von LEXI:

„Nigdy się nie poddamy“ – wir geben nicht auf!

Hannah und ihre Brüder von Ronald H. Balson

„Es geht um Bens Familie und das, was Otto Piontek ihr angetan hat. Es geht um Verrat.“

Der dreiundachtzigjährige Benjamin Solomon ist felsenfest davon überzeugt, dass es sich bei dem angesehenen Mitglied der Chicagoer Gesellschaft namens Elliot Rosenzweig in Wirklichkeit um Otto Piontek handelt, der ihm in Kindheitstagen Ziehbruder und bester Freund war.

Der bescheidene und unbescholtene Rentner bezichtigt den Multimillionär in aller Öffentlichkeit unter vorgehaltener Waffe seiner ungesühnten NS-Verbrechen während seiner Funktion als Hauptscharführer im Deutschen Reich. Rosenzweig schickt Anwälte und Privatdetektive ins Rennen, um den alten Mann unglaubwürdig zu machen und ihn zu einem öffentlichen Widerruf zu zwingen. Ben Solomon bittet die Anwältin Catherine Lockhart, seinen Fall zu übernehmen erzählt ihr die Geschichte seines Lebens. Wird es ihr gemeinsam mit dem privaten Ermittler und besten Freund Liam Taggart gelingen, ausreichende Beweise gegen Rosenzweig zu sammeln, oder basiert die Überzeugung des alten polnischen Juden nur auf einer starken Ähnlichkeit und einer Verwechslung? Gemeinsam mit Ben tauchen Catherine und Liam tief in die Vergangenheit ein und erfahren mit zunehmender Betroffenheit das tragische Schicksal der Familie Solomon.

Ronald H. Balsons Geschichte beginnt mit Ben Solomons Tag der Abrechnung, an dem er Elliot Rosenzweig seiner Taten bezichtigt. Dessen Reaktion, die Nachforschungen und Aktivitäten der Anwälte sowie die Geschichte von Catherine Lockhart stellen die Handlung in der Gegenwart dar. Der Fokus dieses Buches ist jedoch vorwiegend auf die Vergangenheit gerichtet, in welche der Leser durch Bens Berichte laufend zurückgeführt wird. Der alte Mann aus der südöstlich gelegenen polnischen Stadt Zamość berichtet von einem liebevollen Elternhaus und der gemeinsamen Zeit mit Otto Piontek, die sie zu Brüdern machte. Er beschreibt, wie er Hannah Weißbaum kennen- und lieben lernte, und welch drastische Veränderungen der Krieg mit sich brachte. Der Autor thematisiert den Rassen- und Fremdenhass, die Schikanen, Demütigungen und Misshandlungen der Juden, und das maßlose Grauen der Konzentrations- und Vernichtungslager. Er beschreibt die Verbrechen der SS und der Gestapo, die als Truppen des Teufels bezeichnet werden, und schildert die schockierende Wandlung eines jungen Mannes, dem die Macht zu Kopfe stieg. Durch die liebevolle und detaillierte Charakterzeichnung der handelnden Figuren wuchs mir das Kind Otto Piontek rasch ans Herz. Umso fassungsloser machte mich seine anschließende Veränderung und seine Zuwendung zum Bösen. Ben Solomon und Otto Piontek nehmen den meisten Raum in diesem Buch ein. Dennoch haben mich auch die Nebenfiguren durch ihre authentische Darstellung für sich eingenommen, seien es nun Bens liebevolle Eltern Abraham und Leah Solomon, seine Schwester Rebecca, oder Hannah Weißbaum und ihre Eltern. Bens und Hannahs große Liebe zueinander durchdringt das Buch von der ersten bis zur letzten Seite und offenbart eine ganz besonders innige Beziehung. Otto Piontek mutierte im Verlauf der Geschichte zum bösen Antagonisten, Nazi-Schergen wie Hans Frank, „der Schlächter von Polen“, spielen mit ihrer unvorstellbaren Grausamkeit ebenfalls eine Rolle im Buch. Ronald H. Balson bringt jedoch auch Figuren in die Handlung ein, die ihren Idealen und moralischen Überzeugungen treu bleiben und ihr Leben für andere riskieren. Die Handlung in der Gegenwart wird abgesehen von den Protagonisten Ben, Catherine und Liam durch einen undurchsichtigen Privatdetektiv, Anwälte und Richter belebt, Hannah Solomons beste Freundin, die reizende alte Witwe Adele Silver war mir vom ersten Moment an sympathisch. Während Elliot Rosenzweigs Enkeltochter Jennifer nur eine winzige Randfigur dieses Buches darstellt, fällt seiner Ehefrau Elisabeth eine kleine, aber entscheidende Aufgabe zu.

