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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Harakiri:

erschreckend

Dry von Neal Shusterman; Jarrod Shusterman

Was würdest du tun, wenn es auf einmal kein Wasser mehr gibt?
Diese Frage stellt sich Alyssa und ihrem Bruder, die durch verschiedene Umstände in dieser Situation fast allein auf sich gestellt sind. Nachbarsjunge Kelton verspricht hier Hilfe, allerdings müssen die Jugendlichen, denen sich schnell noch ein weiteres Mädchen anschließt, bis an ihre Grenzen gehen, um diese Hilfe zu erreichen.

Eine grausame Vorstellung und ein Buch, bei dem man wirklich selbst einen trockenen Mund bekommt beim Lesen. Denn das Autorenduo Neal und Jarrod Shusterman schaffen ein Szenario, das man sich mehr als gut vorstellen kann und in das man gut eintauchen kann. Allerdings fehlte es dem Ganzen ein wenig an Spannung. Zwar wirkte alles überaus realistisch und authentisch, aber die einzelnen Szenen waren mir zu wenig ausgeschmückt. Hier hätte ich mir teilweise noch mehr gewünscht.
Besonders gut gefielen mir die Szenen im Kaufhaus und im Haus von Kelton. Hier wurde schnell klar, wie schnell sich das Blatt wenden kann und wie schnell sich die Menschen in ihrer Verzweiflung verändern und alles für einen Schluck Wasser tun.
Auch das Ende kam ein wenig zu schnell. Plötzlich ist alles wieder in Ordnung. Doch wie kam es dazu?
Fazit: der Grundgedanke des Buches ist toll umgesetzt, aber ein wenig holpert die Handlung und kratzt nur an der Oberfläche.

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Rezensionen von ikatzhorse2005:

Wege des Schicksals

Dry von Neal Shusterman; Jarrod Shusterman

Des Lebens labyrinthisch irrer Lauf Die Schönaus 1935-1957 der 2. und abschließende Band von Heike Wolf
Eigentlich wollten Lotte, Richard und Co. glücklich und in Freiheit zusammen leben, doch die Geshichte hatte etwas anderes mit ihnen vor. Sie wurden, wie viele Menschen ihrer Zeit, zur Willkür der Macht und deren Systeme, derer sie entsprungen sind.

Nachdem ich die letzen Zeilen von "Bürgerin aller Zeiten" gelesen hatte, überfiel mich die Wehmut und die Sehnsucht nach dem Fortgang der bewegenden Familiengeschichte der Schönaus. Unbedingt wollte ich teilhaben an den Schicksalen jeder einzelnen Figur. Schwere entbehrungs-und verlustreiche Jahre liegen vor den Familienmitgliedern und ihren lieben Freunden. Dorchen, Lotte und Heinrich sind erwachsen geworden und mit ihnen ihre Ansichten vom Leben. In einer Zeit, die vor dem Würgegriff der Nazidiktatur steht, entwickeln sich unterschiedliche Standpunkte innerhalb aller Lieben. Wie jeder von ihnen diese Epoche bis 1957 erlebt, schildert Heike Wolf in stimmungsvollen, facettenreichen, oft traurigen Bildern. Realistisch fängt sie diese Zeiten von Krieg, Frieden, Trennung und Zusammenfinden ein. Dank glänzendem historischen Hintergrundwissen und einer exzellenten Recherche lesen sich die geschichtlichen Gegebenheiten leicht und verständlich. Eingebaut in Dialoge und passende Textpassagen befindet sich das Gelesene im Fluss und vermittelt wichtiges Wissen auf eine angeneme Art. Anhand von Briefwechseln zwischen Front und Heimat erscheint ein umfassendes Bild der damaligen Lage. Dieses Mittel nutzt die Autorin gekonnt und umgeht damit zu eindrückliche brutale Schilderungen. Ein emotionsgeladen behafteter Text ergibt sich aus der Besimmung der unterschiedlich denkenden Charaktere und deren teils schonungslosen Ansichten sowie den geschichtlichen teils grausamen Gegebenheiten. Jeder findet seinen Platz in Heike Wolfs Geschichte. Diejenigen, die nicht ins System passen, der Jude, den es zu verfolgen gilt, Flüchtlinge und Einquartierte mit ihren traumatischen Erlebnissen, Verhaftete, Kriegsgefangene bis hin zu den Nazi-Strafverfolgten, dem aufstrebenden zukünftigen DDR-Beführwortern und Gegnern.
Die fortlaufende Geschichte wird durch kurze Episoden aus dem Jahr 1989 unterbrochen. An einem vielerlei geschichtsträchtigem Datum, dem 9. November 1989, Lottes achzigsten Geburtstag endet der Blick auf eine Familie und ihren aufwühlende Weg durch prüfungsreiche und bewegende Zeiten und deren fatale Folgen.
Fazit: Mit ihren beiden Büchern "Bürgerin aller Zeiten" und "Des Lebens labyrinthisch irrer Lauf" erschließt sich ein eindrückliches Panorama von 1913-1957. Unheimlich emotional und bewegend lesen sich die Zeilen rund um die Figuren der Schönaus aus Leipzig, die so auch aus der eigenen Familie stammen könnten. Fast jeder findet darin eine geflüchtete Tante von einem verlorenem Gut, einen an der Front gefallenen Onkel, einen noch immer vermisster Bruder, einen von den Russen verschleppten Großvater...
Jeder hätte wohl etwas zu erzählen und doch schweigen so viele in Anbetracht der schlimmen Erlebnisse. Darum sind diese beiden Romane aus der Feder von Heike Wolf so wertvoll, weil sie genau das erzählen, was niemals vergessen werden sollte und vergessen werden darf! Neben diesem Fakt beinhalten beide Roman zusammen eine bemerkenswerte Geschichte, die mich aufgewühlt hat und die mir gedankenschwere Lesestunden bereitet hat.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Unterhaltsame und lehrreiche Geschichte zum Thema Umweltschutz

