Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Stefanie Vöcking:
Hier kann man ganz schön was lernen
Susi Schimmel von Leonora Leitl
Mit tollen Illustrationen und kurzen erklärenden Sachtexten wird von Susi Schimmel die Welt der Schimmelpilze erklärt. Auch wenn die Menschen Schimmelpilze, zumindest die meisten, ekelig finden, sind es wichtige Aufräumer in der Natur.
Diese winzig kleinen Mikroorganismen befallen alles organische, dringen ein, vermehren sich und lassen ihren Nachwuchs wachsen.
Diesen Pilzrasen, der alle möglichen Farben haben kann, können die Menschen dann auch ohne Mikroskop sehen. Was alles befallen werden kann und wie der Pilzrasen auf den verschiedensten organischen Dingen aussieht, zeigen die Illustrationen sehr lebensnah.
Da Susi sehr anschaulich erklärt, wie sie am liebsten lebt, lernt man ganz nebenbei, was man tun kann um den Pilzbefall möglichst zu vermeiden.
Man kann von Susi Schimmel ganz schön was lernen.
Rezensionen von Stefanie Vöcking:
Mückenstiche sind (fast) gar nicht mehr schlimm
Gerda Gelse von Heidi Trpak
Gerda Gelse, eine österreichische Stechmücke, stellt sich hier persönlich vor. Sie beschreibt genau, wie sie aussieht, wie viel sie wiegt und wie sie fliegt. Gerda erzählt, wo sie am liebsten lebt, wovon sie sich ernährt und wie sie sich fortpflanzt.
Gerda ist richtig sympathisch und selbst für die Mückenstiche, die einen im Sommer immer so jucken, hat man FAST Verständnis.
Im Inneneinband stehen die Unmengen von Namen, die Stechmücken auf der ganzen Welt haben.
Die Illustrationen und Drucke sind wundervoll und in Verbindung mit den kurzen Sachtexten erklärend, leicht verständlich und aufschlussreich.
Rezensionen von Stefanie Vöcking:
Viel mehr als nur ein kleiner blauer Ball im Universum
VollMond von Thomas Hrabal
Es ist unglaublich, wie anschaulich und einfach das Sachbuch „Vollmond“ diesen kleinen blauen Ball im Universum erklärt - seine Entstehung, seine Beziehung zu Universum, Sonne und Erde, seine Phasen und seine Verantwortung für die Entwicklung von Teleskopen und Raketen.
Kurze Randnotizen liefern noch viele weitere leicht verständliche Informationen zu den einzelnen Kapiteln.
Wisst ihr, woher das Wort Monat kommt und warum unsere Wochentage so heißen, wie sie heißen? Wisst ihr, wie groß der Mond ist und dass man dort oben weniger wiegt als auf der Erde? Was versteht man unter Universum, Galaxien, Kometen, Asteroiden,...? Was ist ein Lichtjahr?
Warum scheint der Mond manchmal so riesig und nah und dann wieder ganz klein? Wir wissen es jetzt.
Rezensionen von Stefanie Vöcking:
Die Welt der Bakterien für Kinder erklärt
Klarissa von und zu Karies von Martina Fuchs
In dem wundervollen Sachbuch „Klarissa von und zu Karies“ wird mit tollen Illustrationen auf sehr anschauliche Weise die Welt der Bakterien erklärt. Obwohl Bakterien sooo winzig klein sind, schaffen es Text und Illustration sie greifbar zu machen. Die verschiedenen Arten von Bakterien, ihr Aussehen und ihre Aufgaben werden eindrucksvoll aber einfach erklärt, da es immer einen Bezug zum Alltag gibt, was zu tollen Aktionen und Experimenten einlädt.
In einem Erwachsenen leben zum Beispiel so viele Bakterien wie 10 Äpfel, nämlich 2 Kilo und sie sehen aus wie Wasserbomben. Wenn Klarissa uns dann noch über unsere Zähne und wie sie sich daran zu schaffen macht, aufklärt, hat ganz sicher jedes Kind verstanden, wie wichtig Zähne putzen ist!
Rezensionen von Tara:
Kritisch - spannend - amüsant
Adieu, o Seele! Ein Fall für D.I. Horse von Raffael Rauhenberg
Wer nach guter Unterhaltung sucht und einfach einmal etwas ganz Anderes lesen möchte, dem kann ich „Adieu, o Seele! Ein Fall für D.I. Horse“ von dem Autor Raffael Rauhenberg nur empfehlen.
Nachdem im Garten von Inspector Horse eine Leiche gefunden wurde und Sergeant Sheep für einen kurzen Moment gedacht hat, dass er der Mörder sein könnte, wird schnell klar, dass dieser sowohl aus den Reihen der Veganer als auch aus der Fleischindustrie kommen könnte.
Da ist D.I. Horse mit seiner messerscharfen Kombinationsgabe gefragt.
Zugegebenermaßen sind Inspector Shylock Horse und Sergeant Jon Sheep ein wenig gewöhnungsbedürftig, aber gleichzeitig auch ein Duo, das einfach Spaß macht.
