Kunden em pfehlungen
Rezensionen von yellowdog:
Kampf um Louna
Das Autorenteam Sabrina Bombarde sind die Eltern von Louna, einem Mädchen das wenige Monate nach Geburt ins Krankenhaus wegen einer seltenen Erbkrankheit ins Krankenhaus musste. Die Behörden werteten das fälschlicherweise als Folgen einer Misshandlung. Den Eltern wurde das Baby ungerechtfertigt weggenommen, kam in Pflege und es dauerte eine jahrelange Rechtsstreit bis die Unschuld bewiesen war und die Familie wieder zusammengeführt wurde.
Klar wird, wenn man sich nicht sofort gegen übermächtige Instanzen wehrt, ist es vielleicht schnell zu spät.
Es ist ein sehr klagender Text, zwar verständlich, aber manchmal wundert an sich, das wirklich alle gegen das Paar gewesen sein sollten, Ärzte, Pflegepersonal, Polizei, Richter etc.
Eigentlich muss man auch Verständnis dafür haben, dass sich Behörden kümmern.
Aber vermutlich ist es wirklich so, dass eins das andere nach sich zieht und es Yoan Bombardie und Sabrina Dietsch so vorkam, als würde sich alles gegen sie verschwören. Es war eine große Ungerechtigkeit.
Zum Glück sind sie jetzt wieder zusammen und ich hoffe, es geht ihnen gut.
Rezensionen von jiskett:
Guter Abschluss der Reihe
Dream Maker - Liebe von Audrey Carlan
"Liebe" ist ein sehr gelungener Abschluss der "Dream Maker"-Reihe. Ich fand es zwar schade, dass mehr oder weniger offen blieb, was noch alles mit Parkers und Skylers Freunden passiert ist, weil das Buch sich so irgendwie unfertig anfühlt, doch die Autorin macht am Ende dieses Sammelbandes darauf aufmerksam, dass sie die Geschichten der Nebencharaktere irgendwann noch erzählen möchte, der Fokus hier aber auf Parker und Skyler lag.
Da die Handlungsstränge von Royce, Bo und Wendy gerade in "Los Angeles" eine größere Rolle spielten und die Figuren mir ans Herz gewachsen sind, hoffe ich, dass Carlan wirklich noch mehr über sie schreiben wird - ich würde gerne erfahren, wie es weiter ging.
Die Liebesgeschichte von Parker und Skyler wurde gut beendet. In allen drei Erzählungen konnte man sehen, wie gut sie zusammen passen, dass sie füreinander da sind und sich in schweren Zeiten Halt geben. Sie mussten hier wirklich einiges durchstehen und es war schön, dass sie zusammen trotz allem glücklich waren. Ein paar der Szenen waren zwar ein bisschen kitschig, aber in Anbetracht dessen, was die beiden zuvor erlitten hatten, hat mich das überhaupt nicht gestört und ich fand das Ende des Buches wirklich schön; es war ein guter Ausgleich zu all den Ärgernissen und furchtbaren Erlebnissen, die ihr Leben zuvor zu dominieren schienen.
Schon im vorherigen Band mussten die Charaktere sich schwierigen, potentiell gefährlichen Situationen stellen und in "Liebe" hat die Lage sich noch einmal zugespitzt. Zwar wurde für mich schnell ersichtlich, wer hinter all dem stecken könnte, doch die Reaktion der Protagonisten war für mich trotzdem glaubwürdig und ich mochte, dass die Autorin realistisch mit den widerstreitenden Emotionen der Figuren umgegangen ist. Zudem gab es in diesem Zusammenhang ein paar sehr spannende Szenen und ich wollte mir gar nicht ausmalen, was noch alles hätte passieren können. Die angespannte Stimmung und die Ängste der Beteiligten wirkten beinahe greifbar und die Balance von Sorge und schönen, entspannten Momenten oder auch der Arbeit an den Aufträgen ist Carlan gut gelungen, selbst wenn ich einen etwas größeren Fokus auf der Arbeit von 'International Guy' begrüßt hätte; letztlich ging es aber um die Beziehungen der Protagonisten untereinander und ihre Erlebnisse, was mich überhaupt nicht gestört hat.