„Hannah und ihre Brüder“ hat meine an sich bereits hohe Erwartungshaltung weit übertroffen und mich mit dieser eindrucksvollen Lektüre zutiefst bewegt. Der Autor erzählt die Geschichte einer Familie aus Polen, die beispielhaft für Millionen andere Mitglieder jüdischer Familien steht. Er konfrontiert den Leser mit einem finsteren Kapitel der deutschen Geschichte und hat mit seinem Roman ein kleines Mahnmal gegen das Vergessen geschaffen.

„Es ist unsere moralische Pflicht, dass wir uns mit dem Holocaust auseinandersetzen und uns das ungeheuerliche Leid vergegenwärtigen, das mit ihm verbunden war. Nur wenn wir das tun, werden wir verhindern wollen, dass es nie wieder geschieht. Wir müssen wie Wachen sein, die bei dem ersten kleinen Anzeichen einer Wiederholung Alarm schlagen. Ebenso dürfen wir den Holocaust denen, die daran beteiligt waren, nicht vergeben, Verbrechen gegen die Menschlichkeit müssen gesühnt werden, ganz gleich, wie lange sie zurückliegen.“

Fünf Bewertungssterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung!

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Leichte Geschichte vor schottischer Kulisse mit ausbaufähigen Charakteren

Hannah und ihre Brüder von Ronald H. Balson

Caroline Dunfords Roman hatte mich zunächst mit seinem lieblich anmutenden Cover und vielversprechenden Klappentext neugierig gemacht, ist letztendlich aber leider weit hinter meinen Erwartungen zurückgeblieben.

Zum Inhalt: Lucy, eine junge Datenanalystin vergöttert ihren Partner Jake nahezu bis zur Selbstaufgabe.

Sie unterstützt ihn bedingungslos, auch beruflich – während er die Lorbeeren einheimst und ihr permanent das Gefühl gibt, dass er allein der große Macher sei und sie in allem seine Unterstützung bräuchte. Als sie aus heiterem Himmel ein marodes Hotel in den Highlands erbt – noch dazu von einem mysteriösen Onkel, dem sie nie begegnet ist und über den ihre Eltern jegliche Auskunft resolut verweigern – ist jeder in ihrem Umfeld überzeugt: Lucy muss die Bruchbude schnellstmöglich loswerden! Zum Glück gibt es einen Kaufinteressenten für das Grundstück, der ein Schlupfloch in der Testamentsklausel gefunden hat, die Lucy für sechs Monate einen Verkauf untersagt. Jener Graham Sutherland bietet ihr eine Summe an, die weit über dem aktuellen Wert des alten viktorianischen Gebäudes liegt. Zudem sieht er unverschämt gut aus. Aber in Lucy regt sich der Widerstand – sie beschließt, dem Hotel wieder zu neuem Glanz zu verhelfen. Leider steht die dortige Dorfgemeinschaft ihr eher skeptisch gegenüber und bald schon wird klar: jemand setzt alles daran, Lucys Pläne zu sabotieren…

Der etwas holprige und vor allem leicht unglaubwürdige Start (Miss Supervorsicht-und-Zurückhaltung schlägt aufgrund einer spontanen Laune alle klugen Ratschläge in den Wind) hat mich etwas ernüchtert, aber ich war dennoch gespannt auf die weitere Entwicklung. Unglücklicherweise ist die Hauptfigur (Lucy) mir bis zum Ende des Werkes nicht sympathischer geworden – sie war in ihrem Wesen dermaßen devot gegenüber Jake und ihrer Umwelt, dass ich sie am liebsten geschüttelt hätte; komplett naiv und duckmäuserisch und zwar in solchem Ausmaß, dass ich mich teilweise zum Weiterlesen quälen musste, da ich äußerst ungerne ein Buch abbreche. Wahrscheinlich sollte Lucy anfangs besonders naiv wirken, um dann einen stärkenden Charakterwandel zu durchleben; in jedem Fall war ihre Figur extrem überzeichnet, was das Lesevergnügen für mich erheblich eingeschränkt hat. (Ich kann nur schwer mit den Charakteren mitfiebern, wenn ich sie nicht mag bzw. ihr Verhalten nicht nachvollziehen kann.) Auch die Nebenfiguren wirkten eher plump ausgearbeitet und ohne viel Tiefgang. Insgesamt blieb für mich alles recht oberflächlich.

Der Roman punktet allerdings mit einer witzigen Wortwahl und einem angenehm lockeren Schreibstil, der den Lesern wenig Konzentration abverlangt – ideal also zur Lektüre zwischendurch. Erzählt wird aus Lucys Perspektive, in der Ich-Form. Die Landschaftsbeschreibungen halten sich im Rahmen, es hätten gerne auch mehr sein können.

Fazit: Kann man mal gelesen haben. Solide 3 Sterne für die Grundidee, das romantische Cover und die humorvollen Elemente.

