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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von BarbaraM:

So macht Lesen Spaß!

Der magische Blumenladen für Erstleser, Band 1: Die verschwundenen Katzen von Gina Mayer

Violet hat von ihrer Tante Abigail den Auftrag bekommen, ihren Kater Lord Nelson zu füttern, doch der ist einfach nicht zu finden und komischerweise stellt sich heraus, dass auch Lucys Katze Samy verschwunden ist und auch der Kater vom Frisör und viele andere. Das kann doch nicht mit rechten Dingen zugehen.

Violet geht der Sache gemeinsam mit Lady Madonna auf den Grund und zum Glück hat sie da dieses tolle magische Talent…

Mit ihrem ersten Band „Die verschwundenen Katzen“ aus der Reihe „Der magische Blumenladen für Erstleser“ ist Gina Mayer ein wunderbares, geheimnisvolles und lesenswertes Abenteuer gelungen, das im Ravensburger Verlag 2019 erschienen ist und 59 Seiten umfasst.
Das Buch ist in großer Schrift und einfach gehaltener Sprache in kurzen Sätzen zu lesen. Also absolut für Lesestarter geeignet. Es ist in fünf kurzweilige Kapitel unterteilt.
Die Handlung ist in sich stimmig und lädt zum Mitfreuen und -fiebern ein.
Wir haben die einzelnen Charaktere sofort ins Herz geschlossen und freuen uns schon sehr auf die nächsten Bände.
Passend zur Geschichte sind viele wunderschöne Zeichnungen von dem Illustrator Horst Hellmeier zu finden. Sie veranschaulichen und unterstreichen das Gelesene und sind gerade für Erstleser sehr motivierend und erleichtern das Lesen.

Fazit: Wir sprechen eine Kaufempfehlung aus für Jungen und Mädchen ab 6-7 Jahren, die ein spannendes und lustiges Abenteuer erleben wollen. Man merkt der Geschichte an, dass sie mit ganz viel Herzblut geschrieben wurde.
Lesefreude ist hier 100%ig garantiert und bei uns ist die Lesemotivation deutlich gestiegen.

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Rezensionen von liesmal:

Vergebung und Gnade

In jenem besagten Sommer von Elizabeth Musser

Viele verschiedene Ereignisse gibt es „In jenem besagten Sommer“, so der Titel des christlichen Buches von Elizabeth Musser aus dem Verlag Francke, die nach und nach zur Sprache kommen um aufgearbeitet zu werden.
Noch vor dem Beginn der Geschichte begeistern mich die Verse der Schriftstellerin und Protagonistin Josephine Bourdillon mit wunderbaren Worten aus „The Mountains Between Us“ und lassen mit emotionalen Gefühlen meine Neugier wachsen.

Doch dann schlägt mit dem Kapitel 1 die Wirklichkeit erbarmungslos zu. 2015 in Asheville, North Carolina – Henry ist ein Auftragsmörder und nur durch einen Zufall ist der Schuss auf die Autorin Josephine Bourdillon nicht tödlich, doch sie wacht aus dem Koma nicht mehr auf. Warum sollte sie sterben? Sie hat doch mit ihren Büchern, in denen es um Gott und um Vergebung und Gnade geht, bereits so vielen Menschen geholfen, den Weg aus Hilflosigkeit und Verzweiflung herauszufinden!
Josephines Familie – ihr Ehemann Patrick und die zwei Töchter Hannah und Paige – ist entsetzt. Nie bleibt Josephine allein, immer sitzt jemand an ihrem Krankenbett auf der Intensivstation. Alle machen sich Gedanken darüber, wer hinter dem Attentat stecken könnte. So hofft man natürlich, dass der Täter bald überführt wird, aber immer wieder erweist sich die Fährte als falsch.
Das Buch begeistert mich von Anfang an. Es gibt so viele Fragen und die Spannung nimmt mich förmlich gefangen. Die größte Frage bleibt natürlich: Was geschah in jenem besagten Sommer? Welches Geheimnis gibt es? Wer kennt die Wahrheit? Steht das Geschehen im Zusammenhangt mit dem Attentat?
Elizabeth Musser hat einen sehr fesselnden Schreibstil, der den Spannungsbogen konstant straff hält. Sehr gut gefallen haben mir die in Kursivschrift gehaltenen, zum Teil sehr persönlichen Rückblicke in das Leben von Josephine und ihrer Familie, wodurch ein besonders enges Verhältnis zu ihnen entstehen konnte. Eine Ausnahme davon bildet jedoch Josephines Schwester Kit. Aber mehr möchte ich dazu nicht verraten.
Auch der Attentäter Henry und seine Familie bleiben weiterhin ein wichtiger Teil der Geschichte und sorgen für spannende und emotionale Momente.
Der Autorin ist es gelungen, die aus verschiedenen Perspektiven erzählte und aus mehreren „Strängen“ bestehende Geschichte zusammenfließen zu lassen zu einem Ende, das keine Fragen offen lässt. Mir hat das Buch wunderschöne Lesestunden bereitet und gern empfehle ich es weiter.
„Vergebung ist nicht für den, der einen verletzt hat, sondern sie ist dafür da, damit das eigene Herz nicht verbittert wird.“