Im Gegensatz dazu hatte ich zunächst ein paar Probleme mit der Entwicklung eines Charakters, die für mich aus dem Nichts zu kommen schien, doch rückblickend ergab die Darstellung Sinn und ich frage mich nun, ob es bereits in vorherigen Geschichten Andeutungen gab, die ich einfach überlesen oder als unwichtig abgetan habe. Es könnte interessant sein, die Reihe mit diesem neuen Wissen erneut zu lesen. Davon abgesehen hat mir auch gefallen, dass viele bereits bekannte Personen in diesen drei Erzählungen erneut aufgetreten sind und wie sie alle auf ihre Art die Erzählung bereichert haben.
Alles in allem würde ich "Liebe" mit 3,5 Sternen bewerten. Die drei Geschichten haben mich gut unterhalten, die einzelnen Handlungsstränge wurden angemessen beendet und es gab sowohl überraschende Wendungen, dramatische Entwicklungen als auch wirklich schöne Momente, sodass ich das Buch - ebenso wie die ganze Reihe - gerne gelesen habe.
Rezensionen von LEXI:
Wer waren die Toten von Altbruck?
Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2) von Inge Löhnig
Auf einem Kiesablageplatz in Altbruck werden Skelettteile zweier Personen gefunden, die vor siebzig bis achtzig Jahren ermordet wurden. Kriminalhauptkommissarin Gina Angelucci von der Münchner Mordkommission arbeitet mit ihren beiden Kollegen Thomas Wilzoch und Holger Morell in der Abteilung für ungeklärte Altfälle, sie soll diesen alten Mordfall neu aufrollen.
Die Ermittlungen gestalten sich angesichts der langen Zeitspanne, die seit den Morden verstrichen ist, als schwierig. Doch Ginas Leidenschaft für ungelöste Fälle und ihr Hang zu unkonventionellen Alleingängen veranlassen sie dazu, sich über sämtliche Hindernisse hinwegzusetzen. Gina möchte mit allen Mitteln die Identität der Opfer, ihre Geschichte, das Mordmotiv, und die Person des Täters ausforschen. Oberstaatsanwalt Jochen Poschmann fühlt sich durch Politik und Presse unter Druck gesetzt und verlangt von der Kommissarin und ihren Kollegen innerhalb kürzester Zeit Ergebnisse. Doch der Mord geschah in den Wirren des Krieges, Familienangehörige und Zeitzeugen sind vermisst, verschollen oder bereits verstorben, die Spur ist längst kalt. „Die Zeit arbeitete gegen die Wahrheit und für das Vergessen“ – mit dieser Aussage möchte Gina Angelucci sich jedoch nicht abfinden, und letztendlich wird ihre Hartnäckigkeit von Erfolg gekrönt.
