Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Most steigert das Wohlbefinden
Das kleine Buch: Most selber machen von Sebastian Unterberger
In diesem Buch aus der Reihe „Das kleine Buch“ aus dem Servus-Verlag erfahren wir, wie wir Most selber machen könn(t)en.
Nach einer Einführung in die Geschichte des Obstweines, der auf der ganzen Welt gekeltert und getrunken wird, werden wir mit der Sortenvielfalt bei Äpfeln und Birnen bekannt gemacht.
Schon mal vom „Roten Böhmischen Jungfernapfel“ oder vom „Lavanttaler Bananenapfel“ gehört? So vielfältig wie die Namen, sind die Geschmacksrichtungen: von süß bis säuerlich zu herb.
Anschließend erklärt Autor Sebastian Unterberger, in zwölf Schritten, wie der Most gemacht wird.
Ein interessantes Detail: aus 100 kg Äpfel können je nach Sorte und Pressvorgang zwischen 55 und 75 Liter Saft gewonnen werden.
Most ist seit kurzen auch in der (gehobenen) Gastronomie außerhalb der Anbaugebiete wie z.B. dem Mostviertel (sic!) angekommen.
Der Most gilt als Medizin gegen zu hohen Blutzucker (er enthält den Zuckeraustauschstoff Sorbit), hilft bei Verdauungsbeschwerden, senkt den Cholesterinspiegel und steigert das WOhlbefinden. Das kommt vermutlich davon, dass man sich in fröhlicher Runde gerne zusammensetzt.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine Hommage an einen großen Mann
Ferdinand Sauerbruch und die Charité von Christian Hardinghaus
Wer kennt seinen Namen nicht? Ferdinand Sauerbruch ist der wohl bekannteste Arzt der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Verehrt und geachtet zu seiner Zeit, für seine Verdienst in der Medizin beinhae glorifiziert, kommen nach der Jahrtausendwende Zweifel an seiner Integrität auf. So empfiehlt eine Historikerkommission 2018 alle jene Straßen, Plätze und Institutionen, die seinen Namen tragen, umbenannt werden.
Zu Recht? Hat er mit den Nazis gemeinsame Sache gemacht? Was wusste er von den Menschenversuchen eines Josef Mengele? Immerhin genehmigt er als Fachspartenleiter für Medizin mindestens drei Forschungsaufträge bei denen sich später herausstellt, dass sie abscheuliche Versuche an KZ-Insassen beinhalteten.
War er wirklich ein Mitverschwörer rund um Stauffenberg? Oder ist es vielmehr eine Legende um sich in ein besseres Licht zu rücken?
Genau diesen Fragen geht Historiker Christian Hardinghaus in diesem Buch nach. Akribisch sichtet er alles Material, das ihm zur Verfügung steht. Er wertet Briefe und bislang unbekannte Tagebücher aus, befragt die Nachkommen von Mitarbeitern und Freunden des Chirurgen und zeichnet ein umfassendes Bild Sauerbruchs.
Sauerbruch ist sich seines Charismas bewusst. Er liebt große Auftritte. Im Operationssaal ist er ein Despot, der niemals auch nur den kleinsten Fehler durchgehen lässt und die Mitarbeiter anbrüllt, während der private Ferdinand musisch interessiert, hilfsbereit ist und seine Untergebenen „bemuttert“ und fördert. Sauerbruch ist Arzt aus Leidenschaft und Berufung. Er sieht nur den Kranken vor sich, nicht die politische Einstellung oder die Herkunft.
Dass er, wenn hochrangige Nazis bei der Vordertür in die Klinik kommen, er selbst diese durch die Hintertür verlässt, um ja nicht mit den Bonzen zusammentreffen zu müssen, lässt tief blicken.
Während der Jahre des Nazi-Regimes behandelt und versteckt er Regimegegner und Juden. Er gerät in das Visier der Gestapo, wird damit erpresst, dass sein Sohn Peter ein Mitarbeiter von Stauffenberg ist, und muss das Regime öffentlich gutheißen. Ehrlich, würde nicht jede Mutter, jeder Vater so etwas tun, um sein Kind zu schützen?
