Kunden em pfehlungen
Rezensionen von Meli:
Hätte besser sein können
Golden Darkness. Stadt aus Licht & Schatten von Brennan Sarah Rees
Das Buch ist ganz offensichtlich eine Fantasy-Jugendbuch-Neuerzählung von "Eine Geschichte aus zwei Städten" von Charles Dickens. Das geht von Namen über größere Handlungspunkte, sodass man sich schon fragt, was gleich sein wird und was die Autorin hier ändert und was man genau so erwarten kann.
Ich fand es so schon interessant und auch spannend, aber ich denke, wenn man die andere Geschichte nicht kennt, dann kann man hier mehr Spaß dran haben.
Lucie erinnert auch ein wenig an Katniss Everdeen, denn sie versucht eigentlich nur, sich mit allen verfügbaren Mitteln selbst zu helfen, aber wird dann ganz ungewollt zu einem Symbol für etwas Größeres.
Ihr neues Leben führt sie mit Ethan an ihrer Seite, denn auch wenn sie vieles an der Herrschaft der Lichtmagier nicht mag, liegt ihr Ethan sehr am Herzen und sie ist bereit, sein Leben zu verteidigen, als er in Schwierigkeiten gerät.
Carwyn ist gar nicht zu durchschauen, manchmal reißt er Witze, gibt manchmal an, gar keine Gefühle zu haben, und man weiß eigentlich nie wirklich, was er als nächstes tun wird.
So ganz warm wurde ich mit den Charakteren leider nicht, ich konnte ihre Handlungen einfach kaum nachvollziehen und Lucie hat mich auch in einem eher gemäßigtem Tempo durch das Buch begleitet.
Das fantastische New York fand ich ganz interessant, aber es schien mir nicht gut genug durchdacht. Es blieb sehr lokal und mir fehlten einfach die Details, die diese Welt abgerundet hätten. Es ging vor allem um Lucies persönliches Abenteuer und eine Rebellion, die man mit ihr in Verbindung bringt. Die dunklen Magier werden stark diskriminiert und ausgesperrt und man merkt schon, wie ungerecht diese Gesellschaft ist, aber ich konnte trotzdem nicht zu viel Mitgefühl entwickeln. Ich hätte mehr Zeit oder ein anderes Tempo gebraucht, um die Missstände besser nachzuempfinden.
Fazit
"Golden Darkness - Stadt aus Licht und Schatten" war ganz interessant und auch spannend, aber mich konnte es leider aus verschiedenen Gründen nicht wirklich überzeugen.
Rezensionen von jiskett:
Eine schöne Liebesgeschichte und ein guter Abschluss der Reihe
Drei Gänge für die Liebe von Kristen Proby
"Drei Gänge für die Liebe" erzählt eine schöne, gefühlvolle Liebesgeschichte. Es geht um Mia und Camden, die bereits vor Jahren eine Beziehung hatten, sich aber seit ihrer Trennung nie wieder gesehen haben. Nun werden sie im Zug ihrer Arbeit erneut zusammen geführt und es ist schnell offensichtlich, dass sie sich auch nach all den Jahren noch zueinander hingezogen fühlen.
Da Camden in der Inhaltsangabe als "der größte Fehler ihres Lebens" bezeichnet wird, war ich natürlich neugierig darauf zu erfahren, was Mia und ihn auseinander gebracht hatte. Die Umstände werden dem Leser sehr schnell enthüllt und sie waren vollkommen anders, als ich erwartet hatte, doch noch interessanter fand ich, wie die Protagonisten selbst damit umgingen, sobald sie beide die vollständigen Informationen hatten. Sie waren darum bemüht, besser miteinander zu kommunizieren und das hat mir gut gefallen, da es so in der Gegenwart zwar nach wie vor Unstimmigkeiten gab, diese sich aber in der Folge klären ließen, anstatt durch mangelnde Gespräche aufgebauscht zu werden. Die mangelnde Kommunikation in der Vergangenheit war in ihrem Umfang tatsächlich ein wenig frustrierend.
Die Charaktere selbst waren mir beide sehr sympathisch und die Autorin hat sowohl die Chemie als auch die romantischen Gefühle zwischen ihnen gut dargestellt. Man kann sehen, dass sie nach wie vor zusammen passen und einander ergänzen, doch obwohl sie nach wie vor etwas füreinander empfinden, wird ebenfalls betont, dass sie sich nach all den Jahren erst wieder neu kennen lernen müssen. Das hat mir sehr gefallen, da es realistisch war. Ich mochte ebenfalls, wie sie miteinander umgegangen sind, da deutlich wurde, wie viel sie einander bedeuten und dass sie bemüht waren, für den jeweils anderen da zu sein. Dabei verläuft keineswegs alles perfekt und es gibt Hindernisse, die sie gemeinsam überwinden müssen, aber die Entwicklung ihrer Beziehung zueinander verlief recht unaufgeregt und weitgehend ohne größere Dramen, was ich angenehm fand. Proby hat dennoch eine Geschichte erzählt, die meiner Meinung nach fesselnd war und so lag der Fokus vollständig auf den Figuren, ihren Freundschaften und ihrem Verhältnis zueinander, was für mich gut funktioniert hat.
