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Kunden em pfehlungen

Rezensionen von Fabian:

Ein Buch der etwas anderen Art

Von der "Unzucht" zur "Liebe": Die Behandlung der Homosexualität in der österreichischen Presse von der Legalisierung 1971 bis zur gleichgeschlechtlichen Ehe 2017 von Nina Spindler

Die Bücher meiner Leseliste behandeln üblicherweise deutlich andere Themen als dieses. Trotzdem habe ich auf Empfehlung eines Kollegen einen Blick in dieses Buch gewagt und war mehr als positiv überrascht. Unglaublich interessantes Thema was heute wichtiger ist den je. Ein weiterer Pluspunkt war für mich die sehr verständliche Schreibweise, wodurch das Buch auch zum Ende hin nicht trocken wurde.

Alles in Allem gebe ich eine klare Kaufempfehlung für dieses Buch!

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Rezensionen von Ele:

Weiße Fracht - Lost III

Weiße Fracht von Gil Ribeiro

Lost in Fuseta III –Weiße Fracht, Portugal-Krimi von Gil Ribeiro, 390 Seiten, erschienen bei Kiepenheuer & Witsch.
Der Hamburger „Austausch-Kriminaler“ Leander Lost ermittelt in seinem 3. portugiesischen Fall.
Leander Lost ist etwas Besonderes, ein Asperger-Autist, Eidetiker, liebenswerter Hamburger Kommissar in Diensten der portugiesischen Policia Judicária.

Zusammen mit Sub-Inspektor Graciana Rosado und Carlos Esteves ermittelt er in seinem neuesten Fall. In Fuseta wird die Leiche des deutschen Aussteigers Uwe Ronneberg gefunden. Im nahegelegenen Tavira ereignet sich ein weiterer Mord an der Lehrerin Isamara Alves, stehen die Taten miteinander in Verbindung und hat das etwas mit einer gigantischen Drogenlieferung, die in Kürze die portugiesische Küste erreichen soll, zu tun? An der Algarve wird wieder auf Hochtouren ermittelt.
Ich habe Lost in Fuseta I und II gelesen und mich schon sehr auf den neuen Band gefreut. Durch meine Vorkenntnisse war ich mit „Land und Leuten“ schon vertraut und konnte mich von Anfang an auf den neuen Fall einlassen, zwar ist es nicht zwingend notwendig, die Vorgängerbände zu kennen, aber es erleichterte mir die Lektüre enorm. Ribeiro spart nicht mit kursiv gedruckten portugiesischen Redewendungen, Straßen, Landschaften Speisen und Namen. Die Handlung geht über einen Zeitraum von fünf Tagen, die auf 41 Kapitel aufgeteilt sind, das war hilfreich, weil sehr übersichtlich. Die handelnden Personen waren hervorragend charakterisiert und liebevoll gezeichnet. Natürlich war Leander meine Lieblingsperson, der Protagonist ist wirklich ein sehr liebenswerter Mensch, der so offen und ehrlich und in manchen Situationen auch mal unbeholfen agiert, woraus sich so manche nette Situationskomik ergab. Er kann z.B. nicht lügen. Auch in seiner Beziehung zu Soraia, der Schwester von Graciana Rosado steht er sich hier gerne selbst im Wege. Mit seiner Inselbegabung, seinem fotografischen Gedächtnis konnte er wieder einmal viel zur Lösung des Falls beitragen. Der Plot ist in auktorialer Erzählweise verfasst. Die einzelnen Bedrohungen waren für meinen Geschmack immer etwas zu schnell „entschärft“ und gelöst , aber es gibt auch immer wieder neue Wendungen, die überraschen, deshalb ist stets für Spannung gesorgt. Die beiden Ermittler M&M aus Deutschland haben die Erzählung humorvoll belebt. Nicht gefallen, hat mir bei diesem Fall, dass sich der Protagonist gerne eine „Nase voll“ von der „weißen Fracht“, dem Kokain gönnt, das hätte sich der Autor sparen können, Die Figur Leander ist m. M. nach interessant genug. Der Handlung konnte ich zu jederzeit gut folgen, die Charaktere agierten nachvollziehbar und größtenteils logisch.
Zum Ende wurde es noch einmal richtig spannend und es sieht so aus als ob der „Alemao“ nun endgültig in Fuseta und in der Familie Rosado angekommen wäre. Deshalb hoffe ich auch auf eine Fortsetzung der Reihe, durch einen vierten Band. Von mir 4 Sterne und eine Leseempfehlung für Neueinsteiger und die Fans der Reihe.