Christian Hardinghaus lässt mit seinem unnachahmlichen Schreibstil diese dramatischen Jahre wieder auferstehen. Er beleuchtet nicht nur Sauerbruch selbst, sondern stellt auch das Umfeld akribisch dar. So lernen wir Mitglieder des „Mittwochsclubs“ kennen, von dem einige Mitglieder im Widerstand gegen Hitler engagiert sind und nach dem missglückten Attentat vom 20. Juli 1944 hingerichtet werden.
Sauerbruch scheint ein phänomenales Gedächtnis gehabt zu haben. Außerdem dürfte er mehr von den anti-nationalsozialistischen Umtrieben seiner Mitarbeiter gewusst oder geahnt zu haben, als er zugibt. Denn einige hochrangige Nazis sterben zufällig bei scheinbar einfachen Operationen an „unvorhersehbaren Komplikationen“. Die Charité ist ein Mikrokosmos, in dem sich alles um Sauerbruch dreht. Er sucht sich seine Mitarbeiter zum überwiegenden Teil selbst aus. Doch nicht immer kann er es vermeiden, Regimetreue Ärzte anzustellen. Der Psychiater de Crinis ist so ein Unvermeidlicher, mit dem er seine Schwierigkeiten hat.
Mit dieser Biografie können wir dem, an Facetten reichen, Charakter des Ausnahmemediziners näherkommen.
Christian Hardinghaus beschäftigt sich auch intensiv mit den letzten Lebensjahren von Ferdinand Sauerbruch. In seinem Entnazifizierungsprozess wirkt er gesundheitlich angeschlagen. Dutzende Menschen sagen für ihn aus, bezeugen, dass bis im Mai 1945 Juden geholfen hat, sich zu verstecken. Trotzdem scheint man ihm ans Zeug flicken zu wollen. Sauerbruch verlässt wütend den Gerichtssaal. Das ist er, der Sauerbruch, wie ihn seine Mitarbeiter kennen und lieben : aufbrausend, wenn er Unrecht wittert.
Zum Schluss gibt es noch ausführliche Bemerkungen zur Autobiografie des großen Arztes.
Fazit:
Nach der Lektüre dieser exzellenten Biografie muss so mancher Zweifler, sein Bild von Ferdinand Sauerbruch revidieren. Eine Umbenennung von Straßen scheint vom Tisch. Gerne gebe ich dieser außergewöhnlichen Biografie 5 Sterne und eine ausdrückliche Leseempfehlung.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Fesselnde Fortsetzung
Abenteuer Afrika - Mit dem Zug der Störche von Gabrielle C. J. Couillez
In diesem zweiten Teil der Trilogie rund um den Naturforscher Georg Wilhelm Schimper begleiten wir ihn auf seinen Reisen nach (Nord)Afrika. Zunächst ist es wieder einmal Flucht nach einer Liebschaft, die ihn Italien verlassen lässt. Er strandet in Algier und ist fasziniert von den fremden Bräuchen und (wie schon so oft) von einer schönen Frau.
Bei seinen Streifzügen durch die Umgebung Algiers gerät er zwischen die Fronten: da die Fremdenlegion, dort die Einheimischen.
Nach mehreren schweren Erkrankungen reist Wilhelm wieder nach Europa um sich auszukurieren. Er verbringt die Rekonvaleszenz nicht nur mit dem Schreiben und der Suche nach einem Sponsor für weitere Reisen, sondern - ja, genau, erraten - mit Liebschaften mit diversen Frauen, alle natürlich verheiratet. Wilhelm, Wilhelm - das hat dich schon mehrmals in Bedrängnis gebracht!
Seine nächste Reise geht nach Ägypten und hält neben einem anstrengenden, weil dauernd nörgelnden Reisegefährten, neue Abenteuer bereit. Wieder bringt ihn seine Neugierde und sein Wissensdurst in akute Lebensgefahr ...
Meine Meinung:
Wie schon im ersten Teil („Die Rückkehr der Störche“) nimmt uns die Autorin in die Zeit des Biedermeiers mit. Doch diesmal reisen wir nicht mit der Postkutsche, sondern trotzen gemeinsam mit Georg Wilhelm Schimper Unwettern und einem unfähigen Kapitän. Wir reiten auf Mauleseln und Kamelen, wir spüren die Hitze, trinken Tee mit Beduinen und handeln im Basar - das alles können wir Dank des bildhaften Schreibstils von Gabrielle C. J. Couillez quasi „live“ miterleben. Dass die Erzählung im Präsens geschrieben ist, verstärkt dieses Gefühl des Miterlebens.