Mit der vorliegenden Neuerscheinung „Unbarmherzig“ hielt ich das erste Buch von Inge Löhnig in meinen Händen. Obgleich es sich hierbei um den zweiten Fall der Reihe um die Kriminalkommissarin Gina Angelucci handelt, fand ich mich mühelos in der Geschichte zurecht. Die Autorin besitzt einen sehr flüssigen und einnehmenden Schreibstil, sie versteht es geschickt, den Leser ans Buch zu fesseln. Der brutale Mord und die interessante Ermittlungsarbeit der Kriminalbeamten bringen Spannung ins Buch, die Neugier auf die Identität des Täters wird geweckt. Rückblenden in die Vergangenheit erzählen von einer Munitionsfabrik der Nazis, in der zweitausend Kriegsgefangene, Sträflinge und Zwangsarbeiter tätig waren. Detaillierte Orts- und Zeitangaben ermöglichen eine gute Orientierung im steten Wechsel zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Der Fokus ist auf die Protagonistin Gina Angelucci, ihre Kollegen, und ihre Familie gerichtet. Im Erzählstrang, der sich mit der Vergangenheit befasst, spielt eine junge Zwangsarbeiterin aus Riga namens Kairi Naujokate die Hauptrolle. Ihre Verschleppung, die beschwerliche Reise zur Heeresmunitionsanstalt und ihr hartes, entbehrungsreiches Leben in Altbruck werden dem Leser überzeugend nahegebracht. Inge Löhnig stellt ihren Protagonisten zahlreiche Nebenfiguren zur Seite und streut darüber hinaus einige Verdachtsmomente. Auch dem Privatleben von Gina Angelucci wird große Aufmerksamkeit zuteil, der Kommissarin und ihrer Familie droht Gefahr aus völlig unerwarteter Richtung. Ich empfand sowohl die Charakterzeichnung der handelnden Personen, als auch die Darstellung ihrer Konflikte als äußerst gelungen.
FAZIT: „Unbarmherzig“ war mein erstes, aber mit Sicherheit nicht das letzte Buch dieser Autorin. Der vorliegende Krimi hat mir sehr gut gefallen. Inge Löhnig bereitete mir mit ihrem Schreibstil, der spannenden Handlung und überzeugenden Charakteren großes Lesevergnügen und ich freue mich bereits auf weitere Bände dieser Reihe.
Rezensionen von LEXI:
Nichts war mehr wie früher, und alles war die Schuld dieser Frau!
Unbarmherzig (Ein Gina-Angelucci-Krimi 2) von Inge Löhnig
Barbara, die älteste Tochter des reichen Papiermüllers aus Wissfeld an der Brieg ist zutiefst empört. Nachdem Hans Georg Körners Ehefrau Lindel Weinachten 1697 starb, entschloss sich der frisch gebackene Witwer bereits kurze Zeit später, eine neue Ehe einzugehen. Hermine Bertel ist eine Schönheit mit tiefgrünen Augen und einer blonden Lockenpracht, ihre Anmut, ihre graziösen Bewegungen und ihr Liebreiz entflammten Barbaras Vater auf den allerersten Blick.
Diese Heirat mit einer jungen Frau, die kaum älter war als sie selbst, entzweite Vater und Tochter. Es kommt vermehrt zu Konfrontationen, und als Barbara eine arrangierte Ehe mit dem Sohn eines Kölner Verlagsinhabers boykottiert, eskaliert die Situation. Hans Georg greift zu einer drastischen Maßnahme, die für alle Beteiligten tragische Folgen hat.
Christina Auerswald hat mich mit dieser Geschichte um die junge Papiermüllerstochter Barbara vom ersten Moment an voll und ganz in ihren Bann gezogen. In einem unvergleichlich schönen Schreibstil und einer gewählten Sprache, die zu lesen einen wahren Genuss darstellt, zeichnet sie ein Bild der Familie Körner und ihres Umfelds. Man lernt Hans Georg, seine Ehefrau Lindel und ihre fünf Kinder kennen, doch die hochschwangere Lindel und ihr sechstes Kind sterben bei der Geburt. In einfühlsamen Worten erzählt die Autorin von der unsäglichen Trauer der ältesten Tochter Barbara sowie ihrem Stolz und Trotz, die letztendlich deren weiteres Schicksal beeinflussen. Christina Auerswalds erstklassige Charakterzeichnung ihrer handelnden Figuren hat mich tief beeindruckt. Sie