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Rezensionen von nil_liest:

Anarchischen Charakter mit Durchsetzungsfähigkeit

Das Ende der Lügen von Gran Sara

„Die Gesellschaft von Leuten, die ich irgendwie kannte, aber keinesfalls näher kennenlernen wollte, hätte mich noch einsamer gemacht als das Alleinsein.“ (S. 58)

Bei weitem ist „Das Ende der Lügen“ kein klassischer Kriminalroman, wie auch die Vorgängerbücher um die Privatdetektivin Claire DeWitt.

Auch wenn es das Label auf dem Cover trägt.
Es gibt sogar nicht nur einen Fall den man mit Claire DeWitt verfolgt, aber löst sich am Ende auch nicht alles auf. Und das mag einen durchschnittlichen Krimileser enttäuschen. Wer allerdings eher zum Lesen guter Literatur neigt und ab und an einen Krimi einschiebt, der wird mit dieser Claire-DeWitt-Reihe und ganz besonders mit diesem Krimi seine Freude haben.
Es hat etwas dunkles, eine poetische Erzählweise, die einen in ein schwarzes Loch zieht in dem es nach kaltem Rauch stinkt und mehr Nacht als Tag herrscht. Großartig wie die Autorin Sara Gran ihrem eigensinnigen Stil treu bleibt und damit die bekannten Roman-Schubladen sprengt.

In diesem Claire DeWitt-Roman folgt man drei Zeitsträngen in denen wir mit Claire in ihrer eigenen Vergangenheit abtauchen. Wir durchleben Jahre ihrer Jugend in Brooklyn, anfängliche Jahre in Kalifornien in den 90er Jahren und der Startstrang um 2011. Wie sollte es anders sein – alles hängt zusammen!

Ach und ein Buch das sich lohn in die Hände zu nehmen, denn die Haptik ist grandios. Erst denkt man es lag im Zucker oder Salz, dann merkt man es ist Teil des Covers. Abgefahren gut – wie das Buch selbst.

Schwierig finde ich nur die Marke „Heyne Hardcore“, die mich oft abschreckt, aber in diesem Fall ignorierte. Denn Sara Gran war mir bereits ein Begriff. Hardcore klingt gleich nach Gemetzel und Splatter. Ja, es ist kein klassischer Krimi und eine Abgrenzung ist sinnvoll, aber Hardcore trifft es nicht. Assoziativ fallen mir eher Begriffe ein wie „Speziell“, „Unusal“, „Herausfordernd“…aber ist halt kein griffiges Brandlabel. Nun gut, weil es das einzige ist was stört, sehe gerne darüber hinweg.

„Wir alle sind befleckt und verseuchen einander. […] Es gibt kein Entkommen vor dem Schmerz, den die anderen uns zufügen. Sie machen uns kaputt, und wir sie.“
(S. 204)

Fazit: Gerne folge ich diesem anarchischen Charakter, der mich in seinen Bann zieht und mich aus meiner doch sehr geordneten Welt entführt.

Ich danke dem Verlag für das Rezensionsexemplar.

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Rezensionen von nil_liest:

Leni feiert ihren Geburtstag – natürlich mit Trubel!

Das Ende der Lügen von Gran Sara

Wir haben das kleine Gespenst Hatschihu, das auf einem Reiterhof lebt mit dem Band 4 („„Trubel im Reitstall“) kennen und vor allem lieben gelernt. Daher folgte – mit großer Begeisterung der beiden Lauschermäuse - sogleich Band 3 mit „Ein verspukter Geburtstag“.
Auch dieser Band ist von Meike Haas wieder einfach, aber sehr nett formuliert um den Erstlesern ein wunderbares Leseerlebnis mit Erfolg zu bescheren.