Sandor Der geheime Schwarm von Dorothea Flechsig

Kurz zum Inhalt:
Jendrik hat ein außergewöhnliches Haustier: die sprechende Fledermaus Sandor.
Und Sandor hat festgestellt, dass seine Artgenossen kaum mehr etwas zu fressen finden, denn es gibt fast keine Insekten mehr in der Umgebung!
Da müssen Sandor, Jendrik und seine Schulfreunde natürlich herausfinden, woran das liegt, und was man dagegen unternehmen kann.

Ein blühendes Rapsfeld ohne Insekten und die Scheune des Bauers sollen Aufschluss darüber geben. Was befindet sich darin? Und was hat der Bauer mit dem Verschwinden der Insekten zu tun?


Unsere Meinung:
Meiner Tochter und mir hat die Geschichte sehr gut gefallen. Es war unser erstes Abenteuer von Sandor und wir haben den aufgeweckten Jungen und die sprechende Fledermaus gleich ins Herz geschlossen.
Besonders gut hat mir als Mutter gefallen, dass die Geschichte sowohl gute Unterhaltung, Spannung als auch viel lehrreiches Wissen beinhaltet.
Die Kids lernen auf spielerische Weise viel über Tier- und Artenschutz, und warum Insekten so wichtig sind.
Man fiebert mit den Kindern mit, ob sie das Rätsel lösen können, und wir fanden es sehr mutig, wie die Kinder den Bauern und sein Vorgehen öffentlich anprangerten.
Und natürlich geht alles gut aus, was ja auch sehr wichtig für eine Kindergeschichte ist.

Der Sprecher Nicolas A. Böll hat eine angenehme Erzählstimme und macht es für die Kids möglich, sich leicht in die Geschichte hineinzuversetzen.
Das Cover ist wunderschön farbenfroh und zeigt die Fledermaus Sandor inmitten eines bunten blühenden Blumenfelds mit vielen verschiedenen Insekten.


Fazit:
Unterhaltsame, spannende und lehrreiche Geschichte, die Kinder auf spielerische Weise aufmerksam für Umweltschutz und Tierschutz macht.

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Rezensionen von C. P.:

Brutal, emotional und zur Belohnung eine Riesenüberraschung

Das Erbe der Macht - Band 18: Blutnacht von Andreas Suchanek

Wer Band 18 liest, muss sich auf so einiges gefasst machen. Bran leitet die Blutnacht ein, ein gewaltiger Angriff seiner Anhänger gegen jeden Magier, der nicht auf Brans Seite steht. Egal, ob Licht- oder Schattenmagier, viele lassen hierbei ihr Leben, während den Unsterblichen ein weitaus grausameres Schicksal bevorsteht.