verleiht sowohl Protagonisten, als auch Nebenfiguren eine unglaubliche Tiefe, ihre Darstellung fiel facettenreich und in hohem Maße authentisch aus. Man kann nicht umhin, sich in diesem Buch zu verlieren, die Figuren der Handlung auf ihrem Weg zu begleiten, mit ihnen zu hoffen und zu bangen. Eine tiefe Fülle von Emotionen begleitete mich als Leser dieses Buches, und ich bedauerte es zutiefst, mich nach der letzten Seite wieder von ihnen verabschieden zu müssen. Die Autorin liefert keine Schwarz-Weiß-Zeichnung, sie erzeugt vielmehr Verständnis für das Denken und Handeln der verschiedenen Personen. So fühlt man mit der Protagonistin Barbara, nachdem ihre Mutter starb und sie innerhalb kürzester Zeit mit ihrer neuen Stiefmutter konfrontiert wurde. Doch nach und nach treten die guten Charaktereigenschaften dieser jungen, bildschönen Frau aus vornehmer Familie zutage, und ich konnte mich einer emotionalen Einbeziehung nicht mehr widersetzen. Obgleich Hans Georg Körner durch seinen Mangel an Takt und Feingefühl großen Schaden anrichtet, vermittelt die Autorin auch dessen guten Eigenschaften und ein Verständnis für die im Grunde wohlmeinenden Motive seines Handelns. Als männlicher Protagonist fungiert Valentin Martin Körner, im Buch stets „Velten“ genannt. Als Lumpensammler zählt er zu den Ärmsten der Armen in Wissfeld. Ein dunkler Fleck in der Vergangenheit belastet den fleißigen und wortkargen jungen Mann, doch er trägt sein hartes Schicksal ohne zu Klagen. Nachdem Hans Georg Körner ihm ein unwiderstehliches Angebot unterbreitet, scheint aus Veltens größter Traum von einem Leben in der Neuen Welt ein erreichbares Ziel zu werden. Durch Ruprecht Wildkatz, den talentierten Verlegersohn mit dem unattraktiven Äußeren, Veltens unglücklichen Vater Martin Körner und den freundlichen Pfarrer Gunter Hammer wird die Handlung in Form interessanter Nebenfiguren bereichert. Mein unangefochtener Favorit war und ist jedoch Albrecht Langen. Als uneheliches Kind einer jungen Frau, die knapp vor der Geburt schwerste Misshandlungen erleiden musste, kam Albrecht stark verunstaltet zur Welt. Der wortkarge und verwachsene Mann mit dem verschobenen Gesicht, der sich nur mittels Grunzlaute zu verständigen vermag, wird geschmäht, verspottet und gemieden. Einzig Barbara sieht in ihm einen in seinem missgestalteten Körper gefangenen mitfühlenden und warmherzigen Menschen. Albrecht ist Barbaras liebevoller und einziger Freund, den sie wie einen großen Bruder liebt und der ihr durch seine stummen freundschaftlichen Umarmungen Trost schenkt. Albrechts Intelligenz äußerst sich in seiner hervorragenden Arbeit in der Papiermühle und seiner Kunstfertigkeit im Lesen und Schreiben, die besonders Pfarrer Hammes bei den Eintragungen in seinen Büchern zugutekommt. Als böser Antagonist dieses Buches fungiert Hans Georgs streitsüchtiger Bruder Heinrich, der nach einer über zwanzig Jahre währenden Fehde wieder in die Familie aufgenommen wird.
Fazit: „Die Ehe der Barbara Körner“ stellte für mich ein außergewöhnlich schönes Leseerlebnis dar. Dieser Roman hat meinem Lesegeschmack in jeglicher Hinsicht entsprochen und alle meine Erwartungen weit übertroffen. Ich empfand sowohl die wunderschöne Sprache, als auch die interessante Handlung und das spannungsgeladene Finale, mit dem ich im Grunde nicht gerechnet hatte, als reinen Lesegenuss. Durch die hervorragende Charakterzeichnung der handelnden Figuren vervollständigte sich mein grandioser Leseeindruck und ich darf ruhigen Gewissens behaupten, dass „Die Ehe der Barbara Körner“ ein herausragendes Lese-Highlight für mich darstellt. Ich kann es kaum erwarten mich in den Nachfolgeband zu vertiefen und die Geschicke der Barbara Körner weiter zu verfolgen.