Die Kapitel sind kurz, der Text pro Seite sehr limitiert und die Schrift ist groß. Die Wortwahl ist auch sehr angenehm, nicht zu komplizierte und auch mit wiederkehrenden Wörtern.
Wer das kleine Gespenst Hatschihu noch nicht kennt, sollte wissen, dass es eine beste Freundin hat: Leni. Diesmal hat Leni Geburtstag und es wird, wie nicht anders zu erwarten auf dem Reiterhof gefeiert. Hatschihu ist natürlich eingeladen und sorgt hier natürlich wieder für den nötigen Wirbel!
Was mir bei dieser Reihe wichtig ist, es geht hier zwar um eine Pferdewelt mit einer weiblichen Protagonistin, aber auch mein Sohn fand es spannend und gut! Es spricht eher Mädchen an, aber ich würde dies Reihe auch Jungs empfehlen, weil es spannend ist und auch Jungs Pferdefreunde sein können! Seid offen für die nächste Generation!
Klar, möchte ich auch die tollen Illustrationen auf jeder Seite von Eleni Livanios lobend erwähnen. Vor allem geben diese reichlich vorhandenen Bilder super Impulse um weiterlesen zu wollen, denn sie ergänzen die Geschichte ganz wunderbar.
Fazit: Pferde, Gespenster, Freundschaft und noch spannend oben drauf – genau die richtige Mischung für Leseanfänger und die, die es noch werden wollen!
PS: Gut zu wissen, wenn man die Reihe noch nicht kennt und gerne in der richtigen Reihenfolge lesen mag: #1 Der nächtliche Ausritt, #2 Wirbel in der Reitstunde, #3 Ein verspukter Geburtstag und #4 Trubel im Reitstall (Stand Juni 2019).

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Rezensionen von Caro2929:

Absolutes Lesehighlight

Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte von Anne Freytag

Klappentext:


"Rosa und Frank begegnen sich am anderen Ende der Welt. Sie sind sich ähnlich und doch grundverschieden -Rosa widersprüchlich, Frank ruhig. Zusammen sind sie nicht nur weniger allein, sondern ziemlich nah dran an vollständig. Sie beschließen, gemeinsam weiterzureisen und einen alten Camper zu kaufen.

Doch dann tauch unerwartet Franks bester Freund David auf, und mit ihm ändert sich alles.

Sind drei einer zu viel, oder hat genau er noch gefehlt? Diese Frage stellt sich immer wieder, während sie zu dritt Tausende Kilometer durch Australiens unendliche Weite fahren, vor ihnen nur der Horizont, über ihnen nichts als der Himmel und zwischen ihnen mehr, als Worte je beschreiben können."


Meine Meinung:

Anne Freytag versteht ihr Handwerk eindeutig. Sie ist eine großartige deutsche Autorin.

So hat sie auch wieder mit diesem Buch einen absoluten Volltreffer gelandet. Ihr Schreibstil ist einfach ganz besonders. Die Geschichte ist so authentisch und realistisch. Meiner Meinung nach liegt das nicht zuletzt an dem Schreibstil, der nichts verschnörkelt sondern kurz, mutig, vor allem ehrlich und treffsicher ist.

Anne Freytag haucht ihren Figuren nicht nur ein wenig Leben ein - nein - ihre Figuren wirken geradezu lebendig, so dass sich der Leser voll und ganz auf sie einlassen kann.

Die Geschichte hat mich komplett gefangen genommen und ich wusste nicht, wo und wie sie enden würde. Es gelang mir nicht, das Buch wirklich aus der Hand zu legen, denn am liebsten hätte ich die Geschichte in einem verschlungen.

Ich habe Rosa, David und Frank gern begleitet, sich selbst zu finden und .... - An dieser Stelle möchte ich nicht zu viel verraten, aber wenn ihr es lest, werdet ihr genau wissen, was ich meine -

Gerade das Ende lässt Raum für Spekulationen.


Fazit:

Ein absolutes Lesehighlight, was diesen Sommer niemand verpassen sollte.

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Rezensionen von Gaby 2707:

Hat mich leider nicht angesprochen

Mein Leben basiert auf einer wahren Geschichte von Anne Freytag

Maryam Heidani Ahwazi beschreibt in diesem Buch ihre Kindheit, ihre Jugend und einen Teil ihres Erwachsenenlebens inkl. ihrer Flucht aus dem Iran nach Deutschland.

Ich lese sehr gerne Erfahrungsberichte von Frauen, die ein besonderes Schicksal beschreiben. Hier wurde ich leider enttäuscht.

Ihre Geschichte ist in drei Teile untergliedert.