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Rezensionen von C. P.:

Diesmal wird es gefährlich

Weiße Fracht von Ribeiro Gil

Das internationale Austauschjahr von Leander Lost neigt sich dem Ende zu. Doch am liebsten würde der Hamburger Kommissar in Portugal bleiben. Nicht nur, weil er sich mit seinen dortigen Kollegen deutlich besser versteht – mittlerweile sind die drei ein sehr gutes Team – sondern vor allem, weil er wegen Soraia Rosado bleiben möchte.

Doch vorerst müssen die Morde an einem Schreiner und einer Lehrerin geklärt werden, welche auf den ersten Blick in keiner Verbindung zueinander stehen.
Der dritte Band des Hamburger Kommissars mit Aspersyndrom widmet sich einem großen Problem, welches vor Ort herrscht: Drogenhändler schmuggeln ihre weiße Fracht über Portugals Küste nach ganz Europa. Entsprechend gefährlich werden die Ermittlungen diesmal, denn ein gewichtiger Drogenboss hat seine Finger im Spiel. Zudem versucht Leander herauszufinden, ob sich zwischen Soraia und ihm ein Band der Liebe entwickelt. Nicht leicht für einen Menschen mit Asperger. Und auch bei einigen anderen Kollegen spielt die Gefühlswelt diesmal eine Rolle.
Der Schwerpunkt im dritten Band liegt eindeutig auf den Morden und dem Drogenschmuggel, die Gefühlswelt von Leander sowie seinen Kollegen ist ein angenehmes Beiwerk, welches dem Roman eine emotionale Note verleiht, ohne zu aufdringlich zu sein. Diverse Situationen und Missverständnisse sorgen auch diesmal wieder für den ein oder anderen Schmunzler. Interessant fand ich zudem die Konfrontation mit zwei von Leanders Hamburger Kollegen, welche verdeutliche, wie diese mit ihrem aussergewöhnlichen Kollegen bisher umgegangen sind. Vom Kriminalfall sowie zwischenmenschlich der bisher beste Band der Reihe.
Das Hörbuch wird gelesen von Andreas Pietschmann, der gekonnt die vielen portugiesischen und spanischen Begriffe ausspricht und auch ansonsten die unterschiedlichen Charaktere passend interpretiert. Leider ist das Hörbuch gekürzt,was mich jedoch nur an einer Stelle störte.

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Rezensionen von C. P.:

Rotkäppchen, das Böse und der Wolf

Wolfssucht von Nora Bendzko

Böhmen, 1636: Die kleine Irina findet mit ihrer Familie bei der Großmutter Zuflucht von den Gräueln des Krieges. Dennoch verliert sie ihre Eltern und muss zusehen, wie ihre Schwester brutal vom geheimnisvollen Wolfsmensch getötet wird, welcher die Wälder unsicher macht. Als sie Jahre später die Avancen des Jägerssohnes Skandar ausschlägt und vor dessen Zudringlichkeiten in den Wald flieht, begegnet sie dem Wolfsmenschen erneut.

Mit „Wolfssucht“ hat Nora Bendzo das Thema um Rotkäppchen und den bösen Wolf neu interpretiert. Die dunkelfantastische Novelle ist im 30-jährigen Krieg angesiedelt und der Auftakt weiterer Galgenmärchen aus der Feder der Autorin.
Die Erzählung ist düster und zugleich emotional sehr bewegend. Nicht nur das Erleben des Krieges aus Kinderaugen hat mich fasziniert, sondern auch, wie die traumatisierte Irina dem Aberglauben des Dorfes ausgeliefert ist und als Aussenseiterin behandelt wird, weil ein Mädchen, welches als einzige dem Wolfsmenschen entkam, mit einem Fluch belastet sein muss. Das Besondere an „Wolfssucht“, was mich auch am meisten begeistert hat, ist jedoch der Hintergrund des Wolfsmenschen, welcher im Laufe der Novelle offenbar wird und diesen Charakter dadurch vom Täter zum Opfer werden lässt.
Eine düstere und ergreifende Interpretation von Rotkäppchen, schockierend und faszinierend zugleich und somit eine absolute Leseempfehlung von mir.

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Rezensionen von C. P.:

Rotkäppchen, das Böse und der Wolf

Wolfssucht von Nora Bendzko

Böhmen, 1636: Die kleine Irina findet mit ihrer Familie bei der Großmutter Zuflucht von den Gräueln des Krieges. Dennoch verliert sie ihre Eltern und muss zusehen, wie ihre Schwester brutal vom geheimnisvollen Wolfsmensch getötet wird, welcher die Wälder unsicher macht. Als sie Jahre später die Avancen des Jägerssohnes Skandar ausschlägt und vor dessen Zudringlichkeiten in den Wald flieht, begegnet sie dem Wolfsmenschen erneut.