Schmunzeln musste ich über die Begegnung mit dem Händler Hussein: Der beschafft Wilhelm eine Unterkunft, weil der Schwager des Neffens des Bruders seiner Frau, gerade ein Haus leer stehen hat. Die Wohnverhältnisse lesen sich wie Frankensteins Spukschloss - Feuchte Wände, Ratten, Spinnen, Skorpione und/oder Schlangen.
Auch die Szenen, die in Mitteleuropa spielen, sind äußerst lebhaft beschrieben. Bei der Prügelei anlässlich der Hochzeit von Wilhelms früheren Geliebten habe ich Stuhl- und Nasenbeine knirschen hören.
Wilhelm „brennt“ für seine Forschungsreisen - das macht ihn sympathisch. Seine häufigen Frauengeschichten, die eher nur Sex-Abenteuer sind, spiegeln die Ungerechtigkeiten der Zeit wieder. Die Männer dürfen alles, die Frauen nichts. Nur die algerische Frau Meriem nimmt sich ihre Freiheiten.
Gut gefällt mir, dass historische und völkerkundliche Details völlig unaufgeregt vermittelt werden. Der Leser bekommt quasi „Unterricht“, ohne es zu merken.
Ich freue mich schon auf den 3. Teil, der 2020 erscheinen soll. Bin schon gespannt, welche Abenteuer Georg Wilhelm Schimper noch zu bestehen hat.
Fazit:
Gerne gebe ich für diesen farbigen und lebendigen historischen Roman 4 Sterne und warte mit Ungeduld auf den nächsten Band.
Rezensionen von manu63:
Hexenwahn
Die Hexe von Hamburg und der König der Diebe von Antje Windgassen
Die Hexe von Hamburg und der König der Diebe ist der Nachfolgeband von Die Hexe von Hamburg, geschrieben von der Autorin Antje Windgassen. Das Buch kann auch gut gelesen werden ohne den Vorband zu kennen, da es immer wieder Informationen zu den Vorereignissen gibt, die das Geschehen verständlich machen.
Die Hauptakteurin der Geschichte Anneke Claen lebt mittlerweile seit vielen Jahren mit ihrem Mann Don Luigi in Kalabrien und hat sich dort mit ihrer Familie etabliert. Als ihr Mann plötzlich stirbt bricht für Anneke eine Welt zusammen und erst als sie sich mit ihrer jüngsten Tochter und ihrem Sohn auf die Reise nach Hamburg macht lebt sie wieder auf. Doch dann überschlagen sich die Ereignisse und nicht nur Anneke sondern auch ihre Kinder geraten in Gefahr und sie hofft auf die Hilfe des geheimnisvollen Anführer der Wegelagerer, Christoffer von Tinus.
Die Geschichte von Anneke wird von der Autorin mit lebendigen Bildern erzählt und die verschiedenen Perspektiven biete gute Einblicke in die Gedanken-und Gefühlswelt der Akteure. Der Hexenwahn der damaligen Zeit wird gut eingefangen und die Ungerechtigkeiten der Justiz fand ich furchtbar. An einigen Stellen fand ich die Geschichte zu ausufernd und hätte mir eine straffere Erzählweise gewünscht. Spannungsbögen sind eher moderat gesetzt und die Geschichte verliert sich schon mal in Beschreibungen des Reiseweges. Insgesamt eine gut recherchierte Geschichte die keine atemlose Spannung verspricht, aber eine solide Geschichte im historischen Rahmen erzählt.
Rezensionen von manu63:
Sherlock Holmes in Mainz
Sherlock Holmes und der Mönch von Mainz von Franziska Franke
Sherlock Holmes und der Mönch von Mainz ist eine Geschichte der Autorin Franziska Franke. Sie lässt Sherlock Holmes und den Engländer David Tristam während der Fastnachtszeit in Mainz ermitteln. Es geht um den Mord an dem Sektfabrikanten Wilhelm Klingelschmidt der wohl einem Kunstbetrüger aufgesessen ist.