Doch wer sich durch die vielen schockierenden Szenen arbeitet, wird am Ende belohnt: Endlich - endlich! - erfahren wir Brans wirklichen Namen. Und das ist noch nicht alles, auch der damalige Verräter hat nun einen Namen. Und die Wahrheit ist schier unglaublich...
Dies ist eine Folge, die mich emotional sehr mitgenommen hat, da Andreas Suchanek anhand einiger gutgewählter Szenen die grausamen Folgen der Blutnacht sehr gut veranschaulicht. Selbst unsere geliebten Lichtkämpfer haben Opfer in den eigenen Reihen zu beklagen, während nur wenigen die Flucht gelingt. Gleichzeitig finden mehrere Personen unabhängig voneinander die Wahrheit über Bran und seine Vergangenheit heraus, über den damaligen Verräter des Castillo sowie über den einst geschlossenen Pakt, welcher nun Jen und Alex betrifft. Und mit der Auflösung habe ich nicht im entferntesten gerechnet, die haute mich echt vom Hocker, denn Brans Name ist... Lest es selbst! Es lohnt sich! Die ganze emotionale Aufregung wegen der Blutnacht ist den Riesentwist am Ende auf alle Fälle wert!

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Rezensionen von Gluecksklee:

Kommt nicht an "Still Missing" heran

Ich beobachte dich von Stevens Chevy

Die Autorin Chevy Stevens steht seit ihrem grandiosen Thriller "Still Missing" auf der Liste meiner Lieblingsautorinnen. Allerdings kann ich nach der Lektüre von "Ich beobachte dich" leider nur sagen, dass dieses Werk mir nicht annähernd so gut gefallen hat wie "Still Missing".

Eventuell liegt das an den Protagonisten, mit denen ich nicht wirklich warm geworden bin. Da ist zum einen Lindsey, die Frau, die stark genug war, vor ihren gewalttätigen Ehemann zu fliehen und ihre Tochter mitzunehmen. Ich kann zwar auf einer gewissen Ebene nachvollziehen, dass sie sich nach wie vor vor Andrew fürchtet, aber die sich immer wiederholenden Anschuldigungen und Ängste, die sie auch in diversen Gesprächen mit anderen Charakteren äußert, wirken nach einiger Zeit leider ermüdend und sorgen für Längen in der Geschichte. Zum hundertsten Mal zu hören, was Andrew doch für ein Monster ist, sorgte bei mir nicht für die Unterstreichung von Lindseys Angst, sondern ging mir ab einem gewissen Punkt eher auf die Nerven. Die Beziehung zwischen Lindsey und Greg kam mir auch extrem konstruiert vor, genau wie die dann irgendwie vorhersehbare Trennung...

Und dann ist da Sophie, die sich wieder und wieder den Wünschen ihrer Mutter widersetzt, Informationen über ihren Aufenthaltsort und das Leben mit ihrer Mutter mit anderen Menschen teilt, obwohl sie doch ab einem bestimmten Punkt innerhalb des Buches auch schreckliche Angst vor ihrem Vater hat. Ja, ich weiß, sie ist ein Teenager, aber trotzdem...

Die Geschichte klang anhand des Klappentextes für mich spannender, als es die Lektüre dann letztlich war. Daher kann ich leider auch nur drei von fünf Sternen vergeben.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Charleys Tante in der Wehrmacht?

Soldier Studies von Martin Dammann

Autor Martin Dammann beschäftigt sich in diesem Buch mit Soldaten (der Wehrmacht) in Frauenkleidern. Er ist, wie er im Vorwort anmerkt, über dieses Thema buchstäblich gestolpert. Dutzende Fotos hat er in seinem Buch abgebildet.

Wie kommt es, dass sich Soldaten als Frauen verkleiden? Die Antworten sind vielfältig.

Zum einen, treten die Männer in Theaterstücken zur Zerstreuung der Truppen auf, in den sie selbst die Frauenrollen übernehmen. Das ist prinzipiell nichts Neues, wurden doch schon im antiken Griechenland Frauenrollen ausschließlich von Männern verkörpert. Andererseits probieren Soldaten erbeutete Kleidungsstücke wie Unterkleider oder Strumpfhalter und posieren vor der Kamera.

Die Gründe hierfür sind nicht immer nachvollziehbar. Einfach Jux und Tollerei? Oder schlicht die Sehnsucht nach Weiblichkeit, in dem man den Duft der Kleidungsstücke einsog? Es ist ja bekannt, dass olfaktorische Reize Erinnerungen auslösen (können).
Ein Foto erinnert an Lale Andersons Lied "Lili Marleen".