Erzählt wird aus der Perspektive von Sergeant Jon Sheep, der oft ein wenig trampelig daherkommt, ständig hungrig ist und teilweise sehr verworrene Gedanken hegt, die wenig mit der Realität zu tun haben. Mich hat er dadurch wunderbar amüsiert.
D.I. Horse ist hingegen sehr kompetent, seine Fähigkeiten zu kombinieren sind herausragend und seine Nachsicht mit Sheep macht ihn ausgesprochen sympathisch.
Der Schreibstil des Autors ist angenehm, leicht zu lesen und eigentlich fliegt man nur so durch die Seiten. Aber hinter dieser amüsanten und teils skurrilen Lektüre steckt viel mehr als nur leichte Unterhaltung. Es wird mit Klischees gespielt und auf die Missstände in der Fleischindustrie wird ebenso hingewiesen wie auf die mit Pestiziden belasteten Felder. Die durch diese Themen verübte Kritik an der Gesellschaft ist dezent, wird aber mehr als deutlich und sorgt für einiges an Denkanstößen.
Mich hat der Fall von Inspector Horse und Sergeant Sheep ausgesprochen gut unterhalten, da er spannend, amüsant und gesellschaftskritisch ist.
Mit „Adieu, o Seele! Ein Fall für D.I. Horse“ hat der Autor Lesestoff geschaffen, der unterhält, auf Missstände hinweist und mich dadurch gedanklich auch nach dem Lesen immer wieder beschäftigt hat.
Ich hoffe auf weitere Fälle mit diesen Protagonisten, da sie den berühmten Charakteren von Arthur Conan Doyle in nichts nachstehen.
Rezensionen von nane 2408:
lesenswerter Roman
Das Gemälde der Tänzerin von Christine Jaeggi
Mir hat dieser Roman von Christine Jaeggi sehr gut gefallen, vermischt sie doch historische Begebenheiten mit einer Liebesgeschichte, einem Krimi und einem lang gehüteten Geheimnis.
Das verschwundene Gemälde zieht sich wie ein roter Faden durch diesen Roman. Wir erfahren hier am Rande auch einiges über das Thema Kunstraub durch die Nazis, was allerdings nicht so vordergründig beschrieben wird, so dass es jetzt zu viel würde.
Die Handlung wird in zwei Zeitebenen erzählt. Vergangenheit und Gegenwart wechseln sich immer ab und so erfährt der Leser nach und nach die Geschichte des verschwundenen Gemäldes und der Menschen, deren Schicksale damit verbunden waren oder noch sind.
Es ist mir teilweise sehr schwergefallen, das Buch an die Seite zu legen, so spannend war es für mich.
Dies ist ein sehr gelungener Roman, den ich gerne weiterempfehle.
Rezensionen von nane 2408:
Hat mir gut gefallen
Das Versprechen der Islandschwestern von Baldvinsson
Mir hat dieser Roman der Autorin Karin Baldvinsson sehr gut gefallen.
An den tollen Landschaftsbeschreibungen merkt man die Verbundenheit und Liebe der Autorin zu Island. Sie beschreibt nicht nur das heutige Island mit dem leider nicht ganz unproblematischen Tourismus, sondern auch in einer anderen Zeitschiene das Island nach dem 2.
Weltkrieg. Das beschwerliche bäuerliche Leben in den kurzen Sommermonaten und das Leben in den langen kalten Wintermonaten. Das alles hat sie sehr toll beschrieben, ich hatte das gut vor Augen.
Gefallen hat mir auch die Beschreibung der Willkommenskultur der Isländer nach dem 2. Weltkrieg. Sie spendeten warme Kleidung für die Neuankömmlinge und waren einfach nur herzlich zu ihnen. Und trotzdem ist es den Schwestern nicht leichtgefallen, dort heimisch zu werden. Das hat die Autorin sehr gut beschrieben, die Einsamkeit wegen der Sprachbarriere und das Heimweh.
In der anderen Zeitebene befinden wir uns im Jahr 2017 und verfolgen die Geschichte der nunmehr alten Schwestern und wie sie versuchen, die Vergangenheit aufzuarbeiten. Es geht aber auch um die Begegnung der Enkelin mit dem netten Isländer. Und diese ist, wie ich finde, eine vorhersehbare Entwicklung. Es hat trotzdem Spaß gemacht, dies zu lesen. Hier merkt man, dass die Autorin unter ihrem Namen Karin Lindberg schon sehr viele romantische Romane geschrieben hat.
Diese verschiedenen Zeitebenen wechseln sich immer ab, das hat mir gut gefallen. Auch dass die Kapitel aus dem Jahr 2017 noch mal unterteilt sind und zwar einmal aus der Perspektive der Enkelin beschrieben und dann aus der vom Isländer. So kann man die Begebenheiten und Gefühle der beiden Protagonisten besser verstehen.