Jeder Teil unterteilt sich nochmal in viele kleine einzelne Geschichten.

Im ersten Abschnitt erfahre ich vieles aus ihrer Kindheit. Als Ahwazi, einem Stamm im Süden des Iran, wurden ihre Eltern überwacht, ein Bruder Tiam kam ins Gefängnis, ihre Schwägerin Kiana wurde misshandelt und verlor bei einer Razzia in ihrem Haus ihr Ungeborenes. In der Schule galt die totale Überwachung durch die Basidschi, Frauen und auch ältere Schülerinnen, die darauf achteten, dass alle „Gesetze“ des Islamischen Staates eingehalten wurde.

Der zweite Teil befasst sich mit Maryam, die eine Ausbildung gemacht hat und nun in einem Raum ihres Zuhauses einen Kosmetiksalon betreibt. Schnell nistet sich hier Malihe ein, eine Art Wahrsagerin, durch die Maryam neue Kundinnen gewinnt, sich aber auch sehr abhängig macht. Mir waren diese Geschichten einfach zu abstrus, zu nicht vorstellbar. Kurz – ich konnte damit gar nichts anfangen.
Und Maryam entdeckt für sich das Christentum, was in ihrem Land sehr gefährlich ist. Diese Wandlung kam für mich so überraschend, dass ich sie einfach hingenommen habe. Vorstellbar war es so, wie sie es schildert, für mich leider nicht.

Im dritten Abschnitt erfahre ich von Maryams Inhaftierung, da sie wohl jemand wegen ihres Glaubens angezeigt hat. Sie freundet sich mit einer Wärterin an, wird misshandelt, nach einem halben Jahr auf Kaution freigelassen, folgt dem Rat des Sicherheitsdienstes im Gefängnis und flieht mit ihrer Familie. Ihr Mann, von dem ich insgesamt sehr wenig erfahre, bleibt im Iran zurück. Die Flucht geht über die Türkei nach Griechenland und dann ist Maryam auch schon in Deutschland.
Wenn ich die Berichte von Menschen, denen eine Flucht bis hierher geglückt ist, lese, bin ich wegen der Grausamkeiten, der widrigen Umstände immer wieder schockiert. Hier liest es sich fast wie eine ganz normale Reise durch verschiedene Länder.

Auch an den Schreibstil mit den kurzen Sätzen und den vielen kleinen Kapiteln musste ich mich erst gewöhnen. Außerdem fehlen mir hier einfach die Emotionen.

Ein Buch, das den Lebensweg einer jungen Frau vom Islam zum Christentum und vom Iran nach Deutschland beschreibt. Leider konnte mich Maryams Geschichte nicht fesseln. Schade.

3,5 von 5 Sternen

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Rezensionen von heinoko:

Lebendig erzählter historischer Roman

Die Erleuchtung der Welt von Johanna von Wild


Biggi Rist, Autorin von Kriminalromanen, hat uns unter dem Pseudonym Johanna von Wild einen wunderbar erzählten historischen Roman geschenkt. In Kurzfassung beschreibt der Klappentext den Inhalt so: „Heidelberg, 1427. Da Helenas Vater seine Schulden nicht bezahlen kann, verkauft er seine Tochter an einen Winzer als Magd.

Dem Mädchen widerfährt Schreckliches auf dem Weingut und es flieht. Das Schicksal lässt Helena zur engsten Vertrauten von Prinzessin Mechthild von der Pfalz werden, und sie folgt ihr nach Stuttgart und Urach. Doch ihre Vergangenheit holt Helena ein, sie trifft eine falsche Entscheidung und die Freundschaft zu Mechthild wird auf eine harte Probe gestellt …“
Der Roman ist mit routinierter Feder geschrieben. Er fesselt den Leser von Anfang bis Ende. In lebendig gestalteten Szenen erleben wir hautnah die Zeit Anfang 15. Jahrhundert rund um die historische Figur Mechthild von der Pfalz, eine gebildete, fortschrittliche Frau, und die fiktive Figur Helena, Tochter armer Tagelöhner. Der Spannungsbogen spannt sich ohne Unterbrechung über das gesamte Buch. Atmosphärisch dicht und intensiv werden grausamste Geschehnisse detailreich und voller überraschender Wendungen erzählt. Die gut recherchierten historischen Hintergründe, z. B. die Machtkämpfe zwischen dem Geschlecht der Wittelsbacher und der Habsburger, die dominante Stellung der Kirche, die gewaltige Diskrepanz zwischen Arm und Reich, geben dem Roman bei aller Freiheit fantasievoller Gestaltung die nötige solide Substanz, um den aufgeschlagenen historischen Bilderbogen glaubwürdig zu machen.
Rundum lesenswert.