Gegen Ende gab es eine Entwicklung, die noch etwas ausführlicher hätte thematisiert werden können, und die Kochsendung stand letztlich ein wenig zu sehr im Hintergrund, aber alles in allem hat mir die Handlung gefallen und ich fand auch den Epilog schön - allerdings hat sich mir die Frage gestellt, wieso das Buch um Riley, die fünfte Freundin, nicht übersetzt wurde, da mit dem Epilog die ganze Serie abgeschlossen wird. Ich hoffe, dass wir das letzte Buch noch bekommen werden, da ich es schade finde, dass hier ein Band fehlt. Nichtsdestotrotz hat "Drei Gänge für die Liebe" mir sehr gefallen und es ist ein gutes Ende für die "Fusion"-Reihe. Die Liebesgeschichte konnte mich überzeugen, ich mochte die Charaktere und die Freundschaft der Frauen wurde wieder toll dargestellt.
Rezensionen von Maria D?rfler:
Ist es wirklich so? Wer weiß es wirklich?
Drei Gänge für die Liebe von Kristen Proby
Gefangen im eigenen Körper, gefangen und ausgeliefert, hilflos und wütend, ohne auch nur etwas davon kommunizieren zu können. Eine Trgödie vom Anfang bis zum Ende, Einsamkeit, Beziehungslosigkeit, es fehlt alles, was ein Mensch braucht, um zu leben. Und doch ist es so oder ähnlich - wer weiß es denn wirklich? - für manche Menschen Realität.
Beschrieben bis in demütigende, grausame Details, eher distanziert und emotionslos, anders ist es wohl nicht möglich.
Will ich das? Ich habe für mich entschieden, dass ich es nicht will - und daher werde ich das Buch auch nicht empfehlen.
Warum gebe ich trotzdem 3 Sterne? Sprachlich und als Komposition ist es schon ein sehr ansprechendes Buch.
Maria Dörfler
Rezensionen von Andrée Feyertag:
Beklemmung pur
Drei Gänge für die Liebe von Kristen Proby
Sprachlich gelingt es der Autorin, den Leser zu fesseln und in die Unbeweglichkeit des Hauptfigur Ogi einzubinden. Das Thema ist sehr gut aufbereitet, allerdings ist es sicherlich nur für gefestigte Persönlichkeiten. Für mich unglaublich beklemmend.
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Andrée FeyertagRezensionen von Heyn Leserunde, Nico Strahl:
Ein Riss, der nicht zu kitten ist
Drei Gänge für die Liebe von Kristen Proby
Ein absolut lesenswerter Roman: spannend, bedrückend, gruselig und nachspürbar!
im Shop ansehen weitere Rezensionen von Heyn Leserunde, Nico StrahlRezensionen von liesmal:
Auf dem Weg zur Selbsterkenntnis
Die drei Fragen des Lebens von Don Miguel Ruiz
„Die drei Fragen des Lebens“ des Autors Don Miguel Ruiz, erschienen im Allegria Verlag, beschäftigt sich mit dem toltekischen Wissen und lädt ein, sich selbst im Leben zu hinterfragen. Verborgene Kräfte werden freigelegt und das Ergebnis kann neue innere Stärke und ein größeres Selbstbewusstsein werden.
Der Begriff „Toltekisches Wissen“ war mir bisher völlig unbekannt und hat meine Neugier und mein Interesse für das Buch geweckt. Tatsächlich gibt es auf die drei Fragen des Lebens – so wie es der Untertitel verspricht – Antworten, die neue Wege eröffnen.
Einleitend wird die Geschichte „Die drei Perlen der Weisheit“ erzählt. Ein alter Mann spricht zu einem Jungen, dass er nur drei Fragen beantworten muss, um in der Welt seinen Weg zu finden: Wer bin ich? Was ist wirklich? Was ist Liebe?