Mit „Wolfssucht“ hat Nora Bendzo das Thema um Rotkäppchen und den bösen Wolf neu interpretiert. Die dunkelfantastische Novelle ist im 30-jährigen Krieg angesiedelt und der Auftakt weiterer Galgenmärchen aus der Feder der Autorin.
Die Erzählung ist düster und zugleich emotional sehr bewegend. Nicht nur das Erleben des Krieges aus Kinderaugen hat mich fasziniert, sondern auch, wie die traumatisierte Irina dem Aberglauben des Dorfes ausgeliefert ist und als Aussenseiterin behandelt wird, weil ein Mädchen, welches als einzige dem Wolfsmenschen entkam, mit einem Fluch belastet sein muss. Das Besondere an „Wolfssucht“, was mich auch am meisten begeistert hat, ist jedoch der Hintergrund des Wolfsmenschen, welcher im Laufe der Novelle offenbar wird und diesen Charakter dadurch vom Täter zum Opfer werden lässt.
Eine düstere und ergreifende Interpretation von Rotkäppchen, schockierend und faszinierend zugleich und somit eine absolute Leseempfehlung von mir.

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Rezensionen von rewareni:

Der verschwundene Koffer

Wolfssucht von Nora Bendzko

Madame B. kann es nicht fassen, kaum aus ihrem Urlaub zurück, wird ausgerechnet im Fitness Studio ihr Koffer gestohlen. Da sich die Polizei nicht wirklich darum kümmern will um die Diebin ausfindig zu machen, ist für sie klar, dass sie das selbst tun muss und ihre Rache wird fürchterlich sein. Dass aber dann ein mysteriöser Todesfall mit ihr in Verbindung gebracht wird, hätte selbst sie nicht gedacht.

,,Der Koffer der Madame B.´´ von Maryanne Becker ist eine humorvolle und witzige Kurzgeschichte aus der booksnacks Reihe. Die Autorin schafft es auf den ca. 15 Seiten eine amüsante Geschichte rund um Madame B. zu schaffen, die im Laufe der Geschichte sich von einer vorerst erbosten Frau, der man den Koffer voll mit Schmutzwäsche gestohlen hat, sich zu einer von aller Welt unverstanden sehr wütenden Frau mit perfiden Mordgedanken, zu wandeln. Nebenbei gibt es auch noch einen zweiten Handlungsstrang, der sich langsam, aber sicher mit dem von Madame B., verbindet. Der aufbrausende und bestimmte Charakter von ihr ist zwar etwas übertrieben dargestellt, aber das finde ich amüsant und witzig. Auch die anderen Personen, wie der genervte Polizeibeamte oder der strebsame Staatsanwalt passen gut zu der Handlung. Eine witzige Kurzgeschichte mit einem tödlichen Ende.

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Rezensionen von Bibliomarie:

Beste Krimiunterhaltung

Helle und der Tote im Tivoli von Arendt Judith

Helle Jespers ist eine Landpolizistin, übergewichtig und von Wechseljahrsbeschwerden geplagt. Aber ganz so in die Landei – Ecke, wie es der Kopenhagener Kollege Sören möchte, lässt sie sich nicht schieben.

Gunnar Larsen ist im Tivoli umgebracht worden, grausam entstellt und so zur Schau gestellt, dass es den Anschein hat, dass es etwas mit dem Pädophilie Milieu zu tun hat.

Helle soll der Witwe die Todesnachricht überbringen und erste Fragen stellen, damit wäre der Part ihres Kleinstadt-Kommissariats erledigt. Aber Helles Gespür sagt etwas anderes, sie kennt den überaus korrekten und steifen Gunnar als Lehrer ihrer Kinder, er war immer auf der Seite der Schüler und nie war etwas Zweideutiges dabei. So beginnt sie selbst zu ermitteln und Spuren nachzugehen, die den Kopenhagenern entgangen oder zu unwichtig schienen.
Wie ein Terrier – so die Beschreibung ihres Mannes – verbeißt sie sich in die Ermittlung.

Der Titel „Helle und der Tote im Tivoli“ stellt Helle Jespers nicht von ungefähr an die erste Stelle. Die Figur dieser Kommissarin prägt den ganzen Krimi. Sie ist menschlich, mit all den Unzulänglichkeiten einer Frau in den mittleren Jahren, die Bequemlichkeit über Aussehen stellt. Dabei geerdet und voller Empathie für ihre Mitmenschen. Aktuelle Zeitbezüge fließen mit ein, wie der enorme Rechtsruck in Dänemark und dessen Auswirkungen auf ihre Arbeit.