Fünf Bewertungssterne und eine uneingeschränkte Leseempfehlung für dieses fantastische Buch!
Rezensionen von Harakiri:
zu kurz
Die Nickel Boys von Colson Whitehead
Florida in den 1960er Jahren: Elwood ist schwarz, will aber etwas aus seinem Leben machen. Als er es aufs College schafft, geht ein Traum in Erfüllung. Leider gerät er unschuldig in Schwierigkeiten und wird in eine Besserungsanstalt für Jungen gebracht. Dort bemüht er sich, auf gute Führung früher entlassen zu werden, doch das Schicksal – oder die Willkür – machen ihm einen Strich durch die Rechnung.
Whithehead wagt sich wieder an das heiße Thema Rassismus. Das Buch ist fiktiv, stützt sich aber auf reale Ereignisse. Die „Weiße-Haus-Jungs“ gab es tatsächlich und das ist wirklich erschreckend zu erfahren. Was die Jungs - Weiße, wie Schwarze – hier durchmachen mussten, macht Gänsehaut. Der Autor schreibt anschaulich und gut recherchiert. Die Hauptpersonen wecken Sympathie und man bangt mit ihnen mit. Mir hätte die Handlung dennoch noch etwas anschaulicher geraten können.
Am Ende wartet der Autor noch mit einer Überraschung auf, mit der ich niemals gerechnet hätte.
Rezensionen von manu63:
Das Rote Kreuz entsteht
Die Nickel Boys von Colson Whitehead
Die Mohnfelder von Solferino aus der Feder der Autorin Diana Menschig beschäftigt sich in kleinen Teilen mit dem Thema wie das Rote Kreuz entstanden ist. Eingebettet in die Liebesgeschichte zwischen Gio und Magdalena kann der Leser verfolgen aufgrund welcher Eindrücke Henry Dunat auf den Gedanken gekommen ist das Rote Kreuz zu gründen.
Wobei die Erzählung rund um Gio und Magdalena einen großen Teil der Geschichte ausmacht und erst im letzten Drittel des Romans geht es mehr um die Gründung der Hilfsorganisation.
Die Liebesgeschichte zwischen Gio und Magdalena finde ich etwas stark konstruiert und mit den Charakteren werde ich nicht so richtig warm. Gerade die vielen unausgesprochenen Dinge und die daraus resultierenden Zweifel und Missverständnisse zwischen den beiden finde ich im Laufe der Geschichte recht mühselig zu lesen. Die politischen Streitereien zwischen Magdalena und Gio tun das weitere dazu, das ich die Geschichte langatmig und wenig spannend fand. Aufgrund des Klappentextes hatte ich mir mehr zu Dunant und die Geschichte des Roten Kreuzes erhofft, doch das bleibt in diesem Roman eher Nebensache. Insgesamt eine Geschichte die ganz nett zu lesen ist aber die für mich Längen und Wiederholungen enthielt, welche der Geschichte die Dynamik genommen hat.
Rezensionen von Gaby 2707:
Für mich ganz anders als erwartet
Szenen aus dem Herzen von Thunberg Greta; Thunberg Svante; Ernman Malena; Ernman Beata
Greta Thunberg und ihre zwei Jahre jüngere Schwester Beata leben mit ihren Eltern, der Opernsängerin Malena Ernman und dem Schauspieler Svante Thunberg in Schweden. Berufsbedingt waren beide häufig unterwegs, was dadurch erschwert wurde, dass Greta Asperger-Syndrom hat und ihre Schwester unter ADHS leidet.
Wer in diesem Buch die vielfältigen Themen des Klimawandels erwartet, so wie ich, wird enttäuscht werden. Dieses Buch ist eine Biografie von Malena Ernman. Obwohl das Cover suggeriert, dass es hier um die Klimaaktivistin Greta und ihren Werdegang geht, um das, was Greta angeschoben oder noch vor hat. Da war ich schon etwas enttäuscht.