Sehr gern habe ich mich mitnehmen lassen auf die Reise zu neuen Erkenntnissen und habe dabei tatsächlich zu jeder Frage in mehreren Kapiteln Möglichkeiten entdeckt, neue Wege zu finden, die es sich zu gehen lohnt. Ein Beispiel dafür ist der Respekt als Lösung der Probleme der Menschheit. Dazu hat mir besonders dieses Zitat gefallen: „Respekt bedeutet, dass wir die Existenzberechtigung jedes Individuums anerkennen. Darin besteht der beste Teil der Liebe.“
Mir hat das Buch gut gefallen. Der Schreibstil ist klar und gut verständlich. Sicherlich werde ich noch häufiger die Antworten auf die drei Fragen des Lebens suchen, weil es in dem Buch so Vieles zu entdecken gibt. Gern empfehle ich es weiter.
Rezensionen von Tara:
Historischer Krimi
Die Frau aus Oslo von Dahl Kjell Ola
„Die Frau aus Oslo“ ist ein historischer Krimi des norwegischen Schriftstellers Kjell Ola Dahl, der als bester Krimi Norwegens 2015 ausgezeichnet wurde.
Die Jüdin Ester kämpft im norwegischen Widerstand. Als sie verraten wird, gelingt es ihr nach Schweden zu fliehen, während ihre Familie deportiert und ermordet wird.
Zur gleichen Zeit wird ihre Freundin Ase, die mit dem Widerstandskämpfer Gerhard Falkum eine gemeinsame Tochter – Turid – hat, auf brutale Weise ermordet. Gerhard wird des Mordes an Ase verdächtigt, flieht ebenfalls nach Schweden, später in die Vereinigten Staaten. Der Fall wird nicht näher verfolgt. 1967 kehrt Gerhard unter dem Vorwand seine Tochter Turid kennenlernen zu wollen zurück.
Der Krimi hat Handlungsstränge in drei verschiedenen Zeitebenen – 1942, 1967 und 2015 – und der Hauptteil der Ereignisse findet in den Jahren 1942 und 1967 statt. Durch den Wechsel zwischen den Zeitsträngen und aufgrund der zahlreichen Charaktere benötigt man beim Lesen ein wenig Konzentration. Bereits zu Beginn werden zahlreiche Fragen aufgeworfen, wodurch eine gewisse Spannung erzeugt wird.
Die Stimmung zur Zeit des Zweiten Weltkrieges ist sehr bedrückend und die Angst der Menschen ist spürbar. Keiner weiß wem er trauen kann und es hat mich immer wieder fassungslos gemacht wozu Menschen fähig sind. Aber auch 25 Jahre später schleichen die Protagonisten umeinander herum, keiner traut dem andern und es bleibt die Frage, was damals wirklich passiert ist. Dem Autor ist es sehr gut gelungen, die Angst und das vorherrschende Misstrauen zu transportieren.
Der Schreibstil ist flüssig, gut verständlich und angenehm zu lesen. Lediglich mit den vielen Straßennamen und Wegbeschreibungen in Norwegen konnte ich - wegen mangelnder Ortskenntnisse - nichts anfangen.
Insgesamt liest sich das Buch spannend und ich habe durchweg über die Zusammenhänge gerätselt. Das Ende gibt Antworten auf die wichtigsten Fragen und war für mich rund und stimmig. Allerdings musste ich mit ein wenig Abstand feststellen, dass einige Fragen aufgeworfen werden, deren Antwort der Fantasie des Lesers überlassen bleibt. Trotzdem habe ich das Buch gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt.
Rezensionen von Gaby 2707:
Regt zum Nachdenken an
Die Frau aus Oslo von Dahl Kjell Ola
Ein Mann wird tot aus dem Rhein geborgen. Der Obdachlose Karl Stammer hatte an einer Pharmastudie für ein neues Antibiotikum teilgenommen um mit dem Geld für sich, seine ebenfalls obdachlose Verlobte Helena Kramer und ihr ungeborenes Kind ein neues Leben aufzubauen. Nun ist er tot. Helena sieht, wie sie ihn aus dem Rhein ziehen und verliert zu allem Unglück auch noch ihr Kind.
Ab diesem Zeitpunkt will sie nur noch den Tod ihres Lebensgefährten aufklären. Zusammen mit Karls Bruder Jakub meldet sie sich selbst als Testperson für dieses Medikament und bringt sich damit in allerhöchste Gefahr.
Das Thema multiresistente Erreger z.B. in Krankenhäusern und nicht mehr wirksame Antibiotika wird immer aktueller und ich habe leider schon selbst damit Erfahrungen machen müssen. Hier zusammengeführt mit dem Thema menschliche Testpersonen bekomme ich einen hoch explosiven, spannenden und interessanten Thriller vorgesetzt. Es geht um Macht, Geld, Mauscheleien unter der Hand und Korruption. Aber auch um Freundschaft, Hilfsbereitschaft und Nächstenliebe.