Der Kriminalfall entwickelt eine ganz besondere Dynamik und selten habe ich Polizeiarbeit so gespannt und interessiert verfolgt, wie bei Helle und ihrem Team. Die Protagonisten neben Helle werden genauso liebevoll und menschlich dargestellt. Es gibt den temperamentvollen Jungspund, den desillusionierten und ausgebrannten Kollegen und die junge Mitarbeiterin mit Migrationshintergrund, also ein realistischer Querschnitt durch den Polizistenalltag. Der sehr angenehm zu lesende Stil hat mich überzeugt, die Sprache gefiel mir: unterhaltsam und niveauvoll.

Der Untertitel „der erste Fall…“ verspricht eine Reihe, die ich aufmerksam verfolgen werde.

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Rezensionen von liesmal:

Erinnerungen an die Jugend-Heim-Zeit

Mühlenbach von Bodo Krüger

Bodo ist der Sohn einer Schifferfamilie und kurz nach dem Ende des 2. Weltkrieges geboren. Mit sechs Jahren hatte er sich so sehr darauf gefreut, in die Schule zu kommen. Aber seine Eltern ließen ihn nicht gehen. So hatte er kaum Kontakte zu anderen Kindern. Als er 13 war, war er seinen Eltern auf dem Schiff inzwischen eine große Hilfe geworden.

Doch dann wurde er von jetzt auf gleich abgeholt und in ein Jugendheim gebracht. Dort konnte er zwar endlich die Schule besuchen, aber das Leben im Jugendheim war natürlich ein ganz anderes und er musste sich an viel Neues gewöhnen. Diese Zeit beschreibt er in seinem Buch.
Bodo war ein sehr schüchterner Junge, allerdings überaus höflich und rücksichtsvoll. Er war ein gelehriger Schüler. Nur mit dem Schulfach Sport konnte er sich nicht anfreunden. Das beschreibt er ganz ehrlich in einem Kapitel. Er erinnert sich an seine Erzieher, an die Lehrer und an die Vertretungskräfte und erzählt von seinem Glauben.
Das Buch ist unterteilt in mehrere betitelte Kapitel. Der Schreibstil gefällt mir sehr gut. So berichtet Bodo zum Beispiel von dem Besuch seiner Tante Minna, deren Frage, ob er sich hier wohl fühlt, er mit Ja beantwortet. In dem Zusammenhang zu sagen, dass dieses „Ja „aus ihm herauskommt „wie aus einem Automaten, in den man das passende Geldstück geworfen hat“, spricht für sich. Umschreibungen dieser Art gibt es mehrere und ich mag sie. Auch, dass die Tante einen Apfelrest in zwei Teile schneidet und er eins davon bekommt, ist für ihn erwähnenswert und wichtig. Das Teilen war allerdings zu der damaligen Zeit auch nicht unbedingt an der Tagesordnung.
Mir hat es großen Spaß bereitet, Bodo Krüger auf dem Weg zurück in seine Kinder- und Jugendzeit zu begleiten. Durch seine Erzählung konnte ich mich an viele ähnliche Erlebnisse aus meinem eigenen Leben erinnern. Mich hat das Buch sehr gut unterhalten. Ich finde es großartig und empfehle das Buch sehr gern weiter.
Nur noch eins: Seine Eltern erwähnt Bodo nur noch einmal ganz kurz – wie in einem Nebensatz. Doch das, was er sagt, hat mich sehr betroffen gemacht. Sehr gern hätte ich noch erfahren, ob er jemals den Kontakt zu ihnen wieder aufgenommen hat. Aber das wäre dann wohl eine andere Geschichte.

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Rezensionen von Furbaby_Mom:

Spannender historischer Roman!

Die Zarin und der Philosoph von Sahler

Wer in diesem knapp 500-seitigen Werk eine trockene Auflistung historischer Fakten befürchtet, irrt sich gewaltig. Martina Sahler entführt den Leser in ihrem gründlich recherchierten und zum Lesegenuss mit fiktiven Elementen ausgeschmückten Werk in die wohl schillerndste, farbenprächtigste und für mich faszinierendste Stadt Russlands und beleuchtet das Leben jener starken Frau, um die sich bereits zu Zeit ihres Lebens Legenden rankten.