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Rezensionen von KimVi:

Tolles Insel-Feeling, aber zu viele verschiedene Handlungsstränge

Hochzeit in der kleinen Sommerküche am Meer von Jenny Colgan

Flora MacKenzie ist bereits vor einigen Monaten wieder auf ihre Heimatinsel Mure zurückgekehrt und führt dort ein kleines Café. Die kleinen Köstlichkeiten, die dort angeboten werden, kommen bei Einheimischen und Touristen gut an. Eigentlich könnte Flora zufrieden sein. Doch die Beziehung zu Joel, ihrem früheren Chef, läuft nicht so, wie Flora es gerne hätte.

Joel ist ständig beruflich unterwegs und deshalb hat Flora das Gefühl, dass sie sich voneinander entfernen. Stimmt das oder macht Flora sich einfach zu viele Gedanken?

"Hochzeit in der kleinen Sommerküche am Meer" ist der Folgeband von "Die kleine Sommerküche am Meer". Dieser Band schließt beinahe nahtlos an das Ende des ersten Teils an. Fans der kleinen Sommerküche dürfen sich auf ein Wiedersehen mit den bereits liebgewonnenen Charakteren freuen. Ein sympathisches Vorwort der Autorin sorgt dafür, dass auch Leser, die den ersten Teil nicht kennen, keine Schwierigkeiten haben werden, dem aktuellen Geschehen zu folgen.

Die Handlung wird aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet. Dabei steht nicht nur die Beziehung zwischen Joel und Flora im Mittelpunkt, sondern noch einige andere Themen, die die Bewohner der Insel Mure bewegen. Das sind unter anderem, das Schicksal einer Flüchtlingsfamilie, traumatisierte Kinder, verschiedene Liebesgeschichten, finanzielle Sorgen und eine unheilbare Krankheit. Diese Themen werden authentisch angesprochen und regen beim Lesen zum Nachdenken an. Allerdings wirkt die Vielzahl der Schicksalsschläge, die sich hier häufen, schon ein wenig unglaubwürdig. Weniger wäre hier deutlich mehr gewesen.

Der Schreibstil ist locker und flüssig zu lesen. Es gelingt der Autorin hervorragend, das Leben auf der Insel so perfekt zu beschreiben, dass man beinahe meint, selbst vor Ort zu sein und den Duft der See zu schnuppern. Die Charaktere wirken ebenfalls recht lebendig. Obwohl Flora sehr sympathisch ist und man nachvollziehen kann, warum sie an ihrer Beziehung zu Joel zweifelt, betrachtet man das Ganze allerdings doch eher distanziert.

Ich habe mich beim Lesen dieses Liebesromans recht gut unterhalten. Nicht weniger, aber leider auch nicht mehr! Die Anzahl der Handlungsstränge, und die vielen unterschiedlichen Schicksalsschläge, wirkten auf mich zu konstruiert und dadurch unglaubwürdig. Weniger wäre, für meinen Geschmack, hier deutlich mehr gewesen. Die Geschichte selbst ist interessant und die Probleme der Charaktere regen zum Nachdenken an. Auf meiner persönlichen Bewertungsskala vergebe ich drei von fünf Sternchen und die Empfehlung, sich selbst ein Bild zu machen.

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Rezensionen von Tara:

Wundervolle Tierbilder mit hilfreichen Anregungen zu Gesprächen

Hochzeit in der kleinen Sommerküche am Meer von Jenny Colgan

Der Aufsteller „Wo tanzt der Bär“ von Anja Stroot beinhaltet 25 wundervolle Tierfotos auf deren Rückseite sich umfangreiche Gesprächs- und Aktivierungstipps befinden.

Der Aufsteller hat eine dicke, stabile Ringbindung, die das Umblättern einfach macht. Die einzelnen Fotos sind klar und farbenfroh.

Allein das Anschauen löst unweigerlich Emotionen aus, da man diese entweder aus der Natur, dem Zoo oder als Haustier kennt.

Die Gesprächsideen sind vielfältig und abwechslungsreich. Die Vorschläge wie man zum jeweiligen Thema aktiv werden kann sind alltagsnah, praktibakel und lassen sich ohne große Vorbereitsungszeit umsetzen. Auch mit den zusätzlichen Ideen, was man mitbringen und einfließen lassen kann, lässt es sich hervorragend arbeiten und man kann die wenige Zeit, die einem leider oft nur zur Verfügung steht effektiv und ohne große Planung nutzen.

Durch die verschiedenen Tipps werden die Sinne und Erinnerungen aktiviert und einzelne Übungen und kleine Spielchen schulen das Gedächtnis.

Ich war überrascht wieviel Gesprächsstoff durch ein Bild entstehen kann und wie einfach es darüber sein kann einen Zugang zu einem Menschen zu finden.

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