Das Thema Transgender ist in der Nazi-Zeit weder im Zivil- noch im Soldatenleben öffentlich präsent, weil die Menschen ja ziemlich sicher im KZ enden würden.
Auch Homosexualität ist verboten, dennoch scheint es auf einigen Fotos nicht unmöglich zu sein, dass Soldaten bei homoerotischen Handlungen „ertappt“ wurden.

Der Autor zeigt auch einige wenige Fotos von amerikanischen Soldaten in Frauenkleidern.

Aufgefallen ist mir, dass auf einigen Fotos die Soldaten zwar weibliche (Ver)Kleidung, aber dazu ihre Stiefel tragen. Auf anderen Bildern tragen sie jedoch durchaus weibliche Schuhe - sind die aus dem Theaterfundus der Truppenbetreuung? Denn (echte) Damenschuhe jenseits der Größe 40 sind in jener Zeit auch abseits des Krieges im freien Handel eher selten zu erhalten.

Zu diesem interessanten Thema hätte mir eine wissenschaftliche Begleitung des Buches gewünscht. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Hat mich leider nicht vollends überzeugt

Die Zarin und der Philosoph von Sahler

Dieser historische Roman ist der zweite Teil einer Trilogie rund um das Zarenreich. Hat sich Teil eins (Die Stadt des Zaren) mit Zar Peter, dem Großen, beschäftigt, ist nun Katharina die Große, Mittelpunkt des Romans. Allerdings deckt die Erzählung nur den Zeitraum bis 1775 ab.

Die Autorin versucht die Zarin als aufgeklärte Monarchin darzustellen, in dem sie z.

B. Sonja, ein Findelkind bei sich aufnehmen lässt. Das Mädchen, das überdurchschnittlich intelligent ist, wird im gesamten Verlauf des Romans eine wichtige Rolle spielen, wenn auch nicht immer eine schlüssige.

Mehrere historische Personen kreuzen unseren und Katharinas Weg. So treffen wir Denis Diderot, den französischen Philosophen, korrespondieren mittels der fiktiven Figur Stephan Mervier mit dem echten Friedrich II., und lernen mehrere Liebhaber der Zarin kennen. Neben den Brüdern Grigori und Alexei Orlow erfreut sich Grigori Potemkin der Leidenschaft der Zarin.

Die historischen Personen stellen allerdings nur ein grobes Gerüst für die Geschichte dar. Im Zentrum stehen der deutsche Philosoph und Dichter Stephan Mervier und seine Frau, die Malerin Johanna. Stephan ist allerdings vom preußischen König angehalten, die Zarin auszuspionieren. Er wird relativ bald enttarnt, was aber (für mich unverständlich) ohne Konsequenzen bleibt.

Hier bin ich nun auch schon bei meinen Kritikpunkten:
Die Autorin geht mit historischen Tatsachen recht großzügig um. Manchmal schleichen sich auch garstige Fehler ein, die nicht notwendig und leicht vermeidbar wären. So wird gleich auf S. 35 der Sohn Maria Theresias (Joseph II) als deren Ehemann bezeichnet (richtig ist Franz Stephan von Lothringen).
Die Figur der Zarin erscheint ambivalent. Einerseits will sie eine aufgeklärte Reformerin sein, hängt aber andererseits am althergebrachten.
Der Titel suggeriert ein Zwiegespräch Katharinas mit einem Philosophen. Allerdings kommen gleich zwei vor, eben der fiktive Mervier und der historische Diderot, philosophische Dispute hingegen kaum.
Die Autorin verzettelt sich in vielen kleinen Begebenheiten und streift historisch Wichtiges manchmal nur nebenbei. So wird der Figur des „Boris“ zu Beginn für meinen Geschmack zu viel Platz eingeräumt. Die elegisch erzählten Probleme mit seiner Familie hätten durchaus gestrafft werden können. Die homoerotische Annäherung des Verlegers Lorenz an Boris füllt einige Zeilen, zeigt die Abhängigkeit in die sich Boris begibt, hat aber wenig mit Katharina zu tun. Boris‘ Rolle im „Zirkel“ hätte dafür ein wenig tiefer gestaltet werden können. Die sich später entwickelnde Liebschaft mit Johanna, ist für die Handlung nicht unbedingt relevant.