So aber bekomme ich detaillierte Einblicke in das Leben der Familie Thunberg - Ernman. Kenne nun den Werdegang von Gretas Mutter und ihrem Vater, von denen ich bisher nichts wusste. Lese, wie sie mit den „Krankheiten“ ihrer Kinder im Alltag umgehen, den Hürden, die sie umschiffen müssen, den Unwissenheit und Ignoranz von Ärzten und dem Mobbing, dem die beiden Mädchen ausgesetzt sind. Schon alles sehr ausführlich und interessant. Allerdings klingt es an vielen Stellen für mich so, als würde sich Frau Ernman selbst auf die Schulter klopfen und loben.
Ein Schulfilm über die Verschmutzung der Meere gibt den Anstoß, dass Greta beginnt, sich mit dem Thema Umwelt und Klima zu beschäftigen. Zum Thema Klimawandel gibt es die verschiedensten Kapitel, die aber alle nur recht kurz angerissen werden. Wahrscheinlich um Denkanstöße zu geben und selbst aktiv zu werden.
Ein sehr persönliches Buch, das mir einen interessanten Einblick in das Leben der Familie Thunberg-Ernman gegeben und das mich nachdenklich gemacht hat.
Sehr gespannt bin ich jetzt auf das Buch, in dem es wirklich nur um Greta und ihre Reden geht.
Rezensionen von Streiflicht:
Uraltes Wissen
Unsere grüne Kraft von Christine Storl
Auf dieses Buch war ich neugierig, weil ich glaube, dass wir Menschen uns heute immer weiter von der Natur entfernen und dadurch oft wichtiges, uraltes Wissen vergessen und verlieren. Zugleich hat mir das Titelbild gut gefallen, da die beiden Autoren dort so urig und authentisch wirken.
Von der ersten Seite an war mir Familie Storl sympathisch.
Ihr Wissen über die Heilkräfte der Pflanzen und der Natur scheint nahezu unerschöpflich, einfach faszinierend. Mit oft so einfachen Mitteln, wie zum Beispiel Honig oder Heilerde, kann man viel erreichen und muss gar nicht zur Chemiekeule greifen. Ich denke, das merken auch immer mehr Menschen und wenden sich ganz bewusst wieder der Natur und ihren Schätzen zu. Gut gefallen haben mir die vielen praktischen Tipps, die einfach und gut nachvollziehbar beschrieben sind. Aber auch die Hintergrundgeschichten über die Historie der Naturheilkunde und die persönlichen Anekdoten und Erfahrungen der Familie fand ich interessant und spannend zu lesen.
Ich freue mich schon darauf, einzelnen Sachen nach und nach auszuprobieren und das Buch immer wieder zur Hand zu nehmen. Insgesamt ein tolles Buch, das auch ganz praktisch helfen kann und für alle interessant ist, die wieder näher zur Natur möchten.
Rezensionen von KimVi:
Durchgehend interessant und nicht so leicht zu durchschauen
Helle und der Tote im Tivoli von Arendt Judith
Helle Jespers leitet die Polizeistation in Skagen. Die Anzahl der Kollegen ist überschaubar und auch sonst geht es am nördlichsten Zipfel Dänemarks eher beschaulich zu. Das ändert sich, als Helle einen Anruf von der Mordkommission in Kopenhagen bekommt. Im Vergnügungspark Tivoli wurde der ehemalige Direktor des Skagener Gymnasiums brutal ermordet aufgefunden.
Helle wird gebeten, die Frau des Toten zu informieren und Befragungen vor Ort durchzuführen. Mehr traut man ihr und ihrem Team anscheinend nicht zu und deshalb stellt der Leiter der Mordkommission auch gleich klar, dass Helle sich nicht in den Fall einmischen soll. Doch Helle ist überzeugt, dass der Schlüssel zur Lösung des Falls in Skagen liegt. Sie beginnt nachzufragen und stößt tatsächlich bald auf erste Hinweise. Zu diesem Zeitpunkt ahnt Helle noch nicht, wie nah ihr der Täter mittlerweile gekommen ist...