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Rezensionen von heinoko:

Dem Körper bewusst und mit Freude Gutes tun

My Little Green Kitchen von Sylwia Gervais


Das Buch ist als Herzensprojekt aus dem Bedürfnis der Autorin heraus entstanden, ihren gesundheitlichen Problemen durch pflanzliche Ernährung zu begegnen. Und genau diese persönliche Leidenschaft spürt man dem Buch auf jeder Seite an. Es ist wunderschön gestaltet, mit Lesebändchen versehen und auf festerem Papier gedruckt, das den regelmäßigen Gebrauch in der Küche nicht sofort übel nimmt.

Unglaublich schöne Fotos bringen uns Natur und Kochergebnisse so nahe, dass wir gar nicht anders können, als uns von der Autorin mitnehmen zu lassen auf eine Reise durch das Jahr mit vielen „grünen Tipps“ und den damit verbundenen oftmals überraschenden Lieblingsrezepten. So wechseln sich zum Beispiel im Frühjahr interessante Rezepte wie Löwenzahn-Gelee ab mit Anregungen zum Gemüseanbau. Im Sommer finden wir neben Karotten-Hummus Hinweise zum Wildkräuter-Sammeln. Und so geht es liebevoll und die Natur achtend weiter durch das Jahr.
Das Buch ist viel mehr als ein reines Kochbuch. Es ist eine Liebeserklärung an all das, was uns die Natur schenkt. Und es ist eine Anregung für uns, mit Freude zu ernten, zu kochen und mit allen Sinnen zu genießen.

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Rezensionen von jiskett:

Liebesgeschichte voller innerer Konflikte und Gefühlschaos

My Little Green Kitchen von Sylwia Gervais

"Zane & Lennon" hat mir, wie schon die ersten beiden Bände, ziemlich gut gefallen. Ich fand die Protagonisten weitgehend sympathisch, die Charaktere waren gut ausgearbeitet und ich mochte, dass die Freundschaft der WG-Mitbewohner sowie ihre jeweiligen Beziehungen eine große Rolle gespielt haben.

Allerdings gab es auch ein paar Aspekte, die mich nicht hundertprozentig überzeugen konnten.

Das Buch erzählt, wie der Titel bereits verrät, die Liebesgeschichte von Zane und Lennon, die sich schon bei ihrer ersten Begegnung zueinander hingezogen fühlen. Das Problem dabei ist nur, dass Zane - der aus gutem Hause kommt, aber ein eher lockeres Leben führt und sich gerne mit verschiedenen Frauen vergnügt - sich nicht zu einem Mann hingezogen fühlen möchte, weshalb er die Chemie und alle Anzeichen, dass mehr zwischen ihnen sein könnte, am liebsten ignorieren würde. Dies gelingt ihm allerdings nicht und deshalb hat er den Eindruck, hin und her gerissen zu sein, was das Verhältnis zu Lennon nicht gerade leichter oder entspannter macht.

Die Autorin hat dieses Gefühlschaos meiner Meinung nach sehr gut und eindringlich dargestellt. Es war zwar nicht immer leicht zu lesen, was in Zane vor sich ging, doch es kam mir realistisch vor, dass ein junger Mann mit seiner Erziehung und vor allem mit einem Vater wie dem seinen Probleme damit haben könnte, an anderen Männern interessiert zu sein - auch wenn es schade ist, dass Homophobie nach wie vor so präsent ist, gerade, wenn sie verinnerlicht ist. Es wird offensichtlich, dass er leidet und nicht weiß, was er tun soll, vor allem, weil er viel Zeit mit Lennon verbringt und ihm nicht weh tun, jedoch auch keine Beziehung mit ihm beginnen möchte. Seine Äußerungen waren teilweise sehr verletzend und Lennon hat in meinen Augen beinahe übermenschliche Geduld bewiesen, aber wie bereits erwähnt war nachvollziehbar, wieso Zane so gehandelt hat.