Katharina die Große steht für Aufklärung und Fortschritt, sie fördert die Bildung, die Wissenschaft, die Künste; doch – wie so viele Herrscher/innen – polarisiert sie. Warum hält die ansonsten so gütige und gerechte Frau am grausamen Gesetz der Leibeigenschaft fest?

Auf dem wunderschönen Cover ist ein Gemälde abgebildet, welches bereits das Genre erahnen lässt. Auch die große goldene Krone oberhalb des Buchtitels wird elegant in Szene gesetzt.

Dieser Roman hat mich vor allem durch seine bildgewaltigen Beschreibungen der Stadt an der Newa beeindruckt, die schon seit langer Zeit auf meiner Reisewunsch-Liste steht. Mehr denn je möchte ich nun den Newski-Prospekt entlangschlendern, die Pracht des Winterpalasts - samt der Kunstschätze der Eremitage - bestaunen! Gekonnt lässt die Autorin mit ihrem unterhaltsamen Erzählstil die Vergangenheit wieder lebendig werden. Auch wenn ich mir für die Darstellung von Katharinas Figur noch etwas mehr Nähe gewünscht hätte bzw. sie für mich gerne noch mehr im Vordergrund hätte stehen können, gewinnt man als Leser doch einen anschaulichen, authentischen Einblick in ihr Wesen. Jedoch wird sie in keiner Weise glorifiziert, auch die unter ihrer Herrschaft bestehenden Missstände werden angeprangert. Hierzu ist es natürlich unabdinglich, auch über die politischen Hintergründe zu schreiben, was allerdings ein klein wenig abgekürzt hätte werden können (aber das ist reine Geschmackssache). Der unüberbrückbare Graben zwischen Arm und Reich ist tiefer denn je, im Volk werden Stimmen nach einer Rebellion immer lauter…sogar im unmittelbaren Umfeld der Zarin. Vor allem Katharinas intelligente Ziehtochter kann nicht die Augen verschließen vor den großen Problemen des Landes, dem Elend der Bevölkerung, den Unruhen. Der von dem preußischen König an Katharinas Hof geschickte Philosoph Stephan Mervier soll die Zarin ausspionieren - eine gefährliche Mission, die auch einen Einfluss auf seine Ehe mit der Künstlerin Johanna haben wird, welche sich unter den neuen Lebensumständen immer mehr alleingelassen fühlt.

Als Leser lernt man viel über die russische Geschichte, die Blütezeit Sankt Petersburgs um 1762-1775. Man spürt die Bewunderung, die die Autorin für diese Stadt hegt und ihre solide Kenntnis der Region. Im Werk enthalten sind auch zwei Karten und eine Zeittafel sowie ein ausführliches Personenregister, welches sowohl historische wie auch fiktive Figuren auflistet. Aufgrund der Vielzahl an Charakteren ist insbesondere letzteres eine willkommene Ergänzung.

Ich habe erst im Nachhinein erfahren, dass dies der zweite Band einer Buchreihe ist; der Roman ist in sich geschlossen und kann auch als Einzelwerk gelesen werden.

Fazit: Lehrreiche Unterhaltung! Eine definitive Empfehlung für alle Fans von historischen Frauenromanen.

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Rezensionen von Bellis-Perennis:

Macht Lust auf Urlaub

Mein Salzkammergut von Patricia Thurner; Gerhard Ammerer

Dieses Buch ist eine Liebeserklärung an einen der schönsten Landstriche Österreich: Das Salzkammergut.

In beeindruckenden Texten, in denen Einheimische wie der Schuhmacher aus Goisern oder die Schriftstellerin Barbara Frischmuth, zu Wort kommen, bringt uns das Autoren-Duo diese Gegend näher.
Zu jeden Ort wie Bad Ischl, Hallstatt oder Bad Aussee gibt es einen Abriss der Geschichte des Ortes bzw.

seine Rolle im Welgeschehen. Dabei wird auch so manche unrühmliche Rolle während der NS-Zeit nicht verschwiegen.
Umrahmt werden diese Texte von hinreißenden Fotos, die die Aura der Orte wiedergeben.

Nicht ausgespart werden auch die Schattenseiten des Tourismus, die den Bewohnern z.B. in Hallstatt das Leben inzwischen sehr schwer machen.

Der berühmte Altmeister des Wiener Kabaretts, Karl Farkas, würde sagen: „Schauen Sie sich das an!“.

Fazit:

Eine Hommage an einen bezaubernden Landstrich, der Lust macht, die Koffer zu packen und den Zauber der Landschaft zu genießen. Gerne gebe ich hier 5 Sterne.

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