Der Einstieg in diesen Krimi gelingt mühelos, denn Judith Arendt versteht es vom ersten Moment an, das Interesse am Fall zu wecken. Der Schreibstil ist flüssig und sehr angenehm lesbar. Man kann sich die beschriebenen Szenen lebhaft vorstellen und hat beim Lesen das Gefühl, selbst vor Ort zu sein und die Ermittlungen zu beobachten. In Skagen scheint die Welt noch in Ordnung zu sein. Die kleine Polizeidienststelle und die Kollegen, die dort ihren Dienst versehen, hat man beim Lesen spontan vor Augen. Handlungsorte und Charaktere werden detailliert, aber nicht zu ausufernd, beschrieben. Man kann sich deshalb ganz auf den Kriminalfall einlassen und in die Ermittlungen eintauchen.
Helle wirkt sehr sympathisch. Es macht einfach Spaß, nicht nur ihren Ermittlungsansätzen zu folgen, sondern auch ihrem harmonischen Familienleben. Endlich mal eine Ermittlerin, die keinen privaten Scherbenhaufen kitten muss! Trotzdem wirkt Helle glaubhaft und sehr authentisch. Der Fall selbst hat es in sich und ist nicht so leicht zu durchschauen. Auch wenn beim Lesen zunächst keine Hochspannung aufkommt, verfolgt man dennoch durchgehend interessiert das Geschehen und stellt eigene Überlegungen an. Zum Ende hin überschlagen sich die Ereignisse und die Spannungskurve steigt steil nach oben.
Krimis sind ja meine absoluten Favoriten und dieser Fall konnte mich durch sympathische und glaubhafte Charaktere, detailliert beschriebene Handlungsorte und eine durchgehend interessante Handlung überzeugen. Ich freue mich bereits jetzt auf einen weiteren Fall für Helle Jespers und werde ihr auf jeden Fall die Treue halten.
Rezensionen von Streiflicht:
Bezaubernd
Helle und der Tote im Tivoli von Arendt Judith
Phoebe ist ein kleiner Hund, der auf den ersten Blick die meisten Menschen verzaubert. Und wenn nicht, dann spätestens auf den zweiten Blick... Ihr Herrchen sieht sie im Internet auf der Seite eines Tierheims und holt sie zu sich nach Deutschland. Genauer gesagt in den Bayrischen Wald, wo er gemeinsam mit seinem Mann ein Hotel betreibt.
Phoebe wird der Hotelhund und Liebling vieler Gäste.
Das ist die Geschichte. Aber das Buch bietet viel mehr! Nämlich gute Unterhaltung, Humor und Witziges, Spannung und vor allem viel gute Laune. Eigentlich bin ich eher ein Katzenfan, aber Phoebe hat sich ganz leise, still und heimlich in mein Herz geschlichen.
Eigentlich mag ich auch keine sprechenden Tiere, aber nach der Leseprobe war mir klar, dass ich dieses Buch unbedingt lesen möchte. Und ich habe es keine Sekunde bereut. Herrchen und Autor Uwe hat Phoebes Gedanken so herrlich beschrieben, dass man nicht einmal auf die Idee kommt, er wüsste nicht wirklich, was sie denkt und fühlt. Zum Beispiel, wenn Phoebe ins Hundehotel geht und schrecklich jault und heult, als Herrchen geht, zwei Minuten später aber fröhlich und ausgelassen mit ihrem Hundkumpel über die Wiese tollt. Da musste ich wirklich schmunzeln. Ich kenne das Jaulen von meinem Katerchen, wenn er unbedingt etwas möchte.
Die Geschichte von Phoebe, dem ehemaligen Straßenhund ist einfach wunderschön und eine Lesegenuss für alle, die Tiere gerne mögen. Der Roman geht zu Herzen, macht gute Laune und lässt den Leser lächeln. Einfach perfekt und ganz nah am Leben!