Die Pestrevolte von 1771 in Moskau wird nur mit wenigen Worten gestreift. Ein wichtiges Detail, nämlich dass eine große Gruppe der Bevölkerung glaubt, Katharinas ermordeter Ehemann sei noch am Leben, wird im Zusammenhang mit dem „Pugatschow-Aufstand“ nur am Rande erwähnt.
Historisch nicht belegbar ist, dass Frauen an der (nicht näher bezeichneten) Akademie lehren (Johanna) und lernen (Sonja) durften. Frauen war der Zugang zu akademischer Bildung in ganz Europa bis zum beginn des 20. Jahrhunderts (mit Ausnahme der Schweiz) verboten.

Natürlich kann die Autorin es nicht allen Lesern recht machen. So bin ich eben ein wenig zwiegespalten.
Der Schreibstil ist farbenprächtig und opulent. Das St. Peterburg der 18. Jahrhunderts lässt sich gut vorstellen. Das Cover ist passend gewählt und die Leser können die Pracht der Stadt erahnen.

Fazit:

Für Leser, denen es weniger um die historische Genauigkeit, denn um farbenprächtige Geschichten vergangenen Zeiten geht, können durchaus Gefallen an diesem Roman finden. Ich kann hier nur 3 Sterne vergeben, weil mich dieses Buch nicht überzeugt hat.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Ein interessantes BUch über die Verwendung von Wasserstoff

Das Supermolekül von Timm Koch

Klappentext:
„Man kann Brennstoffzellen für Autos mit ihm antreiben oder Minikraftwerke, die Wohnhäuser gleichzeitig mit Wärme und Strom versorgen. Bereits heute werden mit ihm Ariane-Raketen ins Weltall geschossen und in Zukunft könnte er in Düsenflugzeugen das Kerosin
ersetzen. Seine günstigen Eigenschaften als Speichermedium prädestinieren den Wasserstoff zum klimaneutralen Energieträger der Zukunft.

Doch statt diese Technologie mit Hochdruck voranzutreiben, werden weiterhin Pipelines für Öl und Gas gelegt und durch
giftiges Fracking noch das letzte Quäntchen Öl und Gas aus dem Bauch der Erde gepresst. Timm Kochs Analyse der Wasserstofftechnologie erklärt anschaulich den neuesten Stand der Technik und liefert überzeugende Argumente, wie Wasserstoff zum Zukunftsretter werden kann.“

Klingt doch einleuchtend, oder? Warum halten die Konzerne dann an fossilen Brennstoffen fest?

Autor Timm Koch erklärt informativ, optimistisch, unterhaltsam und spannend, warum er Wasserstoff als Energieträger der Zukunft hält. Gut gefällt mir, dass er die chemischen Zusammenhänge für Leser, die in der Schule in Chemie nicht ganz aufgepasst haben, einfach erklärt.

Er stellt die großen (Öl)Konzerne und Regierungen an den Pranger, weil sie sich den neuen Erkenntnissen verschließen und lieber an fossiler Energie festhalten, die der Umwelt beträchtlichen Schaden zufügt. Allerdings nur die Öl-Multis zu verteufeln ist zu wenig. Jede/Jeder hätte es in der Hand, seinen Beitrag, die Macht der Ölkonzerne zu brechen, und sei es nur ein winziger.

Das ist für mich persönlich ein kleiner Wermutstropfen, weil manche Argumente ein wenig sektiererisch anmuten. Das bitte nicht falsch zu verstehen, die sachlichen Argumente gegen fossile Brennstoffe bzw. Atomkraft und für erneuerbare wie Wasserkraft, Windkraft und eben Brennstoffzellen unterschreibe ich sofort. Allein die Wortwahl und Umsetzungsvorschläge sind mir ein wenig zu (wie soll ich es jetzt richtig formulieren) - marxistisch. Aber, das Buch ist ja im Westend-Verlag erschienen, der sich solcher Themen gerne und dankenswert annimmt.

Die eine oder andere, zur Illustration genannte Zahl, erscheint bei genauerem Hinsehen und/oder in anderem Kontext in einem anderen Licht.

Fazit:

Ein durchaus interessantes Buch, das Zusammenhänge erklärt und Möglichkeiten aufzeigt. Gerne gebe ich hier 4 Sterne.