Im Laufe der Ermittlungen geraten auch Sherlock Holmes und David Tristam in den Fokus von Kommissar Louis Werner und dann geschieht ein zweiter Mord.
Die Autorin lässt für die Leser das fastnachtliche Mainz lebendig entstehen und die Ermittlungen werden akribisch ausgeführt. Für mich hatte das einige Längen und ich hätte auch gerne einige Aspekte aus der Sicht von Sherlock Holmes gelesen, so kaum hauptsächlich David Tristam und seine Sicht der Dinge in der Geschichte vor. Die Spannung innerhalb der Geschichte hielt sich in Grenzen, wobei der Täter erst spät in den Fokus der Geschichte rückte. Sherlock als Figur wurde mir zu oberflächlich geschildert und ich wäre gerne tiefer in die Figur hineingekommen. Das Sherlock und seine Aktionen nur aus der Sicht von David geschildert wurde fand ich weniger interessant. Insgesamt eine nette Lektüre die aber nicht nachhaltig bei mir in Erinnerung bleiben wird.
Rezensionen von manu63:
Entscheidungen
Pasta Mista 2: 2 Rezepte für die Liebe von Fülscher Susanne
Die Reihe Pasta Mista geht in die zweite Runde, mit dem Titel 2 Rezepte für die Liebe setzt die Autorin Susanne Fülscher die Geschichte rund um Angelo und Liv fort. Liv und ihre Mutter Julia reisen zu Roberto, Angelo und Sonia, sie wollen sehen wie es sich als Patchworkfamilie lebt und dann entscheiden wie es mit allen weiter geht.
Liv freut sich schon auf Angelo, doch als dieser sich plötzlich um Chiara kümmert weiß Liv nicht mehr wie Angelo und sie zueinander stehen.
Die Geschichte wird von der Autorin mit lockerer Art weiter erzählt und Liv darf alles aus ihrer Perspektive erzählen, dabei gibt es immer wieder typische Liv Gedankeneinwürfe wie sie schon in Band eins erfolgten. Sprache und Gedanken passen zu Livs Alter und man sollte sich als ggfs. etwas ältere Leserin einfach auf Liv und ihre Art einlassen um Lesespaß zu haben. Das empfohlene Lesealter von 12-16 Jahren finde ich passend.
Sehr schön fand ich auch zu lesen wie sich Livs Selbsteinschätzung im Laufe der kurzen Ferienzeit ändert und das sie sich weiter entwickelt. Roberto und Julia als jeweilige Eltern finde ich gut geschildert und sie bilden einen netten Hintergrund zur Geschichte, immer da wenn sie gebraucht werden aber auch zurückhaltend wenn es angesagt ist. Insgesamt finde ich die Pasta Mista Bände gut gelungen und über Liv und ihre Welt zu lesen hat mir Spaß gemacht.
Rezensionen von Harakiri:
Jasmijns schwieriger Weg
Mein Leben als Sonntagskind von Visser Judith
Jasmijn lebt in Rotterdam und ist anders als andere Kinder. Laute Geräusche oder schrille Lichter kann sie nicht vertragen. Auch fällt es ihr schwer, Kontakt zu anderen Menschen aufzunehmen. Doch Jasmijn arbeitet an sich, auch wenn es manchmal übermenschliche Anstrengungen erfordert. Und dann findet sie sogar eine Freundin, die zu ihr steht, was ihr noch mehr gut tut.
Das Buch basiert auf den Erfahrungen der Autorin, die auch erst im Erwachsenenalter von ihrer Erkrankung erfahren hat. Man merkt dem Buch auch an, dass mehr dahintersteckt als ein bloßer Roman. Denn Jasmijns Gefühlswelt ist so authentisch beschrieben, dass man automatisch mitfühlt.
Viele Szenen des Buches haben mich tief berührt: Die Szene, als Jasmijn ihren Hund Senta verliert, oder immer wenn sie sich fragt, wie es anderen so mühelos gelingt, ihr Leben in den Griff zu bekommen. „Bei meinem Bruder gelang alles immer mühelos“. Da muss man dann als Leser schon mal schlucken und hat Mitleid mit Jasmijn. Wobei es der gelingt – trotz aller Rückschläge – ihr Leben in den Griff zu bekommen und das Beste daraus zu machen. Das Buch endet zwar an der Stelle, als sie ihr Manuskript einschickt, aber nach allem Gelesenen ist man überzeugt: Jasmijn hat es geschafft.