Bei einem Gespräch zwischen einem Vertreter der Pharmaindustrie und einem Arzt hat mich direkt die Wut gepackt. Darin steht das Geld weit über einem Menschenleben. Sabine Giesen schildert die Gegebenheiten und die Umstände so real, dass ich mir gut vorstellen kann, dass es irgendwann so weit kommt. Wenn es nicht sogar schon so weit ist.
Helena Kramer ist trotz ihrer widrigen Lebensumstände, über die ich gerne noch viel mehr erfahren hätte, eine so starke, taffe Frau mit viel Herz, die mir sofort sympathisch ist. Ebenso ins Herz geschlossen habe ich Anna und Andi, zwei junge Menschen, die ungewollt mit Helena zusammentreffen und sofort helfen. Obwohl es daraufhin auch mit ihrem stillen Leben vorbei ist. Genau so gibt es die absoluten Unsympathen, die im wahrsten Sinne des Wortes über Leichen gehen um an Geld oder Macht zu kommen.
Die Geschichte lässt sich leicht und flüssig lesen. Sabine Giesen zieht mich schnell in den Thriller hinein. An manchen Stellen macht sie mich durch die Schilderungen richtig wütend aber auch nachdenklich. Die Unterschiede zwischen reich und arm, zwischen High Highsociety und Obdachlosigkeit werden sehr deutlich.
„Helenas Verfolger“ machen mich sprachlos, nachdenklich und wütend, haben mich aber auch für einige Stunden sehr gut unterhalten und sind es absolut wert gelesen zu werden.
Rezensionen von Josef Lüthold:
Panpsychismus oder Schöpfung aus dem Nichts?
Unsterbliche Seele? von Hartmut Sommer
Ein sehr gutes Buch: Als philosophischer Laie kann ich daraus viel lernen. Ich glaube auch, dass die menschliche Seele unsterblich ist. Aber die Lehre vom Panpsychismus ist mir sympathischer als die kirchliche Lehre von der Schöpfung der Seele aus dem Nichts. Das katholische Dogma creatio ex nihilo halte ich für einen Grundirrtum.
Rezensionen von Bellis-Perennis:
Eine Annäherung an den Großvater
Stauffenberg - mein Großvater war kein Attentäter von Sophie von Bechtolsheim
Die Autorin und Historikerin Sophie von Bechtolsheim ist die Enkelin von Claus Schenk Graf von Stauffenberg, der gemeinsam mit einer Gruppe von beherzten Männern am 20. Juli 1944 dem Hitler-Regime ein Ende bereiten wollte. Dafür waren er und seine Mitverschwörer bereit, zu sterben.
Die Autorin geht auf die Suche nach dem Großvater, den sie nie kennenlernen durfte.
Sie führte lange Gespräche mit ihrer Großmutter Nina Schenk Gräfin von Stauffenberg, mit ihrem Vater Franz Ludwig und anderen Verwandten.
Als Jugendliche, sie ist 1968 geboren, haben die Fahndungsfotos, mit denen nach den Terroristen der RAF gesucht wurde, die Frage aufgeworfen, ob ihr Großvater in die selbe Kategorie einzuordnen wäre.
Was ist der Unterschied zwischen Tyrannenmord und Terrorismus? Ist die Beseitigung eines Diktators legitim?
Die Verschwörer des 20. Juli 1944 haben ein Scheitern und ihren Tod bewusst in Kauf genommen, um für Deutschland und seine Menschen eine Änderung herbeizuführen. Denn, das Ende des Nazi-Regimes und des Krieges wäre nur ohne Hitler und seine Entourage möglich gewesen.
„Das Furchtbarste ist zu wissen, dass es nicht gelingen kann und dass man es dennoch für unser Land und unsere Kinder tun muss.“ (Berthold Stauffenberg, Claus’ Bruder).
Behutsam nähert sich die Historikerin ihrem Großvater. Zu ihrem Leidwesen gibt es wenige authentische schriftliche Quellen. Denn diese mussten in den Stunden nach dem misslungenen Umsturz, um eventuelle Mitwisser nicht zu gefährden, vernichtet werden.
Diversen Gedenkveranstaltungen sowie Filmen, die das Leben ihres Großvaters darstellen, steht sie mitunter reserviert gegenüber. Dennoch spricht Sophie von Bechtolsheim auf Einladung in Schulen oder Kasernen über ihren Großvater.
"Er folgte seinem Gewissen. Was immer man von ihm denken mag, er hat es nicht verdient, am Ende, wie schon 1944, als "der Attentäter" verurteilt zu werden."
Fazit:
Eine liebevolle Annäherung an einen Großvater, den die Autorin nur aus den Geschichtsbüchern kennt. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.