Seine Entwicklung im Lauf der Handlung hat mir gefallen und ich fand gut, dass deutlich wurde, wie schwer der Prozess ist. Dennoch gab es Momente, in denen ich Schwierigkeiten damit hatte mit ihm zu fühlen, vor allem, wenn deutlich wurde, was in Lennon vor sich geht. In diesem Zusammenhang fand ich es auch ein bisschen schade, dass es einige Zeitsprünge gab; es war gut, dass weniger wichtige Ereignisse zusammengefasst wurden und die Handlung voranging, doch zugleich hatte ich so das Gefühl, etwas zu verpassen. Zudem kam mir die Entwicklung der tiefer gehenden Beziehung der beiden ein wenig zu kurz, da oftmals die körperliche Verbindung im Vordergrund zu stehen schien. Dennoch merkt der Leser, wie sich die beiden langsam, aber sicher näher kommen, dass sie sich verstehen und dass sie beginnen, einander zu vertrauen, was ich sehr schön fand.

Das Ende war mir persönlich etwas zu offen und es sind noch ein paar Fragen ungeklärt, aber da es im nächsten Band um Zanes Cousine gehen wird, habe ich die Hoffnung, dass man in "Madison & Sam" mehr erfahren wird. "Zane & Lennon" an sich bekommt von mir 3,5 Sterne. Die Geschichte hat mich trotz der genannten Kritikpunkte gut unterhalten, sie war oftmals emotional und ich mochte die Charaktere sowohl alleine als auch zusammen sehr gerne.

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Rezensionen von Petra Sch.:

Einfühlsamer Wohlfühl-Roman mit viel Tiefe

Die Katze im Lavendelfeld von Hermien Stellmacher

Kurz zum Inhalt:
Alice ist eine Foodbloggerin, die die Chance bekommt, mit ihren "Genussberichten" in eine große Zeitung zu kommen.
Sie ist vor einigen Jahren in eine kleine Ortschaft in der malerischen Provence gezogen und hat dort einige gute Freunde gefunden, unter anderem die 78jährige Janine und den Restaurantbesitzer Georges.

Zu ihrem Glück fehlt ihr nur ein kleines Häuschen mit Garten, doch so eines zu finden ist schwieriger als erwartet.
Als Janine eines Tages eine kleine Katze in einem Lavendelfeld findet, nimmt Alice die Findelkatze bei sich auf. Ihre beiden ausgewachsenen Katzen sind davon jedoch nicht begeistert und reißen aus. Alice findet sie im verwilderten Garten eines ehemaligen Hotels. Dieses Haus wäre perfekt für sie, es ist Liebe auf den ersten Blick.
Dann wird Alice plötzlich die Wohnung gekündigt, Janine zeigt Anzeichen von Demenz und dann sind da auch noch zwei Männer, wovon sie einen loslassen muss, um mit dem anderen ihr Glück zu finden...


Meine Meinung:
Hermien Stellmacher hat mit "Die Katze im Lavendelfeld" einen Wohlfühl-Roman geschaffen, der nicht nur für Katzenliebhaber geeignet ist. Durch das Setting in der wunderschönen Provence und den detailreichen Beschreibungen der Landschaft bekommt man richtiges Urlaubs-Feeling, aber der Roman hat auch viele Emotionen und Tiefgang.
Man kann sich wunderbar in die Provence träumen und fühlt mit Alice mit - sowohl wenn sie leidet, als auch wenn sie sich freut. Die Charaktere sind allesamt authentisch und facettenreich dargestellt.

Alice' Suche nach einem passenden Haus für sich und ihren Mann Léon erweist sich ja als nicht ganz so einfach, und der Makler ist einfach göttlich *lach*
Es ist schön zu lesen, wie sich Alice und Georges um Janine bzgl. ihrer beginnenden Demenz sorgen und ihr helfen wollen. Es ist ja auch für Janine nicht leicht, sich plötzlich an gewisse Dinge nicht mehr erinnern zu können.
Und als dann die Probleme auftauchen, dass Georges' Miete für das Restaurant erhöht und Alices Wohnung gekündigt wird, fand ich es einfach wunderschön zu lesen, wie alle zusammenhalten und -helfen und alles dafür tun, um eine Chance zu haben, das ehemalige Hotel zu bekommen! :) Dieses Haus mit dem parkähnlichen Garten wäre auch genau nach meinem Geschmack, ein richtiges Traumhaus!

Das Cover passt einfach perfekt - ein typisches Haus in der Provence, im Hintergrund ein Lavendelfeld. Fröhlich, Sonne pur - nur eine (echte) Katze vorm Haus wäre noch toll gewesen.


Fazit:
Emotionaler Wohlfühl-Roman in der wunderschönen Provence über eine starke Frau, die erst loslassen muss, bevor sie ihr Glück finden kann. Nicht nur für Katzenliebhaber!

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