Das Buch begleitet Jasmijn durch ihre Kindheit und Jugend und ich hätte sie gerne noch weiter begleitet.
Rezensionen von Gudrun7:
die Autorin versteht es hervorragend, gut zu unterhalten
Der Rosengarten am Meer von Nele Jacobsen
Das Cover setzt die "Hauptakteure", die Rosen und den Landstrich, um den es sich vor allen Dingen dreht, gelungen in Szene. Auch die klasse Schriftart des Titels und die Farbgebung setzen noch das i-Tüpfelchen obendrauf. Hier ist alles super stimmig zum Inhalt.
Der Schreibstil ist sehr eingängig, lässt sich flüssig lesen und hat mich von der ersten bis zur letzten Seite komplett abgeholt und mitgerissen.
Ich konnte das Buch kaum mehr aus der Hand legen, weil ich so in der dargestellten Welt versunken war.
Die Geschichte wird mittels zweier unterschiedlicher Handlungsstränge, die in verschiedenen Zeiten spielen, aufgerollt. So erhält man als Leser ein umfassendes Bild der jeweiligen Zeit und kann die Zusammenhänge gut nachvollziehen. Die Thematiken werden gut und authentisch dargestellt. Hier habe ich das Gefühl, dass umfangreiche Recherche vorangegangen ist.
Die Charaktere haben Charme und Charisma. Das Lokalkolorit ist hervorragend. Alles in allem macht es dem Leser leicht, sich mitten im Geschehen zu fühlen und die Vorgänge voll und ganz nachvollziehen zu können.
Mein Fazit: die Autorin versteht es hervorragend, gut zu unterhalten
Rezensionen von PFIFF:
Die Kommissarin soll verdeckt den Tod des unbeliebten Polizeichefs von Toulon untersuchen
Madame le Commissaire und der Tod des Polizeichefs von Pierre Martin
Isabelle Bonnet erhält von ihrem Mentor und Freund in Paris den Auftrag, dem angeblichen Selbstmord des Polizeichefs von Toulon auf den Grund zu gehen. Sie weiß, dass man ohne den Verdacht, dass etwas nicht stimmte, nicht von ihr verlangen würde, zu recherchieren.
Sie stößt auf Ablehnung und Feindseligkeit bei den ehemaligen Kollegen von Bastian, obwohl er nicht beliebt war.
Außerdem beschäftigt sie und ihren Adlatus Appulinaire eine alte Causa eines Verbrechens in einem Juweliergeschäft, bei dem nicht nur fette Beute gemacht wurde, sondern auch die Ehefrau und eine Schauspielerin erschossen wurden.
Der Bürgermeister von Fragolin, dem kleinen Ort, in dem Isabelle arbeitet, will seine Politikerkarriere in Paris fortsetzen. Isabelle ist sich nicht sicher, ob sie ihn nicht vermissen wird trotz ihrem Zeit-zu Zeit Milliardär-Freund Madrinac.
Spannend und amüsant bis zum Schluß.
Rezensionen von PFIFF:
Memoiren des einzigen Klavierschülers von Vladimir Horowitz
Der Klavierschüler von Lea Singer
Nico Kaufmann, der ehemalige Klavierschüler von Vladimir Horowitz, erzählt von seiner Beziehung zu seinem Lehrer und Geliebten, dessen Ehefrau, der Tochter Toscaninis, den Problemen mit beiden Familien, die das unerwünschte Verhältnis unterbinden wollen.
Vor und im 2. Weltkrieg war es riskant, wenn nicht unmöglich, eine homosexuelle Beziehung offen auszuleben.
Horowitz war außerdem noch russischer Jude. Er litt unter dem strengen Regiment der Familie Toscanini und unter seinen unterdrückten Neigungen. Aber am Flügel war alles vergessen und er brachte das Publikum zum Toben mit seiner ganz persönlichen Auffassung der Interpretation.
Die Sicht von Nico Kaufmann, festgehalten in Briefen und Tagebuchaufzeichnungen ist interessant und berührend und von Lea Singer eindrucksvoll aufgearbeitet.