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Rezensionen von C. P.:

Von Krummschwanzfinsterlingen und Schattenhamstern

Sieben Arten Dunkelheit von von Aster Christian

Alle haben sie ihn dafür ausgelacht, dass David mit 15 noch immer Angst vor der Dunkelheit hat. Doch die neue Mitschülerin Ayumi zeigt ihm, dass er richtig lag: Es gibt sie tatsächlich, die Wesen der Dunkelheit. Doch sind längst nicht alle davon böse. Und während ihr Großvater David in die Geheimnisse der Finsterwesen einweiht, versucht ein mächtiger Gegner, die Dunkelheit zu verändern und die Welt in ewige Finsternis zu wandeln.

"Sieben Arten Dunkelheit" ist ein wunderbarer Roman über Zwielicht, Finsternis und völlige Schwärze, über Krummschwanzfinsterlinge, Schattenbolge und Zwielichtwichtel sowie jede Menge weiterer fantastischer Ideen aus der Feder von Christian von Aster. Neben seinen faszinierenden Wortkreationen sowie den erdachten sieben Arten der Finsternis mit ihren jeweiligen Eigenarten und Bewohnern besitzt die Erzählung zudem einen erfrischenden Humor, der hier und da gekonnt platziert wurde. Spannend bringt der Autor Licht ins Dunkel, zeigt dem Leser die Finsterwesen, welche nur von den drei Nachtzähmer-Meistern sowie ihren Schülern gesehen werden können und stattet dabei nicht nur die Schüler, sondern auch den Leser mit dem schützenden Vielnachtamulett aus, damit das nächtliche Weiterlesen unter der Bettdecke nicht zur Gefahr wird. Denn die Geschichte ist so spannend geschrieben, dass man sie selbst als Erwachsener am liebsten nicht mehr aus der Hand legen möchte. Vor allem, als plötzlich ein mächtiger Gegner auf den Plan tritt und seine Figuren geschickt auf dem Spielfeld der Dunkelheit platziert. Ist ja wohl klar, dass nicht nur David etwas dagegen unternehmen muss, oder?
Mir hat das Buch sehr gut gefallen, die vielen Wortkreationen sowie düsterdunklen Einfälle machten die Geschichte für mich zu einem wahren Lese-Erlebnis. Die Spannung, wer der Böse ist und wie man ihn besiegen könnte, hielt bis zum Schluss an und für die weggenaschten Süßigkeiten kann ich ab jetzt einen Schattenhamster verantwortlich machen.

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Rezensionen von Vicky:

Der Mond und die Sterne

Suddenly Forbidden von Ella Fields

'Suddenly Forbidden' ist ein Liebesroman der Autorin Ella Fields und stellt den ersten Band der ‘Gray Springs University‘ Reihe dar.

Ich finde das Cover ist toll gelungen, es ist sehr ansprechend gestaltet und ein ähnliches Design zieht sich scheinbar durch die gesamte Reihe. Das ist gut, denn so ist der Wiedererkennungsfaktor definitiv gegeben!

Unter 'Das Buch' kann man sich bereits einen kurzen Vorgeschmack auf die Geschichte rund um Daisy und Quinn holen.

Der Roman umfasst insgesamt neununddreißig Kapitel sowie einen Epilog. Die Kapitel sind mit Namen und Zeitangaben versehen wodurch man sich einfach zu recht findet und sich immer gut auskennt. Anfangs springen die Kapitel zwischen Vergangenheit und Gegenwart hin und her, später hört dieser Wechsel auf und man verbleibt im Jetzt.

Ich habe die beiden Hauptfiguren Daisy und Quinn sehr schnell ins Herz geschlossen. Ihr erstes ‘Wiedersehen‘ an der Gray Springs University ist ein Traum – denn danach wird es so richtig interessant. Das muss man unbedingt selbst lesen! Die Autorin konnte mich auch mit anderen Personen für sich einnehmen, besonders Daisys Mitbewohnerin fand ich sehr toll! Ich hoffe wir sehen sie noch in einem eigenen Buch.

Der Epilog 10 Jahre später als Abschluss war mir ehrlich gesagt irgendwie zu weit weg. Ich fand ihn zwar gut und passend für einen Einzelroman. Aber für eine Reihe war es mir persönlich zu weit in der Zukunft da ich befürchte dass dadurch zu viel, was wir vielleicht noch in anderen Bändern erfahren hätten können, hier bereits vorweggenommen wurde. Deshalb ziehe ich auch einen Stern ab, denn in meinen Augen war es für eine Reihe leider unpassend.

Fazit: Definitiv lesenswert. Ich werde auf jeden Fall nach weiteren Büchern der Autorin sowie der ‘Gray Springs University‘ Reihe Ausschau halten.

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