Dieser Roman hat mir sehr gut gefallen und ich empfehle ihn gerne weiter
Rezensionen von Tara:
Erschütternd & erschreckend
Die Nickel Boys von Colson Whitehead
In seinem Roman „Die Nickel Boys“ berichtet der Pulitzer-Preisträger Colson Whitehead über die Besserungsanstalt Nickel Academy in Florida zu Beginn der 1960er-Jahre.
Der schwarze 16-jährige Elwood sieht seiner Zukunft positiv entgegen. Er ist gewissenhaft und sein Traum hat sich erfüllt.
Er hat einen Platz am College bekommen. Aber da er beim Trampen in ein gestohlenes Auto gestiegen ist, landet er ohne Verfahren und ohne Hilfe direkt in der Nickel Academy. Dort herrscht ein mehr als rauer Ton. Aber Elwood will sich nicht unterkriegen lassen, glaubt an seine Ideale, versucht sich Ungerechtigkeiten entgegenzustellen, hat aber keine Chance.
In einer sehr deutlichen, bildhaften Sprache berichtet der Autor über die Zustände der Besserungsanstalt. Es ist erschreckend, wenn man bedenkt, dass es sich nicht um Fiktionen des Autors handelt, sondern um amerikanische Vergangenheit, die noch gar nicht so lange zurückliegt. Die Sachlichkeit, wie Colson Whitehead ohne anzuklagen erzählt, ist so eindringlich, dass ich das Buch immer wieder ungläubig zur Seite gelegt habe.
Diskriminierung, Rassismus, Hass, Unterdrückung, Willkür und Gewalt unter dem Deckmantel des Staates rufen verstörende Bilder hervor. Man mag es kaum glauben, was Menschen anderen Menschen antun. Die Jugendlichen werden auf das Übelste gedemütigt, misshandelt und sogar umgebracht. Die Zwei-Klassengesellschaft ohne Aussicht auf entkommen wird mehr als deutlich.
Dieses Buch ist kein Roman, den man zur Unterhaltung liest. Er ist ein Stück Geschichte, das erschüttert und erschreckt, aber unbedingt gelesen werden sollte.
Rezensionen von nane 2408:
Wohlfühlroman
Die Nickel Boys von Colson Whitehead
Dies war für mich ein richtiger Wohlfühlroman und ich habe ihn sehr gerne gelesen auch wegen des sehr angenehmen Schreibstils. Teilweise war die Geschichte schon vorhersehbar aber nie langweilig.
Obwohl es die Protagonistin nicht leicht hat, ihr eine Menge Steine in ihren Weg geworfen werden, schafft sie es trotzdem irgendwie, den Mut nicht zu verlieren, die Ärmel hochzukrempeln und weiter zu machen.
Es ist eine herzerwärmende Geschichte, die auch noch auf dieser schönen Insel Rügen spielt. Ich bin gerne mit der Protagonistin durch Sellin gegangen, dann die steilen Treppen gelaufen bis runter zur Seebrücke. Genau so habe ich es noch in Erinnerung.
Diesen romantischen und auch flotten Roman empfehle ich gerne weiter.
Rezensionen von yellowdog:
Journalismus ohne Kompromisse
Die Dinge beim Namen nennen von Rebecca Solnit
Die Dinge beim Namen nennen ist ein mächtiger Essayband eine feministisch geprägten US-amerikanischen Autorin und feministische Themen sind Bestandteil der meisten Essays. Dabei ist es ein sehr US-amerikanisches Buch, dass die Probleme des heutigen USA deutlich aufzeigt.
Wie der Titel, erst Recht der Originaltitel “Call them by their true names” andeutet, sind die Texte auf eindeutige, klare Art verfasst.
Das gehört zu Rebecca Solnits Stil. Die Essays sind alles andere als gemütlich oder versöhnlich. Schon gar nicht mit Donald Trump, den die Autorin sehr treffend portraitiert und seine üblen Methoden klar beim Namen nennt. Hier wird nichts geschöntes durchgelassen.
Besonders am Anfang des Buches analysiert Solnit Trump und Hillary Clinton und den Wahlkampf 2016. Es ist doch interessant, zu bemerken, das Hillary Clinton aufgrund des amerikanischen Wahlsystems verloren hat, obwohl sie 2,9 Millionen mehr Stimmen als Trump hatte. Und es sollte nicht vergessen werden, welche unfairen Methoden im Wahlkamp angewendet wurden. Das setzte neue, verherrende Maßstäbe.
Aber es gibt noch mehr Themen im Buch. Rebecca Solnit schreibt über Obdachlosigkeit, über die Todesstrafe und über Rassismus.
Rebecca Solnit lebt in San Francisco, das daher im Buch eine große Rolle spielte, zum Beispiel der Vorfall um Alex Nieto, der von 4 Polizisten erschossen wurde und der darauffolgende Prozess, der viel enthüllte.
Sehr informativ war auch der Artikel über den Standing Rock-Protest.
Das Buch besitzt 320 Seiten und ist damit ein mächtiges Werk.
Es ist ein in seiner eindeutigen Art ein radikales, bewegendes Buch: Politisch, betont feministisch und engagiert, aber nicht bequem.










